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Fünf Freunde - Teil 1

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Geschrieben von: Ariados
Samstag Morgen, das Wochenende hatte angefangen…und unsere fünf Freunde Simon, Tobias, Max, René und Katja machten sich, mal wieder, auf den Weg zu Professor Hastings Labor um dort, endlich, nach langem hin und her und langem warten, ihr erstes Pokémon erhalten zu können. Der Pokédex, die Lizenz als Pokémontrainer, der Trainerpass und der Pokénav durften natürlich nicht fehlen. Keiner wusste, welches Pokémon Professor Hastings auf dem Tisch liegen hatte, und keiner wusste, welches Pokémon er wählen sollte. Kaum machten sie sich von Simons Haus auf zu Professor Hastings Labor, schon begegneten ihnen ein Samurzel und ein Loturzel. Katja dachte: „Oh, mein Gott, sind die beiden süß, die passen soooo gut zueinander…So ein Dreamteam hätte ich ja auch gerne, aber wir bekommen ja erst nur unser erstes Pokémon…die anderen müssen wir uns selbstständig fangen.“

„Katja“, rief Simon, „wir sind da, wach endlich aus deinen Gedanken auf.“ „Hm, oh ja, entschuldige, ich war mal wieder weg…“, sagte Katja wieder einmal in Gedanken vertieft.

„Oh, hallo, Kinder“, sagte Professor Hastings, „schön euch zu sehen, habt ihr euch nun entschieden, welches Pokémon ihr nehmt?“

„Nein, nicht ganz, nicht alle, zu mindestens ich nicht…“, antwortete Tobias verdrossen, als ob ihn irgendetwas bedrückt… „Na gut, lasst euch Zeit“, erwiderte Professor Hastings. “Lasst euch nur Zeit, ich hole euch noch ein Pokémon mehr zur Auswahl. Es sind nämlich nur vier.“ „In Ordnung“, sagte Katja, und bestaunte die Darstellungen der in den Pokébällen enthaltenen Pokémon. „Ich hab’s!!!“, schrie René so laut wie aus der Pistole geschossen, obwohl er sonst schon so schweigsam war, dass alle, selbst Professor Hastings Assistenten zusammenzuckten, als hätte ihnen ein Parasek in den Hintern gezwickt. „Was hast du?“, fragte ihn Max. „Welches Pokémon ich nehme, natürlich“, antwortete René.

„Gut, dann such dir doch eins aus.“, sprach Professor Hastings. „Hier sind 5 Pokébälle: Der erste enthält ein Trasla, der zweite ein Flegmon, der dritte ein Evoli, der vierte ein Voltilamm und der fünfte ein Quapsel. Wähle eines aus. Die übrig bleibenden sind für deine Freunde, Starter-Pokémon sind schon besetzt und andere kann und darf ich dir und deinen Freunden ordnungsgemäß nicht anbieten. Aber keine Angst: Sie sind alle gut. Also, auf welches Pokémon trifft deine Wahl?“, fragte Professor Hastings René.

„Sie stellen mir eine gute Frage…ich glaube es ist das beste wenn ich das Quapsel an mich nehme, ich habe mich eben schon für dieses Quapsel entschieden und ich bleibe auch dabei“, bekam Professor Hastings von René zur Antwort. „Eine gute Entscheidung. Wenn du es nämlich zu einem Quaputzi weiterentwickelst, dieses wieder rum mit einem Wasserstein entwickelst, wird es zu einem Pokémon namens Quappo, welches vom Typ Wasser/Kampf ist. Gibst du dem Quaputzi den King-Stein, so entwickelt es sich zu einem Quaxo. Es ist deine Entscheidung. Überlege gut“, erläuterte Professor Birk. „Danke, das werde ich“, sagte René mit einem Grinsen im Gesicht. „Ich werde gut auf dieses kleine Quapsel aufpassen. Nochmals vielen Dank! Juchu! Ich hab mein erstes Pokémon!!!“. „Und, Kinder, was ist mit euch? Habt ihr schon untereinander ausgemacht, wer welches Pokémon bekommt?“, fragte Professor Hastings unsere fünf Freunde hoffnungsvoll. „Ja, also….ich, Simon, nehme das Trasla.“ „Und ich, Max, nehme das Evoli.“ „Ich, Tobias nehme das Voltilamm…“ „HEY, das wollte ich nehmen!!!“, schnauzte Katja. „Das kannst du mir jetzt nicht einfach wegnehmen! Schau dich doch mal an, das Flegmon passt viel besser zu dir!!!“ „WAS? Ich glaube, du hast sie nicht mehr alle! Schau dich doch mal an, du hast ja nicht mehr alle…“ „SCHLUSS JETZT!“, rief Professor Hastings. „Ich werde losen…………ja…hm…aha!.....ok. Ich habe ausgelost wer das Voltilamm bekommt. Katja, du nimmst bitte den Ball mit dem Flegmon. Tobias, das Voltilamm ist für dich.“ „Ja!!! Ich freu mich schon so ein süßes Schäfchen zu trainieren!!!“ „Och man, das ist nicht fair! Ich werde auf gar keinen Fall das Fle…“ „Katja?!?“, unterbrach sie Professor Hastings. „Nimm das Flegmon. Ich gebe dir einen Tipp: Wenn du Flegmon irgendwann einen King-Stein gibst, wird es sich zu einem Laschoking, vom Typ Wasser/Psycho weiterentwickeln. Wirst du es allerdings zu einem Lahmus entwickeln lassen, ist die Entwicklung unwiderruflich und das Laschoking ist fort. Verstanden? Wähle gut…“, beriet Professor Hastings Katja. „Na schön, von mir aus. Aber ich nehme es nur unter einer Bedingung. Ich möchte, das sie uns sagen, welche Geschlechter unsere Pokémon haben“, meckerte Katja. „Also schön, Renés Quapsel ist männlich, Simons Trasla ist weiblich, Max Evoli ist weiblich, Tobias Voltilamm ist weiblich und dein Flegmon Katja, ist männlich. Zufrieden?“, schaute er Katja hoffnungsvoll an. „...Ja.“, seufzte Katja, die es immer noch nicht fassen konnte, das ihr größter Traum, ein brauchbares Pokémon zu bekommen geplatzt ist. Das sie sich diesen Traum durch ein Flegmon vermiesen lassen musste. „Kopf hoch, Katja, Flegmon mag zwar faul sein, Laschoking aber kann sprechen und unsere Menschensprache als einziges Pokémon so deutlich verstehen wie kein anderes“, sprach Professor Hastings. Er versuchte Katja aufzuheitern…, vergebens. „Sie verstehen das nicht!“, schrie Katja ihn an. „Sie verstehen das nicht, Professor Hastings! Sie verstehen das einfach nicht. Ich wollte endlich mein eigenes Pokémon haben. Aber dieses…dieses Flegmon ist für mich nicht brauchbar! Es liegt nur faul auf Felsen rum!“, schluchzte Katja. „Aber Katja, versuch doch zu verstehen, das einem wahren Pokémon-Trainer alle Pokémon gleich viel bedeuten. Barschwa ist ein hässliches Pokémon, und trotzdem ist mit seinem Aussehen kein Wesen, das es nicht verdient hat ein Pokémon zu sein. Und so, auch Flegmon nicht. Versteh doch, dass….“ „Nein, ich brauche nichts zu verstehen“, unterbrach Katja Professor Hastings. „Sie verstehen es nicht, Professor, sie verstehen es nicht!!!“ Katja ließ ihren Pokéball mit ihrem Flegmon fallen und lief weinend nach Hause. „Ähm, Simon, könntest du ihr ihren Pokéball nach Hause hinbringen?“ fragte ihn der Professor. „Und, nimm diesen gleich mit.“ „Aber, was für ein Pokémon…“ „Es ist ein weiteres Voltilamm.“, unterbrach Professor Hastings Simon. „Es ist eine Ausnahme, ich möchte Katja trösten. Sag ihr, dass Tobias freiwillig das Flegmon nimmt und sie den Ball mit dem Voltilamm bekommt. Halte ihr den Ball mit dem Voltilamm hin. Wenn sie dir traut, tausche die Bälle blitzschnell aus, und gib ihr dann den Ball mit dem Flegmon. Denn wenn sie das erste Mal kämpfen sollte, kann sie herausfinden, wie stark ein Flegmon ist. Und das beste: Sie wird denken, dass sie nun ein Voltilamm hat. Ich mache so etwas nicht gerne, aber ich will, dass sie sich mit dem Flegmon vertraut macht.“ „Aber, Professor Hastings...sie können sie doch nicht einfach austricksen…ich meine sie ist doch ein Mädchen und meine kleine Schwester.“, betonte Simon nachdenklich und verzweifelt, dass sie den Plan durchschauen würde. „Ich glaube, dass sie den Plan durchschauen wird“, sagte Simon. „Ich kenne meine Schwester…..ich kenne sie besser als sie denken.“ „Du hast Recht“, Professor Hastings schien es einzusehen, dass man Simons kleine Schwester nicht einfach hinters Licht führen konnte. „Aber! Wenn es nicht funktionieren sollte, versuch ihr trotzdem klar zu machen, dass sie versuchen soll, sich damit abzufinden. Erkläre ihr noch mal wieso sie das Flegmon gleichberechtigt behandeln sollte. Du weißt schon…“ „Ja, ich werde es versuchen, für meine kleine Schwester!“, rief Simon durch das ganze Laboratorium.

Später, zu Hause in Katjas Zimmer:

„Katja? darf ich reinkommen? Katja?“, schrie Simon vor der Tür ihres Zimmers. „Lass mich in Ruhe“, schluchzte sie.

„Du hast keine Ahnung, wie es mir geht…hau ab! Verschwinde!“ „So lass mich doch bitte herein! Hallo??? Als dein älterer Bruder habe ich ein Recht darauf, dass du mit mir redest!!! KATJA!!! MACH SOFORT DIE TÜR AUF!!!“, schrie Simon Katja lauthalsig an, da er darauf bestand, dass sie ihm die Tür aufschließt. „Katja!“, wiederholte er noch einmal. „Ist ja gut“, antwortete Katja Simon. „Was willst du?“, fragte Katja ihn mit dickem Hals. „Ich möchte mit dir reden…“, antwortete Simon ungeduldig. „Also gut, ich höre?!?...“ „Es geht um deinen Pokéball…Tobias hatte einen Vorschlag gemacht. Er wollte mit dir tauschen. Sein Voltilamm gegen dein Flegmon. Er…“ Simon wurde wieder aHaustiere HHHHHHHHHHHHHHhhhHa mal von Katja unterbrochen. „Das glaube ich dir nicht. Du willst mich austricksen. Was hast du vor?“ „Also gut. Ich wusste es. Ich wusste, dass du Professor Hastings Plan durchschauen wirst. Also, es ist so: Er wollte, dass ich dich damit reinlege, indem ich sage, das du das Voltilamm bekommst. Dann hätte ich die Bälle ausgetauscht und wenn du dann gekämpft hättest, wäre dein Flegmon aus dem Ball gekommen, und du hättest testen können, was dein Flegmon so drauf hat. Aber ich habe Professor Hastings ja gesagt, dass man dich nicht reinlegen kann. Und jetzt, möchte ich mit dir reden. Vernünftig.“

„Na los, rede schon.“ „Versuch einzusehen, dass Flegmon kein unbrauchbares Pokémon ist. Professor belehrte dich doch mit dem Vergleich mit Barschwa. Auch dieses Pokémon hat verdient ein Pokémon zu sein, egal ob es hässlich ist, oder nicht. Versteh das doch. Deine Geduld wird sich auszahlen, wenn du es so lange trainierst, bis du einen King-Stein gefunden hast. Denn dann kannst du…“ „Dann kann ich mein Flegmon zu einem Laschoking weiterentwickeln, ich weiß, ich weiß…“, unterbrach Katja Simon schon wieder. „Genau. Und du weißt doch, das Laschoking unsere Sprache von allen anderen Pokémon am besten versteht. Und es kann sie sogar sprechen.“, belehrte Simon Katja. „Wenn ich so darüber nachdenke, ist es gar nicht so schlimm…Ich glaube du hast Recht…Du hast mich überzeugt…ich werde alles daran geben, dieses Flegmon zu trainieren. Simon, Bruder, du weißt ganz genau, und du weißt es wohl am besten, dass ich einen Dickschädel habe. Und du weißt auch ganz genau, dass ich, wenn ich mir etwas vorgenommen habe, es auch schaffe und mein Ziel erreiche. Gleich morgen früh werde ich zu Professor Hastings ins Labor gehen und mich bei ihm entschuldigen. Ich entschuldige mich auch bei dir, Simon. Es tut mir Leid.“, brachte Katja Simon verständnisvoll zur Antwort.

Am nächsten Morgen:

„Simon! Ich geh’ jetzt ins Labor, kommst du mit?“ „Was? ach so, nein, ich komm’ nicht mit. Ich werde dich auf deinem Handy anrufen, wenn irgendetwas sein sollte. Du hast meine Nummer ja, sollte dir irgendetwas passieren. Aber ich warne dich, benutze den Feldweg NICHT den Waldweg, verstanden? Hör auf mich, bitte, das ist sicherer“, rief Simon zu Katja hoffnungsvoll zu ihr hinüber, dass ihr nichts passiert. Aber die war schon weg. Die Tür fiel ins Schloss und Katja hatte sich auf den Weg gemacht. „Um Gottes Willen, hoffentlich passiert ihr nichts, immerhin bin ich für sie verantwortlich“, dachte Simon. Er stand auf, machte sich auf in die Küche, um sich ein gutes Frühstück zu machen und war in Gedanken versunken, ob er Katja nicht irgendetwas vergessen hatte zu sagen… Er grübelte, und da fiel es ihm wieder ein: Der Feldweg war wegen Bauarbeiten an der Hauptstraße gesperrt worden. Katja musste wohl oder übel den Weg querbeet durch den Wald nehmen. In der Mitte gibt es ein gefährliches Stück Wald wo wilde Pokémon lauern. „Hoffentlich hat Katja ihren Pokéball mitgenommen, damit sie, falls sie ein wildes Pokémon angreifen sollte, bereit ist sich zu wehren.

Das beste wäre wenn ich nachschaue ob sie ihr Flegmon nicht vergessen hat“, dachte Simon. Also begab er sich zur Diele und fand Katjas Pokéball vom letzten Tag an unberührt auf dem Schuhschrank liegen. „DAS GIBT ES DOCH NICHT!!! SIE HAT TATSÄCHLICH VERGESSEN IHREN POKÉBALL MITZUNEHMEN!!!“, schrie Simon so laut, dass er seinen Schrei noch bis ans andere Ende des Hauses hätte hören können. „Katja ist tatsächlich ohne Begleitung aus dem Haus gegangen. Und dann auch noch Richtung Fliederwald! Es ist Zeit für Plan B!“ Simon rief bei all seinen Freunden an: Tobias war nicht da, Max ist über das lange Wochenende weggefahren und René, na der, der geht sowieso nicht ans Telefon, so schweigsam wie der ist. Seine Mutter fragte mich, ob sie ihm etwas ausrichten soll, aber so vergesslich und schusselig wie die ist, hätte sie sich das sowieso nicht behalten. Außerdem hat die ja keine Ahnung. „Jetzt kann ich wenigstens verstehen, warum sich René vor seiner Mutter schämen könnte“, dachte Simon. „Es geht nicht anders, ich muss mich mit meinem Trasla und Katjas Flegmon auf der Stelle Richtung Fliederwald begeben!“

Verzweifelt versuchte Simon Katja zu erreichen, musste aber feststellen, dass man zwischen Ringstadt und dem Fliederwald keine Verbindung herstellen konnte. „Schnell, schnell, wenn Katja etwas zustößt bin ich Schuld!“ Kaum war Simon am Fliederwald angekommen, hörte er hohe, grelle, verzweifelte Schreie und eine nach Hilfe rufende Stimme, die der von Katja ähnelte. Simon lief weiter in den Wald hinein, und fand Katja oben in der Baumkrone einer Kastanie. „Simon! Wie gut das du hier bist, ich habe meinen Pokéball zu Hause liegen lassen…“, rief Katja Simon verzweifelt zu. „Ich weiß“, sagte Simon, „hier hast du ihn. Lass mich das machen.“ „Simon, Vorsicht, das Hunduster ist direkt hinter dir!“, warnte ihn Katja. „Oh, oh…Trasla, los, du bist dran!“, rief Simon und musste mit Entsetzen feststellen, das sein Trasla am Schlafen war, und der sein Psycho-Pokémon jetzt unmöglich wecken konnte, da es sonst nicht genügend Energie hätte. Katja, du musst dein Flegmon einsetzen! Los, mach schnell!“, rief er Katja zu. „Also, gut, los Flegmon, du bist dran! Zeig dich!“, rief Katja. Flegmon begab sich aus dem Ball hinaus und legte sich auf den Stein. „Oh, nein! Flegmon, nicht jetzt, steh auf und kämpfe!“, schrie Katja Flegmon bettelnd an. Flegmon brachte sich nur mit Muss auf seine faulen Beine. Es versuchte das angegebene Tackle auszuführen, flog nach 3 Schritten aber sofort auf die Nase. Währenddessen griff Hunduster mit einer Biss-Attacke an und traf Flegmon hart. Flegmon rappelte sich wieder auf und kam jetzt erst einmal so richtig in Schwung! Zuerst setzte es Gähner ein, damit Hunduster in tiefen Schlaf verfällt. Dann Tackle und Hunduster flog mehrere Meter weit zurück. Hunduster wachte auf und griff mit Glut an, was Flegmon gerade mal kitzelte, weil Feuerattacken gegen Wasser überhaupt keine Chance haben. Dann erhöhte Flegmon sich seine Statuswerte indem es Fluch einsetzte. Hunduster versuchte es mit Biss, konnte Flegmon aber nicht einmal berühren. Denn Flegmon setzte Tackle und beförderte das Hunduster meterweit weg. Flegmon hatte diesen Kampf ohne große Mühe gewonnen. Schließlich legte es sich zurück auf den Stein und faulenzte weiter.

„Bravo, Flegmon, das hast du toll gemacht, du hast dir eine Pause verdient! Komm zurück!“, rief Katja Flegmon zu, und Flegmon begab sich zurück in den Ball. „Katja, als dein großer Bruder bin ich stolz auf dich! Dein, „ach so faules“, Flegmon, hat auf dich gehorcht, und du hast gut koordinierte Attacken eingesetzt! Gut gemacht, ehrlich!“, lobte Simon Katja. „Danke schön, aber es gibt eine Sache die mich stutzig macht“, sagte Katja. „Was denn?“, fragte Simon. „Warum hast du dein Trasla nicht eingesetzt? Für den kleinen Kampf hättest du es doch aufwecken können. Aber warum..“ Katja wurde von Simon unterbrochen. „Weil ich wollte, das du diesen Kampf alleine meisterst, mit deinem Flegmon umgehst, und mit ihm kämpst, damit du sehen kannst, dass es gar kein schlechtes Pokémon ist. Und außerdem ist Psycho überhaupt, gegen ein Unlicht-Pokémon, wie Hunduster, nicht sehr effektiv. Auch wenn es vom Typ Unlicht-Feuer ist, ist Psycho nicht sehr effektiv“, belehrte Simon Katja. „Ach so ist das…aber obwohl mein Flegmon vom Typ Wasser/Psycho ist konnte ich also angreifen, weil es nur Normal-Attacken konnte?“, fragte Katja Simon. „Ja, genau“, gab Simon Katja zur Antwort. „Du hast es verstanden…lass uns morgen zu Professor Hastings gehen, unsere Pokémon sind müde.“ „OK, ich bin einverstanden“, sagte Katja leise, denn sie konnte es nicht fassen, dass sie ihr Flegmon vor diesem Kampf mit anderen Augen gesehen hat. Nämlich mit den Augen, dass es ein faules, unbrauchbares und nutzloses Pokémon sei. Ein großer Fehler, den sie nie vergessen würde. Simon und Katja gingen nach Hause, um morgen Professor Hastings Labor entgegen gehen zu können. Morgen, nach langer, langer Schlafenszeit.

Am nächsten Morgen:

„Waah! Was ist denn hier passiert?“ schrie Simon Katja an. „Was willst du? Warum hast du mich aufgeweckt?“ antwortete Katja verschlafen, „Na los, sag schon! Warum hast du mich…Mon Dieu! Um Gottes Willen! Was machen die ganzen Waumpel in unserer Wohnung?!?“ „Genau das wollte ich dich gerade fragen! Was hast du gestern gemacht?“ schrie Simon Katja ungeduldig an. „Was soll ich schon gemacht haben? Warum sind immer die Mädchen schuld?“ erwiderte Katja. „Ich habe Flegmon gefüttert, den Kuchen auf die Fensterbank gestellt und…Oh mein Gott! Der Kuchen!“, rief Katja und rannte wie aus dem Bett geschmissen zum Küchenfenster. „AAH!, mein Kuchen! Ich hasse euch!!! Erst krabbelt ihr fast in die Wohnung wenn man euch das Fenster nicht vor der Nase zuknallt, dann fresst ihr meinen Kuchen, weil ich das Fenster aufgelassen habe, dann wandert ihr in unsere Wohnung und zu guter letzt nistet ihr euch über Nacht auch noch ein! Da ist ein Spinnennetz, da eins, ach! Was rede ich denn da? Es ist ja vollkommen egal wo ich nachschaue, sei es im Badezimmer, im Keller oder in der Küche, ich finde euch überall! Warum gibt es nur so viele von euch??? Das ist der reinste Horror! Euch sollte man verklagen, wenn ihr nicht sofort…AAAAH! Ein Panekon und ein Schaloko, das gibt’s doch nicht!?! Jetzt gibt es hier auch noch Kokons! Ihr Mistkäfer!“ brüllte Katja wutentbrannt.“ „Wir haben es alle verstanden!“ sagte Simon in ruhigem Ton, „wir wissen langsam dass du die Waumpel nicht in unserer Wohnung haben willst.“ „HILFE!!! Bibor!!! AAH! WEG HIER!“ riefen alle beide auf den Punkt. „Warum muss das ausgerechnet uns passieren? Warum müssen wir dieses saumäßige Pech haben, dass uns unzählige Käfer-Pokémon heimsuchen!?!“, rief Katja Simon zu. „ Ich weiß es auch nicht. So was ist uns noch nie passiert. Schnell, mach die Tür zu!“ schrie Simon. „Zu dumm, jetzt kommen wir nicht an unsere Pokébälle ran“ klagte Katja. „Voltilamm, los, Donnerschock!“ rief eine Stimme. „Evoli, Tackle-Attacke!“, rief eine weitere Stimme. „Du bist dran, Quapsel. Blubber“, sprach eine andere Stimme ruhig, wie man sie nur von René kennt. Natürlich! Es waren Max, Tobi und René die Simon und Katja zu Hilfe geeilt sind. Aber wie konnten sie wissen, dass sie in Schwierigkeiten geraten sind? Und dann noch alle drei!?! Simon und Katja lauschen dem Kampfstil um mitzukriegen, wie die drei mit ihren Pokémon umgehen. Ein gutes Teamwork folgte dem nächsten. Und als alles verstummte, spähten Simon und Katja durch einen Türspalt nach draußen. „Buh!“ sagte Max, der wie immer einen Witz auf Lager hatte. „Hi, Leute“ sagte Tobi ganz dreist. „Was macht ihr denn da? Verstecken spielen?“

„Nein, du weißt das ganz genau!“, sagte Simon aufgeregt. „Ist ja gut, wir haben es verstanden“, nuschelte Max. „Woher wusstet ihr von unserem Problem?“, fragte Katja. „Wenn ich schon euer Nachbar bin, bin ich bestimmt nicht taub“, antwortete René, „wenn ihr aus voller Kehle schreit, dann hör ich euch ja wohl! Ich habe euch gehört, und wusste, dass irgendwas nicht stimmt. Also habe ich die anderen angerufen, sie benachrichtigt und sie hergeholt.“

„Du hast Recht, danke René. Wir beide danken euch allen. Wärt ihr nicht gekommen, kämen wir aus unserem Zimmer nie raus…Danke“, sagte René. „Jetzt müssen wir nur noch diese Waumpel aus unserer Wohnung entfernen…“, nörgelte Katja. „Das sagst du so leicht, aber wie?“, fragte Tobi und schaute mit nachdenklichem Gesicht in die Runde. „Eine sehr gute Frage“, belehrte Max die anderen, „wie wäre es denn mit einem Kammerjäger? Hahahaha! War der nicht gut?“ „Los, Trasla“, sagte Simon, „Konfusion-Attacke! Schick alle Käfer aus dieser Wohnung raus!“ Trasla nahm Simons Befehl entgegen und führte diesen aus. Einmal Konfusion und die Wohnung war leer. Sie musste nur noch renoviert werden, da man den hinterlassenen Schleim aller Waumpel nicht mehr wegbekam. Nach 1 Woche, in der alle fleißig mitgeholfen haben, gingen alle nun endlich, ohne weitere Probleme, zu Professor Hastings ins Labor.

„Schön euch zu sehen, Kinder! Wie geht es euch und euren Pokémon?“, fragte Professor Hastings ganz aufgeregt. „Sehr gut“, antwortete Katja, „sehr gut, mir und meinem Flegmon auch. Ich…“ „Ah, ich sehe du kommst mit deinem Flegmon zurecht!?! Es scheint sich an dich zu gewöhnen“, unterbrach Professor Hastings Katja. „Ja, genau, deswegen bin ich hier. Ich wollte mich bei ihnen für mein Verhalten letztes Mal entschuldigen. Es tut mir Leid. Mir tut auch Flegmon Leid. Mir tut es Leid, dass ich es als ein Taugenichts beschimpft habe“, sagte Katja leise. „Es ist schon in Ordnung“, antwortete Professor Hastings, „ich war auch mal ein Kind, ich verstehe dich gut. Ich hatte auch als erstes Pokémon ein Flegmon, ich weiß genau wie du dich fühlst. Es ist nicht leicht ein Flegmon zu trainieren…Es ist schwer, da Flegmon nicht immer gehorchen…aber du wirst das schon hinkriegen. Lass dich nie unterkriegen, auch wenn dein Flegmon mal nicht gehorcht, versuche es wieder, bis es versteht, dass du sein Trainer bist. Ich will nicht darauf hinaus, dass du ihm zeigen sollst, wo die Harke ist, oder wer der Boss von euch beiden ist, sondern ich will damit sagen, dass es verstehen soll dass du sein Trainer bist. Es soll verstehen, dass du derjenige bist, der es aufzieht und es soll verstehen, dass wenn es dir nicht gehorcht, z.B. in wichtigen Kämpfen, du es fallen lassen könntest, es links liegen lassen könntest. Kurz: DEIN Flegmon soll verstehen, dass DU SEIN Trainer bist, dass DU es aufzieht, dass DU derjenige bist, an den es sich halten kann. Und jetzt möchte ich, dass ihr fünf eure Pokémonreise endlich beginnt. Ich glaube, dass ihr nun so weit seid. Aber, ich sage euch eins: Wenn etwas sein sollte, ruft mich an, gebt mir die Route durch auf der ihr euch gerade befindet und mein Panzaeron fliegt mich dorthin um euch zu helfen. Oder ihr kommt zurück nach Ringstadt. Es hängt von der Situation ab. Ich werde euch mit dem Start helfen. Packt langsam eure Sachen, Proviant, etc., all so was halt. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr noch morgen aufbrechen…mal sehen…kommt morgen früh um 9.30 Uhr in mein Labor, und bringt eure Eltern mit. OK?“ „Einverstanden“, platze aus allen fünf gleichzeitig vor Vorfreude heraus. Sie sagten nichts mehr. Sie bekamen kein Wort mehr heraus vor lauter Aufregung. Doch wie heißt es doch so schön? Man sollte sich nie zu früh freuen...

Am nächsten Tag:

„NEIN! Wo ist mein Pokéball? Warum muss so was ausgerechnet immer mir passieren? AAH!!! Flegmon, wo bist du?“, schrie Katja entsetzt durch die ganze Wohnung, da sie ihren Pokéball höchstwahrscheinlich verlegt, irgendwo vergessen, oder am besten noch: verloren hatte. Warum musste so etwas ausgerechnet Katja passieren, wo sie sowieso schon das einzige Mädchen von unseren fünf Freunden ist und sie ihren Pokéball doch schon einmal vergessen hatte: In der Wohnung als sie im Fliederwald war. Jett würde sie auch noch zu spät in Professor Hastings Labor kommen, wegen ihrem Pokéball…Es ging nicht anders. Sie musste gestehen, dass ihr Pokéball weg ist, und dass Max, René, Tobias und Simon ohne sie losziehen. Schade. Anders ging es aber nicht. Sie nahm ihr Proviant mit, ihre Eltern natürlich auch ( J ) und sie gingen zu dritt ins Labor, denn Simon war schon dort, und so wären sie ja eigentlich zu viert. Als sie angekommen waren, warteten schon alle auf Katja. Sie machte ein trauriges Gesicht und Professor Hastings fragte sie was denn los sei. Sie antwortete „nichts“, doch sie müsse hier bleiben. „Aber warum denn? Du hast…“ „Ich kann nicht mitkommen. Ich habe meinen Pokéball verloren, er ist weg, ich kann ihn nicht fin…“, unterbrach Katja den Professor, wurde dann aber auch unterbrochen. „Nicht traurig sein, dein Pokéball ist hier. Du hast ihn bei mir liegen lassen, und keine Sorge, deinem Flegmon geht es gut“, sagte der Professor. „Katja, Katja, Katja“, nörgelte Simon sie aus Spaß an, „warum musst du deine Sachen immer irgendwo vergessen?“ „Boah, du…bleib stehen! „Also, Kinder, ihr wisst wenn irgendwas sein sollte…und jetzt nehmt eure Utensilien in Empfang: Der Pokédex, der Pokenav, eure Pokébälle, den Trainerpass und die Lizenz um ein Pokétrainer zu sein.“ „Vielen Dank, Professor Hastings, wir werden gut auf uns und unsere Pokémon aufpassen! Vielen Dank!“, sagte Simon zur Abreise. „Tschüss, Mama, tschüss, Papa“, sprachen alle fünf im Takt. Sie nahmen Abschied, ihre Pokébälle und traten ihre Reise auf dem Weg Richtung Hoenn an. Sie marschierten alle Routen entlang, die nach Hoenn führen um ihr Abenteuer dort endlich anfangen zu können. Eine neue Region wartet bereits auf sie.

Fortsetzung folgt...