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Schiggy war der König der Seeschauminsel, einer Insel in Kanto. Er lebte dort mit Endivie, seiner Frau und Chelast, seinem Sohn. Er kämpfte lange im Krieg von Hoenn. Er sah seine Insel und seine Familie lange nicht. Doch nach dem Krieg, als ihn Endivie und Chelast sehnsüchtig erwarteten, kam er nicht nach Hause, weil er aus Versehen Kyogre, den Gott des Wassers, beleidigte. Deshalb hinderte Kyogre Schiggy daran, mit dem Schiff nach Hause zu kommen. Auf seiner Irrfahrt durch das Meer erlebten Schiggy und seine Gefährten viele Abenteuer.
Eines Tages kam Schiggy auf die Insel des Rayquaza. Er sagte zu seinen Gefährten: „Bleibt auf dem Schiff! Ich erkunde die Insel.“ Immer weiter wagte sich Schiggy vor. Als er bei einem Windtempel angelangt war, kam heftiger Wind auf und ein riesiges Pokemon kam vom Himmel herab. Es sprach: „Ich bin Rayquaza, Herr der Winde. Wer es wagt meine Insel zu betreten, soll meine ganze Wut zu spüren bekommen!“ Es war ein heftiger Kampf, er schien endlos, doch mit allerletzter Kraft siegte Schiggy. Rayquaza konnte es nicht glauben und gestand: „Du bist wirklich sehr stark. Hier ist ein kleines Geschenk für deinen Sieg. In diesem Ledersack befinden sich gefährliche Winde. Sie treiben dein Schiff zur Seeschauminsel, solange du ihn nur einen Spalt öffnest, verstanden?!“ Schiggy nickte. Als er wieder zu seinem Schiff kam, sagte er zu seinen Gefährten: „Ihr dürft diesen Sack nicht aufmachen!“ Doch seine Begleiter dachten nicht daran, weil: „Da ist sicher ein Schatz drinnen und er will ihn nur für sich alleine!“ Als die Seeschauminsel schon in Sicht war und Schiggy fest schlief, öffneten die anderen Pokemon den Sack und schwupp-ein Sturm begann zu wüten, weil die Winde in dem Sack in alle Richtungen davonflogen. Leider hatte niemand etwas davon, weil das Schiff schon wieder Meilenweit von der Seeschauminsel entfernt war.
Nachdem Schiggy heftig mit seinen Begleitern geschimpft hatte, weil diese ja den Sack geöffnet hatten, fuhren sie auf dem Meer herum, bis sie zu einer Insel kamen. Ihnen war das Essen ausgegangen du sie hatten schrecklichen Hunger. Aber auf dieser Insel gab es so viele Miltank, dass Bisasam, einer der Gefährten, sagte: „Diese Miltank sehen so lecker und saftig aus! Eines könnten wir doch essen, während Schiggy schläft!“ Darauf sagte Flemmli: „Der Besitzer und Schiggy werden wohl nichts dagegen haben!“ Gesagt, getan: Alle Pokemon, die mit Schiggy reisten, holten sich jeder ein Miltank und gemeinsam kochten sie diese. Nachdem Schiggy aufgewacht war, beschwerte er sich erneut bei seinen Begleitern. „Wisst ihr zufällig, wem diese Miltank gehören?! Nein? Ich auch nicht! Das ist Sachbeschädigung! Der Besitzer wird sich darüber heftig aufregen!“ Plötzlich wurde es sehr hell und eine Stimme drang hervor: „Wer hat meine Miltank gegessen?!“ Nachdem das Licht wieder normal geworden war, stand auf einmal der Sonnengott Groudon vor ihnen. Er sagte: „Hmpf. Wegen euch musste ich Kyogre bei unserem wöchentlichen Kampf den Titel ‚STÄRKSTES POKEMON DER WOCHE’ überlassen. Du musst Schiggy sein. Kyogre hat mir schon von dir erzählt, bevor unser Kampf begann. Er hat gesagt, dass ich dich nicht gehen lassen sollte und dass du sehr schlau bist und angeblich die Idee mit dem hölzernen Gallopa hattest.“ Doch Schiggy hatte einen Plan und schlug Groudon vor: „Wenn du mich gehen lässt, dann wird Kyogre vielleicht so wütend, dass er dich wieder zum Kampf herausfordert! Und wir wissen alle, dass du stärker als Kyogre bist. Also dann kannst du es ihm so richtig zeigen!“ Also ließ Groudon Schiggy und seine Gefährten laufen. Als sie ausgelaufen waren, hörten die Pokemon hinter ihnen ein plätschern und es wurden wilde Kampfschreie ausgestoßen. „Groudon und Kyogre kämpfen wohl. Also ist jetzt wieder alles im Lot und alle sind zufrieden“, sagte Schiggy grinsend.
Eines schönen Tages, als die Sonne so warm strahlte wie noch nie (Groudon hatte wohl den Kampf gewonnen und schien sehr glücklich zu sein), schrie Pikachu: „Land in Sicht!“ Schiggy war froh, mal wieder Land zu sehen, aber ihm war trotzdem etwas mulmig zumute. „Was ist, wenn es hier mal wieder gefährlich ist?“, dachte er. Deshalb schickte er Impergator vor. Als dieser nach ein paar Minuten wieder angeschwommen kam, berichtete er: „Alles im Lot, Boss!“ Also steuerten die Pokemon das Schiff auf die Insel zu. Die Insel war schön und wahrscheinlich auch nicht gerade groß. Alle außer Schiggy wollten die Insel erkunden. Schließlich kamen die Gefährten zu einem See, der die Form eines Mondes hatte. Plötzlich kamen aus allen Himmelsrichtungen schwarze Kugeln geschossen und die Pokemon, die getroffen wurden, schliefen ein. Nur Impergator und Pikachu konnten fliehen. Sie bekamen gerade noch mit, wie Darkrai aus dem Gebüsch kam. Dann liefen die beiden zu Schiggy. Schiggy wusste, was zu tun war: Er musste seine Freunde befreien. Doch kurz bevor Impergator, Pikachu und Schiggy am See angelangt waren, stießen sie auf Cresselia. Es sagte:
„Darkrai ist ein sehr mächtiges Pokemon und meine Psycho-Attacken helfen nicht weiter. Es gibt nur eines, was ich dir geben kann!“ Schiggy und die anderen zwei wachen Pokemon bekamen so viele Maronbeeren, wie sie nur tragen konnten. „Diese Beeren wecken euch wieder auf, wenn ihr sie esst. Es wirkt auch, wenn ihr sie vorher verschlingt. Und jetzt geht!“
Dann verschwand Cresselia und auch Impergator und Pikachu machten sich auf den Weg zum Schiff. „Viel Glück, Schiggy!“, riefen sie. Jetzt war er auf sich allein gestellt. Er betrat das Areal und Darkrai sagte: „Gute Nacht, Schiggy. Hahahaha!“ Der Kampf begann. Schiggy wurde einmal eingeschläfert, doch dank der Beere wachte er wieder auf. Dann stopfte er sich sofort eine neue Beere in den Mund. Ab diesem Zeitpunkt setzte Darkrai keine Einschlaf-Attacke mehr ein. Der Kampf war heftig, aber ausgeglichen. Plötzlich setzte Darkrai aber einen sehr starken Spukball ein, welcher Schiggy zu Boden brachte. „Jetzt ist es aus, Herr Möchtegern!! HAHAHAHA!!!!!“ Darkrai setzte zum finalen Stoß an, hörte aber sofort auf.
„Was ist denn hier los?!“, wunderte sich Darkrai. Schiggy fing an zu leuchten, wurde größer und veränderte seine Gestalt. Schiggy war nun ein Schillok! Durch diese unerwartete Entwicklung war Schiggy, ich meine Schillok, sofort wieder auf den Beinen und konnte Darkrai schließlich besiegen. Dann hörte er zwei ihm vertraute Stimmen. „Sehr toller Kampf, Schillok!“, riefen Pikachu und Impergator, die den Kampf doch noch miterlebt hatten. Gemeinsam verteilten die drei alle Maronbeeren, die sie hatten an die schlafenden Pokemon. Alle waren sehr erstaunt, dass ihr Boss nun ein Schillok war. „Wir haben jetzt keine Zeit zum Plaudern! Wir müssen diese Insel verlassen, bevor Darkrai wieder zu sich kommt!“, sagte Schillok drängelnd. Die Pokemon beeilten sich, um schnell auf das Schiff zu kommen. Damit wäre ein weiteres Abenteuer gemeistert.
„Seeschauminsel in Sicht!!!“ Der lang ersehnte Satz. Endlich war Schillok zu Hause, aber es sollte noch die eine oder andere Überraschung auf ihn warten. Das Schiff dockte an. Plötzlich begann es Sintflutartig zu Regnen. „Kyogre, zeig dich!“, forderte Schillok, der sofort wusste, dass es sich um Kyogre handelte. „Bevor du endgültig zu Hause bleiben darfst, musst du erst gegen mich gewinnen. Du darfst sogar andere Pokemon zur Hilfe nehmen, aber nur aus deiner Familie. Du hast eine Stunde zur Vorbereitung. Der Kampf wird unter diesem heftigen Regen stattfinden.“ Damit verschwand Kyogre. Schillok eilte in sein Haus. „Ich bin wieder zu Hause! Meganie?! Chelterrar?!“ „Du bist wieder da, Schillok!!! Und was uns angeht: Wir hatten eben viel Freizeit“, sagte Meganie. Auch Chelterrar freute sich: „Papi!!“ „In einer halben Stunde müssen wir gegen Kyogre kämpfen. Wir müssen uns eine Strategie überlegen!“, erklärte Schillok.
Nun war der Zeitpunkt gekommen. Kyogre erwartete die drei bereits. „Ihr mögt zwar mehr sein, aber ihr werdet nicht gewinnen können, weil mein Zorn mich stärker macht. Es geht LOS!“, schrie Kyogre. Der sintflutartige Regen setzte ein und alles wurde nass. Kyogre startete mit einer kräftigen Hydropumpe, welche alle drei zu Boden warf. Plötzlich rannte Schillok hinter Kyogre und schrie: „Du wirst mich nie erwischen!“ Währenddessen luden Meganie und Chelterrar ihren Solarstrahl auf. Dann wurde Schillok aber von einem Eisstrahl eingefroren und Kyogre drehte sich zu den beiden Pflanzen-Pokemon, wurde aber sofort von zwei heftigen Solarstrahlen getroffen. Schillok, der inzwischen wieder aufgetaut war, griff Kyogre mit einer Schädelwumme an. Als Kyogre zu einer funktionierenden Eiseskälte griff, stürzte sich Schillok vor die anderen Familienmitglieder und beschützte alle mit einem Schutzschild. Meganie reagierte sofort mit Konter und besiegte damit Kyogre.
Als dieser nach ein paar Minuten wieder aufgewacht war, sagte er: „Ihr habt mir bewiesen, wie stark ihr und euer Wille seid. Daher darf Schillok wieder hier wohnen. Deine Strafe war nun genug. Ihr werdet mich wahrscheinlich nie mehr wieder sehen, da mein Zorn verflogen ist. Auf Wiedersehen!“ Nachdem Kyogre weg war und der Regen aufgehört hatte feierten alle ein großes Fest und Schillok schwor, dass er nie wieder ein legendäres Pokemon beschimpfte. Aber Schillok, Meganie und Chelterrar waren einfach froh, wieder beisammen zu sein.
ENDE