Sidebar anzeigen

24. Dezember 2008

Fanart von: Nadine aus Würselen


Pokemon Weihnachten

Fangeschichte von: Shima aus Thun (Schweiz)

Weihnachten mit Hindernissen

Der Schnee rieselte sanft zu Boden. In jeder Stadt dieses Landes leuchtetesehr viel Licht, denn es war ein ganz spezieller Abend: Der Vorabend vorheilig Abend. Viele Leute waren noch mit den allerletzten Einkäufebeschäftigt, bewunderten die bunten Schaufenster oder sassen zusammen nochin einem Restaurant. Die Läden, die noch geöffnet waren, warenFamiliengeschäfte, in denen oftmals noch miteinander geplaudert wurde. DieBesitzer und Angestellten arbeiteten freiwillig an diesem Abend.Die zwei einzigen Personen in ganz Almia, die wirklich arbeiteten, warenzwei Ranger. Genau genommen zwei Top-Ranger. Einer war eine junge Frau dieihre schwarzen Haare zu einer aussergewöhnlichen Frisur hochgesteckt hatte.Ihre kristallblauen Augen blickten in den Himmel und ihre blutroten Lippenformten einen Namen. Die Uniform passte wie angegossen an ihrem zierlichenund eleganten Körper. Begleitet wurde die junge Frau von einem hübschenGlaziola.

Der junge Mann hingegen hatte rote, zerzauste Haare und dunkelgrüne Augen.Sein Blick war starr geradeaus gerichtet. Er wurde von einem aktiven undaufgeweckten Bojelin.„Ich hasse das alles!“, murmelte der junge Mann und lief weiter. Die Frauwandte ihren Blick vom Himmel ab und sah ihn an. „Bodo... ich weiss, es istnicht einfach, aber ich jammere auch nicht.“ Ein strafender Blick kam vonSeiten des Mannes. „Lucy, wärst du jetzt lieber nicht auch zu Hause? Diesernervende Rundgang!“, murrte er weiterhin und starrte wieder nach vorne. EinSeufzen entwich der jungen Frau. „Bodo...“, sie schüttelte den Kopf undverstummte, während ihr Blick sich wieder in den Himmel richtete. Bodo aberschaute nun zu ihr. Dieser Abend könnte ja ganz schön werden, aber im Dienstwar das nicht gerade der Hit! Bojelin stupste ihn sanft an und blickte ihnaus seinen treuen Augen an. Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. „Ja,ich weiss... besser als wenn wir irgendjemanden jagen müssten...“, murmelteer leise.

„Akalima...“, erklang es von der Seite. Bodo’s Blick wanderte zu Lucy. „Wasist das?“, fragte er nach. Die junge Frau lächelte. „Akalima? In meinemHeimatdorf ist es ein spezielles Wort. Akalima bedeutet so vieles;Freundschaft, Verbundenheit, Vertrauen und... Liebe.“ Dabei wich sie seinemBlick aus. „Aber... ein Pokémon bekam diesen Namen von meinen Vorfahren.Vielleicht kennst du es, es ist dir schon einmal begegnet, in derHaruba-Wüste. Erinnerst du dich? Es hat die Gelbgemme bewacht.“ - „Du meinstCresselia?“ – „Ja. Dieses Cresselia ist ein Wesen, das all dieseEigenschaften in sich trägt und auch darauf acht gibt. An Weihnachten wirdes natürlich mit Energie überschwemmt, solange genug Liebe unter denWeihnachtsbäumen vorhanden ist. Cresselia...Akalima...ich würde es zu gernenoch einmal sehen!“ Bodo lächelte. „Dann geh doch dorthin zurück. Ich meinein die Haruba-Wüste.“ Wieder entwich Lucy ein Seufzen. „Ich war dortschon...kein Cresselia. Ich war auch in der Vulkanhöhle, doch Heatran warauch weg... Lucario und Darkrai ebenso.“ Der junge Mann wurde nunnachdenklich. „Seltsam... sie sind doch immer noch die Wächter der Orte wodie Gemmen waren...“, meinte er nach einer Weile. Lucy nickte knapp. „Ichhabe wirklich keine Ahnung, was wir tun müssen. Und heute Abend können wirsowieso nirgends hin. Wir müssen hier in Havebrück bleiben...“, murmelte sieund seufzte. „Vielleicht können wir doch weg... wir können uns selbst eineMission erteilen“, grinste Bodo und schaute dabei zu Bojelin. Ein Lächelnschlich sich auf das Gesicht der jungen Frau. „Okay, hiermit erkläre ich daszu einer Mission! Wir müssen die verschwundenen Pokémon finden!“ Glaziolaheulte hinter ihnen und sprang voraus. Bojelin folgte dem hübschen Wesen.Bodo und Lucy rannten hinterher. „Als erstes in die Haruba-Wüste!“, rief diejunge Frau und lief in die Richtung des Hafens.

Dort angekommen rannten sie zum Steg, wo Kapitän Haruba gerade sein Schiffbelud. Als er die beiden Ranger bemerkte, sah er auf. „Ihr wollt noch in dieWüste?“, fragte er erstaunt. „Ja, wir haben noch eine Mission zu erledigen.Fährst du heute von dort noch mal zurück?“, fragte Lucy nach. Der Kapitänaber schüttelte den Kopf. „Nein, ich gehe nach Hause wenn ich dort bin. Ihrmüsst wissen, ich lebe im Haruba-Dorf“, erklärte er etwas unnötig, da es jasowieso zu erraten war. „Hm...wir kommen schon irgendwie wieder zurück!“,meinte Bodo optimistisch. Lucy nickte und stieg ins Boot, wo sie sich nacheinem Platz umsehen musste, da alles mit sehr vielen Kisten verstellt war.Schliesslich konnte sie sich doch setzen, während Bodo sich auf eine Kistesetzte. Bojelin schwamm während der rasanten Fahrt neben dem Schiff her undGlaziola lag auf seinem Rücken.

Bald schon kamen sie im Haruba-Dorf an. Höflich bedankten sich die Rangerund liefen auch schon weiter. Hie und da wurden sie von einigen Bewohnernfröhlich begrüsst. Die Beiden aber liefen weiter in Richtung der Wüste,durchquerten sie und kamen schliesslich zum Tempel. Zum Glück war das Lochnoch mit dem Sand gefüllt, so das sie einfach hinein marschieren konnten.Drinnen wurden sie sogleich von einigen Geowaz überrascht, konnten sie aberproblemlos fangen. Schnellen Schrittes liefen sie durch die Hallen desTempels. Die Trickreichen Räume waren kein Problem für die Top-Ranger.Bald schon erreichten sie die heilige Halle, in der auch die Gelbgemmeaufbewahrt worden war. „Siehst du Cresselia irgendwo?“, fragte Lucy und sahsich um, auch in den Gräben. Zuerst dauert es eine Weile, aber schliesslichantwortete Bodo: „Nein.“ Ein Seufzen erklang von der jungen Frau. „Aber womüssen wir denn sonst suchen? Das hier ist Cresselia Tempel! Die Vulkanhöhlegehört Heatran. Die Chroma-Ruinen Darkrai und Schloss Almia Lucario. Abernirgends ist eines der Pokémon. Was soll das?“, murmelte Lucy vor sich hin.Bodo legte einen Arm um ihre Schultern. „Vielleicht feiern sie jaWeihnachten mit allen anderen Pokémon?“, witzelte er und lachte auf. Diejunge Frau boxte ihn leicht in die Seite, lächelte aber schwach. „Gehen wir,hier finden wir nichts mehr“, meinte sie nach einer Weile und verliesslangsam die Halle. Der andere Ranger folgte ihr, als plötzlich etwas nebenihm aufleuchtete. „Lucy, komm zurück!“, rief er und hob das glänzende Dingauf. Die Frau kam zurück in den Raum und musterte die Kette. „Von der Gemmescheint es nicht zu sein“, meinte sie, da es ein Lavendelfarbener Steindaran hing. „Vielleicht war jemand hier...“, vermutete er und liess diesilberne Kette durch die Finger gleiten. Auf einmal horchten die Beiden auf.Eine sanfte, hohe Melodie erklang von dem Stein. Um Lucy herumwurdeplötzlich alles schwarz. Dann bildete sich eine Landschaft vor ihr. EineWiese mit Blumen und blühenden Bäumen. Vögel zwitscherten die sanfteMelodie. Ein schwacher Wind wehte über die Wiese. Ein leiser Ruf einesPokémons erklang. „Cresselia“, flüsterte sie. Da war sich die junge Frauhundertprozentig sicher. Vorsichtig drehte sie sich um, sofort entwich ihrein leiser Schrei. Vor ihr lag Cresselia. Aber es hatte so viele Wunden undVerletzungen, das man seine Schönheit praktisch nicht mehr sah. Lucy knietesich zu ihr nieder. „Cresselia...wer hat dir das angetan?“, fragte sieflüsternd und begutachtete die Wunden. Eine Stimme ertönte in ihrem Kopf.

„Lucy...ich habe dich ewig nicht gesehen...geht es dir gut? Lucy... es warenMenschen... Menschen wie du und Bodo... sie sind hierher gekommen... habenmich angegriffen und mich in diesen Stein gesperrt... genau dasselbe habensie mit Darkrai, Heatran und Lucario gemacht... du musst sie finden...Darkrais Stein ist bei diesen Menschen... du musst alle vier Steine auf dieMondscheininsel bringen... sie ist weit weg, aber du musst es versuchen,bitte...“ Damit brach der Kontakt ab. „Ich verspreche es dir! Ich werde dichund die anderen retten!“ Die Landschaft wurde schwarz und plötzlich standsie wieder im Tempel. Ihr wurde schwindelig und sie kippte nach hinten,wurde aber gerade noch von zwei starken Händen aufgefangen. „Lucy, alles inOrdnung?“, fragte Bodo besorgt und sah sie an.„Cresselia...Darkrai...Lucario...Heatran...sie sind in vierSteinen...Cresselia ist in diesem hier...“, murmelte die junge Frau, dannfiel sie langsam in die Finsternis der Bewusstlosigkeit.

Blinzelnd öffnete Lucy ihre Augen. „Wo...wo bin ich?“, fragte sie undrichtete sich langsam auf. Sie lag auf einem weichen Bett in ihremSchlafanzug. „Gut geschlafen? Du warst die ganze Nacht weg...“, meinte Bodound grinste schwach. „Wieso bin ich im Schlafanzug?“, wollte Lucy wissen,wurde aber gleich darauf knallrot. Zum Glück aber kam gerade Rythmia insZimmer. „Na, weil ich hier in der Vereinigung war! Glaubst du wirklich, dasich Bodo rangelassen hätte?“, fragte die Blondine nach und lachte. Der jungeMann, der an der Wand lehnte, verdrehte die Augen. „Rythmia, raus!“, befahler und stiess sich von der Wand ab. Sie streckte ihm die Zunge raus, legteaber das Brötchen auf den Nachttisch und verschwand.

„Rate mal, was ich habe“, grinste Bodo und hielt etwas hinter seinem Rückenversteckt. Lucy legte den Kopf schief und schaute ihn fragend an. Schnellzog er drei Ketten hinter seinem Rücken hervor. Die eine war die aus demTempel, die zweite war blutorange und die dritte smaragdgrün. „Der Stein ausdem Vulkan“, damit deutete der junge Mann auf den smaragdgrünen, „Und ausdem Schloss.“ Das war der blutorange. „Wie bist du zu den Steinen gekommen?“; fragte Lucy mit grossen Augen. „Hm, können“, grinste Bodo und lachte auf,als die junge Frau schmollend die Arme verschränkte. „War ich denn wirklichso lange am schlafen?“, fragte sie weiter ohne auf sein Lachen zu reagieren.„Die ganze Nacht. Zwei Stunden habe ich geschlafen und sonst war ich auf derSuche nach den Ketten. Nicht wirklich ein Problem. Aber wir müssen sofortweiter. Wo ist Darkrai’s Stein? Ich konnte ihn in den Ruinen nicht finden“,wollte der junge Mann wissen. Lucy erinnerte sich an die Information, diesie von Cresselia erhalten hatte. „Darkrai... er wurde von den Täternmitgenommen... im Stein... auf die Mondscheininsel, dort müssen wir hin!“,erklärte sie du erhob sich. Gerade wollte sie anfangen, sich umzuziehen, alssie bemerkte, das der andere Ranger noch im Zimmer war. Sofort wurde siewieder rot. „ähm...könntest du bitte draussen warten?“, fragte sie nach undliess den Schlafanzug so, das er noch alles bedeckte. Mit einem Grinsen aufdem Gesicht verliess Bodo das Zimmer.

Lucy atmete einmal tief durch und schloss ihre kristallblauen Augen. „Wasmach ich nur? Es ist Weihnachten... vielleicht sollte ich es Bodo endlichsagen?“, fragte sie sich leise. Ein knappes Kopfschütteln und sie zog sichum. Dann ging sie vor die Tür und verliess zusammen mit ihrem Kameraden dieVereinigung.

Dort stiegen sie auf Dodu’s und reisten wieder nach Havebrück. Im Ostenbemerkte man die Morgendämmerung. Am Hafen angekommen suchten die Rangereinen Kapitän, der so früh am Tag von heilig Abend noch fuhren. Nach einerhalben Stunde des Suchens gaben es die Beiden ab. Keiner fuhr dorthin. Undwenn jemand fuhr, dann nicht so weit. Traurig über ihr Versagen sassen dieBeiden auf einer Bank und starrten in den Himmel. „Was machen wir nun?“,fragte Bodo und hauchte in die Luft. Eine kleine, weiss Wolke bildete sichund stieg auf.

Die Sonne hatte mittlerweile die Bergekette im Osten überstiegen.„Keine Ahnung...ohne Kapitän kommen wir dort nicht hin...“, murmelte Lucygedankenverloren. „Bodo?“ Der junge Mann sah sie an. „Ja?“ Wieder atmete sietief durch. „Ich... wollte dir schon lange...etwas sagen...ich l...“, diejunge Frau wurde von jemandem hinter ihnen unterbrochen. „Ich habe gehört,ihr sucht einen Kapitän? Da habt ihr Glück! Die Lotte und ich werden euchauf die Mondscheininsel bringen, es ist doch Weihnachten!“, rief ein alterMann. Seine Zähne waren schief, seine Haare standen in alle Richtungen ab,aber seine Kleidung schaute recht ordentlich aus. Die Ranger nicktenüberglücklich und folgten dem alten Herrn auf sein Schiff. Oder bessergesagt, auf seine „Lotte“. Das war nämlich der Name des etwas alten Bootes.Sein ganzer Bau war aus Holz, trotzdem sah es noch stabil aus.Die Beiden setzten sich hinten aufs Schiff und sprachen ein wenigmiteinander.

„Was wolltest du mich vorhin sagen?“; fragte Bodo und schaute sieinteressiert an. Lucy schreckte auf. Das war nicht der richtige Zeitpunkt.„ähm... das habe ich vergessen, sorry“; entschuldigte sie sich und sahschnell weg. Der junge Mann neben ihr runzelte verwirrt die Stirn, schwiegaber.Mit einem Ruck, der das ganze Schiff erbeben liess, setzte es sich inBewegung. Richtung Mondscheininsel.

Fünf Stunden später fuhr das Schiff vor die Insel. Bodo und Lucy bedanktensich herzlich bei dem alten Herrn und rannten sofort in den Wald. „Lucy!“,rief plötzlich eine Stimme in ihrem Kopf und trieb sie fast zum erwartet.“Hinter den fünf in schwarz gekleideten Männern war ein riesiger Tempel. VierWahnsinn. „Darkrai?“, murmelte sie leise und rannte viel schneller, da auchdie Stimme immer lauter wurde. Und auf einmal standen die Ranger mitten aufeiner Lichtung, genau vor den Entführer der Pokémon. „Sieh an, sieh an. Diebeiden Top-Ranger im Dienst. Wir haben euch schon Säulen schmückten denEingang. In jede war eines der vier Pokémon gemeisselt. Einer der Männerhielt einen silbernen Stein in der Hand. „Den wollt ihr, oder?“, fragte ergrinsend und trat einige Schritte zurück. Lucy’s Auge verengten sich.„Darkrai...?“, murmelte sie leise, so das nur Bodo es hören konnte. Zwei derMänner versperrten ihnen den Weg, während die drei Anderen im Tempelverschwanden. Die beiden grinsten blöd und liessen sie zwei Hunduster aufdie Ranger los. Lucy und Bodo griffen zu ihren FangKoms und machten sichbereit. Die Pokémon griffen an, konnten sich aber nicht sehr lange gegen dieRanger werden. Kein Problem.

Die Männer in schwarz gerieten in Panik und flohen, während die junge Frauund der junge Mann den Tempel betraten. Eine riesige Halle breitete sich vorihnen aus. Der Boden war schneeweiß, die Wände saphirblau und die Decke waraus farbigen Glasscheiben. Es zeigte ein Bild von ganz Almia, darüberschwebten die vier Pokémon über den jeweiligen Orten, an denen sie zuhausewaren. „Wunderschön...“, flüsterte Lucy. Im vordersten Teil des Tempelsstand ein grosser Altar. Dort stand einer der schwarz gekleideten Männer.Zwei stellten sich ihnen jedoch in den Weg. „Ich übernehme die Beiden, duschnappst dir den da vorne!“, meinte Lucy leise und stellte sich vor dieMänner. Bodo nickte und rannte zum Altar. „Gib mir sofort den Stein!“,forderte er und hielt seinen FangKom bereit. „Nie im Leben, Kleiner“,grinste der Mann in schwarz. Die Augen des jungen Mannes verengten sich.„Pokémon sind freie Wesen. Also gib mir den Stein und verschwinde!“ – „Wiesosollte ich? Ich habe den Stein und du bist ein jämmerlicher Top-Ranger.“Bodo kochte innerlich vor Wut, ließ sich aber nichts anmerken. „Na los,Kramshef! Mach ihn fertig!“, rief der schwarz gekleidete Mann. Hinter ihmkam ein nicht sehr kleines Kramshef zum Vorschein. Sofort griff das Pokémonan. Der junge Mann zog seine Kreise mit dem FangKom um das Pokémon undversuchte es zu fangen. Jedoch unterbrach das Kramshef die Kreise immerwieder und liess so das Fangen unmöglich werden. Bodo fluchte leise,probierte es aber weiter. „Bojelin, los!“, reif er seinem Partner-Pokémon zuund zog weitere Kreise um den Angreifer. Bojelin sprang hinter ihm hervorund setzte seine Aquaqunarre ein. Das Kramshef wurde getroffen und wurde aufden Boden gedrückt. Bodo nutzte den Moment und zog schnell die Kreise herum.Die Gefühle der Freundschaft drangen zu dem Pokémon durch und es beruhigtesich. „Na, was sagst du jetzt?“, fragte der junge Mann grinsend und entrissdem Mann in schwarz den Stein. Dieser floh sofort durch eine Tür hinter demAltar.

Ein Schrei erklang hinter Bodo. Erschreckt drehte er sich um. Lucy lag aufdem Boden, Glaziola hatte sich vor sie gestellt und die beiden Typen griffenweiterhin an. „Hey!“, schrie Bodo quer durch die Halle und rannte inRichtung der vier.Plötzlich begann der silberne Stein in seiner Hand zu leuchten. Neben Lucybegannen auch der lavendelfarbene, der smaragdgrüne und der orangerote Steinzu leuchten. Die ganze Halle war in die vier Farben getaucht. Die Männer inschwarz hielten sich die Hände vors Gesicht, genau wie Bodo. Plötzlicherschienen aus den Steinen heraus Lucario, Heatran, Darkrai und Cresselia.Die Steine fielen auf den Boden und das Licht wurde wieder normal. DieMänner in schwarz schrieen auf und flohen in Panik. Die vier Pokémon standenoder schwebten vor Lucy, die immer noch bewusstlos war, und Bodo. „VielenDank!“, hörte er sie in Gedanken sagen, „Sie haben uns im Schlaf überraschtund eingesperrt. Bodo, bring Lucy bitte zurück, sie muss sich erholen.“ Derjunge Mann schüttelte den Kopf. „Nein, sie will euch sehen... sie hat euchso lange gesucht!“, erklärte er und schaute sie bittend an. „Hm... wirwerden vorbeikommen... wartet morgen auf uns!“ Damit verschwanden die vier.Bodo drehte sich zu Lucy um und hob sie auf seinen Armen vom Boden auf. Soverliessen sie den Tempel...

Am nächsten Morgen...

„Lucy! Lucy, wach auf!“, rief jemand und rüttelte an ihrer Schulter.Blinzelnd öffnete sie ihre Augen und blickte in Bodo’s Gesicht. Wieder lagsie in der Ranger-Vereinigung. „Was? Hab ich das alles nur geträumt?“,fragte sie verwirrt und hielt sich den Kopf. Glaziola neben ihr auf dem Bettschnurrte. „Nein, alles ist wirklich passiert... Du warst eine ganze Weileweg... sie haben dir wohl Schlafpuder verpasst...“, meinte er und grinsteleicht. Lucy lächelte und bemerkte, das sie diesmal noch in der Uniform war.„Schnell, komm mit raus!“, rief er, sprang auf, nahm sie am Handgelenk undzog sie mit aus der Vereinigung. Draußen erwartete Lucy eine großeüberraschung: Cresselia, Darkrai, Heatran und Lucario standen oder schwebtenvor ihr. Rund herum standen Schaulustige und beobachtete das ganze. „Bodo,Lucy, wir wollen euch noch einmal ganz herzlich danken! Ohne euch würden wirimmer noch in diesen Steinen eingesperrt sein. Danke“, sprach Cresselia zuihnen. Die junge Frau lächelte. „Das ist unsere Pflicht, das wisst ihr doch“, antwortete sie bescheiden. Ein kurzer Blich und ein Wort des Abschieds,dann waren sie weg. Lucy drehte sich zu Bodo. Sie sammelte all ihren Mut,sah Bodo in die Augen und flüsterte leise: „Was ich dir schon lange sagenwollte ist... das ich mich in dich verliebt habe!“ Die Augen des jungenMannes weiteten sich, dann schlich sich ein Lächeln auf sein Gesicht. „Undich dachte, es geht nur mir so...“ Langsam beugte er sich zu ihr hinunterund küsste sie sanft. Lucy’s Bauch kribbelte es und sie wusste, das heuteeine unvergessliche Weihnacht werden würde!

Und sanft hörte sie in ihrem Kopf Cresselias Stimme: Frohe Weihnacht!