Audienz eines Einzelnen
Geschrieben von: ChewwinggumXD
Vorwort:
Hallo meine Leser, Leserinnen mein Name ist ChewwinggumXD. Immer noch... und das wird auch erstmal so bleiben. Hoffe ich. Vielleicht kennt mich ja der ein oder andere als Sumpi 95 aus dem Forum. Oder halt von FF.de aber das ist nun Wurst.
Ihr könnt mich immer unter chewwinggumxd@googlemail.com erreichen. Ich würde mich über Kritik, positive als auch negative, freuen.
WARNUNG: Die Story kann vielleicht ein paar Stellen enthalten die nicht ganz für Jugendliche geeignet sind. Wer also sensibel auf Gewalt, Blut und Fluchen reagiert, sollte lieber seine Finger von der Story lassen. Diese Story hat leichte Andeutungen von anderen, Pokémon unverknüpften, Elementen. Es ist nicht notwendig darüber informiert zusein, sie dienen nur um der Story mehr Tiefe zu geben.
Genres: Humor, Action, Drama, Abenteuer (evtl. Horror) und auf Wunsch/Anregungen Romantik. Bin ja auch nur ein Mensch :P
Idee: Chew in seinen jungen Jahren :D
Autor: Chew in seinen jungen Jahren / Generalüberholt
An: Bisafans.de Fanstorys
Kapitel 1 - Welcome to my Life
Der zwölfte Geburtstag ist ein entscheidender Tag für alle Kinder in Sinnoh. An ihrem zwölftem Geburtstag erhalten sie ein Pokémon. Ihr Pokémon. Ein Pokémon das sie respektieren, so wie es sie respektieren wird. Alle in dieser Welt wollen mit Pokémon zusammenarbeiten. Sie wollen Trainer, Züchter, Koordinator und Pokémon-Champion werden. Jedoch erreichen nicht viele anersehene Posten.
Pokémon sind Freunde so hat es man uns gelehrt. Doch ich frage mich. Warum gibt es Team Rocket, Team Magma und Aqua und schließlich noch Team Galaktik. Sie behandelten die Pokémon schlecht und wollten sich Macht aneignen. Ein solch närrisches Verhalten sollte bestraft werden. Solche Leute durfte es nicht geben. Jedoch war ich selbst nich auf das vorbereitet, was mit mir geschehen sollte.
Wie gesagt. Eigentlich fängt jeder mit zwölf seine Reise an. Ein Augenblick Glück, Trauer und die Hoffnung auf eine gute Zukunft. Das sind die Gefühle die jeder hat. Ihr erstes Pokémon, ihr Pokédex und die Pokébälle. Ein Gefühl der Unabhängigkeit durchströmt einen. Eigentlich ist das so. Nur leider gehöre ich nicht zur Mehrheit.
Ich war zwölf. Hatte kein Pokémon, keinen Pokédex und würde nie Pokébälle haben. Das Leben hatte mir wieder die Zitrone gegeben. Oder den sauren Apfel. Nimm einfach das, was du lieber magst. Tatsache ist, das ich mit 14 immer noch bei meinen Eltern festsitze.
Du fragst nach meinen Namen? Ich bin Akio. Ein Junge eingeschlossen in einem Landhaus, irgendwo im nirgendwo. Warum fragst du? Nunja. Ich bin ein Adoptivkind für das man zu wenig Zeit hat. Und ich sitze hier in diesem Haus, seitdem ich denken kann. Ich hatte mich oft gefragt warum meine 'Eltern' mir kein Pokémon gaben. Ich hatte sie oft gefragt doch sie sagten immer so etwas wie: "Du verletzt dich nur" oder "Wir wollen nicht das du krank wirst, weil du im Dreck spielst."
Ich fand diese Aussagen mehr als merkwürdig. Ich saß in meinem Zimmer und schaute fern. Es lief Naruto. Das war meine absolute Lieblingssendung. Sie war lustig und ernst zugleich. War spannend , traurig und beeindruckend. Einfach unglaublich.
Ich nahm mir also das Beispiel meiner Lieblingsninjas und untersuchte die 'Kehrseite der Kehrseite'.
Bald war alles klar. Die Fakten lagen vor mir auf einem Zettel verewigt.
Ich durfte nicht raus in die Welt, weil ich nicht mt Pokémon kommunizieren sollte. Das hatte Professor Winter gesagt. Ich lächelte müde. Morgen würde ich es ihnen zeigen. Sollte irgendwer mein Zimmer betreten, so wäre alles was noch von mir da wäre, ein unordentliches Zimmer.
Nachts war es dann soweit. Ich öffnete meine Fenster, stieg mit meinem Rucksack auf dem Rücken auf die Bank und zog mich hoch. "Wow. Tagsüber, scheint das nicht so hoch zu sein" murmelte ich.
Den Boden konnte ich nicht erkennen. Nur die feinen Konturen von einzelnen Büschen oder hohen Gräsern konnte ich ausmachen. Sollte ich falsch landen oder zu viel Aufmersamkeit erregen, wäre alles aus. Ich würde den Rest meines Lebens hinter einer Mauer aus undurchdringlichem Beton verbringen. Ohne Fenster. Ohne Soziale Kontakte.
Ich sprang. Mein Flug, eher Sturz, war relativ kurz. Doch er hatte es in sich. Ich landete auf meinen Füßen. Man, ich bereute dies schnell. Ein fieser Schmerz glitt durch meine Sprunggelenke. Ich lies ein paar Schimpfwörter meiner Wahl in die Welt. Warum musste die Realität so höllisch schmerzen? In Naruto wurden Leute kopfüber in den Boden gerammt und überlebten.
Aber jetzt wo ich so drüber nachdachte war mir eins klar: Ich war draußen, Ich war frei.
Mit einem Grinsen, das über beide Ohren ging, rannte ich quer durch den Vorgarten. Meine braunen Haare wehten im Wind. Es war unbeschreiblich. Das Gefühl der Freiheit war unbeschreiblich.
Während ich vor mich hinlümmelte, ließ mich das Glück wieder im Stich. Ich trat auf eine Schnur. Ein fataler Fehler. Meine imaginären Ninja-Instinkte übernahmen den Teil in meinem Gehirn der mit 'logisch Denken' beschrieben wurde. Das miefte gerade nach Falle. Es dauerte auch keine drei Sekunden bis der Einbrecheralarm losging. Meine Chancen auf Freiheit lösten sich gerade auf. Wenn die Polizei kam war es zu spät für mich. Also tat ich das, was mir am logsichten erschien: Rennen.
Ich rannte also schnurstraks auf den Wald zu. Ich hechelte schon nach hundert Metern. Kondition ist dir ein Fremdwort, wenn du die meiste Zeit deines Lebens in einem Zimmer hockst. "Scheiße!" rief ich laut und versuchte noch schneller zu rennen. Ich hörte schon den Polizeiwagen. "Schneller, Schneller, Schneller!" sagte ich und wollte noch schneller rennen. Da! Ich sah schon den Waldrand, als plötzlich der Wagen anhielt und lauter Fukanos rausgesprungen kam.
Ich hechtete noch so eben in das Gebüsch. Doch auch diese Aktion bereute ich. Da es dunkel war wusste ich nicht wohin ich gesprungen bin. Ich landete, so wie das Glück mich nun mal mag, in einem Dornbusch.
Das Blut tropfte von mir runter. Es lief aus den kleinen Löchern in meiner Haut. Ich wollte Schreien. Machte den Mund auf und hörte das Bellen eines Fukanos. Ich hörte ihre Pfoten auf dem Boden traben. Mein Überlebensinstinkt trat ein. Ich rappelte mich vom Boden auf und sprintete erneut los. Ich wusste das mein Blut die Fukanos zu mich führen würde, also musste ich eine falsche Fährte legen.
Irgendwann hörte ich das Bellen der Fukanos nicht mehr. Ich wusste aber, das sie kommen würden.
Ich zog also mein Hemd aus. Und legte es unter einen Baum auf einer Lichtung. Das würde die Fukanos aufhalten, dachte ich. Sie hatten ja meinen Geruch.
Doch in diesem Moment stutzte ich. Sie hatten den Geruch meines Blutes!
Das war viel schlimmer. Sie würden das Hemd nicht suchen. Und mich solange verfolgen bis ich diesen metallischen Geruch loswerden würde. Ich packte einen Entschluss. Ich würde frei sein. Ich muss frei sein. Ich nahm mir mein Messer. Und Stach zu. Das rote Lebenselixir tropfte in großen Mengen von meiner Hand. Ich stöhnte unter den Schmerzen. Ich hatte mir das Messer durch die Hand gerammt.
Und ich sage euch. Es war schmerzhaft. Aber es tat seinen Zweck. Das Blut besudelte das Hemd rot. Es roch fürchterlich. Ich grinste vor mich hin. Langsam entfernte ich das Messer aus meiner Hand. Ich zuckte ein paar mal. Dann nahm ich mir ein Stück Stoff und verband die Wunde.
Danach rannte ich erneut los. Mit einer pochenden Hand und ohne Hemd.
Die Fukanos hörte ich wieder. Ich hoffte das sie auf die Falle reinfallen würden. Selbst wenn sie das täten. Sie würden kommen. Ich brauchte also etwas um den Geruch los zu werden. So etwas wie Regen oder einen See.
Das Pochen in meinen Ohren wurde lauter. Ich wusste nicht wo ich war, oder wohin ich musste. Doch wusste ich, das ich von den Fukanos weg musste. Ich lief eine Ewigkeit, bevor ich endlich an einem See ankam. Ausnahmsweise schienen die Götter mich zu erhören.
Mit einem lauten Platsch sprang ich ins Wasser. Ich schrubbte mir über den ganzen Körper, während sich das Wasser um mich herum rot färbte. Nachdem ich mich gesäubert hatte schwamm ich quer durch den See. Meine Kleidung und mein Rucksack waren klitschnass, ich hatte mir wahrscheinlich eine Erkältung eingefangen, aber das war es mir wert. 'Scheiße am Stock ist auch eine Blume' dachte ich mir.
An der Hälfte des Sees angekommen, drehte ich mich im Schwimmen um. Nur um zu sehen, das die Polizistin Rocky, die Fukanos im Schlepptau, gerade aus dem Wald zum See kam. Ich tauchte in letzter Sekunde unter. Ich bräuchte jetzt ganz schnell eine Idee. Luft hat ein Mensch nicht ewig. Und um nachzudenken braucht man Zeit. Ich wusste das an der kleinen Insel in der Mitte des Sees Schilf wuchs. Also schwamm ich dort hin um mir ein Schilfrohr abzuknicken.
Dort angekommen merkte ich erst wie wenig Sauerstoff nur noch in meinen Lungen war. Ich musste auftauchen. Aber ich durfte nicht. Ich brauchte dieses Schilfrohr. Ich zappelte an dem Schilf rum. Mein Kopf fühlte sich taub an. Mir war unklar ob ich diese Aktion überleben würde, oder nicht. Irgendwann gab das Schilfrohr nach und entschied sich, meinem Willen nachzugeben. Ich konnte gar nich schnell genug das Rohr an beiden Seiten abknicken.
Meine Sicht verschwamm. Mir wurde speiübel. Ich stopfte mir das Rohr zwischen die Lippen und hielt die andere Öffnung über Wasser.
Ich atmete so gut es ging aus. Danach lies ich neuen Sauerstoff in meine Lungen. Mein Herzschlag beruhigte sich wieder. Die Sicht wurde wieder klar. Eine Last wurde von mir genommen.
Ich verharrte eine gewisse Zeit im Wasser. Ich weiß nicht wie Lange. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit. Ich schaute auf meine Armbanduhr. Sie bewegte sich keinen Zentimeter. 'So ein Mist aber auch' fluchte ich in Gedanken. Ich wusste, dass ich bald auftauchen müsste. Das Wasser um mich herum war kalt. Es war schließlich noch kein Sommer. Um genau zu sein war es April. Die Zeit in der das Wasser noch eiskalt war. Mir war auch kalt. Ich fühlte meine Zehen nicht mehr.
Also tat ich das was man so lernt. Ich strampelte ein bisschen im Wasser herum. Es fühlte sich dennoch verdammt kalt an. 'Gehen hier die Firnontor baden oder was?' scherzte ich gedanklich. Es war eine bedrückte Stimmung in diesem See. Ich hatte in der Zeit, die ich hier verbracht hatte nicht ein Pokémon gesehen. Vielleicht trieb hier ein Garados sein Unwesen. Mir lief es kalt dem Rücken runter. Wenn ich mich jetzt umdrehe, schwimmt wahrscheinlich ein Garados hinter mir.
Ich drehte mich langsam um und...
...gar nichts. Gähnende Leere um mich herum. 'Genial. Entweder bin ich wahnsinnig oder ich bin in einem schlecht gedrehtem Horrorfilm gelandet'.
Da ich nicht als wahnsinnig gelten wollte, began ich herumzutauchen, um das Filmmonster zu suchen. Vielleicht war ich wirklich wahnsinnig. Aber die Tatsache das ich kein Pokémon oder Ähnliches fand, beunruhigte mich.
Nach einer weiteren Ewigkeit tauchte ich einmal auf. Nur meine Augen waren über dem Wasser. Ich lugte am Rand entlang und fand nirgendwo die Fukanos oder die Polizei. Die Gefahr war fürs erste gebannt. Nachdem ich die Umgebung untersucht hatte wusste ich, woher ich kam und wohin ich gehen musste. Ich schwamm zu einer flachen Randstelle und zog mich dort aus diesem unbelebten See heraus. Ich taumelte noch etwas und blickte zurück zum See. Erst jetzt vielen mir die vielen Walraisa, Seejong und Seemops' auf. Oh! Welch Ironie.
- Ende -