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11. Dezember 2009

Fanstory von: Aurora

Das einsame Frosdedje
"HILFE, HILFE! SO HELFT MIR DOCH!" hörte Riolu es in seinem Kopf hallen. Es schrak auf und sah sich erschrocken um. Alles sah ruhig und friedlich aus: zwei Shnebedeck machten einen Trainingskampf, ein paar Quiekel spielten Verstecken, fünf Schneppke machten eine Schneeballschlacht und Riolus Freund und Partner Evoli schlief tief und fest. War Riolu etwa das einzige Pokémon, das diesen geheimnisvollen Schrei gehört hatte? Riolu sah sich noch einmal um, aber es konnte nichts Verdächtiges entdecken. Es sah hier auf dem Frostberg zwar alles so aus wie immer, doch Riolus Gefühl sagte ihm, dass trotzdem irgendetwas ganz und gar nicht stimmte...

Am nächsten Morgen wachten Evoli und Riolu sehr früh auf. Sie waren voller Tatendrang. Die beiden waren ein Erkundungsteam, das die Abschlussprüfung für Erkundungsteams bereits abgeschlossen hatte und jeden Tag aufbrach, um neue Orte zu erkunden. Evolis größter Traum war es, sehr hart zu trainieren, um eines Tages stark genug zu sein, um sich an dem Eisstein, der hier irgendwo in einer geheimen Höhle aus der dicken Eisschicht ragte, zu einem Glaziola weiterentwickeln zu können. Riolus Traum hingegen war es, der grösste Erkunder der Welt zu werden und unermessliche Schätze und andere Reichtümer von all den Orten, die es und Evoli erkundet hatten, mitzubringen.

Evoli sagte gähnend zu Riolu: "Hey, guten Morgen, Riolu! Welchen Ort wollen wir denn heute erkunden?" Riolu überlegte eine Weile und erzählte Evoli dann, dass ihm kürzlich ein komisches Pokémon namens Firnontor erzählt hatte, dass es hier in der Nähe einen sagenumwobenen Ort mit dem Namen "Eisiger Gletscher" geben soll, in dem der Sage nach ein riesiger Schatz verborgen sein soll. Es hatte den seltsamen Schrei, den es am Vortag gehört hatte, schon wieder vergessen. Evoli staunte. Es sagte: "Woah! Das muss ja ein richtig toller und gefährlicher Ort sein - genau das Richtige für ein Erkundungsteam wie uns!" So beschlossen sie, diesen geheimen Ort zu erkunden.

Es war ein langer Weg bis zum Eisigen Gletscher. Er lag genau auf der anderen Seite des Frostgebirges, zu dem der Frostberg gehörte. Also mussten die beiden Freunde erst auf den Gipfel des Frostberges steigen. Dort übernachteten sie. Am nächsten Tag ging es auf der anderen Seite des Berges wieder hinunter. Ab da mussten sie dann am Rand des ganzen Frostgebirges entlang gehen, bis sie zum Eisigen Gletscher kamen.

Die Reise verlief ohne große Besonderheiten und Gefahren. öfter mussten sie andere Pokémon nach dem Weg fragen und an einem Tag mussten sie sogar in ein Pokémon-Café, das am Wegrand lag, flüchten, weil sie von einem sehr starken Schneesturm überrascht wurden. Zum Glück war Magmar, die Inhaberin des Cafés, sehr nett. Sie erlaubte Riolu und Evoli, in ihrem Café zu warten bis sich der Schneesturm wieder gelegt hatte. Sie nahmen dankend an.

Magmar brachte den beiden die Spezialität ihres Cafés: ihre "Selbsterhitzte heiße Schokolade". Während Riolu und Evoli tranken, sah Riolu, dass ein sonderbares Pokémon, das am Nachbartisch sass, immer wieder verstohlen zu den beiden hinübersah. Am Abend hatte sich der Schneesturm immer noch nicht gelegt. Also übernachteten sie im Café. Riolu sah, dass das seltsame Pokémon, das sie vorhin die ganze Zeit über beobachtet hatte, trotz des schweren Schneesturms aus dem Café in die Kälte hinausgegangen war.

In der Nacht wachte Riolu auf. Draussen tobte noch immer der Schneesturm. Verschlafen sah es sich nach Evoli um, das noch tief und fest schlief. Plötzlich hörte Riolu einen seltsamen Schrei: "Zu Hilfe! Ich werde entführt! Hört mich jemand? Irgendjemand". "Was war das?", fragte sich Riolu erschrocken. "Das war so ein ähnlicher Schrei wie der, den ich schon vor ein paar Tagen gehört habe - Was hat es wohl damit auf sich?"

Am nächsten Tag hatte sich der Schneesturm endlich gelegt. Riolu und Evoli dankten Magmar für die freundliche Aufnahme und gaben ihr 30 Frosttaler als Bezahlung. Frosttaler war die Währung, die im Frostgebirge galt.

Sie verabschiedeten sich und machten sich auf den Weg zum Eisigen Gletscher.

"Wenn wir dieses Tempo beibehalten, dann sind wir bei Sonnenuntergang am Eisigen Gletscher. Dort übernachten wir und dann machen wir uns ans Erkunden.", sagte Evoli. Riolu nickte gedankenversunken.

Es dachte an die komischen Hilferufe, die es immer wieder gehört hatte. Da fiel Riolu ein, dass es Evoli noch gar nichts von diesen Hilferufen erzählt hatte. Aber es beschloss, dass es Evoli dies erst in ein paar Tagen erzählen würde. "Vielleicht habe ich mir diese Schreie ja auch nur eingebildet,", dachte Riolu bei sich.

Nach einiger Zeit fing es wieder an, stark zu schneien. Schon bald lag der Schnee so hoch, dass Riolu und Evoli nur noch mit Mühe hindurch stampfen konnten. Riolu sagte schnaufend zu Evoli: "Wenn es weiter so stark schneit, sind wir bald eingeschneit. Wir müssen versuchen, uns den Weg mit Attacken frei zu räumen!" Evoli stimmte zu.

Evoli setzte die Attacke Spukball ein, wogegen Riolu seinen Fokusstoss einsetzte, um den Weg frei zu räumen. Mit vereinten Kräften und Attacken schafften die beiden es. Der Weg war wieder frei und allmählich hörte es auch auf zu schneien. Von weitem sah man auch schon den Eingang des Eisigen Gletschers.

Als sie dann endlich dort angekommen waren, sagte Evoli zu Riolu: "Heute ist es zu spät, um den Gletscher noch zu erkunden. Schlafen wir hier vor dem Eingang und machen uns morgen früh ans Werk!" Das war Riolu nur recht.

Mitten in der Nacht schreckte Riolu wieder einmal auf. Alles war noch dunkel und still, nur ein Noctuh hörte man in der Ferne schuhun. Und plötzlich kam es wieder: "AH! WAS IST DAS? HILFE! HILFE," Riolu erschrak. Es sah sich um, aber es war wie immer, wenn es diese Hilferufe gehört hatte, nichts zu sehen. "Was hat es mit diesen seltsamen Hilferufen wohl auf sich? Offenbar bin ich das einzige Pokémon, das sie immer wieder hört, Ich glaube, morgen werde ich Evoli davon erzählen, Was war das? Ist da nicht gerade ein Schatten eines Pokémons durch die Bäume gehuscht?!? Doch! Da war ein Pokémon! Ich habe seinen Schatten ganz deutlich im Mondlicht gesehen! Das muss ich unbedingt Evoli erzählen!"

Als die beiden Pokémon am nächsten Morgen aufwachten, stand die Sonne schon hoch am Himmel. Evoli war ausgeschlafen, doch Riolu war etwas müde. Es hatte in der Nacht noch sehr viel über den geheimnisvollen Pokémonschatten und die Hilferufe, die es immer hörte, nachgedacht.

"Alles klar, Riolu? Du wirkst so müde,", sagte Evoli. Riolu erzählte Evoli von dem seltsamen Schatten. Evoli überlegte eine Weile. Dann sagte es: "Das ist ziemlich merkwürdig, Aber, glaubst du nicht, dass du dir den Schatten nur eingebildet hast?" "Nein! Auf keinen Fall! Ich bin mir sicher, dass ich diesen Schatten gesehen habe. Ich habe mir das nicht alles nur eingebildet!", sagte Riolu. Die beiden diskutierten so erhitzt über das Thema, dass Riolu ganz vergass, die geheimnisvollen Hilferufe zu erwähnen.

Als sie dann endlich ausreichend über den Schatten gesprochen hatten, machten sie sich endlich daran, den Eisigen Gletscher zu erkunden. Es war nicht leicht: Riolu und Evoli mussten an Wänden entlang klettern, die senkrecht in die Tiefe ragten. Sie mussten über steile Abgründe springen, die ihr sicherer Tot gewesen wären, wenn sie hineingesprungen wären. Und sie mussten gegen mehrere Eis-Pokémon kämpfen, die sich in ihrem Revier angegriffen fühlten.

Es war schwer hindurchzukommen. Aber sie hatten es geschafft. "Riolu, schau mal! Was ist denn das da vorne? Ist das nicht die Statue eines Pokémons!?", sagte Evoli. Sie rannten zu der Statue. "Ja, das ist die Statue von einem Pokémon. Aber, so ein Pokémon habe ich noch nie gesehen, Die Statue ist gross und es scheint, als bestehe sie ganz aus Eis,", dachte Riolu.

"Oh, schau mal! Da ist etwas in den Sockel eingraviert, Ich les` mal vor:

Wenn du Regice, den Koloss des Ewigen Eises, besiegst,

wird dir der Weg zum Schatz gewiesen.


Was soll das bedeuten? Heißt das Pokémon, das hier als Statue dargestellt wird, etwa Regice? Und wie sollte man es wecken? Es ist doch nur eine Statue aus Eis, Oder?", sagte Evoli.

Riolu überlegte: "Hm, Das Pokémon, das hier als Statue dargestellt ist, sieht mir ganz wie ein Eis-Pokémon aus, Hm, welche Pokémon-Typen mögen Eis-Pokémon gar nicht? Natürlich! Eis-Pokémon hassen Attacken vom Typ Kampf! Vielleicht kann ich die Statue besiegen, indem ich meinen Fokusstoss auf sie einsetzte!" Riolu erzählte Evoli von seiner Idee. Daraufhin sagte Evoli: "Das ist eine gute Idee! Versuchen wir`s!"

Riolu stellte sich direkt vor die Statue. Es nahm all seine Kraft zusammen. Dann setzte es den mächtigsten Fokusstoss ein, den es je erzeugt hatte, und richtete ihn genau auf die Statue.

Als die Attacke die Statue traf, erzitterte der ganze Raum und riesige Eiszapfen fielen von der Decke. Sie drohten, Riolu und Evoli zu erstechen. Evoli reagierte blitzschnell: es sprang auf Riolu zu und grub sich und Riolu mit der Attacke Schaufler unter die dicke Eisschicht. Dort unten waren sie außer Gefahr. Als die beiden keine Eiszapfen von oben auf den Boden fallen hörten, wagte Evoli es, sie wieder "auftauchen" zu lassen.

Als sie wieder oben auf festem Eis standen, leuchtete Riolu plötzlich hell auf. Evoli wusste nicht was da vor sich ging, also schrie es panisch: "Riolu! Ist alles in Ordnung? Was geht da vor sich? Riolu!" Als Riolu aufhörte zu leuchten, stand da kein Riolu mehr, sondern ein Pokémon, das Riolu zwar sehr ähnlich sah, aber viel größer und viel stärker als ein Riolu aussah.

Da rief Evoli erstaunt: "WOW! Riolu! Du hast dich weiterentwickelt! Du bist jetzt ein Lucario!" Lucario blickte erstaunt an sich herunter. "Du hast recht! Ich hab` mich tatsächlich weiterentwickelt!" "Wahrscheinlich lag es an dem mächtigen Fokusstoss, den du vorhin auf die Statue geschleudert hast! Apropos da fällt mir ein. Wo ist eigentlich die Statue hin?", sagte Evoli. Und es hatte recht. Die Statue von Regice stand nicht mehr an ihrem Platz. Sie war verschwunden.

"Oh! Schau mal! An der Stelle, an der vorhin noch die Statue stand, hat sich eine geheime Treppe geöffnet! Vielleicht führt sie uns ja zum Schatz! Komm, gehen wir runter!" Lucario und Evoli gingen hinunter. Sie kamen in einen Raum, in dessen Mitte eine große Schatztruhe stand. Sie öffneten die Schatztruhe. "Was da wohl drinnen ist? Vielleich Gold und Edelsteine?!?" In der Schatztruhe befand sich nur eine alte Karte. Lucario nahm sie enttäuscht in die Hand und betrachtete die Karte näher. "Hey, schau mal", sagte es, "auf der Karte ist das Frostgebirge eingezeichnet." "Auf der Karte ist ein bestimmter Punkt markiert. Unter der Markierung steht etwas, ich les` das mal vor:

Höhle von Frosdedje - Schatz

Heißt das etwa, dass es hier beim Frostgebirge einen geheimen Ort gibt, der "Höhle von Frosdedje" heißt? Wenn ich die Schrift auf der Karte richtig deute, soll da wohl ein Schatz verborgen sein!", sagte Evoli.

"Komm, wir machen uns auf den Weg und finden diese Höhle! Vielleicht gibt es dort ja einen richtig grossen Schatz!? Der Karte nach, muss die Höhle von Frosdedje hier gleich in der Nähe liegen. Wenn wir es heute noch dorthin schaffen, können wir dort übernachten und morgen erkunden wir dann diese Höhle, okay?", sagte Lucario. "Alles klar!", sagte daraufhin Evoli.

So machten sie sich auf den Weg zur Höhle von Frosdedje. Die Reise verlief zu Lucarios und Evolis Glück sehr schnell und problemlos, sodass sie bei der versteckten Höhle angekommen waren, bevor es dunkel wurde. Die beiden waren vollkommen erschöpft. Sie legten sich sofort hin und im nächsten Moment waren sie auch schon eingeschlafen. In der Nacht wachte Lucario schon wieder auf. Es dachte, dass es jetzt gleich wieder einen seltsamen Schrei hören würde, aber es hörte nichts.

"Vielleicht höre ich in dieser Nacht keinen Hilferuf, weil ich jetzt ein Lucario bin.", dachte es. Lucario versuchte, wieder einzuschlafen, aber es konnte nicht. Deswegen dachte es noch einmal über den komischen Schatten nach und plötzlich traf es Lucario wie ein Blitz. "Natürlich! Ich habe das Pokémon, von dem der Schatten stammt, schon einmal gesehen. Und zwar, im Pokémon-Café von Magmar. Das war der Schatten von dem Pokémon, das trotz des schweren Schneesturms in die Kälte hinausgegangen war! Das muss ich morgen gleich Evoli erzählen!"

Am nächsten Morgen wachten Evoli und Lucario sehr spät auf, weil sie vom letzten Tag so geschafft waren. Lucario erzählte Evoli gleich davon, das es herausgefunden hatte, von welchem Pokémon dieser Schatten stammt. Evoli staunte. "Und du bist dir ganz sicher, dass das der Schatten von dem Pokémon war, das wir in Magmars Café gesehen haben?", fragte Evoli. "Ganz sicher!", erwiderte Lucario. Sie redeten noch einige Zeit über das Pokémon und seinen geheimnisvollen Schatten.

Schließlich erinnerten die beiden sich daran, dass sie ja auch noch die Höhle von Frosdedje erkunden wollten. Deswegen schoben sie die Gespräche über den Schatten beiseite und machten sich ans Erkunden.

Für Evoli und Lucario war es sehr schwer, die Höhle von Frosdedje zu erkunden. Es gab viele Gefahren, die sie bewältigen mussten, und es gab auch ein paar Pokémon, die die beiden angriffen, und die Evoli und Lucario besiegen mussten. Schließlich kamen die beiden in einen kleinen Raum, in dem sich nichts außer einem von einer Eisschicht überzogenen Stein befand.

Evoli staunte und sagte aufgeregt zu Lucario: "Lucario, weißt du, was das ist?" "Naja, für mich sieht das aus wie ein Stein, der mit einer Eisschicht überzogen ist. Was soll an dem so besonders sein?", sagte Lucario. "Das ist der Eisstein, an dem sich Evolis zu Glaziolas weiterentwickeln können! Wenn ich schon stark genug bin, kann ich mich jetzt entwickeln!", sagte Evoli. Es ging zitternd auf den Eisstein zu und berührte ihn. Plötzlich erfüllte ein strahlend weisses Licht den Raum für ein paar Sekunden und als es wieder verschwand, stand da kein Evoli mehr, sondern ein Glaziola.

"Wow! Das ist richtig cool, im wahrsten Sinne des Wortes!", sagte Lucario. Glaziola war glücklich. "Endlich hat sich mein Wunsch erfüllt! Ich bin ein Glaziola geworden! Juhu!!!", frohlockte Glaziola. "Glaubst du, dass mit dem Wort Schatz auf der Karte der Eisstein im Inneren von Frosdedjes Höhle gemeint war?", fragte Lucario Glaziola. Glaziola überlegte und sagte dann: "Nein! Nein, ich glaube nicht, dass das der einzige Schatz von Frosdedjes Höhle ist. Ich glaube hinter dieser Wand liegt noch ein Raum. Mein Gefühl sagt mir, dass man eine Eis-Attacke auf die Wand einsetzten muss, damit der Raum hinter ihr sichtbar wird." "Aber wie sollen wir eine Eis-Attacke einsetzen? Keiner von uns kann eine Eis-Attacke! Oder?", sagte Lucario. "Ich bin doch jetzt ein Glaziola, oder? Und Glaziolas sind doch vom Typ Eis, oder? Vielleicht kann ich ja jetzt, wo ich ein Glaziola bin, eine Eis-Attacke einsetzen. Ich glaub` ich probier´s mal!", sagte Glaziola.

Glaziola konzentrierte sich und versuchte dann, die Attacke Eissplitter zu erzeugen. Es brauchte zwar ein paar Versuche, aber beim fünften Versuch klappte es: Glaziola setzte Eissplitter auf die Wand ein. Plötzlich teilte sich die Wand und ein Durchgang öffnete sich. Lucario und Glaziola gingen hindurch und fanden sich in einem festlich geschmückten Raum aus Eis wieder. In dessen Mitte ein sehr schöner Christbaum stand.

Plötzlich bemerkte Glaziola ein paar Pokémon, die an Seilen kopfüber von der Decke baumelten. Lucario und Glaziola rannten sofort zu den Pokémon und befreiten sie. Als die drei Pokémon sich erholt hatten sagte eines zu Glaziola und Lucario: "Vielen Dank dafür, dass ihr uns gerettet habt! Mein Name ist Shnebedeck und die beiden Pokémon hinter mir heißen Quiekel und Pummeluff. Und wie heißt ihr?" Lucario und Glaziola stellten sich vor. Glaziola fragte Shnebedeck, warum es und die beiden anderen Pokémon hier eingesperrt waren. Daraufhin erzählte Shnebedeck, wie es in einer Nacht, in der ein starker Schneesturm tobte, von einem seltsamen Pokémon entführt und K.O. geschlagen wurde, daraufhin wachte es hier in diesem Raum gefesselt und geknebelt auf. Quiekel und Pummeluff erzählten auch, wie sie jeweils in verschiedenen Nächten entführt wurden und dann in diesem Raum wieder aufgewacht sind. "Und wisst ihr auch, wer euch entführt hat?", fragte Lucario. "Ja, es war ein Eis-Pokémon mit dem Namen Frosdedje. Das Einzige, was wir von diesem Pokémon wissen, ist, dass es so heißt. Mehr hat es uns nicht von sich erzählt. Wir konnten es aber oft dabei beobachten, wie es diesen Raum festlich schmückte und einen Tannenbaum hier herein brachte.", erzählte Shnebedeck.

In diesem Moment erinnerte sich Lucario daran, dass es Glaziola von den Hilferufen erzählen wollte, die es in verschiedenen Nächten gehört hatte. Plötzlich erinnerte Lucario sich daran, dass es in der Nacht, in der ein so schwerer Schneesturm getobt hatte, einen Hilferuf gehört hatte. Es fragte Shnebedeck und die anderen Pokémon, ob sie in den Nächten, in denen sie entführt wurden, um Hilfe gerufen haben. Die Pokémon mussten einige Zeit überlegen, doch dann antworteten sie alle mit "Ja".

Jetzt war für Lucario alles klar. Es erzählte Glaziola und den anderen drei Pokémon von den Hilferufen und seiner Vermutung, dass es aus irgendeinem Grund die Hilferufe von Shnebedeck, Quiekel und Pummeluff gehört hatte. Alle starrten Lucario an und Glaziola sagte: "Das klingt ja total unglaublich! Du glaubst wirklich, dass du die Hilferufe von Shnebedeck, Quiekel und Pummeluff gehört hast!?! Wahnsinn!" Lucario fragte Shnebedeck, Quiekel und Pummeluff, ob sie schon einmal von so einer Fähigkeit gehört hatten. Da sagte Pummeluff: "Hm, wenn ich darüber nachdenke, ja, ich habe schon einmal von so einer Fähigkeit gehört. Angeblich nennt sich diese Fähigkeit Ruf der Entführten und nur sehr wenige Pokémon auf der ganzen Welt besitzen diese Fähigkeit. Wenn der Ruf der Entführten kommt, hört man die Hilferufe von Pokémon, die in einem Umkreis von 100 Kilometern entführt werden." "Ganz genau!", sagte eine Stimme. Alle fuhren erschrocken herum. Am Eingang des Raumes stand ein Pokémon.

"Das ist Frosdedje! O nein!", schrie Shnebedeck auf. "Was? Das ist Frosdedje? Das ist doch das Pokémon, das wir in Magmars Café gesehen haben und dessen Schatten du in einer Nacht gesehen hast, oder, Lucario!?", sagte Glaziola. "Ja, das ist es.", sagte daraufhin Lucario. "Ihr seid in meine Höhle eingedrungen! Dafür werdet ihr bezahlen!", schrie Frosdedje Lucario und Glaziola an. Frosdedje setzte einen Spukball auf Lucario ein, den es mit seinem Fokusstoss abwehrte. Glaziola setzte seinen Spukball ein und Lucario setzte seinen Imitator ein, womit die beiden jeweils einen Spukball auf Frosdedje schleuderten. Beide Spukbälle trafen Frosdedje und es ging zu Boden. "Ich ergebe mich!", rief es. Lucario und Glaziola gingen zu Frosdedje hin und fesselten es mit den Fesseln, mit denen Shnebedeck, Quiekel und Pummeluff gefesselt waren.

Als Frosdedje so stark gefesselt war, dass es sich nicht mehr befreien konnte, fragte Glaziola es, warum es Shnebedeck, Quiekel und Pummeluff gefesselt und hierher gebracht hatte. Darauf antwortete Frosdedje schluchzend: "I-ich wollte doch n-nur ein paar Freunde haben, m-mit denen ich das Weihnachtsfest f-feiern kann. I-ich wollte doch n-niemanden verletzen o-oder entführen, ich wollte n-nur mit ein p-paar Pokémon Weihnachten feiern..." "Aber warum musstest du uns dann entführen? Hast du denn keine richtigen Freunde, mit denen du Weihnachten verbringen kannst?", meldete sich Shnebedeck zu Wort. Jetzt weinte Frosdedje richtig und sagte: "N-nein, ich h-hab k-keine Freunde!" "Aber warum denn?", fragte jetzt Lucario. "W-weil m-mich alle Pokémon s-so gr-gruselig finden und d-deswegen immer alle Pokémon au-aus Angst v-vor mir Reißaus n-nehmen! Ich w-wollte d-doch nur ein p-paar Freunde h-haben, die mit m-mir Weihnachten f-feiern!", sagte Frosdedje unter Tränen. "Weisst du was", sagte Pummeluff, "ich finde dich jetzt irgendwie richtig nett, Frosdedje, und ich würde gerne dein Freund sein! Ich glaube nicht, dass du ein böses Pokémon bist und uns aus Boshaftigkeit entführt hast. Ich glaube, dass du ein richtig nettes Pokémon mit einem Herz aus Gold bist! Du hast uns ja nur entführt, weil du ein paar Freunde haben wolltest, die mit dir Weihnachten feiern." "Das glaube ich auch!", sagte Shnebedeck. "Und ich glaube das auch! Wir könnten doch alle Freunde sein, oder?", sagte Quiekel. Darauf riefen alle und auch Frosdedje: "JA!" "Und wir kommen euch an Weihnachten und Silvester besuchen und bringen euch als Geschenke Schätze von unseren Erkundungen mit! Aber leider müssen Lucario und ich uns jetzt verabschieden. Wir müssen wieder nach Hause kommen, aber in ein paar Tagen, an Weihnachten, besuchen wir euch!", sagte Glaziola.

So verabschiedeten sich Lucario und Glaziola und gingen. "Schade ist nur, dass wir hier keinen richtigen Schatz gefunden haben", sagte Lucario enttäuscht. "Oh, das stimmt nicht ganz. Wir haben hier einen größeren Schatz gefunden als wir gehofft haben!", sagte Glaziola. "Ach ja? Welchen denn?", fragte Lucario. "Wir haben hier neue Freunde gefunden und das ist doch wohl wertvoller als alle Schätze der Welt, oder?!", sagte Glaziola. "Das stimmt!", sagte Lucario und grinste.