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Auf nach Kanto!

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Geschrieben von: Flollo6
Hallo liebe Leser,
In der vor euch liegenden Geschichte, wird eine Pokémonreise erzählt. Ich werde versuchen jeden Tag ein Kapitel zu schreiben und danach auch gleich wieder abschicken.
Falls es Feedbacks geben sollte, könnt ihr das hier tun.
seitz.florian@bluewin.ch



Kapitel 1 : Ein Traum wird wahr

„Glumanda los“, ertönte die Stimme in meinem Kopf als ich schlief, „benutze Glut.“
Die kleine Echse gehorchte mir sofort und sprühte etwas Heisses auf seinen Gegner, ein Bisasam. Dieses fiel darauf krachend zu Boden.
Morgen werde ich 10 Jahre alt und ihr wisst was das bedeutet. Ich werde mein erstes Pokémon auswählen. Für mich war es klar: Ich nehme Glumanda. Ich träumte weiter und sah wie mein Glumanda sich langsam weiterentwickelte. Doch gerade in diesem Moment weckte mich eine Stimme.
„Florian aufstehen, es ist bald halb acht.“
„Was??“ Erschrocken fuhr ich aus meinen Träumen und im nu war ich angelegt.
Ich wollte ja nicht zu spät kommen, denn schliesslich war das der wichtigste Tag meines Lebens.
„Tschüss“, sagte ich noch zu meiner Mutter.
Ich ging aus dem Haus, rannte los und das Dodri, das auf dem einen Haus stand, krähte mir ein lautes „Dooodri“ hinterher.
Ich rannte, bis ich vor Keuchen keine Luft mehr kriegte. Meinem freudigen Anblick nach merkte man, dass ich vor Professor Eichs Gebäude stand. Und da kam er auch schon. „Florian, wo sind denn Tuomas und Gary?“
„Schauen Sie, da kommen sie“, antwortete ich, zeigte auf zwei immer grösser werdende Punkte und nach geraumer Zeit waren wir alle versammelt.
Der Professor führte uns zu einem Tisch, auf dem drei Bälle lagen.
„Tuomas, wähle dir einen aus“, sagte der Professor.
Ich wurde nervös. Welches Pokémon würde er nehmen?
„Ich wähle Schiggy“, sagte er und mir fiel ein Stein vom Herzen.
„Ich Bisasam“, sagte Gary bevor ich den Mund überhaupt aufmachen konnte.
„Juhu, dann bekomm ich also Glumanda“, sagte ich freudestrahlend.
„Habt ihr alle die richtige Wahl getroffen?“, fragte Professor Eich.
Wir alle nickten begeistert.
„Also hier jeder von euch einen Pokédex, fünf Pokébälle und eine Ordenschatulle“, mit diesen Worten gab uns Professor Eich die ganzen Sachen und plötzlich redeten alle zusammen. „Kämpfst du mit mir?“
Da alle einverstanden waren beschlossen wir, dass jeder gegen jeden kämpfen musste. Zuerst waren ich und Gary dran.
„Los Bisasam“, rief Gary und ich liess mein Glumanda rauskommen. Der Pokédex ertönte sofort.
„Bisasam, das Samen-Pokémon. Mit seinen Ranken kann es Gegner durch die Luft schleudern.“
„Kratzer, Glumanda“, sagte ich meinem Starter-Pokémon und Glumanda gab Bisasam rote Streifen ins Gesicht.
Gary rief: „Bisasam benutze deine Ranken und versuch es zu fesseln, damit du es mit Tackles bombardieren kannst.“
Nichts passierte.
„Glumanda, benutze Glut.“
Als Bisasam das heisse Gefühl spürte, zuckte es zurück.
Ich schrie nun schon fast: „Glumanda, noch mal Kratzer!“
Nach diesem geschickten Zug war Bisasam fast am Ende seiner Kräfte. Eine weitere Glut und es sank zu Boden.
„Nun ja, dein Bisasam scheint nicht viel zu können“, sagte ich mit einem schelmischen Grinsen.
„Vielleicht liegt es auch an deinem elementaren Vorteil“, entgegnete er ebenso schelmisch, doch man merkte, er war schon ziemlich gekränkt.
„Jetzt hört auf streiten“, beruhigte uns Tuomas, „geht rasch zu Professor Eichs Maschine und lässt eure Pokémon heilen. Nachher kämpfe ich gegen Gary und am Schluss gegen dich, Florian.“
Gesagt, getan. Nach einer Minute standen Gary und Tuomas kampfbereit. „Bisasam, komm raus und benutze deinen Rankenhieb.“
„Du auch, Schiggy, weich aus und dann Tackle.“
Nichts geschah.
„Wieso hörst du nicht auf mich?“, fragte Gary sein Bisasam.
Plötzlich wandten sich Bisasam und Schiggy von ihren Trainer und sprangen direkt in die Arme des anderen Trainers.
„Nun ja, ich denke ich sollte eigentlich Schiggy bekommen und du Bisasam“, sagte Gary und Tuomas nickte zustimmend.
So tauschten sie ihre Pokémon und der Kampf begann erneut. Es gab ein gleichzeitiges K.O. und am Schluss als ich noch gegen Tuomas antrat, musste mein Glumanda nochmals gegen Bisasam antreten, doch diesmal kämpfte es richtig. Der harte Kampf ging sehr lang, er endete wieder in einem gleichzeitigen K.O. gehen. Somit gewann ich das kleine Turnier. Langsam verabschiedeten wir uns. Ich rannte nach Hause um meinen Rucksack abzuholen. Plötzlich rannte ein Junge zu Professor Eichs Gebäude.
„Der kommt ein wenig zu spät“, dachte ich und öffnete schliesslich die Tür zu meinem Haus.

Kapitel 2 : Hoch, neuer Freund

„Tschüss Mama“, rief ich durchs Haus.
Mein Vater lebte nicht mehr hier. Er hatte unsere Familie betrogen und wir jagten ihn dafür zum Teufel. Ich hatte zwei ältere Brüder. Der eine, Benjamin, wurde Pokémonforscher, er kannte Professor Eich wie seinen Nachbarn. Er lebt nun in Saffronia City. Raphael, der andere Bruder, ist der berühmteste Pokémonzüchter von Kanto, wohnhaft in Azuria City.
„Tschüss Florian“, rief sie zurück und nach den Abschiedsumarmungen kam die Zeit zu gehen.
„Nimm noch das mit“, sagte sie und gab mir einen Pokétel.
„Danke“, sagte ich, „aber was ist das?“
„Das ist ein Gerät mit dem du telefonieren, die Attacken deiner Pokémon anschauen und Items aufspüren kannst. Es hat auch eine Karte und eine Uhr drin. Ich habe es vor langer Zeit gekauft, aber in einer anderen Region namens Johto.“
„Ach so“, sagte ich umarmte meine Mutter für dieses tolle Geschenk und öffnete die Tür.
Die Tür zuzumachen, fiel mir schwer. Doch ich freute mich auf die mir bevorstehende Reise. Ich schaute auf meine Karte meines Pokétels.
„Hmm zuerst muss ich nach Vertania City. Dort kann ich mir meinen ersten Orden schnappen.“
Ich liess mein Glumanda raus.
„Na jetzt gehen wir auf ein wenig Pokémonjagd“, sagte ich und mein Glumanda nickte zustimmend zu.
Schon bald kam mir ein Rattfratz entgegen, doch bevor ich überhaupt eine Attacke durchführen konnte, entwischte es mir.
„Das erste Pokémon, das ich sehe, entwischt mir schon“, dachte ich und nahm mir nun fest vor, das nächste Pokémon, das ich sah zu fangen.
Aber ich brauchte Geduld, die sich aber als gut erwies. Ich sah ein Taubsi. „Glumanda, Glut auf Taubsi“, schrie ich und das Taubsi musste eine erste Attacke einstecken.
Es konterte jedoch mit einem Windstoss.
„Weich aus Glumanda“, sagte ich und die Windstoss-Attacke ging ins nichts. „Glumanda, schnell Kratzer.“
Das Taubsi schrie leise auf als es verkratzt wurde und fiel besiegt zu Boden. „Pokéball los“, rief ich und Taubsi wurde in den Ball reingezogen.
Nach ein paar Mal rütteln blieb er schliesslich stehen.
„Juhu“, schrie ich ausser mir, „mein erstes Pokémon.“
Schnell liess ich Taubsi aus dem Pokéball und sah nach ob es irgendwelche Verletzungen hatte. Zum Glück war es schon bald Fit. Langsam lief ich weiter.
„Hmm, jetzt bin ich schon drei Stunden unterwegs“, dachte ich als ich auf die Uhr meines Pokétels schaute.
Ich richtete den Pokétel auf Taubsi.
„Taubsi“, knarrte dieser, „beherrscht folgende Attacken: Tackle, Sandwirbel, Windstoss.“
Nun richtete ich den Pokétel auf Glumanda.
„Glumanda beherrscht folgende Attacken: Kratzer, Glut.“
Ich lief weiter und fand mich in einem schönen Plätzchen wieder. Ich legte mich hin und liess mein Glumanda und Taubsi spielen.
Plötzlich stand jemand vor mir und rief: „Hey du, du bist doch Trainer. Lass uns kämpfen. Der Kampf ist 1 gegen 1.“
Schon schickte er ein Rattfratz heraus.
„Mit diesen Viechern habe ich schlechte Erfahrungen“, murmelte ich, „also los Taubsi.“
„Rattfratz, Tackle-Attacke“, schrie er.
„Taubsi flieg hoch und dann Sandwirbel“, entgegnete ich.
„Mist“, sagte der andere Trainer, „Taubsi sollte der Attacke ausweichen. Oh nein und jetzt sieht mein Rattfratz nichts mehr.“
„Genau“, sagte ich, „Taubsi, mache die Windstoss-Attacke.“
Als die Windstoss-Attacke traf wurde Rattfratz ein paar Mal kräftig durchgeschüttelt und schliesslich nach hinten gewirbelt. Doch Rattfratz stand noch.
So kam ich zur finalen Attacke: „Taubsi, beende es mit Tackle.“
Doch die Attacke die jetzt geschah, sah alles andere als ein Tackle aus. Ich richtete meinen Poképok auf Taubsi.
Er schnarrte: „Taubsi lernte eine neue Attacke. Es kann nun folgende Attacken: Tackle, Sandwirbel, Windstoss und Ruckzuckhieb.“
„Super“, freute ich mich, „mein Taubsi lernte Ruckzuckhieb.“
Da fiel mir ein, dass ich noch am kämpfen war. Doch ich merkte, dass ich gewonnen habe, da Rattfratz besiegte wurde.
„Du kämpfst sehr gut“, fing der Trainer an, „wie lange trainierst du schon.“
„Erst seit heute“, antwortete ich.
„Ich werde dich in der Liga sehen. Hier hast du ein wenig Geld. Bis bald.“
Schon war er verschwunden. Ich freute mich, dass war bis jetzt schon ein sehr erfolgreicher Tag. Schnell lief ich weiter. Bald sah ich schon etwas vor mir. Ich bin in Vertania City angekommen, dachte ich und lief sofort zum Pokémoncenter.
„Schwester Joy ich hätte da gleich zwei Fragen. Könnten sie meine Pokémon heilen? Könnten sie mich auch für die Kantoliga und so eintragen, damit ich später an der Liga teilnehmen darf? Ja? Danke!“
Langsam ging ich zu einem Sessel und schon kurze Zeit später kam Schwester Joy zurück.
„Hier deine Pokémon“, sagte sie, „für die Liga bist du eingetragen.“
„Sagen sie, wo ist hier die Arena?“, fragte ich.
„Die ist geschlossen. Ich rate dir zur Arena von Marmoria City zu gehen.“
„Na gut“, sagte ich.
Zugegeben ein bisschen enttäuscht war ich schon, aber die Enttäuschung flog weg, denn plötzlich hörten ich und Schwester Joy einen Knall von draussen!!

Kapitel 3 : Team Rocket, so schnell wie das Licht

Schnell rannten ich, Glumanda, Taubsi (flog) und Schwester Joy nach draussen und sie stiess ein Keuchen aus. Vor uns stand ein riesiger Roboter mit einem "R" drauf. In der einen Hand hielt er ein gelbes Pokémon.
Der Pokédex wusste mehr: „Pikachu, die Elektro-Maus. Seine roten Backen sind mit Elektrizität gefüllt.“
„Hey, das ist doch dieser Junge der zu spät zu Professor Eich kam“, entfuhr es mir.
Schnell rannten ich und meine Pokémon zu ihm und dem Mädchen neben ihm.
„Was ist passiert?“
„Ich lief mit Misty und meinem Pikachu und plötzlich nahm mir dieser Roboter Pikachu weg!“
„Jetzt gibt’s Ärger...und es kommt noch härter“, tönte es plötzlich aus dem Roboter und drei Gestalten kamen zum Vorschein, „Wir wollen über die Erde regieren...und unseren eigenen Staat kreieren...Liebe und Wahrheit verurteilen wir ... mehr und mehr Macht, das wollen wir...Jessie ...und James...Team Rocket so schnell wie das Licht ... gebt lieber auf und bekämpft uns nicht...Miauz genau.“
„Team Rocket“, sagte Misty, „das ist diese Verbrecherbande.“
„Ein sprechendes Mauzi“, sagte ich ungläubig.
„Ja genau“, sagte Jessie, „wir müssen jetzt gehen.“
„Nein, nicht so schnell“, rief der Junge, „Pikachu Donnerblitz.“
„Pikachuuuu“, tönte es doch Donnerblitz brachte nichts.
„Warte ich helfe dir“, sagte ich zu ihm, „Taubsi Ruckzuckhieb.“
„Waah“, schrie Team Rocket auf, denn Ruckzuckhieb zerstörte den Arm des Roboters, der Pikachu festhielt.
„Das werdet ihr büssen“, riefen alle drei und Jessie und James liessen je ein Pokémon hervorkommen.
„Was sind das für Pokémon?“, fragte ich mich und richtete zuerst den Pokédex auf das schlangenartige Pokémon.
„Rettan, die Giftschlange. Dieses Pokémon kann sich lautlos bewegen. Seine Nahrung sind Eier von Vogel-Pokémon. Smogon, das Giftwolke-Pokémon. Der Körper dieses Pokémon enthält viele Gase. Es neigt dazu, ohne Vorwarnung zu explodieren. Mauzi, das Katzen-Pokémon. Dieses Pokémon bewundert runde Objekte. Es sucht nachts auf den Straßen nach verlorenen Münzen.“
„Rettan“, schrie Jessie, „Giftstachel-Attacke.“
„Pikachu, Donnerblitz“, entgegnete der Junge worauf Rettan besiegt zu Boden fiel. „Glumanda“, rief nun ich, „Glut auf dieses Smogon.“ Kurz darauf war auch Smogon besiegt.
„Und nun Taubsi, Windstoss-Attacke.“ Team Rocket wurde kräftig durchgeschüttelt und flog nun durch die Luft.
„Das war wieder mal einen Schuss in den Ofen“, hörte man sie noch sagen und dann waren sie verschwunden.
„Weshalb tun die solche Sachen“, fragte ich den Jungen.
„Scheinbar arbeiten sie für irgendeinen Boss mit einem Snobilikat“, antwortete dieser, ebenso erstaunt über das, was gerade passiert ist.
„Die sind nun weg“, freute sich der Junge, „sag ein mal wie heisst du eigentlich?“ „Florian, und du?“
„Ich heisse Ash Ketchum und werde der beste Trainer der Welt.“
„Na das werden wir noch sehen. Ich fordere dich zu einem Kampf heraus. 1 gegen 1.“
„Okay“, rief Ash, „los Pikachu.“
„Los Glumanda“, rief auch ich und der Kampf begann.
„Pikachu, Donnerblitz.“
„Glumanda weich aus. Nun benütze Glut.“
Da Glut traf, war Pikachu um einiges geschwächt.
„Pickachu nun kommt ein Ruckzuckhieb.“
„Glumanda“, sagte ich, „warte bis Pikachu ganz nah ist und dann weich aus. Super und nun ein Kratzer.“
Schon wieder ein Volltreffer.
„Und nun beende es mit Glut“, rief ich.
Pikachu schrie leise auf und fiel besiegt zu Boden.
„Hey du kämpfst gut“, lobte mich Ash und ich sagte ihm das gleiche zurück.
„Also dann bis irgendwann später“, sagten Misty und Ash und liefen weiter.
Ich ging zum Markt, kaufte einen der neuen Superbälle, drei Pokébälle, Heilmittel und ganz viel Pokémonfutter. Anschliessend ging ich noch mal zum Pokémoncenter und liess meine Pokémon heilen. Da es schon dunkel war, nahm ich mir ein Zimmer und ging schlafen. Am nächsten Morgen verschlang ich das Frühstück nicht mehr so hastig, telefonierte nach Hause, erzählte, dass ich schon ein Taubsi gefangen hatte, worauf meine Mutter sehr stolz auf mich war, und schon bald war ich aus dem Pokémoncenter draussen. Nun hatte ich eigentlich nichts mehr in Vertania City zu suchen. Auf dem Plan sah ich, dass Marmoria City im Norden lag. Also ging ich durch eine Route die zuerst durchs Gras ging. An einem schönen Plätzchen, etwa eine Viertelstunde von Vertania City trainierte ich so lange, bis alle Attacken wirklich sassen, gönnte mir und meinen Pokémon einen Snack und plötzlich kam ein Junge in meinem Alter auf mich zugelaufen.

Kapitel 4 : Besiegen wir alle

Der Junge redete mir sofort zu: „Hallo du. Bist du ein Anfänger im Training?“
„Ja“, antwortete ich.
„Hast du also Lust bei diesem kleinen Training mitzumachen? Wir sind fünf Gegner, falls du jeden von uns besiegst, kannst du dir eines von zweien Pokémon aussuchen. Du musst einfach 5 Pokédollar zahlen.“
Voller Freude sagte ich ja zu diesem Angebot und gab ihm die 5 Dollar.
„Also, dann beginnt der Kampf nun. 1 gegen 1“, sagte der Junge, der sich als Emppu vorgestellt hatte.
„Los Raupy“, rief er und ich schickte mein Glumanda in den Kampf.
„Los Glumanda Glut“, rief ich absichtlich, weil ich wusste, dass diese Attacke besonders effektiv war.
Raupy konnte jedoch so halber ausweichen und wurde nur gestreift und nicht ganz besiegt.
„Raupy Fadenschuss und dann Tackle“, rief Emppu und Glumanda wurde am Boden festgehalten.
Tackle traf und Glumanda wurde etwas geschwächt. Schliesslich machte Glumanda noch einmal Glut und Raupy wurde besiegt. So ging dann das auch weiter. Im zweiten Match besiegte ich ein Hornliu, im Dritten ein Safcon, im Vierten ein Kokuna und im fünften Match gab es ein 2 gegen 2 Kampf. Das erste, ein Bibor, war sehr hart zu schlagen. Doch plötzlich machte Glumanda eine neue Attacke.
Mein Pokétel wusste mehr: „Glumanda erlernte eine neue Attacke. Es kann nun folgende Attacken: Kratzer, Glut und Rauchwolke.“
„Glumanda, mach jetzt noch mal Rauchwolke und nachher ein richtiger Kratzer“, sagte ich und Bibor war besiegt.
„Super“, rief ich und war froh, dass mein Glumanda eine neue Attacke gelernt hatte.
Gegen das letzte Pokémon Smettbo gewann ich mit meinem Taubsi, da Glumanda auch besiegt wurde.
„So“, fing der letzte Junge an, „du hast uns alle geschlagen. Bitte wähle einen dieser Pokébälle.“
„Cool“, war das einzige das mir dazu einfiel.
In dem einen war ein Raupy in dem anderen ein Hornliu. Nach langem Zögern entschied ich mich für Hornliu.
„Juhu“, rief ich, „ein neues Team-Mitglied.“
Mein Pokétel sagte mir, dass Hornliu erst, Tackle, Giftstachel und Fadenschuss konnte. Ich bedankte mich und ging weiter durch die Landschaft und ehe ich mich versah war ich schon über eine Woche unterwegs. Aber ich hörte nun auf die Tage zu zählen. Irgendwann kam wieder ein Trainer zu mir gerannt. Ich rieb mir verwundert die Augen, denn das war ein Samurai.
„Neuer Gegner, neues Glück. Los, wir kämpfen. Vorhin verlor ich gegen einen Typen mit einem Pikachu. 2 gegen 2“, sagte er und schickte sofort sein Safcon raus.
Wieder so ein schwaches Ding. Ich nehme Hornliu, dann kann das trainieren, dachte ich für mich.
„Hey sag mal hast du vorhin gegen einen Ash gekämpft?“, fragte ich ihn und er nickte.
„Aha“, sagte ich, „los Hornliu Fadenschuss. Da bringt Härtner wohl nichts, hä?“
„Ja stimmt“, sagte er verärgert, „sobald Hornliu angreift, Härtner.“
„Ach so, das ist der Plan“, sagte ich, überlegte eine kurze Zeit und sprach dann: „Tackle.“
„Härtner“, schrie nun der Samurai und Tackle brachte nichts.
Der Samurai wollte schon triumphieren, doch ich sagte einfach: „Giftstachel Hornliu.“
„Ha, du hast den Härtner vergessen“, lachte der Samurai.
„Der hat sich durch das Tackle wieder aufgelöst“, erwiderte ich und in dem Moment traf Giftstachel.
„Nein“, rief der Samurai und Safcon wurde vergiftet.
Kurze Zeit später war Safcon am Ende seiner Kräfte – es war besiegt.
„Safcon zurück“, rief der Samurai bestürzt, „ha, dieses Pokémon ist tausendmal stärker. Los Pinsir.“
Mein Pokédex erzählte mir nach meiner Befragung das Nötige.
„Hornliu meinst du, du kannst weiterkämpfen?“, fragte ich Hornliu und es nickte angriffslustig.
„Los Pinsir Klammer.“
„Hornliu, lasse das nicht zu. Fadenschuss.“
Fadenschuss schien die Wirkung zu erfüllen doch Pinsir war stärker und zerbrach die Seile und brauchte wieder Klammer, ein wahrer Volltreffer. Es setzte zum Klammergriff an und ich wusste es war bald besiegt. Da leuchtete Hornliu plötzlich wunderschön auf. Alle hielten inne.
„Was passiert jetzt?“, fragte ich mich und bekam die Antwort sogleich.
Hornliu wurde grösser und seine Form veränderte sich.
„Kokuna“, murmelte es vor sich hin.
„Es hat sich entwickelt“, bemerkte der Samurai.
„Super ein neues Pokémon“, freute ich mich, doch nun fiel Kokuna um.
„Es ist besiegt“, stellte der Samurai fest, „da es viel Energie zum Entwickeln brauchte.“
Ich nahm es zurück in seinen Pokéball. Ich war super glücklich, da ich ein weiterentwickeltes Pokémon hatte.
Los Taubsi Windstossattacke“, rief ich nun meinem zweiten Pokémon zu.
Da Pinsir, von der Elementklasse her, im Nachteil ist und auch nicht mehr ausweichen konnte, war dies ein extremer Volltreffer. Pinsir war bald besiegt.
„Pinsir Klammer.“ Auch Taubsi wurde getroffen.
Nun schrien wir zusammen: „Pinsir Klammer.“ „Taubsi Ruckzuckhieb.“
Es gab ein Zusammenstoss in dem beide besiegt auf den Boden fielen.
„Ein faires Unentschieden“, sagte er mir, „für das du wirklich gut gekämpft hast, gebe ich dir ein wenig Geld.“
„Danke“, bedankte ich mich und ging weiter.
Ich gab meinen Pokémon, das genügende Heilmittel, dass sie wieder fit waren.
Ich richtete meinen Pokétel auf Kokuna: „Kokuna erlernte eine neue Attacke: Es kann nun Tackle, Fadenschuss, Giftstachel und Härtner.“
Ich lief langsam weiter, da ich die wilden Pokémon ein wenig beobachten wollte.
Ich setzte mich ein wenig hin, liess meine Pokémon herumtoben und ging dann wieder weiter, als plötzlich hinter mir eine Stimme sagte: „Mauzi.“
Ich drehte mich schnell um und sagte schon mit furchterregender Stimme: „Team Rocket!!“
Doch da stand nicht Team Rocket, es stand etwas anders da …

Kapitel 5 - Das Mauzi-Duell

„Dieses arme Ding“, musste ich gestehen, denn vor mir war ein armes, fest geschwächtes, wildes Mauzi, das sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte.
„Was ist denn mit dir los?“, fragte ich das Pokémon.
Es fing an auf Mauzisprache zu erzählen, doch ich verstand kein Wort.
Da kam plötzlich ein Typ mit langen Haaren zu mir und sagte: „Das Mauzi erzählt, das es von drei Gaunern fies geschlagen wurde, als es versuchte, die Beeren vor ihnen zu schützen. Der eine Gauner sei auch ein Mauzi gewesen. Es habe eine rosahaarige Frau und einen violetthaarigen Mann gehabt.“
„Team Rocket“, wusste ich sofort, „wir müssen Mauzi helfen. Sagen sie einmal wie heissen sie eigentlich? Können sie die Pokémonsprache?“
„Sven ist mein Name und ja, ich verstehe die Pokémon“, antwortete der Mann.
„Mauzi soll ich dir ein paar Heiltränke geben?“, fragte ich Mauzi und es nickte zustimmend.
„Hier hast du es“, mit diesen Worten gab ich ihm Tränke und es war wieder stark.
„Nun schlagen wir sie“, sagte ich wütend und wollte schon in die Richtung laufen in der Team Rocket nach Mauzi war, doch Sven befahl mir stehen zu bleiben.
„Warte“, rief er, „das Mauzi will, dass du es fängst. Es mag dich sehr und will mit dir zusammen kämpfen.“
Ich drehte mich um und konnte mein Glück nicht fassen.
Zur Sicherung fragte ich es noch: „Bist du dir ganz sicher?“ Es nickte kräftig.
„Also, Pokéball los“, rief ich laut und Mauzi wurde eingezogen.
Der Ball wackelte einmal und kam dann schon ins Stehen. Ich schickte Mauzi gleich wieder aus dem Ball. „Mal sehen, welche Attacken du beherrschst.“
„Mauzi beherrscht folgende Attacken: „Kratzfurie, Kratzer, Biss, Doppelteam“, spuckte der Pokétel aus. „Also gut“, sagte ich startbereit.
Ich und Mauzi rannten los, Sven auf unseren Fersen. Mauzi sagte Sven immer, welche Richtung wir einschlagen mussten. Schon sahen wir Jessie, James und Team Rockets Mauzi wieder.
„Ihr gemeinen Mistkerle“, rief ich voller Wut, „erstens stehlt ihr und dann macht ihr noch ein armes Mauzi zur Schnecke. Das werdet ihr büssen. Los Mauzi.“
Zu Team Rockets grossem Erschrecken kam dasselbe Mauzi wieder wie vorhin als sie es geschlagen hat.
„Na gut, los Rettan“, schrie Jessie und warf ihren Pokéball. „Los Smogon!“, rief auch James.
„3 gegen 1, das ist ja nicht fair“, sagte Sven, den wir schon völlig vergessen hatten, „los Bisaknosp!“
„Los Kokuna“, rief auch ich und nun war es drei gegen drei.
„Bisaknosp Rasierblatt auf Smogon“, war Svens erster Zug.
Ich befahl: „Kokuna, Fadenschuss gefolgt von Giftstachel auf Rettan.“
Da Team Rocket zuerst nicht reagierte, waren beide Volltreffer.
„Rettan, Giftstachel kannst auch du. Zeig es Kokuna“, rief Jessie und auch James machte einen Angriff. „Smogon, Tackle dieses Bisaknosp.“
„Kokuna Härtner“, rief ich und Rettan Giftstachel brachte nichts.
„Bisaknosp, Rankenhieb“, kommandierte Sven und beide Pokémon des Team Rockets waren extrem geschwächt – Rettan war K.O. Auch nach einem Tackle meinerseits von Kokuna war Smogon besiegt.
„Ha“, lachte Jessie, „ Mauzi zeig dem anderen Mauzi was du kannst.“
„Na gut“, versprach Mauzi und nahm seine Krallen, „du bekommst mal meine Kratzfurie zu spüren.“
„Mauzi, Doppelteam und attackiere dann diesen Schwächling Biss“, machte ich mich über Team Rockets Mauzi lustig.
Mein Mauzi wurde um ein Vielfaches erweitert, Team Rockets Mauzi sah nicht mehr welches das Echte war und Biss war ein Volltreffer.
„Ich hätte gar nicht gedacht, dass ihr so schwach seid“, rief ich zu Team Rocket hinüber und Jessie wurde wütender wie je zuvor. „Mauzi, jetzt mach endlich.“
„Gut“, rief es, „jetzt bekommst du meinen Biss zu spüren.“
„So langsam wird dieser Kampf ermüdend. Mauzi Doppelteam und noch mal Biss“, rief ich mit einem gelangweilten Ton und das selbe wie vorher passierte noch mal und Team Rockets Mauzi war besiegt.
„Los Taubsi Windstoss“, beendete ich es nun und warf Taubsis Pokéball.
Kurz darauf hörte man Team Rockets berühmte Worte „Das war wieder mal ein Schuss in den Ofen.“
„Danke Sven“, sagte ich, während ich meine Pokémon zurückholte, zu dem langhaarigen Typen, „ sag einmal, für meine Pokémon wäre es ein gutes Training, wenn wir zusammen kämpfen würden. Ist das in Ordnung?“
„Natürlich“, erwiderte Sven mit einem Lächeln, „Lust auf einen Doppelkampf?“
„Ein Doppelkampf?“, fragte ich ohne die geringste Ahnung zu haben was das sein soll.
„Ein Doppelkampf ist ein Kampf in dem jeder Trainer gleichzeitig mit zwei Pokémon kämpft. Der Kampf ist beendet, wenn beide Pokémon eines Trainers besiegt werden“, erklärte Sven mir.
Da ich begriff, nahm ich an. Zuerst gab ich meinen Pokémon genügend Heilmittel, damit jedes meiner Pokémon wieder kämpfen konnte.
„Gut, fangen wir an“, sagte Sven mit einer feierlichen Stimme.

Kapitel 6 - Widersehen mit alten Freunden

„Ich entscheide mich für“, sagte Sven laut, „Bisaknosp und Knofensa.“ Mit diesen Worten warf er zwei Pokébälle gleichzeitig.
„Beide Pflanzentypen, hmm“, sagte ich für mich, nachdem ich einen raschen Blick auf den Pokédex geworfen hatte, „gut dann nehme ich Glumanda und Taubsi.“
Nun waren vier Pokémon auf dem Spielfeld.
„Taubsi, Windstoss-Attacke auf Knofensa. Glumanda, Kratzer jetzt auf Bisaknosp“, rief ich den ersten Zug aus.
„Bisaknosp, halte Glumanda mit deinen Ranken fest und mach dann ein Rasierblatt. Knofensa, Rasierblatt ebenfalls.“
Zum Glück traf die Windstoss-Attacke und Knofensa war leicht geschädigt und die Rasierblatt-Attacke verfehlte ihr Ziel. Doch Bisaknosps Attacke traf ebenfalls und Glumanda schien stärker verletzt als Knofensa.
„Verflixt“, dachte ich und da hatte ich einen klugen Einfall, „Taubsi lenke Bisaknosp mit ein paar Tackles von allen Seiten ab. Und du Glumanda, sobald es dir günstig erscheint, dann zeige mir deine stärkste Glut.“
Als Taubsi immer wieder mit Tackles einhämmerte, wurde das Bisaknosp immer unvorsichtiger und wütender.
„Jetzt“, schrie ich und Glumanda machte eine Glut, die Bisaknosp fast von den Socken riss.
Bisaknosp schien schon ziemlich geschwächt.
„Windstoss-Attacke, Taubsi“, rief ich meinen finalen Zug aus und nach dieser Attacke war Bisaknosp K.O.
„Nicht schlecht“, war Svens Meinung zu dem, „Knofensa Rasierblatt auf Glumanda und danach Rankenhieb auf Taubsi.“
„Glumanda weich der Attacke aus und du auch Taubsi“, erwiderte ich.
„Was“, rief ich jedoch als ich sah, das Rasierblatt traf und Rankenhieb ebenfalls.
Taubsi wurde durch die Ranken festgehalten und geqütscht und war bald darauf besiegt. Deprimiert nahm ich Taubsi in seinen Pokéball zurück, aber insgeheim trotzdem stolz auf Taubsi für so einen guten Kampf.
„So jetzt ist es eins gegen eins“, rief Sven, „Knofensa Rasierblatt.“
„Glumanda Glut auf die Blätter, schnell“, erwiderte ich und konnte gerade noch verhindern, dass Knofensa Attacke traf.
„Rankenhieb schnell“, war Svens nächste Attacke und ich hatte keine Chance mehr sie zu verhindern.
Glumanda wurde schwer getroffen und das Rasierblatt von Knofensa konnte es nicht mehr verhindern und Glumanda fiel besiegt zu Boden.
„Was“, schrie ich auf, denn jetzt hatte ich meinen ersten Kampf verloren.
Betrübt sah ich zu Boden und nahm Glumanda wieder in seinen Pokéball.
Doch Sven tröstete mich: „Hey, du hast super gekämpft. Du solltest stolz auf dich sein.“
Ein wenig ermutigt sagte ich ihm danke und wollte schon gehen, als er mich zurückrief: „Hey warte mal. Ich habe noch ein oder besser gesagt zwei kleine Sachen für dich. Hier ist meine Telefonnummer, damit du mich für einen Revanche anrufen kannst. Und das zweite Geschenk, über das wirst du dich freuen. Ich habe vor ein paar Tagen im Wald ein ganz junges, trauriges Schiggy gefunden, das von seiner Familie getrennt wurde. Ich kann es nicht mehr lange grossziehen und will dich deshalb fragen, ob du Lust hättest es grosszuziehen. Willst du es?“
„Ja natürlich“, freute ich mich und schnell rannte Sven durch den Wald und kam wieder mit einem Pokéball.
„In ihm ist Schiggy“, sagte er mir.
Ich bedankte mich nochmals und sagte Tschüss und ging schnell laufend weiter. Ich beschloss das junge Schiggy aus dem Pokéball raus zu lassen, da es immer Verpflegung brauchte. Ich merkte sofort, dass sich das Schiggy wohl fühlte, aber ich merkte auch, dass es noch sehr verspielt war.
„Schiggy kann folgende Attacken: Aquaknarre, Biss, Blubbstrahl“, sagte der Pokétel, als ich ihn auf Schiggy richtete.
In den folgenden Tagen war ich immer näher bei Marmoria City. Ich kämpfte gegen etliche Trainer, um meine Pokémon zu trainieren. Von dem einen kriegte ich als Belohnung für meinen Sieg einen Feuerstein. Ich hatte wirklich viel zu tun, aber Schiggy hatte schon von Anfang an Vertraün in mich. Ich lief zu einer Kreuzung hin und war so sehr mit Schiggy beschäftigt, dass ich gar nicht die zwei Jungen sah, welche entweder mit einer Karte oder einem Rucksack beschäftigt waren.
„Hoppla“, rief der eine, als wir alle drei zusammenstiessen.
Ich glaubte meinen eigenen Augen nicht mehr. Vor mir lagen Tuomas und Gary.
„Hallo zusammen. Lange nicht mehr gesehen. Was macht ihr den hier?“, fragte ich sie grinsend.
„Ich habe mich verloren“, sagte Gary und Tuomas nickte bestätigend: „Ich auch.“
„Also, kommt, ich weiss wohin es nach Marmoria City geht. Folgt mir“, sagte ich und zu dritt rannten wir durch Büsche, machten eine Art Slalomparcours mit den Bäumen.
Nach einer Viertelstunde standen wir schliesslich in der Stadt.
„Super, danke“, riefen die beiden.
„Wisst ihr was? Wir könnten doch nochmals jeder gegen jeden kämpfen“, meinte Gary, Tuomas und ich nickten begeistert.
„Ich habe erst vier Pokémon“, rief Tuomas und ich erwiderte spitz: „Ha, ich habe schon fünf, aber mein Schiggy kann noch nicht kämpfen, es ist noch zu klein.“
Gary grinste und meinte: „Ich habe ja gleich viele Pokémon wie ihr zusammen. Ich habe schon neun starke Pokémon.“
„Tuomas und Gary, ihr fängt an“, rief ich eröffnend und sogleich warfen beide je einen Pokéball.
„4 gegen 4“, rief ich und die Pokébälle öffneten sich.
Garys Pokémon knurrte „Nido“ während das Pokémon von Tuomas „Habi“ rief. Durch meinen Pokédex erfuhr ich, dass Gary ein männliches Nidoran und Tuomas ein Habitak einsetzte. Der Kampf war für niemanden besser, doch schliesslich gewann Gary. Tuomas nahm Habitak zurück und warf seinen zweiten Pokéball: ein Rattikarl. Nun gewann Tuomas und Garys zweites Pokémon erschien: ein weibliches Nidoran. Tuomas gewann wieder und Gary warf seinen dritten Pokéball: sein Starter Schiggy der gewann mühelos gegen Rattikarl und auch Tuomas drittes Pokémon, Knofensa besiegte er. Nun kam auch Tuomas Starter, sein Bisasam. Das war von der elementaren Klasse her im Vorteil, das zeigte sich auch – Bisasam bezwang Schiggy. Da dieser Kampf aber lange ging, wurde Bisasam müde und verlor gegen Garys viertes Pokémon, sein Bibor. Dieses Pokémon bestaunte ich sehr, da es Kokunas Weiterentwicklung war.
Mit lauter Stimme verkündete ich: „Gary gewinnt das erste Duell. Der Verlierer kämpft jetzt gegen mich.“
Behutsam stellte ich das kleine Schiggy auf den Boden, Tuomas und Gary rannten schnell in das Pokémoncenter und kamen auch schon wieder. Ich zückte meinen ersten Pokéball. Ich beschloss Taubsi als erstes Pokémon zu nehmen, weil es mein erstes selbstgefangenes Pokémon war. Tuomas hatte seinen schon geworfen – er setzte von Anfang an auf sein stärkstes Pokémon – Bisasam.
„Los Taubsi“, rief ich nun und es sind zwei Pokémon, zwei Gegner – das Match kann beginnen.

Kapitel 7 - Gemeinsame Entwicklungen

„Los Taubsi, Windstoss“, rief ich und Bisasam wurde schwer getroffen.
Doch Bisasam raffte sich zusammen und konterte mit Rasierblatt. Auch dies traf und so ging es dann immer weiter, bis mein Taubsi aufgeben musste. Ein klein wenig enttäuscht nahm ich Taubsi zurück und warf Kokunas Ball. „Kokuna, zeige deinen Fadenschuss.“
Bisasam wich aus und machte ein Tackle, das Dank Härtner auch ins Nichts ging. Nach einer gewissen Zeit waren beide Pokémon erschöpft sie wollten schon zu Boden fallen, als sie beide zusammen gleichzeitig wieder so wunderschön aufleuchteten.
„Sie entwickeln sich“, bemerkte Tuomas und nun standen zwei komplett neue Pokémon vor uns. Bisaknosp und Bibor, mein Bibor.
Ich richtete mein Pokétel auf Bibor: „Bibor lernte und vergass eine Attacke: Furienschlag wurde dazugelernt. Härtner wurde vergessen. Bibor kennt nun Tackle, Fadenschuss, Giftstachel, Furienschlag.“
„Hey, weshalb hatte Bibor Härtner vergessen?“, fragte ich verwundert.
„Härtner können, von Raupy, Hornliu und ihre Entwicklungen, nur Safcon und Kokuna. Danach wird die Attacke auf unerklärlicher Weise vergessen“, beantwortete Tuomas meine Frage.
Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass Tuomas ein richtiger Pokémonexperte war, aber mit einer solchen detaillierten Antwort hatte ich nicht gerechnet. Irgendwann sollte ich meinem Bruder Benjamin, Tuomas vorstellen.
Ich wandte mich nun wieder dem Kampf zu und befahl: „Bibor, beende es mit Furienschlag.“
Die Attacke erfüllte die gewünschte Wirkung und Bisaknosp war besiegt.
„Bisaknosp zurück und nun du, Habitak“, mit diesen Worten erklärte Tuomas, dass er noch lange nicht aufgeben wird.
Auch dieser Kampf wurde dank der überragenden Fortschritte bei der Entwicklung von Bibor für mich entschieden. Habitak musste wieder zurückgenommen werden. Tuomas warf stattdessen seinen dritten Pokéball. Ganz zu meiner Erwartung kam Rattikarl, denn er setzte immer noch auf seine Anfangstaktik, die stärkeren Pokémon zuerst. Ebenfalls wäre der Typ Gift meines Bibors im Vorteil gegen den Typen Pflanze von Tuomas Knofensa.
„Rattikarl, Hyperzahn“, rief Tuomas mein inzwischen auch sehr müdes Bibor konnte nicht ausweichen und wurde getroffen. Bibor flog zwar noch, aber eben leider nicht mehr lange.
„Bibor, gib alles was du kannst. Giftstachel“, parierte ich und auch Rattikarl konnte nicht ausweichen – es wurde ebenfalls leicht geschwächt.
Doch Bibor fiel nach der folgenden Tackleattacke Rattikarls einfach um – es war besiegt.
„Bibor, klasse gekämpft. Komm zurück und ruh dich aus. Mauzi, mach sie alle“, rief ich nun, wild entschlossen zu gewinnen.
Das katzenartige Pokémon machte sich kampfbereit und liess ein kurzes „Mauzi“ von sich geben.
„Mauzi, Kratzer“, so eröffnete ich das Spiel.
Mauzis Attacke ging ins Nichts, da Rattikarl ausweichen konnte. Rattikarl konnte aber auch parieren – es machte ein Ruckzuckhieb.
„Mauzi, weiche aus“, rief ich, freute mich schon, da Ruckzuckhieb verfehlte, doch nun kam der Schreck.
„Rattikarl, Hyperzahn“, rief Tuomas sein Plan aus. Da Mauzi noch mitten im Ausweichen von Ruckzuckhieb war, konnte Mauzi Hyperzahn nicht mehr ausweichen – Mauzi wurde schwer getroffen.
„Mauzi, Biss“, rief ich ein wenig verzweifelt, da kam mir eine Idee.
Kurz bevor Mauzi bei Rattikarl war und Rattikarl schon ausweichen wollte, rief ich: „Planänderung. Kratzer los.“
Rattikarl achtete sich nur auf Mauzis Maul und merkte erst, dass die Gefahr von einer anderen Seite kam, als es zu spät war.
Der finale Stoss kam, als ich Kratzfurie und Tuomas Ruckzuckhieb befahl. Beide Pokémon wurden schwer getroffen und waren gleichzeitig besiegt.
„Beide haben noch ein Pokémon“, rief Gary, der bei diesem Match den Schiedsrichter spielte.
„Los Knofensa“, rief Tuomas, während ich meinerseits mein Glumanda rief.
„Knofensa, Rasierblatt“, startete Tuomas und ich erwiderte: „Glumanda, zerbrenne die Blätter mit Glut.“
Plötzlich kam etwas viel grösseres als Glut aus dem Munde von Glumanda. Die Attacke klappte aber noch nicht so richtig, es wurden nicht alle Blätter verbrennt, einige schossen auf Glumanda zu und trafen ihn.
Ich richtete schnell meinen Pokétel auf Glumanda: „Glumanda lernte eine neue Attacke, kann sie aber noch nicht richtig verwenden. Es ist empfehlenswert die Attacke zuerst zu trainieren und dann erst im Kampf brauchen. Glumanda kann jetzt vier Attacken: Kratzer, Glut, Rauchwolke und Flammenwurf.“
Ich befolgte des Pokétels Rat und brauchte nur Kratzer, Glut und Rauchwolke.
Mir kam eine gute Idee: „Glumanda merke dir genau Knofensas Ort an dem es steht. Dann hülle es mit Hilfe von Rauchwolke ein und greife dann mit Kratzer an.“
Gesagt, getan. Das Knofensa sah nichts mehr und zum Glück traf Glumandas Attacke.
„Glumanda nun kommt das Ende mit Glut“, rief ich und beschloss dem Kampf ein Ende zu setzen.
„Knofensa verteidige dich mit Rasierblatt“, rief auch Tuomas und beide Attacken trafen gegenseitig – beide Pokémon fielen erschöpft und besiegt auf den Boden.
„Ein Unentschieden“, verkündete Gary, „jetzt müssen ich und Florian noch kämpfen, dann steht der Gewinner fest.“
Schnell ging ich in den Pokémoncenter und liess meine Pokémon heilen. Sofort war ich wieder kampfbereit. Gegen mich brauchte Gary sein Schiggy, sein weibliches Nidoran und zwei Pokémon, die ich noch nicht gesehen hatte: sein Safcon und Dodu. Der letzte Kampf lief: Mauzi gegen Dodu. Bei beiden Trainern war es das letzte Pokémon. Die zwei waren extrem gleichmässig und keiner stand besser. Es kam wie es kommen musste – ein Doppelko. Gary wurde also erster, ich zweiter und Tuomas belegte den dritten Platz.
„Hey Gary, hättest du Lust mit mir zu reisen?“, fragte Tuomas Gary. Da der nichts dagegen hatte, werden die zwei nun zusammen die Arenen bestreiten. Froh über alles verabschiedeten wir uns, Tuomas und Gary gingen nachher noch in die Arena und mehr wusste ich nicht mehr. Es dämmerte schon und ich sah mich bei verschiedenen Läden um, kaufte für Schiggy, die eine oder andere Leckerei und ging schliesslich in den Pokémoncenter.
Ich rief noch schnell alle Familienmitglieder an (ausser meinem Vater natürlich), erzählte ihnen von meinen Pokémon usw. Schliesslich gab ich meine Pokémon bei Schwester Joy ab und ging auf mein reserviertes Zimmer. Doch richtete ich mich gemütlich ein und ging schliesslich schlafen.
In meinen Träumen sah ich immer meine Pokémon wie sie sich weiterentwickelten.
Als ich am nächsten Morgen, beziehungsweise schon fast Mittag, um halb elf schliesslich gut gelaunt aufstand, duschte ich zuerst, holte dann meine Pokémon bei Schwester Joy ab. Fit und gesund machten wir uns über das Morgenessen her.
Schliesslich ging ich raus und wollte schon Rockos Arena betreten, als ich ein kleines Schild bemerkte: „Im Moment herrscht gerade Mittagspause.“
Ein wenig enttäuscht ging ich in das örtliche Museum und bestaunte die vielen coolen Pokémonskelette. Schliesslich ging ich raus und übte mit meinen Pokémon. Ich wusste noch nicht genau, welche Pokémon ich für den Kampf nehmen sollte. Von meinem Büchlein wusste ich, dass Rocko Gestein- und BodenPokémon hatte. Da wäre Schiggy klasse.
„Schiggy, ich würde dich zu gerne im Kampf brauchen. Aber du bist doch noch zu klein“, sagte ich für mich aber Schiggy schüttelte wild den Kopf.
„Du willst wirklich schon kämpfen?“, fragte ich ungläubig, die Antwort war schon wieder ein Nicken.
„Na schön, dann nehme ich dich und hmm keines meiner Pokémon hat ein Vorteil. Ich nehme noch Glumanda, es ist zwar im Nachteil, aber immerhin mein wirklich erstes Pokémon“, folgerte ich nun und wusste welche zwei Pokémon ich nun speziell für den Kampf trainierte.
Bei Schiggy kontrollierte ich ob alle Attacken funktionierten, was zum Glück auch der Fall war. Bei Glumanda jedoch übte ich kräftig Flammenwurf und auch diese Attacke klappte nach einer halben Stunde schon richtig gut. Schnell ging ich ins Pokémoncenter und liess meine Pokémon heilen.
Ich wollte nun schon wieder hinauslaufen, doch da tauchte ein Junge wie aus dem Nichts auf, wir stiessen zusammen und purzelten auf den Boden. Der andere Junge war Ash und neben ihm waren das Mädchen Misty und niemand anders als der Arenaleiter von Marmoria City Rocko.

Kapitel 8 - Der erste Orden – Rocko und die Arena aus Stein

„Hallo“, stotterte ich verlegen herum.
„Hallo Florian“, grüssten mich Ash und Misty.
Langsam ging ich zu Rocko und fragte ihn jetzt schon ziemlich selbstbewusster: „Rocko, ich fordere dich hiermit zu einem Kampf heraus.“
„Nun, das wird nicht einfach sein“, bemerkte Rocko, „denn ich wollte gerade mit den Beiden zusammen die Reise fortfahren.“
Die nächste Enttäuschung! Sie traf mich eiskalt doch ich gab nicht auf. Es lohnte sich, denn nach einigen Bettlereien willigte Rocko ein und kurz darauf fand ich mich in der Arena wieder. Ash und Misty sassen auf der Zuschauerbank und Rocko erklärte die Regeln.
„Das ist ein 2 gegen 2 Kampf. Der Kampf ist vorbei wenn die Pokémon eines Trainers kampfunfähig sind. Auswechslungen sind nicht erlaubt“, rief er und warf seinen ersten Pokéball mit den Worten: „Los Kleinstein.“
Das Pokémon, das herauskam, besass nur Kopf und Arme. Mein Pokédex gab mir das nötige Wissen an Kleinstein und nun war ich meinen ersten Pokéball und mein Schiggy kam heraus.
„Das ist ein junges Schiggy“, bemerkte Rocko, „also los Kleinstein, benutze Tackle.“ „Schiggy weich aus“, rief ich und Tackle traf nicht.
„Schiggy, Blubbstrahl“, rief ich, doch Rocko rief einfach: „Kleinstein, weich aus und dann Tackle.“
Ausweichen konnte Kleinstein und Tackle war schon im Anmarsch. Da kam mir eine gute Idee.
Ich befahl: „Schiggy weiche im letzten Moment aus.“
Dies geschah und ich rief nun: „Schiggy, Aquaknarre jetzt mit voller Wucht.“ Kleinstein wäre zu langsam gewesen um auszuweichen und mit einem „Kleiiiiiin“ wurde es stark getroffen.
Doch Kleinstein schwebte jedoch noch und ich befahl weiter: „Schiggy, Blubbstrahl.“ Die Blubberbläschen trafen jedoch nicht, da Kleinstein wieder geschickt auswich. So ging der Kampf dann weiter, wobei ich und auch Rocko Treffer landen konnten. Schliesslich gab es den finalen Zusammenstoss, Kleinstein war besiegt und Schiggy ging als Sieger hervor.
„Kleinstein, du hast super gekämpft.“
Mit diesen Worten nahm Rocko sein Kleinstein zurück, warf seinen zweiten Pokéball und heraus kam ein riesiges Pokémon, Onix. Onix besiegte Schiggy schon nur mit einem einzigen Wickel.
„Schiggy, komm zurück und gönne dir eine Pause“, beschloss ich, „Glumanda, jetzt bist du dran.“
„Ein Feuer-Typ ist eigentlich nicht sehr stark gegen ein Stein- und BodenPokémon“, bemerkte Rocko, „mal schauen was daraus wird.“
„Glumanda, Flammenwurf“, rief ich doch Rocko wehrte ab: „Weich aus, Onix.“
Onix wich aus und der Kampf fuhr fort und mein Glumanda wurde von Wickel getroffen. Glumanda konnte jedoch mit Glut kontern und ich befahl nun Rauchwolke, um den Kampf anschliessend mit Flammenwurf zu beenden. Meine Vorstellung war richtig und Onix sank besiegt zu Grunde.
„Das gibt es nicht!“, staunte Rocko, „du kämpfst super.“
Mit langsamen Schritten kam er auf mich zu und streckte seine Hand aus. Ich wunderte mich, was er mir damit weis machen wollte, doch schliesslich sah ich den glitzernden Orden in seiner Hand.
„Hier, Florian, nimm bitte diesen Orden. Er ist ein Zeichen für deinen Sieg in der Arena in Marmoria City.“ Immer noch freudig ging ich festen Schrittes auf Rocko zu. Mulmig wurde mir zwar schon, als ich den Orden in der Hand hielt. Ich hatte meinen aller ersten Orden gewonnen. Nur noch weitere sieben von den glitzernden Dingern und ich kann bei der Liga, die, wie ich erfuhr, auf dem Indigo-Plateau stattfand, mitmachen. Ich schrie einen leichten Freudeschrei aus, so glücklich war ich.
Ich drehte mich schon um, um zum Pokémoncenter zu rennen und die Nachricht meiner Mutter mitzuteilen, da hielt mich Rocko an der Schulter zurück: „Warte mal, Florian. Ich glaube, ich sollte dir auch noch das geben.“
Mit diesen Worten hielt er mir einen Stein vor die Nase.
„Danke, aber was soll ich mit diesem Stein anfangen?“, fragte ich nichts wissend und auch fast ein bisschen frech.
„Dies ist ein Ewigstein“, erklärte Rocko, „wenn du diesen Stein einem Pokémon gibst, kann dieses sich nicht mehr entwickeln.“
„Cool, danke“, rief ich und verabschiedete mich sofort, obwohl Ash mir noch einen Kampf angeboten hatte.
Ich lehnte jedoch ab, da meine Pokémon jetzt zu erschöpft waren. Ich verliess die Arena, um nachher sofort zum Pokémoncenter zu gehen und meine Pokémon heilen zu lassen. Während dessen rief ich bei meiner Mutter an. Ich erzählte ihr von meinem Sieg in der Arena, natürlich auch von meinen Pokémon und wie stark sie gekämpft haben. Schliesslich erzählte ich ihr von meinem Geschenk über den Ewigstein.
„Na, willst du den Stein einem deiner Pokémon geben?“, fragte sie mich anschliessend.
„Ich weiss noch nicht“, gestand ich ziemlich unsicher, „ich würde schon gerne.“
„Nehmen wir mal deine fünf Pokémon: Glumanda entwickelt sich zu Glutexo und Glurak. Dies ist am Schluss ein sehr starkes Pokémon“, sagte sie und fuhr noch über Taubsi, Schiggy fort, riet mir davon ab ihnen den Stein zu geben genau gleich wie bei Glumanda.
Bei Bibor, so erzählte sie, brächte der Stein sowieso nichts.
„Da wäre noch Mauzi“, beendete sie, „es entwickelt sich zu Snobilikat.“
„Snobilikat“, entfuhr es mir und ich dachte noch mal an die Worte von Ash „Team Rocket arbeitet für irgendeinen Boss mit einem Snobilikat“, „na klar, ich gebe den Stein Mauzi.“
Ich erzählte ihr nun die ganze Geschichte über Team Rocket. Ich wollte ja schliesslich nicht, dass mein Mauzi zu so einem Pokémon wie dieses Snobilikat wird. Schliesslich fügte meine Mutter nur noch ein Satz dazu: „Eine weise Entscheidung.“ Nach einigen Grüssen drückte ich einen Knopf meines Pokétels und legte somit auf, um direkt nachher das Gerät abzuschalten. Gleichzeitig waren meine Pokémon wieder geheilt.
Ich ging mit ihnen an die frische Luft und liess alle Pokémon aus ihren Pokébällen. Natürlich wandte ich mich Mauzi zu. Ich begann mit ihm zu reden, wohl hoffend, dass Mauzi mich überhaupt verstand. In der Tat konnte Mauzi mich hören und bestätigte immer alles mit einem Nicken oder energischem Kopfschütteln. Auf jeden Fall nickte es zustimmend auf die Frage mit dem Ewigstein.
Also legte ich den Stein auf Mauzi und Mauzi glühte zusammen mit dem Stein auf, als würde es sich entwickeln. In mir bereitete sich zuerst schon eine Angst, Mauzi könne sich jetzt entwickeln, doch schliesslich merkte ich, dass nur der Stein begann, seine Wirkung zu erzielen. Mauzi würde jetzt für immer Mauzi bleiben.

Kapitel 9 - Ein neuer Teampartner, aber auf menschliche Art und Weise

Ich schaute rasch auf meinen Pokétel und musste feststellen, dass die Zeit vorgerückt war. Es war schon vier Uhr nachmittags, aber trotzdem wollte ich noch weitergehen. Marmoria Stadt war nicht sehr gross und ich konnte mit einem Transportmittel, namens Abram (Abra + Tram), von der einen zur anderen Seite der Stadt gehen. Ich wurde mit Hilfe eines Abras zum Ausgang in Richtung Azuria City transportiert. Ich schaute auf die Karte meines Pokétels und bemerkte, dass ich diesen Weg einschlagen musste, um mir meinen zweiten Orden zu ergattern.
„Na Florian, das ist ja eine Überraschung“, rief da plötzlich eine Stimme hinter mir und als ich mich umdrehte, sah ich Professor Eich vor mir.
„Professor, was machen sie denn hier?“, fragte ich verblüfft und schaute ihn fragend an.
„Och, ich war auf dem Weg zu einem Freund und machte einen kurzen Abstecher nach Marmoria City“, antwortete er mit einem Anflug eines Lächelns, „und hast du den ersten Orden schon?“
„Na klar“, rief ich und als Belohnung bekam ich dickes Lob von Professor Eich.
„Du, ich muss jetzt schon wieder weiter. Ich würde aber auch noch gerne deine Pokémon sehen. Willst du mit mir kommen?“
„Na klar, wohin soll es denn gehen?“, fragte ich noch.
„Richtung Azuria City gibt es ein Waisenhaus für Kinder. Dort gehen wir hin.“
„Gut. Aber wie kommen wir dort hin?“, stellte ich noch die wichtigste Frage.
„Überlass diese Sorge mal mir“, und mit diesen Worten zog er einen Pokéball hervor.
„Sie trainieren Pokémon?“, fragte ich ungläubig, da ich immer geglaubt hatte, Eich sei nur Forscher.
„Selten, aber dieses Pokémon ist mein stärkstes“, antwortete er und warf den Pokéball in die Luft.
Ein riesiges Pokémon erschien, mein Pokédex erzählte mir, es heisse Dragoran. Professor Eich stieg auf seinen Rücken und ich tat es ihm nach.
„Dragoran, flieg zum Waisenhaus. Florian halte dich fest“, riet Eich mir noch und dann düste Dragoran davon.
Mit Dragorans Geschwindigkeit waren wir binnen Minuten beim Waisenhaus angelangt.
Als wir von Dragoran abstiegen, erzählte ich: „Wissen Sie, ich will am Schluss jedes Pokémon, das es gibt, besitzen. Auch die Legendären.“
Professor Eich wandte sich zu mir um und sagte etwas, was bei mir komplettes Erstaunen auslöste.
„Weißt du, das Wichtigste ist, dass sich deine Pokémon bei dir wohl fühlen und dass sie gut trainiert sind. Die Anzahl der Pokémon spielt dabei keine Rolle. Die Pokémon sollten sich bei dir auch wohl fühlen.“
Eigentlich leuchtete mir die Aussage ein. Ich konnte ja sowieso nur sechs Pokémon im Team haben. Eich und ich liefen auf das Gebäude zu, aus dem ein junger Mann nun heraustrat, zusammen mit einem hübschen Mädchen, welches etwa in meinem Alter war. Eich ging auf den Mann zu und sprach in an.
„Thomas, hallo. Wie geht es dir?“
„Hallo Samuel. Mir geht es gut, danke. Schau mal, das ist Tarja, das Mädchen, von dem ich dir erzählt habe, es würde dich gerne kennenlernen.“
Er zeigte auf das Mädchen. Tarja wirkte sehr schüchtern und wahr anscheinend eine Weise. Nachdem Eich und Tarja sich gegrüsst hatten, gab Eich Tarja ein Autogramm und beantwortete ihre Fragen. Danach machte Tarja kehrt und ging wieder zum Waisenhaus zurück. Aus unerklärlichen Gründen wollte ich noch mit ihr reden; also folgte ich ihr. Ihr Zimmer war gerade beim Eingang. Ich klopfte zuerst an und ging dann rein. Tarja drehte sich zu mir um und schaute mich erstaunt an. Ich stellte mich vor und fragte danach nach ihr.
„Na ja, ich heisse Tarja und bin erst kürzlich 10 Jahre alt geworden. Wie du merkst bin ich eine Weise“, gab sie mir Auskunft.
„Weisst du, ich trainiere Pokémon und will an der Kantoliga teilnehmen“, sagte ich noch und bemerkte, wie sich da plötzlich ein Lächeln um ihr Gesicht spielte, das ich nicht deuten konnte.
„Soso, du trainierst Pokémon. Na dann schau dir mal das an“, mit diesen Worten holte sie etwas hinter ihrem Gürtel hervor, was ich als zwei Pokébälle deuten konnte.
„Flamara, Fukano los“, rief sie und es erschienen zwei FeuerPokémon.
Der Pokédex verriet mir das Wichtigste.
„Soll das heissen, dass du auch Pokémon trainierst?“, fragte ich erstaunt, denn wenn man doch Pokémon trainierte, ging man doch auf eine Reise. Da erzählte mir Tarja die lange Geschichte.
„Weisst du, jeder Waise bekommt an seinem neunten Geburtstag ein Pokémonei. Bei mir schlüpfte ein Evoli, welches ich dann später einmal zu einem Flamara weiterentwickelt habe. Das Fukano habe ich einmal verletzt gefunden und es geheilt, also so gut ich konnte. Das Fukano wich nicht mehr von meiner Seite, also habe ich es gefangen.“
„Aber wieso gehst du nicht auf eine Pokémonreise?“, fragte ich.
„Nun ja, eigentlich sollte ich gehen. Mit neun Jahren kann man das Waisenhaus verlassen, zu Professor Eich gehen und sich dort ein zweites Pokémon nehmen. Danach geht man auf seine Reise.“
„Und wieso war das bei dir nicht der Fall?“
„Ich will eigentlich nicht allein auf meine Reise“, antwortete sie, „in meinem Leben war ich schon genug allein. Aber alle Gleichaltrigen wollten allein auf ihre Reise, ich warte immer noch auf einen Partner.“
Ich dachte nach, es war schon noch brutal so allein zu sein und ausserdem mochte ich Tarja sehr. Da kam mit eine brillante Idee.
„Sag mal, willst du mit mir reisen?“, fragte ich.
Erstaunt sah Tarja mich an, überlegte kurz und nickte dann lächelnd.
„Na klar will ich das. Mit dir scheint man viel Spass zu haben“, sagte sie und wir gaben uns einen kräftigen Armdruck.
„Morgen geht es los“, rief ich, denn ich erklärte Tarja, ich müsse Professor Eich noch sehen.
Sie war einverstanden und ich ging zu Eich. Er schaute meine Pokémon an und war mit allen zufrieden. Bei Bibor wurde ihm sogar etwas bewusst.
„Das Bibor hatte sich aber schnell entwickelt“, sprach er, „und zuerst war mir nicht klar wie und warum, doch jetzt weiss ich es. Bibor hatte gemerkt, dass es nicht sehr stark ist als Kokuna und wollte sich schnell weiterentwickeln.“
Das fand ich natürlich toll und war stolz auf Bibor. Ich erzählte ihm nun die ganze Geschichte von Tarja und danach bereiteten wir noch eine kleine Überraschung für Tarja vor. Danach legte ich mich, in ein eigenes Zimmer, welches ich für diese Nacht bekommen hatte, schlafen, um morgen fit zu sein.

Kapitel 10 - Zu zweit macht alles doppelt Spass

Am nächsten Morgen weckte Taubsi mich ganz früh am Morgen, so wie ich es gewollt habe, denn jetzt konnte ich mich schnell parat machen und die Überraschung für Tarja fertig machen. Als sie dann um acht aufgestanden war und in den Frühstückraum kam, war sie ganz überrascht, als wir sie alle herzlich empfingen. Es gab eine kleine Abschiedsparty und zum Schluss ging Eich noch zu Tarja und gab ihr nun die kleine Überraschung. Er tat dasselbe wie er bei mir getan hatte, er nahm drei Pokébälle und stellte sie auf den Tisch, in dem einen ein Bisasam, in dem zweiten ein Glumanda und der dritte Pokéball enthielt ein Schiggy.
„Tarja, als Abschiedsgeschenk für dich lasse ich dich eines der drei Starter-Pokémon aussuchen“, sagte Eich.
Tarja war komplett glücklich und umarmte zuerst einmal jeden. Danach schaute sie die Pokémon an.
„Ach, die sind alle komplett süss“, sprach sie, doch sie merkte schnell, Schiggy war eher mit Glumanda beschäftigt und umgekehrt. Nur Bisasam schaute sie mit grossen Augen an und formte mit Hilfe eines Rankenhiebes ein Herz. Für Tarja war die Entscheidung nicht schwer.
Sie nahm Bisasam in ihre Arme und sprach: „Ich nehme Bisasam.“
Schiggy und Glumanda bemerkten die Aussage gar nicht, doch Bisasam war ganz glücklich. Eich gab, wie er es auch mir gegeben hatte, einen Pokédex, 5 Pokébälle und eine Ordenschatulle. Tarja bedankte sie noch einmal freudig und dachte, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Da kam mir eine Idee.
„Sag mal Tarja, was hältst du von einem Kampf zwischen uns zweien? Also nur so zum Spass“, fragte ich, ihr tief in die Augen blickend.
„Wieso eigentlich nicht, aber gut bin ich nicht, denke ich“, antwortete sie, Eich erklärte sich bereit der Schiedsrichter zu sein und schon bald standen wir uns in einem Raum des Waisenhauses gegenüber, es war ein 3 gegen 3 Kampf mit Auswechseln der Pokémon.
„Zuerst muss das Feld, auf dem wir spielen, bestimmt werden“, rief Tarja und Eich nickte.
Per Knopfdruck wurde nun zufällig entschieden, ob wir auf einem Wasser-, Eis-, Gras- oder Feuerfeld kämpften. Das Grasfeld wurde ausgewählt und der Boden des Kampffeldes senkte sich und das Grasfeld erschien.
„Jetzt wird entschieden, wer sein erstes Pokémon rufen muss“, rief Eich und mit einem weiteren Knopfdruck wurde dies entschieden, die Wahl fiel auf mich.
Schnell rief ich mein Taubsi, während Tarja dann ihr Flamara hervorholte. Ich befahl Taubsi Attacken, wie Windstoss und Sandwirbel, welche jedoch durch Flamaras eigenem Sandwirbel mit Ausweichen abgewehrt wurde. Ich merkte nun schnell, dass ich mit Taubsi nicht weiter komme. Also holte ich es zurück und schickte dafür Mauzi in den Kampf.
„Flamara, Feuerwirbel“, rief Tamara, doch ich parierte lässig: „Mauzi, Doppelteam.“
Natürlich sah Flamara nicht mehr, welches das richtige Mauzi war und wurde deshalb ein klein wenig verwirrt.
„Biss“, rief ich nun und die Mauzis kamen alle nach vorne.
„Flamara, treffe alle Mauzis mit Flammenwurf“, rief Tarja, doch es war zu spät.
Ein paar Mauziillusionen wurden zwar beseitigt, das echte Mauzi jedoch nicht. Es griff mit einem erfolgreichen Biss an.
„Huch“, rief Tarja und auch sie beschloss Flamara erst mal zurückzuziehen.
„Bisasam, du bist dran“, sagte sie, den Pokéball werfend.
„Weisst du überhaupt, welche Attacke Bisasam kann?“, fragte ich und Tarja bejahte.
„Professor Eich hat sie mir erzählt. Tackle und Rankenhieb“, antworte sie selbstsicher.
„Mauzi, Biss“, rief ich und das Mauzi kam mit einem geöffneten Maul zu Bisasam, welches jedoch ausweichen konnte.
Der Kampf ging zwar lang weiter, doch Bisasam schien die Obhut zu gewinnen. Wenn Bisasam angriff und Mauzi Doppelteam benutzte, brauchte Bisasam seinen Rankenhieb, schlug mit ihnen um sich und zerstörte alle Mauziillusionen und traf auch das richtige Mauzi. Irgendwann nahm ich auf jeden Fall Mauzi zurück und schickte dafür mein drittes Pokémon, Bibor, in den Kampf. Da Bibor ja eines der besten Pokémon meines Teams war, machte es kurzen Prozess mit Bisasam. Nach einigen Giftstacheln und Furienschlägen war Bisasam besiegt. Zwar hatte mein Bibor auch einige Attacken einstecken müssen, doch es war längst noch fit.
„Fukano, los“, rief sie, nachdem sie Bisasam zurück in den Pokéball geholt hatte.
Weil ich wusste, dass Bibor schwach gegen Feuertypen ist, holte ich es auch zurück und nahm stattdessen Taubsi in den Kampf.
„Ruckzuckhieb, schnell“, rief ich, doch Tarja grinste nur.
„Weisst du, so wie dein Mauzi Doppelteam als Verteidigung einsetzen kann, kann Fukano dies mit Schaufler auch. Also los, Schaufler“, erklärte sie und Fukano grub ein Loch in die Erde.
„Taubsi, pass gut auf“, rief ich noch.
„Los Fukano, Glut“, befahl Tarja und Fukano kam wieder an die Oberfläche und schoss eine Glutladung auf Taubsi, welches nicht mehr ausweichen konnte, ab.
Erschreckt sah ich, wie Taubsi getroffen wurde und rief: „Taubsi, Sandattacke.“
Der Sand wurde überall in der Halle rumgeschleudert und vernebelte alles. Ich nutzte den Augenblick.
„Taubsi Ruckzuckhieb.“
Fukano sah Taubsi erst, als es zu spät war. Ich probierte nochmals die gleiche Folge von Attacken, doch dieses Mal war Tarja darauf gefasst.
„Schaufler, los.“
Verwirrt schaute Taubsi um sich herum, da Fukano nun verschwunden war.
„Achtung, das ist eine Falle“, sprach ich, jedoch zu spät.
Fukano sprang wieder aus dem Boden und machte die Attacke Biss, auf Tarjas Befehl hin. Taubsi schrie auf und fiel danach zu Boden - es war besiegt. Ich lobte Taubsi noch und nahm es zurück in seinen Pokéball.
„Los Mauzi“, rief ich und das katzenartige Pokémon kam zu zweiten Mal zum Vorschein, „Kratzfurie.“
„Fukano, Schaufler“, machte Tarja mir ein Strich durch die Rechnung.
Ich wusste, dass Fukano wieder ganz überraschend auftauchte und angriff. Also beschloss meine Verteidigungswaffe einzusetzen.
„Komm wieder raus und dann Glut, Fukano“, befahl Tarja.
„Doppelteam“, rief ich sofort, als Fukano wieder an die Oberfläche kam.
Überrascht hielt Fukano inne und ich nutzte die Gunst der Stunde und griff an: „Kratzer.“
Fukano war zu überrascht, um sich zu wehren und Kratzer war ein richtiger Volltreffer.
„Jetzt noch Biss“, befahl ich und der nächste Treffer landete tief und Fukano sank besiegt zu Boden.
„Fukano zurück“, rief Tarja, „du hast super gekämpft. So, jetzt liegt es an dir Flamara.“
Flamara setzte sich startbereit auf das Gras des Feldes.
„Flamara, Feuerwirbel“, begann Tarja und die Feuerattacke kam auf Mauzi zu.
„Doppelteam“, verteidigte ich und unzählige Mauzi standen jetzt auf dem Feld.
„Triff alle Mauzis mit deinem Feuerwirbel“, rief Tarja, und ihr Plan ging in Erfüllung.
Indem sich Flamara drehte, konnte es alle Mauzis treffen und mein Mauzi wurde von dem Feuerwirbel stark getroffen.
„Mauzi, kannst du noch stehen?“, fragte ich noch, und die Antwort kam gerade darauf.
Mauzi sank besiegt auf den Boden. Jetzt würde alles an Bibor liegen. Ich rief es wieder hervor.
Der Kampf war hart und lange, Bibor war im Typennachteil, aber dennoch schaffte es Flamara zu bezwingen, allerdings nach einigen Treffern und nur mit dem Erlernen einer neuer Attacke, Energiefokus. Bibor pumpte sich richtig auf und schlug mit seiner stärksten Giftstachel Attacke zu. Es war ein Volltreffer, der zum K.O. gehen von Flamara führte.
Professor Eich klatschte nach meinem Sieg und gratulierte mir. Tarja kam auf mich zu und gab mir die Hand.
„Gut gemacht“, sagte sie und ich war wieder einmal die Fröhlichkeit in Person.
Nach diesem Kampf verabschiedeten wir uns von Professor Eich, um unsere eigenen Pokémonreisen zusammen zu machen und gingen in Richtung Mondberg. Wir standen dann auch eine halbe Stunde später vor ihm.

Kapitel 11 - Gratisorden und erster Wettbewerb

Nach einer kurzen Picknickpause wollten wir schon den Mondberg bestreiten, damit wir um eins in Azuria Stadt ankommen. Das Durchlaufen war eigentlich nicht besonders spannend. Hin und wieder flog ein Zubat oder ein Kleinstein schwebte vorbei, aber wir beachteten sie nicht. Um viertel von eins schritten wir durch das Ende des Mondberges und vor uns lag eine Stadt - Azuria Stadt.
Der halbstündige Fussmarsch nach Azuria Stadt ging durch Wiesenlandschaften und Blumen. Dann standen wir endlich vor dem Torbogen der Stadt. Gerade als wir durchlaufen wollten, rief eine mir bekannte Stimme meinen Namen zu.
„Hey, Florian, warte.“
Ich drehte mich um und sah, wie Ash und seine beiden Freunde Rocko und Misty auf mich zu gerannt kamen.
„Hallo Ash“, antwortete ich, und Ash bemerkte Tarja.
„So, du hast jetzt eine Begleiterin?“
„Ja, sie heisst Tarja“, gab ich Auskunft.
Rocko runzelte die Stirn und sagte dann: „Bist du die Tarja aus dem Waisenhaus?“
„Ja“, sagte Tarja ein wenig verwirrt, „ach bist du Rocko?“
Rocko nickte und die beiden erzählten, dass Rocko früher oft beim Waisenhaus vorgesungen hatte und er sehr beliebt war.
Tarja erzählte ihn, dass sie ihn noch bekämpfen muss, da sie seinen Orden noch nicht hat. Doch Rocko winkte ab.
„Lass das, dies wird sehr schwierig werden ohne die Arena. Weisst du was, ich schenke dir den Orden“, sprach er, und Tarja bekam den Felsorden in die Hand gedrückt.
„Danke“, stotterte Tarja, „aber weshalb?“
„Ich mag dich halt einfach.“
Ash bot mir wieder einen Kampf an und ich nahm an. Der Kampf war mit 3 Pokémon auf jeder Seite und Ash setzte sein Smettbo, Pikachu und Tauboga ein. Mein Taubsi schlug sein Smettbo, wurde dann jedoch von Pikachu geschlagen. Mein Glumanda schlug Pikachu und mein eingewechseltes Schiggy gewann gegen Tauboga. So hatte ich den Kampf wieder gewonnen.
Wir gaben uns alle die Hand und trennten uns dann. Während Ash und seine Begleiter die Pokémonarena bestreiten wollten, gingen wir zwei erst einmal zum Pokémoncenter um unsere Pokémon zu heilen und ein wenig zu trainieren. Während die Pokémon am Heilen waren, deutete Tarja auf ein Plakat an der Mauer.
Pokémonwettbewerb in Azuria Stadt am 7. April, 16:00 in der Halle im Norden, Anmeldeschluss 15:30, stand drauf und Tarja sagte zu mir: „Dieser Wettbewerb ist heute. Ich werde mal mitmachen. Vielleicht ist es ja etwas Lustiges. Machst du auch mit?“
„Ja klar“, nickte ich und dachte schon nach was das sein könnte, ein Pokémonwettbewerb.
Und da fiel es mir wieder ein. Da musste man seine Pokémon in ihrer schönsten Art und Weise zeigen und dann irgendwann noch ein Art Kämpfe austragen. Wir liessen uns von Schwester Joy unsere Pokémon wieder zurückgeben und nahmen gleich noch ein Prospekt für den Wettbewerb mit.
Während wir eine Glace assen, studierten wir die Anweisung. Nach und nach begriff ich, wie das funktionierte mit so einem Wettbewerb. Zuerst eine Vorführung mit einem Pokémon und die besten 8 Koordinatoren kamen in die zweite Runde.
Dort konnte man, wenn man wollte, ein anderes Pokémon nehmen und musste man gegen andere weitergekommene Koordinatoren kämpfen bis ins Finale, wo es noch zwei gab. Der Gewinner bekam dann ein Band. Als wir alles durchgelesen hatten, waren wir uns beide einig, bei diesem Wettbewerb dabei zu sein.
Wir assen die Glaces fertig und gingen sofort zur Halle im Norden. Dort meldeten wir uns an und bekamen auch eine Bänderbox geschenkt. Ebenfalls wurde uns je einen Wettbewerbspass der Kantoregion gegeben. Dann hiess es trainieren für die Vorstellung und Pokémon aussuchen.
Wir beschlossen, dass jeder einzeln trainiert, dass es immer noch eine Überraschung war, den anderen zu sehen. Und so trainierte ich alleine auf einer Wiese und überlegte mir, welche Pokémon ich einsetzen sollte. Da traf meine Wahl auf Schiggy und Mauzi. Ich beschloss eine coole Vorstellung abzuliefern.

„Hallo Florian. Na, gut vorbereitet?“, rief Tarja mir im Rennen zu.
Ich wartete schon vor der Halle, da der Wettbewerb in 15 Minuten etwa anfing. Kurz nachdem Tarja bei mir angekommen war wurden sämtliche Koordinatoren hinein gelassen und befanden sich nun in der Wartehalle. Zugegen etwas nervös war ich schon, denn das war das erste Mal für mich an einem Wettbewerb. Tarja war auch ein wenig nervös und konnte es kaum erwarten, auf die Bühne zu gehen.
Dann endlich fing es an. Lilian begrüsste alle Zuschauer und die Jury, bestehend aus Raoul Contesta, Mister Sukizo und die Azuria Stadt Schwester Joy, und liess den ersten Koordinator auf die Bühne kommen.
„Sandamer los. Kratzer“, rief dieser, warf einen Pokéball, und Sandamer kratzte den Boden, um ein schönes Bild zu malen.
Alle Leute waren begeistert, ebenso die Jury.
„Das war einfach grossartig.“
„Bemerkenswert.“
„Besser geht es fast nicht mehr.“
Viele weitere Koordinatoren kamen dran, allerdings viel mehr gute als schlechte.
Dann endlich kam ich dran. Nummer 17.
Ich ging auf die Bühne und schaute mal zuerst auf all die Zuschauer. Danach warf ich meinen Pokéball.
„Schiggy“, tönte es und mein Pokémon landete auf dem Boden.
„Schiggy, Blubbstrahl“, rief ich, und Schiggy schoss mehrere Bläschen aus seinem Mund und in eines ging es herein.
Schiggy schwebte nun in seinem Bläschen in der Luft. Dies gefiel allen Zuschauern und sie waren begeistert.
Doch da passierte das Unglück. Schiggy war über die erfreuten Zurufe so glücklich, dass es die Arme ausbreitete und selbst das Luftbläschen zerplatzen liess. Schiggy stürzte hinunter auf den Boden.
Entsetzt rannte ich zu Schiggy und fragte es, ob es ihm gut gehe. Ich sagte, dass dies das Ende meiner Vorstellung war und lief schnell raus. Ich wusste, dass ich nun nicht in die zweite Runde kommen würde. Ein wenig traurig sass ich in der Wartehalle auf einer Bank und Tarja kam mich trösten.
„Ach komm, das ist nicht so schlimm“, rief sie.
„Stimmt, du hast eigentlich recht. Aber nun konzentriere dich selbst auf deine Vorführung“, gab ich zu.
Tarja nickte und erschrak plötzlich. Denn ihr Name wurde aufgerufen und sie stürmte auf die Bühne.
„Flamara, zeig was du kannst“, rief sie und ihr erstes Pokémon erschien.
„Flamara, Flammenwurf“, befahl Tarja, und Flamara liess seinen Flammenwurf in Form von Feuerbällen, welche es nach hinten schleuderte zeigen.
„Und nun stich sie mit deinem Schweif durch“, befahl Tarja.
In dem Flamara ein Vorwärtssalto machte, stach es mit der Schweifspitze jeden Feuerball durch. Dadurch entstand ein wunderschöner Feuerregen. Die Vorstellung endete damit, dass Flamara wieder auf den Füssen zum Stehen kam.
Der Applaus war gigantisch, ebenso die Kommentare der Jury.
„Für das erste Mal ist es eine bewundernswerte Leistung.“
„Alle Achtung, bemerkenswert.“
„Super gemacht.“
Nach vielen Gratulationen ging Tarja wieder von der Bühne und setzte sich neben mir hin.
„Gut gemacht“, sagte ich ihr, denn ich hatte sie durch einen Fernseher sehen können.
„Danke“, sprach Tarja und legte sich zufrieden hin.
Nach sechs weiteren Koordinatoren waren die Vorstellungen vorbei und die Jury zog sich zurück, um die besten acht Koordinatoren auszuwählen. In dieser Zeit entspannten wir uns ein wenig.
Dann plötzlich ertönte die Stimme von Lilian: „So, unsere Jury hat sich entschieden. Die weiterkommenden acht werden nun auf der Tafel abgebildet.“
Ein erster Kandidat wurde aufgedeckt. Es war ein Knabe, der etwa 15 war. Das zweite, dritte und vierte Bild erschien. Tarja war auf keinem zu sehen und sie wurde auch entsprechend nervöser.
Würde sie es schaffen noch reinzukommen? Das fünfte, sechste und siebte Bild wurde gezeigt. Immer noch keine Tarja. Nun starrte Tarja gebannt auf das noch leere Feldchen des achten Weiterkommenden. Würde sie die Glückliche sein und weiterkommen?

Kapitel 12 - Die zweite Runde des Wettbewerbs

„Ja, super“, rief Tarja ausser Freude, und einen Grund zur Freude gab es natürlich, denn auf dem achten Feldchen wurde gerade das Bild von Tarja gezeigt.
„Ich bin also doch noch drin.“ „Gut gemacht“, gratulierte ich und umarmte sie.
„Na dann, viel Glück für die zweite Runde“, sagte ich noch.
„Die Paarungen für die zweite Runde werden nun gezeigt“, sprach Lilian durch ihr Mikrofon.
Sofort schaute Tarja wieder auf den Bildschirm.
Alex - Stephan
Lilly - Joe
Tarja - Jan
Sandra - Marcel
Ich werde also als Dritte dran sein, dachte Tarja für sich und schaute nun schon zu, wie Alex und Stephan den ersten Kampf machten. Alex’ Georok, die Weiterentwicklung von Kleinstein, gewann schliesslich gegen das Jurob, ein Wasser-Eis Pokémon, von Stephan. Alex war also weiter.
Lilly machte ebenfalls kurzen Prozess mit Joe. Joes Ibitak wurde von Lillys Magnetilo richtig geröstet.
Nun war Tarja dran. Ich wünschte ihr nochmals viel Glück und sie ging durch den Eingang auf die Bühne.
An der Wand gab es eine Anzeigetafel mit Tarja und Jan drauf, eine 5 Minuten Uhr und zwei Balken, die sagten, wie viele Punkte man noch hatte. Gegenüber sah sie schon Jan. Sie merkte sofort, dass dies der 15 jährige Junge von vorhin war. In seiner Vorstellung benutzte er ein Magmar. Die beiden gingen in die Mitte.
„Viel Glück“, sagte Tarja, doch Jan grinste nur.
„Glück brauche ich nicht, denn dieses Band ist schon meins“, meinte Jan.
„Weshalb denn?“, fragte Tarja, und Jan holte seine Bänderbox hervor.
„Deswegen“, antwortete er und zeigte ihr den Inhalt.
Es waren schon drei Bänder drin.
Staunend begab sich Tarja wieder an ihren Platz und wusste augenblicklich, dass dieser Koordinator schon viel mehr Erfahrung als sie hatte. Doch sie würde nicht aufgeben.
„Die 5 Minuten Uhr läuft“, rief Lilian.
„Los Nidorino“, rief Jan, und Lilian kommentierte augenblicklich.
„Jan benutzt sein Nidorino. Welches Pokémon wird Tarja benutzen?“
Nidorino hmm, dachte Tarja, ein Feuertyp wäre da super. Flamara war schon einmal dran, also ist Fukano an der Reihe.
„Los Fukano“, rief Tarja nun.
„Tackle“, befahl Jan sofort, doch Tarja winkte ab.
„Mit mir geht das nicht so einfach. Schaufler, schnell“, sprach Tarja, und Fukano buddelte sofort ein Loch.
Sofort wurden ein paar Punkte des Balkens von Jan abgezogen. Doch Jan wirkte in keiner Weise beunruhigt.
„Also doch so dumm wie ich gedacht habe. Nidorino Eisstrahl“, rief Jan, über beide Ohren grinsend.
„Wow, Nidorino kann Eisstrahl“, kommentierte Lilian, „das muss viel Zeit und Aufwand gekostet haben, einem GiftPokémon eine Eisattacke zu erlernen.“
Aber was hat denn Jan vor, fragte Tarja sich und sah es augenblicklich.
Nidorino gefror mit seinem Eisstrahl den ganzen Boden. Tarja erschrak, denn ihr wurden auf einmal sehr viele Punkte abgezogen, viel mehr, als Jan zuvor. Sie begriff nicht warum. Natürlich war das Eis schön, aber nicht so schön.
„Fukano, komm an die Oberfläche und dann Glut“, befahl nun Tarja, doch nichts passierte, ausser dass es ein dumpfes Geräusch gab.
Nun begriff Tarja. Nidorino hatte das Eis gelegt, damit Fukano nicht mehr zurück an die Oberfläche kam. Und deshalb wurden ihr so viele Punkte abgezogen, da dies ja genial überlegt war.
„Willst du schon aufgeben?“
Diese aggressive Frage kam von Jan, doch Tarja schüttelte den Kopf.
„Fukano, Glut auf die Eisschicht“, rief sie, und die Wirkung traf sofort ein.
Die Eisschicht schmolz und Fukano kam wieder an die Oberfläche und stellte sich wieder kampfbereit hin. Es wurden wieder Punkte bei Jan abgezogen. Nun hatten beide Koordinatoren noch etwa die Hälfte der Punkte. Tarja hatte zwar noch etwas weniger Punkte als Jan, aber es war ziemlich ausgeglichen.
„Nicht schlecht“, bemerkte Jan.
„Es sind noch zwei Minuten“, rief Lilian wieder in ihr Mikrofon.
„Und die werde ich nutzen“, rief Jan, „Giftstachel.“
Doch Tarja konterte sofort.
„Glut, Fukano.“
Die beiden Attacken trafen aufeinander, allerdings wurden Jan wieder Punkte abgezogen, da Fukano sich erfolgreich verteidigen konnte.
„Hornattacke“, befahl Jan nun.
„Mach nochmals Glut“, rief Tarja.
„Weich aus“, sprach Jan, und Nidorino erfüllte diesen Befehl mit Erfolg, was Tarja wiederum Punkte kostete.
„Und nun Giftstachel“, rief Jan.
Tarja erschrak, denn Giftstachel war ein Volltreffer. Dies kostete sie Unmengen an Punkten.
Während Tarja nur noch einen Viertel der Anfangspunkte hatte, besass Jan noch einen Drittel der Punkte.
„Fukano, Biss“, sagte Tarja ein wenig unruhig.
Während Fukano mit Biss angerannt kam, machte Nidorino auf Jans Befehl hin einen Eisstrahl. Erschrocken bemerkte Tarja, dass Fukano bald eingefroren sein würde. Da kam ihr ein Plan.
„Fukano, schnell, Glut.“
Da die Glut das Eis schmilzt, konnte Fukano sich einen Weg durch das Eis bahnen und konnte Biss doch noch machen. Dies kostete Jan Punkte und gerade jetzt war die Zeit vorbei.
„Zeit ist vorbei“, rief Lilian, „nun wollen wir schauen, wer gewonnen hat. Und es ist Tarja.“
Tarja war ausser sich vor Freude. Sie warf nochmals einen Blick auf die Anzeigetafel. Tatsächlich sie war der Gewinner. Die beiden Koordinatoren gingen wieder in die Mitte und gaben sich die Hand.
„Gut gemacht, Tarja. Ich habe dich unterschätzt. Aber warte es ab, das nächste Mal besiege ich dich“, meinte Jan grinsend.
„Danke, tschüss“, erwiderte Tarja und begab sich wieder in die Wartehalle.
„Super, Tarja“, rief ich ihr laut zu.
Tarja kam zu mir, setzte sich hin und schaute wieder zum Fernseher. Sarah gegen Marcel. Der Kampf begann.
„Los Machollo“, rief Sarah, ihren Pokéball werfend.
„Du auch, Schillok“, rief Marcel seinerseits.
Sofort merkte man, dass Schillok deutlich mehr Erfahrung als Machollo hatte. Dies zeigte sich auch beim Kampf. Nach weniger als zwei Minuten war Machollo kampfunfähig.
„Nun stehen alle vier Gewinner fest. Es geht ins Halbfinale“, rief Lilian, „und die Paarungen sind hier.“
Alex - Lilly
Tarja - Marcel
Alex gegen Lilly. Dies war der erste Halbfinalekampf. Alex gewann ohne grosse Mühe, da Lillys ElektroPokémon Magnetilo keine Wirkung auf das BodenPokémon Georok hatte. Alex kam also ins Finale.

„Los Fukano.“
Tarja stand nun Marcel gegenüber.
„Schillok, du bist dran“, rief Marcel.
Wassertypen haben ja einen Vorteil zu Feuertypen und deshalb war es für Seemon nicht schwer sofort die Oberhand zu gewinnen. Mit Attacken wie Aquaknarre, Blubber und Hydropumpe setzte Marcel Tarja mächtig unter Druck. Natürlich konnte Tarja mit Schaufler auch kontern, aber man merkte nach den 5 Minuten, dass Marcel haushoch gewann. Tarja war also draussen. Marcel kam ins Finale.
Enttäuscht zog Tarja ihr Pokémon zurück und ging zurück in die Wartehalle, wo ich bereits auf sie wartete und sie zu trösten versuchte. Doch sie war zu traurig und setzte sich einfach.
Plötzlich schaute sie wieder auf den Monitor. Denn dort kämpften Alex und Marcel um das Band.
„Schillok, Hydropumpe“, rief Marcel.
Die Hydropumpe haute Georok um und es wurde besiegt. Marcel hatte also das Band gewonnen.

Kapitel 13 - Orden holen mit Zuschauern

Schon nach kurzer Zeit war Tarja wieder glücklich, schliesslich war sie unter den besten vier. Sämtliche Koordinatoren gingen nochmals auf die Bühne und Marcel liess sich das Azuria Stadt Band geben.
Als der Wettbewerb vorbei war, gingen Tarja und ich raus.
„Weisst du, ich habe mich für etwas entschieden“, sprach Tarja, „ich werde keine Orden sammeln. Ich werde Bänder sammeln.“
„Aber du hast doch schon einen Orden“, meinte ich.
„Ja, und den werde ich als Glücksbringer benutzen“, sagte sie, „wollen wir ins Pokémoncenter gehen?“
„Nein, warte mal, ich habe eine bessere Idee“, antwortete ich, „folge mir.“
Wir gingen durch die Strassen von Azuria Stadt und bald befanden wir uns vor einem grossen Haus, namens „Das Zuchthaus“. „Hier sind wir“, sagte ich und drückte auf die Klingel des Tores.
Vor uns war ein riesiger Garten mit Unmengen an Pokémon. Eine Gestalt kam durch den Garten und machte das Tor auf. Da schaute er mich überrascht an.
„Florian“, rief er.
„Raphael, hallo“, sagte auch ich und umarmte meinen Bruder.
„Wie geht’s dir? Ach komm doch erst einmal rein und deine Freundin auch.“
„Oh, sie ist nicht meine Freundin. Nur meine Begleiterin“, sagte ich mit dem Anflug eines Grinsens.
Als wir im Haus waren, machte Raphael erst einmal Tee für uns. Zuerst einmal erzählten Raphael und ich, dass wir Brüder sind. Das wusste Tarja ja nicht. Ebenfalls erzählten wir ihr, dass Raphael der berühmteste Pokémonzüchter von ganz Kanto ist. Dann erzählte ich Raphael, wer Tarja ist.
„Wollt ihr mir mal eure Pokémon zeigen“, fragte Raphael, „ich werde meine auch noch euch zeigen.“
„Du bist doch Züchter. Dann trainierst du doch keine Pokémon“, warf Tarja ein.
„Doch, doch. Denn vor etwa fünf Jahren ging auch ich auf meine Pokémonreise, um der beste Pokémontrainer aller Zeiten zu werden“, erklärte Raphael.
„Weshalb bist du denn jetzt Pokémonzüchter geworden?“, fragte Tarja.
„Ich bin zwar erfolgreich gewesen als Trainer, aber es hat mich nicht glücklich gemacht. Ich habe mich lieber gut um meine Pokémon gesorgt. Deshalb waren wir auch immer ein unschlagbares Team“, antwortete Raphael, „also zeigt ihr mir eure Pokémon.“
„Na klar“, rief ich, „los ihr fünf.“
„Ihr auch“, rief auch Tarja, ihre Pokébälle werfend.
„Wow, schon eine ganze Sammlung“, bemerkte Raphael, „war Glumanda dein Starter?“
„Ja“, sagte ich, und Glumanda hüpfte mir in die Arme.
„Bei dir scheinen alle Pokémon sehr glücklich zu sein“, sagte Raphael zu mir.
Ich war natürlich erfreut, dies zu hören und machte einen Handschlag mit meinem Glumanda.
„Bei dir sind auch alle Pokémon glück…“,
Raphael stutzte plötzlich.
„Dein Fukano scheint traurig zu sein. Weisst du weshalb?“, fragte er.
Tarja überlegte und plötzlich ging ihr ein Licht auf.
„Ich war ja richtig mies zu dir beim Wettbewerb. Du hast super gekämpft, du hast Nidorino geschlagen und dich auch bei Jugong tapfer geschlagen. Und ich habe dir nicht einmal gratuliert. Das tut mir leid.“
Tarja war erst jetzt aufgefallen, wie traurig sie Fukano gemacht hat.
„Es tut mir leid. So was kommt nie mehr vor. Versprochen“, sprach Tarja.
Mit Tränen in den Augen schlossen sich die beiden in die Arme.
„So, und nun werde ich euch meine Pokémon zeigen“, sagte Raphael, und Tarja und ich nahmen unsere Pokémon wieder zurück.
Wir gingen zusammen durch einen Gang und in einen anderen Raum hinein. Dort war alles mit Pokébällen vollgestopft.
„Sind dies alles deine Pokémon?“, fragte Tarja mit einem erstaunten Blick.
In den Regalen waren mindestens 300 Pokémon.
„Nein“, antwortete Raphael grinsend, „nur dieser hintere Teil.“
Mit diesen Worten zeigte er auf ein separates Regal. Wir gingen alle dorthin. Ich zählte die Pokébälle und kam auf 8.
„Ich werde sie euch draussen zeigen“, sagte Raphael.
Er holte einen Korb hervor und legte alle Pokébälle vorsichtig herein.
„Also folgt mir“, rief er, und wir begaben uns in den riesigen Garten mit Teichen, einem See, Bäumen, Hügeln und Sand.
Raphael nahm die ersten vier Pokébälle in die Hand und warf sie in die Luft.
„Kommt heraus.“
Da ich die Pokémon ebenfalls noch nicht kannte, ausser dem Bisasam, dem Starter von ihm, war ich auch sehr gespannt.
Raphael warf alle weiteren Pokébälle in die Luft und schliesslich war ein vollständiges Team vor uns. Auf meine Befragung beim Pokédex bekam ich alle Namen ausgeliefert.
Bisaflor (von seinem Bisasam), Smettbo, Ibitak, Raichu, Knogga, Vulnona, Aquana, Machomei.
„So, das sind all meine Pokémon“, sagte Raphael.
„Nur so wenig?“, fragte ich, fast ein bisschen enttäuscht.
„Ich habe ja noch viele andere Pokémon zum Züchten. Das sind für mich wie meine eigenen Pokémon“, antwortete Raphael.
Tarja und ich liessen unsere Pokémon nochmals raus und alle spielten miteinander. Raphael kochte in der Zeit etwas für uns und kurze Zeit später sassen wir zusammen am Gartentisch und assen eine Suppe.
„Morgen werde ich den Arenaleiter von Azuria Stadt herausfordern“, sagte ich.
„Du weisst, dass es vier Schwestern sind, von denen drei die Arena leiten? Jede Arenaleiterin nimmt ein Pokémon und du drei. Ausserdem ist die Arena nur bis Mittag offen, da sie am Nachmittag eines ihrer Spektakel zeigen“, erzählte Raphael.
„Ok. Dann gehe ich jetzt besser schlafen. Morgen wird ein langer Tag.“
Mit diesen Worten ging ich wieder in das Haus und ging in ein kleines Zimmer, in dem uns Raphael Bette zubereitet hatte. Kurz darauf fiel ich in einen langen, aber schönen Schlaf.

„Ich fordere euch heraus.“
Diese Worte rief ich nun. Es war Morgen, die Sonne schien und Tarja, Raphael und ich waren in der Azuria Arena. Die drei Arenaleiterinnen kicherten vergnügt.
„Herausforderer, hmm. Gerne nehmen wir an.“
Kurz darauf befanden wir uns an einem Pool, ich auf der einen und eine der Arenaleiterinnen, Lilly, auf der anderen Seite. Raphael und Tarja sassen auf der Zuschauerbank.
„Muschas, du bist dran.“
„Mauzi, du auch.“
Muschas, ein sehr kleines Pokémon, tauchte sofort unter Wasser. Zuerst dachte ich, das Pokémon könne man unter Wasser nicht bezwingen. Doch für jede Attacke musste Muschas an die Oberfläche. Mauzi konnte mit der Verwirrungstaktik Doppelteam für einen schnellen Sieg sorgen. Auch Violetts Goldini war für Mauzi kein grosses Problem. Mauzis Doppelteam war eben unbesiegbar.
„Nun bin ich dran.“
Daisy kam auf die eine Seite des Swimmingpools und rief: „Jurob, ich zähle auf dich.“
„Mauzi, zeige mal deine Kratzfurie.“
„Bleib stehen Jurob.“
Mir fielen vor Staunen fast die Augen heraus. Jurob sollte nicht ausweichen. Natürlich wurde Mauzis Angriff ein Volltreffer. Auch die weiteren Angriffe waren perfekt. Jurob war fast am Ende seiner Kräfte. Allerdings war auch Mauzi vom Angreifen erschöpft.
„So, und jetzt kommt unser Trick. Erholung.“
Ich traute meinen Augen nicht. Jurob schlief ein und während dem Schlaf erholte es sich und wachte putzmunter wieder auf.
„Aurorastrahl.“
Mauzi wurde stark getroffen und fiel K.O. um.
„Komm zurück, Mauzi“, rief ich, „du hast super gekämpft, Taubsi, komm raus für einen Kampf. Sandwirbel und danach Ruckzuckhieb.“
Jurob liess es schon wieder über sich gehen und dasselbe wie vorhin passierte noch mal. Jurob benützte Erholung und attackierte danach mit Aurorastrahl und Kopfnuss. Auch Taubsi fiel erschöpft und besiegt zu Boden. Ich holte Taubsi zurück und nun wurde Bibor von mir in den Kampf geschickt.
Bei Bibor hatte ich mir etwas überlegt. Ich wusste ja, dass Jurob seine Erholungstaktik besass. Und Bibor kannte Energiefokus eine Attacke mit der man nachher eine noch stärkere Attacke machen kann.
„Bibor, Fadenschuss.“
„Jurob, tauche unter.“
Jurob tauchte unter, da Fadenschuss keine direkte Attacke war und somit konnte man für dies keine Erholung machen. Jurob tauchte wieder auf.
„Bibor, schnell, Furienschlag.“
Jurob wich nicht aus, wie erwartet. So ging das Match weiter, bis…
„Jurob, Erholung.“
Auf diesen Moment hatte ich gewartet.
Schnell rief ich: „Energiefokus und immer wieder.“
Während der einen Minute, in der Jurob schlief, pumpte sich Bibor auf. Jurob erwachte wieder.
Ich wartete keine Sekunde: „Bibor, Furienschlag.“
Mit atemberaubender Geschwindigkeit raste Bibor auf Jurob zu und führte seine stärkste Attacke aus, welche Jurob mit einem Schlag besiegte, da sich Bibor zuvor mit Energiefokus aufgepumpt hatte. Jurob fiel zu Boden. Und im nächsten Moment brachen ich, Raphael und Tarja in Jubel aus. Ich hatte den Orden gewonnen!!


~ Fortsetzung folgt… ~