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Joannas und Ryans Reise

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Geschrieben von: Gluraks Dream
Hallo. Ich heisse Joanna und bin seit einem Jahr eine Pokemontrainerin. Doch ausser, dass ich meine lieben Pokemon gefangen, trainiert und entwickelt habe, war das Jahr eigentlich nicht sehr spannend. Ich habe mich nämlich dazu entschlossen, noch keine Arenen herauszufordern. Ich wollte auch nur 6 Pokemon fangen, da ich die armen kleinen Pokemon nicht in einer alten Computerbox verstauben lassen wollte.

Zurzeit war ich auf dem Weg zum Tracey-Duell. Da durften nur Trainer mitmachen, die ihr Anfangspokemon von Tracey bekommen haben. Das waren auch ganz schön viele, denn anders als die alten Professoren, war Tracey ein junges, lebenslustiges Mädchen, das die Stelle von Lind übernommen hatte. Sie verteilte auch nicht nur drei Pokemon, sondern so viele wie Trainer da waren, die eines brauchen. Aber so konnte sie natürlich nicht immer die gleichen verteilen. Darum vergab sie alle Pokemon. Sie brauchte einen Trainer nämlich nur anzuschauen und schon wusste sie, welches Pokemon am besten zu ihm passt. Das war unendlich cool! Ich habe ein Pummeluff von ihr bekommen und es ist bis jetzt meine treustes und stärkstes Pokemon. Natürlich liebe ich auch meine anderen Pokis über alles!

Aber nun möchte ich euch meine Geschichte erzählen, sie beginnt genau hier, auf dem Weg zu dem Duell.

Ich war schon sehr lange gewandert. Bis Neuborika konnte es nicht mehr lange sein. Kaum zu glauben, dass ich nur von Teak City bis hierher fünf Tage gebraucht hatte, aber da war so ein komischer Baum, der den Weg nach Viola versperrte und so musste ich den ganzen Weg nach Azalea City gehen um hierher zu kommen. Doch nun war ich endlich an meinem Ziel angelangt. Aufschnaufen konnte ich jedoch trotzdem nicht. So voll hatte ich Neuborika noch nie gesehen! Überall waren Trainer. Trainer die Ihre Pokemon trainierten, Trainer die ihre Zelte am See aufstellten und Trainer die das Pokemon Center verstopften, da musste ich aber unbedingt durch, denn meine Lieben hatten eine Heilung dringend nötig. Ich war unzähligen wilden Pokemon begegnet, aber es war ein gutes Training. Das Wablu, das auf meiner Schulter sass strotzte nur so vor Energie. Die anderen waren jedoch ziemlich mitgenommen. Während ich mich an der langen Schlange anstellte um zu Schwester Joy zu gelangen, hüpfte Wablu von meiner Schulter. Ich wollte ihm hinterher rennen, aber nochmals zwei Stunden anzustehen war mir einfach zu viel. Also blieb ich stehen, wo ich war und rief nach Wablu. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich schon die vorderste in der Reihe war, bis mich Schwester Joys Chaneira darauf aufmerksam machte. Ich gab ihr eiligst meine Pokemon und wartete bis sie geheilt waren. Es brauchte nicht sehr lange und ich stand mit top fitten Pokemon wieder vor dem Center. Nun musste ich aber mein Wablu suchen. Zur Hilfe liess ich Snobilicat heraus, das es mit seiner feinen Nase ganz leicht aufzuspüren vermochte. Snobilicat rannte sogleich los und fand Wablu wenig später am See. Es spielte mit einem Habitak. Meinem wattigen Freund schien es sehr Spass zu machen, also liess ich es noch eine Weile spielen und begann mein Zelt aufzubauen. Leider hatte ich noch nie in so einem Zelt übernachtet und war deshalb auch nicht sonderlich geschickt darin. Ich stolperte über einen Hering und fiel direkt einem Jungen vor die Füsse. Dieser half mir sogleich auf und lächelte freundlich. „Hoppla, wer kommt denn da angeflogen?“ Ich wurde ziemlich verlegen und konnte nur stottern, aber das fiel dem Jungen anscheinend gar nicht auf, denn er hatte mich verstanden und half mir mein Zelt aufzustellen. Ich bedankte mich. „Nichts zu danken“, sagte er, „das habe ich doch gerne getan, übrigens, ich bin Ryan.“ Auch ich streckte meine Hand aus. „Joanna“, sagte ich und wurde leicht rot im Gesicht. Ryan lächelte wieder. Dann pfiff er zweimal durch die Finger und rief laut: „Habitak, wo bist du?“ Sofort kam der kleine Vogel angeflogen und setzte sich auf Ryans Schulter. Plötzlich bemerkte ich, dass auch Wablu wieder auf meiner Schulter sass. „Aha,“ sagte ich, „dann gehört also dir das Habitak, mein Wablu scheint es sehr zu mögen.“ Ryan machte ein erstauntes Gesicht. „Wirklich?“, er grinste, „ dann können wir sie doch nicht einfach trennen, oder?“ Ich grinste zurück: „Nein, ich befürchte, wir müssen bei dem Tracey-Duell zu zweit antreten.“

Wir wollten uns schon gegenseitig unsere Pokemon vorstellen, als Tracey herbeigerannt kam. „Joanna, Ryan. Wie lange habe ich euch schon nicht mehr gesehen. Warum fängt ihr denn nie mehr als sechs Pokemon, so könnten wir wenigstens wieder Kontakt zueinander aufnehmen.“ „Nun ja, äh...,“ stotterte ich. Mir fiel leider nichts besseres ein, denn mich interessierte viel mehr, warum Ryan auch nur sechs Pokemon hatte. Tracey unterbrach mich: „ Nichts da! Kommt mit in meinem Labor, dort ist es viel ruhiger als hier draussen.“ Sie führte uns durch die Menschenmassen zu ihrem Labor und schloss die Tür auf. Ich und Ryan beeilten uns ihr zu folgen. Sie bat uns Platz auf zwei bequemen Polstersesseln, sie selbst hockte sich auf ihren Arbeitspult.
„Nun, ihr Lieben, dann zeigt mir doch einmal eure Pokemon,“ munterte sie uns auf und schien ganz kribbelig zu sein. Ich liess meine Pokemon aus ihren Bällen. Wablu war schon draussen. Dann kamen Snobilicat, Jurob, Galoppa, Blitza und mein erstes Pokemon, Knuddeluff. Tracey freute sich riesig und lobte mich, wie gut ich sie trainiert hätte. Ich war sehr stolz auf mich. Nun liess auch Ryan seine Pokemon heraus. Es waren: Das Habitak, ein Vulnona, Seejong, Girafarig, Aquana und sein Erstling, Pixi. Es fiel mir gar nicht auf, bis Tracey rief: „Aber seht mal, die Süssen passen ja perfekt zusammen.“ Tatsächlich, die Pokemon freundeten sich sofort an und plötzlich hatten wir sechs unzertrennbare Pärchen vor uns stehen. Wablu und Habitak, Snobilicat und Vulnona, Jurob und Seejong, Galoppa und Girafarig, Aquana und Blitza und Knuddeluff und Pixi. Nun war es wirklich unmöglich alleine weiterzuziehen. Tracey brachte den selben Vorschlag wie wir uns ihn schon vorher überlegt hatten, beim Doppelkampf mitzumachen. Dazu gab es eine eigene Kategorie, die fast alle Trainer wählten. Ryan jedoch sagte, dass er eigentlich schon mit seiner Schwester, die mit ihm auf der Reise war, antreten wollte. Tracey löste das Problem sofort, indem sie vorschlug, dass ja ihre kleine Schwester, die auch schon ein Jahr lang Pokemon trainierte, mit Lisa (So hiess Ryans Schwester) antreten könnte. Schnell rannte sie in den oberen Stock des Labors und holte ein Mädchen, das etwa im gleichen Alter war wie Ryan und ich, herab. Das Mädchen stellte sich als Gina vor. Ryan befahl Habitak, seine Schwester aufzusuchen und sie herzubringen, was der kleine Vogel auch prompt tat. Wir mussten nicht allzu lange auf Lisa warten. Zum Glück war sie auch einverstanden mit Traceys Idee und schloss schnell Freundschaft mit Gina. Auch sie stellten sich gegenseitig ihr Team vor. Lustigerweise passten ihre Pokemon genau so gut zusammen wie unsere und so stand dem Doppelkampf nichts mehr im Wege.

Lisas erstes Pokemon war ein Smettbo. Ausserdem hatte sie noch ein Wiesenior, ein Sandamer, ein Ampharos, ein Morlord und ein Nidoqueen gefangen. Ginas erstes Pokemon war Omot. Sie besass ausserdem noch Vulpix, Knogga, Raichu, Quaputzi und Nidoking.
Die beiden Mädchen beschlossen, dass sie Smettbo mit Omot, Wiesenior mit Vulpix, Sandamer mit Knogga, Raichu mit Ampharos, Morlord mit Quaputzi und Nidoking mit Nidoqueen antreten lassen wollten. Ich fand die Idee eigentlich nicht so gut, da meistens die Pokemon des gleichen Typen zusammen antreten mussten, aber ich sah ein, dass die Pokemon sich so auch besser kennen würden. Nur bei Wiesenior und Vulpix hatte ich noch einige Bedenken, verwarf diese jedoch sofort wieder. Die zwei mochten sich zwar nicht so gut wie die anderen, da Vulpix für Wiesenior einfach zu klein war, aber ich war mir sicher, dass sie ein ausgezeichnetes Team waren.

In dieser Nacht schlief ich sehr gut. Ich hatte an dem Abend noch lange mit Ryan zusammen trainiert und erkannt, dass ich diesen Jungen sehr mochte, ein bisschen zu sehr vielleicht.
Ich träumte davon, wie wir zusammen mit unseren Pokemon durch das Land reisen und die Leiter vieler Arenen besiegen würden. Wie schön wäre es doch, wenn das alles wahr wäre, aber das war leider nicht der Fall.

Am nächsten Morgen wachte ich sehr früh auf, ich beschloss, mit meinen Pokemon noch ein wenig alleine zu trainieren, doch dann traf ich Ryan im Pokemon Center und wir machten uns auf den Weg, um uns eintragen zu lassen. Die Dame dort hatte blaue Haare und ein nettes Lächeln. Sie liess uns gleich in der ersten Runde kämpfen, danach hatten wir zwei Stunden Zeit, da konnten wir Lisas und Ginas Kampf anschauen und, wenn die Zeit reichte, noch einmal trainieren. Nach der zweiten Runde hatten wir wieder Zeit um den Kampf der anderen anzusehen und zu trainieren, alles in allem, hatten wir sehr viel Glück mit unserer Kampfeinteilung.

Ich einer halben Stunde würde unser Kampf stattfinden, wir waren mindestens genau so nervös wie unsere Pokemon, doch wir schätzten uns hohe Gewinnchancen ein. Blöd war nur, dass unsere schwächsten Pokemon gerade zusammen kämpften. Nicht, dass Wablu schwach wäre, im Gegenteil. Wir hatten es und Habitak einfach noch nicht so lange wie die anderen.

„Die erste Runde beginnt, bitte alle Teilnehmer auf ihre Plätze“, tönte es durch den Lautsprecher. Ich und Ryan machten uns sofort auf den Weg und standen kurze Zeit später in der Arena. Wir mussten auf einem podestähnlichen Ding stehen, darauf befanden sich einige Knöpfe, z.b einen, um das Wasserbassin aufzumachen oder den Knopf den man drücken musste, um aufzugeben. Ich war mir sicher, dass ich den nie drücken würde, es sei denn, meine Pokemon schwebten in Lebensgefahr.

Der Kampf begann. Unsere Gegner waren ein Zwillingspärchen, zwei Mädchen. Sie sahen nicht sehr stark aus. Doch man sollte die Trainer, die ihr erstes Pokemon von Tracey bekommen hatten, nicht unterschätzen. Ryan und ich warfen unsere Pokebälle. Wir hatten uns für Snobilicat und Vulnona im ersten Kampf entschieden. Auch die Zwillinge warfen ihre Bälle. Sie schickten ein Bibor und ein Sichlor in den Kampf. Das war sehr gut, denn Vulnona war somit im Vorteil.

Ryan befahl Vulnona sofort ein Schutzschild. Snobilicat sollte Weissnebel einsetzen. Während Bibor ein Toxin auf Snobilicat schoss, das der Weissnebel jedoch gleich unwirksam machte, griff Sichlor mit der Zornklinge an, die an Vulnonas Schutzschild abprallte. Somit war dieses jedoch zerstört und Sichlor, das sehr schnell war, griff gleich ein zweites mal an. Das schien Vulnona jedoch nicht sehr viel auszumachen. Allerdings wurde es wütend, das machte ihren Flammenwurf um einiges stärker und es schoss ihn mit voller Wucht auf die beiden gegnerischen Pokemon. Bibor, das zu sehr damit beschäftigt war, Snobilicats Weissnebel zu durchdringen, wurde voll getroffen und war nur noch wackelig auf den Beinen. Das schnelle Sichlor jedoch, wich problemlos aus und der Flammenwurf ging ins Leere. Sichlor nutzte die Chance und griff mit seinem Ruckzuckhieb an. Es war wirklich viel zu schnell für unsere Pokemon. Wir beschlossen erstmal das Bibor auszuschalten und uns dann um das Sichlor zu kümmern. Während Vulnona das Sichlor mit dem Feuerwirbel ablenkte, schoss Snobilicat seinen Zahltag auf Bibor, welches sofort besiegt umkippte. Zum Glück hatte der Flammenwurf es so geschwächt. Nun mussten wir uns nur noch überlegen, wie wir das Sichlor stoppen konnten. Wir entschieden uns darauf, dass Snobilicat Silberblick einsetzen sollte, welcher das gegnerische Pokemon lähmte, sodass Vulnona Energiefokus und dann nochmals Flammenwurf einsetzen konnte. Also lud Vulnona sich mit Energie auf und Snobilicat sah das Sichlor hypnotisierend an. Sichlor jedoch durchsah den Trick und setzte schnell Tackle auf Snobilicat ein. Das Pokemon flog in die Luft und landete vor Vulnona, welches nun von dem Silberblick getroffen wurde. Dank dem Energiefokus konnte sich Vulnona jedoch schnell wieder wegreissen und war nun ausserdem genau so schnell wie das Sichlor. Es schoss noch einmal einen Flammenwurf ab. Das Sichlor wollte wieder ausweichen, wurde aber unerwartet von Snobilicat getackelt und flog somit genau in den Flammenwurf hinein. Es war sofort besiegt.
Ich und Ryan jubelten laut und umarmten unsere Pokemon, während der Sprecher laut unseren Sieg verkündete. Nun hatten wir genug Zeit um den Kampf von Lisa und Gina anzuschauen. Zuerst liessen wir aber doch unsere Pokemon heilen.

Als wir wieder an die Zuschauermengen traten, wurden Lisa und Gina gerade in die Arena gerufen. „Viel Glück!“, riefen wir ihnen hinterher und nahmen auf den Zuschauerbänken Platz. Von hier oben hatte man einen sehr guten Überblick auf die Arena. Wir sahen, wie Lisa und Gina ihre Bälle warfen. Sandamer und Knogga kamen daraus hervor. Ihre Gegner, ein Junge mit kurzen blonden Haaren und ein Mädchen mit langen Schwarzen, schickten Azumarill und Elektek in den Kampf. Somit waren Lisa und Ginas Pokemon also gegen eines im Vorteil und gegen das andere im Nachteil. Sie beschlossen wohl zuerst das Elektek zu besiegen. Knogga griff mit seiner Knochenkeule an und Sandamer mit Lehmschelle. Sie hatten die Rechnung jedoch ohne Azumarill gemacht. Es schoss eine Aquaknarre auf den Knochen, welche diesen aus der Bahn warf, direkt an Sandamers Kopf. Unterdessen tackelte Elektek das Knogga, welches damit beschäftigt war, seinen Knochen wiederzufinden. Es sah gar nicht gut aus für unsere Freunde. Nun machten die Gegner jedoch einen entscheidenden Fehler. Sie befahlen dem Elektek, trotz der Schwäche gegenüber Knogga, einen Donnerschock auf dieses, sie waren wohl schon siegessicher. Knogga, das seinen Knochen in der Zwischenzeit wieder gefunden hatte, benützte diesen als Blitzableiter und der Donnerschock traf Azumarill. Dieses kippte wegen der Schwäche gegenüber Elektro gleich um. Das Mädchen musste ihr Pokemon zurückrufen. Nun stand Elektek ganz alleine Sandamer und Knogga gegenüber. Es dachte jedoch noch lange nicht ans Aufgeben. Mit voller Wucht tackelte es Sandamer. Dieses flog durch die Luft und landete wieder auf seinen Füssen. Knogga setzte nochmals die Knochenkeule ein, Elektek wich jedoch gekonnt aus. Nun hatten Gina und Lisa aber genug und machten kurzen Prozess mit dem Elektropokemon. Sie befahlen ihren Lieblingen ein Erdbeben, das sich gewaschen hatte. Elektek war sofort besiegt. Auch Lisa und Gina hatten die erste Runde somit bestanden.

Ich und Ryan klatschten begeistert in die Hände. Danach machten wir uns auf, um am See noch ein wenig zu trainieren. Wir liessen Jurob und Seejong ins Wasser. Die Beiden machten Tauchtraining. Galoppa und Girafarig machten Laufübungen, Galoppa war natürlich viel schneller als Girafarig, doch die Beiden amüsierten sich trotzdem prächtig. Wablu und Habitak spielten lieber, doch ein Blick von Ryan und sie begannen sofort zu trainieren. Pixi und Knuddeluff hatten eine ganz spezielle Strategie entwickelt. Pixi setzte Metronom ein und versuchte dabei möglichst eine ganz bestimmte Attacke zu treffen. Knuddeluff versuchte eben diese zu erraten und ihr auszuweichen. Vulnona versuchte Snobilicats Zahltag zu schmelzen und Aquana bemühte sich, Blitzas Blitzen auszuweichen. Ich fand das Training sehr erfolgreich. Unsere Pokemon waren komischerweise viel besser, wenn sie mit ihrem Partner trainieren durften.
Ich sah mich zufrieden um und genoss die Landschaft. Am anderen Ende des Sees musste Kanto sein. Ich beschloss spontan nach dem Duell, Kanto zu erforschen. Dann würde ich auch endlich die Arenen herausfordern.

Wir wurden zur zweiten Runde gerufen. Obwohl wir gerade erst trainiert hatten, waren wir sehr nervös. Diesmal kämpften wir auf Platz 4. Unsere Gegner waren ein bisschen älter als wir, so um die 16. Doch wegen zwei Jahren waren sie bestimmt nicht besser als wir. Wahrscheinlich hatten sie erst mit 15 angefangen Pokemon zu trainieren. Jedenfalls machten sie keinen sehr selbstbewussten Eindruck.

Wir schickten unsere Pokemon in den Kampf. Während die Bälle flogen drückte ich den Knopf, der das Wasserbassin ausfahren liess. Jurob und Seejong landeten im Wasser. Zwischendrin waren noch ein paar Landstellen, damit die Gegner nicht untergingen. Sarah und Jessica (So hiessen die gegnerischen Mädchen) schickten ein Menki und ein Ibitak in den Kampf.
Das waren schon einmal gute Aussichten. Jurob und Seejong setzten gleich den Weissnebel ein. Nun sollte es für Ibitak schwierig werden die beiden Robben zu treffen. Menki unterdessen, stand noch immer ratlos auf seiner Stelle und fragte sich, wie es ein Pokemon im Wasser schlagen sollte. Ibitak jedoch schien die Wasserpokemon geortet zu haben, denn es stürzte zielstrebig nach unten. Ich bekam Panik und befahl Jurob schnell das Wasser zu vereisen. Das machte mein Pokemon auch, in Windeseile und beide Robben tauchten unter. Ibitak, das wegen des Weissnebels nicht sehen konnte, dass das Wasser nun von einer Eisschicht überzogen war, knallte voll gegen diese und blieb dort reglos liegen. Die Trainerin war entsetzt und zwang Ibitak wieder auf die Beine. Das Vogelpokemon rappelte sich keuchend auf und stieg mühsam wieder in die Lüfte. Nun konnte das Menki aber über das Eis laufen und verpasste Seejong, das an einer Stelle gerade die Eisschicht durchbrochen hatte, einen kräftigen Tritt. Jurob jedoch wollte Seejong beschützen und schoss einen Eisstrahl ab, allerdings nicht auf Menki, sondern um dieses herum, sodass es nicht mehr heraus konnte. Das Kampfpokemon wusste sich zu helfen und brach das Eis mit einem Karateschlag auseinander. Das Eis zersplitterte, jedoch auch das unter Menkis Füssen, und das Kampfpokemon fiel ins Wasser. Als Seejong dann auch noch Surfer einsetzte, war es endgültig besiegt. Nun mussten wir aber noch das Ibitak ausser Gefecht setzen, was nicht schwierig sein sollte, denn es war ja schon geschwächt. Eine Aquaknarre genügte, um es vom Himmel zu holen und auch es fiel ins Wasser, wo es Seejongs Surfer hilflos ausgeliefert war. Wir hatten auch in der zweiten Runde gesiegt.

Nun waren Lisa und Gina wieder mit Kämpfen dran. Sie setzten Nidoking und Nidoqueen ein. Ihre Gegner, die aus einer Arena in Kanto stammten, setzten ein Ultrigaria und ein Owei ein. Ich glaubte nicht, dass Lisa und Gina eine Chance hatten, denn die Gegner wurden von einer Arenaleiterin trainiert und ausserdem war der Typ Boden den Pflanzen im Nachteil.

Der Kampf begann. Owei und Ultrigaria griffen sofort an. Ultrigaria mit Rankenhieb und Owei mit Stakkato. Nidoking und –queen, waren in ihren Jauler vertieft und merkten daher kaum, dass sie getroffen wurden. Dann griffen sie mit Schlitzer an, aber die Owei sprangen einfach auseinander und Ultrigaria konnte geschickt ausweichen. Dann griff Owei noch einmal an, die Stakkato kam nun von allen Seiten, denn die Eier des Owei hatten sich verteilt und die Bodenpokemon eingekreist. Sie wurden voll getroffen. Es machte ihnen jedoch nichts aus. Moment! Es machte ihnen nichts aus? Aber die beiden waren doch Bodenpokemon und somit im Nachteil gegen Pflanzen. Ich sprach Ryan darauf an und er erklärte mir, dass die entwickelten Nidoran auch Gift Typen waren. Ich klatschte in die Hände. Dann hatten Lisa und Gina also doch einen Vorteil! Den nutzten die Beiden auch schon bald und liessen ihre Pokemon einen Giftstachel einsetzten. Sie trafen die Gegner voll und Owei war sogar vergiftet. Nun musste sich das Ei-pokemon wieder schliessen, denn sonst wäre es zu schnell k.o. Es setzte die Geschenk-Attacke ein. Zu Nidoqueens Vorteil, denn anstatt, dass das Geschenk explodierte, heilte es Nidoqueen. Das ist nun mal das Risiko, wenn man die Geschenk-Attacke einsetzte. Da Nidoqueen jetzt wieder fit war, griff es Ultrigaria an, das wesentlich mehr Kraftpunkte hatte als Owei. Nidoking unterdessen griff das geschwächte Owei an und landete einen Volltreffer. Das Ei-pokemon kippte besiegt um. Nidoqueen kam mit ihrem Tackle aber nicht so weit. Nidoking kam ihr schnell zu Hilfe und mit einem Doppelkick war schliesslich auch Ultrigaria besiegt.

Als wir Lisa und Gina vor dem Pokecenter trafen, gratulierten wir ihnen herzlich für ihren Sieg und sie meinten, auch wir hätten toll gekämpft. Ryan schlug vor, einen Pokemonkampf gegeneinander auszutragen. Alle waren sofort begeistert. „Ihr habt doch eh keine Chance“, höhnte Lisa, aber doch noch freundlich. „Das werden wir ja sehen“, antwortete ich und wir stellten uns in Kampfesposition. „Das ist ein 2 vs. 2 –Kampf. Es gibt zwei Runden, also dürfen beide Teams im ganzen 4 Pokemon einsetzen!“, sagte Ryan und die anderen nickten.

Der Kampf begann. Wir hatten uns für Galoppa und Girafarig entschieden. Sie kämpften gegen Morlord und Quaputzi. Das war gar nicht gut für Galoppa, denn es war beiden gegenüber im Nachteil. Bei Morlord hatte es sogar eine Doppelschwäche. Das hielt es aber nicht auf und es griff sogleich mit einem Stampfer an. Die schweren Hufen würden Quaputzi mächtig zusetzen. Girafarig unterdessen, schützte Galoppa mit einem Lichtschild. Morlord jedoch sah das und griff Girafarig sofort mit der Aquaknarre an. Dann zerstörte es das Lichtschild mit Tackle und Quaputzi schoss eine Hydropumpe auf Galoppa. Da dieses jedoch so schnell war, wich es gekonnt aus, indem es einfach über die Hydropumpe und Quaputzi hinweg sprang. Quaputzi richtete die Hydropumpe also über sich, um Galoppas Bauch zu treffen, dieses war aber schon längst auf der anderen Seite angekommen. Die Hydropumpe jedoch, kam wieder herunter und traf Quaputzi und Morlord. Da sie nun abgelenkt waren, setzten Girafarig und Galoppa die Stampfer Attacke ein. Girafarig traf Quaputzi voll, Morlord wurde nur leicht von Galoppa gestreift. Girafarig setzte nochmals Tackle auf Quaputzi ein und das Pokemon war besiegt. Als Morlord das sah wurde es ziemlich wütend und ohne Befehl eines Trainers setzte es einfach Erdbeben ein. Galoppa war besiegt. Girafarig nur noch wackelig auf den Beinen. Lisa und Gina lobten Morlord, wie gut es das gemacht hätte. Ich fand allerdings nicht, dass es gut war, wenn ein Pokemon ohne Erlaubnis eine Attacke einsetzte. Ryan jedoch, war noch immer auf den Kampf fixiert. Während ich mein armes Galoppa zurückrufen musste, befahl Ryan eine Psychokinese auf Morlord. Dieses jedoch setze kurzerhand noch ein Erdbeben ein ( diesmal mit Befehl) und auch Girafarig war besiegt. Auch Ryan musste sein Pokemon zurückrufen.
„Ok!“, sagte Ryan, „Diese Runde habt ihr gewonnen, aber es könnte immer noch ein Unentschieneden geben!“ Ich nickte finster und die zweite Runde begann.

Es kämpften Vulpix und Wiesenior gegen mein Wablu und Ryans Habitak. „Sehr schön!“, rief Gina. „Los Vulpix, mach Grillhähnchen aus Habitak!“ Vulpix schoss einen Flammenwurf ab. Ryan liess sich davon nicht beeindrucken und befahl Habitak den Wirbelwind. Der Flammenwurf wurde weggeweht und löste sich in Luft auf. Wablu griff mit der Schnabelattacke an, das flinke Wiesenior konnte jedoch ausweichen. Es konterte gleich mit Schlitzer und traf Wablu an einem Flügel. Nun konnte sich Wablu nicht mehr in der Luft halten und stürzte ab, genau auf Habitak, das gerade Vulpix angreifen wollte. Beide stürzten zu Boden. Diese Chance nützten Lisa und Gina um ihre Pokemon mit Flammenwurf und Donnerschlag angreifen zu lassen. Der Flammenwurf grillte Wablu und der Donnerschlag besiegte Habitak. Wir mussten beide zurückrufen und hatten den Kampf verloren. Ich seufzte. Die zwei hatten zwar mehr Glück als Verstand, aber gewonnen war gewonnen. Irgendwann würden wir unsere Revanche schon kriegen.

Lisa schlug vor, im Pokecenter zu Abend zu essen. „Ich und Gina zahlen alles“, rief sie glücklich und machte sich auch schon auf den Weg. Wir folgten ihr und assen dann alle zusammen zu Abend. „Wohin sollen wir denn hingehen, wenn das Duell fertig ist?“, fragte Gina. Lisa lachte. „In die Liga natürlich, du weißt doch, dass man ohne einen Orden in die Liga kann, wenn man beim Tracey-Duell gewinnt!“. Ich seufzte. „Sie meint wohl, wohin wir gehen sollen, wenn ihr nicht gewinnt“, meinte Ryan und schmunzelte. „Ich würde sagen, wieder zurück nach Johto“, sagte sie, „dort kenne ich mich jetzt langsam aus und kann mich auch endlich mal daran machen, die Arenen herauszufordern. "Gina war gleicher Meinung, doch ich und Ryan zögerten. „Aber schon wieder Johto, das wird doch auf die Dauer langweilig, ich würde lieber nach Kanto, etwas neues entdecken...“, meinte Ryan und ich nickte. „Lisa schüttelte den Kopf: „kommt gar nicht in Frage, wir gehen nach Johto!“ Und wenn ihr nicht wollt, dann müsst ihr eben alleine gehen.“ Ich stutzte. Alleine? Daran hatte ich noch gar nicht gedacht, aber mir gefiel die Idee immer besser. Ich und Ryan würden alleine reisen! Ryan war auch einverstanden und so war es also beschlossen. Ich und Ryan würden nach Kanto gehen und Lisa und Gina nach Johto.

Diese Nacht schlief ich sehr ruhig. Am Morgen stand ich nicht früher auf um zu trainieren, sondern ich schlief weiter, bis Wablu mich weckte. Es wollte spielen. Ich schaute auf meinen Reisewecker und erschrak. In einer halben Stunde sollte unser dritter Kampf stattfinden. Schnell zog ich mich an und düste auch schon los, um im Pokecenter noch eine Kleinigkeit zu essen. Auch meine Pokemon assen Frühstück um für den Kampf, der sie erwartete, fit zu sein. Fünf Minuten, bevor der Kampf anfing, stand ich vor Ryan am Eingang. Er erwartete mich bereits und war froh, dass ich doch noch kam. „Ich dachte du hättest verschlafen“, lachte er. „Hab ich auch“, murmelte ich. Er hörte es nicht.
„Die dritte Runde beginnt, bitte alle Teilnehmer auf die Plätze“, hörten wir den Sprecher rufen. „Dritte Runde, das sind wir“, sagte Ryan und wir beeilten uns, auf das Kampffeld zu gelangen.

Diesmal kämpften wir gegen einen Vater mit seiner Tochter. Wir warfen unsere Bälle. Diesmal kämpften Aquana und Blitza für uns, während unsere Gegner Kadabra und Machok in den Kampf schickten. Blitza griff mit Rutenschlag an, Aquana mit Heuler. Machok, den der Rutenschlag getroffen hatte, wurde wütend und konterte mit einem Kreuzhieb, Blitza duckte sich schnell und Machok rammte sich die Faust selbst ins Gesicht. Blitza setzte gleich noch eine Schädelwumme dazu, doch Machok hatte sich vom Schlag ins Gesicht schnell wieder erholt und traf Blitza mit seinem Karateschlag. Blitza schleuderte es ein paar Meter nach hinten, doch dank ausgiebigen Trainings, landete es wieder auf den Beinen. Von dort setzte es die Donnerblitz-Attacke ein, die Machok röstete. Doch dieses dachte noch lange nicht ans aufgeben und griff mit Turmkick an. Wieder wich Blitza aus und Machok strauchelte beim landen, es fiel voll auf die Nase. Blitza nützte die Chance und setzte es mit einem Donnerschock ausser Gefecht. Nun mussten wir nur noch das Kadabra des Mädchens ausschalten. Es hatte Aquana ganz schön an der Nase herumgeführt. Jedes Mal, wenn Aquana angreifen wollte, teleportierte es sich weg. Das hatte es die ganze Zeit gemacht und Aquana wurde langsam müde. Blitza kam ihm schnell zu Hilfe. Nun waren es zwei gegen einen, doch auch das nützte nichts. Es trieb sein Spielchen einfach weiter. Zum Glück hatte es so nie Zeit um selbst eine Attacke einzusetzen. Ryan überlegte fieberhaft, was wir tun könnten, doch ich hatte schon eine Idee. „Wenn es mit Offensive nicht klappt, dann müssen wir eben zur Defensive greifen“, rief ich. „Aquana, setz Agilität ein, Blitza Heuler!“. Die beiden gehorchten und machten was ich gesagt hatte. Danach setzten sie Energiefokus ein. Sie wiederholten das Ganze und waren schliesslich so schnell, dass sie Kadabra erreichten, bevor es wieder Teleport einsetzten konnte. Doch Kadabra wurde es nach drei Tackle zu viel und es teleportierte sich einfach noch weiter weg von unseren Pokemon. Mir reichte es langsam. „Blitza, wenn es das nächste mal vor deinen Augen auftaucht, dann setz Donnerwelle ein. Blitza nickte und nach fünf mal Teleport erschien Kadabra tatsächlich etwa 100 Meter vor Blitzas Augen. Blitza nützte die Chance und schoss blitzschnell die Donnerwelle ab. Kadabra wurde getroffen. Doch es teleportierte immer noch weiter. Unsere Pokemon mussten warten, bis die Paralyse wirkte und als es schliesslich soweit war, griffen sie gleichzeitig mit Hydropumpe und Donner an. Da das zusammen natürlich besonders effektiv war, kippte Kadabra besiegt um und wir hatten abermals gewonnen.

Diesmal mussten wir uns beeilen um Lisas und Ginas Kampf noch zu sehen. Doch als wir auf den Zuschauerbänken Platz nahmen, bemerkten wir, dass sie noch gar nicht am kämpfen waren. Ich entdeckte sie auf den Bänken und fragte was los war. Sie seufzten. „Die dort unten (Sie zeigte auf die Kämpfenden auf dem Feld) sind schon seit drei Stunden am kämpfen!“, meinte Lisa genervt und sah ziemlich wütend aus. Gina nickte. „Die anderen Teams durften auf den freien Feldern kämpfen, aber wir hatten bis jetzt noch kein Glück.“
In dem Moment verkündete der Sprecher laut, dass Feld 5 frei wäre. Lisa und Gina standen sofort auf und machten sich auf, zum Feld Nummer 5. Ryan und ich suchten uns einen Platz, von dem aus wir gute Sicht auf den Kampf hatten, der auch schon begann.

Lisa und Gina kämpften mit Ampharos und Raichu, ihre Gegner setzten Felino und Garados ein. Dafür mussten sie natürlich das Wasserfeld ausfahren lassen. Unglücklicherweise landeten die beiden Elektropokemon ausgerechnet im Wasser. Die Trainerin von Garados, ein jüngeres Mädchen, liess ihr Pokemon gleich mal Surfer einsetzten. Raichu und Ampharos wurden geschwächt an Land gespült. Dort schüttelten sie sich erst mal richtig durch und drehten sich dann wütend um. Felino griff gerade mit einer Lehmschelle an, doch Raichu wich aus und tackelte es von oben. Ampharos unterdessen, setzte Donnerschock auf das Wasser ein, in dem ja immer noch Garados schwamm. Doch Garados machte einen gewaltigen Sprung in die Höhe und als es wieder im Wasser landete, war der Donnerschock schon vorbei. Ampharos versuchte es nochmals, aber immer wieder konnte Garados ausweichen. Das versetzte Ampharos in Rage und es sprang todesmutig ins Wasser und klammerte sich an Garados fest. Garados sprang schon wieder in die Höhe, doch diesmal hielt sich Ampharos ja fest und setzte Donnerschock ein. Garados, das gleich eine Doppelschwäche gegenüber Elektro hatte, fiel mit einem Platsch zurück ins Wasser. Die Trainerin rief ihr Pokemon zurück. Ampharos hatte sich jedoch so sehr entladen, dass es keine Kraft mehr hatte, um im Wasser zu schwimmen. Auch Lisa musste ihr Pokemon zurück rufen, wenn sie nicht wollte, dass es ertrank. Nun standen sich nur noch Raichu und Felino gegenüber. Raichu setzte immer wieder Donnerschock ein und wunderte sich, warum es nichts wirkte. Felino war schliesslich ein Wasserpokemon. Die Trainerin des Felino lachte sich fast kaputt über Raichus ratloses Gesicht. Dann fand sie, dass es langsam an der Zeit war, Gina aufzuklären. „Weißt du, Felino ist nicht nur ein Wasser-, sondern auch ein Bodenpokemon!“, meinte sie und grinste hämisch. Gina war ziemlich wütend darüber und befahl Raichu einen Tackle. Felino wurde ins Wasser geschubst. Da hatte Lisa eine Idee, sie liess Raichu Donnerblitz ins Wasser einsetzen. Komischerweise kam Felino nicht wieder hoch. Es war besiegt. Die Trainerin staunte nicht schlecht. „Wie hast du denn das gemacht?“, fragte sie. „Ganz einfach“, meinte Lisa, „ wenn Felino nämlich ein Boden Typ ist, dann müsste es auch eine gewisse Schwäche gegenüber Wasser haben. Das Wasser hat Felinos Bodentyp geschwächt und den Donnerblitz gestärkt.“ Ich staunte über Lisas Worte, das wäre mir nicht eingefallen! Aber Lisa besass schliesslich auch einmal ein Felino, das sich jetzt zu Morlord entwickelt hatte.

Wir trafen uns wieder im Pokecenter. Wir diskutierten laut über den Kampf eben und machten uns schliesslich auf, um zu erfahren, gegen wen wir als nächstes kämpfen müssten. Die blauhaarige Empfangsdame erwartete uns schon. „Ach, da seit ihr ja“, begrüsste sie uns. „Ihr seid die letzten!“ Sie blätterte ein wenig in ihren Unterlagen und sah uns dann wieder an. „Das bedeutet wohl, dass ihr gegeneinander antreten müsst“, meinte sie und spielte mit ihrer Locke. Uns klappte der Mund auf. Gegeneinander kämpfen? Na das konnte ja gut ausgehen! Lisa zögerte ein wenig, dann wandte sie sich der Blauhaarigen zu. „Können sie uns nicht schon als Sieger eintragen? Wir haben nämlich erst kürzlich gegen sie (Sie deutete auf Ryan und mich) gekämpft, siegreich, versteht sich!“ Die Blauhaarige schüttelte den Kopf. „Das geht leider nicht, es muss auf dem Feld gekämpft werden!“, meinte sie. Ryan sah Lisa wütend an: „Das kann ja auch nur dir einfallen!“, fauchte er. Lisa zuckte nur mit den Schultern. „Einen Versuch war’s wert.“ Ich seufzte und strich mir durchs Haar. „Wann müssen wir kämpfen?“, fragte ich die Blauhaarige. „In circa einer Stunde auf Feld Nummer 9“, sagte sie. Ich nickte und zusammen mit den drei anderen verliess ich das Gebäude. Wir assen anschliessend alle zusammen zu Mittag und bereiteten unsere Pokemon gut auf den kommenden Kampf vor. Ryan und ich wollten nicht nochmals verlieren! Schon bald hörten wir, wie wir aufgerufen wurden. Wir wünschten einander viel Glück und eilten auf den Platz.

Ich drückte den Ball mit Knuddeluff. „Du hast mich noch nie im Stich gelassen!“, raunte ich ihm zu und streichelte ihn zärtlich. „Werft bitte alle eure Bälle!“, rief der Sprecher. Ich warf, und war mir plötzlich ganz sicher, dass wir gewinnen würden. Knuddeluff und Pixi würden es schaffen! Die Beiden erschienen in der Arena und stellten sich kampfbereit hin. Auch Lisa uns Gina warfen ihre Bälle. Smettbo und Omot erschienen und machten sich ebenfalls kampfbereit. „Das Duell der Anfangspokemon“, dachte ich und musste grinsen. Das würde spannend werden.

Omot griff an. Es setzte Stachelspore ein. Knuddeluff und Pixi sprangen schnell auseinander. Knuddeluff setzte Weissnebel ein und die Stachelsporen lösten sich auf. Smettbo vertrieb den Weissnebel aber schnell mit Windstoss. Pixi wollte Smettbo tacklen, doch Omot kam ihm rasch in die Quere und schleuderte es mit einem Bodycheck weg. Das liess sich Pixi natürlich nicht gefallen und es setzte ebenfalls Bodycheck ein, während Knuddeluff das Smettbo mit Donnerschlag angriff. Der Donnerschlag ging jedoch daneben, weil Omot von Pixi direkt in Smettbo geschleudert wurde. Dieses rappelte sich wieder auf und setzte Superschall auf Knuddeluff ein. Knuddeluff, das nun verwirrt war, setzte Tackle ein. Allerdings mitten in die Wand, welche den Kampfplatz von den Zuschauern trennte. Ich sorgte mich um Knuddeluff, doch Ryan wurde wütend und befahl die Anziehungsattacke auf Smettbo. Pixi fing an zu tanzen und zwinkerte Smettbo dabei auffordernd zu. Dieses war hin und weg und konnte Pixi nur noch anstarren das bemerkten natürlich Knuddeluff und Omot. Knuddeluff, das plötzlich nicht mehr verwirrt war, ging wütend auf Smettbo los, weil es seine Geliebte so anstarrte. Omot wurde eifersüchtig auf Pixi und ging ebenfalls auf Smettbo los, um ihn daran zu erinnern, dass es sie auch noch gab. So wurde das Smettbo, das ganz starr vor Liebe war, von beiden Seiten attackiert und fiel schliesslich ohnmächtig zu Boden.. Wieder stand es Einer gegen zwei. Omot setzte Toxin ein. Pixi konnte ausweichen, doch Knuddeluff wurde vergiftet. Als Pixi ihr Knuddeluff so leiden sah platzte ihr der Kragen. Es setzte Metronom ein und versuchte dabei möglichst eine bestimmte Attacke zu treffen. Dann hörte es auf mit den Armen zu wackeln und sperrte den Mund auf. Lodernde Flammen kamen daraus hervor. Es hatte es geschafft, einen Flammenwurf einzusetzen. Omot ging sofort zu Boden. Wir hatten gewonnen! Ich rief schnell mein vergiftetes Knuddeluff zurück. Ryan jedoch behielt Pixi draussen und lobte es immer wieder für seinen gelungenen Flammenwurf. Ich musste lächeln. Ryan war wirklich süss, wenn er mit Pokemon redete. Eigentlich war er auch süss, wenn er mit mir redete, aber das liess ich erst einmal aus.

Lisa und Gina gratulierten uns ein wenig zerknirscht über unseren Sieg, aber schon bald konnten auch sie wieder lachen. Als unsere Pokemon endlich geheilt waren, liessen wir alle unsere Anfangspokemon heraus und lobten sie, wie gut sie gekämpft hätten. Die Pokemon waren sehr geschmeichelt, auch Omot und Smettbo, die ja verloren hatten. Omot hatte Smettbo schnell verziehen, dass es nur noch Pixi angeschaut hatte. Man merkte aber, dass es sich Mühe gab, Pixi jetzt gar nicht mehr anzuschauen. Schliesslich liessen wie auch die restlichen Pokemon heraus. Jurob und Seemops konnten wir aber nicht herauslassen, also liefen wir zum See, wo sie sich prima austoben konnten.

„Wann geht ihr denn nach Johto?“, wollte Ryan wissen. Lisa und Gina schauten sich an. „Ich glaube, wir warten lieber, bis ihr ausgeschieden seid, wir würden euren Kämpfen gerne noch ein bisschen zusehen, wer weiss, vielleicht lernen wir ja noch was dabei“, meinte Gina und Lisa nickte nachdenklich. „Wir werden hier am See trainieren und bevor ihr euch verseht, sind wir auch schon wieder stärker als ihr!“, sagte sie und sprang auf um ihre Pokemon zu rufen. Auch Ryan stand auf. Er reichte mir die Hand und ich zog mich hoch. Wir wollten auch trainieren. Ryan schlug vor, dass wir mit Jurob und Seejong anfingen, ich hatte nichts dagegen. Dann zog er sich plötzlich bis auf die Boxershorts aus und sprang ins Wasser. Lisa und Gina grinsten, während ich rot wurde. Ryan lachte über mein Gesicht. „Komm schon, das Wasser ist wunderbar kühl“, lockte er und spritzte mich nass. Jurob und Seejong machten es ihm nach, doch anstatt ein bisschen zu spritzen setzten sie die Aquaknarre ein und trafen mich voll. Ich stand da, pudelnass in meinen Kleidern. „Na wartet!“, rief ich dann und zog mich ebenfalls bis auf die Unterwäsche aus. Dann sprang ich kopfüber ins Wasser und packte mir Jurob, das erschreckt aufjaulte. Wir alberten noch ein bisschen herum und Ryan und Seejong schwammen lachend daneben. Dann liessen Jurob und ich schnaufend voneinander ab und lachten ebenfalls. „Dieses Vergnügen dürfen wir unseren anderen Pokemon aber nicht vorenthalten!“, stellte Ryan fest und schwamm ans Ufer, an dem die Pokebälle unserer anderen Pokemon lagen. Dann liess er Aquana, Habitak, Girafarig, Pixi, Knuddeluff, Snobilicat, Wablu und Blitza heraus. Vulnona und Galoppa mussten drin bleiben, weil sie das Wasser nicht so gut vertrugen. Unsere Pokemon stürzten sich freudig in den See, Wablu und Habitak zogen zwar erst einmal ihre Kreise über dem Wasser, doch dann stürzten auch sie ins Wasser herab und es machte ihnen Riesenspass. Nach ungefähr einer Stunde hatten wir genug herumgetobt und stiegen wieder aus dem Wasser heraus. Ich zog rasch meine pitschnassen Kleider an und rannte, gefolgt von meinen Pokemon, zum Zelt, in dem ich eine Decke und trockene Kleider fand. Meine Pokemon kuschelten sich ebenfalls in die Decke und nach nicht allzu langer Zeit, kam Ryan. Er war ebenfalls in eine Decke gehüllt, die Pokemon hatte er jedoch in ihren Bällen, ausser Habitak, das auf seiner Schulter sass. Wablu setzte sich gleich auf Ryans andere Schulter. Er lachte und setzte sich dann zu mir auf den Boden. Ich liess Galoppa aus dem Pokeball, damit es uns ein bisschen wärmen konnte. Dann wandte sich Ryan mir zu. Wir besprachen, welche Pokemon wir im nächsten Kampf einsetzen würden und heckten einige Strategien aus. Irgendwann setzte die Dämmerung ein und Ryan ging wieder zu seinem Zelt zurück.

Am nächsten Morgen stand ich wieder früh auf. Ich hatte Angst noch einmal zu verschlafen. Im Pokemoncenter assen wir ausgiebig Frühstück. Punkt 7.00Uhr stand ich vor dem Eingang. Ryan kam 5 Minuten später. Da wir viel zu früh waren, beschlossen wir, noch ein wenig zu trainieren. Ryan hatte ein paar Tennisbälle dabei, die er über den See warf. Habitak und Wablu bemühten sich, die Bälle zu fangen. Bevor Jurob und Seejong sie mit Aquaknarre trafen. Knuddeluff und Pixi machten wieder die gleiche Übung wie letztes mal, nur dass Knuddeluff jetzt Metronom einsetzte und Pixi es zu erraten versuchte. Galoppa versuchte im Sprung, Girafarigs Psychokinese auszuweichen. Blitza und Aquana versuchten einen weit entfernten Gegenstand zu treffen. Snobilicat setzte die Finte ein, während Vulnona versuchte es zu orten. Das Training verlief wieder einmal sehr erfolgreich.

Wir wurden zum Kampf gerufen, diesmal auf Feld 4. Schon von weitem hörten wir Lisa und Gina klatschen. Sie wurden dabei nämlich lauthals von Nidoking und Nidoqueen unterstützt, welche die ganzen Zuschauermengen erschüttern liessen. Ich musste grinsen, doch Ryan verdrehte nur genervt die Augen. Wir mussten noch auf unsere Gegner warten, die noch nicht hier waren. Ich kaute nervös auf einem Kaugummi, doch als dann endlich, wenigstens eine, das Podest betrat, verschluckte ich diesen fast vor Schreck. Es war doch tatsächlich meine Erzfeindin Paola Perser, die hochnäsige Schnepfe. Doch wo war ihre Partnerin? Aha, ich sah sie, und erneut erschrak ich. Paola im Doppelpack? Ich wusste gar nicht, dass sie eine Zwillingsschwester hatte! Wie auch immer, ich war bereit alles zu geben, diese Zicke würde ich nie gewinnen lassen. Ryan bemerkte meine Entschlossenheit und nickte mir zu. Wir warfen unsere Pokebälle. Galoppa und Girafarig erschienen. Auch die Perser-Zwillinge warfen ihre Bälle. Sie schickten ein Panzaeron und ein Aerodactyl in den Kampf. Die Zuschauer staunten. Ich wurde richtig wütend. „Galoppa, Flammenwurf auf Panzaeron“, rief ich. Das würde dieses doofe Stahlpokemon nicht aushalten. Galoppa schoss den Flammenwurf ab, doch da schob sich unerwartet Aerodactyl dazwischen. Der Flammenwurf traf das Gestein/Flugpokemon voll, aber das machte ihm natürlich nicht allzu viel aus. Es konterte mit Steinhagel. Girafarig bemerkte, dass Galoppa in Gefahr war, von den fallenden Steinen getroffen zu werden und hielt diese mit Konfusion auf, dann schmiss es sie gleich zurück, es traf Panzaeron am Kopf. Dieses blickte Girafarig böse an und setzte Stahlflügel ein. Nun hatte Galoppa freie Bahn und es schoss erneut einen Flammenwurf ab. Panzaeron bemerkte dies und kehrte abrupt um. Wieder traf der Flammenwurf Aerodactyl. Dieses stürmte gleich auf Galoppa zu, wurde jedoch von Girafarig aufgehalten, welches eine Psychokinese abfeuerte. Wieder traf der Angriff das falsche Pokemon. Panzaeron wurde jedoch verwirrt und stürzte plötzlich auf Aerodactyl zu. Da Stahl auf Gestein besonders effektiv war, wurde Aerodactyl schwer getroffen und konnte sich nicht mehr in der Luft halten. Es stürzte zu Boden, wo es herzlich von Galoppas und Girafarigs Stampfer willkommen geheissen wurde. Paola musste ihr Pokemon zurückrufen. Sie sah ziemlich wütend aus und befahl dem Panzaeron gleich einen Stahlflügel auf Girafarig. Da fiel mir zum ersten mal auf, dass ihre Zwillingsschwester bis jetzt noch kein Wort gesagt hatte. Mir kam das reichlich komisch vor, aber ich konzentrierte mich lieber auf den Kampf.
Galoppa setzte einen Flammenwurf ein. Girafarig schoss noch eine Psychokinese ab. Panzaeron versuchte der Psychokinese auszuweichen, flog dadurch aber direkt in den Flammenwurf hinein. Girafarig besiegte es mit der Konfusion schliesslich ganz. „Jaaa“, rief ich und fiel Galoppa und Girafarig um den Hals. „Wir haben es geschafft, die Zicke ist besiegt!“ Paola sah mich böse an, ich grinste provozierend zurück. Dann schwang ich mich auf Galoppa und ritt aus der Arena heraus, Ryan sprang hinterher.

Wir assen zu Mittag im Pokemoncenter. Lisa und Gina warteten schon auf uns. „Habt ihr das Gesicht gesehen?“, kicherte Gina. „Ja, hat ausgesehen als hätte ihr ein Vogel auf den Kopf geschissen“, meinte Lisa, ebenfalls kichernd. Wir lästerten noch ein bisschen über Paola, wozu Ryan nur die Augen verdrehen konnte. „Weiber“, murmelte er genervt. Ich beschloss ihm zuliebe damit aufzuhören und schlug vor, noch ein wenig zu trainieren. Er sah mich dankbar an und wir gingen zusammen nach draussen, schon von weitem hörten wir Tracey rufen: „Heute nachmittag um 15 Uhr findet der Anfangspokemon-Schönheitswettbewerb statt. Alle Trainer, die an dem Turnier teilgenommen haben, dürfen mitmachen, allerdings nur mit dem Anfangspokemon, das ihr von mir bekommen habt.“ Ryan sah mich an. „Das wäre doch was für Knuddeluff und Pixi, oder?“ Ich nickte. Wir drängten uns durch die Menschenmenge, um uns bei der blauhaarigen Dame anzumelden, dann rannten wir zurück ins Restaurant, um Lisa und Gina Bescheid zu geben. Die beiden waren gleich Feuer und Flamme und stürmten ebenfalls los um sich anzumelden.

Ryan und ich wollten zum See gehen, als wir plötzlich jemanden nach uns rufen hörten, wir drehten uns um und entdeckten Paola Perser, allerdings ohne Zwillingsschwester. „Wo hast du denn deinen Zwilling gelassen?“, fragte ich. Sie funkelte mich böse an und grinste dann. „Wenn du mich besiegst, dann verrate ich es dir“, meinte sie und spielte mit einem Pokeball in ihren Händen. „Du überschatzt dich“, sagte ich und zog ebenfalls einen Pokeball, auch Ryan wollte mitkämpfen, aber wir erklärten ihm, dass dies eine Angelegenheit zwischen uns war und er gab sich damit zufrieden, den Schiedsrichter zu spielen. Paola und ich stellten uns kampfbereit auf, dann pfiff Ryan durch die Finger und wir liessen unsere Pokemon heraus. Aus Paolas kam ein Pinsir, allerdings so gross wie ein Kangama. Ich schickte bescheiden, mein Wablu in den Kampf. Paola lachte sich halb tot darüber und fragte mich, ob ich nicht doch das Pokemon wechseln wolle. Ich und Wablu wurden ziemlich wütend. „Wir werden ja sehen, ob dein Riesenpinsir so stark ist wie es aussieht“, meinte ich und liess Wablu mit der Schnabelattacke angreifen. Aber obwohl die Attacke ja eigentlich sehr effektiv auf Pinsir wirken sollte, trug dieses kaum einen Kratzer davon. Es konterte aber gleich mit Zornklinge, die Wablu schwer traf. Wablu plusterte sich auf und flog erst einmal weiter nach oben, wo es für Pinsir unerreichbar war. Dann setzte es Furienschlag ein, wieder machte es dem Pinsir nichts aus, ich merkte aber, dass es sehr schnell müde wurde, die vielen Furienschläge hatten es ganz schön erschöpft. Ich sah Pinsir lachend zu, wie es verzweifelt versuchte Wablu zu erreichen. Dann setzte Wablu Schlitzer ein. Das traf Pinsir schon härter, war aber noch immer nicht der Rede wert. Pinsir jedoch nützte die Chance und packte Wablu mit seinen Zangen, es setzte Klammergriff ein. Wablu wehrte sich mit seinem Schnabel und nach einiger Zeit konnte es sich wieder losreissen. Es war jedoch ziemlich geschwächt. Da Wablu aber eine Kämpfernatur war, liess es sich nicht einschüchtern und attackierte weiter mit dem Schnabel. Pinsir wich einen Moment erstaunt zurück, griff dann aber gleich noch mal mit Zornklinge an. Wablu hatte den Angriff erwartet und flatterte rasch in sichere Höhe. Dann war es plötzlich nicht mehr zu sehen. „Wo ist es hin?“, fragte Paola. Ich sagte nichts sondern grinste nur. Plötzlich lag Pinsir besiegt am Boden und Wablu wurde wieder sichtbar. „Was war das?“, schimpfte Paola wütend, „Wehe es war gegen die Regeln!“ „Das war nicht gegen die Regeln“, meinte ich und zuckte mit den Schultern. Ryan nickte. „Lass mich raten. Es hat Finte eingesetzt“, sagte er. Ich nickte, „Ja, aber das war noch nicht alles.“ „Das will ich ja mal hoffen“, meinte Paola, „So eine einfache Finte hätte mein Pinsir nicht umgelegt.“ Ich seufzte, dann erklärte ich ihr meine Strategie. „Wablu hat sehr wohl Finte eingesetzt, da es unsichtbar war, konnte es unbemerkt in den Himmel fliegen, wo es sich als Wolke tarnte. Dann hat es, nun wieder unsichtbar, den Himmelsfeger eingesetzt. Das hat dein Pinsir umgehauen.“ Paola guckte immer noch böse. „Also, und nun musst du mir erklären was es mit deiner Zwillingsschwester auf sich hat“, sagte ich und sah sie fragend an. „Na schön“, meinte sie und holte einen Pokeball hervor. Daraus erschien ein Ditto. „Ditto, Wandler“, sagte Paola und das Ditto verwandelte sich augenblicklich in eine zweite Paola. „Das habe ich mir schon gedacht“, sagte ich und zuckte mit den Schultern. „Du hast wohl keinen Partner gefunden, was?“, sagte ich und grinste. Paola wurde nur noch wütender. „Wenn ich dich im Kampf nicht besiegen kann, dann wenigstens im Wettbewerb“, schrie sie. „Okay“, meinte ich ganz lässig, „Dann bis 15Uhr, wir sehen uns.“ Mit diesen Worten stolzierte ich davon, Ryan hinterher. „Ihr Weiber seit furchtbar“, grinste er und ich grinste zurück. „Na dann kannst du ja von Glück reden, dass du keins bist“, meinte ich und er zog die Augenbrauen hoch. Man sah das gut aus. Ich merkte wie ich rot wurde und wandte schnell den Blick ab. An den Jungen würde ich nie herankommen, dachte ich.

Punkt 15 Uhr kamen wir in der Arena an. Ich sah Paola sofort, sie funkelte mich bösartig an und kam dann zu mir herüber. „Na endlich, ich dachte schon, du hast es aufgegeben!“, meinte sie und warf lässig ihren Pokeball in die Luft. Sie fing ihn wieder auf und fuhr fort: „Gegen mein Pokemon wirst du sowieso nie siegen!“ Ich verdrehte genervt die Augen und sah sie zweifelnd an. „Das hast du vor dem Kampf auch schon gesagt“, meinte ich. Paola streckte mir die Zunge heraus und stolzierte dann hoch erhobenen Hauptes davon. Ich verkniff es mir, Ryan anzusehen, ich wusste schon was er sagen würde. „Bitte alle auf die Plätze“, tönte es aus der Lautsprechanlage. Wir machten uns auf zu Platz 14 und 15. Es waren nur kleine Quadrate auf dem Boden eingezeichnet, wer eine Attacke vorführen musste, musste zum Kampffeld gehen. Etwa 34 Trainer machten an dem Wettbewerb mit. Das konnte ja lange dauern.

Der erste Trainer wurde aufgerufen. Es war Paola. Sie schritt zum Kampffeld und warf ihren Pokeball. Das Aerodactyl erschien. Plötzlich wurde es unruhig im Stadion. „Ein Aerodactyl hat die zum anfangen bekommen? Und ich musste mich mit einem Raupy zufrieden geben?“, empörte sich Lisa. Auch die anderen Trainer machten ähnliche Bemerkungen. Da schaltete Tracey sich ein. „Moment, Paola, ich glaube du hast mich nicht richtig verstanden, ich sagte du musst mit deinem Anfangspokemon teilnehmen“, sagte sie und runzelte die Stirn. „Nun“, meinte Paola, „das tue ich ja, ich war mit dem Pokemon, das du mir gegeben hast nicht zufrieden, also hat mein Vater mir das Aerodactyl geschenkt“, sagte sie und fühlte sich sichtlich stolz. „Das geht aber nicht“, erwiderte Tracey, „die Vorschriften besagen, dass du mit dem Pokemon teilnehmen musst, das du von mir bekommen hast.“ „Aber von dem Pokemon weiss ich doch gar nichts“, jammerte Paola. „Das ist dein eigenes Problem, ich habe dir dieses Pokemon gegeben, weil ich wusste, dass ihr sehr gut miteinander auskommen würdet. Auch wenn du es am Anfang nicht so mochtest, da warst du nämlich nicht die einzige. Allerdings bist du die einzige, die dem Pokemon keine Chance gegeben hat“, meinte Tracey. „Möchtest du an dem Wettbewerb teilnehmen, mit deinem ersten Pokemon?“, fragte sie. Paola zögerte, dann sah sie mich an und ihr Entschluss stand fest. Sie nickte und nahm ihren Pokedex hervor. Dann hielt sie einen Pokeball vor den Bildschirm, dieser wurde eingesaugt und spuckte augenblicklich einen anderen aus. Tracey nickte zufrieden, während Paola ihren Pokeball warf. Ein schwächliches Tragosso erschien. Das war kein Wunder, Paola hatte es ja auch nie trainiert. Allerdings wurde das Publikum von dem süssen Baby-Tragosso förmlich verzaubert. War das schwächliche Pokemon schlussendlich doch ein Vorteil für Paola? Das schien diese auch zu merken und befahl dem Kleinen gleich einmal Charme einzusetzen. Es war wirklich süss, wie das kleine Pokemon mit dem Schwanz wedelte und das Publikum anlächelte. Der Juror schrieb etwas auf einen Zettel und der nächste Trainer kam an die Reihe. Er liess sein Porenta die Schnabel-Attacke vorführen, das Publikum war allerdings nicht mal halb so begeistert wie bei Tragosso. Ryan und ich sahen uns an. Das Tragosso war ein echt harter Gegner. Wir hatten Glück, dass wir ebenfalls so süsse Pokemon hatten, aber einige andere waren mit Sicherheit schon ausgeschieden. Die nächste Trainerin setzte ihr Maschock ein. Dieses führte einen sensationellen Karateschlag vor, das Publikum applaudierte zwar heftig, aber es war keine Frage, dass Tragosso noch immer auf dem ersten Platz stand. Auch die nächste Trainerin mit dem Waaty konnte nicht aufholen, ebenso wenig wie ein grosser Junge mit einem Kramurx. Doch dann kam ein Mädchen, das ein Marill besass und erstmals machte Paola ein anderer Trainer Konkurrenz. Nummer sieben hatte mit dem Magcargo keine Chance, doch der nächste Trainer setzte ein Snubbull ein, das die Herzen der Zuschauer wieder im Sturm eroberte. Ich fragte mich, wie gut Gina und Lisa mit ihren Käfern wohl abschneiden würden. Lisas Smettbo war ja schon ganz süss, ich persönlich fand, dass auch Omot sehr süss war, doch ich glaubte, dass das Publikum da anderer Meinung sein würde. Ryan und ich hatten wirklich Glück, dass wir bei Trainern so beliebte Pokemon besassen. Als nächstes kam ein Georok an die Reihe. Obwohl es nicht so süss war, erntete es mit seinem tollen Steinwurf grossen Applaus. Auch das nächste Pokemon, ein Golbat, war nicht ganz ohne. Die nächsten Pokemon ernteten wieder nicht so viel Applaus, das waren ein Tauboga, ein Digdri, ein Tannza und ein Tangela. Dann kam ich an die Reihe. Ich ging an den Rand des Kampffeldes und warf den Pokeball mit Knuddeluff. Schon beim Anblick meines Pokemons waren die Zuschauer ganz begeistert. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen, als ich Paolas wütendes Gesicht sah. „Der geben wir’s“, flüsterte ich meinem Knuddeluff zu. Dann befahl ich ihm, die Zugabe-Attacke einzusetzen. Knuddeluff machte das so gut wie noch nie. Es klatschte in die Hände, kullerte mit seinen grossen Augen und hüpfte von einem Bein auf das andere. Dann wurde es plötzlich dunkel und ein einziger Lichtstrahl zeigte auf Knuddeluff, welches nun Konfetti verwarf und weiter mit den Augen kullerte. Dann wurde es wieder hell und das Publikum applaudierte so laut, wie sie es nicht einmal bei Paolas Tragosso getan hatten. Als mein Pokemon dann auch noch ein süsses „Knuddel“ piepste, explodierte das Publikum fast und ich ging zufrieden zu meinem Platz zurück. „Wow, du machst es mir ja ganz schön schwer“, sagte Ryan und schlug grinsend mit mir ein. Dann schritt er zum Kampffeld und warf den Pokeball mit Pixi. Wieder ertönte „Ooh“ und „Aah“ aus dem Publikum, doch den Auftritt von Knuddeluff musste Ryan erst einmal aufholen. Er entschied sich für die Anziehungs-Attacke. Pixi fing wieder an zu tanzen, allerdings gab es sich diesmal wirklich Mühe, der Auftritt war tausendmal besser als die Anziehung, die es damals auf Smettbo eingesetzt hatte. Es legte einen atemberaubenden Tanz hin und zwinkerte dem Publikum immer wieder zu, dann begann es auch noch, Funken zu sprühen und in der Luft erschienen durchsichtige Herzen und Sternchen. Auch diesmal applaudierte das Publikum heftigst. Ryan kam wieder an seinen Platz zurück.

„Ha!“, sagte er, „nun sind wir auf einer Wellenlänge.“ Ich nickte und beobachtete die nächsten Trainer. Die nächsten vier setzten ein Ultrigaria, ein Sleimok, ein Gengar und ein Ariados ein, sie waren aber längst nicht so gut wie wir. Dann kam Lisa an die Reihe. Ich merkte wie nervös sie war und winkte ihr aufmunternd zu. Sie warf den Ball mit Smettbo. Es kam weder ein „Ooh“ noch ein „Aah“ aus dem Publikum. Lisa musste schon einen sehr bemerkenswerten Auftritt vorführen, damit sie eine Chance hatte, in die zweite Runde zu kommen. Sie befahl Smettbo eine Konfusion. Smettbo begann sogleich mit den Armen zu wackeln und schloss die Augen. Dann erschienen violette Wellen aus seinen Handgelenken und schliesslich war das ganze Stadion in ein violettes Licht getaucht. Smettbo flog in die Höhe, rief „Bo!“, und kreiste dann langsam wieder herunter. Mit jedem Meter, den es der Erde näher kam, wurde das violette Licht weniger und als Smettbo schliesslich wieder am Boden aufsetzte, war es wieder so hell wie zuvor. Das Publikum applaudierte zu dem grandiosen Auftritt, Lisa würde die zweite Runde bestimmt schaffen! Freudig umarmte sie ihr Smettbo und kehrte dann an ihren Platz zurück. Gina machte sich auf, zum Kampffeld. Sie liess Omot aus ihrem Ball. Keine Reaktion vom Publikum. Gina schien nicht zu wissen, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. Sie befahl ihrem Omot die Toxin-Attacke. Omot flog in die Luft und drehte sich so schnell es ging. Dann fing es an, Gift zu spucken. Es spritzte auf den Boden, auf dem es ein Omot bildete. Omot hatte mit seinem Gift etwas gezeichnet! Das gezeichnete Omot floss nach und nach in den Boden hinein. Wieder applaudierte das Publikum laut. Gina warf ein Gegengift auf den Boden, der nun wieder sicher war und kehrte zu ihrem Platz zurück. Nun achtete ich nicht mehr so sehr auf die weiteren Pokemon. Ich sprach mit Ryan über die verschiedenen Auftritte und ob Lisa und Gina die zweite Runde wohl schaffen würden. Nach langer Zeit, waren schliesslich auch die letzten fertig und der Juror musste bekannt geben, wer die nächste Runde geschafft hatte. 16 Trainer, sollten das sein. Tracey räusperte sich und die Leute verstummten abrupt. Nun stand der Juror auf und las die Namen auf den Zetteln vor.

“Paola Perser und Tragosso
Tela Tresser und Machok
Miranda Lesla und Marill
Toni Böcking und Snubbull
Vincent Allsen und Georock
Alina McMarzipan und Golbat
Joanna Tanner und Knuddluff
Ryan Ficht und Pixi
Lisa Ficht und Smettbo
Oliver Kern und Pikachu
Pamela Ursli und Teddiursa
Gabi Teiler und Blubella
Jessica Turner und Morlord
Tom Rider und Sonnflora
Lyla Impf und Dodri
Brian Olloha und Rosanna ...”, rief der Juror.

Ja! Ryan und ich waren dabei! Lisa ebenso... nur Gina hatte es nicht geschafft. Das war doof, ich hätte lieber Paola verlieren sehen. Aber wie auch immer, wir mussten uns jetzt für die zweite Runde anmelden. Ryan nahm mich an der Hand, damit wir uns in der Menschenmenge nicht verloren, und zog mich zum Anmeldezelt. Wieder sass dort die Blauhaarige. „Oh, ihr habt es also geschafft? Glückwunsch!“, begrüsste sie uns. Dann trug sie uns in der Liste ein und meinte: „In einer Stunde müsst ihr bei der nächsten Runde erscheinen. Man muss dabei immer zu zweit teilnehmen, ich habe euch schon man zusammen eingetragen, ist das gut so?“ Wir nickten und eilten zum Pokemoncenter, in dem wir auch schon Lisa und Gina antrafen. „Hast du dich schon angemeldet?“, wollte Ryan von Lisa wissen. „Ja, ich muss mit so einer Gabi Teiler teilnehmen. Sie besitzt ein voll süsses Blubella“, schwärmte Lisa. In dem Moment tippte Gina jemand auf die Schulter. „Entschuldigen Sie, sind Sie nicht die Trainerin dieses wundervollen Omot?“, wollte der Jemand wissen. Es war ein älterer Mann mit Krawatte und Anzug. Lisa nickte. „Ja, die bin ich, warum?“, fragte sie. Der Mann streckte die Hand aus. „Ich komme aus Hoenn und bin Besitzer eines berühmten Kunstmuseums. Als ich das Bild Ihres Omot gesehen hatte, wusste ich, das ist mein Mann!“, meinte der Mann. „Also, erstens ist Omot weiblich und zweitens, was wollen sie nun von mir?“, empörte sich Gina. „Nun, nun meine Dame, was halten Sie von einem kleinen Geschäft? Ich gebe Ihnen 100 000 Pokedollar für das Omot. „Was? Das ist doch nicht etwa ihr ernst, oder?“, rief Gina. „Für kein Geld der Welt würde ich mein Omot verkaufen!“ „Sind Sie sich da sicher?“, fragte der Mann. „Natürlich bin ich mir sicher“, sagte Gina. „Na schön, würden Sie mir dann wenigstens ein Bild Ihres Pokemons verkaufen?“, hackte er nach. „Aber mein Omot hat, ausser bei dem Wettbewerb natürlich, noch gar nie ein Bild gezeichnet“, meinte Gina. „Das lässt sich nachholen“, meinte er, „Ich erwarte Sie in einer halben Stunde wieder hier!“ Gina nickte ergeben. Der Mann verschwand. „Der wollte doch glatt dein Pokemon kaufen“, empörte sich Lisa. „Dem hätte ich bestimmt kein Bild verkauft.“ Ryan seufzte, während Gina ihr Pokemon hervorholte, um ihm von der Sache zu erzählen. Omot nickte begeistert, als sie ihm davon erzählte, dass es ein Bild malen sollte. Das verwunderte mich ein bisschen, doch es freute mich, dass Omot so begeistert war.

Schon bald begann die zweite Runde und wir stellten uns, diesmal zu zweit auf unsere Plätze. Lisa stand ein wenig von uns entfernt mit ihrer Partnerin. Paola hatte sich mit Tom Rider zusammen getan, dieser besass ein Sonnflora, das einen atemberaubenden Auftritt hinter sich hatte. Wir hörten die Stimme des Juroren. „Sind alle bereit? Gut, dann können wir ja beginnen.“ Er holte wieder seinen Notizzettel hervor und rief das erste Team auf. Tela Tresser und Toni Böcking begannen. Sie warfen ihre Bälle mit Machok und Snubbull.
„In dieser Runde geht es um Zusammenarbeit“, meinte der Juror, „ich bin gespannt, welche Pokemon am besten rüberkommen!“ Tela und Toni begannen mit ihrem Auftritt. Sie standen einem Hundemon gegenüber, das sie böse anknurrte. Dann griff das gefährliche Pokemon Snubbull an. Machok sprang dazwischen und verpasste dem Hundemon einen ordentlichen Hieb. Dieses liess sich jedoch nicht einschüchtern und griff sofort Machok an. Doch das Kampfpokemon bekam keine Hilfe von Snubbull, welches sich ängstlich hinter ihm zusammenkauerte. Wieder verpasste es ihm einen Tritt und das Hundemon flog auf die andere Seite des Feldes. Nun hatte dieses aber genug und sprang noch einmal Snubbull an, da sich dieses nicht zu verteidigen getraute. Wieder schob sich das Machok in den Weg und wurde voll getroffen. Es kippte besiegt um, direkt auf Snubbull, welches unter ihm begraben wurde. Der Juror schüttelte den Kopf und machte ein Zeichen mit der Hand, der Auftritt war beendet. Die machten es und ja nicht gerade schwierig, wie auch immer, vielleicht waren die nächsten ja besser?

Gruppe 2 waren Miranda Lesla und Oliver Kern. Sie traten mit Marill und Pikachu an. Wieder standen die Pokemon dem Hundemon gegenüber, das sofort angriff. Es versuchte Marill zu tacklen, wurde aber von Pikachus Donnerschock aufgehalten. Das Hundemon ging nun auf Pikachu los und versuchte einen Bodycheck. Wiederum wurde es aufgehalten, diesmal von Marills Aquaknarre. Das Hundemon war ziemlich wütend und feuerte einen Flammenwurf auf Marill ab. Dieser traf Marill, es machte ihm zwar nichts aus, brachte aber Minuspunkte vom Juror ein. Hundemon schoss gleich noch einen Flammenwurf ab, wurde jedoch unerwartet von Pikachu getackelt. Der Flammenwurf traf auf ein Laubblatt, das auf dem Arenaboden lag. Dieses fing an zu brennen. Das Hundemon tackelte Pikachu, welches direkt auf das brennende Blatt fiel. Als es wieder aufstand, brannte sein Schwanz. Marill sah das und löschte sofort mit der Aquaknarre. Dann richtete es die Aquaknarre auf Hundemon. Pikachu witterte die Chance und schoss gleichzeitig einen Donnerschock auf das Feuer/Unlicht-Pokemon. Zusammen war das sehr stark, sodass das gegnerische Pokemon gleich umkippte und es brachte erst recht noch Pluspunkte vom Juroren ein.

Nun waren Vincent Allsen mit Georock und Alina McMarzipan mit Golbat an der Reihe. Die Beiden schickten ihre Pokemon in den Kampf. Da das Hundemon besiegt war, kämpften sie gegen ein Arkanie. Das Georock rollte gleich auf es zu, doch das Feuerpokemon sprang ohne Probleme über es hinweg. Es landete genau vor Golbat, welches das Arkanie mit den Konfustrahl verwirrte. Das Feuerpokemon torkelte und fiel dann über das Georock, welches erneut angerollt kam. Arkanie fing sich wieder und feuerte einen Flammenwurf auf Golbat ab. Dieses wurde getroffen und fiel mit brennenden Flügeln zu Boden. Georock, das immer noch Walzer einsetzte, überrollte das strampelnde Golbat und Arkanie. Die Fledermaus war besiegt, sowie auch das Feuerpokemon, welches die Steinattacke nicht überstanden hatte.

Nun waren endlich Paola Perser und Tom Rider an der Reihe. Paola liess ihr schwächliches Tragosso aus dem Pokeball, Tom setzte sein Sonnflora ein. Die Beiden kämpften gegen ein wütend aussehendes Voltenso. Beide Pokemon waren somit im Vorteil, obwohl ich bezweifelte, dass sich Tragosso sehr gut schlagen würde. Voltenso sprang auf das Bodenpokemon los und wollte ihm einen Hieb mit seinen Klauen verpassen, als seine Pfoten plötzlich von einer Ranke aufgehalten wurde. Voltenso riss sich los und versuchte nochmals das Tragosso zu tacklen, wiederum wurde es aufgehalten. Tragosso jedoch, briet dem Elektrohund gleich eins mit seinem Knochen über. Voltenso rieb sich den Kopf und verfolgte nun das arme Tragosso, welches panisch davon hüpfte. Sonnflora liess sich das nicht gefallen und verpasste dem Voltenso einen Rankenhieb auf den Rücken. Voltenso wirbelte herum und knurrte Sonnflora böse an. Man konnte sehen, wie es vor elektrischer Spannung Funken sprühte. Dann liess es auf einmal einen Donnerschock los, so mächtig, wie ich es nie zuvor gesehen hatte. Der Schock würde Sonnflora umreissen, soviel war sicher. Doch als sich die Elektrizität dem Planzenpokemon näherte, das ganz erstarrt dastand, flog plötzlich ein Knochen vor Sonnflora, der, wie schon bei Ginas Knogga, als Blitzableiter funktionierte und die Donnerschock auf Voltenso zurückschleuderte. Der mächtige Schock riss das Elektropokemon von den Beinen und als es schliesslich auf dem Arenaboden aufschlug, rührte es sich nicht mehr. Paola und Tom hatten gesiegt.

ENDE