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Vor langer Zeit, als selbst Erde und Sonne noch jung waren, existierte kein Leben, bis irgendwann, durch puren Zufall ein paar Steinklumpen begannen, sich aus eigener Kraft zu bewegen. Bis heute weiß niemand, warum sie das taten und warum sie sich nicht einfach entschlossen, liegen zu bleiben und auf so etwas wie Weiterentwicklung zu verzichten. Sie taten es einfach.
Doch diese Steine bewegten sich noch nicht sehr viel, gerade weit genug, um dem riesigen Feuerball, der damals noch einen großen Teil der Erde ausmachte zu entgehen und nicht wieder zu schmelzen. Langsam bildete sich so die erste Erdkruste, während zeitgleich die Erde langsam abkühlte. Und so wurde aus dem Feuerball allmählich ein riesiger, kalter Felsen. Einige weitere bizarre Zufälle später besaß dieser Felsen eine eigene Atmosphäre und die tieferen Ebenen hatten sich mit Wasser gefüllt.
So begann sich langsam Leben zu entwickeln. Es war zu Beginn nichts besonderes, ein paar einfache Einzeller, hier und da auch schon Mehrzeller. Und es wäre wahrscheinlich auch so langweilig weitergegangen, wäre nicht zufällig die Sonnenstrahlung just in dieser Zeit ganz besonders gewesen und plötzlich begann eine Aktivität in den Urmeeren, wie sie zuvor noch nie jemand gesehen hatte.
Das Wasser brachte seltsame Geschöpfe hervor, wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte. Sie entsprangen im nicht einfach, nein, sie waren ein Teil davon und beherrschten es sogar. Doch nicht nur aus dem Meer entstiegen diese Wesen, auch die anderen Elemente brachten Lebewesen ungeahnter Monstrosität aber auch auf bizarre Weise ungeahnter Schönheit hervor. Sie alle waren Teil ihrer Elemente und kontrollierten sie mit nur einem Wink.
Doch zeitgleich entbrannten auch der Neid und die Gier unter ihnen. Jeder forderte für seine Art die Herrschaft über die anderen. Jede Art zog sich in ihre eigene Welt zurück, um zu demonstrieren, dass die anderen von ihr abhängig waren und bald verenden würden ohne sie. Doch sie irrten und fast wäre es ihr aller Ende gewesen. Die Wasserwesen brauchten genauso die Wärme des Feuers und den Sauerstoff der Luft, wie die Luft die reinigende Wirkung des Wassers und die Erde die Erneuerung durch das Feuer.
Doch es gab Hoffnung, Geschöpfe, die weder zu der einen noch zu der anderen Art gehören. Man hatte sie verstoßen, egal wo, sie galten überall als Verräter. Sie waren nicht "rein". Aber genauen von diesen "unreinen" Wesen kam die Rettung. Sie waren zwar nirgendwo richtig Willkommen, aber zumindest genug, dass man ihnen zuhörte. Sie erklärten den anderen, wie wichtig die Harmonie unter ihnen sein und dass sie einander bräuchten, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollten.
Langsam kamen sie zur Vernunft. Einige Jahrhunderte lang herrschte Frieden, bis der Streit schließlich von neuem entbrannte, von einer Generation, die nicht mehr wusste, dass es sie fast nie gegeben hätte. Und wieder waren es die "Unreinen", die sie beruhigen wollten. Sie kannten die Geschichte, man hatte sie ihnen erzählt, seit sie jung waren. Die Alten hatten geahnt, dass der Frieden nicht ewig halten würde.
Und so wollten die "Unreinen" erneut schlichten, ihrer großen Rolle durchaus bewusst. Doch über die Jahrhunderte waren die "Reinen" stärker geworden, zu stark für sie. Sie gaben das größte Opfer, das eine empfindendes Wesen geben kann: sie gaben sich selbst und die ihnen noch verbleibende Zeit auf, um mit dieser fast unendlichten Menge an Hoffnung und Vertrauen jegliche negativen Gefühle für immer zu verbannen.
Als die anderen dieses große Opfer endlich erkannten, war es bereits zu spät. Doch sie ehrten sie, indem sie Neid, Hass und Gier für immer in einer Truhe wegsperrten. Jede Art legte einen eigenen Bann um die Truhe, damit sie nur mit vereinten Kräften wieder geöffnet werden könnte. Sie versteckten sie und bis heute weiß niemand, wo genau.
Die Auslöschung aller negativen Gefühle hatte sie in die Wesen verwandelt, die wir heute als Pokémon kennen. Die "Unreinen" ehrten sie, indem sie Tempel für sie errichteten. Die beiden größten Tempel waren zweien geweiht, die später als Lugia und Ho-Oh in Sagen und Mythen zu Legenden werden würden.