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692: Ein Stalobor hat auch Gefühle...!

Pokémon in dieser Folge:

Personen in dieser Folge:

  • Ash
  • Benny
  • Dorfälteste
  • Georgina
  • Lilia
  • Lysander

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Zusammenfassung (Vielen Dank an Eagle für Text + Bilder):

Nichtsahnend und gut gelaunt zieht man seines Weges Richtung Rayono City, als sich eine hitzköpfige Trainerin Ash, Benny und Lilia in den Weg stellt. Georgina, die sich selbst damit brüstet, eine Drachen-Jägerin zu sein, hat es einzig und allein auf Lilia abgesehen, deren Ruf als angehende Drachen-Meisterin ihr nacheilt. In Georginas kalten Augen spiegelt sich nichts als Verachtung für ihre Gegnerin wider, als Lilia sie, bezüglich ihres aufdringlichen und unterentwickelten Verhaltens, als „kleines Kind“ bezeichnet. Die Flamme des gegenseitigen Abscheus lodert hell; ein Kampf soll es schließlich zwischen den beiden Streithennen richten.

Milza jagt es eiskalt den Buckel herunter, als Georgina Siberio, ein Pokémon vom Typ Eis, auf den Plan ruft. Keiner der beiden, weder Lilia oder Milza, lassen sich aber allzu sehr von diesem beängstigenden Gegner einschüchtern, sondern lassen Taten statt der Worte sprechen. Schnell stellt sich aber heraus, dass Siberio Milza nicht nur an Körpergröße bei weitem überragt, sondern auch an Körperkraft. Dem Kräftemessen der beiden Pokémon, bei der Milza seine stärkste Attacke, Drachenwut, einsetzt und Siberio mit Eisstrahl entgegensetzt, unterliegt Milza deutlich. Sichtlich gelangweilt verspottet Georgina ihre angeschlagene Gegnerin. Der Hohn reißt natürlich nicht ab, als Lilia erklärt, dass sie außer Milza bislang kein weiteres Drachen-Pokémon trainieren würde. Die niederschmetternden Beleidigungen, die Lilia ertragen muss, bewegen sie zu einem verzweifelten Schritt: Lilia setzt alles auf eine Karte und zieht mit Stalobor gegen Siberio in den Kampf. Da Stalobor allerdings nach wie vor die Befehle seiner Trainerin missachtet, ist ein Sieg fast schon aussichtslos. Stalobor – weiterhin Lilias Kommandos missachtend – kann sich zwar gegen die meisten Angriffe Siberios behaupten und sogar einige Treffer landen, scheitert aber am Ende an einem brutalen Zertrümmerer-Angriff.

So zieht jeder seiner Wege: Georgina mit einem belustigten Lächeln im Gesicht, und die niedergeschlagene Lilia an der Seite ihres gefallenen Pokémons. Zertrümmerer ... Blanke Ironie wie Lilia feststellen muss. Es war genau diese Attacke, die vor langer Zeit ihre erste Niederlage herbeigerufen hat. Auf die ratlosen Blicke ihrer Freunde hin, erzählt sie ihnen aus ihrer Vergangenheit:

Als sie noch in ihren frühen Kinderschuhen steckte, legte sie sich aus Sorge um ihre wildlebenden Pokémon-Freunde mit einem äußerst widerspenstigen Rotomurf an. Eine Abreibung nach der anderen zog sie zu sich, bis sie nach etlichen Versuchen Rotomurf endlich die Leviten lesen konnte. Aus dieser Auseinandersetzung resultierte schließlich eine feste Freundschaft zwischen den beiden. Seit diesem Tage lebten und lernten Mensch und Pokémon voneinander, gingen gemeinsam durch dick und dünn und bestritten etliche Kämpfe, aus denen sie stets siegreich hervorgegangen waren. Eine scheinbar niemals enden wollende Siegesserie führte sie auf die Spitze des Triumph – dem alljährlichen Wettkampf im Dorf der Drachen, wo Rotomurf sogar seine alte Hülle ablegte und sich zu Stalobor weiterentwickelte. Mit zunehmend wachsendem Selbstvertrauen wuchs aber auch ein anderes Gefühl – ein gefährliches Gefühl, nämlich Überheblichkeit. Lilia wagte den Schritt und forderte Drachenmeister Lysander heraus, was sich im Endeffekt als ihr schwerster Fehler herausstellte. Schon nach dem ersten Schlagabtausch wird deutlich ersichtlich, dass Stalobor nicht einmal den Hauch einer Chance gegen Lysanders übermächtiges Maxas hat. Keinen blauen Fleck, keine Schramme, noch nicht einmal einen Kratzer konnte Stalobor an Maxas massiven Brustpanzer hinterlassen. Dennoch spornte Lilia ihr Pokémon immer weiter an, die Angriffsserie nicht abreißen zu lassen. So führte eines zu dem anderen: Stalobor hätte wohl am liebsten freiwillig das Handtuch geworfen, fügte sich aber den Kommandos seiner Trainerin. Doch mit nur einem einzigen Schlag von Maxas, nämlich Zertrümmerer, wurde Stalobor auf die Matte geschickt und Lilias Selbstvertrauen herbe erschüttert. Von diesem Tag an zeigte Stalobor seiner Trainerin ununterbrochen die kalte Schulter.

Mit schwacher Stimme beendet Lilia an dieser Stelle den Einblick in ihre und Stalobors Vergangenheit. Lilia ist überzeugt davon, dass Stalobor sich niemals von dieser Niederlage erholt hat und sich deswegen von ihr abgewendet hat. Benny allerdings, seines Zeichens Pokémon-Kenner, vertritt eine andere Auffassung der Dinge: Nicht die Erfahrung der ersten Niederlage, sondern seine Gefühle sind es, die in Trümmern liegen. Benny ist sich felsenfest sicher, dass Lilia durch ihr damaliges Kampf-Fieber und schon fast rücksichtsloses Verhalten Stalobors Gefühle zutiefst verletzt hat. Lilia hüllt sich in bedächtiges Schweigen. Hat Benny wohlmöglich Recht?

In dieser Nacht schüttet Lilia Stalobor ihr Herz aus. Sie besinnt sich an die Zeit zurück, in der sie noch gemeinsam Seite an Seite gestanden haben, aber auch an den Kampf gegen Lysander und Maxas. Mit Tränen in den Augen bittet sie Stalobor für ihr einstiges egoistisches Verhalten um Vergebung und appelliert an sein Verständnis. Noch ein wenig verunsichert akzeptiert Stalobor schließlich die ernst gemeinte Entschuldigung seiner Trainerin. Lilia ist überglücklich, dass ihr Betteln und Flehen endlich Stalobors Herz erreicht hat.

Wie in alten Zeiten beginnen sie, wieder Seite an Seite zu trainieren. Ihr Freundesrausch reicht so tief, dass Stalobor in dieser Nacht sogar eine neue Attacke meistern kann: Fokusstoß.

Der nächste Morgen graut mit einem unerwarteten Wiedersehen mit Georgina. Lilia wittert die Chance, das ihre und Stalobors Selbstvertrauen wieder zu altem Glanz zu verhelfen und fordert die hochnäsige Drachen-Jägerin zu einem Rückkampf heraus, den sie nur gerne annimmt.

Abermals stehen sich Stalobor und Siberio gegenüber. Sind die Bühne und die Besetzung dieses Schauspiels auf den ersten Blick noch die gleichen, so überzeugen die kooperierenden Lilia und Stalobor nun aber alle Anwesenden vom Gegenteil. Mit standfestem Auftreten, gegenseitigen Respekt und den Blick schnurgeradeaus Richtung Sieg gerichtet, beginnt die gestrige Fehde aufs Neue.

Stahlharte Pranken krachen bei dem ersten Kräftemessen zwischen Stalobor und Siberio aufeinander. Unterliegt zwar Stalobor der ersten Kraftprobe knapp, so kann er dennoch dank seiner Beweglich- und Geschwindigkeit Siberio in erste Bedrängnis und somit ins Taumeln bringen. Der Einsatz von Fokusstoß raubt Georgina erstmals ihr selbstgefälliges Grinsen aus dem Gesicht, ihr Wille aber ist noch lange nicht gebrochen. Die Nerven sind bis zum zerreißen gespannt, als Stalobor und Siberio in einem letzten Aufeinandertreffen ihre messerscharfen Klauen sprechen lassen. Keiner der beiden Kontrahenten kann sich nach diesem Aufeinanderprallen ihrer mächtigsten Attacken mehr auf den Beinen halten: Ein K. O. auf beiden Seiten und somit ein Unentschieden.

Auch wenn sie ihre Wut gut zu unterdrücken vermag, kehrt Georgina mit selbstzufriedenem Gesichtsausdruck den Rücken zu. Lilia überhäuft Stalobor für diesen beeindruckenden Kampf mit Komplimenten und verspricht, von nun an sich stets um Stalobors Gefühle, seinen Stolz und sein Wohlergehen zu sorgen. Stalobor, der mit diesem Kampf auch wieder den alten Respekt für seine Trainerin zurück gewonnen hat, schließt Lilia glücklich in seine Arme. Alte Liebe rostet nicht .

Weiter – 693: Ein Kiesling um jeden Preis!

Screenshots:

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