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An alle die diese Geschichte lesen, ich hoffe es macht euch genauso viel Spaß sie zu lesen, wie es mir Spaß gemacht hat sie zu schreiben.
Kapitel 1: Ob ein zweiter Versuch Sinn macht?
Wie war es nur dazu gekommen, dass sie nun hier, im Wartezimmer einer der bedeutensten Pokémon-Forscher dieser Welt saß und darauf wartete, dass Professor Wright endlich aus seiner Besprechung heraus kam? Warum hatte sie sich überhaupt bereit erklärt, mit dem Professor zu reden? Yvonne wusste es einfach nicht mehr. Sie war jetzt 16 Jahre alt, ein Alter, in dem die meisten als Trainer ihr Glück versuchten, sich neue Pokémon fingen und in Arenen kämpften. Aber Yvonne wollte das nicht mehr. Seit über einem Jahr war sie nun schon zuhause. Kaum jemand wusste darüber Bescheid wieso sie ihre Reise damals so plötzlich abgebrochen hatte und nach Hause zurückgekehrt war.
Sie hatte ihren besten Freund verloren. Während sie da saß und wartete, erinnerte sie sich wieder daran, wie es war zu kämpfen, zu reisen und einfach Zeit mit ihren Pokémon zu verbringen. An ihrem 10. Geburtag bekam Yvonne, ganz im Brauche ihres Zuhauses, ein kleines Ei. Sie umsorgte es hielt es warm und freute sich schon auf den Tag, an dem es schlüpfen würde. Ihr Nachbar Chris hatte auch ein Ei bekommen und sie freute sich jeden Tag, ihn damit zu sehen, weil sie ihn mochte.
Eines Tages schlüpften die Pokémon endlich, Yvonne bekam ein Pichu und Chris ein Glumanda. Sie fragte ihn, ob sie villeicht etwas mit ihm reisen könnte und er bejahte. Sie verbrachten viel Zeit miteinander und gewannen sogar das eine oder andere Match. Schließlich entwickelte sich Pichu zu Pikachu, nur Glumanda entwickelte sich nicht. Chris war kein guter Trainer, er umsorgte seine Pokémon lieber und wollte auch mal ein Forscher und Züchter werden. Yvonne dagegen war eine wahre Kämpfer-Natur, kein Gegner zu stark kein Kampf zu lang. In dem ersten Jahr gewann sie sogar schon auf dem Indigo-Plateau und sie heimste einen Orden nach dem anderen ein.
Nach etwa zwei Jahren dann der Schock: Chris wurde krank! Yvonne kümmerte sich um seine Pokémon, aber sie sah wie sehr Chris die Nähe von ihnen fehlte. Er ließ fast alle seine Pokémon frei, nur drei ließ er bei sich: sein Glumanda, sein Raupi und sein Karpador, dem er sogar schwimmen beigebracht hatte. Yvonne machte sich zwar große Sorgen um ihn, aber er meinte, er habe sich nur erkältet, das ginge vorbei.
Der Husten wurde zwar schlimmer, aber Chris weigerte sich nach Hause zu gehen, er wollte in die Hoenn-Region und da würde ihn so eine Lappalie nicht aufhalten. Yvonne nahm ihn dann schließlich mit, doch kaum angekommen, bekam Chris hohes Fieber und musste ins Krankenhaus. Er hatte sich eine seltene Krankheit eingefangen und er wusste, dass er sie nicht überleben würde. Aus diesem Grung übergab er Yvonne seine Pokémon. Als er starb konnte sie nicht mehr kämpfen und ging nach Hause. Chris war ein Waisenjunge gewesen, deshalb bemerkte kaum jemand seine Abwesenheit, was Yvonne zusätzlich noch schmerzte.
Yvonne blickte auf, als sie bemerkte, dass der Professor schon im Zimmer stand und sie beobachtete. Was sollte er schon ausrichten können, als ob ich wieder auf Reisen gehen würde, nur weil ich mit ihm gesprochen habe. "Du denkst oft an ihn, stimmt?" Sie war überrascht, das hatte sie nicht erwartet. "Glaubst du wirklich ich wüsste nicht, was mit Chris passierte und das du deshalb aufgegeben hast? Du warst völlig fertig und wolltest nicht mehr reisen. Du trainierst zwar immer noch, willst aber nicht mehr Reisen."
" Woher wollen Sie das wissen? Sie wohnen doch so weit weg vom Dorf und haben keine Ahnung!" "Du brauchst nicht so zu schreien! Ich weiß es von Siegfried." Siegfried, der Drachentrainier. Sie hatte mal gegen ihn gekämpft, musste aber wegen Chris' Husten abbrechen. "Und was hat er erzählt?" "Tja, dass du nicht mehr kämpfen willst und das du aufgegeben hast. Glaubst du Chris hätte gewollt, dass du dein Talent wegwirfst? Du bist gut. Mehr als das du kämpfst fantastisch. Du bist völlig eins mit deinen Pokémon und er meinte nur, er würde gerne ein altes Match zu Ende bringen!"
"Nein, auf keinen Fall! Vergessen Sie's! Ich kämpfe nicht mehr, mit niemandem!" "Dann sag ihm das selbst! Er steht draußen auf dem Trainingsfeld und wartet. Wenn du gewinnst, lässt er dich in Ruhe, aber wenn du verlierst, musst du wieder auf Reisen gehen und dann in die Hoenn-Region." Yvonne war verwirrt, aber sie wollte einfach ihre Ruhe. Warum verstand das keiner? Sie würde Siegfried besiegen! Ein für alle mal! Sie rannte nach draußen: "Los Siegfried, ich lass dir den Vortritt!" "Ok,wenn du meinst,du kennst die Regeln und die Abmachung! Jeder benutzt drei Pokémon."
Der Kampf begann: Siegfried rief als erstes sein Garados. Yvonne wich etwas zurück, denn sie wusste, dass Siegfried alles geben würde. Aber das konnte sie auch. "Los Pikachu!" "Och, wie niedlich, aber das reicht nicht gegen mich: Garados Hydropumpe!" "Ausweichen mit Agilität und dann Donnerblitz." Wow, Pikachu wich der Attacke blitztschnell aus und sein Donnerblitz hatte es in sich. Ein Volltreffer und Garados ging zu Boden.
"So viel Glück hast du mit diesem Pokémon nicht mehr: Dragoran los!" "Pikachu komm zurück" Yvonne überlegte, ihr Pikachu war zwar schnell, aber lange konnte es diese enorme Geschwindigkeit nicht durch halten, das wusste sie genau. Tja, aber sie wusste, dass sie ihn schlagen konnte. "Glurak los!" "Glurak? Seit wann hast du ein Glurak?" "Gar nich, das war das erste Pokémon von Chris, aber genug gelabert: Glurak Flammenwurf."
Gesagt getan, Gluraks Flammenwurf hatte es in sich, aber Dragoran wich geschickt und schnell aus. Sie musste ihre Strategie ändern, mit Kraft allein würde sie nicht gewinnen. "Glurak, flieg erst mal hoch und macht dich schonmal bereit." "Dragoran los hinterher, setz Blizzard ein!" "Glurak ausweichen, flieg höher!" "Vergiss es, keiner kann so hoch fliegen, wie mein Dragoran. Dragoran flieg über Glurak und dann Eisenschweif." "Glurak, fang den Eisenschweif mit Metallklaue und setzt dann Glut ein!"
Plötzlich krachte es. In der Luft breitete sich eine Staubwolke aus, sodass keines der beiden Pokémon zu sehen war. Doch dann flog Glurak rechts aus der Wolke und Dragoran links. "Dragoran brings zu Ende mit Hyperstrahl!" "Glurak, ich weiß du bist müde, aber setz Lohekanone ein! Gib alles was du hast!" Die beiden Pokémon feuerten ihr stärksten Attacken ab. Die Attacken trafen sich genau in der Mitte, wo vorher die Staubwolke war, war nun ein gigantischer Ball. Die beiden Pokémon fogen langsam immer näher auf die Mitte und damit diesen Energieball zu. Keines der beiden war bereit aufzugeben, jeder Zentimeter schien wichtig für sie zu sein.
Plötzlich explodierten die beiden Attacken in einander und das ganze Feld wurde in eine riesige Wolke aus Staub und Dreck gehüllt. "Meine Fenster waren gerade erst geputzt worden!" Yvonne konnte ihr Glurak nicht sehen. Plötzlich flog ein großer Schatten über ihr aus der Wolke heraus. Sie blickte hoffnungsvoll nach oben, aber es war nicht ihr Glurak, sondern das Dragoran. Die Staubwolke lichtete sich und ihr Glurak lag bewusstlos auf dem Boden. Sie rannte sofort auf das erschöpfte Pokémon hinzu.
"Ist ok Glurak, du hast dein bestens gegeben. Komm zurück! Na warte, jetzt bist du dran! Los mach ihn fertig, Gewaldro." "Gewaldro? Seit wann hast du das, du warst doch noch nie in der Hoenn-Region. Außerdem bist du doch völlig im Nachteil schon mit dem Typ und überhaupt." "Stimmt, du hast recht, ich bin nie dort gereist, aber damals haben vier Trainer unser Dorf verlassen. Chris, ich, Jake, der schon nach drei Wochen aufgegeben hatte und jetzt im Labor beim Professor arbeitet und Mirinda. Sie fand Kanto und Johto immer schon öde und landweilig, also ist sie gleich nach Hoenn gegangen. Dort bekam sie ein Geckabor, das ihr aber nicht gehorchte. Sie hat es mir geschenkt, weil sie meinte, ich sei die bessere von uns. Tja, ich muss ihr wohl danken, aber genug geplaudert, wir sind nicht zum reden sondern zum kämpfen hier: Gewaldro los, Pfund Attacke!"
"Du spinnst. Dragoran, Flammenwurf." "Glaubst du das würde uns stören? Gewaldro ab durch die Mitte und dann Laubklinge!" Siegfried war völlig baff, dieses Pokémon rannte mitten durch seine Attacke und mehr noch, Gewaldro überstand sie beinahe mühelos und die Laubklinge war stark. Der Treffer war nicht nur stark, neu, er war außerdem noch präzise. Der Professor hatte recht gehabt als er meinte, Yvonne würde immer noch trainieren. Sie war gut.
Ein plötztlicher Knall riss Siegfried aus seinen Gedanken. Gewaldro hatte ohne die Anweisung seiner Trainierin noch zweimal angegriffen. Aber auch die Treffer von Dragoran hatten Spuren hinterlassen. Beide Pokémon tauschten Schläge, sie machten sich nichteinmal mehr die Mühe auszuweichen. Die Attacken waren hart und der kampf schien mehr und mehr kein Ende zu nehmen. Beide Pokémon waren erschöpft und müde, doch dann sank Dragoran zu Boden. Yvonne war erst glücklich,doch erschrak sie, als auch Gewaldro in die Knie ging. Das Resultat: Beide Pokémon konnten nicht mehr weiter kämpfen.
Yvonne war müde. Die Spannung und die Reaktionen, der Nervenkitzel, all das hatte sie vermisst, nur wollte sie sich das nicht eingestehen. Es war langsam Zeit nach vorn zu schauen. Egal ob sie heute gewinnt oder verliert, sie würde wieder reisen. "Pikachu los!" Siegfried zögerte etwas. Er wusste, dass Pikachu nicht zu unterschätzen war und er wollte gewinnen. "Ok, wenn du glaubst, dass ich nur Drachen habe, weil ich meistens welche einsetzte hast du dich getäuscht."
Er nahm zwei Pokébälle heraus und hielt sie vor sich hin. "Ich lasse dir die Wahl, entweder diesen Ball, in dem mein bestes Pokémon ist, oder diesen, in dem sich ein weiterer Drache befindet. Entweder du nimmst den Drachen und kannst wirklich gewinnen, oder den anderen, bei dem ich glaube, dass mein Skippy ein Hindernis für dich ist und bei dem du wahrscheinlich verlieren wirst." Yvonne wusste sofort, was er damit bezweckte. Auch wenn er gewann, konnte er sie zu einer Reise zwingen. Deshalb ließ er ihr die Wahl um zu sehen, ob sie reisen wollte oder nicht. "Ich will gegen dein Skippy kämpfen, weil ich weiß, dass der Drache mit Garantie dein Brutalanda ist."
"Ok, los Skippy bringen wirs zum Ende." Ein Blitz flackerte auf und Yvonne machte sich auf alle gefasst. Dann musste sie lachen: ein Ditto. Ein kleines hellblaues Ditto. Yvonne kriegte sich nicht mehr ein und auch ihr Pikachu fing an mitzulachen. Siegfried der große Drachentrainer, Leiter der Top 4 und Vorbild so vieler Traner weltweit fing mit einem Ditto an. "Schade, rosa fänd ich würde es eher zu dir passen..."
Siegfried fand das anscheinend nicht so lustig und auch sein Ditto plusterte sich mehr und mehr auf um größer zu erscheinen. "Dir zeig ich mal was tolles: Skippy Wandler und dann gleich mal Donnerschock!" Plötzlich knallte es gewaltig. Yvonne schreckte hoch, und war völlig perplex: Nicht nur, dass Ditto sich so schnell verwandelt hatte, nein seine Attacke war mehr als heftig gewesen. Ihr Pikachu hatte es gerade noch geschafft auszuweichen und da, wo Ditto getroffen hatte, war nur noch verbrannte Erde und ein kleines Loch.
Verdammt, dachte Yvonne, dieses Ditto ist sehr stark und da es Pikachu kopiert hat, ist es wahrscheinlich auch sehr schnell. "Pikachu Eisenschweif!" "Ausweichen! Donnerblitzt!" Siegfried stand ganz cool und gelassen da, wie so auch nicht, schließlich wusste er, dass er nicht verlieren konnte. " Pikachu Agilität und dann unsere kleine Überraschung!" Siegfried stutzte, dachte sich aber nichts er dabei. Plötzlich war Pikachu weg, einfach so. Die Eisenschweif Attacke war wohl nur eine Ablenkung gewesen. Doch dann tauchte Pikachu wieder auf! Und seine nächste Attacke war ein Volltreffer: Schaufler. Erst jetzt begriff Siegfried was passiert war: Der Eisenschweif war nur eine Ablenkung gewesen, um das Loch im Boden unter Staub zu verbergen und um ihn in Sicherheit zu wiegen, weil er ja geglaubt hatte der Attacke ausgewichen zu sein.
Dann traf sein Ditto eine weitere Attacke, diesmal ein richtiger Eisenschweif. "Skippy Schaufler, was die können können wir auch." Yvonne wusste genau was er vorhatte. Er wollte die Schaufler Attacke einsetzten, weil sie gegen Pikachu sehr stark war. Aber sie war auf solche Attacken vorbereitet und wusste was zu tun war. "Pikachu erst Doppelteam, dann Agilität! Bring etwas Tempo in diesen Kampf." Yvonne wusste genau, dass Ditto unter oder hinter Pikachu auftauchen würde, aber so wusste es weder, welches das echte Pokémon war, noch wo sich welches Pikachu gerade befand. Irgendwann musste es ja auftauchen.
Da! Ditto tauchte direkt im Zentrum der im Kreis rennenden Pikachu auf und es wirkte verwirrt. "Pikachu brings zu Ende mit Volttackle!" Diese Attacke war riskant, weil sie sie noch nicht völlig beherrschten und der Selbstschaden unter umständen sehr groß werden kann. "Skippy Agilität, mach das du da weg kommst schnell!" Aber es war schon zu spät, denn Ditto schaffte es zwar drei der Pikachu auszuweichen, doch das waren nur Trugbilder des Doppelteams gewesen und Pikachus Attacke traf mit voller Wucht. Durch die enorme Geschwindigkeit war die Kraft des Angriffs sogar noch stärker gewesen. Ditto flog in hohem Bogen aus dem inzwischen verschwundenem Reigen aus Pikachu. Es wurde wieder zu Ditto und der Kampf war vorbei. Doch dann fiel auch Pikachu um, denn es war sehr erschöpft.
"Also, du hast gewonnen, ich lass dich in Ruhe." "Du bist so ein superschlauer Blödmann!" Siegfried schaute auf, er war über Yvonnes Reaktion doch schon etwas überrascht. "Was?" "Gib doch zu das du wusstest, dass wenn ich wieder kämpfe, dass ich mich für die Reise entscheiden werde. Und das werde ich auch. Ich reise nach Hoenn, nur mit Pikachu und Gewaldro. Wir sehen uns dann mal später."
Siegfried war überrascht, das hatte er jetzt wirklich nicht erwartet. Der Professor lächelte und ging zurück in sein Labor. Zuhause wartete schon Yvonnes Mutter mit ihrem Rucksack, Fährentickets und 6 neuen Pokébällen. Yvonne legte sich in ihr Bett, aber trotz dass sie müde war, konnte sie einfach nicht schlafen. Trotz dass der Tag so mies angefangen hatte und trotz dass sie eigendlich nie wieder kämpfen wollte, war das alte Feuer und die alte Leidenschaft in ihr wieder aufgeflammt.
Sie stand auf und ging zum Meer, zum Grab von Chris. Klar er war bei seinen Eltern begraben worden, doch hier hatte sie für ihn einen kleinen Baum gepflanzt und ein kleines Kreuz aufgestellt, weil er das Meer immer so geliebt hatte. Sie erzählte ihm alles und als sie wieder zurück nach Hause ging, wusste sie, dass er wahrscheinlich gerade im Himmel über ihr lächelte und dass es ok war, weiter zu leben.
Kapitel 2: Das hatte sie sich ein bisschen anders vorgestellt
"Pika, Pika, Pikachu,… PIKACHU!" Yvonne schreckte hoch, weil ihr Pikachu auf ihrem Bett herumhopfste und herumsprang. Es war so aufgeregt, wegen der neuen Reise, dass es nicht richtig geschlafen hatte. Yvonne stand auf und ging runter in die Küche. Dort angekommen, bemerkte sie einen kleinen Zettel von ihrer Mutter: Bin Einkaufen und in einer Stunde wieder da, dein Rucksack ist gerichtet, Frühstück steht im Kühlschrank, Herz Mutti.
Yvonne ging wieder nach oben um Pikachu zu holen, schließlich musste es ja auch frühstücken. Doch als sie in ihr Zimmer kam, lag Pikachu schlafend und erschöpft auf dem Bett, ihr Rucksack daneben liegen. Yvonne lies Pikachu schlafen und zog sich est einmal an, schließlich konnte sie ja nicht im Schlafanzug auf Pokémonreise gehen. Sie holte ihre hellblaue Lieblings-Jeans aus dem Schrank, ihr dunkelblaues T-Shirt und ihre silber-grau-blaue Strickjacke und zog sich an.
Dann ging sie nach unten und gönnte sich zum Frühstück ein Stück Sinelbeer-Kuchen. Als sie damit fertig war, holte sie sich ihren Rucksack, um zu überprüfen, was ihre Mutter ihr eingepackt hatte. Da waren Klamotten, eine Wäscheleine und ihr Schlafsack im Rucksack selbst. In der linken Seitentasche waren ein paar Arzneien, Pokémonfutter, sowie ihr Notizbuch, in dem sie essbare Pflanzen und verschiedene Beeren mit ihrer Wirkung ausfegschrieben hatte. In der rechten Seitentasche befand sich ihr neuer Pokédex, ihre Pokébälle, sowie ihr neuer Pokémon-Navigator und ihr Schiffticket nach Hoenn.
Plötzlich hörte Yvonne eine Stimme. Sie packte alles wieder in den Rucksack und ging nach unten. In der Kücke stand ihre Mutter. "Schatz, mach dich schon mal fertig, deine Fähre geht in einer Stunde und du willst sie doch nicht verpassen, oder?" "Geht klar Mama, ich geh und hol Pikachu und meine Sachen." Wieder unten angekommen, mit dem immer noch schlafenden Pikachu im Arm und dem Rucksack auf dem Rücken, verabschiedete sich Yvonne von ihrer Mutter und ging zum Professor, um sich auch von ihm und ihren übrigen Pokémon zu veranbschieden. Auf dem Weg dorthin, kamen ihr schon ihr Smettbo, ihr Sichlor und ihr Rattikarl entgegen.
Auch der Abschied vom Professor war wenig rührselig und sie ging Richtung Pier. Dort angekommen, rempelte sie ein kleiner Junge an und rannte schnell weg. "Haltet den Dieb. Haltet ihn!" ,schrie einer der Marktleute ganz laut. Yvonne reagierte und rannte dem Kleinen hinter her. Sie fing ihn und brachte ihn zu dem Mann, der geschrien hatte. "Er hat mir sehr viele meiner Sinel- und Fragiabeeren geklaut!"
Erst jetzt bemerkte Yvonne aber, dass der Junge ganz abgemagert und übermüdet war. Er war noch sehr jung und sie hatte ihn noch nie dort gesehen. Weder im Dorf noch in den umliegenden Wäldern. "Ich bezahl ihnen den Schaden, reicht das?" "Oh Yvonne, du hast doch wirklich ein Herz aus Gold, aber pass ja auf, sonst beklaut dich der Kleine hier auch noch. Wir sollten ihn zu Officer Rocky bringen." "Ist schon gut, ich kümmere mich um ihn!"
Sie ging mit dem Jungen weiter und setzte sich auf eine Obstkiste etwas weiter weg vom Marktplatz und vom Pier. "Wie heißt du denn und wie alt bist du? Ich hab dich hier noch nie gesehen, was tust du hier? Warum hast du den Mann beklaut? Wo sind deine Eltern?" Der Kleine saß nur mit offenem Mund da und starrte sie an. "Hab ich richtig gehört, du bist Yvonne? Echt? Ich hab dich gesucht." "Wie meinst du das? Du kennst mich doch gar nicht."
"Ich heiße Michael und bin 9 Jahre alt. Ich bin hierher gekommen um dich zu finden. Du bist die Trainerin, die ich fragen wollte, ob sie mich als Frischling nimmt." "Frischling? Du meinst diese Stiftung aus Hoenn? Aber warum gerade ich?" "Meine Eltern sind vor langer Zeit verschwunden und ich habe bei einer Trainerschule gelebt. Irgendwann wollte ich mein erstes Pokémon, aber da ich keine Familie hatte oder einen Vormund, hatte mir Schwester Joy vorgeschlagen, dass ich mir einen Frischlingspaten suche, weil ja niemand für mich da war. Und da ich schon immer ein Fan von dir war, wollte ich zu dir. Darf ich mit dir kommen? Du musst nur hier unterschreiben."
Yvonne überlegte und nahm den Zettel. Die Frischlingsstiftung war für angehende Trainer ohne Zukunft. Ihre Paten kümmerten sich um sie, bis sie allein zurecht kamen und ihre Reise allein bestreiten konnten. "Was ist dein Ziel? Was willst du erreichen?" Das war wichtig, damit sie beim fangen neuer Pokémon oder auch beim Reisen bzw. Kämpfen in Arenen nicht in einen Konflikt gerieten. "Ich will der größte Käferpokémon-Trainer werden, den es je gegeben hat."
Das war ok, denn wenn er nur Käferpokémon wollte, dann könnten sie sich einigen und sie konnte ihm helfen. Warum auch nicht, alleine zu Reisen machte nur halb so viel Spaß und Michael war wirklich ein netter Junge. Er erinnerte sie etwas an Chris, mit seinem lustigen und immer zu rohem Charakter. "Ok, ich unterschreibe, aber zuerst isst du mal was. Nicht dass du mir noch verhungerst." Das musste sie nicht zweimal sagen, denn Michael aß ganze vier Beeren auf einmal und verschluckte sich fast dabei. Yvonne wusste nicht ganz, was auf sie zu kam und sie beschloss, erst einmal mit einer der Schwestern zu reden.
Doch dann hörte Yvonne ein lautes Hupen. Oh nein, ihr Schiff nach Hoenn. "Komm schnell mit, wir müssen gehen!" Sie schnappte sich die Beeren, die immer noch in der schmutzigen Tüte waren und rannte los. Der kleine Michael rannt ihr hinterher und Pikachu, das inzwischen aufgewacht war, rannte voraus. "Halt warten sie, wir müssen auch noch mit! Hier ist mein Fahrschein, puhh, gerade noch rechtzeitig. Ist es vielleicht möglich, dass ich gleich noch für ein zweites Ticket bezahle, weil mein kleiner Freund auch gerne mitwollte und sein Ticket verloren hat?"
Michael sah sie fragend an, aber Yvonne lächelte nur und er begriff, dass er ja sonst nicht mitfahren konnte. "Ist ok, einer der anderen Gäste hatte sowieso gerade bagesagt. Kommen sie an Bord, ihre Kabine ist auf E2 Zimmer 13." Sie gingen in ihre Kabine. Dort angekommen, unterhielten sie sich viel und stoften sich mit Beeren voll. Yvonne erfuhr viel über Michael, seine Eltern und seine Kindheit. Als er dann neben ihrem Pikachu auf dem Bett einschlief, war sie etwas niedergeschlagen. Michael hatte zwar in der Trainerschule das eine oder andere gelernt, nur musste er auch dort arbeiten. Er hatte sein ganzes Geld gespart, um auf die Insel ihrer Heimat fahren zu können, nur um sie zu sehen. Er war ohne ein Wort einfach abgehauen, weil er Angst gehabt hatte, man würde ihn nicht gehen lassen. Er hatte seit zwei Woche kaum etwas gegessen gehabt. Sein Vater war Schiffskapitän und seine Mutter Forscherin, die beide auf einer Expedition verschwanden.
Yvonne stand auf und verließ das Zimmer. Sie ging in der Aufenthaltsraum für Passagiere und Trainer, um dort mit Schwester Joy, Professor Birk aus Wurzelheim und Professor Wright ihre Lage und das weitere Vorgehen zu besprechen. Yvonne wurde offiziell zu Michaels neuem Vormund und Frischlingspaten ernannt. Sie erfuhr auch viel über das Programm selbst und die Aufgaben, die ab jetzt auf sie zukamen. So musste sie z.B. das erste Pokémon für Michael fangen und ihm bei der Aufzucht helfen. Außerdem musste Michael mit ihr reisen.
Sie beschloss die ganze Sache etwas anders anzugehen. Da Prof. Wright seinen Kollegen in Alabasia Professor Eich besuchen wollte, versprach er, auf dem Rückweg bei den Rangern von Vertania vorbeizuschauen. Michael liebte ja Käfer-Pokémon über alles, weshalb Yvonne es gut fand, dass er zu Anfang, wie sie selbst, ein Ei bekam. Es sollte ein Raupi oder Hornliu werden, weil diese Pokémon in der Hoenn-Region doch eher selten waren.
Dieses Ei sollte der Professor dann mit ihrem Dragoran zu Prof. Birk schicken, wo sie auf die Ankunft von Michael und Yvonne warteten. Sie hatte geplant etwa in drei Tagen, nach Ankunft am Haven von Lambada City, in Wurzelheim anzukommen. Das passte perfekt, weil Michael, so erfuhr sie, exakt an diesem Tag Geburtstag hatte und 10 Jahre alt wurde. Der Professor schickte mit dem Ei auch gleich die üblichen Trainer-Sachen mit: Pokédex, 5 Pokébälle, ein oder zwei Beeren und, auf Wunsch von Yvonne, ein kleines Notizbuch, in das er sich selbst Infos und ähnliches notieren konnt.
Als das geklärt war ging Yvonne zurück in ihre Kabine, rollte ihren Schlafsack aus und legte sich ins Bett. Es war schon komisch, vor zwei Tagen erst wollte sie nie mehr auf Reisen gehen und nun, war sie für die Zukunft eines neuen Trainers verantwortlich. Das war alles, nur nicht einfach, aber zumindest war sich Yvonne sicher, einen neuen Freund, und Begleiter gefunden zu haben.
Kapitel 3: Aller Anfang ist schwer und dieser sogar sehr
"Guten Morgen Schlafmütze, aufstehen wir sind da." Michael war auf einmal hellwach, mann hatte er gut geschlafen. Yvonne war bereits angezogen und fertig, sogar Frühstück hatte sie geholt. Sie aßen erst mal was und unterhielten sich. "Du hast bald Geburtstag stimmts? In drei Tagen ist es soweit. Du wirst 10 Jahre alt." "Woher weißt du das? O Gott, wo hab ich den Zettel? Hab ich ihn verloren? Nein, wo ist er nur?"
"Beruhig dich, den Zettel brauchst du nicht mehr. Ich hab gestern mit Schwester Joy telefoniert und sie hat mich als deine Patin eingetragen. Ganz offiziell. Bis du 10 Jahre alt bist, musst du tun was ich dir sage, ab da hast du dann ein halbes Jahr Zeit mit mir herumzureisen und ein richtiger Trainer zu werden. Dann kannst du tun und lassen was du willst, es ist alles geklärt." "Echt? Cool. Wo gehen wir denn als nächstes hin?" "Erst einmal gehen wir einkaufen, du brauchst einen Rucksack und bessere Klamotten, mit diesen zerissenen Lumpen kommst du nicht weit und dann gehen wir nach Wurzelheim."
Die beiden gingen vom Schiff und direkt in ein Kaufhaus. Michael bekam Unterwäsche (die er selbst gekauft hatte), neue Schuhe, eine schwarze Jeans, dazu ein rotes T-Shirt, ein Kappy mit 'nem Pokéball drauf und noch ne Jacke. Dann kauften sie noch einen Rucksack für ihn, in dem gleich seine Sachen verstaut wurden und Yvonne kaufte noch einen Haushaltsschwamm und andere Dinge, die sie vergessen hatte einzupacken. Auch noch eingie Pokébälle kaufte sie, weil sie dachte, dass sechs wohl zu wenig waren. Als sie fertig waren, war jedoch keine Zeit sich auszuruhen, denn es ging gleich in Richtung Wurzelheim.
In den darauf folgenden Tagen, fing sich Yvonne 6 Waumpel (ohne dass er das sah, denn sie wollte nicht, dass er neidisch wurde), zwei Fiffiyen, zwei Trasla, zwei Zigzachs und zwei Wingull. Sie entschied sich ein Zigzachs, ein Wingull, ein Fiffiyen und ein Trasla in ihrem Team zu lassen und den Rest schickte sie zum Professor. Damit hatte sie nun schon 6 Pokémon in ihrem Team. "Yvonne, morgen hab ich ja Geburtstag und wann sind wie endlich in Wurzelheim?" Er war das Reisen nicht so sehr gewohnt wie sie und wurde deshalb immer recht schnell müde. "Wir sind in etwa einer Stunde da, noch bevor es dunkel wird. Komm, wir müssen weiter, wir haben es bald ja geschafft und dort können wir in einem Richtigen Bett schlafen." Die Aussicht auf ein Bett weckte neue Energie in ihm und sie gingen zügig weiter.
Endlich sahen sie Wurzelheim in der Ferne und sie gingen gleich zum Labor. Professor Birk begrüßte sie herzlich und bot sogar an, dass sie im oberen Teil des Labors schlafen konnten, weil es dort kein Pokémon-Center gab. Michael war so müde, das er sofort ins Bett fiel und einschlief. Yvonne ging, als er eingeschlafen war, zurück zum Professor, um nach ihrer kleinen Überaschung zu fragen. Dort erfuhr sie leider, dass Dragoran in einen kleinen Sturm geraten war und sich deshalb verspätete.
Am nächsten Morgen war Michael wirklich früh wach und auch sehr energiegeladen. Leider war jedoch Dragoran noch nicht da und so begann die kleine Feier erstmal ohne ihn. Michael kam nach unten fand dort ein wunderschön geschmücktes Labor wieder. Auch draußen, war alles festlich geschmückt. Er bekam Geschenke in Form von einem neuen Pullover, den Professor Birk Frau gestrickt hatte, das Notizbuch von Yvonne, dass sie m ühsam abgeschrieben hatte und in dem viele Infos zu den einzelnen Pokémontypen, ihren Stärken und Schwächen sowie eine detailierte Liste mit allen ihr bekannten Beeren war und desweiteren bekam er auch noch etwas Geld. Der Kuchen war in Form eines kleinen Waumpels und die Feier war alles in allem einfach nur genial.
Später am Abend dann, erzählte Michael Yvonne, dass er noch nie eine so tolle Feier und so viele Geschenke bekommen hatte, weil seine Eltern nie Zeit für ihn gehabt hatten und dann auch früh verschwunden waren. Je länger die Feier dauerte, desto mehr kam Michael aus sich heraus. Yvonne genoss es ihn so fröhlich zu sehen, doch machte sie sich langsam sorgen um ihr Dragoran. Plötzlich hörte sie einen lauten Schrei und sie wusste, dass dieser von ihrem Dragoran war. Es tauchte am Himmel auf, hinter ihm zunächst nur der Sonnenuntergang, doch dann auf einmal tauchten weitere Schatten auf. Es war ein gigantischer Schwarm voll Habitak und Ibitak, die ihr Dragoran verfolgten.
"Macht alle das ihr rein kommt, das wird gleich nicht mehr lustig hier draußen!" Alle rannten in ihr Labor und Prof. Birk schaffte es sogar noch, den Kuchen mit rein zu nehmen. Nur Yvonne blieb noch draußen, um die wütenden Pokémon zu vertreiben. Das Dragoran landete genau vor Yvonne und es war nicht nur müde, sondern es hatte auch viele Verletztungen ertragen, um rechtzeitig hier zu sein. Yvonne schickte ihr Dragoran sofort ins Labor, denn es musste sich erst ausruhen. Das war zuviel für sie, jetzt war sie richtig wütend. Sie blickte auf und bemerkte Wolken, die sich über Wurzelheim bildeten.
"Pikachu los, Schockwelle, schlag sie in die Flucht!" Pikachus Schockwelle ging in die Wolken und traf die Ibitaks und Habitaks vom Himmel aus. Yvonne griff an ihen Gürtel und nutze die Chance: "Pokéball los!" Sie bemerkte gar nicht, wie Michael sie vom Fenster aus beobachtete. Er war beeidruckt. Klar wusste er, dass sie stark war, aber dass sie diese Masse an Pokémon vertrieb und sich nebenbei auch noch zwei fing war mehr als er erhofft hatte. Er machte sich Vorwürfe, weil er das Gefühl hatte, niemals so stark zu werden wie sie und er fühlte sich mies. Für sie war es doch nur ein Klotz am Bein. Warum nur hatte sie zugestimmt, ihm zu helfen. Aus Mitleid? Michael war durcheinander und rannte aus dem Labor hinaus, hinten, sodass es keiner bemerkte.
Das erste, was Yvonne tat, war nach ihrem Dragoran zu sehen. Sie behandelte seine Verletztungen und nahm ihm die Tasche ab, die es getragen hatte. "Dragoran, komm zurück und ruh dich aus. Das hast du sehr gut gemacht." Sie ging zum Teleporter des Labors und rief Professor Wright damit. "Professor? Sind meine Pokémon alle heil angekommen? Ich möchte ihnen noch Dragoran und Gewaldro zurück schicken. Ich fange hier fast völlig neu an, also möchte ich meine Pokémon auch neu trainieren."
"Verstehe, das ist ok. Nur damit du es weißt, es gibt zwei Eier." "Wie zwei Eier? Michael bekommt aber doch nur eines." "Nicht ganz, es gab Krawall im Vertania Wald, Team Rocket hatte versucht, sich neu zu formieren. Es bleiben zwei Eier übrig, die keinem der Pokémon-Familien dort zugeordnet werden konnten. Keines der Eier wurden angenommen. Das eine ist von einem Smettbo und das andere von einem Bibor." "Ok, dann bekommt er beide. Ich helfe ihm dann halt etwas mehr, wenn er Schwierigkeiten hat. Bis dann, ich melde mich in Blütenburg wieder." "Bis bald und pass gut auf dich auf, da gilt für euch beide, seid vorsichtig."
Plötzlich kam Professor Birk angerannt: "Michael ist weg! Er ist nirgends zu finden." O nein, was war passiert? Yvonne rannte aus dem Labor, sie musste ihn finden! "Bleiben sie hier, ich such ihn. Ich lass Pikachu hier, denn falls er wieder kommt, findet mich Pikachu am schnellsten!" Sie rannt zurück in den Wald, aus dem sie gestern Abend noch gekommen waren. "Michael? Michael. MICHAEL, WO STECKST DU?" Yvonne schrie so lauf sie nur konnte. Im nächsten Moment verlor sie den Boden unter den Füßen, sie fiel, doch reagierte sie schnell genug und konnte sich noch an einem Ast festhalten. Ein tiefe Schlucht klaffte mitten im Wald! Sie zog sich hoch und rief erneut nach Michael. Sie dachte schon an das schlimmste, doch plötzlich hörte sie ein leises Wimern.
Da war er! Michael kauerte auf einem kleinen Felsvorsprung und weinte! "Michael alle ok bei dir? Hast du dich verletzt? Verdammt noch mal, gib mir eine Antwort!" Michael blickte auf und schüttelte den Kopf. "Warte, ich hol dich!" Yvonne stieg behutsam und langsam die Schlucht hinab. Ganz vorsichtig und langsam bewegte sie sich auf Michael zu. "Bleib weg! Ich will dich nicht sehen." Yvonne verstand gar nichts mehr. "Was hast du denn für ein Problem? Ich bin deine Patin und will dir helfen." "Warum hast du mich als Frischling genommen? Warum? Du bist so eine starke Trainerin und ich.....? Sei ehrlich, ich muss deine Gründe wissen!"
"Was jetzt und hier? Du suchst dir ja einen tollen Platz zum reden aus. Ok, du willst wissen, warum ich zugestimmt habe? Du glaubst doch bestimmt ich hätte nur Mitleid gehabt oder?" Michael schaute verlegen weg. "War ja klar. Da du mal mein Fan warst, weißt du ja sicher, dass ich ein Jahr pausiert habe oder?" Michael nickte. "Der Grund dafür war ein sehr guter Freund von mir, der leider gestorben ist, bevor ich diese Region entdecken konnte. Und als ich dich gesehen habe, wie du da gestanden hast, hast du mich an ihn erinnert und auch etwas an mich, als ich noch angefangen hatte. Du warst müde und fast am verhungern, aber lachen konntest du trotz all dem immer noch noch. Weißt du, einmal, hatte ich kaum noch Geld übrig, weil mich ein Typ von Team Rocket beklaut hatte. Meine Pokémon waren hungrig, aber ich wusste nicht wohin, ich hatte mich verlaufen, deshalb habe ich von meinem letzten Geld Pokémonfutter gekauft. Oder ein anderes Mal, da wollte man mich nicht in die Zentrale der Top 4 lassen. Ich war am Ende. Mit zwölf kam ich nicht rein. Ich wartete und trainierte hart und kam wieder. Auf dem Weg dorthin sagte mir eine der vielen Schwester Joys, dass nur noch bis um 12 Uhr Trainer um einen Kampf bitten durften und dass ich dann ein ganzes Jahr warten müsste. Es war etwa 10 Mintuen vor und ich sah einen alten Mann, der sich verletzt hatte am Straßenrand sitzten. Ich habe ihm geholfen. Es war der Großvater von Siegfried gewesen und so durfte ich trotzdem noch gegen sie antreten."
"Aber was hat das mit mir zu tun? Ich verstehe nicht." "Du denkst geauso immer an andere und das eine Mal, wo du an dich denkst, glaubst du, es sei falsch. Du bist nicht mein Schüler sondern mein Freund!" Michael fing an zu weinen. Das hatte er nicht erwartet. Er kletterte auf Yvonnes Rücken und sie begann, hoch zu klettern. Oben angekommen turg sie ihn zurück zum Labor, weil er durch den Schreck und die ganze Aufregung vällig aufgelöst war.
Michael begriff, dass es Menschen gab, die ich so mochten wie er war. Das hatte er noch nie erlebt. Auch, dass sie kaum Erwartungen an ihn hatte noch verlangte stärker und besser zu werden, war neu für ihn. Kurz bevor sie am Labor ankamen, gab sie ihm noch die Möglichkeit, sich zurecht zu machen. Schließlich musste ja nicht jeder wissen, dass er geweint hatte und was genau passiert war.
"Aah, da seid ihr ja. Was ist passiert? Wo ward ihr so lange?" Michael wollte antworten doch Yvonne wusste, wie peinlich ihm die Sache war und kam ihm zuvor: "Da im Wald war so eine Schlucht und Michael wäre fast hinunter gefallen. Er hatte sich den Knöchel etwas verstaucht und deshalb hab ich ihn getragen." "Ok, lasst uns erstmal was essen und dann bekommst du noch ein ganz besonderes Geschenk von Yvonne." "Yvonne? Danke!" Michael war glücklich und wusste, dass er eine zuverlässige Freundin gefunden hatte und dass er nun bald ein trainer sein würde.
Als Yvonne hinein ging lächelte sie. Professor Birk fragte zwar, ob alles mit ihr ok sei, aber sie schob die Erschöpfung und den Trubel als Ausrede vor. Niemand wusste, dass Yvonne sich verletzt hatte. Ihr linker Arm blutete recht stark, weil sie ihn, beim wieder hoch klettern aus der Schlucht, an einer scharve Kante vorbeigeschrammt hatte. Das hatte eine Art Schnitt hinterlassen, doch sei sagte nichts. Zum einen, war sie solche Verletzungen durchaus gewohnt und zum anderen, würde sich Michael wahrscheinlich die Schuld dafür geben und das wollte sie vermeiden.
"Also Michael, hier deine Geschenke. Hol doch bitte gleich mal deinen Rucksack, ok?" Michael rannte schnell nach oben und kam mit dem Rucksack wieder. "So, das hier ist dein persöhnlicher Pokédex, pass gut auf ihn auf. Und das sind 5 Pokébälle für dich, weil du als Trainer doch sicher das eine oder andere Pokémon fangen wirst." Michael stand auf und umarmte Yvonne so sehr, dass sie fast keine Luft mehr bekam. "Es geht noch weiter: Hier für dich, deine eigenen Pokémon Eier. Es sind zwei, wenn du also Schwierigkeiten bekommen solltest, helf ich dir selbstverstänglich ein wenig damit. In meinem Heimat-Dorf bekommen angehende Trainer immer ein Ei."
"Oh wow, vielen, vielen Dank. Ich werde die Eier selbstverständlich umsorgen und mich gut um sie kümmern. Weißt du, wann sie in etwa schlüpfen werden? Und was machen wir als nächstes?" "Ja in etwa einem Monat oder so müsste zumindest eines der beiden schlüpfen und bis dahin, bleiben wir hier und trainieren noch etwas. Dann in etwa zwei oder drei Wochen, reisen wir weiter in die nächste Stadt. Wenn dann beide Eier geschlüpft sind, gehen wir weiter nach Blütenburg City. Dort gibt es eine Arena und dort können wir uns ruhig Zeit lassen, bis wir dort kämpfen. Ob du antreten willst oder nicht kannst du ja immer noch entscheiden."
"Ok, ist in Ordnung, ich pack gleich mal die Sachen ein und geh dann schlafen." "In meinem Notizen, die du von mir bekommen hattest, steht auch viel über die besondere Pflegen von Eiern drin. Als kleiner Tipp: es sind deine Lieblings-Pokémon. Gute Nacht." "Gute Nacht Yvonne bis morgen."
Wow, als Yvonne an diesem Tag im Bett lag war ihr eines klar: Mit Michael würde es garantiert niemals langweilig werden. Man wird sehen, was noch kommt.
Kapitel 4: Keine ruhigen Zeiten
Es vergingen etwa 2 Wochen und Yvonne trainierte jeden Tag sehr hart, währendessen kümmerte sich Michael sehr gut um seine beiden Pokémoneier. Er lies sie keinen Moment aus den Augen und putze sie, polierte sie und umsorgte sie wie eine angehende Mutter.
"Warum läufst du denn jeden Tag so viel? Und dann noch so früh?" Yvonne war ganz außer Atem und auch etwas überrascht, schließlich hatte sie um diese frühe Zeit noch gar nicht mit Michael gerechnet. "Ok Leute, ruht euch kurz aus und esst mal was, das Training geht gleich weiter. Weißt du Michael, ich laufe jeden Tag mit meinen Pokémon, weil das ein gutes Training für ihre Kondition und ihre Geschwindigkeit ist. Ich möchte, dass sie Spaß am trainieren haben und verlande nur das von ihnen, was ich mir selbst auch zutrauen würde. Aber jetzt musst du kurz warten, ich muss erst noch mal ins Bad, bevor wir wieder losgehen." Die beiden hatten es sich nämlich zur Gewohnheit gemacht, jeden Tag in die Wildnis zu gehen und dort zu trainieren. Michael lernte schnell und während Yvonne trainierte, putzte er meist seine Pokémoneier oder machte sich Notizen.
Yvonne ging nach oben, um ihren Verband zu wechseln. Die Wunde war zwar recht tief, doch sie heilte schnell, sodass Yvonne auch weiterhin niemandem davon erzählte. Nur ihre Pokémon wusssten es, weil das allein schon durch das viele Training nicht zu vermeiden gewesen war. Außerdem vertraute sie ihren Pokémon und sie vertrauten ihr. Yvonne hatte inzwischen nur noch vier Pokémon in ihrem Team. Ihr Fiffyen hatte sich entwickelt, genauso wie ihr Zigzachs auch. Außerdem hatten sich ihre Waumpel zuhause zu Schaloko, Panekon, Pudox und Papinella entwickelt. Im Team waren jetzt nur noch ihr Kirlia (sie hatte sich noch ein drittes Trasla gefangen, wobei sich zwei entiwckelt hatte), ihr Schwalbini, ihr leider immernoch sehr kleines Wingull und natürlich Pikachu.
Sie ging wieder nach unten und zusammen mit Michael und den anderen Pokémon gingen sie in den Wald. Yvonne wollte wieder zu der Schlucht, genau genommen auf einen recht großen Felsvorsprung. Dieser Ort war genial, weil Schwalbini und Wingull frei fliegen konnten und sie sie von oben herab besser trainieren konnten. Nur einen Haken gab es, falls sich ein Pokémon verletzte, konnte es nur von dem anderen gerettet werden.
"Ok, Kirlia, du trainierst mit Pikachu deine Agilität in Verbindung mit Doppelteam. Versucht etwas mit diesen Attacken im Wald herum zu rennen. Lauft aber nicht zu weit weg! Nun zu euch beiden, ihr seid wirklich schnell und eure Attacken sind zwar stark, aber ihr müsst noch an der Genauigkeit arbeiten. Schwalbini, ich möchte, dass du durch diese Schlucht fliegst und weiter unten nur noch gleitest. Ich werde von oben Stöckchen und kleine Steine hinunter werfen und du versuchst sie mit dem Schabel zu bekommen und anzutippen. Sei aber vorsichtig, denn weiter unten zieht der Wind scharf durch die Schlucht. Steig lieber auf, wenn du glaubst du hälst es nicht mehr aus, versprich mir das!"
Schwallbini nickte und flog auf einen kleinen, herforstehenden Ast zu, der an der Wand der Schlucht heraus hing. Dort setzte es sich und wartete auf sein Zeichen. "Wingull, du fliegst noch nicht in die Schlucht, weil deine Flügel diesen Druck nicht überstehen würden. Du fliegst etwas über Schwallbini, machst aber das gleiche, nur mit deiner Aquaknarre." Auch Wingull stieg auf und flog zu Schwallbini. "Passt auf, denn ihr müsst euch auch gegenseitig ausweichen und geht lieber noch keine Risiken ein, verstanden? Jetzt fliegt euch erstmal warm, gleich geht’s los." Michael kam zu Yvonne und sie holte ihr ganzes Zeug unter einer kleinen Plane hervor. "Wo hast du denn die ganzen Äste her?"
"Gestern war es ein Teil des Krafttrainings, möglichst viele Äste und Steine zu sammeln." Yvonne gab ein Zeichen und ihre Pokémon stiegen in die Lüfte auf. Sie warf erst mal nur einen Stein und steigerte ihr Pensum langsam. "Yvonne komm schnell! Irgendwas stimmt nicht mit einem der Eier!" Yvonne befahl ihren Pokémon kurz zu warten und rannte zu Michael. "Die Schale ist ganz rau und spröde! Was soll ich nur tun?" Michael weinte fast. "Wow, das ist aber doch viel zu früh. Michael pack deine Sachen, wir müssen zurück!"
Yvonne rief ihre beiden Pokémon zurück und die beiden rannte durch den Wald zurück zum Labor. Auf dem Weg gabelten sie noch kurz Kirlia und Pikachu auf. "Aber Yvonne was ist denn los?" "Dein Pokémon ist bereit zur Entwicklung! Wir müssen zurück, es ist noch zu früh, denn eigendlich schlüpfen diese Art von Käfer-Pokémon erst nach etwa 1 Monat und 2 Wochen. Rein rechnerisch gesehen, ist dein Pokémon 3 Wochen zu früh dran!"
Im Labor angekommen, kam das Ei in eine Maschine. Auch das andere Ei, aber das nur zur Sicherheit. Michael machte sich große Sorgen und ging ins Bett, obwohl er nicht schlafen konnte. "Aufwachen, oder willst du dein neues Pokémon nicht begrüßen?" Michael stand sofort auf und ging mit Yvonne nach unten. Das Ei lag nun auf einem Kissen auf dem Sofa und leutete ganz hell. Dieses Licht war das schönste, was Michael je gesehnen hatte. Es leuchtete in allen möglichen Farben.
Es entstand ein kleines Würmchen und im nächsten Moment krabelte das neue Pokémon auch schon auf Michael´s Schoß. "Wow, was ist das für ein Pokémon? Es sieht so süß aus." "Das ist ein kleines Raupi, es wird zu Safkon und vielleicht zu Smettbo." Danke Yvonne, vielen Dank. Ich hab mein erstes Pokémon!"
Michael war die Freude anzusehen, obwohl er wusste, dass sein neues Pokémon kleiner war als andere seiner Art. "Du weißt, dass du ihm einen Spitznamen geben kannst?" "Ich nenn ihn Toky, klinkt doch cool, oder?" "Ja der Name klinkt wirklich gut. Aber nun solltest du es in einen Pokéball fangen." Michael rannte und holte einen Pokéball. Er fing sich sein Raupi, lies es aber wieder rauskommen, um noch etwas zu feiern. "Michael, es wird morgen dann mal Zeit, dass auch du ein klein wenig trainierst oder zumindest damit anfängst. Nur ein klein wenig." Yvonne war glücklich. Michael war bei den Entwicklungen ihrer Pokémon nicht dabei gewesen. Sie würden jetzt noch eine Woche in Wurzelheim bleiben und dann weiter ziehen.
Die Woche verging sehr schnell, sodass sich Michael und Yvonne schließlich weiter nach Rosaltstadt auf den Weg machten. Der Abschied war sehr herzlich und Michael hatte auch schon einen kleinen Trainingserfolg mit seinem Toky gemacht. Sein Toky war inzwischen schon viel schneller und die Tackle Attacke war auch schon recht gut. Sogar den Fadenschuss hatten sie gemeistert, da Toky sich nun nicht mehr selbst einwickelte. Yvonne´s Pokémon waren stäker geworden und sie war sich sicher, dass sie in der Arena in Blütenburg gewinnen konnte.
Jeden Abend auf dem Weg nach Rosaltstadt kochte Yvonne für die beiden, was Michael doch sehr überraschte. Schließlich hatte er nicht damit gerechnet, wie gut Yvonne kochen konnte. Die beiden verbrachten viel Zeit zusammen, sodass sich dann, kurz vor Rosaltstadt, auch Michaels zweites Ei zum Schlüpfen bereit machte. Überraschenderweise war das Hornliu fast doppelt so groß wie Toky und Michael nannte es Spike, wegen des Horns.
Sie erreichten Rosaltstadt und stockten erstmal ihren Vorrat an Lebensmitteln, Wasser und Pokémonfutter wieder auf. Danach gingen sie zum Pokémon Center und belegten sich zusammen ein Zimmer. "Michael, beeil dich! Wir müssen uns unten noch für die Hoenn-Liga registrieren. Sonst können wir uns keine Orden holen und später nicht bei der Meisterschaft in Prachtpolis City antreten." "Ist gut, komme gleich!"
"Oh, wollt ihr euch beide anmelden? Gut, dass ihr noch heute daran gedacht habt, denn Samstags und Sonntags werden von uns aus keine Anmeldungen gemacht. Wegen dem Wochenende ist hier dann immer ganz schön viel los." "Das kann ich mir vorstellen Schwester Joy. Gibt es hier in der Gegend viele Trainer?" "Ja, in Wuzelheim gibt es kein Center, deshalb reisen viele die Strecke von dort bis hier her zum Training, nur auf dem Weg zurück, gibt es dann kaum noch Trainer, die einen Kampf riskieren." "Verstehe. Ist die Arena eigendlich am Sonntag zu? Ich frage, weil wir, wenn wir morgen weiter ziehen, am Sonntag in Blütenburg ankommen und in Kanto die Arenen, die ganze Woche über öffen waren und in Johto, waren sie nur Samstags zu."
"Das weiß ich gar nicht so genau. Eigendlich sind Arenen am Sonntag und am Samstag geschlossen, weil viele Arenaleiter Familie haben und deshalb am Wochenende ihre Ruhe wollen. Aber viele Arenaleiter und Norman sowieso, machen oftmals auch einen Kampf am Wochenende. Aber warum denn so schnell? Willst du unbedingt kämpfen?" "Klar möchte ich antreten. Seit ich in der Hoenn-Region bin, habe ich meine Pokémon sehr ausgewogen trainiert und das wäre dann mein aller erstes Match hier. Die Orden zu gewinnen ist doch wichtig, damit ich an der Meisterschaft teilnehmen kann." "Aber die Meisterschaft ist doch gerade im Gange. Du musst mindestens ein halbes Jahr warten, bis zur nächsten." "Hey Yvonne? Glaubst ich kann auch schon antreten?" "Wahrscheinlich in Blütenburg noch nicht. Du brauchst drei Pokémon um anzutreten. Aber du kannst es ja versuchen, veilleicht fängst du dir noch ein Pokémon bis Blütenburg."
Michael lächelte wieder und ging auf ihr Zimmer. "Schwester Joy? Fast hätte ich es vergessen: Kann ich mich hier gleich noch für den Bänder Cup registrieren oder geht das erst in Wiesenflur?" "Tut mir leid, das geht nur in Wiesenflur, aber das hier kann ich dir geben: Ein Pokériegelbehälter. Den kannst du hier in deine Beerenbox befestigen und schon mal Pokériegel mixen, wenn du dazu kommst. Ach und das hier ist auch für euch beide: Eine Ordenschatulle. Für die Orden, die ihr euch noch erkämpft." "Danke, ich geb sie Michael. Bis morgen und gute Nacht." "Gute Nacht ihr zwei." Schwester Joy lächelte und auch Yvonne ging zufrieden auf ihr Zimmer. Michael wartete schon, denn sie hatten es sich zur Angewohnheit gemacht, am Abend vor dem zu Bett gehen noch einmal, eines der Tagesthemen zu diskutieren und Michael konnte sie noch ein paar andere Dinge fragen, die ihm gerade einfielen oder die ihn beschäftigten.
"Warum muss ich so viel über die Pokémon Typen lernen, mich interessieren doch nur Käfer Pokémon?" "Das ist eine gute Frage, aber die Antwort ist besser, denn genau deshalb sollst du sie ja kennen." "Das versteh ich nicht." "Ist doch ganz einfach, hier mal ein Beispiel: In Kanto gibt es eine Arenaleiterin mit Namen Misty. Sie hat sich auf Wasserpokémon spezialisiert. Aber trotzdem kennt sie die Eigenschaften von allen anderen Typen genau. Warum? Weil es immer besser ist deinen Gegner zu kennen und zu verstehen, als einfach nur blind zu Kämpfen."
"Was hat das aber mit mir zu tun?" "Viele Käfer haben mehr als einen Typ. Nimm Smettbo, mit Flug Käfer, oder auch Scherox, Stahl Käfer. Du musst nicht nur die Käfer an sich verstehen, sondern auch ihren zweiten Typ. Dann noch die Attacken. Ein Käfer Pokémon ist gegenüber einem Feuer oder Flug Pokémon im Nachteil. Wenn es dann noch Eigenschaften von Flug oder Stahl Pokémon hat, kommen zudem noch Elektro, Eis, Gestein, Boden und Kampf dazu. Ein Käfer Pokémon ist einem Psycho und einem Unlicht Pokémon vielleicht überlegen, aber ein Pokémon kann den Kampf auch gewinnen, wenn es vom Typ her im Nachteil ist.
Normale Pokémon gehören zu den gefährlichsten, weil sie zwar unscheinbar sind und keine besonderen Eigenschaften haben, trotzdem können sie aber eine Vielzahl an Attacken erlernen." "Zum Beispiel? Ein Snobilikat, hattest du gestern gesagt, ist schnell, wendig und stark. Aber mit ner Kratzfurie allein kann es nicht gewinnen." "Das stimmt teilweise, du vergisst aber, dass diese Attacke nicht die Einzige ist, die es einsetzten kann. Ein Mauzi ist in der Lage, Eisenschweif und Donnerblitz zu erlernen. Ein Snobilikat kann zu dem noch Attacken wie Spukball, Blizzard, Aquawelle und Schaufler erlernen. So hat es jetzt zu dem Normal Typ noch Attacken in den Typen Eis, Geist, Wasser, Boden, Stahl und Elektro."
"Oha, dann ist dieses Pokémon ja voll stark." "Aber da du, wenn du gegen ein Snobilikat kämpfst und weißt, dass es viele Attacken einsetzten kann, kannst du dich entsprechend darauf vorbereiten und es villeicht sogar besiegen." "Wow, dann brauch ich ja ewig, bis ich alle Pokémon kenne und ein Spitzen-Trainer werde. Naja, ich geh jetzt ins Bett, bis morgen, schlaf gut." "Gute Nacht."
Yvonne ging noch einmal nach draußen, um einen Spaziergang zu machen und den Mond anzuschauen. Sie war überrascht, Michael lernte wirklich schnell und er würde sicher mal ein guter Trainer werden. Nun würde er sicher bald seinen ersten Pokémonfang machen. Sie hatte vor, einen kleinen Umweg, etwas von der Straße entfernt zu nehmen, da es in diesem Gebiet anscheinend viele Waumpel gibt. Nun aber würden sie erst einmal nach Blütenburg kommen um dort zu kämpfen. Yvonne juckte es schon in den Fingern und sie freute sich auf das bevorstehende Match.
Kapitel 5: Ein Schritt vor und zwei zurück
Yvonne und Michael waren sehr früh auf den Beinen. Sie sammelten ihr Zeug ein, fütterten ihre Pokémon und Frühstückten in der Cafeteria des Centers nach Herzenslust. "Auf geht´s nach Blütenburg City!" Yvonne konnte es kaum erwarten. Sie reisten den ganzen Tag und das Wetter war einfach wunderbar. "Komm, wir gehen nach rechts, im Pokémon Navigator steht, dass dieser Weg hier kürzer ist." Der Weg war kürzer, aber dort lauerten sehr viele Pokémon und soweit sie erfahren hatte, auch sehr viele Waumpel.
"Sieh mal Michael, dort vorn läuft ein Waumpel! Los schnapp es dir, bevor es wegläuft!" "Los Spike, wir fangen uns das Waumpel. Giftstachel Attacke!" Das Waumpel war inzwischen stehen geblieben und beobachtete Michael gelangweilt. In diesem Moment traf es ein Giftstachel, wenn auch nur zufällig, weil die Sacheln planlos in die Landschaft verschossen wurden. Das passte dem Waumpel anscheinend gar nicht, denn im nächsten Moment traf Spike eine heftige Tackle Attacke.
"Michael, vergiss deine Befehle nicht, beobachte das andere Pokémon und gib deinem dann gezielte Hinweise, wie es ausweichen soll! Denk nach bevor du etwas tust." Yvonne war überrascht, dass er sich so schlecht machte, sie hatte erwartet, dass er das gelernte wenigstens im Hinterkopf behalten würde, aber offensichtlich fiel es ihm schwer, die Informationen und sein Wissen anzuwenden. "Nein Spike, ausweichen, beeil dich!"
"Pikachu, Donnerschock, aber ganz leicht, sodass sich Waumpel nur erschreckt!" Yvonne hatte eingegriffen. Sie konnte es nicht riskieren, dass eines von Michaels Pokémon schon so früh besiegt wurde. Waumpel verschwand im hohen Gras und Michael war enttäuscht. "Ok Spike, komm zurück, du hast dein Bestes gegeben." "Er schon, nur du nicht! Glaub nicht, nur weil du bisher viel gelernt hast, dass die Kämpfe leichter werden. Ein Kampf kann alle möglichen Wendungen nehmen und du solltest flexibel genug sein, sich anzupassen. Hör auf an den Ausgang des Kampfes zu denken, denn der Ausgang ist unwichtig. Wenn du das berücksichtigst, wirst du auch ein besserer Trainer!"
Sie war fast genauso enttäuscht wie er, weil er sich überschätzt hatte. Er hatte geglaubt, dass wenn er sein Pokémon trainiert hatte, dass es dann stärker war, als alle anderen wilden Pokémon und dass es für ihn ein leichtes war, ein Waumpel zu fangen. Aber Trübsal blasen half nicht, er musste nach vorn schauen!
Die Zeit verging und der Abend näherte sich. "Wir suchen uns noch kein Nachtlager, weil wir noch etwas weiter kommen müssen. Wenn es dunkel wird, finden wir schon etwas." Die beiden gingen weiter, trafen andere Trainer mit ihren Pokémon und sahen Zelt um Zelt. Viele Trainer hatten sich hier niedergelassen, weil es hier einen kleinen Fluss gab, in dem man klares, sauberes Wasser fand. Michael war anzusehen, dass er am liebsten auch hier ein Lager aufgestellt hätte. Doch er folgte weiter Yvonne, die sich strickt weigerte, hier zu bleiben. Yvonne wusste, dass der Platz hervorragend war, doch wo so viele Trainer waren, gab es oft Streit und manche Diebe warteten nur auf so was. Sie suchte einen Platzt weiter oben, denn dort würde es auch Wasser geben, sie wären weiter weg von der Masse und sie wären näher bei Blütenburg.
Plötzlich saßen ein Schaloko und ein Panekon mitten auf der Straße. "Michael, es ist Zeit, dass du was neues lernst: Der Doppelkampf. Setzt deine beiden Pokémon ein. Ein Doppelkampf ist nichts anderes als ein normealer Kampf, nur dass du zwei Pokémon dirigierst." Michael schluckte, weil er nicht wusste was er davon halten sollte. "Und warum soll ich gegen beide k ämpfen? Ich konnte nicht einmal ein Waumpel schlagen." "Wenn sich Waumpel entwickelt, wird es per Zufall entweder zu Schaloko oder zu Panekon. Fängst du zwei Waumpel, kann es sein, dass du zwei mal Schaloko oder zwei mal Panekon bekommst. Das hier ist doch perfekt, du bekommst zwei Pokémon zum Preis von einem Kampf."
Michael trat vor die beiden Pokémon, die erst jetzt bemerkten, dass Michael und Yvonne sie beobachtet hatten. "Toky, Spike, los ich brauch euch!" Michael wirkte jetzt viel Selbstbewusster, als bei seinem ersten Kampf. Yvonne war zuversichtlich, dass sie nun wahrscheinlich nicht eingreifen musste. "Toky, Spike doppelter Fadenschuss auf Schaloko!" Der Fadenschuss von Toky hatte den von Spike stabilisiert, sodass dieser nicht wie sonst auch kurz vor dem Ziel seine Kraft verlor. Schaloko wurde eingewickelt und konnte sich nicht mehr bewegen "Pokéball, Schaloko, du gehörst mir!" Der Pokéball traf Schaloko, aber in diesem Moment kam eine Tackle Attacke von Panekon, die es in sich hatte. Die Attacke traf Spike so hart dass es schon ein ganzes Stück zurück geschleudert wurde.
Geschafft! Schaloko war gefangen, nur musste Michael den Pokéball noch holen, was sich als sehr schwer für ihn erweiste, da sich Panekon, inzwischen wohl etwas in Rage geraten, nicht vom Fleck rührte. "Hey, was war das? "Das kam von da hinten." "Sind da nicht gerade ein paar Trainer lang gelaufen?" Yvonne hörte ein paar Stimmen, Michael musste sich beeilen. Es gab zwar viele Waumpel, aber kaum Panekon und Schaloko, die man wild fangen konnte. Kein Trainer würde sich so eine Gelegenheit entgehen lassen, nur weil ein Anfänger als Erstes da gewesen war und bis so ein Streit dann ausdiskutiert war, konnten diese Pokémon schon längst verschwunden sein.
"Pikachu, Agilität und Doppelteam, hol den Pokéball von Michael hier her!" Michael blickte sich um, er war verwirrt. Warum holte sie sich seinen Pokéball. "Panekon, hör zu, wenn er verliert, dann liegt hier der Pokéball von Schaloko!" Nun wusste Michael, was sie gemeint hatte: Er würde Schaloko nur behalten können, wenn er auch Panekon fing oder zumindest besiegte.
"Michael, wir kriegen Gesellschaft, ich lauf den Trainern entgegen, damit du in Ruhe deinen Kampf beenden kannst." Mit diesen Worten rannte sie los und lies Michael allein. "Ok, Fadenschuss und Giftstachel!" Der Giftstachel hätte zwar getroffen, nur war Panekon im letzten Moment ausgewichen und hatte Spike mit einem weiteren Tackle besiegt. Wenigstens hatte der Fadenschuss getroffen und auch wenn sich Panekon sofort davor befreite, hatte der Fadenschuss es geschwächt. "Komm zurück Spike, du hast gut gekämpft." Panekon setzte wieder Tackle ein, doch dieses Mal reagierte Micheal noch rechtzeitig. "Härtner und dann gleich noch Tackle! .....Pokéball los!"
Michael schaute gebannt auf den Pokéball, der sich immer noch bewegte. Doch dann hörte es auf und er wusste, dass er seinen Kampf gewonnen hatte. Nicht nur das, er hatte nun zwei brandneue Pokémon, sodass er nun in der Blütenburg Arena antreten konnte. Er holte sich seine beiden Pokébälle und rannt den Weg zurück, um Yvonne die gute Nachricht zu überbringen.
Schon von weitem hörte er die Stimmen einiger Trainer. "Hey, wir wollen doch nur wissen was da oben los ist." Genau, hier in der Gegend gibt es viele Waumpel, aber es sind nur zwei bekannte Entwicklungen hier." "Den Gerüchten zufolge, kann man hier in einem Doppelkampf ein Schaloko und ein Panekon bekommen." "Wetten du willst diese Pokémon nur für dich?" "Lass uns vorbei du kannst eh in keinem Kampf gewinnen!"
"Hey Yvonne! Ich bin hier!" Yvonne drehte sich um und sah, dass Michael strahlend den Weg entlang rannte. "Ok, wenn ihr wollt, dann geht und schaut was los ist. Wir haben keine Kampfgeräusche gehört, oder Michael?" Michael verstand, dass er jetzt nichts von seinem Kampf erzählen durfte. "Nein, nicht das ich wüsste." Die ganzen Trainer gingen leicht genervt den Weg entlang. Die beiden warteten noch so lange, bis die Trainer nicht mehr zu sehen waren, bevor sie etwas sagten. "Und wie ist es gelaufen?" "Ich hab sie gefangen, beide! Nur Spike wurde dabei leider besiegt." "Das macht nichts, morgen sind wir in Blütenburg und Spike kann ich heute Abend noch verarzten. Nun suchen wir uns einen geeigneten Schlafplatz, komm."
Die beiden gingen wieder in die Richtung, in der sie die beiden Pokémon gesehen hatten. Plötzlich bog Yvonne vom Weg ab, in ein Gestrüpp. Michael hatte Schwierigkeiten etwas zu sehen, weil die Pflanzen so dich und hoch wuchsen. Dann kamen sie an einen kleinen Platz, groß genug für alle Pokémon, mit klaren Wasser und so gelegen, dass man sie vom Weg aus nicht sah.
Erst kochte Yvonne etwas leckeres für die Beiden, fütterte die Pokémon und verarztete Spike. Dann schliefen beide ein, es war ein langer Tag gewesen, voller Freude und auch Enttäuschung. Michael war zufrieden und Yvonne freute sich schon auf morgen in der Hoffnung, dann ihren ersten Orden zu bekommen.
Kapitel 6: Ein bedeutender Kampf
Yvonne und Michael erreichten gegen Mittag Blütenburg City. Die Stadt war genial. Kleine Häuschen in mitten eines Blumenmeeres. Kaum ein freier Platz war ohne Blumen der verschiedensten Art bepflanzt und Yvonne hielt die Spannung kaum noch aus. "Es ist jetzt Viertel vor Zwölf. Du gehst bitte schon mal ins Pokémon Center und besorgst uns ein Zimmer. Bring deine Sachen hoch und warte in der Lobby auf mich. Ich geh jetzt erst mal zur Arena und melde meinen Kampf an. Außerdem möchte ich noch klären, ob du mir Zuschauen darfst, obwohl du auch noch k ämpfen wolltest. Ok? Wir treffen uns dann im Pokémon Center." "Geht klar. Gib mir doch auch gleich noch deinen Rucksack, dann kann ich ihn auch gleich aufs Zimmer bringen." Mit diesen Worten gab Yvonne Michael ihren Rucksack und lief in Richtung Arena.
Eine lange Straße führte zur Arena und als Yvonne das große Kuppel-artige Gebaude sah, bemerkte sie einen Mann, der gerade aus der Arena kam. Es sah so aus, als wolle er gerade abschließen. "Halt! Warten sie bitte!" Der Mann drehte sich um und wartete geduldig, bis Yvonne an der Arena ankam. "Alles ok bei dir? Warum rennst du so?" "Ich....... einen Moment. Ich wollte mich zum Kampf anmelden." "Du weißt aber, dass du das nicht musst. Kaum jemand hat hier in letzter Zeit gekämpft. Morgen haben wir viel Zeit."
"Nein, Sie verstehen nicht, ich möchte heute noch k ämpfen! Außerdem möchte ich noch eine Kleinigkeit mit dem Arenaleiter klären." "Na dann, schieß los." "Ahm, ich möchte nicht unhöflich sein, aber warum sollte ich ihnen das erzählen, schließlich hab ich keine Ahnung wer sie sind und wie ein Arenaleiter wirken sie nicht gerade." "Hahahaha, du bist gut, ich heiße Norman und bin der Arenaleiter." "Oh, *räusper* das wusste ich nicht. Sorry, ich bin Yvonne." "Freut mich, aber ich muss leider jetzt gehen, meine Familie wartet zu Hause auf mich. Wenn du aber so wenig warten kannst, dann komm um 10 vor 6 heute Abend zur Arena. Bis dahin bin ich wieder hier und habe die Vorbereitungen getroffen, damit du kämpfen kannst. Ist das so ok für dich?" "Klar, danke, dass ist genial. Bis heute Abend."
Yvonne ging zu dem Pokémon Center, wo Michael am Empfang vor Schwester Joy stand und sich unterhielt. "Na, hast du mich schon vemisst?" " Warst du denn weg? Kleiner Scherz, wir haben ein Problem. Spike kann eine ganze Woche nicht mehr kämpfen!" "Was? Aber warum nicht?" "Er hat eine Verletzung am Kopf, die sich entzünden könnte. Wir haben sie gerade behandelt, aber die Wunde könnte wieder aufgehen und vielleicht sogar noch weiter einreißen. So weit ich es gesehen habe, hat ihn sein eigener Giftstachel getroffen." sagte Schwester Joy.
"Verstehe. Dann schicke ich ihn weg." "Nein Michael! Versetzt dich in Spikes Lage, du willst ihn wegen seiner Verletztung wegschicken. Das könnte er als Strafe verstehen. Er sollte wirklich bei deinen anderen Pokémon bleiben, damit er sich nicht allein gelassen fühlt." "Sie hat recht, ein anderes Käferpokémon oder auch ein Pokémon auf einem höheren Level könnte ihm jetzt Schutz bieten und ihm das Gefühl geben, dass er nicht alleine ist. Dann könntest du auch ohne ihn trainieren, sofern dieses Pokémon dann bei ihm bleibt." Mit diesen leider schlechten Neuigkeiten ging Schwester Joy nach hinten. Michael war ganz geknickt und niedergeschlagen. Wie sollte er trainieren, wenn Spike so auf ihn fixiert war, dass es ihn nie aus den Augen lies? Spike und Toky waren unzertrennlich. Er wusste nicht weiter.
"Ich hab eine Idde!" Yvonne packte Michael am Arm und zog ihn in Richtung der Videofon. (Mit einem Videofon kann man telefonieren, aber man sieht seinen Gesprächspartner dabei.) Sie rief Professor Wright an. "Hallo Professor, wie geht es ihnen so?" "Hallo Yvonne, schön, dass du mal anrufst. Mir geht es soweit gut. Deine Pokémon hier vemissen dich wirklich sehr. Auch deinen neuen Pokémon geht es gut, sie haben sich super eingelebt und vertragen sich mit den anderen. Vor allem dein Geradachs hat in Rattikarl einen Wettrennpartner gefunden."
"Das ist gut. Wir haben aber ein Problem, Spike, dem Hornliu von Michael geht es sehr schlecht. Schwester Joy meinte, es bräuchte nun ein starkes Käferpokémon als Bezug, damit Michael auch ohne Spike zum Training kann und es sich sicherer fühlt. Deshalb dachte ich da an Scherox. Können sie es mir vielleicht schicken?" "Oh, tut mir leid, ich hab Scherox zu einem der anderen Professoren geschickt, weil dieser seine Studien beenden wollte. Ich könnte dir aber Sichlor vorbeischicken? Oder vielleicht Bibor?"
"Nein Professor, mit Sichlor müsste ich viel trainieren, weil es so Kampfbesessen ist und Bibor braucht immer sehr lange, bis es mit anderen Pokémon warm geworden ist. Es hat mehr als ein Jahr gebraucht, um sich nicht mehr mit Happy zu streiten." Michael war etwas vewirrt, denn ihm war noch gar nicht bewusst geworden, dass Yvonne ja so viel Pokémon hatte. Er wollte sie eigentlich fragen, wer Happy war, doch als in diesem Moment ein Smettbo ins Bild flog, war ihm klar, dass dieses Pokémon gemeint war.
"Und zu wem haben sie Scherox geschickt?" "Tja, das frag ich mich eigendlich auch." "Professor? Das ist doch nicht ihr Ernst oder? Haben meine Pokémon verschick und wissen nicht mehr wohin?" "Ja, leider." "Ok, bis dann, ich probiers mal bei Professor Eich oder auch Lind, irgendwo muss Scherox ja sein. Professor, tun sie mir bitte den Gefallen und machen sich wenigstens nächstes Mal eine kleine Notiz ok?" "Ok, das ist eine gute Idee, darauf bin ich gar nicht gekommen. Viel Glück."
Yvonne war genervt. Sie war schon ohne diesen Stress angespannt genug. "Michael, geh doch zu Spike und erzähl ihm von Scherox. Es wird sich sicher freuen. Außerdem kann das hier noch etwas dauern. Falls wir uns verpassen sollten, mein Kampf findet um Viertel vor 6 statt. Eigendlich 10 vor, aber besser zu früh, als zu spät." "Ist gut, bis bald." Michael ging aus dem Aufenthaltsraum raus und Yvonne rief Professor Eich in Alabastia an.
"Professor? Hallo?" "Tut mir leid, der Professor ist nicht da. Er ist bei seinem Enkel Gary, weil dieser irgendeine tolle Entdeckung gemacht hat. Kann ich dir vielleicht helfen?" "Oh, hallo Tracy, ja ähm hat Professor Wright mein Scherox zu euch geschickt? Ich bräuchte es und er weiß nicht mehr genau, zu wem er es geschickt hat." "Nein, hier ist kein Scherox. Hoffe du findest es." "Danke, grüß bitte den Professor für mich, wenn er wieder da ist, ok? Bis dann." "Ok, mach ich doch gern, by."
Einer raus und einer bleibt noch. "Hallo Professor Lind. Ist mein Scherox vielleicht bei ihnen?" "Oh, hallo Yvonne, nein tut mir leid, ich hab dein Scherox nicht." "Echt nicht? Wen könnte ich jetzt noch fragen?" "Tut mir wirklich leid. Mir fallen noch drei Leute ein, die dein Scherox haben könnten. Kurt hatte mich mal nach der Weiterentwicklung von Sichlor gefragt. Dann wäre da noch Frank, der Leiter der Safari Zone. Sie hatten da wohl Ärger mit irgend einem Maskottchenproblem und zu letzt noch Professor Eiwy aus dem Orange Archipel. Sie wollte ein Scherox für ihre Forschungsarbeit." "Danke Professor, das hat mir sehr geholfen. Bis bald." "Bis dann und pass auf dich auf."
Yvonne lehnte sich erst mal zurück. Wie sollte sie all diese Leute finden? Nicht von jedem hatte sie die Nummer. Während sie sich überlegte, wie sie an diese Menschen kommen sollte, vielen ihr noch zwei Personen ein, die sich ihr Scherox geborgt haben konnten: Jasmin, die Arenaleiterin von Oliviania City, die Stahlpokémon über alles liebte und Jason, ein seltsamer Typ aus Lavandia. Er studierte die verschiedenen Typen und hatte sich vorallem an Scherox sehr interessiert gezeigt. Er war zwar etwas exzentrisch, aber nett.
Michael lag währendessen neben seinem kleinen Spike. Es hatte einen Verband um den Kopf gewickelt und schlief ruhig neben ihm. Michael machte sich Sorgen. Spike war zwar zu beginn riesig gewesen, doch wuchs es nur unregelmäßig. Dann holte er seinen Pokédex und legte sich wieder hin. Er klappte ihn auf und lies sich die Infos über Kokuna und Bibor geben. Seltsam, wie ein Pokémon sich doch verändern konnte, wenn es sich entwickelte. Und während er darüber nach dachte, schlief auch er ganz langsam ein.
"Ja, ok, bis dann." Uff. Yvonne hatte inzwischen fast alle möglichen Personen angerufen und niemand hatte ihr Scherox. Es gab noch zwei Möglichkeiten: Bill, der ihr später noch eingefallen war und Eiwy, von der sie nicht die Nummer hatte. "Hallo, könnte ich vielleicht mir Bill sprechen? Es geht ganz schnell, wirklich." "Klar, aber warte kurz, mein Bruder ist gerade draußen mit seinem Evoli." Die Kleine ging und Bill kam einen kleinen Moment später vor den Bildschirm.
"Hallo Yvonne, was verschafft mir die Ehre?" "Ich suche mein Scherox. Hast du es vielleicht? Und seit wann hast du ein Evoli?" "Oh, nein tut mir leid, dein Scherox hab ich leider nicht. Und das Evoli hab ich gefunden. Ist aber eine längere Geschichte." "Erzähl sie mir bitte das nächste mal ok? Hab gerade Stress. Bis bald mal." "Ok, bis dann. Ach ja, bevor ich es vergesse, Bianca wollte mal wieder gegen dich antreten. Das soll ich dir sagen. Ciau."
Gerade als Yvonne Professor Eiwy anrufen wollte, klingelte es. Sie nahm ab und sagte:" Ja, hier Yvonne?" "Hallo Yvonne, mir ist eingefallen, wem ich dein Scherox geschickt habe! Es war Professor Eiwy." "Wow, Professor, darauf bin ich auch schon gekommen." "Echt? Wie?" "Naja, ich hab alle angerufen, die mir eingefallen sind und sie bleibt übrig." "Oh, verstehe. Bis dann." "By."
"Ja hallo." "Ah Professor, lange nicht gesehen oder?" "Yvonne? Hey, was gibt’s? Wie geht es dir?” "Danke, mir geht´s gut. Nur bräuchte ich mein Scherox wieder." "Oh, das Scherox ist von dir? Das wusste ich gar nicht. Klar ich schicke es gleich rüber. Es hat mir sehr bei meinen Forschungen weitergeholfen." "Das freut mich. Es ist sicher angekommen." "Besuch uns doch mal wieder. Wir würden uns sehr freuen." "Klar, nur zur Zeit bin ich in Hoenn unterwegs. Bis bald mal wieder." "Klar, tschüss und viel Glück bei deinen bevorstehenden Kämpfen."
Endlich hatte sie ihr Scherox. Sie drehte sich um und schaute auf die Uhr. O Nein! Es war schon 5 vor 6. Sie kam zu spät. Schnell rannte Yvonne los. Bei all der Hektik wäre sie fast in die falsche Richtung gelaufen. Endlich an der Arena, sah sie schon Michael mit Spike auf dem Arm und Norman mit einem Schiedsrichter daneben. "Sorry", rief Yvonne. "Das ist sonst nicht so meine Art, aber ich hatte einfach die Zeit vergessen." "Schon ok, kommt jetzt mit rein." Norman ging vor, dicht gefolgt von dem Schiedsrichter.
"Hey Yvonne, ich darf zuschauen. Morgen um Punkt 9 Uhr ist mein Kampf." "Das freut mich. Pass lieber gut auf, vielleicht kannst etwas von seiner Taktik erkennen und dir schon mal was überlegen." "Klar, du kennst mich doch." Und mit einem Grinsen fügte sie noch hinzu:"Deshalb sag ich´s ja." Beide Trainer nahmen ihren Platz ein und der Schitzrichter begann den Kampf einzuleiten: "Dies ist ein offizieller Arenakampf zwischen Norman, dem Leiter dieser Arena und Yvonne, der Herausforderin. Beide Trainer dürfen nur drei Pokémon einsetzten, doch nur der Hereusforderer darf seine Pokémon austauschen. Der Kampf ist beendet, wenn alle Pokémon eines Trainers nicht mehr weiter Kämpfen können. Fangt an!" Der Schietzrichter trat etwas zurück und gab damit das Zeichen, für den Beginn. Michael hatte sie währendessen auf eine kleine Bank am Rand der Arena hingesetzt und starrte ganz gebannt auf das Kampffeld.
"Ich beginne unser kleines Match mit diesem Pokémon. Los Bummelz!" Mit diesen Worten erschien ein kleines Bummelz. Es wirkte, als hätte es nicht genug geschlafen, denn es taumelte und gähnte die ganze Zeit. "Ok, los Schwallbini, zeigs ihm." Schwallbini kam aus seinem Pokéball und stieg sogleich in die Lüfte auf. Es zog lange, kreisförmige Bahnen über Bummelz und fühlte sich offenbar durch dessen leichtes Desinteresse provoziert. "Schwallbini Ruckzuckhieb!" "Vergiss es, Bummelz ausweichen, dann Schlitzer."
Von dem was als nächstes geschah, war Yvonne völlig geplättet: Bummelz war Schwallbini ausgewichen und hatte es hart getroffen. Die Bewegung von Bummelz war einerseits schnell gewesen, da es in letzter Sekunde auswich, aber trotz alledem, sah es aus, als wäre die Zeit nur bei Bummelz verlangsamt. "Nicht schlecht, aber wir können noch mehr. Schwallbini, flieg hoch und nutzte die zusätzliche Geschindigkeit für einen Flügelschlag!" Norman lächelte nur und Bummelz wich wieder aus und traf noch einmal.
Yvonne begriff, dass Tempo-Attacken gegen ein so langsames Pokémon völlig nutztlos waren. "Nein Schwallbini, komm zurück." Das war knapp, Bummelz hatte immer und immer wieder die gleiche Stelle getroffen, sodass Schwallbini aus dem Tritt gerissen wurde. Dadurch wäre es fast auf dem Boden aufgeschlagen. Das darf doch nicht wahr sein. Ich scheitere so nicht schon beim ersten Pokémon. Na warte, jetzt bin ich sauer.
"Los Kirlia. Konfusion." Diese Attacke traf Bummels völlig unerwartet und auch Norman wirkte etwas verblüfft. "Nicht schlecht. Ich hatte ehrlich nicht erwartet auf ein Kirlia zu stoßen. Zu behandlest deine Pokémon sehr gut, allein schon, weil sich Trasla bei dir entwickelt hat. Aber das allein reicht gegen mich nicht. Bummelz Gähner." Plötzlich stiegen Blasen von Bummelz aus, auf Kirlia zu. "Pass auf, du darfst sie nicht berühren, Doppelteam und Konfusion." Kirlia hatte seine Doppelgänger als Schutztschild vorraus geschickt, damit die Blasen platzten und sich dann von hinten herangeschlichen. Bummelz wurde von der Attacke besiegt und Norman rief sein nächstes Pokémon: Muntier.
"Moment mal, jetzt kenne ich auch dein letztes Pokémon. Das ist Letarking richtig? Interessant, dass du erst Bummelz benutzt, um die Tempo Attacken aufzulösen. Danach kommt dann Muntier, mit dem du schnell kämpfst. Und zum Schluss noch Letarking, dass einerseits schnell und wendig ist, obwohl es nicht so aussieht, aber andererseits auch langsam und stark ist. Du konfrontierst Trainer mit den gegensätzlichen Geschwindigkeiten, weil du hoffst, dass es sie aus dem Konzept bringt. Falls das eintrifft, scheitern sie schon vor Letarking, doch dieses Pokémon gibt dann jedem Trainer den Rest, der nicht flexibel genug trainiert. Nette Strategie, doch kenne ich noch einen Arenaleiter, der auf so was steht."
"Wow, so schnell hat mich wirklich noch niemand durchschaut. Ich bin wirklich beeindruckt. Aber ein Problem gibt es immer noch: Durschauen ist eine Sache, aber sein Wissen zu nutzten eine andere. Muntier los, schlag zu mit Schlitzer und Ruckzughieb." Die Attacke war heftig, ging aber daneben. Yvonne rief Kirlia zurück und schickte dafür Wingull in den Kampf. "Aquaknarre" "Ausweichen und Schlitzer." "Konter mit Flügelschlag." Beide Attacken trafen und führten zu einem doppelten Ko. Yvonne war überrascht, nicht wegen des Ko´s, sondern wegen der ungeheuren Kraft von Wingull´s Flügelschlag. Sie rief als nächstes Kirlia in den Kampf. Michael starrte immer noch auf das Kampffeld. Er hatte sich keinen Milimeter bewegt, weil der Kampf so spannend gewesen war.
"Letarking los, Power Punch." "Kirlia, halte es auf mit Konfusion." Im nächsten Moment fiel Kirlia krachend zu Boden. Letarking wurde zwar von der Konfusion erfasst und der Schaden war enorm gewesen, doch hatte es einfach nur zugeschlagen. Letarking taumelte etwas und fiel auf den Boden. Doch anders als Kirlia, war es nicht besiegt worden. "Los Schwallbini, du bist meine letzte Chance." Schwallbini war angeschlagen, doch würde es nicht einmal im Traum daran denken aufzugeben.
"Schnabel!" "Halte es auf und greif es dir." Letarking hatte Schwallbini am Schnabel gepackt und hielt es fest. Doch es schlug weiter mit den Flügeln und schob Letarking somit langsam nach hinten. "Du schaffst es, gib alles!" Yvonne wusste wie angeschlagen es war und gerade jetzt, begann Yvonnes alte Wunde zu pochen. Es tat höllisch weh und pochte richtig. Yvonne wurde etwas schwindlig und ihr wurde klar, dass die Wunde, die schon so gut verheilt war, aufgegangen war. Trotz alledem, durfte Yvonne jetzt nicht abbrechen. Ihre Pokémon hatten alles gegeben und sie wollten sie nicht enttäuschen.
Was dann geschah, versetzte alle Zuschauer, einschließlich des Schiedrichters in Staunen. Schwallbini begann zu glühen. Aus dem glühen wurde dieses bekannte leuchten und es entwickelte sich zu Schwallboss. Ein vielleicht auch zwei Flügelschläge später, lag Letarking auf dem Boden und war besiegt. Schwallbini hatte seine neue und größere Flügelspannweite dazu genutzt, Letarking aus dem Gleichgewicht zu bringen und es dann anzugreifen.
"Letarking kann nicht mehr weiter kämpfen, damit gewinnt Schwalbini, oh Verzeihung, ich meine natürlich Schwallboss den Kampf." "Du hast gut gekämpft. Hier deine Belohnung, der Balance Orden." Yvonne freute sich wahnsinnig. Sie rief alle ihre Pokémon heraus und umarmte sie alle. Michael war inzwischen nicht mehr so erstarrt. Er ging zu Norman und sagte den morgigen Kampf ab. Er war einfach noch nicht so weit, um hier zu kämpfen.
Nach dem Kampf, rief Yvonne ihr Scherox heraus, sodass es sich mit Spike anfreunden konnte. Yvonne war nun nur noch müde. Im Pokémon Center verarztete sie ihre Wunde, die zum Glück nicht ganz aufgegangen war und ging schlafen. Was würden sie sonst noch so erleben? Würde jeder Tag so spannend sein? Sie wusste es nicht, war aber gerne bereit, sich überraschen zu lassen. Schließlich hatten sie noch viel Zeit bis zur Meisterschaft.
Kapitel 7: Wie schnell doch die Zeit vergeht
"Milotic, beende den Kampf nun mit Blizzard!" "Vergiss es Juan, du kannst mein Metagross nicht besiegen!" Die Pokémon Attacken krachen aufeinander. Aber Metagross und somit Yvonne ging als Soeger aus diesem Match. Juan überreichte ihr den Orden aus Xeneroville und somit hatte Yvonne 10 Orden. Klar, sie hätte nur 8 gebraucht, aber wenn sich die Gelegenheit ergab.
Überrascht? Kann ich verstehen. Es ist jetzt fast ein Jahr vergangen. Ein Jahr voller Abenteuer harter Kämpfe und Spaß ohne Ende.
Yvonne hatte sehr viele Pokémon gefangen und sogar einige Fossil Pokémon, wie Anorith, wieder beleben können. Diese hatte sie besonders gut trainiert. Außer den Orden, bekam sie einen Preis für den besten Pokériegel, da die Jury kein Pokémon gefunden hatte, dem dieser Riegel nicht geschmeckt hatte und sie hatte beim Großen Festival den Bänder Cup gewonnen.
Aber auch Michael war nicht faul gewesen. Seine Sammlung an Käfern war auch gewachsen, sodass er nun, zusätzlich zu seinem wunderschönen Smettbo Toky und seinem sehr starken Bibor Spike, auch ein Papinella, ein Pudox, ein etwas schreckhaftes Maskeregen, ein flinkes Ninjask und ein unheimliches Ninjatom besaß. Außerdem hatte er noch, genau wie Yvonne, ein Barschwa erhalten. Die beiden waren an einem Wohltätigkeits Turnier angetreten und hatten gewonne. Naja, eigentlich war es ein Unentschieden gewesen, doch beide hatten jeweils ein besonderes Ei erhalten. Aus diesen Eiern schlüpften gleichzeitig zwei Barschwa. Yvonnes hatte sich dann kurz nach dem 8. Orden zu Milotic entwickelt, während Michaels sich immer noch nicht entwickelt hatte.
Beide Trainer haben viel gelernt und vor allem aus Michael ist nun ein erfahrener und vor allem selbstsicherer Trainer geworden. Auch als Yvonne ihm sagte, dass er nun allein reisen konnte, wich Michael nicht von ihrer Seite. Die beiden waren sehr gute Freunde geworden. Leider hat Michael nur in 5 Arenen gesiegt, was ihn etwas traurig gemacht hatte. Und jetzt, wo es eigenlich Zeit für die Meisterschaft gewesen wäre, sahen sie eine Live Übertragung aus Prachtpolis City.
"Ich stehe hier Live vor dem Stadium C oder zumindest vor dem, was davon noch übrig ist. Gestern Nachmittag gab es anscheinend zwischen mehreren Wasserpokémon zu einem heftigen Streit. Dabei geriet ein Wailord so in Rage, dass nicht einmal der Trainer es beruhigen konnte. Es versenkte mit nur einer Attacke das Stadium und setzte fast ganz Prachpolis City damit unter Wasser. Deshalb wird die Meisterschaft auf unbestimmte Zeit ausesetzt, da man hier erst einmal aufräumen und das Stadium wieder aufbauen muss. Für die Trainer in der Nähe der Stadt gilt, dass sie sich in die Pokémon Center außerhalb begeben müssen, bis zumindest die Überflutung beseitigt wurde. Das war Tim Sander."
"Wow, der Trainer dem das passiert ist tut mir jetzt schon leid. Der ist doch eine Lachnummer auf Lebenszeit." "Also echt. Schäm dich Yvonne! Du hast auch ein Wailord, was wäre, wenn dir das passiert wäre?" "Das wäre mir nicht passiert, weil ich meine Pokémon im Griff habe. Außerdem sollte man keinem unerfahrenem Trainer ein Wailord in die Hand geben. Es ist das schwerste Pokémon der Welt. Da hätte viel mehr passieren können, als blos diese Stadiumgeschichte." "Ich geh jetzt ins Bett, gute Nacht bis morgen." Gute Nacht Michael, schlaf gut, ich komm auch bald."
Yvonne war einfach nur glücklich. Michael war ein so guter Trainer geworden. Sie musste lachen, wenn sie an den ängstlichen, naiven Trainer dachte, der er früher einmal war. Und auch, wenn sie nie wusste, was am nächsten Tag passieren würde, freute sie sich doch immer wieder auf jedes neue Abenteuer. Alles war mit Michael irgendwie lustig. Sie hatten einmal geangelt und da hatte sich ein Karpador in Michael T-Shirt verfangen. Er war herum gehüpft, um es wieder loszu werden, nur um im selben Moment ins Wasser zu fallen.
All die Abenteuer und die Spannung beim Reisen. Sie würde ihn wirklich vermissen. Sie wusste, dass er diese Pause nutzen würde, um alleine weiter zu reisen und sich seine letzten Orden zu holen. Er hatte sich in letzter Zeit immer in ihrem Schatten gefühlt und sie wusste, dass er morgen wahrscheinlich schon nicht mehr an ihrer Seite sein würde. Er hatte beim heutige Arenakampf so traurig ausgesehen. Sie hatte ihm eine kleine Abschiedsnotiz geschrieben:
Lieber Michael,
ich weiß, dass du, wenn du das hier liest, wahrscheinlich schon nicht mehr an meiner Seite reisen wirst. Wir treffe uns auf jeden Fall in Prachtpolis City zur Meisterschaft wieder. Mach mir keine Schande und gib dein Bestes, ich glaub an dich.
Liebe Grüße,
Yvonne
Das war alles gewesen. Sie hatte diese Notiz in seinem Rucksack versteckt, beim Pokémon Navigator. Wenn er ihn rausholen wollte, um seinen genauen Standpunkt zu bekommen, so würde er sie finden und lesen. Yvonne ging schlafen und versuchte, nicht mehr an der bevorstehenden Abschied zu denken.
Kapitel 8: Schwerer Abschied
Am Morgen wachte Yvonne auf und ging gleich nach unten zum Frühstück. Nach dem Frückstück ging sie in Michaels Zimmer. Sie machte sich nicht die Mühe anzuklopfen, denn sie wusste, dass er nicht da war. Sein Zimmer war wie erwartet leer und auf dem Bett lag ein kleiner Umschlag. Yvonne nahm den Umschlag und den Schlüssel daneben, ging dann gleich zu Schwester Joy, um den Schlüssel abzugeben. Danach ging sie in ihr Zimmer. Sie setzte sich auf ihr Bett und öfnete den Umschlag vorsichtig. Im innern war ein Brief. Pikachu legte sich ganz behutsam auf ihren Schoß und wartete und so begann sie, den Brief leise vorzulesen, was ihr gegen Ende immer schwerer fiel, weil ihr dieser fast schon endgültige Abschied langsam bewusst wurde.
Liebe Yvonne,
es tut mir leid, dass ich mich nur so verabschiede. Ich konnte es nicht anders, denn ich fürchtete, dass ich sonst nicht gegangen wäre. Wir beide haben nun schon so vieles erlebt, so viel durchgemacht und so viel gemeinsam unternommen, dass du für mich wie eine Schwester geworden bist. Aber ich muss auch mal alleine kämpfen. Ich muss besser werden, weil ich dich besiegen will. Du hast mir im vergangenen Jahr sehr geholfen, warst immer für mich da und standest immer hinter mir, deshalb will ich einfach beweisen, dass deine Mühe Früchte getragen hat und nicht umsonst war. Wir sehen uns bei der Meisterschaft wieder, zwar dann als Gegner, aber immer noch als Freunde.
Mach´s gut Yvonne und pass auf dich auf,
Michael.
Plötzlich merkte Yvonne, wie traurig sie war. Sie hatte sie so an Michael gewöhnt. Dann packte sie ihre Sachen, gab ihren Zimmerschlüssel wieder her und ging zum Pier. Sie stieg auf Lapras und ging davon, mit Michaels Brief in der Tasche. Nun würde sie schon mal nach Prachtpolis City reisen, um dort weiter zu trainieren und sich schon mal vorab mit den Örtlichkeiten vertraut machen. Eines war ihr aber klar: Michael würde kein leichter Gegner sein. Denn wenn sie die Meisterschaft gewinnen und den Pokal mit nach Hause nehmen wollte, dann musste sie ihn beim Turnier früher oder später besiegen. Auch wenn ihr im Moment, später lieber war.
Kapitel 9: Trübsal blasen hilft nichts
Yvonne war immer noch etwas niedergeschlagen, machte sich aber weiter auf den Weg nach Prachtpolis City. Die Meisterschaft war zwar noch immer nicht angesagt, aber sie dachte sich, wenn sie schon mal vorab ankam, konnte sie sich ein Bild von Prachtpolis City machen und sich schon mal umsehen. Außerdem konnte sie überall trainieren, warum also nicht gleich dort? Sie und ihr Lapras machten kurz rast auf einer kleinen Insel, auf der sie etwas aßen und sich ausruhten. Dabei betrachtete Yvonne ihren neuen Pokédex. Der Chef der Devon Corporation, die den Pokémon Navigaor hergestellt hatte, hatten ihr ihren Pokédex erweitert. So hatte sie nun in ihrem Pokédex eine Karte und auch die andere Features der PokéNav, sodass sie dieses zweite Gerät nicht mehr brauchte. Auch war jetzt ein Telefon integriert, mit dem sie jeder Zeit telefonieren konnte.
Plötzlich klingelte der Pokédex. "Ja, hier Yvonne, was gibt´s?" "Hallo Yvonne. Na wie geht´s dir, lange hab ich nicht´s mehr von dir gehört." "Mir geht´s gut, auch wenn ich keine Ahnung habe, wer du bist." "Echt nicht? Das kann doch nicht wahr sein! Komm schon, denk mal nach." Die Stimme kam ihr zwar bekannt vor, aber Yvonne konnte sie irgendwie nicht richtig einordnen. "Mirinda? Das gibt´s doch nicht. Wo bist du und wie geht es dir?" "Ich bin in Prachtpolis und mir geht es gut. Aber ich rufe an, weil ich mir dachte, dass du hier her unterwegs bist, stimmt doch oder? Weißt du schon was hier abgeht?"
"Klar, das kam ganz groß im Fernsehen. Ich dachte, ich komme so in ner Woche bei dir an. Warum fragst du?" "Kein Trainer kommt zur Zeit auf die Insel. Dieser Vorfall hat viele wilde Pokémon aufgeschreckt, sodass kaum ein Schiff, Flugzeug noch Pokémon hier durch kommen. Es gibt sogar Garados-Trainer, die sich weigern weiter zu reisen, bis man die ganzen Pokémon beruhigt hat." "Echt? Schade. Warum schicken sie nicht diesen blöden Trainer los, um die Pokémon zu beruhigen? Ist doch eh seine Schuld."
"Weil dieser Trainer nicht möchte, dass seine Pokémon noch vor dem Wettkampf zu ausgelaugt sind." "Blöd. Moment mal, warum weißt du eigendlich so gut darüber bescheid?" "Ähm, naja, weil ich.... Nun ja....." "Hahahahhaahhaahhhaaahhhaaahhhhaaaa. DAS WAR DEIN WAILORD." "Hör auf zu lachen, ein Wailord zu kontrollieren ist schwerer, als man denkt!" "Nein, nicht wirklich, ich hab auch eins und es gehorcht mir sehr gut. OMG, Mirinda. Du hast kein Händchen für Pokémon, dass steht schon mal fest!" "Yvonne hör auf zu lachen!"
Man hörte richtig Mirindas Empörung, aber Yvonne konnte einfach nicht mehr aufhören zu lachen. Sogar Pikachu und Lapras lachten mit. Denn von all den Trainern war es ausgerechnet Mirinda gewesen, die das Stadium versenkte. Und das war noch nicht alles, denn Mirinda versuchte immer noch mit wachsender Verzweiflung zu erklären, dass es nicht ihre Schuld war. Es war bald eine weltweite Übertragung angesetzt, in der sich der schuldige Trainer entschuldigen und den Vorfall erklären sollte. Was würde sie dann wohl tun? Denn wie auch Yvonne, war Mirinda eine sehr bekannte Trainerin. Yvonne wusste genau, dass diese Geschichte Mirinda für ihr ganzes Leben zeichnen würde und das jeder sie sofort erkennen würde, dass war klar.
"Ist jetzt langsam gut Yvonne, beruhig dich wieder!" "Ok..... ich hab mich eingekriegt. Aber wann kommen dann die Trainer wieder nach Prachtpolis? Irgendwann wird die Meisterschaft ja stattfinden müsste." "Mach doch einen kleinen Umweg über Moosbach. Dort haben sie vor kurzem eine kleinen Höhle entdeckt, in der anscheinend sehr seltene Eis-Pokémon leben sollen. Kannst dich ja freiwillig zur Erforschung melden. Jeder Trainer darf die gefangenen Pokémon behalten. Außerdem gibt es dort jetzt auch einen Pokémon-Taucher. Er geht mit dir auf den Meeresgrund, wo du viele Pokémon fangen kannst. Wär doch cool."
"Ja ok. Aber halte mir schon mal ein Zimmer frei, hab nämlich keinen Bock, auf dem Gang zu schlafen. Woher weißt du eigendlich, dass ich in Hoenn bin?" "Es gibt so viele Gerüchte über einen Trainer, der in ganz Hoenn Preise abräumt und der sich um einen Anfänger kümmert. Mir war gleich klar, dass du das sein musst." "Michael ist schon lange kein Anfänger mehr." "Ein Trainer, der von einer Perfektionistin wie dir lernt, kann nur gut werden. Außerdem hab ich dich im Fernsehen beim Bänder Cup gesehen. Hast du gekämpft. Muss leider los, wir sehn uns dann später noch." "Ok, by."
Yvonne holte ihren Pokédex und rief die Karte auf. Sie musste ihre weiteren Schritte planen. Danach, war sie allerding so müde, dass sie ihr Lager auf dieser Insel aufschlug und schlafen ging. Sie beobachtete die Sterne und überlegte, ob auch Michael diese wunderbaren Sterne gerade sah.
Kapitel 10: Ein tolles Ereignis
Am nächsten Morgen wachte Yvonne durch den ersten Sonnenstrahl auf und hatte schlechte Laune. Sie hatte schlecht geschlafen und ihr Rücken schmerzte. Plötzlich fiel ihr die Narbe am Arm auf. Damals war sie zwar gut verheilt, doch im Arenakampf von Blütenburg war sie aufgegangen und hatte sich dann in den darauf folgenden Tagen über entzündet. Danach, war sie zwar abgeheilt, aber der, doch recht große und weiße Schnitt, war noch immer gut zu sehen.
Und da Yvonne sehr viel Zeit in der Wildnis verbrachte, wurde sie braun, was die Narbe noch hervorhob. Aber nun packte sie ihr Zeug ein und stieg wieder auf Lapras, um weiter zu ziehen. Der Tag verging und war wunderschön. Sie sah sehr viele Wingull, einige Pelipper, viele Kanivanha und sogar ein Tohaido.
Gegen Abend erreichte sie nun endlich Moosbach City. Sie nahm sich im Pokémon Center ein Zimmer und ging etwas in die Stadt. Plötzlich griffen zwei Hände von hinten nach ihr und Yvonne erschrak. Aber sie entspannte sich wieder, als eine ihr bekannte Stimmer zuflüsterte: "Na, rate mal, wer bin ich?" "Sandra? Bist du das?" "Och menno, warum klappt das bei dir nie!" Yvonne drehte sich um und sah Sandra, eine Trainerin, die sie in Kanto kennen gelernt hatte. Professor Eich hatte Yvonne kurz nach ihrem Sieg auf dem Indigo Platou um einen Gefallen gebitten. Dort hatte sie dann Sandra kennen gelernt, die gerade ihr erstes Pokémon erhalten hatte. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Nur Chris war damals etwas skeptisch gewesen.
"Das muss ewig her sein. Was hast du denn die ganze Zeit über gemacht? Und warum bist du in Hoenn?" "Mach mal langsam Yvonne, wir haben uns so lange nicht mehr gesehen und als erstes fragst du mich danach? Du bist schon manchmal seltsam!" "Ok, ok, aber wie geht es deinem Glumanda? Nun sags schon, du kennst mich doch." "Meinem Glurak geht es gut. Außerdem bin ich wegen der Meisterschaft hier. Ich war aufm Indigo Platou unter den besten 8 und bei der Silber Konferenz leider bloß 25. oder so. Jetzt will ich mir hier den Titel holen!"
Das überraschte Yvonne, denn auch wenn Sandra viele Dinge recht leicht nahm und fast immer fröhlich wirkte, wusste sie genau, wie stark sie war. Sie hatte zwar auch nicht viele Pokémon, aber die die sie hatte, waren beinahe perfekt trainiert. "Morgen geh ich tauchen und danach in die Küstenhöhle und was machst du?" "Oh, ich wollte eigendlich das gleiche tun, aber erst übermorgen." "Cool, reisen wir dann zusammen weiter? Das wär doch est klasse?" "Gern, von mir aus. Auf welchen Pokémon möchtest du denn weiterreisen Sandra? Ich müsste mein Lapras etwas schonen." "Oh, ähm ich weis nicht. Eigendlich dachte ich wir nehmen die Fähre." "Und wenn wir beide auf meinem Garados reiten? Das geht schneller und es braucht sowieso etwas mehr Bewegung?" Geht klar, wir treffen uns am Montag am Pier ok?" "OK."
Und mit diesen Worten verschwand Sandra wieder in der Menge. Yvonne war überrascht ihr zu begegnen, aber sie freute sich, endlich wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen. Sie schlenderte langsam zurück zum Pokémon Center und fragte sich, welche Trainer sie wohl wieder sehen wird und wer ihre nächsten Gegner waren.
Kapitel 11: Eine ganz normale Woche mit schweren Konsequenzen!
Die Woche verlief weniger spektakulär, als Yvonne es gedacht hatte. Beim Pokémon tauchen fing sie sich en Perlu, ein Relikanth und ein kleines Tohaido. Sie hatte zwar schon ein Tohaido, aber dieses hatte eine sehr interessante Farbe. Außerdem kamen auch noch ein Aalabyss und ein Saganabyss dazu, die Yvonne zwar nicht fing, aber diese beiden Pokémon folgten ihr die ganze Zeit über und wichen einfach nicht von ihrer Seite. Als Yvonne dann einige Pokébälle verlor, nutzten die beiden die Chance und liesen sich freiwillig fangen. Am Samstag war dann der Tag gekommen, die Küstenhöhle zu erforschen. Alle Pokémon von Yvonne schickte sie zum Professor, außer ihrem Pikachu.
Es gab ein Forscher Haus, in dem man sich erst anmelden musste, bevor man die Höhle betreten durfte. Viele Trainer hätten sich verlaufen, deshalb versuchte man das Risiko dafür so geing wie möglich zu halten. Jeder Trainer bekam 5 sogenannte Eisbälle. Diese Bälle waren so konstruiert, dass man selbst Pokémon im Wasser fangen konnte, ohne sie herausholen zu müssen.
"An alle Trainer, bleibt auf dem Weg! Am Eingang warten für jeden ein Mitarbeiter, der eure Pokémon beim Verlassen untersucht und kontrolliert. Ihr dürft nichts mitnehemen, außer eurem Partner, eurem Schatzbeutel, den ihr von uns bekommt, und den 5 Eisbällen. Habt ihr das verstanden? Desweiteren habt ihr Zeit bis zum Sonnenuntergang. Danach werdet ihr gesucht und zurück gebracht!" Yvonne war überrascht, hier war alles straff durchgeplant. Sie trug sich ein und setzte sich in eines der Boote. Dann ging es auch schon los. Der Wind wehte ihr kalt ins Gesicht, aber das war ok, denn das hieß nur, dass die Küstenhöhle schon in der Nähe war.
Und da war sie auch schon. Der Eingang war riesig. Sie stieg aus und hörte sich noch eine langweilige Geschichte darüber an, wie diese Höhle entstanden war. Einer der Trainer neben ihr Gähnte sogar so laut, dass sich die Rednerin gestört fühlte und den Faden verlor. Danach wurde jeder einzelnt aufgerufen, musste nach vorne, sich wieder anhören dass er auf dem Weg bleiben musste und durfte dann endlich reingehen. "Yvonne!"
Sie hörte ihren Namen und trat vor, dann wurde sie gefragt, in welche Richtung sie gehen wolle und sie entschied sich kurzerhand für rechts. Gleich zu beginn sah sie einen riesigen Schwarm Zubat an der Decke hängen. Sie ging weiter und hörte eine Stimme hinter sich: "Wow, ich fang mir eins! Nein, jetzt hat es mich gebissen. Blödes Vieh halt endlich still!" Danach folgte eine ganze Salbe an Flüchen, aber Yvonne machte sich nicht die Mühe sich umzudrehen. Warum auch, schließlich hatte die Empfangsfrau ja gesagt, jeder sollte sich um sich selbst kümmern.
Sie überquerte eingie Brücken, sammelte hier und da ein paar Items ein, die sie fand, daruter auch einen der Eisbälle. Wer einen verlor hatte eben Pech, besser für sie, schließlich waren ihre Chancen jetzte besser. Sie bog um die Ecke und bemerkte einen Trainer, der gerade versuchte ein Schneppke zu fangen. Er attackierte das kleine Pokémon mit einer Salve an Feuerattacken und verwarf all seine Eisbälle. Frustriert trat er das arme Pokémon beiseite und ging an ihr vorbei. Das kleine Schneppke kauerte nun in einer Felsspalte und zitterte am ganzen Körper.
"Hey, alles ok. Beruhig dich erstmal. Schau mal, hast du vielleicht Hunger?" Das Schneppke sah zu Yvonne auf und sie legte das Futter vor den kleinen hin. Er fraß ganz schnell und Yvonne war glücklich darüber, dass sie etwas Pokémonfutter und noch einige Beeren in ihren Leihbeutel geschmuggelt hatte. Langsam traute sich das Schneppke näher an Yvonne heran und begann sie zu beobachten. Pötzlich hüpfte es davon und Yvonne schaute ihm überrascht hinter her. Doch dann kam es gleich wieder zurück. Es hielt einen der Eisbälle in der Hand, die der Trainer von eben nach ihm geworfen hatte. Yvonne nahm den Ball und dankte Schneppke für sein Geschenk. Schneppke drückte auf den Knopf und verschwand in dem Pokéball.
Yvonne war überrascht, schließlich hatte sie nicht damit gerechnet, dass Schneppke bei ihr bleiben wollte. Die Pokémon in dieser Gegend waren komisch, weil sie sich leicht fangen ließen. Erst einige Minuten später war ihr klar, dass sie sich soeben ein Schneppke gefangen hatte. "Pikachu!" Pikachu hüpfte frühlich um sie herum und Yvonne lies ihren neuen, kleinen Freund wieder rauskommen. "Schneppke, bist du sicher, dass du mit mir kommen willst?" "Schneppke! Schneppke!" Es hüpfte auf und ab und nickte ganz fest, fast wäre es umgefallen. "Ok, dann willkomen in unserem Team."
Yvonne beschloss einfach weiter zu gehen. In der Nähe hörte sie ein gewaltiges Geräusch. Es war so viel Lärm, dass Yvonne erst nicht wusste, ob sie dorthin gehen oder leiber weglaufen wollte. Vorsichtig bog sie um die Ecke und sah die Verursacher des Lärms:Seemps. Jede Menge dieser kleinen rinden Pokémon kullerten über den Boden.
Das war ihre Chance, sie wollte sich eines von ihnen fangen und trat hervor. Doch statt sich zu stellen, rollten sie lieber in einen kleinen Fluss in der Nähe. Yvonne rannte hinterher, doch an der Kante rutschten sie und Pikachu ab, sodass sie im Fluss landeten. Es war kalt und die Strömung war sehr stark. Sie sah, dass Pikachu auf einen kleinen Strudel zusteuerte und schwomm so schnell sie konnte. Sie musste Pikachu erreichen!
Die Seemopse machten es ihr schwer voranzukommen, aber bald waren diese verschwunden. Yvonne tauchte und bekam Pikachu gerade noch zu fassen, sodass sie auftauchen konnte. Wieder an der Oberfläche wuchtete sich Yvonne mit ihrem Pikachu einen kleinen Vorsprung hinauf. Erst jetzt war ihr klar, dass sie von der Strömung mitgerissen worden war. Sie kontrollierte ihren Beutel und bemerkte, dass drei der Eisbälle weggespült worden waren. Sie begann langsam hochzuklettern.
Oben, endlich auch festen Untergrund, zog sie ihre Jacke aus, um diese Pikachu zu geben. "Seemops? Seemops!" Ein Seemops wollte anscheinend doch kämpfen, aber Yvonne ging es eher um Pikachu. Doch Pikachu stand auf und signalisierte mit seiner Haltung, dass es kämpfen wollte. "Bist du dir sicher mein Freund?" Pikachu nickte. "Ok, aber nicht zu lange! Pikachu Donnerblitz!"
Seemops feuerten einen Eisstrahl ab, der Pikachus rechtes Bein einfror. Aber dem Donnerblitz entkam es trotzalledem nicht. "Eisball los!" Yvonne´s Eisball fing das Seemops ein, aber sie konnte sich nicht so richtig darüber freuen. Denn in diesem Moment fiel Pikachu zur Seite und rührte sich nicht. "Nein, Pikachu! Halte durch, bitte!" Es schmerzte Yvonne sehr ihren Freund daliegen zu sehen. Sie schnappte sich ihre Jacke, wickelte Pikachu darin ein und holte den Pokéball von Seemops. Sie wusste, dass Pikachu aus der Höhle rausmusste und das so schnell wie nur irgend möglich.
Erst bemerkte sie nicht, wie ihr langsam die Tränen aufstiegen, aber dann sah sie immer weniger. Verdammt, warum hatte Yvonne nicht besser aufgepasst? Warum jetzt und ausgerechnet heute? Es war für sie fast wie ein böser Albtraum, nur dass es garantiert kein Erwachen geben wird! Seit Pikachu ein kleines Ei gewesen war, hatte sich Yvonne ständig um es gesorgt, aber warum konnte sie es nicht beschützen? In der Ferne bemerkte Yvonne eine kleine Brücke, und sie sah etwas Licht. Das weckte zwar Hoffnung, die aber gleich beim Näherkommen wieder verflog. Die Brücke war kaputt. Völlig unpassierbar.
Aber so schnell gab sie nicht auf. Yvonne nahm ihren Beutel und schmiss ihn auf die andere Seite. Dann zog sie ihre Schuhe aus und tat mit ihnen das gleiche. Alles an dem sie hätte hängenbleiben können, zog sie aus und schmiss es herüber. Dann begann die über die kaputten Brückenpfeiler zu klettern. Ein oder zweimal rutschte sie ab und stand dann im kalten Wasser, aber sie kam voran, auch mit Pikachu im Arm. Auf der anderen Seite schnappte sie sich ihr Zeug, stopfte es in ihren Beutel und rannte nach draußen.
Die Leute dort waren überrascht Yvonne mit nur so wenig Kleidung zu sehen, doch sie gaben ihr eine der Heizdecken mit Batterie, die sie hatten und sie begab sich zur linken Höhlenseite, weil es dort eine kleine Nische gab. Yvonne wickelte Pikachu in die Decke und zog ihre Kleidung wieder richtig an. Danach ging sie zu einem Mann an einem Tisch. "Ich bin gerade wieder rausgekommen. Könnten sie jetzt bitte die Kontrolle machen, damit ich wieder zu meinem Pokémon kann?" Der Mann wirkte genervt, dass man ihn gestört hatte, doch als er den Blick von Yvonne sah, setzte er sich wieder richtig hin und begann mit der Kontrolle.
"Dann schauen wir mal, was sie alles gefangen haben. Aha, da hätten wir ein Seemops und ein winziges Schneppke. Desweiteren haben sie einen Abysszahn, mehrere Herzschuppen, eine Abyssplatte, einen Kingstein, wow 3 Wassersteine, ein Stück vom Ewigen Eis, einen Granitstein, etwas Quarzsand, eine Küstenschale mit Küstensalz Inhalt, einmal Seegesang, einen kleinen Drachenzahn und ein Stück Drachenhaut. Nicht schlecht, sie haben einige Dinge gefunden. Hier eine Plastiktüte für das Zeug, den Beutel behalten wir. Karl, bring sie nach Moosbach! Sie können gehen, Karl fährt sie jetzt zurück."
Yvonne holte Pikachu und setzte sich in eines der Boote. Vorher musste sie allerding ihre Decke wieder hergeben, sodass Yvonne wieder ihre Jacke auszog und diese Pikachu gab. Der Wind war stärker als zuvor und sie drückte Pikachu an sich. "Sei froh, dass du wieder draußen bist. In 10 Minuten hätten wir mit der Suche nach euch begonnen." "Euch? Wie spät ist es denn jetzt?" "Kleine, außer dir sind noch 3 Trainer in der Höhle und es ist jetzt 17.50 Uhr. Die Sonne geht zwar erst um 19.00 Uhr unter, doch heute ist es kälter als sonst."
Endlich am Pier angekommen, verabschiedete Yvonne sich kurz und rannte daraufhin gleich zum Pokémon Center. Während Pikachu behandelt wurde, schickte Yvonne die Items, die sie gefunden hatte und ihre neuen Pokémon zu Professor Wright. "Geben sie mir bitte mein Garados vorbei, ok Professor?" "Klar, ich hoffe Pikachu geht es bald wieder besser und du pass auch dich auf, nicht dass du auch noch krank wirst." "Geht klar, grüßen sie bitte meine Mutti von mir." "Mach ich doch gern, bis dann." "By."
Die folgenden Minuten waren sehr hart und Yvonne starrte wie gebannt auf das kleine Lämpchen über dem Behandlungssaal. Als es dann endlich erschloss sprang Yvonne auf und wartete auf Schwester Joy. "Schester, wie geht es meinem Pikachu?" "Es geht ihm soweit ganz gut. Leider hat es sich etwas unterkühlt und viel von dem kalten Wasser verschluckt. Keine Sorge, morgen ist es wieder fit, aber leider wird es spätestens zu den Finalkämpfen wieder fit sein. Tut mir leid." Zu den Final Kämpfen? Das hieße ja, dass Yvonne ohne Pikachu antreten müsste. Die Woche war zwar normal gewesen, aber das hatte sie nicht erwartet.
Bei dem folgenden Gespräch mit Schwester Joy erfuhr Yvonne, dass sie Pikachu die folgende Woche immer warm halten musste und dass sich Pikachu nicht übermäßig viel bewegen durfte. Außerdem musste Yvonne das Futter etwas umstellen. Pikachu würde wieder völlig gesund werden, aber es durfte frühstens im Viertelfinale wieder kämpfen.
Leicht geknickt ging Yvonne zu ihrem Freund. Als sie das Zimmer betrat, saß Pikachu schon wartend auf der Bettkante. Yvonne erklärte ihrem Kumpel, dass er nicht kämpfen durfte. Sie entschied sich, Pikachu im Finale antreten zu lassen. Schwester Joy hatte ihr eine Sondererlaubnis gegeben, damit sie mit 6 Pokémon plus Pikachu reisen durfte. Und als Pikachu dann endlich eingeschlafen war, stand Yvonne auf und ging in einen Raum, abseits des Empfangs, um dort ein paar Pokériegel für Pikachu zu mixen.
Sie hatte jedes Rezept im Kopf, doch nun entwickelte sie ein neues, speziell für Pikachu. Erst etwas von einer Wilbirbeere, etwas Wikibeere, danach Himmihibeeren für den Geschmack und zum Schluss noch eine kleine Spitze einer Tahaybeere sowie der Aprikobeere zur Abrundung. Der Pokériegel der dadurch entstand, war süß, etwas scharf, trocken und trotzdem saftig. Einfach genial und Yvonne wusste, dass Pikachu diesen Pokériegel lieben würde. Nach einigen dieser Riegeln, ging Yvonne zurück, um an Pikachu´s Bett zu schlafen, schließlich wollte sie ihren Freund nicht allein lassen und ihm beistehen.
Kapitel 12: Endlich, eine Meisterschaft beginnt
Am nächsten Morgen wurde Yvonne von Pikachu geweckt. Die beiden standen auf und gingen gemeinsam frühstücken. "Hier, für dich, damit es deinem Pikachu nicht so schnell kalt wird." Schwester Joy hatte Yvonne einen kleinen Mantel gegeben. Nun war Mantel das falsche Wort, es war eher eine Art Decke, aber mit Ärmeln und zum Zumachen. Außerdem hatte es zwei Schlaufen und unten war es auch zu. Es sah ein bischen aus, wie eine Tasche, nur mit Ärmeln. Yvonne freute sich, bedankte sich und ging los. Pikachu in diesem "Mantel" und dem Rucksack auf den Schultern, damit ging sie zum Pier, wo Sandra bereits ungeduldig wartete.
"Du kommst doch sonst nie zu spät!" "Guten Morgen, Pikachu ging es nicht sehr gut, aber wir können gerne los. Garados, komm raus!" Garados erschien und freute sich sichtlich Yvonne wiederzusehen. Es schnappte sich gleich Yvonne und schmiss sie mit Schwung in die Luft. Dann fing es sie auf seinem Kopf wieder auf. Yvonne lachte. "Lass das, ich bin doch kein Ball. Außerdem können wir später immer noch schmusen ok mein Großer?" Garados nickte, wobei Yvonne fast herunter gefallen wäre. "Ist ja gut, mach bitte den Kopf etwas runter, Sandra kommt auch mit."
Als auch Sandra endlich auf dem Rücken von Garados war, machten sie sich auf den Weg. Garados war sehr schnell, sodass auch Yvonne sich auf seinen Rücken zurückzog, weil der Wind auf seinem Kopf etwas stark war. "Wow, dein Garados hat ja ordentlich Tempo drauf. Wirklich nicht schlecht, wann glaubst du sind wir da?" "Etwa gegen Abend, aber keine Sorge, kein Pokémon stellt sich freiwillig meinem Garados in den Weg!"
Yvonne hatte recht, denn anders als mit Lapras, sahen sie nicht ein wildes Pokémon. Gegen Abend kamen sie endlich in Prachtpolis City an. Kaum dort angekommen, meldeten sich die beidne für die Hoenn Liga Meisterschaft an. Noch an diesem Abend ging Yvonne ins Hauptstadion. Sie war richtig überwältigt von der Größe. Denn auch, wenn sie nun schon viele Meisterschaften gewonnen hatte, war der Anblick eines riesigen Stadions im Mondschein immer noch genauso atemberaubend wie am Anfang, als sie das erste mal in so einem Stadion stand.
"Aha, du kannst also auch nicht schlafen, hab ich recht?" Yvonne drehte sich um. "Wenn das nicht unser Katastrophen Trainer Mirinda ist." "Hahaha, du bist vielleicht witzig, aber warte nur, morgen mach ich dich platt!" "Wenn wir überhaupt vorher schon gegeneinander antreten müssen." "Stimmt, aber ich geh jetzt, wir sehen uns dann spätestens im Finale wieder. Ach ja, Viktor ist auch hier, nur dass du´s weißt."
Viktor? Das überraschte Yvonne doch sehr. Viktor war ein Trainer aus Johto. Als er Yvonnes Kampf in der Arena von Dukatia City gesehen hatte, bestand er darauf, gegen sie anzutreten. Es lief auf ein Remis hinaus. Nie mehr und nie weniger. Bei jedem Kampf war es ein Remis. Aber nicht dieses Mal, dass würde sie nie zulassen. Viktor hatte, anders als die meisten Trainer, mit einem Karpador angefangen. Das klinkt vielleicht erst mal blöd und man denkt, dass dieser Trainer nicht sehr stark sein kann, wenn er so eine Wahl trifft, aber wenn man bedenkt, dass sich sein Karpador schon innerhalb von 3 Tagen zu Garados entwickelt hat, dann denkt man schon anders darüber. Er war einer der stärksten Trainer die sie kannte.
Yvonne wurde etwas nervös, denn weder Viktor, Sandra noch Michael würden sich kampflos geschlagen geben. Das waren ihre härtesten Konkurenten und sie wusste nicht einmal, ob noch mehr Trainer hier sein würden, die sie kannte.
Am Morgen dieses wunderschönen Dienstages begann die Eröffnungszeremonie. Viele Leute waren gekommen. Professor Wright, Professor Lind und sogar Professor Birk waren gekommen. Nur Professor Eich musste aufgrund einer Grippe leider daheim bleiben. Auch ihre Mutter war hier. Sie hatte Yvonne erzählt, dass in ihrem Heimatdorf ein riesiger Fernseher im rathaus stand, damit alle sie anfeuern konnten. Die Trainer betraten das Haupstadion und wurden von mehreren hochrangigen Trainern begrüßt.
Siegfried hielt eine Rede, während die anderen Elite 4 hinter ihm standen. Als Yvonne bemerkte, dass vorallem Agathe sie ansah und lächelte, leif ihr ein Schauder über den Rücken. Agathe war mit ihren Geistpokémon schon gruselig genug, doch wenn sie lächelte(was selten genug vorkam) wirkte sie noch gruseliger.
Yvonne sah viele Trainer, die sie kannte. Vorallem eben aus der Hoenn Region. Leider konnte sie weder Michael noch Viktor sehen, da diese in den Reihen hinter ihr Standen. Und Sandra stand praktisch neben ihr, nur war zwischen ihnen eine art Sumoringer, der im Profil aussah wie ne Ananas.
Nach der Eröffnung, wurden die Teilnehmer in insgesammt 16 Blöcke eingeteilt. Die jeweils 4 Trainern mit den meisten Punkten wurden zum eigendlichen Turnier zugelassen, wobei ein Sieg 3 Punkte und ein Unentschieden 1 Punkte brachte. Yvonne war in Gruppe B, Sandra in D, Viktor in G und Michael in K. In den Vorrunden durfte nur ein Pokémon eingesetzt werden. Yvonne überstand die Vorrunden mit Leichtigkeit und ihrem Arkani. Sandra hatte es auch geschaft, zwar nur als zweite ihres Blockes, aber ohne Niederlage(einer ihrer Gegner hatte sein Lektroball nicht ganz unter Kontrolle, sodass es ständig explodierte). Viktor benutzte ein Dratini und kam genauso gut weiter. Bei Michael war es allerding sehr knapp, da er als 4 seiner Gruppe weiterkam und 2 Kämpfe verlor.
Nun würde der Zufallsgenerator die weiteren Kämpfe auslosen, in denen man mit 3 Pokémon antrat. Glücklicherweise, war das Ergebnis so, dass Keiner von ihnen gegeneinadner Kämpfen musste, bevor die das Viertelfinale erreichten. Wenn jeder von Yvonne´s Gegnern gewann, würde sie zuerst Michael, dann Sandra und im Finale gegen Viktor antreten müssen. Sie holte sich ihre 3 Pokémon und begab sich in eines der Nebenstadien. Sie hatte sich Sniebel, Relaxo und Scherox gewählt und war leider schon als erste dran. Yvonne betrat das Stadion, Pikachu neben ihr. Es war still. Kein einziger Mucks. Erst, als der Schitztrichter sie ansagte, bebte das Stadion. "Auf der rechten Seite: Yvonne von der Insel Unnamed Island und auf der linken Seite: Tanja aus Blütenburg City."
Unnamed Island? Schon seltsam. Ihre Heimatinsel hatte schon Jahrhunderten keinen Namen. Warum? Ganz einfach, niemand hatte sich je die Mühe gemacht ihr einen Namen zu geben, da war dieser eigendlich schon passen, nur fand Yvonne den Klang irgendwie blöd. Insel ohne Namen, tolle Idee.
Yvonne trat vor und erlaubte sich einen Blick ins Publikum. Im nächsten Moment verfluchte die ihre Idee, ins Publikum zu schauen, weil sie Viktor, Sandra und Michael in der ersten Reihe sitzten sah. Sie beobachteten sie, jetzt war Yvonne etwas nervös und sie fühlte richtig die bohrenden Blicke der drei. Sie waren zwar ihre Freunde, aber bei einer Meisterschaft gab es nur Gegner! Yvonne wollte so hoch gewinnene wie nur irgend möglich, vielleicht, würde dass wenigstens einen der drei einschüchtern. "Der Kampf beginnt, beide bereit?" "Ja." "Klar".
Tanja begann den Kampf mit ihrem Donphan und Yvonne erwiederte mit Relaxo. "Los Donphan, Walzer Attacke!" "Relaxo? Wenn du wach bist, dann benutzt Eisstrahl und wenn nicht, dann Schnarcher."
"Meine Damen und Herren, wir schalten Live zum ersten Match dieser Meisterschaft. Ich bin ihr Komentator Dexter, und ich werde diesen Kampf ab jetzt für sie Kommentieren. Tanja versuchte zu Beginn eine Walzer Attacke, die jedoch an Relaxo zerschellte. Und nun, .... hören sie das liebe Zuschauer, das Stadion bebt. Doch nicht aber durch ein Erdbeben oder der Intensität, nein allein das Schnarchen von Relaxo bringt hier alles zum Beben. Und Volltreffer, wer hätte gedacht, dass eine Schnarcher Attacke so stark sein könnte? Das nächste Pokémon von Tanja ist ein Nockchan, da will wohl jemand mit dem Kopf durch die Wand. Doch auch davon lassen sich weder Relaxo, noch seine Trainerin Yvonne begeistern. Im Gegenteil, Yvonne macht sich nicht einmal die Mühe, Relaxo zu befehligen, sie steht nur etwas gelangweilt am kampffeldrand. Schalten wir nun zum Geschehen."
"Relaxo, wirbel es einfach weg." "Ha vergiss es, Durchbruch los, hau es weg!" "Und der Durchbruch ging wieder daneben, unblaublich. Relaxo hat diesen Kampf nur mit seinem Bauchnabel gewonnen. Es war aufgewacht und hatte das Nockchan, dass im Bauchnabel der Gegners stecken geblieben war, einfach weggeschleudert. Sehen sie sich nur mal Tanja an, sie geräd allmählich so in Rage, dass sie rot anläuft."
"Elektek! DONNERSCHLAG, MACH ES ENDLICH FERTIG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" "Weißt du, dass das schlecht für den Blutdruck ist? Relaxo brings zuende mit Hyperstrahl." "Wow, diese Trainerin ist wirklich die Coolness in Person. Tanja hüpft auf und ab und schreit wilde Befehle zu ihrem Pokémon, doch es ist schon zu spät, Relaxo gewinnt dieses Match eindeutig. Leider wirkt Yvonne etwas gelangweilt, sie ruft ihr Pokémon zurück und geht still und leise aus dem Stadion. Und nun zu unserem nächsten Kampf......."
Yvonne war gegangen. Dieser Kampf war so leicht gewesen. Vor allem nachdem ihre Gegnerin sich so aufgeregt hatte, wusste sie, dass sie nicht verlieren würde. Sie hatte sich vo dem Rausgehen noch einen Blick auf die Tribühne gegönnt. Wie erwartet zeigten sich Sandra und Michael wenig beeindruckt. Nur Michael war anscheinend völlig perplex gewesen. Sie wussten wie Yvonne, dass dies zwar ein herausragendes Trunier war, doch auch wenn es hochnäsig klingt, waren sie nunmal in einer anderen Liga.
An diesem Tag gewann Yvonne jeden Kampf auf die gleiche Weise, kein Trainer schaffte es Relaxo, Sniebel oder auch Scherox auch nur annähernd zu bezwingen. Auch der nächste Tag brachte kaum gute Kämpfe. Am dritten Tag jedoch stand Yvonne einem Trainer gegenüber, der wirklich gut war. Seine Pokémon waren stark, aber Yvonne gewann trotz alledem.
Dann begann das Wochende, an dem keine Kämpfe ausgetragen wurden. Am Montag Mittag würde dann die Entscheidung sein. Yvonne betrachtete vor dem schlafen noch den Turnierplan für morgen: Yvonne gegen Michael, Sandra gegen Jimmy, Viktor gegen Hauke und Frank gegen Kessy. Nun stand es fest, Yvonne würde erst gegen Michael kämpfen müssen. Würde sie gewinnen wäre ihr nächster Gegner wahrscheinlich Sandra und im Finale schließlich Viktor.
Sie war nervös. Zwar versuchte sie zu schlafen, doch irgendwie war sie doch zu wach dazu. Morgen würde sie etwas trainieren und sich am Sonntag dann ausruhen.
Fortsetzung folgt!