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23. Dezember 2008

Fangeschichte von: Feuer-Fan aus Wien

Ein Weihnachtsbaum für die Knuddeluff-Gilde

Es war Weihnachten und die Rettungsteams freuten sich auf einen ruhigen, entspannenden Abend und ein gemütliches Zusammensein. Das Team „Blubb und Blitz“, welches aus den Pokémon Pikachu und Plinfa bestand, hatte Kekse gemacht, das Team „Brutzel-Brüder“, Panflam und Feurigel hatten Kerzen gekauft, und das Team „Freunde felsenfest“, Mobai und Schilterus war für den Weihnachtsbaum zuständig. Doch leider hatten die zwei noch eine wichtige Mission zu erledigen und als sie danach am Markt ankamen, riefen die Kecleon, die alles Mögliche verkauften: „Tut uns Leid, die Bäume sind alle! Alle ausverkauft. Frohe Weihnachten noch!“dann schlossen sie den Laden. Das Team felsenfeste Freunde war deprimiert; kein Christbaum dieses Jahr? Mobai schluckte: „Was werden die anderen in der Gilde von uns denken, wenn wir keinen Baum mitbringen? Sie werden aufhören, uns zu vertrauen!“ „Na na, Kopf hoch!“ meinte Schilterus, „Wir finden schon noch einen Baum!“ „Ok. Glaubst du, dass es im Zimtwald noch Bäume gibt?“ „Gehen wir nachsehen!“ Schilterus hängte sich seine Tasche um. „Offizielle Mission: Operation Christbaum!“

Der Zimtwald war voller Bäume verschiedenster Arten und Größen- Eichen, Buchen, Tannen, Kiefern, oder einfach nur Sträucher. In den hohlen Bäumen saßen Pokémon beisammen und feierten Weihnachten, in den Baumwipfeln wuchsen Misteln. Ein Shnebedeck schmückte eine kleine Tanne und summte ein Weihnachtslied. Es schneite kaum und da es für den Winter sehr warm war, lag kein Schnee am Boden, sondern nur matschige Schneepampe, auf der Mobai alle zwei Minuten ausrutschte. „Komm weiter!“ rief Schilterus, als Mobai zum 20. Mal ausgerutscht war. Sie gingen schon lange, denn die schönsten Tannen wuchsen tief im Zimtwald. Nach einer halben Stunde legten die felsenfesten Freunde eine Pause ein und tranken etwas Tee aus einer Thermosflasche. Weil sie wegen der Schneepampe klitschnass waren, tat etwas Heißes ganz gut, leider hatten sie nichts zu Essen mit, sonst hätten sie länger als fünf Minuten gerastet. Doch schließlich befanden sich die zwei auf einer Mission- und in ein zwei Stunden wurde es bereits dunkel! Mobai und Schilterus setzten die Mission also fort und kamen eine halbe Stunde später im Zentrum des Waldes an. Sie verschnauften eine Weile und staunten; die wunderhübschesten Tannenbäume der Welt wuchsen hier und das Entscheiden fiel unendlich schwer. Zehn Minuten lang wurde diskutiert, bis man es dem Zufall überließ- ein gerader, tief dunkelgrüner, duftender Baum in der ungefähren Größe eines Lucarios- also etwas mehr als einem Meter, wurde dann das Objekt. Schilterus stutzte: „mhm...“ „Was ist?“ wollte Mobai wissen, das gerade an den Zweigen schnupperte. „Wollen wir den Baum kaputtmachen oder ihn nachher wieder einpflanzen?“ „Ich will ihn nicht kaputtmachen, aber hat du eine Idee, wie wir ihn in die Gilde bringen, ohne den Baum zu verletzen?“

„Hilfe, helft mir!“ kam ein Stimmchen aus dem Wald. „Hast du was gesagt?“ fragte Schilterus. „Hilfe, Hilfe!“ hörte man es nochmal. Jetzt bemerkte es auch Mobai. „Da ist jemand entweder in Gefahr oder es treibt jemand Spaß mit uns!“ „Los, hin!“ Das Retterteam lief in die Richtung, aus der die Stimme kam, tiefer in den Zimtwald. Das Rufen wurde lauter: „Hilfe, Hilfe, ich bin eingeklemmt!“ Da sahen es Mobai und Schilterus: ein Azurill, dessen Schweif unter einem Baumstamm eingequetscht war. Jämmerlich weinte es, es war noch ein sehr kleines und junges Azurill, der Anblick war zum Heulen. „Helft mir doch, ich will nach Hause, zu meiner Mami!“ „Keine Angst, wir helfen dir!“ beruhigte Schilterus das Azurill beherzt und zusammen mit Mobai stemmten er sich gegen den Stamm. „Au, au!“! stöhnte das Azurill. „Geschafft!“ jubelten alle, nachdem der Stamm erfolgreich zur Seite gewälzt worden war. „Danke, danke, danke schön!“ rief das Azurill laut und ausgelassen. „Kann ich was für euch machen, kann ich helfen?“ eifrig hopste es herum. „Na ja, könntest du uns helfen, einen Weihnachtsaum auszugraben?“ bat Schilterus. „Sicher, ich geh nur schnell nach Hause und hol Verstärkung. Wartet hier, bin gleich zurück!“ Azurill hoppelte begeistert weg. Die felsenfesten Freunde sanken erleichtert auf den Boden und warteten. Sie waren müde, so müde... aber sie wollten die anderen Retterteams nicht enttäuschen und warteten geduldig auf das Azurill, das ein paar Minuten später mit seiner Familie und einem Säckchen Kekse für jeden auftauchte. „Packen wir's an“ rief Azurills Familie und meinte: „Wir danken euch, dass ihr unsere kleine Azurill gerettet habt, dafür helfen wir euch jetzt bei eurem Baum!“ Mobai und Schilterus verschlangen als Stärkung die Kekse. Eltern, Bruder und Schwester nahmen eine kleine Schaufel in die Pfoten und fragten: „Wo steht der Baum denn?“ „Wir bringen euch hin, aber wir müssen und beeilen!“

Einige Minuten später standen sie wieder auf der Lichtung in der Mitte des Waldes und Azurills Familie machte sich sofort daran, den auserwählten Baum auszugraben. Zehn Minuten später war die Tanne ausgegraben und Mobai und Schilterus bedankten sich. Es war beinahe dunkel geworden und die wollten so schnell wie möglich in die Knuddeluff-Gilde zurück- die Marill wussten eine Abkürzung zur Gilde, welche sie auch gingen.
Es hatte heftig zu schneien begonnen und man sah die Pfote vor Augen nicht. Leider führte diese Abkürzung über eine Hängebrücke, unter der ein tosender, eiskalter Fluss brauste. Ein Graus für die Gestein-Pokémon, die Wasser über alles hassten. Anfangs ging es nur durch felsiges Terrain, doch nach einer Weile gehen kamen sie zum Fluss, begleitet von Azurills Familie, die sich verabschieden musste. Der Wind heulte und die Hängebrücke wackelte wie eine Wäscheleine im Garten, als Mobai und Schilterus, die Tanne hinter sich ziehend, die Brücke überquerten. Schilterus ging voran und setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen, obwohl er wegen des Schnees kaum etwas sah. Schnaufend und stöhnend hatten sie es schon über die halbe Brücke geschafft als plötzlich ein Brett unter Schilterus' Fuß brach und Schilterus in den Fluss stürzte.

„Nein, Schilterus!“ rief Mobai, der das Splittern des Brettes gehört und etwas fallen gesehen hatte Mobai kamen Tränen. Würde Schilterus ertrinken im eisigen Wasser? Sein bester Freund...an Weihnachten... Wie kann ich ihn retten, dachte Mobai uns blickte zum Himmel auf, in der Hoffnung, dass Beten irgendetwas nutzen würde. Im Himmel sah er doch etwas-war er verrückt? Nein, es waren das Drifzepeli und das Driftlon, denen sie am Morgen geholfen hatten! „Hallo, hallo, könnt ihr uns helfen, wir sind es!“ schrie Mobai nach oben gegen das Brausen des Blizzards an. Die Ballon-Pokémon kamen sacht herunter geschwebt und fragten: „Ach ja, Mobai, wir müssen uns ja noch revanchieren, was können wie für euch tun... -Moment, wo ist Schilterus?“ „Der ist das Problem... er fiel in den Fluss und ich bitte euch, ihr ihn herausfischt!“ „Machen wir!“versprachen die Ballons und flogen hinunter, während sich Mobai Schritt für Schritt, den Baum im Schlepptau, dem anderen Ende der Brücke näherte.

Inzwischen konnten Driftlon und Drifzepeli Schilterus bereits sehen, wie er bewusstlos im Eiswasser trieb und flogen zur Rettung-sie zogen Schilterus an Land und legten ihn vorsichtig ans Flussufer. Dann brachten sie ihn zu Mobai, der besorgt auf den eiskalten Schilterus starrte. „Schilterus?“ flüsterte Mobai. „Bist du schon tot? Bitte nicht, lieber Gott, er darf nicht sterben!“ „Nrgrg...“stöhnte Schilterus und öffnete die Augen einen winzigen Spalt breit. „Du lebst!“ Mobai war glücklich und schloss seinen Freund in die Arme, die er nicht hatte, das war nur bildlich gesprochen... Schilterus rappelte sich auf: „Lass uns den Weihnachtsbaum zur Gilde bringen...“ „Du bist noch nicht ganz auf den Beinen, ich mach mir Sorgen...“ „Es geht schon. Eiswasser ist nicht das Wahre, glaub mir...Ballons, fliegt schon nach Hause, wir danken euch! Und frohe Weihnachten!“ „Danke und gern geschehen!“

Als die Ballon-Pokémon weitergeflogen waren, schleppten Schilterus und Mobai den Baum zur Gilde. Die anderen Retterteams erwarteten sie schon und empfingen sie mit Freuden. Der Baum wurde bewundert und die Mobai und Schilterus mit heißem Punsch versorgt. Den Baum stellten alle zusammen in die große Halle und schmückten den Christbaum prächtig. Schließlich glitzerte und glänzte er, als wäre er mit Goldstaub bestreut worden, das Lametta und die Christbaumkugeln machten den Baum tausendmal schöner. Weihnachtslieder wurden gesungen und Plätzchen gegessen, das Weihnachtsessen genossen und Geschenke ausgepackt. Selbst gemachte Karten wurden verschenkt und die Lebkuchen vom Weihnachtsbaum gepflückt. Um elf Uhr abends gingen alle zu Bett und träumten von einer ewig dauernden, wunderschönen Weihanchtsfeier...