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Die Drei Krieger

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Geschrieben von: P. Mayer
Vorwort: Lies lieber vorher "Die Despotar-Armee", denn das ist die Fortsetzung davon. Diese Story ist allerdings in jeder Hinsicht besser. Diesmal ist alles spannender: John, Sam , Lucy und Francis lösen ein uraltes Rätsel und bringen damit alle Menschen und Pokemon in Gefahr. Jetzt müssen sie beweisen, was sie können...

John stand gerade im Garten und lobte seine Pokemon (er hatte gerade trainiert), als Francis plötzlich über den Zaun sprang. "Wir haben einen Plan!", rief er. –"Welchen Plan?", fragte John. –"Wegen deinem Geburtstag! OK. Sam, Lucy und ich fahren mit." –"Was?! Wie wollt ihr denn das anstellen?" –"Wir tun es einfach! Wir wissen ganz genau, dass es uns niemand erlauben würde. Und wenn wir dann auch noch um Erlaubnis fragen, wissen unsere Eltern sofort, was wir vorhaben." –"Das halte ich schon alleine aus. Ihr kriegt doch dermaßen Ärger!" –"Ist uns egal. Du weißt ja, das Schiff fährt in Graphitport City ab. Auf dem Weg nach Seegrasulb City fährt es gegen die Strömung. Wir reißen so früh wie möglich aus und lassen uns von der Strömung zurücktreiben. Dann laufen wir nach Malvenfroh City und sind daheim! Wir haben sogar sturmfreie Bude!" –"Das ist Lucy´s Idee, nicht wahr?" –"Deine Eltern wollen doch, dass dein Geburtstag super wird!" –"Na gut, ich bin dabei!" –"Klasse!"

John ließ sich nachts alles durch den Kopf gehen. Er hatte seinen Eltern zugehört, als sie über seinen Geburtstag gesprochen hatten. Sie wollten mit ihm eine Schiffsreise nach Seegrasulb City unternehmen. Doch John wollte das nicht, denn er würde es extrem langweilig finden und sich wie ein Baby behandelt fühlen. Er konnte ihnen aber nicht sagen, dass er sie belauscht hatte. Dann fragte er sich, warum sie zuerst an Bord gehen und dann erst verduften wollten, statt gleich wegzurennen. Doch er hatte keine Zeit, danach zu fragen, denn sein Geburtstag fand am nächsten Tag statt.
"John! Also, alles Gute zum Geburtstag und gute Reise!", rief Sam und zwinkerte ihm zu. –"Danke. Tschüss!", antwortete John, ebenfalls zwinkernd. Im Schiff suchte John Francis, konnte ihn aber nicht finden. Nach einigen Minuten klopfte es. John stahl sich aus der Kabine. "Happy Birthday! Komm mit, wir hauen jetzt ab!" –"Lucy, nicht so laut!", zischte Sam. Sie zwängten sich "unauffällig" durch ein Fenster und riefen sofort ihre Pokemon. John surfte mit seinem Lanturn, Sam mit seinem Wailmer (sein einziges nicht-Stahl-Pokemon), Lucy mit Lapras und Francis mit Relicanth.

Die Strömung trug sie schnell über das Wasser. Plötzlich griff eine Horde Tohaido an. John bekämpfte sie effektiv mit Donnerblitz, doch er musste vorsichtig sein. Mit der Zeit tauchten immer mehr aggressive Tohaido auf. "Da vorne ist eine Stelle ohne Strömung! Da tauchen wir!", schrie Francis. Sie steuerten auf die seltsame Stelle zu und tauchten sofort. Unter Wasser erregten sie auch die Aufmerksamkeit einiger Garados. John entdeckte eine andere Stelle, ebenfalls ohne Strömung, und deutete seinen Freunden das Auftauchen.

Sie fanden sich in einer Höhle wieder. Francis rannte zur gegenüberliegenden Wand und sah sich die merkwürdigen Zeichen an. "Das ist Blindenschrift, Leute! Das kann ich lesen!", rief er aufgeregt wie ein kleines Kind. –"Dann lies endlich!", drängte Lucy. –"Seid still!" –"Was haben wir denn gemacht?", fragten John und Sam im Chor. –"Nicht ihr! Die Tohaido!" –"Wailmer, stell sie bitte ruhig.", sagte Sam. Es knallte, die Wand hatte ein Loch und Francis war von Staub bedeckt. Sie gingen durch das Loch in den nächsten Raum. Die Kampfgeräusche wurden lauter. "Brutalanda, hilf Wailmer!", rief John. –"Ruhe! Ich bin diese Schrift nicht gewöhnt, also brauche ich Ruhe, um sie zu lesen!", brüllte Francis. Lucy äffte seine Mundbewegungen nach, dann schrie sie. Eine kleine Gruppe Garados war aufgetaucht. Brutalanda schoss zwar mit Hyperstrahl um sich, konnte aber nicht alle treffen. Sam sprang über ein Garados und rannte zu seinem Wailmer. Es war besiegt. "Panzaeron, Magneton, macht sie fertig!" –"Lanturn und Traunfugil, helft Sam!", rief John. Francis schickte sein Wielie in den Kampf. "Sam! Wailmer muss sich entwickeln! Hier steht: `Relicanth zuerst, Wailord zuletzt´!" John gab Sam´s Wailmer Beleber. "Entwickle dich, Wailmer! Schnell!", rief Sam. Als Wailmer weiß zu leuchten begann, holte Lucy ihr Lapras aus dem Pokeball und Francis legte den Pokeball mit seinem Relicanth in die vordere kleine Grube des Blocks, auf dem die Zeichen standen. Das fertig entwickelte Wailord war zu groß für die Höhle; die Wände brachen zusammen und Wasser strömte ein. Sam fing Wailord ein und warf den Pokeball gezielt in die hintere Grube. Der Block explodierte, die Pokebälle wurden in die Hände ihrer Besitzer geschleudert. Sam ließ Wailord wieder raus und ließ sich und Francis an die Oberfläche tragen. Wailord fing John und Lucy geschickt auf. Die Tohaido und Garados hielten sich jetzt fern.

"Hoffentlich hast du deinen Schlüssel nicht verloren", sagte Lucy. –"Ach, den verliere ich nicht!", antwortete John. –"Sollen wir bei dir bleiben?", fragte Sam. –"Ihr könnt ruhig gehen. Dank euch hab ich jetzt sturmfreie Bude!" –"Tschüss!"

John setzte sich auf die Couch, um sich auszuruhen. Nach einigen Minuten stürmte Francis´ Geowaz ins Haus. Es führte John in die Wüste. Dort gingen sie in eine kleine Höhle. John hatte diesen Felsen schon oft gesehen, aber er hatte nie ein Loch gehabt. Drinnen lag Francis ohnmächtig am Boden. John kühlte ihn mit Wasser. Francis wachte auf. "John… Ich wollte unbedingt hierher… Ich weiß nicht, warum… Ich habe die Wand berührt und sie ist zusammengebrochen, wie in der anderen Höhle… Dann ist das Stein-Pokemon aufgewacht…", murmelte er. –"Was war dann?", fragte John. –"Ich kann mich nicht mehr erinnern. Aber ich weiß, dass das Pokemon in der Mitte des Raums war. Du musst Sam retten. Wir haben uns gegenseitig gesagt, wo wir hin wollten. Sam ist in der Nähe von Seegrasulb City. Ich kümmere mich um Lucy." John nahm noch einiges aus seinem Erste-Hilfe-Kasten, dann flog er mit Brutalanda nach Seegrasulb City.

Kurz vor der Stadt sah er einen Felsen, der genau so aussah wie der in der Wüste. Er hatte auch tatsächlich eine Höhle, in der Sam lag. John kühlte auch ihn. "John… Danke… Lucy, Francis!" –"Beruhige dich. Francis ist wieder auf den Beinen. Er wird nach Lucy sehen. Außerdem ist Lucy älter als wir", erklärte John. –"Hast du das Stahl-Pokemon gesehen? Ich bin sofort in Ohnmacht gefallen, als ich seine Farbe erkannt habe. Es ist silbern." –"Sam! Du bist einem Stahl-Pokemon begegnet! Und Francis ist einem Gestein-Pokemon begegnet! Wenn Lucy einem Eis-Pokemon begegnet ist, ist sie vielleicht erfroren!" –"Ruhig, John. Lucy ist älter als wir, schon vergessen?" –"OK. Ich beru-" Es krachte extrem laut und weiß glühende Funken wirbelten durch die Luft. In der Decke war ein riesiges Loch zu sehen. John rannte hinaus um zu sehen, was los war. Hoch über dem Boden kämpfte Lugia gegen drei Pokemon, die John noch nie gesehen hatte. Er hatte auch so einen Kampf noch nie gesehen; alle vier feuerten in einer Sekunde mehrere Blitze und Strahlen ab. John konnte nicht zusehen, wie die drei fremden Pokemon gemeinsam auf Lugia losgingen. Er beteiligte sich am Kampf. Brutalanda setzte Himmelsfeger ein, Nidoking und Tauros setzten ständig Hyperstrahl ein, ohne sich danach ausruhen zu müssen. Traunfugil schwebte hoch und sang den Pokemon Abgesang ins Ohr. Lanturn schoss mit weiß leuchtenden Blitzen nach den drei unbekannten Pokemon und Hundemon versuchte, das blaue Pokemon mit Feuer zu schmelzen. "John, siehst du das silberne Pokemon da oben?", schrie Sam durch den Kampflärm. "Das habe ich gesehen, bevor ich ohnmächtig wurde!"

Tatsächlich flohen die Pokemon nach kurzer Zeit. Lugia kam herunter. "Danke, John. Ich habe diese Monster schwer unterschätzt.", keuchte Lugia. -"Was weißt du über sie?", fragte John. -"Das hängt eng mit mir zusammen. Also, du weißt doch, dass ich irgendwann aufhörte, gegen böse Menschen und Pokemon zu kämpfen. Weißt du das auch, Sam?" -"Ja. John hat es mir erzählt." -"Gut. Nun, Bösewichte gab es dann noch immer. Deshalb wurden drei neue Pokemon geboren. Sie zerstören nur das, was sie zerstören wollen, sie greifen alle verdächtigen sofort an und jeder einzelne ist genau so stark wie ich. Sie besitzen Herzen aus Stein, Stahl und Eis. Regirock, Registeel und Regice. Die Menschen hatten einfach Angst vor diesen brutalen Monstern und sperrten sie in Höhlen. Sie hofften, dass nur ein neuer Retter in der Lage sein würde, das Rätsel zu lösen, aber das war ein Irrtum. Jetzt bin ich zurück und es sollte entschieden werden, wer nun für die Gerechtigkeit kämpft. Deshalb wurde es drei Trainern besonders leicht gemacht, sie zu befreien." -"Wir werden sie gemeinsam besiegen!", rief John. -"Du weißt jetzt, wie stark deine Pokemon wirklich sind, nicht wahr?" -"Ja" -"Der Kampf hat soeben begonnen! Steigt auf, Leute!" John und Sam kletterten auf Lugia´s Rücken und hielten sich gut fest.

Es war schon dunkel, als sie endlich Ho-oh und anschließend Registeel fanden. Es war gerade dabei, Blütenburg City zu zerstören. John und Sam sprangen auf den Boden und taten das, was Lugia unterwegs befohlen hatte: Sie hielten die anderen Regis fern und beschützten Ho-oh. Nach kurzer Zeit stürmte Brutalanda so schnell auf Regirock los, dass John herunterstürzte. Sam´s Stahlos nutzte seine Größe aus, um Regirock eine ordentliche Kopfnuss zu verpassen. Registeel beschoss John mit einer gelblichen Lichtkugel.

Als er wieder aufwachte, lag er in einem Gebüsch, das Ho-oh verbrannt hatte, um ihn zu finden. Neben ihm glitzerte die goldene Asche. "Danke…", murmelte er. Als Ho-oh wieder abhob, sah er Regirock und Registeel reglos am Boden liegen. Allerdings war der Kampf gegen Regice viel gefährlicher, denn außer Stahlos, Tauros und Traunfugil waren alle Pokemon von John und Sam besiegt. Sam bewarf Regice zwar mit Steinen, es sah allerdings nicht so aus, als würde Regice davon etwas spüren. John versuchte auch, es abzulenken, indem er es beleidigte. Regice griff John genau so heftig an wie Lugia. John konnte nichts sehen, da er von leuchtenden Strahlen, Explosionen, Staub und Eis umhüllt war. Dann kam Ho-oh aus seiner Deckung hervor, heilte alle besiegten Pokemon und griff selbst mit Feuer an. Lugia, Ho-oh und die Pokemon von John und Sam gaben alles, die Trainer feuerten sie gemeinsam an. Nach einer Weile stürzte Regice aus neun Metern Höhe auf den Boden und blieb reglos liegen. Die Freudenschreie der Sieger waren lauter als der Kampflärm des ganzen Tags zusammen.

"Diesmal hast du deinen Schlüssel verloren. Du musst ihn einfach verloren haben!", sagte Sam. -"Nein. Sieh mal." John zeigte Sam seinen Hausschlüssel. -"Wie machst du das? Ich meine, du hättest sämtliche Körperteile verlieren können. Da verliert man einen Schlüssel doch schon lange! Ah, ich weiß! Du steckst ihn dir-" -"Sam! Das reicht jetzt!" -"Du hast nicht mehr Geburtstag! Sieh mal auf die Uhr!" Es war tatsächlich nach Mitternacht. "Gute Nacht, John." -"Gute Nacht." -"John", sagte Lugia. "Es tut mir Leid. Ich hätte es euch früher erzählen müssen. Und – bald wird etwas noch viel schlimmeres passieren. Ich weiß noch nicht, was. Gute Nacht, Jungs."

Am nächsten Morgen sah John Ho-oh am Himmel fliegen und seine goldene Asche über die zerstörten Gebiete streuen. Er fragte sich, was noch schlimmer sein sollte als der Kampf. Da fiel ihm ein, dass die Sommenferien nur fünf Tage dauerten.

Nachwort: Ich hoffe sehr, dass dir diese Story gefallen hat. Der letzte Teil der Trilogie heißt übrigens "John, the hero".