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Pokemon TCG: Deckbau Guide

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Dieser kleine Guide aus dem BisaBoard wurde von Impergator / Kalec / ShadowGuard erstellt undsoll Anfängern dabei helfen, ein gutes und turniertaugliches Pokémon-Deck zu bauen. Die Beispiele zu den Trainer- und Energiekarten beziehen sich dabei auf das auf vielen Turnieren verwendete Modified-Format, die Grundprinzipien gelten jedoch im Großen und Ganzen auch für andere Decks. In erster Linie wird hier der Aufbau eines durchschnittlichen Decks erklärt - die besonderen Strategien der einzelnen Decktypen variieren zu sehr, als dass sie hier aufgeführt werden könnten. Ebenso gibt es bei erfahreneren Spielern auch unkonventionelle Decks, bei denen die Empfehlungen hier aus bestimmten Gründen nicht voll zutreffen.
Verpflichtende Richtlinien

Jedes Deck muss genau 60 Karten enthalten, nicht mehr und nicht weniger. Jede Karte, abgesehen von den acht verschiedenen Basis-Energien, darf maximal viermal im Deck enthalten sein. Dabei zählt immer der Name der Karte, der oben zu sehen ist. Wenn ihr auf Modified-Turnieren mit eurem Deck spielen möchtet, sind außerdem nur Karten ab Diamond & Pearl und neuer erlaubt.

Verhältnis der verschiedenen Kartentypen

Prinzipiell sollte man etwa 14-18 Energien spielen. Solange man genügend Draw-Supporter (mehr dazu später) im Deck hat, kommt man locker mit dieser Anzahl aus. Etwa 20 Pokémon-Karten wären ein guter Richtwert, das variiert aber von Deck zu Deck. Manche brauchen z. B. 23, manche nur 15. Der Rest sollten Trainerkarten sein, davon sind fast immer mindestens 20 zu empfehlen.

Pokemon-Karten

Die Pokemon bilden logischerweise den Grundstock eines jeden Decks. Überlegt euch, welche Linien ihr spielen möchtet. Die Pokemon sollten nicht nur stark sein, sie sollten auch halbwegs ordentlich zusammenarbeiten können. Wichtig ist, dass ihr nicht zu viele verschiedene Entwicklungslinien spielt, sonst bekommt ihr eure Pokemon nicht schnell genug raus. Wenn man Pokemon der Phase 2 spielt, verwendet man normalerweise Sonderbonbons und spielt z. B. drei Basis, zwei Phase 1 und drei Phase 2, je nachdem wie wichtig die Linie ist auch 2-1-2 oder 4-3-4. In seltenen Fällen kann man auch ohne Sonderbonbons spielen, dann eben sowas wie 3-3-3. Spielt man keine Phase 2, dann nimmt man meist genauso viele Basis wie Entwicklungsstufen einer Pokemonlinie. Um einen guten Start zu gewähren, solltet ihr normalerweise mindestens acht Basis-Pokemon im Deck haben (hierbei gibt es mittlerweile auch Ausnahmen), aber andererseits auch nicht allzu viele. Empfehlenswert sind Pokemon, mit denen man gut ins Spiel kommt und die nicht nur unnötige 10 Schaden am Anfang machen, Attacken wie Familienruf und ähnliches machen sich oft sehr gut für den Start. Einige besonders interessante Pokémon werden später noch vorgestellt.

Trainerkarten

Hier gibt es einiges zu beachten, was Anfänger oft noch nicht wissen. Um schnell seine Pokemon herauszubekommen, sollte man auf jeden Fall 3-4 Lanas Suche spielen. Roxanas Nachforschungen sorgt dafür, dass man rechtzeitig genug Basis-Pokemon auf die Bank bekommt, zwei oder mehr davon im Deck sind sicherlich nicht falsch. Wie oben erwähnt sind in einem Deck mit mehreren Phase-2-Linien fast immer 3-4 Sonderbonbons angebracht. Ebenfalls wichtig ist genügend Draw-Power, d. H. Unterstützer, mit denen man Karten ziehen kann. Beispiele dafür wären Professor Eichs Besuch, Beates Ziehung und Buck's Training. Dazu kommen Karten, die eine komplett neue Hand geben, die beste und beliebteste ist hier wohl mittlerweile Cynthia's Feelings, aber auch Karten wie Professor Eibe werden ab und zu gerne gespielt. Insgesamt sollte man darauf achten, dass man je nach Deck schon etwa 3-7 Karten drin hat, mit denen man seine Hand aufbessern kann. Ein bis zwei Tausch oder Wurmloch sind in Decks mit vielen Rückzugskosten ebenfalls oft nicht schlecht, zumal helfen sie auch gut gegen Statusveränderungen, was diese Saison noch wichtiger geworden ist als vorher. Ansonsten sollte man je nach Deck weitere passende Trainerkarten aussuchen. Sowas wie Energiewiederherstellung oder Pokémon Nachtcenter macht übrigens in den wenigsten Fällen Sinn.

Energiekarten

Wie schon gesagt, sollte man davon nicht zuviele Spielen. Den Grundstock bilden logischerweise Basis-Energien der im Deck vorkommenden Pokemon-Typen, aber man sollte auch auf Spezial-Energien achten. Finsternis- und Metall-Energie sind mit ihren Boni natürlich in entsprechenden Decks sehr gut, man darf aber nur vier davon mit Sondereffekt spielen. Eine oder zwei Multi-Energien sind manchmal recht nützlich, um auch Pokémon angreifen zu lassen, die nicht dem normalen Decktyp entsprechen. Besondere Aufmerksamkeit hat aber die recht neue Ruf-Energie verdient - sie verbessert den Start erheblich und sollte in fast allen Decks gespielt werden, nur in solchen nicht, die keine Spezial-Energien gebrauchen können oder die mit farbloser Energie absolut nichts anfangen können.

Zusatztipp - Interessante Pokémon des aktuellen Formats

Eines der herausragendsten Pokémon ist derzeit Lepumentas aus Epische Begegnungen - es hat zwar keinen besonders guten Angriff, dafür eine Power, die jede Runde zu neuen Handkarten verhilft. Da es im Spiel sehr wichtig ist, ständig nachziehen zu können, findet sich Lepumentas in sehr vielen Decks und ist auf jeden Fall auch für Anfänger empfehlenswert. Es sollte so früh wie möglich aufgebaut werden, da es den weiteren Aufbau des Decks ab diesem Moment erheblich beschleunigt.

Interessant ist auch Tobutz aus dem Set Legends Awakened - wird es ausgespielt, erlaubt es euch, alle Preise anzusehen, eines der Pokémon dort auf die Hand zu nehmen und stattdessen eine beliebige andere Handkarte zu den Preisen zu legen. Auf diese Weise ist es sehr nützlich, wenn eines eurer wichtigen Pokémon - zum Beispiel ein Lv.X, dass nur einmal im Deck ist - sich mal unter den Preisen befindet.

Dank der Ruf-Energie inzwischen weniger bedeutend, aber trotzdem noch erwähnenswert, sind Starter - Pokémon, die man ganz am Anfang einsetzt, um sein Feld besser aufzubauen. Hier gibt es eine ganze Reihe verschiedener Pokémon zur Auswahl. Pachirisu aus Epische Begegnungen kann drei Basis-Pokémon auf die Bank rufen, Phione aus Majestätischer Morgen sucht mit seinem Angriff eine Entwicklung für eines der eigenen Pokémon aus dem Deck. Plaudagei, auch aus Majestätischer Morgen, kann ohne Energiekosten für eine komplett neue Hand sorgen und hat zudem noch kostenlosen Rückzug. Jirachi aus Legends Awakened braucht ebenfalls keine Energie und legt eine beliebige Karte aus dem eigenen Deck ganz nach oben. Es gibt noch zahlreiche andere gute Starter, welchen ihr davon bevorzugt, hängt von euch und von eurem Deck ab.

Deckrating

Wenn ihr euer Deck verbessert haben wollt, schreibt bei den Pokemon-Karten auf jeden Fall das Set dazu, und falls es in dem Set mehrere gleiche Pokemon geben sollte auch die Nummer. Das hilft ungemein, um zu erkennen um welches Pokemon es sich eigentlich handelt. Bei Trainer- und Energiekarten braucht kein Set angegeben zu werden. Trennt eure Karten übersichtlich nach Pokemon, Trainern und Energien, und schreibt am besten auch die zusammengehörenden Entwicklungslinien bei den Pokemon untereinander. Eine Erklärung der beabsichtigten Strategie unter der Deckliste wäre ebenfalls nicht schlecht.