15. Dezember 2008
Fangeschichte von: Nina aus Sankt Augustin
Aufregende Weihnachten für Team Rocket
Es war der wunderschöne Morgen des 24. Dezembers. Die Sinnoh
Region war in ein hell leuchtendes weiß gehüllt und es war so still,
dass man sogar die Schneeflocken leise auf die Erde rieseln hören
konnte. Doch da wurde die Stille und Schönheit dieses
Weihnachtsmorgens plötzlich durch das knurren dreier ausgehungerter
Mägen gestört. Dort im Schnee lagen Jessie, James und Mauzi, welche
auch unter dem Namen Team Rocket bekannt waren, mit gequälten
Gesichtern. Vorsichtig fasste sich Jessie an den Bauch, der bei dieser
leichten Berührung sofort wieder zu grummeln anfing. „Leute, ich
sterbe gleich vor Hunger!“ jammerte sie lauthals. Ihre Teamkollegen
stimmten ihr nickend zu. „Wir haben nichts zu essen und kein Geld um
uns welches zu kaufen…“ klagte James. Wütend richtete sich Jessie auf.
„Wer von euch Fresssäcken hat eigentlich unser ganzes Essen weg
gegessen?!“ giftete sie die beiden an. „Hey, guck mich nicht so an!“
maulte Mauzi sie an. „Sieh dir doch mal meinen schmächtigen Körper an,
als wenn ich uns das Essen weg gefressen hätte!“ Nachdem sie das
Pokémon gemustert hatte, wandte sich die rothaarige Trainerin schnell
an James. „Also hast du uns alles weg gegessen!“ rief sie und schlug
mit der Handfläche einmal fest auf den Boden. Das kleine, fast
lautlose Knacken was dabei zu hören war, nahmen die drei nicht wahr.
Energisch schüttelte James den Kopf. „Ich hab euch bestimmt nichts weg
gegessen.“ meinte er. Plötzlich richtete er sich auf. „Moment mal,
vielleicht ist das auch nur ein Täuschungsversuch und du hast uns
alles weg gegessen, Jessie!“ Zischend sprang diese auf. Doch bevor sie
etwas erwidern konnte, fing einer ihrer Pokebälle an zu schütteln und
Woingenau kam lauthals heraus, natürlich ohne das Jessie es aus diesen
gelassen hatte. „Woingenau!“ Es sah sich in der Gruppe um, legte sich
dann schließlich hin und zeigte den anderen mit seinem Magen knurren,
dass auch es Hunger hatte. „Na super, du bist wirklich eine tolle
Hilfe…“ seufzte Jessie und machte es sich wieder im kalten Schnee
bequem. Still schweigend lagen sie da und beobachteten den Schneefall.
Eine kleine, freche Schneeflocke machte es sich auf Jessies Nase
bequem. Hastig fuhr sie sich mit dem Handrücken über die Nase und lies
erneut einen langen Seufzer hinaus. Dies würde wieder einer dieser
grässlichen Weihnachtstage werden bei dem keine Weihnachtsstimmung in
ihr aufsteigen würde. Langsam schloss sie die Augen und stellte sich
ihr eigenes kleines, perfektes Weihnachten vor:
“Bringt noch mehr Wein!“ rief Jessie, welche ein
atemberaubendes Abendkleid an hatte. Sie saß auf einem großen,
gemütlichen Sessel in ihrem eigenen, nicht gerade kleinen, Schloss.
„Sofort, Madam.“ rief der Diener aus und beeilte sich um ihr eine neue
Flasche Wein zu bringen. Lächelnd nahm sie diese an und setzte sich an
den festlich geschmückten Tisch, welcher bereits voller Essen war. „Na
dann, guten Appetit!“ meinte Jessie lachend und stopfte Wildschwein,
etc. gierig in sich hinein. „Wenn Sie noch einen Wunsch haben, dann
scheuen Sie nicht ihn uns mitzuteilen, Madam.“ sagte ein Diener zu ihr
gewandt. Lächelnd sah die rothaarige Trainerin nach links und blickte
in die Gesichter ihrer vielen Diener. „Ich werd’s mir merken!“
zwinkerte sie und schlang das Essen wieder herunter. Geschafft nach
dem viele essen, lies sie sich in ihr großes, weiches Himmelbett
fallen. Laut schnippte sie mit der rechten Hand und ein paar Diener
kamen angelaufen um ihr Geschenke zu überreichen. „Och, das wäre doch
nicht nötig gewesen!“ meinte sie gespielt überrascht und packte fix
die Geschenke aus: Neue Ohrringe, neue Ringe, ein neues Kleid, ein
neues Parfüm,…Glücklich drückte sie ihre neuen Sachen an sich. „Das
ist das schönste Weihnachten, was ich jemals hatte!“ rief sie. „Was
will man mehr als teure Geschenke und ein tolles Essen?“
Etwas Unverständliches murmelnd, drehte sich Jessie zur Seite.
Sie befand sich im Halbschlaf und sponn die Geschichte vom perfekten
Weihnachten so weiter. Ihr gegenüber lag ihr Freund James. Auch er
träumte von seiner perfekten Weihnacht:
„Fröhliche Weihnachten!“ rief James laut aus und setzte sich
glücklich vor den Weihnachtsbaum. Seine treuen und geliebten Pokémon
taten es ihm gleich. „Los, ihr auch!“ rief er seinen besten Freunden
lachend zu, welche noch damit beschäftigt waren den Tisch zu decken.
„Wir können gleich alle zusammen decken, lasst uns erstmal die
Weihnachtslieder singen!“ meinte er lächelnd. Fröhlich nickend setzten
sich Jessie und Mauzi neben ihn. Immer noch lächelnd nahm James die
Hände seiner Freunde und wartete darauf, dass Palimpalim den ersten
Ton anspielte. „Paliiim!“ sang dieses mit seiner wohltuenden Stimme
und James und seine Freunde fingen lauthals an wunderschöne
Weihnachtslieder zu singen. Nach einigen Songs setzten sich er, Jessie
und Mauzi an den Tisch und fingen an Jessies mit Liebe zubereiteten
Weihnachtsbraten zu verschlingen. „Das ist das schönste Weihnachten,
das ich jemals hatte!“ rief er. „Was will man mehr als seine besten
Freunde bei sich zu haben und im engen Kreise zu feiern?“
Auch James murmelte im Halbschlaf seine Freude über sein
schönstes Weihnachten, welches allerdings nur in seinem Kopf
stattfand. Er drehte sich auf die Seite, wo Mauzi strampelnd auf dem
Boden lag, die Augen fest zu gekniffen während es von seiner Weihnacht
träumte:
„Gib Miauzi her oder du bekommst es mit mir zu tun!“ zischte
Mauzi Snobilikat wütend zu. Dieses hielt seine große Liebe Miauzi
gefangen und das konnte Mauzi natürlich nicht zulassen. „Träum weiter,
sie gehört mir!“ miaute Snobilikat selbstsicher und wollte Miauzi
ablecken, doch diese drehte energisch den Kopf weg. „Hilf mir Mauzi,
bitte!“ flehte sie ihn an. „Das werd ich. Kratzfurie!“ brüllte Team
Rockets Pokémon und fuhr seine Krallen aus um seiner Entwicklungsstufe
das Gesicht zu zerkratzen. Snobilikat wollte ausweichen, doch Mauzi
war viel zu schnell für es. „Grr…“ Leicht verletzt knickte es ein. „Du
bist stärker geworden, Mauzi.“ meinte es schließlich. Dieser nickte.
„Bin ich auch. Und jetzt geb ich dir den Rest!“ Blitzschnell fuhr das
kleine Katzenpokémon erneut seine Krallen aus und schlug auf sein
gegenüber ein, bis es zu Boden fiel. „Du hast gewonnen… Miauzi gehört
dir…“ murmelte Snobilikat erschöpft. Glücklich miauend sprang Miauzi
auf und lief auf ihren Retter zu. Ihre Augen funkelten. „Vielen Dank,
Mauzi.“ meinte es. Mit rotem Kopf kratzte sich dieses am Hinterkopf.
Langsam fing es an zu schneien, Mauzi sah nach oben und Schneeflocken
fielen ihm sanft ins Gesicht. Als Miauzi dies sah, leckte sie sie
zärtlich weg. „Mauzi, ich liebe dich…“ flüsterte sie und rieb
schnurrend ihren Kopf an seine Brust. „I-ich dich auch…“ stotterte
Mauzi überglücklich. „Das ist das schönste Weihnachten, das ich jemals
hatte!“ rief es schließlich. „Was will man mehr als endlich seinen
größten Rivalen besiegt zu haben und mit seiner großen Liebe zusammen
zu sein?“
Schmunzelnd drehte sich Mauzi von der einen auf die andere
Seite. Den kalten Schnee spürte es gar nicht, es war zu sehr in seinen
Weihnachtstraum vertieft. Aber auch noch jemand anderes hing in seinen
Gedanken an seinem Wunschweihnachten fest. Nämlich Woingenau. Während
es leise immer wieder „Woing“ murmelte, stellte es sich sein
Weihnachten vor:
„Oh nein, da ist Mewtu und es will uns angreifen!“ schrie
Jessie geschockt und klammerte sich an James und Mauzi fest. „Es kommt
direkt auf uns zu!“ brüllte auch James rum. „Kann uns denn niemand
retten? Wir wollen noch nicht sterben!“ riefen die Drei im Chor. Da
wackelte der Pokeball der rothaarigen Trainerin und Woingenau kam zum
Vorschein. Mutig stellte es sich vor die restlichen Teammitglieder,
während ein finster blickendes Mewtu auf sie zukam. „W-Woingenau!“
stotterte seine Trainerin. „Keine Angst, ich werde euch retten,
Freunde!“ rief es und wandte sich dann wieder Mewtu zu. „E-Es kann
reden…“ krächzte Mauzi verwirrt. Doch ihm blieb keine Zeit weiter
darüber nachzudenken, Mewtu hatte sie inzwischen erreicht. „Was willst
du?“ knurrte es das blaue Psychopokémon an. „Meine Freunde retten!“
brüllte es und feuerte aus seinen Händen einen gewaltigen Strahl ab,
der Mewtu sofort k.o. zu Boden sinken lies. „Oh Woingenau, mein
Retter!“ weinend lief Jessie auf es zu und schling ihre Arme fest um
es. „Ich liebe dich, ich habe dich immer geliebt. Du bist so ein
starkes und tolles Pokémon, Woingenau. Ein besseres hätte ich mir
nicht wünschen können!“ schluchzte sie unter Tränen. Woingenau
lächelte. „Wir laden dich auf ein Essen ein, Woingenau. So viel du
willst und was du willst!“ rief James lachend. „Genau, du Held!“
meinte auch Mauzi glücklich. „Das ist das schönste Weihnachten, das
ich jemals hatte!“ rief Woingenau. „Was will man mehr als super stark
zu sein und als Held gefeiert zu werden?“
Nuschelnd fing Woingenau an, glücklich mit den Armen zu wedeln.
Ja, so sollte Weihnachten doch sein!
Da vernahmen die Vier
plötzlich ein ohrenbetäubendes knurren, welches sie sofort aus ihren
Weihnachtsträumen riss. Verwirrt sah sich James um. „Wer von euch hat
denn diesen riesigen Hunger? Oder haben unsere Mägen alle zur gleichen
Zeit geknurrt?“ meinte er halb im Scherz, halb Ernst. Irritiert
setzten sich die Vier auf. Während Mauzi sich umsah, ballte es seine
rechte Pfote, kalter Schnee quoll zwischen den einzelnen Krallen
hervor, da bemerkte es auf einmal etwas. „L-Leute!“ schrie es auf,
„Guckt doch mal genau wo wir hier sitzen!“ James sah sich kurz um und
kratzte sich dann schließlich am Hinterkopf. „Im Schnee, würde ich mal
so sagen.“ Genervt sprang Mauzi auf und zerkratzte dem lilahaarigen
Trainer das Gesicht. „Ich meins ernst, du Trottel. Wir sitzen auf
einem eingefrorenen See!“ Vorsichtig scharrte Jessie mit den Füßen auf
den Boden, da wurde unter dem Schnee tatsächlich ein eingefrorener See
sichtbar. „U-Und was meint ihr jetzt war dieses knurren?“ fragte das
Katzenpokémon ängstlich und sah sich erneut um. Bevor jemand antworten
konnte, fing das Eis unter ihren Füßen lauthals an zu beben.
Erschrocken suchten die Vier beim jeweils anderen Halt um nicht
hinzufallen, da fing das Eis an zu knacken und der Schnee fiel in die
Ritzen. Einige Meter neben ihnen verliefen die ganzen Risse hin, dann
brach das Eis an dieser Stelle zusammen und unter tosendem Gebrüll kam
die blaue und aggressive Seeschlage Garados zum Vorschein. Team Rocket
schrie geschockt auf, als sie von Garados rot schimmernden Augen
wütend angefunkelt wurden. „Hat…Hat es etwa H-Hunger?“ fragte Jessie
leise, während sie vorsichtig einige Schritte nach hinten ging. „Sieht
ganz so aus… ALSO NICHTS WIE WEG HIER!“ kreischte Mauzi und die Vier
drehten sich auf der Stelle um, um so schnell wie möglich vom Eis zu
kommen. Da das Eis allerdings sehr rutschig war und auch noch
vollzogen mit Rissen war, war das laufen sehr schwer und sie
schlidderten eher, als das sie liefen. „Ahh, Leute es hat mich
gleich!“ brüllte Mauzi und wurde panisch, was dazu führte das es laut
zu Boden fiel. Garados war nun noch wenige Meter hinter ihm, das Eis
was vor es lag brachte es mit seinem gewaltigem Körper einfach zum
brechen. Als James Mauzis panischen Schrei hörte, drehte er sich
schnell um und lief auf es zu, die Arme dabei ausgebreitet um es
tragen zu können. Doch als er Mauzis Pfote zu fassen bekam und es in
seine Arme ziehen wollte, verlor auch er zu das Gleichgewicht und
krachte zu Boden. „James, Mauzi!“ Besorgt rutschte Jessie zu ihren
Freunden rüber, da war die Seeschlage auch schon direkt vor ihnen.
Langsam öffnete es sein Maul und bereitete einen gewaltigen
Hyperstrahl vor. „Ich bin zu jung und schön zum sterben!“ jammerte
Jessie und hielt sich die Hände vor die Augen. Auch James und Mauzi
schlossen fest die Augen, da hörten sie Garados angsteinflößendes
Gebrüll, welches irgendwie gequält klang. „Gyaa!“ Vorsichtig öffnete
Team Rockets weibliches Mitglied die Augen. Vor ihnen stand Woingenau
mit ausgebreiteten Armen, Garados Hyperstrahl prallte von ihm ab und
flog zurück zur Seeschlange. überrascht aber auch freudig klatschte
Woingenaus Trainerin in die Hände. „Du bist ja doch mal für was
nützlich!“ meinte sie und ihr Pokémon wurde aufgrund des Lobes wegen
ganz rot im Gesicht. „Woing.“ „Aber jetzt sollten wir lieber
schleunigst verschwinden!“ rief James und schnappte sich seinen
kleinen Katzenfreund, während Jessie es ihm gleich tat, indem sie
ihren blauen Retter nahm und mit James panisch vom Eis schlidderte.
Garados war immer noch knapp hinter ihnen, dennoch deutlich langsamer
nachdem es von seiner eigenen Attacke getroffen wurden war. Das Eis
hinter ihnen fing immer schneller an einzubrechen, es hatte Jessie
schon fast erreicht. „Leute, ich weiß nicht ob wir das schaffen!“
kreischte sie rum. „Das Eis bricht zu schnell, ich werde gleich…Ahh!“
Bevor sie weiter reden konnte, versank sie bereits mit einem Fuß im
kalten Wasser. „Jessie!“ rief James und versuchte panisch ihre Hand zu
erwischen. Ihre Fingerspitzen trennten nur noch wenige Zentimeter, da
versank Jessie auch mit dem anderen Fuß und somit mit dem ganzen
Körper im kalten Wasser. Eisiges Wasser schwappte ihr ins Gesicht und
nahm ihr so für einen kurzen Moment die Möglichkeit zu atmen. Garados
bemerkte dies und nutze seine Chance, indem es einen erneuten
Hyperstrahl auf sie feuerte. „JESSIE!“ schrieen Mauzi und James
lauthals, doch Woingenau konnte seine Trainerin noch einmal mit seiner
Konter Attacke retten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht fiel Garados,
welches nun wieder die gewaltige Power seines eigenen Hyperstrahls
abbekam, ins Wasser und rührte sich nicht mehr. Erleichtert lief James
zu Jessies Einsturzstelle und hob sie vorsichtig wieder heraus. Wasser
ausspuckend schnappte die rothaarige Trainerin lauthals nach Luft.
„Danke Woingenau, James.“ konnte sie schließlich heraus bringen.
Lächelnd gab James ihr seine Hand und so schlidderten sie langsam und
vorsichtig vom Eis. Nach einiger Zeit fanden sie eine nahe liegende
Höhle in der sie Schutz vor der Kälte suchen konnten. Laut nach Atem
schnappend sanken sie in der Höhle zu Boden. „Das war knapp…“ meinte
Mauzi und wusch sich den Angstschweiß von der Stirn. „Woingenau!“
Nachdem die Vier Stöcke gesammelt hatten, hatten sie sich in
der Höhle ein Feuer gemacht und wärmten dort ihre kalten Körper auf.
Wohlig strecke sich Mauzi, während Jessie laut seufzte und die Arme
hinter ihrem Kopf verschränkte. „Ich glaub ich bin daran schuld, dass
wir nichts mehr zu Essen haben… Ich hab von unserem Geld nämlich
Geschenke für euch gekauft…“ murmelte sie leicht schüchtern und kramte
eingepackte Geschenke heraus. „Das ist für dich, James.“ Lächelnd gab
sie ihm ein kleines Säckchen. Hastig öffnete dieser es und guckte
ungläubig hinein. „Kronkorken! Und sogar noch ganz seltene!“ Glücklich
wühlte er darin rum. „Wo hast du die denn her?“ „Tja…“ meinte sie
zwinkernd und übergab schließlich Mauzi sein Geschenk. Gierig
zerkratzte das Katzenpokémon das Geschenkpapier und fand ein Paar
Handschuhe darin vor. Mit glitzernden Augen zog es sich die Handschuhe
an. „Du hast dich doch immer über kalte Pfoten beschwert und
gejammert, dass es für Katzen keine Handschuhe gibt. Tja, da hab ich
diese Katzenhandschuhe gefunden und wusste direkt, dass sie perfekt
für dich wären, mein pelziger Freund.“ sagte Jessie glücklich
lächelnd. Dann wandte sie sich an Woingenau und kratzte sich unsicher
an der Wange. „Für dich hab ich übrigens auch was…“ meinte sie und ihr
Gesicht nahm einen leichten Rotschimmer an. überrascht nahm das blaue
Psychopokémon das Geschenk an und öffnete es neugierig. Darin befanden
sich eine Mütze und ein Schal. „Du kommst ja immer zu den
unpassendsten Momenten raus… Und da es zurzeit ja so kalt draußen ist
dachte ich, Mütze und Schal wären passend!“ Woing, Woingenau!“ rief es
fröhlich und winkte aufgeregt mit den Armen. Jessie und die anderen
mussten lachen, bis sich James räusperte. „ähm, ich hab euch übrigens
auch was gekauft…“ sagte er schließlich und holte zwei Geschenke
heraus. Das erste übergab er seiner rothaarigen Kollegin. Gespannt
öffnete sie es. „Oh wow, diese Ohrringe sind wirklich toll, James. Sie
unterstreichen perfekt meine Schönheit!“ meinte sie grinsend und
tauschte ihre alten Ohrringe direkt mit ihren neuen aus. „Und das ist
für dich, Mauzi.“ James übergab dem kleinen Teampokémon eine hübsche
Bommelmütze, an der zwei Glocken hingen. Glücklich setzte Mauzi sie
sich auf und schüttelte sich, um den wunderschönen Klang der Glocken
lauschen zu können. „Danke! Ich hab euch auch was gekauft!“ rief es
glücklich und kramte ein kleine Flasche hervor und übergab es Jessie.
Mit glänzenden Augen betrachtete diese das ihr von Mauzi geschenkte
Parfüm. „Mein Lieblingsduft! Toll, Mauzi.“ Mauzi lächelte. „Ich weiß.
Und das ist für dich Jimmy Boy.“ Es übergab dem lilahaarigen
Teamkollegen ein großes Plüschtier von dessen Lieblingspokémon –
Palimpalim. Glücklich knuddelte James es, da verschwand Woingenau
plötzlich in seinem Pokeball. Verwirrt guckten sich die verbliebenen
an, da kam es auch schon wieder hervor. In seinen Armen hielt es große
Portionen von Reisbällchen und Sushi. Glücklich klatschte seine
Besitzerin in die Hände. „Wo hast du das denn auf einmal her?“ „Woing
Woingenau Woingenau!“ Irritiert sah James zu Mauzi. „Was hat es
gesagt?“ Mauzi nickte, seine Augen waren mit Tränen gefüllt.
„Woingenau sagte, das dies seine Notration für den Fall der Fälle ist.
Aber da es zusammen mit seinen besten Freunden, nämlich uns, am besten
schmeckt, will es das Essen mit uns teilen.“ Alle sahen glücklich zum
Psychopokémon, welches sie schon so oft genervt hatte. „Na dann, guten
Appetit!“ riefen alle und schlangen gierig und glücklich das Essen
runter. „Wisst ihr…“ murmelte Jessie und schluckte einmal laut,
„…obwohl ich mir Weihnachten immer ganz anders gewünscht habe, ist
dies trotzdem das schönste Weihnachten, das ich je hatte.“ Lächelnd
blickten die anderen sie an. „Oh ja, du hast Recht.“ meinte James und
auch Mauzi nickte energisch. „Woing!“ stimmte auch Woingenau dem Trio
zu. Und während sie weiter das Essen genossen, ging draußen langsam
die Sonne unter und lies den Schnee in einem wunderschönen rötlichen
Ton schimmern.