13. Dezember 2008
Fangeschichte von: Neuf aus Wolfsburg
Shaymins weiße Weihnacht
Es war ein herrlicher Tag auf Shaymins Halbinsel. Und bald war
Weihnachten, worauf Shaymin sich besonders freute. Darkrai
veranstaltete auf seiner Insel eine große Party, wozu praktisch alle
legendären Pokémon eingeladen waren. Doch obwohl Weihnachten
bevorstand, schneite es nicht! Shaymin war jedoch nur ein einfaches
Pflanzen-Pokémon und konnte daher nichts daran ändern, weshalb es
diese Sache auf sich beruhen ließ und sich auf die Reise zu Darkrais
Insel vorbereitete. Zwei Tage vor Heiligabend machte es sich dann auf
den Weg. Zuerst musste Shaymin durch die Siegesstraße kommen. Dort
waren zwar Unmengen an Trainern, allerdings war Shaymin ziemlich
klein, so konnte es unbemerkt durch die Höhle kommen. Zwar meinten
manche Personen, dort sei etwas grünes gewesen, taten das später
jedoch als Illusion ab. Und Shaymin schnappte gelegentlich
Gesprächsfetzen auf, die Leute unterhielten sich darüber, dass es
nicht schneite, und sprachen von einem meteorologischen Phänomen.
Als Shaymin aus der Siegesstraße heraustrat machte es eine
Entdeckung: dies hier war auch eine Insel! Und es kann nicht besonders
gut schwimmen! Shaymin beschloss, per Anhalter zu reisen. Es wartete
so lange, bis ein freundliches Wailord vorbeikam und es in Richtung
Sonnewik mitnahm. Shaymin nutzte die Gelegenheit auch gleich dazu, zu
fragen, ob jemand weiß, weshalb es nicht schneit.
„Es gibt da verschiedene Theorien, aber keiner ist sich
wirklich sicher.“ sagte das Wailord. „Und was vermutest du?“ fragte
Shaymin.
„Ich glaube an die Theorie, dass gerade viele Vulkane
sehr aktiv sind, an vielen Orten der Welt. Und daher schneit es
nicht.“
„Und das nur wegen den Vulkanen?“
„Nun ja, diese
verstärkte Aktivität bedeutet gleichzeitig, dass ein
Kräfteungleichgewicht herrscht. Wie damals in der Nähe der
Orange-Inseln.“
Shaymin konnte sich noch gut daran erinnern.
Damals gab es leichte Komplikationen zwischen Arktos, Zapdos, Lavados
und Lugia.
„Aber sag mal, Wailord, ich dachte, sie hätten ihren
Streit inzwischen beigelegt.“ „Das stimmt, allerdings kann noch an
anderen Orten so etwas wie ein Ungleichgewicht entstehen. Und
vielleicht sind nicht nur Pokémon daran schuld.“
Schon bald war
die überfahrt beende und Shaymin bedankte sich bei Wailord mit einem
großen Blumenstrauß. Jetzt, da es in Sonnewik war, beschloss es, bevor
es zu Darkrai ging am Kraterberg Dialga und Palkia zu besuchen.
Bis zum Kraterberg war es zwar ein weiter Weg, aber Shaymin
hatte den ganzen Sommer über geübt und konnte nun eine neue Form
annehmen, durch die es fliegen konnte. Die meisten Vögel waren
momentan an wärmeren Orten, von daher war der Himmel ziemlich leer und
Shaymin brauchte nur relativ wenig Zeit bis zum Kraterberg. Dort
angekommen machte es eine weitere Entdeckung: Auch am Kraterberg lag
nun kein Schnee mehr. Es beeilte sich, zu Dialga und Palkia zu
gelangen. Dort wurde es freudig empfangen.
„Hey, Sammy, altes
Haus! Wie geht’s dir so?“
„Jo Mann, wie geht’s? Dialga und ich
wollten aber eigentlich noch paar Baumkugeln besorgen, also schieß
los, weshalb biste hier?“
„Naja, zum einen dachte ich, dass ihr
auch zu Darkrais Party geht, und mit mehr Leuten wird die Reise
witziger. Und ich wollte euch fragen, ob ihr eine Ahnung habt, warum
kein Schnee fällt.“ Dialga und Palkia flüsterten eine Weile
miteinander, bis sich Dialga dann an Shaymin wandte. „Wir haben zwar
eine Theorie, allerdings haben wir keine Beweise, und wir möchten auch
keine Panik unter den Pokémon oder so auslösen.“
„Und wie sieht
eure Theorie aus?“
„Palkia, erklär du's ihm.“
„Naja, anscheinend gibt es
ein paar Probleme im Kräftegleichgewicht, so wie auch manche Forscher
sagen. Wir haben uns auch mit ein paar Freunden unterhalten, bei den
legendären Vögeln angefangen. Und sie haben zu uns gesagt, dass Arktos
auf einmal krank geworden ist. Und das ist nicht alles, auch Kyogre
und Suicune sind krank geworden. Das erklärt zwar, weshalb an manchen
Orten kein Schnee liegt, aber so etwas dürfte keine globalen
Auswirkungen haben. Und dann ist da ja auch noch das hier.“
Die
beiden führten Shaymin ein klein wenig an der Sperrsäule herum, bis
sie anhielten. Vor ihnen war ein großer Krater voller Lava.
„Dieser Krater war plötzlich einfach hier. Frag mich nicht, warum,
doch Fakt ist, dass hier nun ein kleiner Vulkan steht.
Höchstwahrscheinlich war hier, am Kraterberg, vor unzähligen Jahren
auch mal ein Vulkan. Und nun hat sich ein neuer Krater gebildet, was
wahrscheinlich auch damit zusammenhängt.“
„Palkia hat Recht.
Höchstwahrscheinlich hängen der Krater, der fehlende Schnee und der
schlechte Zustand der Pokémon zusammen.“
„Und wisst ihr, wie
man etwas dagegen tun kann?“
„Eine Idee haben wir: Wir müssten
dafür sorgen, dass sich die Pokémon erholen und die Quelle finden, von
der das alles ausgeht.
Shaymin dachte ein wenig über die
Situation nach. In Kanto, Johto und Hoenn sind Pokémon krank, und
irgendetwas ist dafür verantwortlich. Da hatte Shaymin auf einmal eine
Idee! „Ich hab's! Bis Weihnachten sind es ja noch ein paar Tage.
Könnten wir nicht einfach zu den Pokémon reisen und nach der Ursache
suchen?“
„Möglich wäre es, ja. Aber die Chance, dass wir etwas
dagegen ausrichten könne, ist gleich Null. Probieren können wir es
natürlich, aber nur, wenn du uns hilfst.“ „Gerne doch! Dann beeilen
wir uns mal, die nächste Fähre zu erwischen!“ „Nicht nötig, wir
brauchen keine Fähre. Wir können durch Raum und Zeit reisen, mithilfe
eines Raum-Zeit Tunnels, den wir geschaffen haben. Dann mal los!“
Ehe Shaymin etwas sagen konnte, war es von wirbelnden Lichtern
umgeben. Alles um es herum funkelte und drehte sich. Dann war auf
einmal alles wieder normal und es befand sich auf einer Insel, ganz in
der Nähe der Orange-Inseln. Jedoch waren die drei nicht auf einer der
Inseln, die den legendären Pokémon gehören, sondern auf einer winzig
kleinen Insel, die nur aus ein wenig Sand bestand.
„Hey, sagt
mal, ihr großen Raum-Zeit-Meister, sind wir hier richtig?“
Da
hörte Shaymin eine Stimme, die sich wunderschön anhörte. Und aus dem
Wasser tauchte Lugia auf, das legendäre Pokémon
„Herzlich
willkommen! Ja, ihr seid hier richtig. Ich habe diese künstliche Insel
extra für dieses Treffen erschaffen. Kommt mit mir, ich führe euch zu
Arktos.“
Sie stiegen auf den Rücken von Lugia, woraufhin es
losflug. Sie flogen zu einer Insel, die zwar in der Mitte komplett
zugefroren war, aber weiter außerhalb des Inselkerns lag nicht auch
nur eine einzige Schneeflocke. Und in einer kleinen Höhle, versteckt
und vollkommen zugefroren, war Arktos.
Arktos sah schrecklich aus. Es war an einigen Stellen ganz rot
und lag auf dem Boden.
„Wie ihr sicher sehen könnt, hat Arktos
immer weniger Einfluss auf diese Insel. Doch auch die Insel von
Lavados hat sich verändert, dort ist plötzlich ein Vulkan
ausgebrochen.“ sagte Lugia.
Shaymin war sich sicher, dass der
Vulkan schuld daran war, dass es Arktos schlecht geht, und das der
Zustand von Arktos daran schuld ist, dass der Vulkan dort ist. Es ging
zu Arktos und verwendete die Aromatherapie um den Zustand des Pokémon
zu verbessern.
„Und wo ist der Vulkan, Lugia?“
„Der
befindet sich auf der Insel von Lavados, wie schon gesagt. Ich werde
euch hinbringen.“
Die drei stiegen auf Lugias Rücken und flogen
los. Die Insel von Lavados war ja schon immer wie ein Vulkan geformt
gewesen, doch nun war an der Spitze ein Krater, und darin befand sich
brodelnde Lava. Sie landeten direkt am Rande des Kraters.
„Wir
haben bereits darüber nachgedacht, wie man dieses Problem aus der Welt
schaffen kann, und haben sogar eine mögliche Lösung gefunden: Auch auf
den anderen Inseln gibt es Berge, ähnlich diesem hier. Diese könnte
man benutzen, den Krater zuzuschütten. Falls dann noch eine Lücke
übrig bleibt kann ich den Rest mithilfe von ein wenig Wasser löschen.
Aber wir Vögel hier können weder Berge versetzen, und momentan kann
ich die Lava noch nicht mit Wasser ablöschen.“ Lugia, Dialga, Palkia
und Shaymin dachten angestrengt nach. Sie müssen lediglich die Berge
versetzen, den Rest erledigt Lugia.
„Ho, ho, ho!“ Palkia hatte
auf einmal angefangen zu lachen.
„Was ist los, Pal?“ fragte
Dialga.
„Ich hab's. Ich weiß, wie wir die Berge versetzen
könne. Doch zunächst müssen wir ein wenig weiter weg fliegen, sodass
ich die beiden zu versetzenden Berge in voller Größe sehen kann, genau
wie diese Insel hier.“
Die drei stiegen erneut auf Lugias
Rücken und flogen von den Inseln weg. Dann stoppte Lugia und blieb
ganz ruhig in der Luft stehen. Aus dem Meer stieg eine nicht besonders
Hohe aber unglaublich breite Wassersäule auf, auf der sie landen
konnten. Palkia stieg ab und konzentrierte sich. Dann holte es mit
einem Arm aus, schlug nach vorne-und plötzlich war ein Teil des Berges
von Zapdos Insel verschwunden. Palkia wiederholte das ganze noch
einmal und plötzlich war auch der Berg von Arktos Insel verschwunden.
„Ein gut ausgeführter Raumschlag löst alle Probleme.“ sagte
Palkia.
Die drei stiegen erneut auf Lugias Rücken und flogen zu
der Insel von Lavados. Dort lagen lauter Felsen im Vulkan, nur noch
ein kleines bisschen Lava war zu sehen.
„Okay, Lugia, dann
kümmer dich mal um den Rest.“ meinte Dialga.
Lugia setzte eine
unglaublich starke Hydropumpe ein, wodurch die gesamte restliche Lava
gelöscht wurde.
„Und das war es schon?“ fragte Shaymin.
„Ja, nun müsste der Vulkan gelöscht sein.“ antwortete Lugia.
Die drei flogen wieder zur Insel von Arktos um zu schauen, wie es ihm
geht. Als sie dort ankamen, war ein großer Teil der Insel wieder
komplett vereist und Arktos ging es wieder gut.
„Danke, dass
ihr mich gerettet habt. Jetzt kann ich endlich zu Darkrais
Weihnachtsfeier gehen!“ „Gern geschehen, Arktos.“ sagte Shaymin. „Aber
kannst du dafür sorgen, dass es wieder schneit?“ „Nein, leider nicht.
Ich habe zwar wieder ein wenig Kraft, doch zum einen bin ich noch
nicht vollkommen fit, außerdem fühlt es sich so an, als ob auch noch
an anderen Orten Vulkane sind, die den Schnee verhindern. Es fühlt
sich so an als ob einer, in, hm, Johto ist.“
„Dann reisen wir
eben nach Johto!“ rief Palkia.
„Und ich werde euch hinbringen.“
sagte Lugia.
„Und ich komme auch mit.“ meinte Arktos.
Die 4 stiegen auf Lugias Rücken und flogen in Richtung Johto.
Sie flogen nach Teak City, da Arktos meinte, dass sich der
Vulkan dort befindet. Als sie sich über der Stadt befanden konnten sie
spüren, wo sich der Vulkan befand: In der Turmruine, dort, wo auch
Raikou, Entei und Suicune leben. Lugia hielt neben der Ruine und die
vier stiegen ab. Gemeinsam mit Lugia betraten sie die Ruine. Als sie
sich im Untergeschoss befanden, sahen sie einen Krater, neben dem sich
die drei legendären Raubkatzen befanden. Shaymin rannte zu den dreien.
„Hey, könnt ihr mir sagen, was hier geschehen ist?“
Raikou und
Entei wandten sich zu Shaymin um und als Shaymin näher kam sah es,
dass Suicune am Boden lag und sich nicht rührte.
„Was macht ihr
denn hier?“ sagte Raikou.
„Ja, weshalb seid ihr hier?“ fügte
Entei hinzu.
„Wir sind hier, um uns um den Vulkan und Suicune
zu kümmern, also sagt uns bitte alles darüber, was hier passiert ist.“
sagte Arktos.
„Na gut. Vor kurzer Zeit brach hier auf einmal
dieser Vulkan aus. Ich wusste schon länger, dass es hier einen Vulkan
gibt, der damals auch das große Feuer verursacht hatte, aber er war
nicht aktiv. Außerdem ist bei dem Feuer ja ein Teil des Turms
eingestürzt, und die Teile lagen auf der öffnung des Vulkans und waren
inzwischen auch mit lauter Pflanzen zugewuchert, was eine Art
Schutzschicht ergab.“ erzählte Entei.
„Aber dann gab es auf
einmal einen lauten Knall und der Vulkan brach aus. Er war auf einmal
aktiv und auch die inzwischen entstandene Schutzmauer aus Schutt und
Gestrüpp hielt ihm nicht stand, es gab einen lauten Knall und die
Teile der Mauer liegen nun überall hier im Keller verstreut.“ ergänzte
Raikou.
Die Gruppe dachte darüber nach, was man tun konnte um
den Vulkan verschwinden zu lassen. Palkia konnte nicht noch einmal so
große Mengen an Masse versetzen, dafür war es zu ausgepowert. Eine
normale Hydropumpe reichte auch nicht aus, und Arktos alleine konnte
auch nichts dagegen ausrichten. Doch dann hatte Shaymin die rettende
Idee.
„Ich hab's! Ich weiß, wie wir die Schutzschicht über dem
Vulkan erneut aufbauen können! Dadurch verschwindet er zwar nicht,
aber wenn alles gutgeht, dann kann ich die Lava so zurückdrängen, dass
sie sich weit unter der Erde befindet. Aber zuerst müsst ihr dafür den
ganzen Schutt herholen und neben den Vulkan legen.“
Die Pokémon
taten das, was Shaymin ihnen aufgetragen hatte. Natürlich könnten sie
auch probieren, das Loch nur mit dem Schutt auszufüllen, allerdings
würde das vorne und hinten nicht reichen. Nachdem sie alles gesammelt
und zu Shaymin gebracht hatten, begann Shaymin mit dem Plan. Es
verwendete seine Kräfte um unzählige Ranken entstehen zu lassen, die
den Schutt zu einer dicken Schicht verbanden und zudem noch fast
komplett feuerfest waren. Diese Schicht aus Schutt und Ranken senkte
Shaymin dann auf den Krater herab und drückte dann die Lava immer
weiter nach unten, bis sie sich weit, weit unter der Erde befand. Zwar
verbrannten einige Ranken, aber Shaymin schuf ständig neue. Als die
Lava weit genug nach unten gedrückt war, ließ Shaymin das große Loch
komplett zuwuchern, ebenfalls mit größtenteils feuerfesten Pflanzen.
Als es fertig war, stand auch Suicune wieder auf.
„Danke, dass
ihr mir geholfen habt. Ich habe schon gedacht, dieser Vulkan raubt mir
meine ganze Kraft!“ sagte Suicune.
„Keine Ursache.“ meinte
Shaymin, „Aber kannst du dafür sorgen, dass es wieder schneit?“ „Oh
nein, das könnte ich momentan nicht einmal mit der Hilfe von Arktos.
Ich spüre, dass es noch einen weiteren Vulkan gibt in, uhm, ich glaube
Hoenn. Wenn wir diesen noch löschen wäre schon einmal das
Kräftegleichgewicht wieder hergestellt. Wenn du Arktos und mich dann
noch an einen hohen Ort bringst könnten wir wieder für Schnee sorgen.“
„Dann fliegen wir nach Hoenn!“ rief Dialga.
Shaymin,
Dialga, Palkia, Arktos und Suicune stiegen alle auf Lugias Rücken und
flogen weiter, Richtung Hoenn.
Dort angekommen sahen sie schnell, wo der Vulkan war: Es war
der Schlotberg, der schon seit Urzeiten ein Vulkan ist, aber auch das
letzte Mal vor Urzeiten ausbrach. Sie landete ganz oben auf dem Berg,
wo sich bereits Groudon und Kyogre befanden, jedoch war kein einziger
Schaulustiger zu sehen, weil es dort viel zu gefährlich war. Als Lugia
landete wurden sie freudig von Groudon begrüßt: „Hi, was macht ihr
denn hier? Sagt bloß, ihr seid wegen des Vulkans hier.“
Nachdem
alle von Lugias Rücken abgestiegen waren, unterhielten sich sich mit
Groudon. Sie erzählten ihm, was sie bereits wussten. Und Groudon
erzählte ihnen, was am Berg vorgefallen war: Auf einmal war der Vulkan
unglaublich aktiv geworden. Er und Kyogre machten sich auf den Weg zum
Schlotberg, aber als sie dort ankamen wurde Kyogre auf einmal
unglaublich schwach, was man ihm auch ansehen konnte, da es sich kaum
bewegen konnte. Die versammelten Pokémon berieten sich, was nun zu tun
ist. Shaymin und Palkia sind zu schwach, um noch einmal so etwas wie
vorher durchzuführen.
„Und was, wenn Arktos, Suicune, Kyogre
und ich unsere Kräfte zusammenlegen um ihn zu löschen?“ fragte Lugia.
„Keine Chance. Vor ein paar Stunden hättet ihr das vielleicht
noch geschafft, aber jetzt ist er einfach zu stark.“ meinte Groudon.
Shaymin konnte es nicht fassen. Da hatten sie so hart gearbeitet, nur
um jetzt festzustellen, dass alles umsonst war. Und schon bald war
Heiligabend, aber was ist Heiligabend ohne Schnee? Doch plötzlich
sprang Dialga auf.
„Ich hab es! Ich weiß, was wir machen!“
Dialgas Augen leuchteten auf, und am Himmel bewegten sich die Wolken
auf einmal in die entgegengesetzte Richtung. Die Lavamenge im Vulkan
ging immer weiter zurück, bis Dialgas Augen aufhörten zu leuchten.
„Ich habe die Zeit ein wenig zurückgedreht, aber wir müssen uns
beeilen. Das ist unglaublich anstrengend, also haltet euch ran, dann
in ein paar Minuten sind wir wieder in der Gegenwart.“ Arktos,
Suicune, Lugia und das unglaublich geschwächte Kyogre starteten eine
unglaublich mächtige gemeinsame Attacke, die die Kraft des Vulkans so
stark abschwächte, dass er bald wieder aussah wie vor ein paar Tagen.
Dann spürten alle einen gewaltigen Ruck-die Zeitreise hatte aufgehört,
sie waren wieder in der Gegenwart. Doch nun war der ein Großteil der
Lava verschwunden, und der Vulkan sah wieder ganz normal aus.
„Okay, dann lasst es mal schneien!“ rief Shaymin überglücklich.
„Es geht nicht.....da....ist noch etwas.....“ sagte Arktos.
„Ja......noch etwas blockiert unsere Kraft...in Sinnoh...“ fügte
Suicune hinzu.
„Dann ist es bestimmt der Vulkan am Kraterberg!“
rief Palkia.
„Ja, dass muss es ein!“ meinte Dialga.
„Nein.....es......liegt weiter im Nordosten...“
„Arktos.....hat
Recht.....es geht von einer Insel im Nordosten aus...“
Und dann
wurde allen plötzlich klar, wer für all das verantwortlich war:
Heatran!
Die Pokémon stiegen wieder auf Lugias Rücken,
allerdings ohne Kyogre und Groudon, da die beiden nicht dabei helfen
konnten, für Schnee zu sorgen. Unser kleines Sextett flog zum
Kahlberg, um das alles zu beenden.
Am Kraterberg sahen sie, dass der Vulkan dort kurz davor war,
auszubrechen. Sie beeilten sich, so schnell wie möglich Heatran zu
erreichen, Shaymin rannte voraus. Doch schon nach kurzer Zeit stellten
sich ihm einige wilde Pokémon in den Weg.
„Tut uns Leid, aber
Meister Heatran sagt, wir sollen dich von hier fernhalten.“
„Richtig, wir dürfen dich leider nicht durchlassen. Also verschwinde!“
Dann allerdings tauchten auch Lugia, Dialga, Palkia, Arktos und
Suicune auf, woraufhin die Pokémon das weite suchten, und auch den
Rest der Reise durch den Berg über sahen sie keine anderen Pokémon
mehr.
Nach einigen Minuten waren sie am Ziel: Heatrans Höhle.
Heatran sah jedoch anders aus, es leuchtete am ganzen Körper.
„Ich habe bereits erwartet, dass ihr mich irgendwann besuchen kommt,
seitdem ihr den ersten Vulkan zerstört habt.“
„Ganz genau!“
sagte Shaymin. „Und jetzt sorge gefälligst dafür, dass Arktos und
Suicune ihre vollen Kräfte zurückbekommen, damit es wieder schneit!“
Da mischte sich auch Palkia ein: „Ja, und sorge dafür, dass der Krater
am Kraterberg verschwindet.“ „Tut mir Leid, aber ich kann ihnen nicht
ihre vollen Kräfte zurückgeben, weil ich dafür meinen eigenen Einfluss
verringern müsste. Und das kann ich nicht.“
„Und ob du das
kannst, und jetzt beeil dich, oder ich werde wütend!“ rief Lugia.
„Ich kann es nun einmal nicht, Lugia. Wir ihr wisst, lebe ich schon
sehr lange in diesem Vulkan. Doch der Vulkan wird bald nicht mehr
existieren. Aufgrund seines enormen Alters bekommt der Vulkan langsam
Risse, durch die Wasser in den Vulkan eindringt. Ein wenig ist nicht
schlimm, aber wenn es mehr wird, löscht es vielleicht den Vulkan, und
das wäre mein Ende! Daher habe ich die Vulkane erschaffen, um die
Kraft von mir und auch die des Vulkans zu stärken, damit er nicht so
leicht erlischt! Aber von einem Vulkan am Kraterberg weiß ich nichts!“
„Und woher kommt dann der Vulkan am Kraterberg? Ist er von
selbst entstanden?“ sagte Dialga spöttisch.
„Das..das könnte
gut sein! Auch dort gab es einmal einen Vulkan, daher auch der Name
Kraterberg! Moment mal! Ich glaube, ich habe die rettende Idee!“ rief
Heatran aufgeregt. „Es ist ganz einfach. Ich ziehe einfach zu Dialga
und Palkia, auf den Kraterberg, wo sich ein neuer Vulkan befindet,
ganz frisch, wodurch er riesige Kraft hat! Dafür höre ich auf, meine
Kraft einzusetzen, was haltet ihr davon?“
All die Pokémon waren
restlos von der Idee begeistert. Sie alle stiegen zusammen mit Heatran
wieder auf Lugias Rücken und flogen zum Kraterberg, wo sich Heatran
sofort neben dem Krater hinlegte und sich ausruhte. Dann wollten
Arktos und Suicune für Schnee sorgen-doch es schneite nicht!
„Tut mir Leid, aber es gibt ein Problem.“ sagte Arktos.
„Ja.
Wir könnten zwar für Schnee sorgen, allerdings nur an diesem Ort. Um
für Schnee auf der ganzen Welt zu sorgen, müssen wir noch viel höher.“
meinte Suicune.
Da hörten die versammelten Pokémon eine Stimme,
die aus dem Himmel kam und eine Kristalltreppe erschien, die in den
Himmel führte.
„Steiget hinauf die Treppe zum Himmel, dieser
Ort mag seien hoch genug, zu befriedigen euren Wunsch.“
Sie
stiegen die Treppe hinauf, und oben sahen sie Arceus, das Pokémon,
dass selbst unter Legenden als Legende gilt.
„Hier seiet ihr
hoch genug, von daher bringet dieser Welt eine weiße Weihnacht.“
Arktos und Suicune sammelten all ihre Kräfte und ließen eine
gigantische Attacke los. Als sie vorbei war, schneite es plötzlich.
„Danke, Arceus, für deine Hilfe. Aber wie können wir dir danken?“
sagte Shaymin. „Da gebe es eine Möglichkeit, einen meiner Wünsche zu
erfüllen. Wie ihr wissen möget, feiert Darkrai eine Feier zu Ehren
Weihnachtens, jedoch bin ich zu diesem Zeitpunkt Opfer einer leichten
Erkrankung, und zu schwach, um alleine dorthin zu reisen, daher wäre
es äußerst freundlich, würdet ihr mich zur Feier mitnehmen.“
Auch Arceus stieg auf Lugias Rücken und auch Heatran hatte sich erholt
und kam mit. Auf Darkrais Insel waren auch schon unzählige andere
legenden versammelt, die sich alle über den Schnee freuten. Shaymin
und die anderen erzählten den restlichen Pokémon aber nichts davon,
was geschehen war, da sie sonst womöglich wütend auf Heatran werden
würden. Sie feierten eine wunderbare Party, inklusive
Schneeballschlacht und dem Bau eines Schneemanns und da war Shaymin
sich ganz sicher: Weihnachten war gerettet!