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6. Dezember 2009

Fanart von: Chaluny


Auf zum Fest

Fanstory von: Moon Umbreon

Frohe Weihnachten Botogel
Der Schnee fällt. Jede Flocke sitzt in der Hocke und bedeckt die weite Welt mit einem weissen Zelt. Weihnachten naht. Ein Tag noch ja, dann ist er da. Auf dem Botogelbauernhof ist der Trubel gross. Keine Zeit, meinen die Leute, die Zeit ist zu kurz. Auch Ernst und Lea, mit ihrer Tochter Selena, haben nicht die Zeit, Weihnachten zu feiern. Die Geschenke sind da, heisst es dort, Basta aus schon ist Weihnachten dem Ende nah. Doch Selena die arme Selena. Sie will zusammen Weihnachten feiern. Nicht allein, still und ohne Freud. So geht sie zu ihren Eltern und fragt, ganz leis: „Oh Mama oh Mama, können wir doch zu dritt und nicht allein Weihnachten zusammen sein?“ „Die Arbeit geht, vor“, meint die Mutter schroff und wendet sich schon dem Kunden zu. Selena ist den Tränen nah. Wieso nur wieso? Allein macht Weihnachten keinen Spass. Doch die Botogel, machen sich anscheinend daraus einen Spass. So rennt Selena in den Stall, dort wo die amüsierten Stimmen der Botogel hallen „Botogel ihr seid gemein. Kahmt vor fünf Jahrn einfach reingeschneit. Habt mir jede Weihnacht seitdem verdorben. Das findet ihr wohl lustig, doch für mich ist damals Weihnachten gestorben. Geht weg und kommt nie wieder“, rief die wutentbrannte Selena. Die Botogel, wissen gar nicht was sie meint und denken verwirrt: „Was hat sie den, mag sie uns nicht mehr?“ So wissen sie nicht weiter und gehen zum alten Botogelherr Fabrier. Im dunkelsten Teil des Stall, wohnt er der Fabrier. Alt und krankt sitzt er dort und wartet jeden Tag auf die Nacht, weil er dann erwacht. Die Federn sind grau und er schaut sehr gruselig aus, doch ist er nett und dass macht ihn komplett. Die Botogel schauen sich um, wo ist er den nun? Der Schnee wurde in die Stube hineingeweht und jetzt ist Fabrier verdeckt vom Schnee. „Fabrier, Fabrier wo sind sie Herr.“ „Hier oben bin ich“, lachte der alte Kauz und kam schon wieder hinuntergesaust. „Ihr habt eine Frage, da hab ich doch recht?“ „Jawohl Herr Fabrier. Die arme Selena, feiert jede Weihnacht allein. Wären wir nicht da, müsste es nicht so sein.“ Der Fabrier dachte nach, und nach kurzer Zeit hatte er die Antwort parat. „Hört zu meine Freunde, ich weiss was zu tun. Ihr seit doch Botogel und keine Zuchthühner und seit das wozu ihr geboren wurdet.“ Erst verstanden die Botogel nicht, doch nach und nach, wurde ihnen klar, was zu tun war. Und so machten sie sich bereit, denn morgen war es so weit.
Selena war sauer und warf sich aufs Bett. Sie war fertig und packte ihr Plüschtier ganz fest. Morgen war es so weit. Weihnachten bedeutet für manche Freude. Für Selene nur sehr viel Reude. Sie hörte Pachirisu draussen streiten. Würden sie wohl an Weihnachten zum Kampf schreiten?
Die Nacht brach ein. Der Mondenschein trat durchs Fenster rein. Selena schlief. Tief und fest. So merkte sie nicht, wie draussen die Botogel an dem Haus vorbei schlichen. Gefragt war Schnelligkeit. Zum Glück spendete der Mond Helligkeit. Auf leisem Fuss, tapsten die Botogel in die Scheune hinein. Schwer bepackt, hörte man sie ächzen und murren. Gelegentlich ein Botogel knurren. Bald hatten sie geschafft. Doch was?
Sonnenschein trat in Selenas Fenster ein. Gähnend und Räkelnd, stieg sie aus dem Bett raus und schrie als sie aus dem Fenster schaute erst mal einen Schrei aus. Der Hof war voller Fussspuren. Waren die Botogel etwa abgehauen? Wenn Ernst das merkte, würde er böse Sprüche murren. Das Geknurre vom ihm konnte Selena nicht ab und so rannte sie die Treppe zur Scheune hinab. Sie hörte Gefuchtel und Getuschel. Waren die Botogel vielleicht doch noch da? Sie hatte Glück. Sie sassen auf den Stangen, auch wenn manche hangen. Die Botogel schauten komisch. So richtig ironisch. Selena knurrte, worauf ein Botogel murrte. So hüpfte sie weg und tat so als ob nichts gewesen wär. Mutter und Vater sagen ein knappes Hallo, als Selena an den Frühstückstisch kommt. Zu wenig Zeit ist der Grund, das kennt Selena schon. Hatten sie denn nicht die Spuren entdeckt. Sie waren doch da, mitten auf dem Hof, ganz nah. Vater mit dem Müsli, liest in der Zeitung ganz gemütlich. Doch Mutter ist ganz nervös, was ist denn heut an Weihnachten so seriös?
„Was ist denn Mutter“, fragt Selena ganz hold, worauf sie kurz angeschnauft.
„Es ist nichts! Was soll auch schon sein!“
So Selena sich aufrichtet und sich nach draussen verzieht, am liebsten hätte sie sich aber ganz verdünnisiert.
Der Tag geht vorüber. Es ist bald so weit. Heiligabend erfreut weit und breit. Nur Selena, wie ihr ja alle wisst ist mal wieder ganz trist. Sie guckt nicht mal vorbei, am Weihnachtsbaum nach Geschenken, nein sie springt die Treppe hoch und verschwindet im Zimmer geschwind.
Aber die Botogel im Stall, planen etwas, das ist klar. Nur Selena ahnt noch nichts, auch wenn langsam die Nacht einbricht. Von Draussen hört man leises Stapfen. Es sind Botogel mit ihren flinken Hupfen. Der Fabrier führt sie an, auch wenn er nicht sehr weit kann. Die Tür springt auf, worauf die Botogel leise rufen „Lauft Lauft“. Alles muss schnell gehen. Noch schneller als vorige Nacht. Denn sie müssen durch den engen Kellerschacht. Der Kellerschacht führt durch ganze Haus. Selenas Zimmer ist noch weit voraus. Staubig und schmutzig ist der Kellerschacht. Hat hier überhaut jemand schon mal sauber gemacht?
Von weitem sehen die Botogel Selenas Licht. Denn sie schläft nicht ohne helle Sicht. Die Botogel haben die gefüllten Säcke auf dem Rücken, denn sie müssen den Weihnachtsbaum von Selena noch schmücken.
Das erste Botogel springt hinab und machte schon fast zu viel Krach. Der Fabrier, folgt ihm geschwind, wie ein glückliches kleines Kind.
Der Tannenbaum in ihrem Zimmer ist ganz leer, denn Selena war die Arbeit zu schwer.
Doch die Botogel waren zu Dreissig, so halfen sie ganz fleissig.
Rote, blaue, gelbe, lilane, silberne, goldene und grüne Kugeln hüpften aus dem Sack des Fabriers. Schon bald war der Baum überhaupt nicht mehr leer.
Nun schultern die Botogel den Rest ihrer Beutel und platzieren sich an ihren Platz. In Reih und Glied, es geschieht. Der Fabrier springt auf Selenas Bett und macht sich über ihrem Kopf ganz fett.
Er berührt sie sanft, doch schläft sie weiter, was ist sehr schade.
So versucht er es nochmal und es glückt, auch wenn erst nach sehr langem.
Selena schiesst hoch, als fiele sie in ein Loch. Sie sieht sich um und findet die Botogel um sich herum. Sie packt ihr Kissen und wehrt sich gerissen, doch die Botogel weichen nicht zurück, das wäre doch verrückt.
Langsam lässt Selena das Kissen sinken. Die Botogel sind doch schliesslich keine fiesen Finken.
Sie fragt gänzlich getroffen: „Was wollt ihr hier. Es ist Weihnachten, ihr!“ Der Fabrier springt vom Bett hinab und packt sich eines anderen Sack. Er hält Selena ihn hin. „Was ist da wohl drin“, fragt sich Selena und nimmt ihm den Beutel ab und guckt ganz ertapp, doch schliesslich schaut sie hinein und Verwunderung schleicht sich in ihr Gesicht ein.
„Danke“, flüsterst sie voller Freude. In ihrem Gesicht ist gar keine Reude. Jetzt stellen sich die Botogel an, ganz nah beieinand.
Jedes Botogel gibt ihr einen Beutel und bei jedem Sack ist ein Traum verpackt. Es sind die schönsten Wünsche und Träume von ihr, was es ist liegt allein bei dir. Die Nacht geht vorüber und Selena drückt den Fabrier ganz fest und murmelt: „Danke Fabrier, doch das wäre nicht nötig gewesen. Ich wollte doch nur an Weihnachten ein paar gesellschaftliche Wesen. Geschenke habe ich genug, aber Freunde keine.“
Der Fabrier schaut ihr tief in die Augen und da wusste sie: Das Leben braucht reinen Glauben.
Schlechte Gedanken, sind wie finstere Ranken. Sie umzingeln die Seele und es gibt keine Gartenschere. So macht das Leben keinen Sinn, deshalb glaub an dich, denn das ist ein guter Weihnachtssinn.