Shining Star
Geschrieben von: Jelena Wendt
Kapitel 1 - Die grosse Überraschung
Es war Nacht und ich konnte es nicht fertigbringen,einzuschlafen. Kennt ihr denn nicht auch das Gefühl,das man am Tag vor einem ganz besonderen hat?
Genau dieses Gefühl hatte ich: Am nächsten Tag war mein 12. Geburtstag! Das Großartige daran war,dass die Entwicklungsrate bei Pichus in diesem Alter am höchsten ist.
Jedoch musste man dazu jemanden beschützen,jemand der einem sehr am Herzen liegt.(...)
Das war wohl auch der Grund,warum jedes Pikachu damit prahlte.
Am nächsten Tag wachte ich extrem früh auf. Leise schlich ich zu unserem "Hauptraum",wo ich eine wunderbare Überraschung von meiner Mutter erwartete.
Unser ´Haus` besteht aus drei Rämen.Meinem Raum,dem meiner Mutter und dem Hauptraum. Jedoch,anstatt einer Überraschung war der Raum leer.
Wo war denn meine Mutter? In ihren Raum war sie ebenfalls nicht. Es zog mich irgendwie nach draußen. Tatsächlich war dort jemand. Mum stand dort.
Jedoch nicht alleine.Ein Rettan und ein Smogon waren bei ihr und unterhielten sich mit ihr.
Sie waren nicht leicht zu verstehen,jedoch konnte ich folgendes verstehen:
-Aber warum nur!Warum sollte ich das machen?
-Das ist doch ganz klar!Wir zwingen dich dazu!
-Nein!Ich werde euch Shina niemals geben!
-Du weist, dass du keine andere Wahl hast.Gib sie uns freiwillig.
-NIEMALS!
Mir stockte der Atem und ohne nachzudenken schrie ich: "Mum!" Ich rannte auf sie zu und sah die beiden anderen Pokémon mit einem wütendem Blick an.
Sie schienen jedoch nicht sonderlich beeindruckt davon.Stattdessen grinsten sie und zerrtenmich mit ihnen mit. Nicht einmal verabschieden konnte ich mich von meiner Mutter.
Ich war so wütend und traurig zugleich,dass ich garnicht mehr aufpasste wo ich hingebracht wurde.
Später,als wir immernoch unterwegs waren, war ich ein wenig beruhigter. Ruhig genug, um die beiden abzufragen.
"Warum habt ihr mich genommen?Was ist so besonders an mir?", fragte ich verdutzt.
"Wir brauchen mehr Mitglieder und da ist eben jeder gefragt", war die Antwort von Rettan.
"Wer glaubt ihr denn wer ihr seid!?",entgegnete ich ihnen.
"Wer wir sind?Das fragst du noch! Wir sind Team Rocket!", lachten die beiden Pokémon.
Wir kamen an einem großen Gebäude an. Durch einen ziemlich kleinen Eingang mussten wir durch.
Letztendlich kamen wir in einem Zimmer an, das wir nach dem Laufen durch einen langen Gang erreichten. Es waren drei Strohbetten im Zimmer zu sehen.
Eines war wohl für mich gedacht, doch für wen waren die anderen beiden?
"Hier bleibst du jetzt bis du gerufen wirst. Deine Zimmergenossen kommen noch", befahl das Rettan.
Kapitel 2 - Ungewöhnliche Freunde
Es war schon irgendwie einsam. Ganz alleine in diesem Raum.
Plötzlich hörte ich Schritte vom Flur.
Die Tür ging auf und dort waren Rettan und Smogon mit einem Feurigel. Sie schubsten es ins Zimmer und sagten: "Wir holen nur schnell euren letzten Mitbewohner."
Sie waren wirklich sehr schnell,denn als ich Feurigel gerade ansprechen wollte,kamen sie wieder,jedoch mit einem Pokémon, das ich noch nie gesehen habe.
Auch dieses Pokémon schubsten sie in unser Zimmer und diesmal sagten sie: "Geht in den Saal wenn ihr gerufen werdet!"
Erst herrschte Totenstille in dem Zimmer, dann begann das Feurigel zu sprechen: "Also...Ich heiße Lou.Und ihr?"
"Ähm...Ich bin Shina", antwortete ich.
Wir beide schauten auf das unbekannte Pokémon.
"Und...Wer oder was bist du?", fragte Lou zweifelnd.
Das Pokémon sagte ziemlich gereizt: "Etwas freundlicher hätte ich es mir hier schon vorgestellt.Jedenfalls heiße ich Zora und bin ein Zorua."
"Man muss ja nicht gleich so überreagieren", sagte Lou.
Ich reagierte gar nicht auf die Antwort von Lou und fragte:
"Woher kommst du denn? So ein Pokémon wie dich habe ich hier noch nie gesehen."
"Kein Wunder.Ich komme auch nicht von hier.Und ich sag auch nicht woher ich komme.Das geht euch auch gar nichts an", war die großartige Antwort.
"Oh Mann,wie arrogant!", antwortete ich.
Plötzlich ertönte eine Stimme die sagte: "Tüüt-Bitte alle zum Saal gehen!-Tüüt"
Also beendeten wir das Gespräch und machten uns auf den Weg zum Saal.
Kapitel 3 - Treffen mit den anderen "Gefangenen"
Ich hörte darauf, was Rettan mir vorher gesagt hatte und ging in den genannten Saal.
Zora und Lou gingen mit mir. Ich hasste es, diesem fiesen Team Rocket oder wie auch immer sie sich nannten zu gehorchen, aber hier in dem Raum zu bleiben wäre auch nicht besser gewesen.
Im Saal waren sehr viele Pokémon von den unterschiedlichsten Arten. Sie alle schauten uns irgendwie mitleidig an, als ob uns etwas schreckliches zugestoßen wäre.
Da hatten sie eigentlich nicht ganz Unrecht, denn schön war es sicher nicht, was uns passiert ist: Wir waren bei Team Rocket!
"Ihr seid zu spät!Also verschwendet nicht noch mehr Zeit!Stellt euch auf!", befahl uns Rettan, "Los, los!Jetzt beeilt euch doch mal! Der Boss kommt gleich!"
Wir stellten uns irgendwo bei den ganzen Pokémon, die in einer langen Reihe standen, hin.
Kaum stand ich still, kam ein Snobilikat langsam den Gang entlanggeschlichen, stellte sich vor die Reihe und begann mit seiner Rede:
"Also Pokémon. Wir haben euch hergeholt, weil Team Rocket mehr Pokémon benötigt. Ihr werdet hier alle getestet, um am Ende ausgewählt zu werden, Seite an Seite mit den Menschen von Team Rocket zu kämpfen.
Ich, das Pokémon des Bosses von Team Rocket,werde alles leiten."
Snobilikat machte sich dann wieder seines Weges.
Kaum fingen wir an, miteinander zu sprechen, gingen Smogon und Rettan auch weg, wobei Rettan noch vorher sagte: "He, he, he. Da wünsche ich euch mal viel Glück."
Plötzlich hörte ich ein lautes Krachen und im Rauch, der nun den ganzen Saal füllte, waren schwer erkennbar 3 Gestalten zu sehen.
Kapitel 4 - Das Schattenfeuer
Als der Rauch verflogen war, waren drei Hundemon zu sehen, die einen ziemlich starken Eindruck machten.
Das mittlere hatte eine Narbe über dem linken Auge und schaute mit einem Prüfenden Blick durch die Reihe.
"Ähh...wollen die etwa damit sagen, dass das unsere Prüfung ist?", wollte das Rattfratz neben mir wissen.
Mit einer erstaunlich hohen Geschwindigkeit rannt es davon, und so taten es auch die meisten anderen Pokémon.
Ich trat mit einem Bein vorsichtig zurück und plötzlich rief das Hundemon in der Mitte:
"Weglaufen bringt nichts! Mir könnt ihr so wie so nicht entkommen!"
Es, oder wie es an der Stimme zu merken war: er spuckte eine recht dunkle, nahezu schwarze, große Flamme, die er so gut kontrollierte, dass sie genau die traf, die wegrannten.
Sie waren alle mit einem Schlag besiegt.
Das hat mich genug erschreckt, sodass ich mich nicht mehr von der Stelle bewegte.
Als ich mich vorsichtig umschaute, bemerkte ich, dass Lou, Zora und ich die einzigsten Pokémon waren, die ihnen noch gegenüber standen.
Auch wenn wir jetzt drei gegen drei waren, sie waren uns, was die Stärke anging, immernoch überlegen.
Unerwartet kam ein Mauzi vom Flur, das mir schon vorher neben dem Snobilikat aufgefallen war, und rief: "So, seid ihr bereit für eure Prüfung?"
Gereizt lief ich auf es zu und schimpfte: "Wie könnt ihr uns denn so eine gefärliche Prüfung geben?"
"Also...wenn du meinst, dass ein Hindernisparcours gefährlich ist. Das finde ich jetzt eigentlich nicht so. Aber", antwortete Mauzi.
"Hindernisparcours? Aber was ist mit den Hundemon?", fragte ich verdutzt. "Hundemon?"
Mauzi schaute an mir vorbei und rief: "Oh nein! Houndu greift wieder an! Das muss ich sofort dem Boss berichten.Das wird ihm ganz und gar nicht gefallen!"
Als ich mich wieder den Hundemon zuwendete, sah ich, wie Houndu eine dieser dunklen Flammen gerade auf Zora und Lou abfeuern wollte.
Doch sie waren meine Freunde, auch wenn ich sie noch nicht lange kannte. Jedoch wusste ich nicht, wie ich sie beschützen sollte, wollte es jedoch unbedingt und lief blind zwischen ihnen und der Flamme.
Die Flamme traf mich mit voller Wucht und es schien so, als ob sie garnicht mehr aufhören würde.Trotzdem dachte ich nicht daran, ihr aus dem Weg zu gehen, da sie sonst Lou und Zora treffen würde.
Plötzlich bemerkte ich ein Licht, das mich umgab. Ein grelles, starkes Licht und ich konnte spüren, dass sich irgendetwas an mir veränderte. War es denn möglich? Entwickelte ich mich etwa gerade?
Ich fühlte mich auf einmal stark genug, um die Flammen von Houndu abzuwehren und es hat wirklich funktioniert.
Und da stand ich dann. Tatsächlich als ein Pikachu. Statt jedoch froh darüber zu sein, spürte ich einfach nur Hass gegenüber diesen Hundemon. Ganz besonders gegen Houndu.
Wie konnten sie schwächere einfach nur so angreifen? In meiner ganzen Wut ladete ich Unmengen von Strom in meinen Backentaschen und entladete sie mit aller Wucht gen Hundemon.
"Oh nein!Wir müssen den Boss schnell hier heraus holen!", hörte ich die zwei Hundemon rufen und sah gerade noch so, wie sie wegliefen mit Houdu auf dem Rücken.
"Mist", sagte ich leise und kippte vor Erschöpfung um.
Kapitel 5 - Der schwarze Fleck
Nach einer Weile hörte ich wie jemand sich unterhielt:
-Geht es ihr denn bald wieder besser?
-Macht euch da mal keine Sorgen. Ihr geht es gut. Sie hat nur zu viel Kraft verbraucht. Mit ein paar Sinel- und Tsitrubeeren geht es ihr wieder besser. Nur...
-Nur was?
-Dieser schwarze Fleck...
Der lässt sich nicht entfernen. Ich weis auch nicht welche Auswirkungen er hat. Er scheint jedoch von Houndu`s Schattenfeuer zu kommen, so viel ist sicher.
-Hoffentlich hat er keine schlimmen Auswirkungen!
Ich regte mich langsam, öffnete die Augen und stand auf.
"Was denn für'n schwarzer Fleck?", fragte ich verunsichert.
Ich schaute mich um und sah Zora, Lou und ein Chaneira, das mir einen sehr freundlichen Eindruck machte.
Es sagte nichts und hielt mir einen Spiegel hin. Ich betrachtete mich und merkte es dann auch schnell: Mein Schwanz war am Ende zerfetzt und schwarz.
"Ihr geht euch jetzt am besten noch ein wenig ausruhen", sagte Chaneira. "Ihr müsst fit für die Prüfung morgen sein."
"Ja, ja, machen wir", antwortete Zora und drängte Lou und mich raus.
Als wir dann auf den Weg zu unserem Zimmer waren, begann sie wieder zu sprechen:
"Puh. Da drinnen war es ganz schön stickich. Jedenfalls... danke dass du uns gerettet hast, Shina. Ich stehe in deiner Schuld!"
"Oh, ja! Danke! Ohne dich wären wir jetzt Grillwürstchen!", fügte Lou hinzu.
"Du meinst wohl du! Ich wäre eine Grillwurst!He, he, he!", entgegnete Zora Lou´s Aussage.
Lou antwortete nicht, sondern schaute Zora nur wütend an. Die beiden konnten sich wohl immer noch nicht leiden.
Als es später dann schon Nacht war, hatte ich die ganze Zeit nur darüber nachgedacht, was ich machen sollte. Ich wollte nicht hier bleiben.
Ich wollte weg von hier. Nur das Problem war, dass ich Lou und Zora hier nicht alleine lassen wollte.
Schließlich stand ich auf und ging aus dem Zimmer und von dort aus ganz nach draußen. Es wunderte mich wirklich, dass nirgends Wachen oder sont etwas darauf aufpasste, dass keiner weglief.
Ich ging gen Wald und immer weiter ins Innere des Waldes. Und um ehrlich zu sein: Ich hatte keine Ahnung, wo ich hin wollte.
Fortsetzung folgt