17. Dezember 2008
Fangeschichte von: Takeya-kun aus Laatzen
Pokémon - Hunting the Alabastia Christmas Tree
Ein neuer, wunderschöner Tag war in dem allseits beliebten,
kleinen Städtchen Alabastia angebrochen und alle Einwohner waren
bereits voller Vorfreude auf das Ereignis des folgenden Tages. Denn es
war der 23. Dezember, somit stand Heiligabend unmittelbar vor der Tür,
was so gut wie jedem Menschen, dem man in Alabastia über den Weg lief,
ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Denn jeder von ihnen wusste, dass
morgen wieder einmal das alljährliche Fest der Liebe sein würde, an
dem sie alle ganz entspannt, ohne jegliche Sorgen, im trauten Heim ein
besinnliches Fest mit ihren Liebsten feiern könnten.
Die ganze
Stadt war von Schnee bedeckt und an allen Häusern überall in Alabastia
hingen natürlich unzählige Lichterketten in den verschiedensten Farben
und kleine Bilder von Engeln, Weihnachtsmännern und Pokémon, die die
Fenster der Häuser verzierten.
Ausnahmslos jeder freute sich auf
Weihnachten...Obwohl...Ausnahmslos? Nicht ganz, denn es gab einen
Menschen, der die Vorfreude auf das Fest aus einem ganz bestimmten
Grund noch nicht so recht teilen konnte. Es handelte sich dabei um
Gary, den Enkel von Professor Eich.
Mit einem mehr als
unzufriedenen Blick stiefelte er mit einer Landkarte in der Hand die
Straßen von Alabastia entlang, während er merklich genervt stöhnte:
„Oh Mann, warum zum Teufel soll ich das machen? Glaubt der
Bürgermeister echt, ich hätte einen Tag vor Heiligabend nichts
besseres zu tun? Ich hab noch nicht mal die Geschenke für meine
Eltern. Das kann ja was werden...Wehe, wenn mich diese Mission zu viel
Zeit kostet und ich keine Geschenke mehr auftreiben kann. Sonst komme
ich in Teufels Küche. Mann, hätte ich bloß nicht auf Großvater
gehört.“
~Rückblick aus Garys Sicht - Anderthalb Stunden zuvor~
„Großvater, ich hab all die Pokémon auf deinem Freigehege, die du von
mir hast, in ihre Pokébälle zurückgeholt. Die frieren sich bei der
Kälte und dem vielen Schnee auch ziemlich schnell einen ab.“, sagte
Gary mit einem erleichterten Lächeln über die erledigte Arbeit, als
er gerade zur Haustür hineinkam. Im Flur traf er dann seinen
Großvater an, der gerade den Hörer des Telefons auflegte.
Anschließend schaute dieser seinen Enkel fröhlich an und erwiderte:
„Ah, Gary, wie gut, dass du wieder da bist. Der Bürgermeister von
Alabastia hat eben angerufen und wollte dich sprechen. Du sollst
bitte umgehend bei ihm vorbeischauen, das soll ich dir von ihm
ausrichten. Es scheint um etwas wirklich wichtiges zu gehen.“ „Der
Bürgermeister?“, fragte Gary daraufhin irritiert nach, „Was sollte
denn der Bürgermeister von mir wollen?“ „Ich weiß es nicht. Er hat
nichts konkretes gesagt.“, erklärte der Professor darauf, woraufhin
Gary sofort wieder kehrtmachte und mit ernster Miene entgegnete: „Na
gut, alles klar. Dann werde ich mal kurz bei ihm vorbeischauen. Bis
später, Großvater.“
~Rückblick - Ende~
Mitten auf dem Weg sah Gary nun einen kleinen Stein, den er mit
aller Kraft nach vorne kickte, während er mit geschlossenen Augen und
sichtlich entnervtem Gesichtsausdruck voranschritt. „Oh Mann, was
denkt sich der Bürgermeister nur? Ich bin doch nicht die Wohlfahrt.“,
murrte er nun unzufrieden vor sich hin, wobei er dem Ende der Stadt
immer näher kam.
Zur selben Zeit saß unmittelbar in der Nähe des Endes der
Stadt, auf das sich Gary zu bewegte, Ash mit seinem Pikachu an einem
kleinen See.
Fröhlich schauten sie sich den großen See an, der
bereits durch die extrem starke Kälte vollständig von einer dicken
Eisschicht überzogen war, während Ash mit einem sanften Lächeln auf
den Lippen sagte: „Tja, das ist das erste Mal, dass wir beide so kurz
vor Weihnachten von einer unserer Reisen zurückgekommen sind. Es war
wirklich schön mit Rocko und Lucia in Sinnoh, meinst du nicht auch,
Pikachu?“ „Pika, Pi!“, bestätigte die kleine Elektro-Maus diese
Aussage mit einem quietschfidelen Lächeln, woraufhin Ash schließlich
zufrieden meinte: „Haha, wusste ich doch, dass du das genauso siehst,
Kumpel. Ach ja...aber es hat auch seine guten Seiten, dass wir gerade
jetzt aus Sinnoh zurückgekommen sind. Denn erstens weiß ich noch gar
nicht, wohin es uns als nächstes verschlagen könnte...zweitens können
wir meine alten Pokémon auf diese Weise mal wieder etwas länger
sehen...und drittens können wir ganz in Ruhe mit meiner Mum und
Pantimos Weihnachten feiern. Wer weiß, vielleicht können wir uns ja
sogar mit Professor Eich an Heiligabend treffen.“
Pikachu
nickte daraufhin einvernehmlich und sah es ebenso wie Ash, dass es
durchaus auch seine guten Seiten hatte, für eine Weile in Alabastia zu
bleiben.
Doch bevor Ash schließlich weitersprechen konnte, spitzte
Pikachu auf einmal die Ohren, da es leise Geräusche vernommen hatte.
„Pi, Pika?“, sagte es nun ganz hellhörig, weswegen Ash es verwundert
ansah und besorgt fragte: „Nanu? Hey, was hast du denn, Pikachu? Ist
irgendwas nicht in Ordnung?“
Infolgedessen drehte sich Pikachu
plötzlich um und starrte in eine ganz bestimmte Richtung. Ash
verfolgte diesen Blick mit einem skeptischen Gesichtsausdruck, bis er
schließlich das erblickte, was Pikachu mit seinen Augen so stark
fixiert hatte. Es handelte sich dabei um Gary, der etwa 100 Meter
entfernt direkt auf das nur noch wenige Meter entfernte Stadtende
zumarschierte. „Das...das ist ja Gary.“, stammelte Ash nun
nachdenklich, bis er sich schließlich zusammen mit Pikachu dazu
entschloss, zu ihm zu gehen.
Aufgrund dessen standen die beiden umgehend auf und rannten zu
ihm, wobei Ash euphorisch mit der rechten Hand hin- und herschwenkte
und lautstark rief: „Heeeyyy! Gaaaryyy!“
Gary gab aufgrund
dessen einen ganz verdutzten Laut von sich und schaute zur Seite, wo
er seinen alten Freund aus Kindertagen angelaufen kommen sah.
Als dieser schließlich angekommen war, sagte Gary überrascht: „Oh,
hallo, Ash.“ „Hi, Gary.“, erwiderte Ash darauf mit einem fröhlichen
Lächeln, bis er plötzlich die Landkarte in Garys linker Hand bemerkte.
Aufgrund dessen weitete er perplex die Augen und zog die Augenbrauen
hoch, wobei er seinen Gegenüber fragte: „Hm? Was hast du denn da? Was
soll denn die Karte, Gary? Jetzt sag bloß nicht, dass du einen Tag vor
Heiligabend zu einer neuen Pokémon-Reise aufbrichst!“ Gary schüttelte
daraufhin jedoch vehement den Kopf und erklärte schließlich: „Nein,
Ash, wo denkst du hin? Ich hab einen Auftrag vom Bürgermeister
bekommen, den es schnellstmöglich zu erledigen gilt. Ich bin nicht
gerade scharf auf den Job, deshalb bring ich das lieber schnell hinter
mich. Also entschuldige mich, Ash!“
Infolgedessen steckte Gary seine rechte Hand in die Hosentasche
und ging wieder los, woraufhin Ash ihm jedoch mit ernster Miene
hinterher sah und empört sagte: „Hey, einen Moment! Jetzt warte doch
mal, Gary! Wovon sprichst du? Was für ein Auftrag hat dir der
Bürgermeister gegeben?“
Nachdem Ash dies gefragt hatte, blieb
Gary noch einmal stehen und drehte sich dann zu diesem um, wobei er
von einem lauten Seufzer begleitet erklärte: „Oh Mann, du raubst mir
meine Zeit, Ash. Aber gut, ich werde es dir in Kurzversion erzählen.
Pass auf! Der Bürgermeister hat vor, morgen an Heiligabend ein
Stadtfest zu veranstalten. Dieses Fest soll bereits um ca. 17 Uhr
beginnen, damit alle Bürger von Alabastia ihren Heiligabend hinterher
noch in aller Ruhe alleine feiern, genießen und ausklingen lassen
können. Jedenfalls hat der Bürgermeister mir den Auftrag erteilt,
einen naheliegenden Berg zu besteigen. Dabei handelt es sich um ein
Pokémon-Schutzgebiet, weshalb dort also für gewöhnlich keine Menschen
erlaubt sind. Obwohl er außerhalb der Stadt liegt, gehört dieser Berg
allerdings offiziell zu Alabastia. Und in der Nähe der Spitze des
Berges sollen sich unzählige, riesige Tannenbäume befinden, wovon der
Bürgermeister einen als Christbaum für das Stadtfest benutzen will.
Meine Aufgabe ist es, mit Hilfe meiner Pokémon einen dieser Bäume zu
fällen und nach Alabastia zu bringen. Und dies möglichst alles am
heutigen Tag.“
Ganz naiv kratzte sich Ash daraufhin an der Wange und schaute
ganz belämmert drein, während er zurecht entschieden einwendete: „äh?
Und wieso hat der Bürgermeister nicht rechtzeitig einen Christbaum
bestellen lassen? Das wäre doch kein Problem gewesen.“ „Ja, das ist
schon richtig, Ash.“, meinte Gary darauf, „Allerdings ist die Idee zu
dem Stadtfest wohl sehr kurzfristig entstanden. Und die Zeit reicht
nun mal nicht mehr aus, um jetzt noch einen zu bestellen und liefern
zu lassen. Aber na ja, sei’s drum. Dafür bin ich ja jetzt da, ob ich
nun will oder nicht. Du siehst also, Ashiboy, ich hab keine Zeit. Ich
mach mich dann mal auf den Weg. Bis später.“ Und so machte Gary
schließlich wieder kehrt und schritt voran, woraufhin Ash auf einmal
ganz erbost sagte: „Hey, warte mal, Gary! Ich kann nicht glauben, dass
sich der Bürgermeister ausschließlich an dich wendet. Immerhin bist du
hier nicht der einzige gute Pokémon-Trainer. Mal ganz abgesehen davon,
dass du ja ohnehin seit über einem Jahr daran arbeitest, ein
Pokémon-Forscher wie dein Großvater zu werden. Ich weiß zwar, dass der
Bürgermeister das nicht so angeordnet hat, aber...Hehehe, ob du willst
oder nicht, ich werde mitkommen.“
„Waaas?“, fragte Gary
daraufhin entrüstet und kippte mit einem ganz belämmerten Blick glatt
nach hinten um, als er Ashs entschlossene Worte - die für Gary selbst
allerdings nur absolut absurd und idiotisch klangen - hörte.
Infolgedessen nickte Ash bestätigend und erklärte: „Du hast schon
richtig gehört, Gary. Ich werde mitkommen. Ha! Das klingt nach einem
aufregenden Abenteuer, meinst du nicht auch, Pikachu?“ „Piiikaaa!“,
rief Pikachu daraufhin quietschfidel und sprang seinem forschen
Trainer sogleich energisch auf die Schulter, während Gary wieder
aufstand und sich am Hinterkopf kratzte.
„Hey, Ash! Du kannst nicht einfach mitkommen.“, stellte er
infolgedessen klar, „Ich habe diesen Auftrag bekommen, also geht dich
das nichts an, klar? Wahrscheinlich hat der Bürgermeister mir diese
Mission gegeben, weil er genau weiß, was für ein stürmischer, naiver
und vertrottelter Heißsporn du bist. So einen verantwortungsvollen Job
sollte man am besten nur Profis überlassen, die was von Verantwortung
verstehen.“ „Rrrhhh, rrhh...Ich kann durchaus Verantwortung
übernehmen, Angeber!“, fuhr Ash seinen alten Rivalen nun harsch an und
schaute ihm dabei wütend in die Augen, wobei er bis an einen
Zentimeter mit seinem Gesicht an das von Gary herankam.
Dieser
wandte sich infolgedessen von Ash ab und meinte neckisch: „Hey, halt
ein bisschen mehr Sicherheitsabstand! Wolltest du mich eben etwa
küssen?“ „Bah, pfui Teufel...Ganz bestimmt nicht. Ich wollte dir nur
aus nächster Nähe einbläuen, wie arrogant du bist. Pah!“, erwiderte
Ash darauf sichtlich entnervt und verschränkte anschließend total
beleidigt die Arme, wobei er seinen Blick abwandte.
Gary drehte
seinen Kopf daraufhin noch einmal zur Seite und sah Ash einen Moment
lang nachdenklich an. Doch dann wandte er seinen Blick wieder nach
vorne und richtete ihn auf den Berg von Alabastia, während er leise
murmelte: „Okay, du kannst mitkommen.“
„Was?“, fragte Ash
daraufhin ungläubig, woraufhin sich Gary nur mit minimal erhöhter
Stimmlage wiederholte: „Du kannst mitkommen.“ „Waaas? Red mal lauter,
Gary!“, forderte Ash daraufhin leicht genervt, woraufhin sich Gary
plötzlich wutschnaubend umdrehte und lautstark rief: „PUTZ DIR DIE
OHREN, ASH! Ich hab gesagt, du kannst mitkommen.“ „Hehehe...Sehr gut,
danke.“, entgegnete Ash nun grinsend wie ein Honigkuchenpferd,
woraufhin er sein Pikachu schließlich entschlossen ansah und sagte:
„Ha! Dann mal los! Auf geht’s, Pikachu! Hahahaha! Der Berg von
Alabastia wartet auf uns.“ Voller Vorfreude rannte Ash nun einfach,
noch immer mit Pikachu auf seiner Schulter, los, während sich Gary die
Schamesröte in seinem Gesicht mit seiner rechten Hand verdeckte und
dabei beschämt seufzte: „Oh Mann...Worauf hab ich mich da nur wieder
eingelassen?“
Und so kam es schließlich, dass die beiden alten Freunde und
zugleich Rivalen, die im Grunde die besten Pokémon-Trainer waren, die
Alabastia zu bieten hatte, zusammen auszogen, um den Berg von
Alabastia aufzusuchen.
Dabei mussten sie zunächst einen sehr
langen Pfad hinter sich lassen, der sich durch die ganze Landschaft
schlängelte und unmittelbar zu dem Berg hinzuführen schien. Als sie an
diesem schließlich ankamen, stellten sie glücklicherweise fest, dass
sie nicht direkt klettern mussten, sondern ein Pfad, der sich wie eine
Spirale um den Berg schlängelte, immer weiter nach oben führte, auf
dem sie einfach nur entlang gehen mussten. Ersteres hätte die
Kompetenzen der beiden auch weit überschritten, denn zum einen war
niemand von ihnen ein professioneller Bergsteiger, und zum anderen
hatten sie auch keinerlei Ausrüstung dabei, die sie zum Erklimmen des
Berges befähigt hätte.
So machten sich die beiden also mühsam auf den Weg und
wanderten los. Doch je weiter sie dabei kamen, desto mehr machte sich
die unglaubliche Kälte des Winters bemerkbar, die ihnen sehr zu
schaffen machte. Natürlich wurde dies nicht zuletzt durch Ashs und
Garys Kleidung begünstigt, denn beide trugen oben rum nur
T-Shirt-ähnliche Hemden mit kurzen ärmeln. Die Kleidung, die sie
überwiegend auch bei ihrem Aufenthalt in Sinnoh getragen hatten.
Nach etwa einer Stunde Fußmarsch begann es letztlich auch noch zu
schneien und die Kälte war inzwischen so unerträglich geworden, dass
Ash sich bereits heftig an den Armen rieb, um sie ein bisschen zu
wärmen. Allerdings wusste er selbst ganz genau, dass dies kaum etwas
nützte.
Gary, hingegen, setzte seinen Weg unbeirrt fort, ohne
den Eindruck zu erwecken, dass ihm kalt war. Zumindest erschien es Ash
so, der Gary aufgrund dessen eine ganze Weile lang von hinten mit
einem verwunderten Blick musterte.
Als Ash jedoch bemerkte, wie Pikachu, das auf seiner Schulter
saß, heftig zu zittern begann, guckte er es mit einem sanften Lächeln
an und fragte besorgt: „Hey, Pikachu! Ist alles in Ordnung?“
„Pi-pi-pi-pika-ka-ka!“, brachte Pikachu daraufhin nur mit zittriger
Stimme heraus, während es immer doller zu schlottern begann.
Das, was Ash sah, reichte ihm jedoch schon voll und ganz, um etwas zu
unternehmen, weswegen er Pikachu plötzlich von seiner Schulter
herunternahm. „Pika?“, fragte Pikachu daraufhin ganz irritiert, bis
Ash den Kragen seines Hemdes plötzlich ganz weit nach vorne zog, um
Pikachu schließlich unter seinem Hemd unterzubringen.
Nur mit
dem Kopf schaute es nun aus dem vorderen Teil des Kragens heraus und
sagte noch immer ganz perplex „Pika, Pikachu!“, woraufhin Ash ein
erschöpftes Lächeln aufsetzte und sagte: „Mach dir keine Sorgen um
mich, Kumpel! Ich hoffe, du hast es etwas wärmer, wenn du unter meinem
Hemd bist, Pikachu. Auf diese Weise bist du auch ganz nah an meinem
Bauch, so können wir uns gegenseitig wärmen, haha!“
Pikachu
schaute infolgedessen ganz besorgt zu seinem Trainer auf, der
weiterhin verbissen und all seine Kräfte mobilisierend voranschritt,
bis es sich schließlich ganz fest an ihn schmiegte und leise
stammelte: „Pika, Pi!“
Nur kurze Zeit später hörte Ash plötzlich auf, sich seine Arme
zu reiben, um anschließend einen kurzen Blick auf seine Fingerkuppen
zu werfen, die bei der Art von Handschuhen, die er als Trainer immer
trug, immer nackt herausguckten. Diese waren bereits ganz blau
geworden, weswegen Ash ziemlich besorgt und mit einem wehleidigen
Blick leise vor sich hin sagte: „Oh Mann...Verdammt...Meine Hände sind
jetzt schon ganz taub. Vielleicht hätten wir uns besser vorbereiten
sollen! Gh, gh...Aber ich...ich darf nicht aufgeben! Ich hab Gary
versprochen, ihm zu helfen. Kh, kh...“
Obwohl Ash dies wirklich
nur leise vor sich hin gesagt hatte, hatte Gary es dennoch gehört.
Aufgrund dessen drehte er sich beim Gehen kurz um und schaute Ash mit
einem mitleidigen Blick an, da er in gewisser Weise ein schlechtes
Gewissen bekam, ihn überhaupt mitgenommen zu haben. Er mochte den
Anblick seines frierenden Freundes und vor allem den seines gequälten
Gesichtsausdruckes ganz und gar nicht, weswegen er plötzlich stoppte.
„Hm? Was ist, Gary? Warum hältst du an?“, fragte Ash nun
überrascht, woraufhin Gary mit geschlossenen Augen seinen Kopf von Ash
abwandte und meinte: „Oh Mann, das ist ja nicht mit anzusehen, wie du
dir hier einen abfrierst. Du isst doch immer so viel, da dachte ich,
dass du dir wenigstens ein bisschen Winterspeck angefuttert hast.“
„Rrrhhh...Gary! Meinst du, jetzt ist die Zeit, um Witze zu machen?“,
fragte Ash daraufhin gereizt, bis sein braunhaariger Gegenüber auf
einmal einen Pokéball hervorholte, der sich prompt mit einem hellen
Lichtstrahl öffnete. Dieser materialisierte sich binnen Sekunden zu
Garys Pokémon Magmar, welches nun mit tiefer Stimme grummelte: „Maaag,
Magmar!“
„Nanu? Was hast du denn jetzt vor?“, fragte Ash nun
noch irritierter, bis Gary sein Pokémon schließlich fordernd ansah und
erklärte: „Magmar, erhöhe deine Körpertemperatur bitte bis aufs
Maximum! Hier oben auf dem Berg wird es immer kälter, je höher wir
kommen. Die Nähe zu deinem flammenden Körper wird uns wärmen. Halt
dich besonders an Ash, okay?“ „Maaag!“, bestätigte Magmar daraufhin
kopfnickend, woraufhin Ash seinen Freund ganz verblüfft ansah und
sagte: „Gary...ähm...vielen Dank.“ Infolgedessen stapfte Gary durch
den mittlerweile ebenfalls immer dicker werdenden Schnee am Boden los
und winkte ab, während er mit einem erheiterten Lächeln sagte: „Keine
Ursache. Ich wollte halt nicht, dass ich dich später als Eisblock bis
zur Spitze des Berges und wieder zurück nach Alabastia tragen muss.
Also dann, lass uns weitergehen!“
Mit diesen fordernden Worten
setzten die beiden Freunde ihren Weg schließlich fort, dicht begleitet
von Magmar, dessen glühend heißer Körper sie warm hielt.
Ash
blieb dabei weiterhin hinter Gary, den er mit einem fröhlichen Lächeln
ansah, wobei er sich innerlich dachte: „Danke, Gary. Ich hab schon
gemerkt...Magmar hast du nur meinetwegen herausgeholt, weil du im
Vergleich zu mir gar nicht so sehr gefroren hast.“
Und so setzten Ash und Gary ihren weiten Weg über den schier
endlos erscheinenden Bergpfad weiter fort. Je höher sie jedoch
gelangten, desto schwerer kamen sie voran. Denn nicht nur die Kälte
machte ihnen ungemein zu schaffen, sondern auch die immer knapper
werdende Luft in der Höhe und nicht zuletzt die enorme Anstrengung,
durch die dicke Schneeschicht zu stiefeln, zehrten unaufhörlich an
ihren Kräften. Denn mittlerweile fühlten sich die Beine der beiden,
insbesondere für Ash, geradezu wie Bleigewichte an.
Nach
einiger Zeit, als die beiden bereits weit mehr als 1000 Meter über dem
Boden waren, wagte Ash, der bislang wie Gary stets nur nach vorne
geschaut hatte, einen Blick zur Seite in den tiefen Abgrund.
Der Boden war aufgrund eines leichten Nebels und des heftigen
Schneefalls nicht mal mehr zu sehen, weswegen Ash einmal tief
schlucken musste und zugab: „Brrr, verdammt, muss das tief
sein...Schau mal da runter, Gary! Man kann nicht mal mehr den Boden
sehen. Wenn man hier runterstürzt, ist man mausetot.“ „Pah! Das passt
mal wieder zu dir, Ash. Du Angsthase! Mach dir nicht ins Hemd, okay?
Wir bewegen uns auf einem sicheren Bergpfad und solange du Trottel
dich nicht zu nah an den Rand wagst, wirst du auch nicht dort
runterfallen, keine Sorge!“, erwiderte Gary darauf mit geschlossenen
Augen und einem eingebildeten Grinsen, während Ash ziemlich beleidigt
murrte: „Ja, ja, spiel dich nicht so auf, Gary! Man wird ja wohl noch
mal einen Blick riskieren dürfen.“
Doch während sich Gary sichtlich über Ashs Verunsicherung
amüsierte, merkte er in den wenigen Sekunden, in denen er seine Augen
geschlossen hatte, überhaupt nicht, dass er selbst dem Rand des
Bergpfades gefährlich nahegekommen war. Dabei ging er unbeirrt weiter
und meinte „Mach dir mal lieber über wichtigere Dinge Gedanken, Ash!
Ich hoffe, dass du im Vergleich zu mir schon deine Weihnachtsgeschenke
zusammen hast. Der Bürgermeister ist mir mit seiner Mission nämlich
mitten in meinen Zeitplan reingeplatzt.“, woraufhin plötzlich der
äußere Gesteinsrand, auf dem sich Gary gerade fortbewegte, nach unten
hin wegbrach.
„Uuuuuaaaaahhhhh!“, schrie Gary dabei voller
Panik und Entsetzen, als er von der einen Sekunde zur anderen
plötzlich in die Tiefe stürzte.
„Ahhhhh! Neeeeeiiiiin,
Gaaaryyy!“, rief Ash daraufhin total geschockt und ging, ebenso wie
Garys Magmar, umgehend und voller Sorge um seinen Freund zu der Stelle
des Bergpfades, an der der Boden unter Garys Füßen weggebrochen kam.
Einmal musste Ash schwer schlucken, bis er schließlich die Augen
schloss, seine Hände fest zu Fäusten ballte und dann voller
Verzweiflung aufschrie: „Gaaaaaryyyyy!“
„Gaahh...Halt die Klappe...Ash! Kh, kh...Ich...ich bin hier
unten, aahh...“, ertönte infolgedessen eine sehr schwache, angestrengt
klingende Stimme, woraufhin Ash ganz verblüfft nach unten schaute.
Dort erblickte er Gary etwa 10 Meter tiefer, wie er sich verbissen an
einem Felsen festkrallte.
„Gary! Puh...Ein Glück, du lebst
noch.“, atmete Ash nun sichtlich erleichtert aus, „Halte durch! Ich
hol dich sofort da raus.“ Gary biss unterdessen die Zähne zusammen und
schaute seine Hände ganz verbissen an, die bereits rot und blau
zugleich anliefen, weswegen er geschockt ächzte: „Kh,
kh...Hh...Hh...Ver...verdammt...Ich...ich spür meine Hände wegen...der
Kälte kaum noch. Aahh...Sie sind fast taub...So...so kann ich
mich...nicht mehr lange festhalten, wenn...wenn ich meine Hände nicht
mehr spüre.“ „ASH!“, rief Gary daraufhin lautstark aus, „Lass es!
Kümmere dich nicht um mich, verstanden? Ich schaff das alleine.
Ich...ich habe ein großes Ibitak. Wenn, kh, kh...wenn...wenn ich es
aus seinem Pokéball hole, dann...ahhh...dann kann ich auf seinem
Rücken zurück auf den Bergpfad fliegen.“
Ash schüttelte
daraufhin jedoch entschieden den Kopf und sträubte sich gegen diese
Anweisung: „Nein, tu das nicht, Gary! Der Luftdruck ist hier oben viel
zu hoch. Außerdem kannst du dich ja jetzt kaum noch festhalten. Wenn
du jetzt nach einem Pokéball greifst, wirst du dich mit einer Hand
nicht mehr halten können und abstürzen. Sei nicht so stur, hörst du?
Ich werde das übernehmen, verlass dich auf mich! Staraptor, du bist an
der Reihe!“
Energisch warf Ash nun einen Pokéball nach vorne,
aus dem ein gleißender Lichtstrahl herauskam, der sich schon bald
darauf zu Ashs grau-schwarz-gefiedertem Flug-Pokémon materialisiert
hatte, welches nun dynamisch „Stara, Staraptor!“ rief. Sein Trainer
schaute es infolgedessen ernst an und forderte lautstark: „Staraptor,
flieg nach unten und lass Gary seine Füße auf deinem Rücken abstützen!
Schnell!“
Staraptor nickte infolgedessen und begann dann umgehend damit,
heftig mit seinen Flügeln zu schlagen, woraufhin es schließlich einen
spektakulären Sturzflug hinlegte. Als es schließlich direkt neben Gary
war, ließ es sich mit ganz langsamen und behutsamen Flügelschlägen, um
Gary nicht zu gefährden, noch etwas weiter nach unten sinken.
Anschließend glitt es um wenige Zentimeter nach oben, sodass Gary
seine Füße auf Staraptors Rücken absetzen konnte.
Auf diese
Weise konnte er seine zuvor stark beanspruchten Hände etwas entlasten,
dennoch rief er in gewisser Weise unzufrieden: „Danke, Ash, aber...Das
wird nichts bringen. Erstens ist Staraptor nicht stark genug, um
jemanden auf seinem Rücken zu tragen. Und zweitens hoffe ich mal
stark, dass du jetzt nicht von mir erwartest, so viele Meter nach oben
zu kraxeln.“ „Weder noch.“, erwiderte Ash darauf mit einem
selbstbewussten Lächeln, während er plötzlich einen zweiten Pokéball
zückte, „Das war erst die erste Stufe meines Plans. Mach dir keine
Sorgen, Gary! Ich hol dich jeden Moment aus dieser verzwickten Lage
heraus. Bisasam, jetzt bist du dran!“
Ash richtete seinen
Pokéball nun nach vorne, welcher sich prompt öffnete und mit einem
grellen Blitz sein kleines Bisasam zum Vorschein brachte, welches nun
quietschfidel „Bisa, Bisasam!“ sagte. Ash zeige infolgedessen umgehend
nach unten und befahl: „Bisasam, hilf Gary mit deinem Rankenhieb und
zieh ihn wieder hoch!“
Bisasam nickte infolgedessen bestätigend
und fuhr sogleich hinter dem dicken, grünen Samen auf seinem Rücken
zwei lange, grüne Ranken aus, die es nun zügig, aber dennoch
vorsichtig nach unten gleiten ließ. Mit ganz genauem Augenmaß lenkte
es seine Ranken, die mittlerweile unten bei Gary angekommen waren, so,
dass es seinen Oberkörper damit mehrfach umschlang. Gary grinste
derweil sichtlich zufrieden und atmete erleichtert aus: „Puh...Ein
Glück. Die Idee ist wirklich nicht schlecht, Ash. Bisasam, du kannst
mich jetzt raufziehen. Ich denke, du hast mich fest genug
eingeschnürt.“
Um absolut sicherzugehen, dass er aus Bisasams Griff nicht
entgleiten konnte, hielt sich Gary zusätzlich noch an den Ranken fest,
die Bisasam nun mühsam wieder ein- und somit nach oben zog.
Auf
diese Weise gelang es, Gary sicher und behütet wieder auf den Bergpfad
zu befördern, wo Gary nun ziemlich erschöpft aufgrund seiner
angespannten Nerven ein- und ausatmete. Ash lächelte derweil seine
Pokémon zufrieden an und richtete seine Pokébälle auf sie, während er
fröhlich sagte: „Ein Glück, dass ich mir bei Professor Eich einige
meiner alten Pokémon abgeholt habe. Bisasam, das war absolute
Spitzenklasse. Und du, Staraptor, warst auch großartig. Ihr habt euch
eine Pause verdient. Also dann, zurück!“
Mit roten
Lichtstrahlen, die aus den weißen Punkten der Pokébälle geschossen
kamen, verschwanden Staraptor und Bisasam anschließend wieder in ihren
Pokébällen, woraufhin Gary einen Moment lang ganz verbissen
dreinschaute und murrte: „Gh, gh...So ne Scheiße...so viel Risiko nur
wegen eines Christbaums. Das war echt verdammt knapp. Als
Entschädigung für diesen kleinen Zwischenfall...schnappen wir uns den
größten Tannenbaum, den wir finden können, und fordern hinterher vom
Bürgermeister ne dicke Belohnung ein. Okay, Ash?“ „Hehehe...Nichts
dagegen einzuwenden.“, meinte Ash darauf und war merklich heilfroh,
dass sein Freund dies alles heil überstanden hatte.
Gary richtete sich infolgedessen wieder auf und reichte Ash auf
einmal die Hand, woraufhin dieser verblüfft fragte: „Hm? Was...was
wird das denn jetzt?“ Gary schaute Ash daraufhin voller Ernst an und
erklärte: „Ich will mich bedanken, das ist das Mindeste, was ich tun
kann. Immerhin hast du mir gerade das Leben gerettet. Danke, Ash.“
Ash und Pikachu fingen infolgedessen an, quietschfidel zu lächeln,
woraufhin Ash Gary ebenfalls die Hand gab und erwiderte: „Hahaha!
Keine Ursache, Gary. Dafür hast du uns doch Magmar zur Seite gestellt,
damit es uns wärmt. Ohne dein Magmar wäre ich wahrscheinlich schon
längst erfroren. Damit sind wir quitt.“
Mit einem zufriedenen Lächeln nickte Gary daraufhin und machte
sich schließlich zusammen mit Ash wieder auf den Weg. Die anwachsende
Höhe, der steigende Luftdruck, die Kälte und nicht zuletzt der heftige
Schneefall setzten ihnen natürlich auch weiterhin zu, doch die beiden
blieben standhaft. Immerhin waren sie doch schon so weit gekommen, da
konnte Aufgeben keine Option mehr für sie sein. Und je länger der
harte Weg nach oben andauerte, desto mehr dachten die beiden an ihre
vergangenen Abenteuer und Pokémon-Reisen in Kanto, Johto, Hoenn und
Sinnoh, von denen sicher so einige dabei waren, in denen sie noch viel
mehr Kraft und Ausdauer aufbringen mussten.
Also bissen sie
weiterhin die Zähne zusammen und setzten ihren Weg unbeirrt fort,
immer mit dem einen Gedanken vor Augen, Alabastia mit einem riesigen
Christbaum einen wunderschönen Heiligabend zu bescheren.
Nach etwa 3 Stunden war es jedoch schließlich soweit und die
beiden erreichten einen Teil des Berges, der sich nahe dem Gipfel
befand. Es handelte sich dabei um ein großes, verschneites Plateau,
auf dem es vor großen Tannenbäumen nur so wimmelte. Da sie also
endlich am Ziel zu sein schienen, holte Gary sein Magmar umgehend in
den Pokéball zurück. Ihre sichere Ankunft war natürlich ein Anlass zur
Freude, der sowohl Ash als auch Gary sogleich ein unglaublich
erleichtertes und überglückliches Lächeln aufs Gesicht zauberte.
„Ha! Endlich, da wären wir. Laut der Karte, die mir der Bürgermeister
mitgegeben hat, ist dies das Plateau, auf dem sich die vielen
Tannenbäume befinden sollen. Und wie man sieht, ist diese Hochebene
geradezu überfüllt von Tannenbäumen, die man wunderbar als Christbaum
verwenden könnte.“, stellte Gary nun zufrieden fest, woraufhin sich
Ash mit einem stolzen Lächeln unter der Nase rieb und erleichtert
meinte: „Puh...Dann hat sich die Mühe ja gelohnt, hahaha! Siehst du
den Tannenbaum da hinten in der Mitte? Der scheint der größte von
allen zu sein. Wenn wir schon mal hier sind, sollten wir uns auch das
Prunkstück nehmen!“ Ash grinste daraufhin und wollte gerade losgehen,
als Pikachu plötzlich unter seinem Hemd hervorkam und vor ihm auf den
Boden sprang, wo es nun mit einem ernsten Blick „Piiikaaa!“ rief.
„äh? Pi...Pikachu, was...was hast du denn? Ist etwas nicht in
Ordnung?“, fragte Ash daraufhin verunsichert, woraufhin Gary plötzlich
mit ernster Miene vortrat und seinen rechten Arm zur Seite, direkt vor
Ash, hielt. „Warte einen Moment! Ich bin nicht gerade erfreut darüber,
aber...wie es aussieht, sind wir hier oben nicht allein.“, bemerkte
Gary daraufhin, während Ash verblüfft „Was sagst du da?“ fragte und
sich anschließend auch ziemlich beobachtet fühlte. Bei näherem
Betrachten bemerkten er, Gary und Pikachu nämlich, dass sich
zahlreiche Pokémon hinter den Tannenbäumen versteckt hatten und
vorsichtig hinter ihnen hervorlugten. Je länger diese stechenden
Blicke von ihnen jedoch anhielten, desto unruhiger wurde Ash letzten
Endes, weswegen er letztlich, impulsiv wie er nun mal war, lautstark
aufschrie: „Rrrhhh, na los! Ihr könnt rauskommen, wir wissen ohnehin,
dass ihr da seid.“
Kaum hatte Ash dies gesagt, kamen tatsächlich alle Pokémon, die
sich versteckt hatten, hinter den Bäumen hervor. Allerdings waren dies
nicht gerade wenige, sondern vielmehr eine ganze Horde, die
überwiegend aus Pflanzen-Pokémon wie Shnebedeck, Rexblisar, Duflor und
Giflor bestand. Allerdings befanden sich auch so einige Käfer-Pokémon
wie Paras, Bluzuk und sogar zwei Sichlor unter ihnen, die Ash und Gary
allesamt mit wütenden Blicken geradezu durchbohrten.
„Gh,
gh...Was soll das? Warum schauen die uns denn so böse an?“, flüsterte
Ash nun ganz verunsichert, woraufhin Gary leise entgegnete: „Ist doch
ganz einfach. Versuch doch zur Abwechslung mal, logisch zu denken,
Ash! Die fühlen sich alle in ihrem Territorium bedroht...und zwar von
uns. Vermutlich haben wir ihre Ruhe gestört.“ „Was? Aber...wir haben
doch gar nichts getan.“, schrie Ash daraufhin empört aus, woraufhin
urplötzlich die zwei Sichlor aus der Menge an Pokémon herausschnellten
und mit einer ungeheuren Geschwindigkeit auf Ash und Gary zuflogen.
Während Gary nur einen angespannten Blick aufsetzte, schaute
Ash wiederum ganz entsetzt drein und machte einen Schritt zurück,
wobei er erschrocken feststellte: „Ahhh! Die...die greifen uns an.“
Gary schaute Ash daraufhin auf einmal mit einem unglaublich ernsten
Gesichtsausdruck an und forderte: „Ash, keinen Mucks! Beweg dich
nicht!“
Obwohl er natürlich Angst vor den wilden, angreifenden
Pokémon hatte, vertraute Ash letzten Endes auf die Worte seines
Freundes und schloss schließlich seine Augen vor Angst, während beide
Sichlor weit mit ihren sichelartigen Armen zum Schlag ausholten. Gary
musste infolgedessen einmal schwer schlucken, wobei ihm sogar vor
lauter Nervosität Schweiß an der Stirn und der Schläfe hinunterlief.
Doch kurz bevor die Sichlor die beiden schließlich getroffen hätten,
stoppten sie ihre sichelartigen Klingen letztlich unmittelbar vor den
Gesichtern von Ash und Gary.
Als Ash seine Augen schließlich wieder öffnete, sah er mitten
in die Spitze von Sichlors Klinge, woraufhin er seinen Blick langsam
zu Gary wandern ließ, der trotz Anspannung voller Ernst nach vorne
schaute.
Infolgedessen setzte Gary plötzlich ein
selbstbewusstes Lächeln auf und sagte mit sicherer, entschiedener
Stimme: „Ich weiß ganz genau, dass das nur ein Test von euch war. Ihr
wolltet herausfinden, ob wir zurückweichen und uns aus dem Staub
machen würden. Wie ihr seht, ist das nicht der Fall. Aber ich bitte
euch, denkt nichts falsches von uns! Wir sind keinesfalls hier, um
euch zu schaden oder euch euer Territorium streitig zu machen. Es gibt
nur einen einzigen Grund, aus dem wir diesen Ort hier aufgesucht
haben...Die Stadt, aus der wir stammen, möchte morgen an Heiligabend
ein großes Fest veranstalten, für das wir einen großen Tannenbaum
benötigen, den wir als Christbaum verwenden möchten. Wäre es daher
möglich, uns einen eurer Bäume zu überlassen? Ich bitte euch...nur
einen einzigen.“
„Siiichlooor!“, ertönte infolgedessen die kraftvolle Stimme
eines Sichlor, die jedoch nicht von den Pokémon stammte, die Ash und
Gary bedrohten.
Just in diesem Moment ließen die beiden Sichlor
auf einmal von Gary und Ash ab, woraufhin jedoch aus der Menge der
Pokémon plötzlich ein drittes Sichlor hervorkam. Dieses war jedoch
sehr viel größer und kräftiger gebaut als seine beiden Artgenossen und
hatte eine lange Narbe über dem linken Auge.
Ganz langsam kam
es nun näher, woraufhin Ash ziemlich verwundert fragte: „Siehst du
dieses Sichlor, Gary? Ziemlich beeindruckend...“ „Oh ja, Ash.“,
erwiderte Gary darauf zustimmend, „Ich vermute mal, dass dieses
Sichlor so etwas wie der Anführer dieser Gruppe von Pokémon ist. Sonst
hätten die anderen beiden Sichlor wohl nicht so rasch von uns
abgelassen.“ Noch immer schritt das große Sichlor weiter voran, bis es
schließlich wenige Meter vor den beiden Freunden Halt machte.
Anschließend musterte es Ash und Gary mit sehr kritisch-skeptischen
Blicken von oben bis unten, bis es schließlich mit tiefer Stimme
fragte: „Sich? Sichlooor?“
Gary nickte infolgedessen und sagte
voller Entschlossenheit: „Sichlor, das ist unser Ernst. Wir
beabsichtigen nicht, euch zu schaden. Wir möchten nur einen einzigen
eurer Tannenbäume als Christbaum verwenden. Ich schwöre euch...wenn
ihr uns einen abgebt, seht ihr uns nie wieder. Versprochen.“
„äh?“, gab Ash infolgedessen einen ganz verdutzten Laut von sich und
schaute Gary perplex an, „Gary, du willst mir doch nicht erzählen,
dass du das Sichlor eben verstanden hast, oder? Beherrschst du etwa
die Pokémon-Sprache?“ „Natürlich nicht.“, erklärte Gary infolgedessen,
„Aber ich bin ein angehender Pokémon-Forscher und meine Forschungen
der letzten 2 Jahre in Kanto und Sinnoh haben mich noch viel mehr über
Pokémon lernen lassen. Man muss ganz genauestens versuchen, sich in
ein Pokémon hineinzuversetzen, dann kann man auch mit einem
kommunizieren. Außerdem siehst du doch, dass Sichlor sehr skeptisch
ist, das verrät doch allein schon sein Blick. Hey, Sichlor! Ich nehme
dir dein Misstrauen nicht übel. Glaub mir! Wäre ich an deiner Stelle,
ginge es mir ganz genauso.“
Nachdem Gary dies gesagt hatte,
nickte das Sichlor ihm auf einmal zu und wandte seinen Blick dann
plötzlich zu Pikachu, bis es schließlich mit seiner rechten
Scherenhand auf es zeigte und mit einem kampfeslustigen Lächeln sagte:
„Siiich, Sichlor!“ „Piiikaaa?“, fragte Pikachu daraufhin ganz perplex,
woraufhin Ash ziemlich irritiert dreinschaute und fragte: „Was ist,
Pikachu? Was hat es gesagt?“ „Es will kämpfen.“, erklärte Gary
daraufhin mit einem ernsten Blick und verschränkte seine Arme,
weswegen Ash verständnislos fragte: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“
Gary schaute infolgedessen das Sichlor ernst an und meinte:
„Dieser Blick von Sichlor sagt schon viel aus. Außerdem zeigt es auf
Pikachu...und Pikachu wiederum scheint nicht gerade erfreut über das
zu sein, was es gerade gesagt hat. Und ich vermute, dass Sichlor einen
Beweis dafür haben möchte, dass wir es ernst meinen...daher will es
gegen Pikachu kämpfen.“
„Waaas? Stimmt das, Sichlor? Möchtest du, dass Pikachu und ich
gegen dich kämpfen, um dir zu beweisen, dass wir es ehrlich meinen?“,
fragte Ash daraufhin ziemlich forsch, woraufhin Sichlor schließlich
zustimmend nickte.
Ash legte infolgedessen ein zufriedenes,
kampfeslustiges Lächeln auf und zeigte entschlossen nach vorne, wobei
er energisch rief: „Okay, dann wollen wir mal. Pikachu, jetzt bist du
dran!“ „Piiikaaa!“, erwiderte Pikachu darauf mit einem
energiegeladenen Schrei, während Gary mit verschränkten Armen dastand
und anmerkte: „Denk dran, Ash! Sichlor ist nicht nur ein Käfer-Typ,
sondern auch ein Flug-Pokémon. Mit Elektro-Attacken kannst du ihm
richtig zusetzen.“
„Ich weiß, trotzdem danke für den Tipp, Gary. Also dann, legen
wir los! Pikachu, Donnerblitz!“, rief Ash daraufhin energisch. Pikachu
sprang infolgedessen vom Boden ab und schrie lautstark
„Piiikaaachuuu!“, wodurch es durch enormen Kraftaufwand Unmengen von
Elektrizität in Form eines gelben Energiestrahls entlud, der
unmittelbar auf Sichlor zuflog.
Dieses setzte jedoch umgehend
Doppelteam ein und spaltete sich auf diese Weise in 10 Duplikate
seiner selbst auf, welche Pikachu nun rasend schnell umkreisten. Dies
hatte natürlich auch zur Folge, dass Pikachus Donnerblitz völlig ins
Leere ging, weswegen es ganz entsetzt „Pika?“ rief.
„Ganz ruhig
bleiben, Pikachu! Versuch dich zu konzentrieren und das echte Sichlor
ausfindig zu machen!“, versuchte Ash sein Pokémon nun zu beruhigen,
woraufhin sich Pikachu schließlich ganz konzentriert umschaute und die
vielen Sichlor genauestens musterte.
Doch urplötzlich kam eines
der Sichlor nun direkt hinter Pikachu aus der Menge geschossen und
holte weit mit seiner rechten Scherenklaue aus, bis es Pikachu
schließlich lautstark „Siiichlooor!“ schreiend seine Scherenhand in
den Rücken rammte, was zur Folge hatte, dass Pikachu schmerzerfüllt
aufschrie und weit nach hinten geschleudert wurde, während sich die
restlichen Duplikate von Sichlor wieder auflösten.
Unterdessen steuerte Pikachu, während es hilflos durch die Luft
flog, unmittelbar auf einen der Tannenbäume zu, weswegen Gary bestürzt
sagte: „Ash, tu endlich was! Pikachu wird gleich gegen den Baum
krachen.“
Ash schien derweil allerdings keinesfalls besorgt,
sondern setzte ein herausforderndes Lächeln auf und rief: „Ha! Nicht
schlecht, dieses Sichlor ist besser, als ich dachte. Pikachu, stoße
dich von dem Baum ab und greif dann mit Ruckzuckhieb an!“ Just in dem
Moment, in dem Pikachu gegen den Baum zu krachen drohte, machte es
plötzlich eine 90-Grad-Drehung, sodass es mit seinem Kopf wieder in
Richtung Sichlor schaute, und stieß sich dann mit aller Kraft mit
seinen Füßen von dem Baumstamm ab. Infolgedessen flog es ungeheuer
schnell auf Sichlor zu und rief energiegeladen „Piiikaaa!“, bis es
seinen Kopf schließlich gewaltsam in Sichlors Bauch rammte.
„Sichlooooor!“, schrie dieses aufgrund dessen qualvoll auf und wurde
durch den harten Treffer mehrere Meter nach hinten geschoben, wobei
seine Füße durch die Wucht der Attacke ganz automatisch durch den
Schnee schlitterten.
Kaum landete Pikachu jedoch wieder auf dem Boden, zeigte Ash
entschlossen nach vorne und befahl: „Sehr gut, Pikachu, und jetzt
Eisenschweif!“
Gesagt, getan: Kaum hatte es den Boden berührt,
machte Pikachu sofort einen Satz nach oben, während sein dünner
Schwanz in einem hellen, metallenen Glanz erstrahlte. Infolgedessen
drehte es sich einmal um die eigene Achse, wobei es Sichlor mit aller
Wucht seinen Schwanz ins Gesicht wuchtete. „Siiich!“, ächzte Sichlor
daraufhin ziemlich geschwächt, bis es jedoch auf einmal ganz verbissen
dreinschaute.
Anschließend begann es auf einmal damit, so
heftig mit seinen Flügeln zu schlagen, dass ein so starker Wind
entstand, der Pikachu noch mitten in der Luft erfasste und so schnell
nach hinten schleuderte, dass es mit voller Wucht mit dem Hinterkopf
gegen den nächstgelegenen Tannenbaum krachte. „Piii!“, schrie es dabei
schmerzerfüllt auf, woraufhin es reglos am Baumstamm nach unten
rutschte.
Nachdem es dann im Schnee gelandet war, rief Ash
energisch: „Pikachu, komm bitte wieder hoch! Ich weiß, dass du es
schaffen kannst. Sichlor ist schon ziemlich angeschlagen. Wir beide
packen das, davon bin ich absolut überzeugt, mein Kleiner.“
Ermutigt durch die lieben Worte seines Trainers, raffte sich
Pikachu nun mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder auf und rieb sich mit
der rechten Hand an seinem schmerzenden Hinterkopf.
Als Sichlor
dann schließlich erneut mit seinen Flügeln schlug und anschließend mit
einer ungeheuren Geschwindigkeit auf Pikachu zuflog, zeigte Ash voller
Entschlossenheit nach vorne und befahl: „Los, Pikachu! Das ist deine
Chance. Setz den Voltackle ein!“ Pikachu nickte infolgedessen
bestätigend und spurtete in der Folge umgehend los, wobei es
unglaublich energisch „Piiikaaachuuu!“ schrie. Daraufhin hüllte sich
sein Körper auf einmal in eine riesige, schier gewaltige, gelbe
Energieaura, die zusätzlich noch von wild durch die Luft zuckenden
Blitzen begleitet wurde.
Sichlor streckte derweil seine rechte
Scherenhand entschlossen seinem Gegner entgegen und schlug damit
direkt nach vorne, wohingegen Pikachu vom Boden absprang und seinen
Kopf mit aller Kraft dagegen rammte, was eine sofortige Explosion
verursachte.
Nach dem harten Aufprall stieg sofort dichter
Rauch auch, darüber hinaus verursachte die Explosion eine kleine
Druckwelle, wegen der sich jeder gut auf den Beinen halten musste, um
nicht umgerissen zu werden. Ash und Gary schützten sich zudem mit den
Armen vor den Rauchmassen, wobei Gary verbissen rief: „Ahhh! Gh,
gh...Ist...ist es vorbei?“
Einige Augenblicke dauerte es letztlich noch, bis sich der
Rauch der Explosion durch den Wind wieder aufgelöst hatte. Was unsere
Freunde dann jedoch sahen, stimmte sie mehr als glücklich.
Schwer keuchend, aber mit einem triumphierenden Lächeln stand Pikachu
auf allen Vieren da, während Sichlor geschlagen am Boden lag. Zunächst
schauten Gary und Ash noch etwas verblüfft drein, doch dann schlugen
sie schließlich, grinsend wie ein Honigkuchenpferd, ein, wobei sie
beide zeitgleich zufrieden riefen: „Jaaaaa! Geschafft.“
Anschließend rannte Ash umgehend zu seinem geschwächten Pokémon und
nahm es liebevoll in den Arm, wobei er überglücklich sagte: „Oh Mann,
Pikachu...Du bist eine Wucht. Das war einfach großartig, ich bin so
was von stolz auf dich.“ „Pika, Pikachu!“, erwiderte Pikachu darauf
mit einem bescheidenen Lächeln, wobei es sich leicht errötet mit der
rechten Hand beschämt am Hinterkopf kratzte.
In der Zwischenzeit richtete sich der Anführer der Gruppe - das
Sichlor mit der Narbe - wieder auf, jedoch unter Mithilfe der beiden
anderen Sichlor.
„Wir haben euch in einem fairen Kampf
geschlagen. Also hoffe ich, dass ihr euren Teil der Abmachung
einhaltet und uns einen der Bäume überlasst.“, meinte Gary nun mit
einem entschlossenen Blick, woraufhin das erschöpfte Sichlor plötzlich
mit den Flügeln schlug und anschließend trotz seiner Verletzung
ungeheuer schnell direkt auf Ash zuraste.
„Ahhhhh! Es greift
uns an.“, schrie Ash daraufhin entsetzt los, während Gary ziemlich
geschockt rief: „Sichlooor, das ist nicht fair. Wir haben getan, was
du wolltest.“
Doch Ash und Gary hatten Sichlors aggressiv wirkendes Verhalten
fehlinterpretiert, denn Sichlor flog nämlich letzten Endes an Ash
vorbei, bis es auf einmal mit seiner rechten Scherenklaue weit
ausholte und damit schließlich den unteren Teil des Baumstamms des
größten vorfindbaren Tannenbaums durchschnitt.
Dies hatte
schließlich zur Folge, dass der riesige Tannenbaum unseren Freunden
direkt vor die Füße fiel. Stolze 15 Meter war er hoch und lag nun
praktisch zum Abtransport bereit. Ash und Gary schauten Sichlor nun
ganz erstaunt an, bis sie jedoch beide ein erleichtertes Lächeln
aufsetzten und zeitgleich sagten: „Danke, Sichlor.“
Sichlor
winkte daraufhin jedoch mit einem fröhlichen Lächeln ab und rief
„Siiichlooor!“, woraufhin es sich mit seinen anderen Pokémon-Freunden
wieder zurückzog. Ash und Gary nickten sich infolgedessen freudig an,
bis Gary schließlich sagte: „Okay, Ash, wir haben’s geschafft. Es war
ein harter Weg und es hat lange gedauert, aber jetzt haben wir endlich
den Christbaum für morgen. Jetzt müssen wir ihn nur noch nach
Alabastia bringen! Ich habe extra mehr als 6 Pokémon mitgenommen,
damit sie den Transport übernehmen können. Also dann, setzen wir jedes
Pokémon ein, das geeignet ist, um mitzuhelfen, diesen Baum zu tragen!“
„Alles klar, Gary.“, erwiderte Ash darauf nickend, woraufhin die
beiden schließlich alle Pokémon, die für den Transport geeignet waren,
aus ihren Pokébällen ließen. Zusammen mit ihnen transportierten sie
den riesigen Tannenbaum schließlich nach einem erneuten mehrstündigen
Fußmarsch wieder den Berg hinunter. Diesmal ging alles jedoch sehr
viel schneller und angenehmer, denn zum einen waren sie nun total
erleichtert, alles erfolgreich hinter sich gebracht zu haben, und zum
anderen ging es ja diesmal nur noch bergab, statt bergauf.
Auf diese Weise gelang es ihnen, nach etwa 2 ½ Stunden wieder
in Alabastia anzukommen, wo es inzwischen längst Abend war und
scheinbar genau rechtzeitig zu ihrer Ankunft zu schneien begann.
Natürlich informierten die beiden umgehend nach ihrer Rückkehr den
Bürgermeister. Dieser ließ infolgedessen sofort Personal beordern,
welches den riesigen Tannenbaum schließlich in einen geeigneten
Fußständer einließ und anschließend damit begann, diesen festlich mit
Christbaumkugeln, kleinen Engelsfiguren, Lichterketten und Lametta zu
schmücken. Natürlich bedankte sich der Bürgermeister schier unendliche
Male bei Ash und Gary für ihren beherzten Einsatz und versprach ihnen
hoch und heilig, sich noch eine ganz besondere Belohnung für sie
auszudenken.
Nachdem der Bürgermeister sich schließlich wieder zurück zum
Rathaus begeben hatte, standen Ash und Gary noch zusammen mitten im
Zentrum der Stadt vor dem riesigen Tannenbaum und sahen mit einem
erleichterten Lächeln mit an, wie dieser Stück für Stück immer weiter
geschmückt wurde.
„Das ist er also...unser erster, offizieller
Christbaum von Alabastia.“, stammelte Ash nun mit einem verträumten
Lächeln, woraufhin Gary zustimmend nickte und erwiderte: „Oh ja, und
wir haben wirklich ein prachtvolles Exemplar ergattert. Hey, Ash!“
„Ja?“, fragte Ash daraufhin und wandte sich Gary zu, der ihm auf
einmal die Hand reichte.
Aufgrund dessen schaute Ash ganz
verdutzt drein, bis er Gary jedoch schließlich lächelnd die Hand gab,
woraufhin Gary mit einem fröhlichen Lächeln sagte: „Danke für alles,
Ash. Es tut mir Leid, dass ich dich anfangs nicht mitnehmen wollte.
Denn um ehrlich zu sein...weiß ich nicht mal, ob ich ohne dich
überhaupt erfolgreich zurückgekehrt wäre. Du hast was gut bei mir,
Kumpel.“ „Hahaha! Keine Ursache, Gary. Das hab ich gerne gemacht.
Außerdem sind wir doch schließlich Freunde, nicht wahr?“, entgegnete
Ash nun mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit, woraufhin Gary
letztlich zustimmend meinte: „Und ob wir Freunde sind. Ich denke,
durch uns beide hat Alabastia den besten Christbaum bekommen, den es
für das tolle Stadtfest morgen auch verdient hat. Das wird sicher ein
schöner Heiligabend. Also dann, ich muss mich jetzt schnellstens
aufmachen, um noch die Geschenke für meine Eltern zu besorgen! Diese
Mission hat ganz schön viel Zeit gekostet. Also, bis dann, Ash.“
Und so rannte Gary schließlich energisch los, während Ash ihm
mit einem fröhlichen Lächeln hinterher schaute. Dann fiel ihm jedoch
noch etwas ein, weswegen er plötzlich lautstark „GARY!“ rief.
Dieser drehte sich infolgedessen noch einmal um und schaute Ash
verdutzt an, bis Ash seinem Freund auf einmal seinen rechten, nach
oben gerichteten Daumen zeigte und rief: „Falls wir uns nicht mehr
sehen sollten, wünsch ich es dir vorsichtshalber jetzt schon
mal...Frohe Weihnachten!“
Garys Gesicht zierte infolgedessen
ein freudiges Lächeln, woraufhin er Ash ebenfalls seinen rechten, nach
oben gestreckten Daumen als Zeichen des Erfolges zeigte und erwiderte:
„Dir auch frohe Weihnachten, Ash.“
Und so hatte das ganze also doch noch ein gutes Ende genommen.
Alabastia kann sich nun über einen wunderprächtigen, stattlichen
Christbaum für ein voraussichtlich tolles Stadtfest am frühen
Heiligabend freuen, während die beiden alten Freunde und Rivalen Ash
und Gary durch dieses aufregende Abenteuer wieder ein Stück mehr
zusammengewachsen sind. An dieser Stelle bleibt dann wohl nur noch
eines zu sagen: FROHE WEIHNACHTEN!