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Xavers Abenteuer

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Geschrieben von: Gabriel
1. Wie alles begann...

„Kokeriki!“ Der laute Ruf des Hahnenpokémon weckte den jungen Trainer auf. Heute war sein grosser Tag, denn heute sollte er sein Startpokémon bekommen. Der Trainer namens Xaver sprang aus seinem Bett und zog sich an. Er hatte ein blaues Käppi, grüne Sporthosen und ein rotes T-Shirt an. Schnell eilte er zu Prof. Weid, der nebenan wohnte. Dieser sagte "Such dir eins aus! Glumanda, Bisasam oder Schiggy, du hast die Wahl!“ Da kam Georg hineingestürmt und schrie: „Ich nehme Schiggy!“ Georg war der Junge, der gegenüber von Xaver wohnte. Xaver sagte: „Dann nehme ich Glumanda!“ Glumanda war eine kleine rot-orange Feuerechse mit grossen schwarzen Augen und einer Flamme am Schwanz. Schiggy dagegen war eine kleine stämmige Schildkröte mit einem dicken Panzer. Prof. Weid erklärte: „Nur wenn ihr und euer Pokémon zusammen passt, könnt ihr gewinnen. Ich möchte euch noch diesen PokéPC geben. Damit könnt ihr eine Karte von Gaia anschauen, Informationen über Pokémon aufrufen oder andere Trainer, deren PokéPC-Nummer ihr habt, anrufen.“ Georg und Xaver tauschten ihre Nummern aus, dann befragte Xaver seinen PokéPC über Glumanda. Dieser knarrte: „Glumanda. Feuerechsen-Pokémon. Die Flamme an seinem Schwanz symbolisiert seine Energie, wenn sie ausgeht, sollte Glumanda schnell geheilt werden. Drücken sie 1 für den Bereich „Attacken Glumanda“ oder 2 für „Evolution Glumanda“ oder 3 für „Sonstiges Glumanda““ Xaver drückte 2 und der PokéPC knarrte weiter: „Glumanda wird zu Glutexo und dann zu Glurak.“

„Hört gut zu, ihr zwei!“, sagte Prof. Weid, „Die erste Arena befindet sich gerade hier in Morph City. Ihr solltet versuchen den Arenaleiter zu schlagen und den Orden zu ergattern.“ Die beiden stürmten los. Sie rannten in ein grosses weisses Gebäude, in dem ein grosser Mann stand. Der Mann begrüsste sie: „Guten Tag, ich bin Martin, der Arenaleiter dieser Arena. Wenn ihr mich besiegt, erhaltet ihr den Morphorden, wenn ihr verliert, einen Trank. 1 vs. 1, kein Zeitlimit, verstanden?“ „Verstanden!“, stimmten die beiden Jungen zu. „Wer will zuerst?“, fragte Martin. „ICH!“, sagte eine mysteriöse Stimme. Ein grosses Mädchen mit roten Haaren betrat den Raum. „Ich bin Clarissa. Kann der Kampf beginnen?“ „Äh... Ja!“, antwortete Martin, „Mein Pokémon ist... Kecleon!“ Ein Chamäleon erschien. „Dann wähle ich... Despotar!" Ein grüner gepanzerter Saurier erschien. Xavers PokéPC knarrte: „Despotar. Saurier-Pokémon. Extrem starke Entwicklung des Pupitar. Kecleon. Chamäleon-Pokémon. Kann die Angriffe seiner Gegner imitieren.“ „Los, Despotar! Slam!“, befahl Clarissa. Despotar setzte Kecleon mit einem Fusstritt ausser Gefecht. Schnell riss Anna Martin den Morphorden aus der Hand, rief Despotar zurück und rannte davon. "Seltsam...“, murmelte Martin und sagte dann deutlich lauter: „Wer will als Nächstes?“ „Ich! Ich!“, brüllte Georg. „Also gut! Du trittst an gegen... Ditto!“ Ein schleimiges rosarotes Etwas erschien. „Von mir aus!“, rief Georg, „Und mein Pokémon ist... Schiggy!“ Die Schildkröte erschien und quiekte fröhlich. „Schiggy, los, Tackle und dann Aquaknarre.“ Schiggy rammte Ditto und spritzte ihm dann einen Wasserstrahl entgegen. Ditto knallte gegen die Wand. „Ditto, Wandler!“, schrie Martin. Ditto leuchtete auf und wurde zu einem rosaroten Schiggy!

„Ditto, Hydropumpe!“ Das rosarote Schiggy schleuderte dem echten Schiggy einen gewaltigen Wasserstrahl entgegen. „Schiggy, kontere mit Aquaknarre!“, schrie Georg. Schiggy versuchte verzweifelt den Wasserstrahl aufzuhalten. „Jetzt bück dich und dann setz die Aquaknarre mit voller Kraft ein.“ Schiggy bückte sich und der Strahl schoss über ihn hinweg. Dann setzte es die Aquaknarre ein und traf Dittos Füsse. Ditto wurde rücklings zu Boden geschleudert und verwandelte sich zurück. In genau diesem Moment, in dem die Verwandlung kurz aufgelöst war, rammte Schiggy es so fest, dass es k.o. ging. „Gut gemacht!“, sagte Martin, „Ich überreiche dir hiermit den Morphorden und da ich finde, dass Kreativität belohnt werden sollte, hast du hier noch ein extra Geschenk.“ Er überreichte Georg ein regenbogenfarbiges Abzeichen und einige Kekse. „Das sind Stärkungskekse.“, erklärte er, „Die können deine Pokémon heilen! Wer will als nächstes kämpfen?“ „Ich!“, rief Xaver. Er konnte es kaum erwarten, sein Glumanda auszuprobieren. „In Ordnung!“, antwortete Martin, „Ich glaube, du hast Talent. Deshalb bekommst du es mit meinem mächtigsten Pokémon zu tun. Und zwar mit... Robatum!“

Ein schneeweisser Storch erschien und putzte sein Gefieder. „Los, Glumanda!“, schrie Xaver. Die Echse erschien. „Glut!“, befahl Xaver. Glumanda begann Robatum mit Kohlebrocken und kleinen Feuerbällen zu bombardieren. „Pah! Robatum, Wandler!“ Der Storch stiess einen langen Schrei aus und begann sich zu verändern. Auf einmal stand ein grosser Elefant vor Glumanda, der „Donphan“ brüllte. „Was ist das?“, fragte Xaver erschrocken. „Ein Donphan!“, erwiderte Martin, „Robatum kann sich in jedes x-beliebige Pokémon verwandeln.“ Glumanda griff wieder mit Glut an, doch Donphan fegte sie mit seinem Rüssel weg. Dann kniff es die Augen zusammen und rannte auf Glumanda zu. Glumanda schoss vor Angst mit Kohlenbrocken um sich. Das zeigte jedoch auch Wirkung, da Donphan über einen grossen Brocken hinweg trampelte. Es schrie auf und blieb stehen. Dann kratzte Glumanda es mit seinen Klauen, was zur Folge hatte, dass Donphan sich zurück in Robatum verwandelte. Glumanda schoss einen gewaltigen Flammenwurf auf Robatum ab, der dieses auf einen Schlag flach legte.„Bravo, Xaver!”, sagte Martin und applaudierte, „Bis jetzt hat noch keiner Robatum besiegen können! Hier hast du den Morphorden!“ Xaver heftete sich den Orden stolz an sein T-Shirt und ging nach draussen.

2. Georg in Gefahr!

Er sah Georg, der auf ihn gewartet hatte. Zusammen sahen sie auf der Karte von Gaia, dass die nächste Arena ganz in der Nähe, in Spirit City, war. So schlenderten sie gemütlich durch einen Wald bis sie plötzlich von zwei grossen Männern angehalten wurden, die sagten: „Wir sind Frank und Max. Wenn ihr hier durch wollt, müsst ihr Wegzoll zahlen oder uns in einem Kampf besiegen!“ „Pah, ihr Luschen!“, sagte Georg, „Wir machen euch fertig. Wollt ihr wirklich gegen zwei Trainer mit je einem Orden kämpfen?“ „Schnauze! Wenn ihr kämpfen wollt, dann kämpfen wir. Ein Doppelkampf. Jeder ein Pokémon. Das Team, bei dem zuerst ein Pokémon k.o. geht, hat verloren. Und das werdet ihr sein!“, erwiderte Frank wütend. „Okay! Wir wählen Schiggy und Glumanda!“, riefen die beiden Jungen. "Dann nehmen wir Blanas und Lombrero!“, brüllten Frank und Max. Ein braunes Pokémon mit Blättern auf dem Kopf und ein blaues Pokémon mit Lotusblättern auf dem Kopf erschienen. „Glumanda, Glut auf Blanas!“, ordnete Xaver an. „Blanas, weich aus und dann Rasierblatt auf Schiggy!“, konterte Frank. „Und du Lombrero, Aquaknarre gegen Glumanda!“ „Schiggy, Panzerschutz!“ „Glumanda, ausweichen und dann Glut auf Lombrero!“ Während die Blätter an Schiggys Panzer abprallten, wich Glumanda dem Strahl aus und schoss dann einen Feuerball auf Lombrero ab. Dieses war sofort besiegt. Max fluchte: „So ein verdammter Mist!“ „Dürfen wir jetzt durch?“, fragte Georg ungeduldig. Frank nickte erst, doch dann packte er Georg am Arm und zerrte ihn in einen Ballon, der im Gebüsch verborgen war. Max sprang auch hinein und der Ballon stieg auf.

Xaver erschrak und rannte zum Polizeiposten in Morph City. Er holte eine Officer Rocky und erklärte ihr alles. Officer Rocky schnappte sich ein Motorrad und knatterte in diejenige Richtung los, in die der Ballon geflogen war. Schon bald konnten sie den Ballon sehen. Er war am Landen. Officer Rocky benachrichtigte alle anderen Officer Rockys aus der Gegend. Sie fuhren auf eine Häufung aus Baracken zu. Ein bulliger Mann stand vor einer Art Holztor, die zu den Baracken führte. „Halt!“, knurrte er, „Zugangscode? Deckname?“ „Haben wir nicht!“, entgegnete Officer Rocky vergnügt, „Wir haben dafür das!“ Sie zog einen Stock hervor und donnerte ihn dem Mann auf den Kopf. Der Mann klappte zusammen. „Los komm!“, befahl Officer Rocky, „Das sieht hier nach einem Verbrecherversteck aus! Gemeinsam durchstreiften sie die Baracken. Doch nirgends eine Spur von Georg. Plötzlich sah Xaver eine Falltür. Verwundert öffnete er sie und sah eine Treppe. „Kommen sie, Officer Rocky!“, rief er, „Hier hat es eine Treppe!" „Gut gemacht!“, lobte ihn die Polizistin, „Wir gehen gleich runter. Los, Fukano!“ Ein orange-roter Hund erschien und rannte hinter Officer Rocky und Xaver die Treppe hinunter. Plötzlich hörten sie eine unheimliche Stimme, die rief: „Los, Hunduster, Alpollo!“ Direkt vor ihnen erschienen ein violetter Geist und ein rot-schwarzer Hund. „Alpollo, setz den Spukball ein. Und du, Hunduster, Flammenwurf!“, befahl die Stimme. „Fukano, kontere mit einem ordentlichen Feuerwirbel!“, ordnete Officer Rocky an. Xaver liess Glumanda aus seinem Pokéball und befahl ihm eine heisse Glut, die Alpollo erst mal ausser Gefecht setzte. Doch Hunduster war nicht unterzukriegen. Es wich sämtlichen Attacken aus und setzte dabei noch Flammenwurf ein. „Wir ziehen uns zurück!“, schrie Officer Rocky, „Komm mit!“ Leider war die Treppe von Hunduster besetzt und so rannten sie immer weiter in die unterirdische Welt hinein, immer auf der Flucht vor dem Hund. Inzwischen hatte Alpollo sich wieder erholt und versperrte ihnen den Weg. Eine gemeinsame Glut von Glumanda und Fukano setzte ihn wieder ausser Gefecht. Sie rannten durch dunkle, bedrohlich wirkende Gänge bis sie in eine Sackgasse gerieten. Hundusters Knurren klang nun schrecklich nahe. Sie konnten sehen, wie der Hund auf sie zustürmte und... „Piepi?“

3. Aufstand der Piis

„Pie? Pi? Piepi?“ Xaver befand sich plötzlich auf einer Art Dachboden. Er sah ein niedliches kleines Pokémon, das mit seinen Stummelärmchen wackelte. Hinter ihm standen... Xaver war stumm vor Staunen.Hinter ihm standen viele winzige Pokémon, die dem anderen sehr ähnlich sahen. Alle wackelten mit den Ärmchen und riefen: „Pii! Pii! Pii!“ Xaver sah sich um. Er sah Officer Rocky und die beiden Feuerpokémon bewusstlos herumliegen. Er wendete sich Piepi zu und sah es fragend an. Piepi lief auf ihn zu und knurrte bedrohlich. Dann wackelte es mit seinen Ärmchen und plötzlich befand Xaver sich an einem anderen Ort. Er begann zu verstehen: „Ihr habt uns wegteleportiert, als Hunduster angriff?“ Piepi nickte. Dann zeigte es auf alle Piis und sich selbst. Es knurrte und dann zuckte es ängstlich zusammen und rannte davon. „Hunduster und die anderen Pokémon haben euch vertrieben?“ Piepi nickte. Es ballte eine Hand zu einer Faust und marschierte vorwärts. „Ihr plant einen Aufstand?“ Das Pokémon nickte und zerrte an Xaver, Officer Rocky und den beiden Feuerpokémon. „Wir sollen mitkommen?“ Piepi nickte wieder. Langsam erwachte Officer Rocky und rieb sich den Kopf. Xaver erklärte ihr alles. Officer Rocky meinte: „Sehr gut! Wir werden diesen Schurken eine Lektion erteilen!“ Als die beiden Feuerpokémon auch wach waren, besprachen sie zusammen ihren Plan. Hunduster durchstreifte knurrend die Gänge. Plötzlich sah es ein Glumanda. Es rannte auf ihn zu und... Dreissig Piis, die sich an der Decke festgehalten hatten, liessen sich auf Hunduster fallen und setzten Tackle ein. Hunduster ging sofort k.o. Alpollo erschien in Begleitung einer wütenden Frau, die schrie: „Zurück, Hunduster! Nachtnebel, Alpollo!“ Alpollo schoss einen schwarzen Blitz auf die Piis ab, doch leider hatte es Glumanda vergessen. Dieses setzte nun eine gewaltige Glut ein, die Hunduster, Alpollo und die Frau in die Luft katapultierte. Etwa siebzig weitere Piis, begleitet von Piepi, Xaver, Officer Rocky und Fukano, erschienen. Gemeinsam marschierten alle durch die Gänge, die laut Piepi zur Zentrale dieses unterirdischen Verbrecherstützpunkts führte. Sie bogen um eine Ecke und sahen Max, Frank und etwa zwanzig andere Schurken, die Georg an einen Stuhl gefesselt hatten.

„Lombrero, Blanas, los!“, schrieen Max und Frank, während die anderen Schurken je ein Hunduster erscheinen liessen. Nun setzten alle Piis die kräftigste Metronom-Attacke seit langem ein. Blitze zuckten durch die Luft, Flammen schossen herum und riesige Wasserfluten tauchten aus dem Nichts auf. Als das Spektakel vorüber war, waren nur noch Max und Frank zu sehen. Die anderen Gauner waren alle geflohen. Glumanda und Fukano setzten nun zusammen einen gewaltigen Feuersturm ein und schon flohen auch diese zwei. Plötzlich erschien die Frau mit Alpollo und Hunduster wieder. Sie rief zornig: „Diese Feiglinge! Aber ich besiege euch! Alpollo, Spukball, Hunduster, Flammenwurf!“ Während Alpollo durch Fukanos Feuerwirbel besiegt wurde, legte Glumandas Glut das stark geschwächte Hunduster flach. Als die Frau die beiden Pokémon zurückrief und die Flucht ergriff, bemerkten sie plötzlich, dass Georg fehlte. „Georg! Wo bist du?“, rief Xaver verzweifelt. „Dein Freund ist hier oben!“, sagte eine hämische Stimme. Xaver blickte hinauf und sah Max, der Georg gefesselt hatte. „Gib auf oder ich werde ihn töten!“ Xaver rief seine Pokémon zurück und befahl Officer Rocky dasselbe zu tun. „Gut!“, rief Max, „Na dann... Los, Lombrero! Greif sie an!“

4. Neue Pokémon

Glücklicherweise hatte Max Piepi und die Piis vergessen. Piepi schleuderte Lombrero mit einem starken Tackle direkt Max ins Gesicht. Dieser taumelte auf dem Kistenstapel, auf dem er stand, rückwärts. Georg nutzte dies aus, befreite sich und sprang von den Kisten hinab. Als Max sich wieder aufrappelte, brachte Glumanda, das Xaver rasch wieder aus seinem Pokéball gelassen hatte, den Kistenstapel mit einem gewaltigen Flammenwurf zum Einsturz. Officer Rocky zog dann Handschellen hervor und führte den Gauner ab. „Piepi!“, quiekte das Feen-Pokémon und rieb sich an Xavers rechtem Bein. Erst jetzt dachte Xaver daran, es zu fangen. Er zog einen Pokéball hervor und liess ihn Piepi auf den Kopf plumpsen, worauf dieses in ihm verschwand. "Vielen Dank!", sagte Georg zu Xaver, "Ohne deine und Officer Rockys Hilfe hätte es für mich schlecht ausgesehen!" "Schon gut!", sagte Xaver, "Komm jetzt! Wir gehen nach Spirit City." "Halt! Ich möchte noch ein Pii fangen!", rief Georg. Doch als Georg einen Pokéball hervorzog, verschwanden alle Piis. "Das ist gemein!", brüllte Georg, "Du konntest ein Piepi fangen und ich kann noch nicht einmal ein Pii fangen!" "Wahrscheinlich liegt das daran, dass Piepi mich gern hatte und sich vielleicht sogar fangen lassen wollte. Die Piis hingegen hatten dich wahrscheinlich nicht so gern und teleportierten sich deshalb weg!", sagte Xaver. "Pah!", sagte Georg, "Ich werde mir trotzdem einen zweiten Orden holen und du nicht!" Sie verliessen das Gaunerquartier und liefen fort in Richtung Spirit City. Plötzlich raschelte etwas im Gebüsch. "Psst!", sagte Georg. Er liess sein Schiggy erscheinen, befahl ihm Aquaknarre auf das raschelnde Etwas und warf noch einen Pokéball hinterher. Das Etwas verschwand in dem Pokéball, den Georg dann aufhob. Er öffnete den Pokéball, um zu sehen, was er gefangen hatte. Ein kleines gelbes Pokémon erschien. Xavers Pokédex knarrte: "Abra. Psycho-Pokémon. Bei Gefahr kann es sich fort teleportieren." "Immerhin ist es ein Pokémon!", knurrte Georg, "Auch wenn es aussieht, wie der geborene Verlierer!"
Nach einigem ereignislosen Wandern erreichten sie dann Spirit City. In der Stadt sah es seltsam aus. Alles war mit Bildern von Geister-Pokémon verziert und nirgends war ein Mensch zu sehen. Die beiden Trainer liefen weiter, bis sie zu einem Gebäude kamen, auf dem geschrieben stand: "SPIRIT CITY GYM". Sie gingen hinein und sahen einen grossen, dunklen Raum. Darin stand eine Frau mit langen schwarzen Haaren. Sie sagte mit einer rauchigen Stimme: "Willkommen in der Geisterarena. Ich bin Sarah, die Arenaleiterin von Spirit City, und ich verleihe den Spiritorden. Wir kämpfen zwei gegen zwei, ohne Zeitlimit. Wer will zuerst?" "ICH! ICH!", schrieen Xaver und Georg gleichzeitig. "Wenn ihr euch nicht einigen könnt, kämpft keiner von euch!", erwiderte Sarah. "Also gut...", meinte Xaver, "Ich lasse dir den Vortritt!"

"Schiggy, los!", brüllte Georg. "Dann wähle ich... Nebulak!", entgegnete Sarah ruhig. Eine Art Ball mit Augen und einem Mund, der von Nebel umgeben war, erschien. "Hahaha!", lachte Georg, "Gegen diesen Schlappschwanz würde ja sogar ein Raupy gewinnen! Schiggy, Aquaknarre!" "Nebulak, ausweichen und dann Hypnose!" Nachdem Nebulak dem Wasserstrahl ausgewichen war, begann es Schiggy in die Augen zu starren. "Schau ihm nicht in die Augen, Schiggy!", schrie Georg, doch Schiggy war bereits hypnotisiert. "Nebulak, Traumfresser!", befahl Sarah. Nebulak schwebte zu Schiggy und begann ihm irgendetwas auszusaugen. Zu Nebulaks grossem Pech erwachte Schiggy, bevor das Geist-Pokémon ihm all seine Energie abgesaugt hatte. "Schiggy, Aquaknarre!", brüllte Georg. Schiggy schoss den Wasserstrahl ab und landete einen Volltreffer, doch leider hatte es dadurch seine ganze restliche Energie verbraucht. So gingen Schiggy und Nebulak gleichzeitig zu Boden und mussten zurückgerufen werden. Nun setzte Sarah ein Alpollo ein und Georg sein Abra. "Alpollo, Nachtnebel!", ordnete Sarah an. "Abra, kontere mit... äh... Mit irgendetwas." Abra leuchtete auf, verschwand und erschien hinter Alpollo wieder. "Alpollo, Spukball!" Abra wich jedoch allen Attacken aus, indem es sich wegteleportierte. Leider beherrschte es ausser dem Teleport keine Attacken. So verbrauchten beide Pokémon immer mehr Energie und es sah nach einer Pattsituation aus.

5. Kadabra und Glutexo

Plötzlich begann Abra zu leuchten. Es wurde grösser, hielt plötzlich einen Löffel in der Hand und knurrte dann: "Kadabra!" "Kadabra, Psychokinese, wenn du das kannst!", rief Georg. Natürlich konnte es das! Kadabra schoss eine Psychokinese ab, die sich gewaschen hatte, und besiegte Alpollo. "Gut gemacht!", sagte Sarah, "Hier hast du deinen Spiritorden!" Sie überreichte Georg ein Abzeichen, das wie ein Totenkopf aussah, und wandte sich dann Xaver zu. "Nun kämpfen wir!", sagte sie, "Und ich wähle Zwirrlicht!" Ein von Nebel umgebener, in der Luft schwebender Totenkopf erschien. "Dann wähle ich Piepi!" Das kleine Feen-Pokémon erschien. "Hmm...", murmelte Sarah und musterte Piepi, "Zwirrlicht, Nachtnebel!" Zwirrlicht feuerte einen schwarzen Blitz auf Piepi ab. "Piepi, ausweichen und dann Metronom!" Piepi wich aus und begann mit seinen Ärmchen zu wackeln. Dann schoss es einen gewaltigen Wasserstrahl auf Zwirrlicht ab. Dieses war zu überrascht um auszuweichen und wurde getroffen. Doch es erholte sich relativ schnell und feuerte erneut einen Nachtnebel ab. Piepi, das dies nicht erwartet hatte, wurde voll erwischt und besiegt. "Mist!", ärgerte sich Xaver, "Glumanda, los!" Die Echse erschien. "Flammenwurf, los!", befahl Xaver. Glumanda gehorchte und besiegte Zwirrlicht, das noch vom Kampf mit Piepi angeschlagen war, auf einen Schlag. "Zwirrlicht, zurück! Los, Traunfugil!", rief Sarah. Ein grün-schwarzer Kopf mit einer roten Halskette und violetten Haarspitzen erschien. Das Pokémon besass keinen Körper, unter seinem Hals befand sich nämlich rein gar nichts. "Traunfugil, Psystrahl!" Das Pokémon schoss einen Strahl auf Glumanda ab. "Glumanda, Flammenwu..." Traunfugil hatte einen Volltreffer gelandet und wollte Glumanda nun mit einem weiteren Psystrahl den Rest geben.

Der Strahl flog auf Glumanda zu. Dieses versuchte verzweifelt fortzurennen, doch es hatte zu wenig Energie. Da begann es zu leuchten. Es wuchs und bekam ein Horn. "Das ist ja ein Glutexo!", rief Georg, "Dein Glumanda hat sich weiterentwickelt!" "Es hat trotzdem keine Chance gegen Traunfugil!", rief Sarah. Doch Glutexo blockte den Psystrahl mit einer Glut ab und pfefferte Traunfugil dann einige Feuerbälle entgegen. "Prima!", rief Xaver, "Das machst du gut, Glutexo! Jetzt noch einen Flammenwurf, dann haben wir es!" Glutexo spuckte Traunfugil einen Feuerstrahl entgegen und besiegte es endgültig. "Nicht schlecht!", gab Sarah zu und gab Xaver ebenfalls einen Spiritorden. Draussen war es inzwischen schon dunkel und die Trainer mussten sich nach einer Schlafgelegenheit umsehen. Plötzlich fiel ein junger Trainer vom Himmel hinab, was Xaver und Georg ziemlich überraschte, denn das passiert ja nicht jeden Tag. Sie trugen ihn sorgfältig zum Pokécenter. Schwester Joy meinte: "Normalerweise behandeln wir ja Pokémon, aber für dieses eine Mal will ich eine Ausnahme machen." "Vielen Dank!", sagte Xaver, "Da wird sich dieser Trainer freuen. Wissen sie übrigens, wo wir hier übernachten könnten?" "Na ja...", überlegte Schwester Joy, "Es gibt hier nirgends ein Hotel oder so was ähnliches. Aber von mir aus könnt ihr hier im Pokécenter schlafen." So geschah es dann auch. Am nächsten Morgen wurden sie um fünf Uhr von Chaneira geweckt, das lauthals "Chanei! Ira! Nei! Chan! Chane!" rief. Ziemlich verschlafen zogen sie sich an und rannten zu Chaneira. Dort trafen sie ausser Chaneira auch Schwester Joy, die ihnen verkündete: "Der Trainer ist aufgewacht!"

Langsam erhob sich der fremde Trainer und fragte: "Wo bin ich?" "Du bist im Pokécenter von Spirit City!", erklärte Schwester Joy. "Wo ist Spirit City?" "In Gaia!" "Gaia? Was ist das?" "Gaia liegt südlich von Kanto und westlich von Hoenn!" "Ach so! Ich komme aus Hoenn und ich heisse Leo. Das Team Shadow hat mich entführt und wollte mich zu seinem Stützpunkt bringen, doch dann wurde es von einem wilden Tauboss angegriffen. Es packte mich und flog mit mir davon. Irgendwann war es dann so erschöpft, dass ich es nur mit einem Pokéball berühren musste, um es einzufangen. Aber ohne es konnte ich natürlich nicht fliegen und stürzte ab." "Aha! So ist das! Eine Frage noch: Was ist dieses Team Shadow?" "Eine Gaunerorganisation! Als Team Rocket, Team Magma und Team Aqua aufgelöst wurden, schlossen sich einige Schurken aus den drei Teams zu einem neuen Team zusammen: Team Shadow! Ihre gewöhnlichen Mitglieder besitzen alle ein Hunduster, daran kann man sie erkennen." Xaver erinnerte sich daran, dass, ausser Max und Frank, alle Schurken aus dem unterirdischen Stützpunkt ein Hunduster gehabt hatten. Ihm kam der Verdacht, dass dies einer von Team Shadows Stützpunkten gewesen war. Er fragte Leo: "Hat Team Shadow auch ausserhalb von Hoenn Stützpunkte?" "Nicht, dass ich wüsste.", erwiderte Leo. Xaver erzählte ihm von seinem Erlebnis. Leo meinte: "Das klingt stark nach Team Shadow. Wenn es wirklich schon nach Gaia gekommen ist, dann ist das sehr schlimm! Und ihr habt Pech, denn Team Shadow rächt all seine Niederlagen..."

6. Leos erster Orden

Als er seinen Bericht beendet hatte, wollte Leo sofort in die Arena. Gemeinsam rannten die drei Trainer zur Arena. Dort sahen sie Traunfugil, das gerade ein Schild an der Arenatür umdrehte. Dort, wo vorher "geschlossen" stand, stand jetzt "offen". Sie liefen in die Arena hinein. Leo schrie Sarah entgegen: "ICH FORDERE SIE HERAUS!" "In Ordnung!", antwortete Sarah, "Zwei vs. zwei, kein Zeitlimit und mein erstes Pokémon ist Shuppet!" Ein graues Pokémon mit einem Horn auf dem Kopf, das weder Arme noch Beine besass, sondern nur ein wehendes Kleid, unter dem sich vielleicht nicht einmal ein Körper verbarg, kam herbeigeschwebt. "Dann wähle ich Flemmli!", rief Leo. Ein kleines rot-orangefarbenes Küken erschien. Xavers Pokédex knarrte: "Shuppet. Geist-Pokémon. Immun gegen Schlaf. Flemmli. Feuerküken-Pokémon. Man darf es nicht unterschätzen, nur weil es so klein ist." "Shuppet, Nachtnebel!", eröffnete Sarah den Kampf. "Flemmli!", rief Leo, "Kontere mit einem ordentlichen Flammenwurf!" "Shuppet, Abgangsbund!", befahl Sarah. Shuppet wurde vom Flammenwurf besiegt, konnte aber noch ein seltsames Lied singen. "Nun bist du dran, Zwirrklop!", befahl Sarah, während sie Shuppet zurück rief. Ein grau-beigefarbener Zyklop erschien. "Finsterfaust!", befahl Sarah. "Glut!", erwiderte Leo. Die Attacken prallten gegeneinander und wieder ertönte das seltsame Lied. Sarah lächelte siegessicher. "Nachtnebel!", befahl sie. "Flammenwurf!", ordnete Leo an. Die Attacken prallten wieder gegeneinander, das seltsame Lied ertönte wieder und... Flemmli ging zu Boden. "Was war das?", stotterte Leo. "Der Abgangsbund!", sagte Sarah, "Nach drei Runden werden beide Pokémon besiegt!" "Was ist denn mit Zwirrklop?", fragte Leo. "Shuppet hat den Abgangsbund geschlossen, nicht Zwirrklop!", erklärte Sarah, "Es wäre nun ebenfalls besiegt worden, aber das hat ja dein Flemmli bereits erledigt!" "Nun gut!", sagte Leo, "Ich kann nur hoffen, dass mir dieses Pokémon gehorcht... Los, Tauboss!"

Ein riesiger Vogel erschien. "Flügelschlag!", ordnete Leo an. Tauboss sah sich desinteressiert um und wedelte ein bisschen mit den Flügeln. "Offensichtlich ist ihm langweilig!", erläuterte Sarah, "Nun denn, Zwirrklop, Finsterfaust!" Zwirrklop landete einen Volltreffer. "Tauboss, Himmelsfeger!", befahl Leo. Tauboss sah Leo und Zwirrklop böse an. Dann besiegte es Zwirrklop mit einer gewaltigen Windhose und fegte dann Leo mit einem Flügelschlag fort. Leo rief es schnell zurück in seinen Pokéball. "Hier!", sagte Sarah und überreichte Leo einen Spiritorden. Leo strahlte, wie ein Schneekönig. Die drei Trainer verliessen die Arena. Plötzlich erschienen drei finstere Gestalten und riefen: "Jetzt wirds Nacht
Und wir haben die Macht
Wir wollen über den Mond regieren
Und unsere eigenen Krater kreiieren
Team Shadow - so schnell wie die Nacht
Drum gebt lieber auf und bekämpft uns nicht... äh... nacht
Jennifer
Frank
und Max"

Im Nu erschien ein riesiger Roboter, der wie ein Noctuh aussah. "Das ist Noctobot!", verkündete Jennifer, in der Xaver die Frau mit dem Hunduster erkannte, bevor sie ein Netz über die drei Trainer warf, die daraufhin im Noctobot abtransportiert wurden.

7. Der finale Kampf: Drei mal zwei gegen zwei

"Wohin bringt ihr uns?", schrie Xaver verzweifelt. "Ihr habt uns Widerstand geleistet.", sagte Jennifer, "Deshalb werfen wir euch ins Meer und lassen euch von den Garados fressen." "Pah!", rief Xaver, "Los, Glutexo! Brenn dieses Netz durch!" Glutexo erschien und brannte das Netz mit einer kräftigen Glut durch. Dann konnten sich alle befreien und setzten sofort ihre Pokémon ein. Glutexo, Piepi, Schiggy, Kadabra, Flemmli und Tauboss standen kampfbereit vor den drei Schuften. "Da ihr alle zwei Pokémon habt, schlage ich euch etwas vor!", sagte Frank, "Wir kämpfen zwei gegen zwei. Immer einer von euch gegen einen von uns. Wenn ihr gewinnt, lassen wir euch raus. Wenn wir gewinnen, bekommen wir eure Pokémon." Die Trainer stimmten zu - was hätten sie sonst auch tun sollen. "Na gut!", sagte Frank, "Wir losen nun die Gegner aus!" Die Kämpfe lauteten dann wie folgt: Jennifer vs. Georg, Max vs. Xaver und Frank vs. Leo. Als erstes kämpften Jennifer und Georg. Jennifer setzte ihr Alpollo ein und Georg sein Kadabra. "Alpollo, Spukball!" "Kadabra, Psychokinese!" Kadabra leuchtete auf und sendete dann den Spukball zurück an den Absender. Alpollo war sofort besiegt. "Los, Hunduster!", brüllte Jennifer wütend, "Feuerwirbel!" Kadabra wurde in einem Ring aus Flammen eingeschlossen und besiegt. "Dann bist jetzt halt du dran, Schiggy!", sagte Georg verärgert, "Aquaknarre!" "Feuersturm!", befahl Jennifer. Hundusters Flammen liessen Schiggys Wasser verdunsten und trafen das Schildkröten-Pokémon dazu noch mit voller Wucht. "Mach dem Kampf ein Ende, Hunduster! Flammenwurf!", befahl Jennifer siegessicher. Hunduster landete einen zweiten Volltreffer und schleuderte Schiggy gegen eine Wand des Noctobots. Schiggy kam mühsam wieder auf die Beine und... kippte wieder um. Hunduster raste auf Schiggy zu.

Plötzlich begann Schiggy zu leuchten. Es wuchs und brüllte dann: "Schillok!" Es setzte sofort eine kräftige Hydropumpe ein und besiegte Hunduster. "So ein Mist!", ärgerte Jennifer, "Aber leider hast du gewonnen!" "Als nächstes kämpfen ich und der Knirps da drüben!", sagte Max und zeigte auf Xaver, "Und ich wähle... Myrapla!" Ein kleines violettes Pokémon mit kleinen Beinen und Blättern auf dem Kopf erschien. "Und meine Wahl fällt auf Glutexo!", rief Xaver, "Glut!" Myrapla war sofort besiegt. "Mist!", brüllte Max, "Zurück, Myrapla! Los, Lombrero! Hydropumpe!" Lombrero schleuderte Glutexo einen gewaltigen Wasserstrahl entgegen. Dieses war sofort besiegt. "Zurück, Glutexo!", rief Xaver, verständlicherweise etwas wütend, "Dann muss jetzt halt Piepi ran! Tackle, los!" Piepi rannte auf Lombrero zu, doch dieses wehrte es mit einer Aquaknarre ab. Piepi, das sich langsam wieder erholte, setzte noch einen Tackle ein, doch diesmal landete es einen Treffer. Lombrero ging zu Boden, während das völlig erschöpfte Piepi ebenfalls besiegt war. "Immerhin unentschieden!", sagte Max, "Wenn Frank nun gewinnt, steht es 1.5 zu 1.5. Und dann wir euch freilassen, nachdem wir euch eure Pokémon abgenommen haben." Den Trainern verschlug es die Sprache. "Das ist doch fair!", meinte Jennifer, "Beide haben auf eine Art gewonnen, daher lösen beide ihre Versprechen ein." "Das ist eine Riesengaunerei!", brüllte Leo, "Und um die zu verhindern, werde ich meinen Kampf gewinnnen! Los, Tauboss!"

Frank blieb gelassen und erwiderte: "Los, Ledyba!" Ein kleiner Marienkäfer erschien. "Pah!", sagte Leo verächtlich, "Tauboss, Windstoss!" Doch er hatte vergessen, dass Tauboss ihm nicht gehorchte. Es entfachte einen Tornado, der Ledyba auf einen Schlag ausser Gefecht setzte und legte sich dann beleidigt hin - wahrscheinlich, weil man ihm einen derart schwachen Gegner zugemutet hatte. So mussten beide Pokémon zurückgerufen werden. Der Kampf ging nun in die letzte Runde. Leo setzte sein Flemmli ein und Frank sein Blanas. "Flemmli, Glut!", befahl Leo. "Weich aus und setz Naturkraft ein, Blanas!", entgegnete Frank grinsend. Blanas wich aus und begann zu leuchten. Dann schoss es eine gewaltige Hydropumpe ab. Flemmli wurde getroffen und kippte um. Dann rappelte es sich langsam wieder auf und besiegte Blanas mit einem gewaltigen Flammenwurf. "Das ist das Kompensations-Phänomen!", sagte Jennifer ehrfürchtig, "Wenn ein Pokémon eine starke Attacke knapp übersteht, vervielfacht sich nachher seine Energie!" Flemmli strotzte vor Energie. "Lasst ihr uns jetzt frei?", fragte Georg genervt. "Na klar!", sagte Max, "Nur dumm, dass der Noctobot abgehoben hat und nun fliegt. Also werfen wir euch einfach raus!" Bevor sie irgendetwas sagen konnten, wurden sie aus dem Noctobot hinaus geworfen und befanden sich plötzlich im freien Fall.

8. Raichus Ende

Zum Glück war Leo noch geistesgegenwärtig genug um Tauboss erscheinen zu lassen. Und so landeten alle Trainer wohlbehalten auf dem Vogel-Pokémon. "Öh... Wo sind wir hier?", fragte Georg. Xaver holte seinen Pokédex hervor und sah sich die Karte von Gaia an. Sie waren nach Norden geflogen, das hiesse, dass sie sich über Pommodoria befinden würden, in dem der Arenaleiter Paolo den Tomatenrotorden verleiht. Doch unter ihnen befand sich nur Meer. Und mit ein wenig Glück konnte man am Horizont eine Stadt ausmachen. Plötzlich bemerkten sie, dass Tauboss kurz vor dem Zusammenbruch stand. Schnell versuchten sie sich etwas zu überlegen, doch es war zu spät. Tauboss stürzte ab und sie mit ihm. Sie fielen direkt auf ein Wailmer, einen blauen Wal mit einem weissen Bauch, drauf, auf dem ein anderer Trainer stand, der sich mit den Worten vorstellte: "Guten Tag! Ich bin Sebastian und komme aus Orania City. Wer seid ihr?" "Ich bin Xaver und das sind Georg und Leo!", stellte Xaver alle drei vor, "Aber was ist Orania City?" "Orania City liegt in Kanto!", sagte Sebastian, "Der Arenaleiter heisst Major Bob und verleiht den Donnerorden." Stolz zeigte er auf ein Abzeichen an seinem T-Shirt, neben dem zwei weitere angeheftet waren. "Was hast du denn sonst noch an Orden?", fragte Georg interessiert. "Den Felsorden aus Marmoria City und den Quellorden aus Azuria City!" "Sammelst du weiter?", fragte Leo. "Nein!", antwortete Sebastian, "Nachdem ich Wailmer gefangen hatte, hatte ich mich ganz auf sein und mein Surftraining konzentrieren wollen. Ich bringe euch, wenn ihr wollt, schnell zum Strand." Natürlich wollten die drei Trainer das! Nun, da sie nicht mehr in Gaia waren, wollten sie wenigstens alle Kanto-Orden einsacken. Wailmer setzte sie am Strand ab und verschwand dann wieder mit Sebastian zwischen den Wellenbergen. "Worauf warten wir noch?", fragte Xaver, "Auf zur Arena!"

In der Arena kämpfte gerade noch eine junge Trainerin gegen Major Bob. Sie hatte anscheinend ein Bisaknosp, ein kleiner grüner Saurier mit einer Knospe auf dem Rücken, eingesetzt, während Major Bob mit einem Elektek, einem gelb-schwarzen Elektro-Pokémon, kämpfte. Elektek setzte gerade Donner ein und besiegte Bisaknosp. "Pech gehabt!", sagte Major Bob, "So ist das Leben!" Dann sah er die drei Trainer und grinste: "Ah! Drei neue Schlaffis, die verlieren! Das wird lustig! 1 gegen 1, ohne Zeitlimit. Du zuerst!" Er zeigte auf Georg. "Los, Schillok!", rief dieser. "Hahaha!", lachte Major Bob, "Ein Wasser-Pokémon in einer Elektroarena! Hahaha! Na dann... Wie du... hahaha... willst. Los, Lektrobal! Donnerblitz!" Ein Ball, der oben weiss und unten rot war, erschien und schoss einen Blitz auf Schillok ab. "Schillok, Panzerschutz! Aber schnell!", befahl Georg. Der Blitz sauste auf Schillok zu, welches sich gerade noch in seinem Panzer verstecken konnte. Als es dann wieder erschien, war es in einem jämmerlichen Zustand. Der Blitz war so stark gewesen, dass er ihm durch den Panzer hindurch geschadet hatte. "Tackle, Lektrobal!", befahl Major Bob, worauf Lektrobal Schillok rammte und es vollends ausser Gefecht setzte. "So ist das halt!", meinte Major Bob, "Damals im Krieg hat auch keiner mit mir Erbarmen gehabt." Er zeigte auf eine grosse Narbe an seinem Arm. Georg ärgerte sich grün und blau: "Ich hatte doch diesen Orden gewinnen wollen, und jetzt... Dieser dumme Elektro-Fussball!" "Als nächstes kämpfen wir zwei!", sagte Major Bob und zeigte auf Leo. Dieser rief: "Gut! Mein Pokémon ist Flemmli!" "Ach wie niedlich!", spottete Major Bob, "Dann nehme ich mal wieder mein Lektrobal! Donner!" Lektrobal schoss einen Blitz ab, der stärker war, als der, den es im Kampf gegen Schillok abgeschossen hatte. "Flemmli, Glut!", befahl Leo. Die Attacken prallten gegeneinander und nichts ging vor oder zurück. Dann entschied sich Leo zu einer gewagten Aktion. "Lass dich vom Blitz treffen, Flemmli und dann Flammenwurf!", befahl er. Flemmli wurde getroffen und schoss dann, dank dem Kompensations-Phänomen, einen vielfach verstärkten Flammenwurf ab. Lektrobal war sofort besiegt. "Bravo!", sagte Major Bob, "Hier hast du deinen Donnerorden!" "Jetzt ich!", rief Xaver. "Nix da!", sagte Major Bob, "Es ist zwölf Uhr, das heisst... Es ist Mittagspause! Ich geh jetzt mal ein Sandwich essen, dreh du bitte noch das Schild um, Elektek! Die Trainer können um zwei Uhr wiederkommen!" Dann wurden die drei Trainer herausgewiesen und die Tür zugeworfen. Auf dem Schild stand, nachdem Elektek es umgedreht hatte, "geschlossen".

Die Trainer entschlossen sich, in "Lavados' Pizzeria" etwas zu essen und dann um zwei Uhr wieder zur Arena zu gehen. Um halb drei standen sich Xaver und Major Bob kampfbereit gegenüber. Xaver wählte sein Glutexo, Major Bob ein Raichu, eine Elektromaus. "Raichu, Donnerblitz!", eröffnete er den Kampf. "Glutexo, Flammenwurf!", entgegnete Xaver. "Pah!", sagte Major Bob, "Bis auf so einen Knirps mit einem Pikachu hat noch keiner mein Raichu besiegt. Donner!" Raichu schoss einen zweiten Blitz ab und landete einen Volltreffer. Glutexo war stark geschwächt. "Feuerwirbel!", befahl Xaver. Glutexo erzeugte müde einige Flämmchen um Raichu herum. "Raichu, Tackle!", ordnete Major Bob an. "Glutexo, Feuersturm!", schrie Xaver. Glutexo sammelte all seine Kraft und pfefferte Raichu eine gewaltige Flamme entgegen. So eine Attacke übersteht nicht mal das zäheste Raichu! Raichu fiel zu Boden, während Glutexo sich noch knapp auf den Beinen halten konnte. Major Bob überreichte Xaver einen Donnerorden, dann verabschiedeten sich die drei Trainer und liefen zum Pokécenter.

9. Ab nach Azuria City!

Nachdem Schillok geheilt worden war, fragte Xaver noch: "Wo müssen wir jetzt eigentlich durch?" Schwester Joy meinte: "Entweder ihr geht so rum nach Westen und dann in diese Richtung nach Osten und dann so... Ach, wisst ihr was? Ich schenke euch einfach diese Kanto-Karte." Die Trainer bedankten sich und planten ihren Weg. Sie entschieden sich für die Route Orania City - Azuria City - Marmoria City - Vertania City - Alabastia - Zinnoberinsel - Strudelinseln - Fuchsania City - Lavandia - Saffronia City - Prismania City - Saffronia City - Orania City. Von Orania City aus wollten sie dann die MS Aqua nach Johto nehmen und von dort aus die MS Alpollo-Star nach Gaia. Vielleicht würden sie in Johto auch noch alle Orden holen, sie wussten es noch nicht genau. Nun machten sie sich jedenfalls auf den Weg nach Azuria City. Auf der Reise gab es nur wenige Zwischenfälle, ansonsten verlief alles ruhig. Nach vier Tagen Wanderschaft erreichten sie dann Azuria City. Vor der Arena stand ein bulliger Mann, der knurrte: "Ich bin der grimmige Machollislav Maschocksky. Besiegt mich und ihr dürft rein. 3 vs. 3. Jeder von euch eins ich drei." Während Leo, Xaver und Georg Flemmli, Glutexo und Schillok wählten, wählte Machollislav ein Machollo, ein Maschock und ein Machomei. Machollo war ein kleiner, Maschock ein mittlerer und Machomei ein grosser Kraftprotz. Ausserdem besass Machomei vier durchtrainierte Arme.

"Machollo, Maschock, Machomei, Karateschlag!", befahl Machollislav. "Glutexo, Flammenwurf, Schillok, Hydropumpe, Flemmli, Glut!", schrieen die drei Trainer. Die geballte Kraft der Attacken konnte die drei Kampf-Pokémon aufhalten. "Pah!", rief Machollislav, "Jetzt seid ihr dran! Machomei, Geowurf!" Machomei packte mit einem Arm Glutexo, mit einem Arm Schillok und mit einem Arm Flemmli. Dann schleuderte es alle drei Pokémon weit fort. Mit letzter Kraft konnten die Pokémon wieder aufstehen. "Gib ihnen den Rest, Maschock!", befahl Machollislav, "Karateschla..." Weiter kam er nicht, denn im selben Moment traf ihn eine Aquaknarre, die aus dem Innern der Arena kam. Kurz darauf erschien eine junge Frau, die anscheinend die Arenaleiterin war. "Seid willkommen, liebe Herausforderer!", sagte sie, "Ich bin Misty und vergebe den Quellorden. Es täte mir Leid, wenn dieser Grobian euch belästigt hätte. Immer wieder kommt er her und versperrt Leuten den Weg in die Arena. Aber jetzt reicht es mir! Ich habe schon die Polizei gerufen." Einige Officer Rockys erschienen und transportierten Machollislav samt seinen drei Pokémon ab. "Ihr wollt wohl den Quellorden, nicht wahr?", fragte Misty. "Natürlich!", riefen alle drei Trainer im Chor. "Dann schlage ich euch etwas vor.", sagte Misty, "Wir machen keinen Kampf, sondern einen Wettbewerb. Wenn zwei von euch gegen mich gewinnen, bekommt ihr alle den Orden. Einverstanden?" "Einverstanden!", riefen die Trainer.

10. Der Wettbewerb

"Der Wettbewerb setzt sich aus vier Teilen zusammen.", erklärte Misty, "Im ersten geht es darum, möglichst schnell ein bestimmtes Pokémon zu fangen." Sie öffnete eine Tür in der Arena und zeigte auf einen riesigen Wald, der dahinter lag. "In diesem Wald habe ich exakt vier Rattfratzs, violett-weisse Ratten-Pokémon, freigelassen.", erklärte sie weiter, "Wer zuerst eins gefangen hat, hat gewonnen!" Die Trainer/innen gingen verschieden vor. Georg liess seine Pokémon auf alles schiessen, was im entferntesten wie ein Rattfratz aussah, Leo teilte den Wald in Quadrate auf und suchte systematisch alles mit Flemmli ab, Xaver suchte planlos drauf los und Misty... Misty suchte einfach. Keiner wusste, ob sie nach einem System suchte oder einfach wild drauf los. Nachdem Georg ein Knilz, ein Pilz-Pokémon, ein Waumpel, ein Wurm-Pokémon, und ein Bibor, ein Bienen-Pokémon, aufgescheucht hatte, gab er auf. "Diese verdammten Rattfratzs kann man ja doch nicht finden!", knurrte er und setzte sich auf einen Stein. Kurz danach hatte Leo einen Treffer gelandet. Er hatte den Wald systematisch durchforstet und war dabei auch tatsächlich auf ein Rattfratz gestossen. Schnell hatte er einen Pokéball genommen und das gewünschte Pokémon eingefangen. Nun suchten nur noch Xaver und Misty. Wie der Zufall es wollte, stiessen sie beide zur gleichen Zeit auf das gleiche Rattfratz. Ihre Pokébälle trafen es ebenfalls zur gleichen Zeit. Also teilte sich Rattfratz auf, in ein Ratt und ein Fratz. Ratt sah aus wie ein Rattfratz-Kopf, Fratz wie ein Rattfratz-Körper. Xavers Pokédex knarrte: "Ratt. Geisterratten-Pokémon. Kopf eines Rattfratz. Fratz. Psychoratten-Pokémon. Körper eines Rattfratz." Misty entschied schliesslich, der 1. Teil sei unentschieden ausgegangen, da die Trainer nur ein Rattfratz mehr hatten, anstatt zwei. So stand es nun 0.5 zu 0.5.

Im zweiten Teil ging es darum, mit einem bestimmten Pokémon möglichst viele vergrabene Goldmünzen aufzuspüren. Xaver setzte hier für sein neues Ratt ein, Georg sein Kadabra, Leo sein neues Rattfratz und Misty ihr Starmie, ein dunkelblauer Seestern mit einem roten Diamanten in der Mitte seines Körpers. Jeder suchte auch hier auf seine Weise. Georg liess Kadabra Teile des Bodens mit der Psychokinese anheben und freute sich riesig, wenn durch Zufall mal eine Goldmünze herausfiel, Leo liess Rattfratz sich eingraben und befahl ihm unter der Erde nach Goldmünzen zu suchen, Xaver liess sein Ratt unter die Erde schweben, es bestand ja bloss aus Gas und grub dann an den Stellen, an denen es eine Goldmünze gefunden hatte und Misty liess Sterndu den Boden mit einigen Aquaknarren einweichen, um dann besser graben zu können. Machen wir es kurz: Von den übrigens 50 vergrabenen Goldmünzen fand Georg nebst zwei Digdas und einem Digdri genau drei, Leo fand fünfzehn, Xaver fand achtzehn und Misty vierzehn. So errangen die drei Trainer einen ersten Sieg, Georg landete wieder am Tabellenende und der dritte Teil begann, mit einem Zwischenresultat von 1.5 für die Trainer zu 0.5 für Misty.

Um hier zu gewinnen musste ein Pokémon eine gewisse Distanz so schnell wie möglich zurücklegen können. Xaver wählte hierfür Piepi, Leo Tauboss, Georg Kadabra und Misty wieder Starmie. Auch hier gab es wieder mal verschiedene Strategien: Kadabra und Piepi versuchten sich ans Ziel zu teleportieren, Tauboss wurde von Leo immer wieder angefleht doch bitte schnell mal die drei Kilometer zum Ziel zurückzulegen und Starmie schwamm im nahe gelegenen Fluss. Die Geschwindigkeiten waren ebenfalls verschieden. Starmie schwamm langsam aber sicher dem Ziel mit 10 Stundenkilometern entgegen, Tauboss hätte auf 50 Stundenkilometer beschleunigen können, doch da er immer noch vom Kampf mit Ledyba beleidigt war, flatterte er mit gerade mal 15 Stundenkilometern daher. Dann gab es Kadabra und Piepi, die sich mental mit 600 Stundenkilometern bewegten, das Ziel jedoch auf Grund der hohen Geschwindigkeit immer wieder verfehlten. Als erstes erreichte somit Tauboss nach 12 Minuten das Ziel. Xaver und Georg wussten, dass in 6 Minuten Starmie ebenfalls eintreffen würde und dass die Pokémon sich beeilen mussten. Georg vertraute dem Zufall und schrie Kadabra zu: "Teleport, jetzt!" Das Ergebnis war, dass Kadabra in den Fluss fiel und Starmie den Weg versperrte. Kadabra musste zurückgerufen werden. Noch fünf Minuten für Starmie. Noch vier Minuten. Noch drei. Noch zwei. Noch eine. Piepi teleportierte sich und landete etwa 200 Meter hinter dem Ziel. Es rannte zurück, so schnell es konnte. Noch 150 Meter für Piepi und 100 für Starmie. 125 für Piepi und 50 für Starmie. Als Piepi noch 100 Meter vom Ziel entfernt war, hatte Starmie es bereits erreicht. Es stand nun 1.5 zu 1.5 und der Wettbewerb ging in die letzte Runde (Georg war immer noch Tabellenletzter).

11. Drei Orden und vier Gauner

Der letzte Teil war eine Art Pokéfussball. Drei von Mistys Pokémon spielten gegen drei Pokémon der Trainer. Während Misty Quaxo, einen Frosch, Corasonn, ein rosa-weisses Pokémon mit Korallen auf dem Rücken und Enton, eine gelbe Ente, wählte, schickten die drei Trainer Glutexo, Schillok und Flemmli ins Rennen. Gespielt wurde mit einem Pokéball. Das Team, dessen Torwi, ein fussballtorähnliches Pokémon, zuerst gefangen wurde, hatte verloren. Mit einer Aquaknarre gelang Schillok eine saubere Flanke zu Glutexo, der Flemmli mit einem Flammenwurf eine perfekte Vorlage für einen Kopfball bereitete. Flemmli sprang in die Luft und beförderte den Pokéball mit einer gut gezielten Glut direkt auf das Torwi zu. Dort stand aber Corasonn bereit, dass den Ball mit einer Hydropumpe abwehrte und zu Quaxo hinspielte. Quaxo kickte ihn hinüber zu Enton, das ihn mit einer Psychokinese auf ein Torwi abschoss - nur leider auf das falsche. Enton fing Mistys Torwi ein und die drei Trainer hatten gewonnen. Misty gratulierte ihnen und überreichte allen den Quellorden. Plötzlich stürmten Machollislav und drei andere Schurken hinein. Sie stellten sich vor: "Wir sind Abramax Simselbart, Knofbert Sarzegrand, Myraplack Giflors und natürlich Machollislav Maschocksky! Los, Abra, Kadabra, Simsala, Knofensa, Ultrigaria, Sarzenia, Myrapla, Duflor, Giflor, Machollo, Maschock und Machomei!" Liebe Leser, ihr müsst mir verzeihen, dass ich so viele Pokémon nie im Leben beschreiben kann. Der Autor. Leserbrief: "Abra, Kadabra, Myrapla, Machollo, Maschock und Machomei kennen wir doch schon. Beschreiben sie doch einfach den Rest. Ein wohlwollender Leser." Also gut: Simsala sah aus wie Kadabra, es hatte einfach auch in der anderen Hand einen Löffel, Knofensa war ein fleischfressendes Unkraut, genauso wie Ultrigaria und Sarzenia, Duflor und Giflor waren beides blau-grüne Pokémon mit einer Blüte auf dem Kopf. So besser, Herr wohlwollender Leser? Leserbrief: "Ja, aber es war nicht so lebendig wie die anderen Beschreibungen, so fern überhaupt je eine Beschreibung lebendig war. Ein nicht ganz zufriedener Leser." Wenn man es diesem Leser nicht recht machen kann, dann ist er selber schuld. Ich fahre auf jeden Fall mit der Geschichte fort. Alle zwölf Pokémon attackierten gemeinsam... Enton!

"Was soll das?", fragte Misty erbost, "Weshalb greift ihr Enton an?" "Entons sowie Glumandas sind Reinkarnationen des grossen Meisterpokémons!", erklärte Abramax, "Und dein Enton ist die perfekte Reinkarnation. Es ist dumm, schwach, klein. Das Gegenteil aller Eigenschaften des Meisterpokémons ist bei ihm vorhanden. Es ist genau so, wie eine Reinkarnation sein sollte: Das komplette Gegenteil der Inkarnation." Im selben Moment schnappte Simsala sich Enton und die Gauner verzogen sich. Sie tuckerten in ihrem VW Bluzuk davon. Schnell schnappte sich Misty ihr Natel und rief die Polizei an. Kurz darauf kamen drei Polizeiwagen mit je zwei Officer Rockys angebraust. In einem sass noch ein alter Mann mit einer Brille. Er sagte: "Wir müssen uns beeilen! Wenn diese Gauner Enton an den richtigen Ort bringen, wird das grosse Meisterpokémon auferstehen!" Während sie einstieg, fragte Misty den Mann: "Was ist denn dieses grosse Meisterpokémon? Wer sind sie? Was hat Enton damit zu tun?" Der Mann antwortete: "Ich bin Professor Pok Émon. Das grosse Meisterpokémon ist ein sehr mächtiges Pokémon. Vor Urzeiten, als der Kampf zwischen Kyogre, einem Wasserpokémon, und Groudon, einem Feuer-Boden-Pokémon tobte, wurde ein sehr mächtiges Pokémon geboren. Es war das Kind eines Entoron und eines Glurak. Es vereinte die Eigenschaften beider Pokémon in sich. Sein Name war Glurblitz. Es besiegte sowohl Kyogre als auch Groudon und verbannte sie in abgelegene Gefilde. Dann fiel es vor Erschöpfung in Ohnmacht. Nun besagt die Legende, dass Glurblitz viele Male reinkarniert werden wird, abwechselnd als Enton oder als Glumanda. Glurblitz' positive Eigenschaften werden sich von Reinkarnation zu Reinkarnation immer mehr ins Negative verkehren und wenn die Reinkarnation, die absolut keine positiven Eigenschaften mehr hat, zum Stein gebracht wird, wird Glurblitz wieder auferstehen. Und diese Reinkarnation ist anscheinend dein Enton!"

12. Glurblitz erwacht

"Wo fahren wir hin?", erkundigte sich Leo. "Zum Mondberg!", erwiderte Professor Émon, "Das ist der Ort, an dem Glurblitz vor vierhundert Millionen Jahren starb! Und an diesem wird es auch wieder erwachen!" Die Wagen hielten und die drei Trainer, Misty, Professor Émon und die sechs Officer Rockys stiegen aus. "Das ist der Mondberg!", erklärte der Professor und zeigte auf einen Tunneleingang, "Diese Gauner haben sicher diesen Eingang genommen. Das Auto werden sie wohl irgendwo versteckt haben!" Alle elf betraten den Tunnel. Es war stockfinster. Plötzlich wurde es hell. Sie gingen auf die Lichtquelle zu und... standen in einer riesigen Höhle. "Das ist die Opferhöhle mit dem Opferstein! Wir müssen uns beeilen! Sie dürfen Enton auf keinen Fall auf den Stein in der Mitte der Höhle legen!", schrie Professor Émon. "Wie konnte Machollislav überhaupt den Officer Rockys entkommen?", fragte Georg Misty. "Na, seine feinen Kumpels werden ihn wohl befreit haben!", meinte Misty. Sie rannten auf den Stein in der Mitte zu. Sie sahen, dass Enton zu leuchten begann. Es schwebte inmitten silbernes Lichts zur Decke der Höhle hinauf und... verschwand. Ein Rumpeln erschütterte den Höhlenboden. Ein Riss im Boden klaffte auf. "Diese Schurken!", brüllte Misty, "Wie konnten sie nur?" Plötzlich flog ihr ein gelbes Ei in die Hände. "Anscheinend war dein Enton ein Weibchen!", sagte Professor Émon, "Sieh nur! Vor seinem Verschwinden hat es noch ein Ei gelegt!" Weitere Risse klafften auf. Langsam erschien der riesige Kopf eines Glurak. Dann befreite sich Glurblitz mit einem Ruck. Gesteinsablagerungen von vierhundert Millionen Jahren flogen durch die Luft, als es sich in die selbige erhob. Nun kamen die Pokémon der Schurken zum Einsatz. Gemeinsam zielten sie auf Glurblitz. Doch dieses wedelte nur ein bisschen mit dem Schwanz und... erzeugte dadurch eine 1A-Windhose, die alle Pokémon schachmatt setzte. Erst jetzt sah man es ganz. Es sah aus wie ein Glurak, ausser dem dass es beige-orangefarbene Arme und Beine hatte und seine Flügel leicht bläulich und ein bisschen befiedert waren. Anscheinend hatte es von Glurak hauptsächlich das Aussehen und die Attacken und von Entoron hauptsächlich die psychische Stärke und... ebenfalls die Attacken. Mit einer schwachen Aquaknarre setzte es den Teil der eingestürzten Höhle, auf dem die Gauner standen, unter Wasser. Dann flog es davon.

Langsam rappelten sich die Trainer auf. Ihnen war soweit nichts passiert, sie hatten den herabfallenden Felsen gut ausweichen können. Die Officer Rockys verhafteten sofort Abramax, Knofbert, Machollislav und Myraplack samt ihren Pokémon, Misty war einerseits traurig über Entons Verschwinden, andererseits fröhlich über das Enton-Ei und Xaver, Georg und Leo machten sich auf den Weg nach Marmoria City.

13. Monolith, der Felsentrainer

Sie waren ein kleines Stück gewandert, als sie plötzlich merkten, dass es schon dunkelte. Schnell schlugen sie ein Nachtlager auf, sagten einander "Gute Nacht" und verkrochen sich in ihre Schlafsäcke. Es wurde Mitternacht. Niemand war noch auf den Strassen ausser... einem Pokémon, das wie eine Skulptur, die von den Osterninseln stammen konnte, aussah. "Nas!", grunzte es, "Gnet! Nasgnet!" Es sah ein Nachtlager, das drei Fremdlinge aufgeschlagen hatten. Nasgnet konnte Fremdlinge nicht ausstehen. "Nasgnet!", grunzte es und setzte Felsgrab ein. Das Nachtlager wurde zwischen fünf riesigen Felsbrocken begraben. Als Georg am nächsten Morgen erwachte, schrie er erstmal so laut, dass alles im Umkreis von 500 Metern erwachte und eilens das Weite suchte, natürlich nur wenn es konnte. Xaver und Leo standen schnell auf und beruhigten Georg. Dann sahen sie in was für einer miserablen Lage sie waren und brüllten gemeinsam doppelt so laut los, wie Georg geschrieen hatte. Nachdem die drei Trainer sich beruhigt hatten, überlegten sie sich, wie sie aus diesem steinernen Gefängnis herauskommen könnten. "Das ist doch überhaupt kein Problem!", sagte Georg, "Ich lasse Kadabra erscheinen und dann bewegt es mit seiner Psychokinese die Felsbrocken fort! Los, Kadabra! Psychokinese!" Kadabra erschien, was zur Folge hatte, dass es im Gefängnis etwas eng wurde. Ziemlich eng... Kadabra setzte zwar die Psychokinese ein, doch es konnte nicht zielen, weil es zwischen Leo und einem Felsbrocken eingeklemmt war. So traf es Xaver, der durch die Luft flog, sofern er überhaupt konnte - es war nämlich wie gesagt ziemlich eng -, und auf Kadabra knallte. Dieses ging sofort k.o. und die Trainer befanden sich nun in einer ziemlich misslichen Lage. Plötzlich hörten sie Schritte, die immer näher kamen. Dann zertrümmerte jemand ihr steinernes Gefängnis. Sie erblickten eine kleine Schildkröte, die zufrieden "Pottrott! Pottrott!" grunzte. "Gut gemacht, Pottrott!", sagte ein muskulöser Mann mit silbernen Haaren, der ganz in der Nähe stand, "Ich bin Monolith und trainiere Felspokémon. Anscheinend hat mein Nasgnet euch gestern eingeschlossen." "Ja, anscheinend schon!", sagte Georg ziemlich unfreundlich, "Ich hoffe, Sie entschuldigen sich, sonst werde ich das den Polizeibehörden in Marmoria City melden müssen." "Entschuldigung!", sagte Monolith etwas überrumpelt von Georgs Unfreundlichkeit, "Wenn ihr wollt, lade ich euch gern zu einem ausgiebigen Frühstück in meiner Hütte ein." "Aber gern!", nickten Leo und Xaver. Georg schaute abschätzig zu und murmelte etwas wie: "Das ist eine Falle, das spür ich... Das sollte man der Polizei melden..."

"Das ist meine Hütte!", sagte Monolith stolz und zeigte auf ein kleines anschauliches Häuschen inmitten von Tannen und Föhren, "Was wollt ihr überhaupt in Marmoria City?" "Wir wollen den Felsorden gewinnen!", sagten die drei Trainer im Chor. "Ah, den Felsorden...", sagte Monolith, "Den mein Bruder vergibt..." "Was?", rief Xaver. "Ja!", antwortete Monolith, "Rocko ist mein Bruder. Als ich klein war, wurde ich von einer grossen Schlange, die aus Felsen zu bestehen schien, entführt. Es war ein Onix. Seitdem hat man mich nie mehr gesehen." "Und wo ist dieses Onix jetzt?", fragte Georg, "Nicht, dass es uns noch angreift!" "Das Onix ist hier drin!", sagte Monolith und zeigte auf einen Pokéball, den er in seiner Tasche aufbewahrte, "Durch Onix habe ich meine Liebe zu Felspokémon entdeckt!" "Und wieso gehen Sie nicht zurück nach Marmoria City?", fragte Leo. "Ach, mir gehts hier gut, ich habe mein Onix, mein Nasgnet, mein Pottrott, meine Hütte, meinen Wald, was will man noch mehr?" "Aber haben Sie denn nicht Sehnsucht nach Ihrer Familie, Ihren Freunden?" "Nein, eigentlich nicht. Ich habe sie schon so lange nicht mehr gesehen..." "Das reicht jetzt! Sie kommen mit uns mit!" "Wieso denn das?" "Sie können nicht Ihr ganzes Leben im Wald verbringen! Sie kommen mit!" "Na gut...", willigte Monolith seufzend ein, "Aber nur, wenn jemand von euch mich besiegen!" "In Ordnung!", sagte Leo ungeduldig, "Ich fange an!" "Gut!", sagte Monolith, "1 vs. 1 und ich wähle Pottrott!" Die Schildkröte erschien. "Dann trainiere ich ein bisschen mein neues Pokémon!", sagte Leo, "Rattfratz, zeig uns, was du kannst!" Das Rattenpokémon erschien. "Hahaha!", lachte Monolith, "Ein Rattfratz! Pottrott, Zertrümmerer!" Pottrott sprang in die Luft und sauste mit einem pfeifenden Geräusch wieder zu Boden. "Rattfratz, Ruckzuckhieb!" Rattfratz wich dem herabfallenden Pottrott aus, um es dann mit voller Wucht zu rammen. "Jetzt reichts! Pottrott, Felsgrab!" Felsbrocken fielen vom Himmel und sperrten Rattfratz in einem steinernen Gefängnis ein. "Was ist das?", fragte Leo entsetzt. "Meine Spezialattacke!", antwortete Monolith grinsend, "Zertrümmerer, Pottrott! Gib ihm den Rest!" Pottrott zertrümmerte die Felsbrocken und zum Vorschein kam... Rattfratz. Es sagte einmal "Rattfratz" und kippte dann ohnmächtig um. "Pah!", sagte Georg, "Wie schlapp muss man sein, um sich von so einer Niete besiegen zu lassen? Lasst mich ran, ich gewinne auf jeden Fall! Los, Schillok!" "Oh!", sagte Monolith erstaunt, "Ein Wasserpokémon! Dann wähle ich... Nasgnet!" "Hahaha!", lachte Georg, "Ein Felspokémon gegen ein Wasserpokémon. Dümmer gehts nicht! Hahaha! Schillok, Aquaknarre!" Schillok holte tief Luft und spuckte einen Wasserstrahl gegen Nasgnet. "Nasgnet, Einigler!" Nasgnet rollte sich zusammen und überstand die Aquaknarre unversehrt. "Jetzt Felsgrab!" "Ha!", sagte Georg spöttisch, "Meinen Sie, Sie schlagen mich mit solchen läppischen Attacken! Schillok, ausweichen und dann Hydropumpe!" "Nasgnet, Tackle, jetzt!" "Schillok, weich au..." Doch es war zu spät. Nasgnet hatte Schillok, das von den herabfallenden Gesteinsbrocken flüchtete, voll erwischt. "Jetzt gib ihm den Rest, Nasgnet! Steinwurf!" Nasgnet nickte und liess eine Felslawine auf Schillok niederprasseln. Als es aufhörte, war Schillok längst k.o. "Das gilt nicht!", rief Georg empört, "Sie haben geschummelt! Das ist..." "Ach, halt den Schnabel und lass mich ran!", sagte Xaver genervt, "Piepi, los!" "Dann wähle ich... Onix!"

14. Das Onix vom Mondberg

Eine riesige Schlange aus lauter Felsbrocken erschien. Auf ihrem Kopf trug sie ein grosses Horn. "Ooooooooooooniiiiiix!", brüllte sie. "Onix, Erdbeben!", befahl Monolith. Onix schlug mit seinem gigantischen Schwanz auf die Erde, wieder und wieder... "Piepi, klammere dich an Onix' Horn fest und setz dann Metronom ein!" Piepi sprang auf Onix' Kopf und wackelte mit seinen Ärmchen. "Onix, Nachtnebel!" "Was?" Onix spuckte einen schwarzen Ball. Leider konnte er nicht auf seinen eigenen Kopf schiessen. "Dann setz Fliegen ein!" "Wie?" Onix erhob sich in die Lüfte und schoss wieder zu Boden, wobei er sein Horn tief in die Erde rammte. Piepi konnte gerade noch ausweichen. "Aber wie geht das?", fragte Xaver verblüfft. "Tja...", sagte Monolith, "Dieses Onix ist sehr stark..." Xaver sah es sich genauer an. Auf den ersten Blick wirkte es völlig normal, doch auf seiner Stirn prangte ein riesiger Mondstein. "Piepi, Ruckzuckhieb auf Onix' Stirn!" "Onix, Aquaknarre!" Doch Piepi wich der Attacke aus und tackelte Onix' Stirn. Der Mondstein flog weit durch die Luft. "Schnapp ihn dir, Piepi!", befahl Xaver. "Onix, Rasierblatt!" Doch Onix schaute nur verwirrt herum. Währenddessen hatte Piepi sich den Mondstein geschnappt. Es begann zu leuchten. Piepi wuchs und wuchs und wuchs... Schliesslich rief es: "Piepirixie!" Xaver klappte seinen Pokédex auf. Dieser knarzte: "Piepirixie. Entsteht, wenn man einem Piepi einen Mondstein gibt. Dabei muss der Mondstein aus einem Mondvulkan stammen. Diese Mondsteine sind besonders stark: Pokémon, die sich mit einem Mondstein entwickeln, erhalten dadurch eine weitere Entwicklungsstufe; andere Pokémon beherrschen dadurch sämtliche Attacken." "Piepirixie, setz... äh... irgendetwas ein!" Piepirixie quiekte, erhob seine Arme und... ein Mondstrahl durchdrang die Wolken und traf Onix. Onix wurde immer schlaffer und sackte schliesslich in sich zusammen. "Jippie!", rief Xaver, "Wir haben gewonnen!" "Es scheint so...", sagte Monolith, "Na, dann werd ich euch ja wohl begleiten müssen, was?" "Ja, das wirst du wohl!" "Na gut...", seufzte Monolith, "Ich pack noch schnell meine Sachen zusammen." Eine halbe Stunde später waren alle abmarschbereit. Als sie in Marmoria City eintrafen, erlebten sie eine Überraschung: Vor ihnen stand ein kleines Männchen, das sie wütend anfauchte: "Das Betreten der Stadt ist bei Strafe verboten! Ich bin Officer Frostbeule und schiebe hier Wache und wenn ihr keinen Ärger wollt, dann verschwindet!" "Wir wollen nach Marmoria City!", sagte Georg grinsend, "Meinen Sie, Sie können uns davon abhalten? Sie Zwerg!" "Du Angeber! Ich zeigs dir! Ein Doppelkampf, in Ordnung?" "Aber gern!" "Gut! Meine Wahl fällt auf... Lilipu und Ogger!" Ein kleiner blau-weisser Fuchs und ein Riese mit einer grossen Keule erschienen. "Dann wähle ich Schillok und Kadabra!", erwiderte Georg, "Und wir läuten den Kampf ein mit einer ordentlichen Aquaknarre-Psychokinese-Kombination!"

"Ha!", lachte Frostbeule spöttisch, "Lilipu, Agilität! Ogger, Keulentanz!" "Kadabra, Psystrahl!" Kadabra erwischte das mit seiner Keule herumfuchtelnde Ogger mit voller Kraft. "Ogger, reiss dich ein bisschen zusammen! Lilipu, zeig dem Kadabra, wer der Meister ist! Frostschweif!" "Schillok, Hydropumpe!" Schillok schoss das angreifende Lilipu mit einem kräftigen Wasserstrahl ab. "Setz dem Spiel ein Ende, Kadabra! Psychokinese!" Und - schwupps - flogen Ogger und Lilipu in die Luft, um dann auf den Boden zu donnern. "Das sieht nach einem Sieg für mich aus, stimmts?", sagte Georg. "Aber ihr kommt trotzdem nicht rein!", bellte Frostbeule. In dem Moment erschienen zwei Officer Rockys auf der Bildfläche und verhafteten Frostbeule. Während Frostbeule wie ein Rohrspatz schimpfte, erklärten die Officer Rockys den vier Trainern, dass Frostbeule ein übler Gauner sei und versuche den Tourismus zum Erliegen zu bringen, indem er die Strassen blockiere. Dann zogen sie ab und die Trainer konnten passieren. In der Arena war Rocko gerade daran einen Emporkömmling namens Danny in seine Schranken zu verweisen. Beide hatten noch ein Pokémon übrig und nun hiess es Rockos Onix gegen Dannys Kicklee. Diesmal hatte Leo zuerst seinen Pokédex gezückt. Dieser knarzte: "Kicklee. Ein Kampfpokémon. Kämpft nur mit seinen Füssen. Seine Tritte sind enorm gefährlich. Seine Beine lassen sich dehnen und ermöglichen so eine Vielzahl von Kicktechniken." "Kicklee, mach dieses Klappergestell fertig! Turmkick!" "Onix, Felswurf!" Doch Kicklee spaltete die herabfallenden Felsen mit seinen Tritten. "Onix, Schaufler!" "Jahaha!", lachte Danny, "Der Feigling versteckt sich! Kicklee, Trittkanonade!" "Was ist das?" "Siehst du gleich, du Trottel!" Kicklee sprang hoch in die Luft und liess sich dann herabfallen. Kurz über dem Boden verhinderte es seinen Weiterfall, indem es ein Feuerwerk von Tritten auf den Boden losliess. Langsam taten sich Risse im Boden auf. "Dein dummes Onix wird früher oder später heraufkommen müssen! Und dann wird es bewusstlos gekickt!" "Onix, Hornstoss! Jetzt!" Onix schoss wie eine Rakete aus dem Boden hervor und rammte Kicklee sein Horn mitten ins Gesicht. "Und jetzt noch ein Steinwurf zum Abschluss!" Onix nickte und liess einen riesigen Felsen auf Kicklee hinabdonnern. "Tut mir Leid,", sagte Rocko und dachte dabei: "Nein, eigentlich tuts mir überhaupt nicht leid, du elender Angeber!", "aber anscheinend hast du verloren! War wohl nix. Na, ist ja auch egal. Versuchs in dreizehn Jahren wieder, dann schaffst dus sicher!" "Grrr!", brummte Danny, "Dieses dumme Kicklee! Dieses saublöde Onix! Dieser vertrottelte Arenaleiter..." Grummelnd verliess er die Arena.

15. Zappo!

"Der nächste Herausforderer, bitte!", rief Rocko, "Aber... Das kann ja wohl nicht wahr sein! Bist du's, Monolith?" "Ja, Rocko, mein Bruder! Ich bin es! Aber du hast es nur diesen drei fleissigen Trainern zu verdanken, dass ich hier bin!" "So.", sagte Rocko, und dann an die Trainer gewandt: "Was wollt ihr von mir?" "Wie?" "Ihr habt mir meinen Bruder zurückgebracht. Was wollt ihr dafür?" "Na ja... Drei Felsorden wären nicht schlecht." "Kommen sofort!" Rocko pfiff und ein Georok erschien. In seinen Händen trug es drei glänzende Felsorden. "Dann noch viel Glück auf eurer Reise!" Die zwei Brüder winkten den drei Trainern noch lange nach. "Tja.", meinte Xaver, "Als nächstes müssen wir durch den Vertania-Wald." "Zappo!" "Wer hat da "Zappo" gesagt?", fragte Georg. "Ich nicht.", meinte Xaver. "Ich auch nicht!", ergänzte Leo. "Zappo!" Ein kleines gelbes rotbackiges Pokémon rannte auf der Wiese herum. "Klein und gelb mit roten Backen.", sagte Georg, "Ein Pichu!" "Quatsch, ein Pikachu!", entgegnete Xaver. "Nein...", sagte Leo, "...das ist ein Zappo!" "Ein Zappo?", fragten Xaver und Georg ungläubig. "Hier!", sagte Leo, zückte seinen Pokédex und zeigte ihn den anderen Trainern. Der Pokédex erklärte: "Zappo. Kind von einem Pikachu und einem Pichu. Höchst selten. Es entwickelt sich entweder mittels eines Donnersteins zu Raichu oder mit viel Liebe zu Pikachu oder ganz normal zu Blitzo." "Wow!", schrie Georg, "Ein Pokémon mit drei Evolutionsmöglichkeiten! Das schnappe ich mir! Los, Kadabra! Konfusion!" Kadabra erschien und sandte psychokinetische Wellen nach Zappo aus. Dieses begann noch schneller herumzurennen. Auf diese Weise erzeugte es mehrere Trugbilder von sich selbst. "Pah!", meinte Georg, "Find heraus, welches das richtige ist, Kadabra, und dann Psystrahl!" Kadabra konzentrierte sich und in seinem Geist verschwand ein Zappo nach dem anderen, bis nur noch eins übrig war. Dann schoss es auf dieses einen telekinetischen Strahl ab, der das Zappo aus den Socken haute. Es war sofort besiegt. "Du gehörst mir, Zappo!", rief Georg, "Pokéball, los!" Er warf den Ball, Zappo verschwand im Ball, der Ball leuchtete und wackelte und leuchtete und wackelte und leuchtete nicht mehr und wackelte nicht mehr und wurde von Georg an seinen Gürtel gesteckt. "Nun habe ich auch drei!", rief Georg den anderen zu, "Ätschbätsch! Hahahaha!" "Lass das!", sagte Leo, "Das ist albern. Komm jetzt, wir ziehen weiter!" "Komme schon!"

Nach einer Weile erreichten die Trainer den Eingang zum Vertaniawald. Dort stand ein kleiner Bursche herum, der sie anschrie: "Eingangskontrolle! Ich bin Knecht Ruprecht von den "Rächern aus dem Wald"! Also zahlt euren Wegzoll! 2000 Pokédollar pro Person!" "Was?", schrie Georg, "Viel zu teuer! Kadabra, Schillok, Zappo, ihr seid dran!" "Grrr!", brüllte Knecht Ruprecht, "Los, Damhirplex, Botogel, Ursaring! Damhirplex, Geweihramme! Ursaring, Bodycheck! Botogel, Geschenkpaket!" Es ging ziemlich schnell. Von Damhirplex, einem Hirschpokémon, gerammt, flog Kadabra davon und ging k.o. Ursaring, ein gigantischer Bär, erledigte Schillok, während Botogel, der an einen weissen Vogel, den man in ein Weihnachtsmannkostüm gezwängt hatte, erinnerte, ein kunstvoll verschnürtes Paket vor Zappo plazierte. Dieses öffnete es neugierig, worauf das Paket explodierte und so eine grosse Rauchwolke entstand. "Ursaring, erledige diesen kleinen Unruhestifter!" Der Bär grunzte zustimmend und raste durch den Rauch hindurch auf Georg zu. Plötzlich erhellte ein Blitz die Szenerie. Zappo war noch lange nicht besiegt und nun sprühte es geradezu vor Wut. Mit einer spektakulären Donner-Attacke hatte es das Ursaring umgehauen. "Man merkt sofort, wer es trainiert hat.", meinte Georg selbstgefällig grinsend. "Du hast es gar nicht trainiert. Es hat sich das alles selbst angeeignet.", berichtigte Leo den Angeber. Inzwischen hatte Zappo das Botogel mit einigen Tackles weggeschleudert und wandte sich nun Damhirplex zu. Es schoss mehrere Blitze auf das Geweih des Hirsch-Pokémons ab. "Endenkorrespondenz!", befahl Ruprecht. Die Blitze wanderten zwischen den verschiedenen Enden des Geweihs hin und her und erzeugten dabei sieben immer grösser werdende Energiekugeln an den Geweihenden. "Und jetzt Geweihkonter!", ordnete Ruprecht an. Die sieben Kugeln lösten sich vom Geweih und schossen auf Zappo zu. Das kleine Pokémon wurde voll getroffen. Schnell liess Georg es und seine zwei Mitstreiter in ihren Pokébällen verschwinden. "Dann ist jetzt halt Glutexo dran!", entschied Xaver, "Los, Glutexo, Flammenwurf!" "Flemmli, du bist dran, unterstütz Glutexo mit Glut!" Die beiden Feuerattacken schlugen auf Damhirplex ein und liessen es zu Boden gehen. "Gib ihm den Rest, Glutexo, Raserei!" Glutexo rammte Damhirplex mit voller Wucht und katapultierte es so vor die Füsse seines Trainers. "Verdammt!", fluchte Ruprecht wütend. Ein kräftig gebauter Mann mit einem langen Eschenstock erschien neben ihm und fragte ein wenig gehässig: "Na, Ruprecht? Hast du ein Problem? Soll ich dir helfen? Kommst du nicht zurecht? Weisst du was, du bist ein absoluter Versager! Ich werde mich dieser Gören annehmen, denn ich bin Kleinhans, Stellvertreter von Robbie Hut! Ariados, nimm diese Unruhestifter gefangen?" Das Spinnenpokémon kam zum Vorschein und wickelte die drei Trainer in Blitzesschnelle in ein aus dünnen, aber schier unzerreissbaren Fäden bestehendes Netz. Dann erschienen unter ihnen etwa zwanzig Tuskas, die wahrscheinlich den zahlreichen grün gekleideten Männern, die überall in den Bäumen auf der Lauer lagen, gehörten, und trugen sie in den Wald hinein.

16. Robbie Hut und die "Rächer aus dem Wald"

"Diese unverschämten Störenfriede waren drauf und dran in unseren schönen Wald einzudringen, als ich sie mir geschnappt habe!", empörte sich Kleinhans. Die Trainer waren in eine kleine Hütte inmitten des Vertania-Walds verschleppt worden. Ihnen gegenüber sass ein schlanker, grün gekleideter Mann auf einer Art Thron. "Interessant, Kleinhans, interessant... Bringt sie in die Arena. Sie werden lernen müssen, dass niemand sich Robbie Hut widersetzt." "Zu Befehl, Chef!" Zwei Bandenmitglieder traten vor, packten die drei Freunde, die immer noch im Netz eingewickelt waren, und zerrten sie unsanft in eine grosse, fast schon gigantische Mulde. In die Erde waren Sitze eingelassen. Während die drei Trainer zum tiefsten Punkt der Vertiefung hinabkugelten, setzten sich die "Rächer aus dem Wald" auf die Sitze und schauten dem Spektakel belustigt zu. "Was soll das überhaupt?!", schrie Leo empört. "Ich kann euch sagen, was das soll. Ich hiess einst Butch und stand in der Team Rocket-Hierarchie sehr weit oben. Ich habe gesehen, wie das Team Rocket und wie die Polizei vorgeht. Meiner Meinung nach haben sie beide falsch gehandelt. Nun gibt es das Team Rocket nicht mehr und da habe ich unter dem Namen Robbie Hut eine eigene Verbrecherbande gegründet. Wir nehmen von den Armen und geben es den Ärmeren. Und niemand ist so arm wie wir, da wir alles, was wir einnehmen, auch gleich wieder ausgeben. Hahahaha!" "Ihr seid nichts als Schurken!", brüllte Georg wütend, "Wenn meine Pokémon noch kampffähig wären, könntet ihr jetzt was erleben!" "Ihr erlebt gleich etwas!", sagte Butch amüsiert. Der Boden der Mulde begann zu vibrieren. Ein Spalt klaffte im Boden auf. Ein kugelartiges Pokémon mit einer Art Schildkrötenpanzer hüpfte hinaus. "Geowaz.", knarrte Xavers Pokédex, "Diese äusserst starke Weiterentwicklung des Georok hat einen Panzer, den keine Attacke durchdringen kann. Einem Geowaz, das Walzer einsetzt, kann nichts und niemand etwas anhaben." "Dieses Pokémon habe ich dem alten Gauner Giovanni geklaut, als ich noch beim Team Rocket war. Es ist so gut wie unbesiegbar.", grinste Butch. Das Geowaz verkroch sich in seinem Panzer und begann auf die Trainer zu zu rollen.

Glurblitz war unterwegs. Tief unter ihm lag der Vertania-Wald. Es hörte ein seltsames Donnern. "Ein Gewitter.", dachte es, "Oder ein starker Gegner." Es machte die Quelle des Donnerns aus: Sie lag mitten im Vertania-Wald. Es flog tiefer und liess einige Bäume mit seinem Feuerodem zu Asche zerfallen. Glurblitz sah nach unten. Es erblickte eine Mulde, in der drei Trainer von einem Geowaz verfolgt wurden. "Das schnapp ich mir.", dachte das Drachen-Pokémon. Es setzte zum Sturzflug an und bombardierte dabei Geowaz unablässig mit Feuerbällen. Dieses streckte seinen Kopf und seine Gliedmassen aus seinem Panzer und fiel erschöpft um. Glurblitz packte das ohnmächtige Pokémon und liess es dann hoch über den Baumkronen zu Boden fallen. Geowaz riss im Fallen einige Äste, Raupys und anderes Zeugs mit, um dann auf die Füsse von Butch zu donnern. Der Bandenchef schrie laut auf. Währenddessen hatten Xavers Glutexo und Leos Flemmli das Netz durchgebrannt, so dass die Trainer flüchten konnten. Kleinhans, der sie zufällig entdeckte, alarmierte sofort Butch und schon bald war den drei Freunden die ganze Bande auf den Fersen. Schliesslich überholte sie Butch und versperrte ihnen den Weg. "Gewinnt gegen mich und ihr seid frei!", forderte er sie heraus, "3 vs. 3. Du zwei," Er zeigte auf Xaver. "du eins" Er klopfte Leo auf die Schulter. "und du keins, weil du kein kampffähiges Pokémon mehr hast." Er wies auf Georg. "Sehr gut! Dann wähle ich Piepirixie und Ratt!", rief Xaver aus. "Und ich nehme Flemmli!", ergänzte Leo. "Schlappe Pokémon! Seht her, was ich einsetze: Magnayen, Kapoera und Rasaff!" Ein schwarzes Hundepokémon, ein Kampfsportpokémon und ein wütend aussehender Affe erschienen. Die sechs Pokémon traten sich gegenüber und versuchten vorsichtig, ihre Gegner einzuschätzen. "Piepirixie, setz wieder diesen Mondstrahl ein, mit dem du das Onix besiegt hast!", befahl Xaver, "Ratt, hilf ihm mit einer sauberen Nachtnebelattacke!" Schwarze Blitze, die aus Ratts Maul schossen, begannen den weissen Strahl zu umkreisen, den Piepirixie aus den Wolken herabfallen liess. Die Attacke raste auf Kapoera zu. "Kapoera, wehr diesen schlaffen Versuch eines Angriffs ab!" Das Kampfsportpokémon machte einen Handstand und drehte sich dann rasend schnell um die eigene Achse. So wehrte es die kombinierte Attacke ab und schleuderte sie auch gerade noch zurück an den Absender. Piepirixie war sofort besiegt. "Zurück, Piepirixie!", rief Xaver, "Ratt, Flemmli, ihr müsst nun zusammenarbeiten. Ratt, Spukball! Flemmli, Glut!" Der Feuerball prallte auf den Spukball und vereinigte sich mit ihm. Ein roter Ball, der von schwarzen Flammen umgeben war, entstand und schoss in Richtung Rasaff. Dieses wurde von der Attacke weggefegt und besiegt. "Zurück, Rasaff!", knurrte Butch wütend, "Aber jetzt gehe ich in die Offensive. Magnayen, Slam! Kapoera, Schaufler!" Während Kapoera sich im Waldboden vergrub, rammte Magnayen Flemmli mit voller Wucht. Das Küken-Pokémon wurde weggeschleudert und konnte sich nur mit grösster Mühe noch auf den Beinen halten. Dann erzeugte es einen gigantischen Feuersturm, der das Magnayen im Nu besiegte. "Das Kompensations-Phänomen!", staunte Georg, "Wieso passieren solche Sachen immer dir? Das ist total ungerecht! Und ich habe nicht mal kampffähige Pokémon." In diesem Moment erschien Kapoera unter Ratt. Es verabreichte ihm einen saftigen Tritt, der das Geist-Pokémon sogleich besiegte. Nun waren nur noch Kapoera und Flemmli übrig. Mit dem Unterschied, dass Flemmli kurz vor dem K.o. stand, während Kapoera nur so vor Energie strotzte. "Machen wir dem ein Ende, Kapoera. Turmkick!" Kapoera sprang hoch in die Luft, um dann auf das wehrlose Flemmli niederzusausen. Das Küken-Pokémon hatte nicht mal mehr genug Kraft, um der Attacke auszuweichen. Es war mittlerweile umgefallen und wartete liegend darauf, von der Attacke besiegt zu werden. Bis es begann zu leuchten. Das kleine Pokémon richtete sich auf, leuchtete immer mehr, wuchs und rief dann mit fröhlicher Stimme: "Jungglut!"

17. Spezialagent 0,07 Jamie Blond

"Jungglut, Fegekick!" Das Pokémon erhob seinen rechten Fuss und kickte damit Kapoera weg, das auf es zuschoss. Wamm! Das Kampfsport-Pokémon knallte gegen einen Baum und ging k.o. Grummelnd rief Butch es zurück und gestattete den drei Freunden zu gehen. "Wir sollten so schnell wie möglich nach Vertania City gehen.", sagte Georg, "Wir haben insgesamt nur noch vier Pokémon!" "Vergesst es! Denn...
Jetzt wirds Nacht
Und ich habe die Macht
Ich will über den Mond regieren
Und meine eigenen Krater kreiieren
Team Shadow - so schnell wie die Nacht
Drum gebt lieber auf und bekämpft mich nicht... äh... nacht
Blond,
Jamie
0,07
mit der Lizenz zum Flöten!"

Ein Mann in einem grau-beigefarbenen Regenmantel war vor ihnen erschienen. Er trug einen Anstecker in Form eines "S". "Der ist vom Team Shadow!", schriee Leo, "Los geht's, Jungglut, Tauboss, Rattfratz!" "Hilf ihm, Glutexo!" "Lächerlich! So wollt ihr gegen mich antreten?" "Wer sind Sie überhaupt?" "Mein Name ist Jamie Blond. Ich bin einer der Spezialagenten vom Team Shadow." "Der was?" "Pass auf, du Erbsenhirn! Zuoberst in der TS-Hierarchie stehen die beiden grossen Chefs. Darunter kommt die Elite 5, alles hoch qualifizierte Pokémonmeister. Unter denen stehen die Spezialagenten, welche die gewöhnlichen Agenten kommandieren. Langer Rede, kurzer Sinn: Ihr habt es hier mit einem Meister seines Fachs zu tun. Los, Rabauz, Sichlor, Webarak, Kleinstein!" Ein kleines Kampfpokémon, eine Mantis mit Flügeln und scharfen Sicheln anstelle von Armen, eine kleine grüne Spinne und ein Felsklotz mit zwei Armen erschien. "Schlappschwanz!", höhnte Georg sofort, "Kein einziges dieser jämmerlichen Kreaturen hat sich je weiterentwickelt!" "Könntest du nicht mal deinen Schnabel halten?", fragte Leo genervt. "Kleinstein, Sichlor, Kombi!" Das Gesteins-Pokémon erzeugte einen riesigen Felsblock, den Sichlor gekonnt in viele kleine Steinchen zerlegte. "Und jetzt Steinregen!" Die Steinchen prasselten auf Rattfratz herab. Das Ratten-Pokémon quiekte laut und verschwand im Gebüsch. "Das siehst du nie wieder!", spottete Jamie, "Rabauz, Webarak, Klebefaust!" Das Spinnen-Pokémon umwickelte Rabauz' Boxhandschuhe mit einem klebrigen Netz. Als dieses darauf Tauboss in einen Flügel boxte, löste sich das Netz von seinem Handschuh, blieb an Tauboss haften und machte das Vogel-Pokémon so gut wie kampfunfähig. Tauboss versuchte sich aus dem Netz zu befreien, verstrickte sich aber nur immer tiefer in ihm. Schliesslich ging es erschöpft zu Boden und musste zurückgerufen werden. "Glutexo, schalt mal dieses nervige kleine Webarak aus!", befahl Xaver ein bisschen ängstlich ob der Tatsache, dass ihr Gegner nun doppelt so viele Pokémon hatte wie sie, "Flammenwurf!" "Kleinstein, stell dich dazwischen!" Das Fels-Pokémon warf sich vor Webarak und fing die Attacke mit seinem steinernen, unempfindlichen Körper ab. "Und jetzt Schlitzer, Sichlor!" Sichlor hatte nun freie Bahn und versetzte Glutexo einen heftigen Hieb mit einer seiner Sicheln. "Rabauz, Donnerschlag!" Blitze sprühten um Rabauz' Hand, als es Glutexo mit aller Kraft in den Bauch boxte und k.o. schlug. In diesem Moment schoss Rattfratz aus dem Gestrüpp hervor und setzte Webarak mit einem gut gezielten Biss ausser Gefecht. "Kleinstein, Steinwurf!" Grosse Felsbrocken donnerten vom Himmel herab. "Rattfratz, Ruckzuckhieb!" Mit mehreren behänden Sprüngen wich das Ratten-Pokémon den Steinen aus und tacklete dann Rabauz kampfunfähig. "Sichlor, Kleinstein, Baseball-Technik!" Sichlor packte Kleinstein und schleuderte es hoch in die Luft. Dieses igelte sich dort ein. "Jetzt Schlag!" Sichlor holte mit einer seiner Sicheln weit aus und pfefferte Kleinstein mit voller Wucht gegen Jungglut. Dieses wurde in eine Dornenhecke geschleudert und ging k.o. Doch der Aufprall hatte Kleinstein derart geschwächt, dass auch es zurückgerufen werden musste. "Ich werde doch gegen diese Schlaffis nicht verlieren!", schimpfte Jamie wütend, "Sichlor, Schlitzer!" "Rattfratz, Doppelteam!" Das Ratten-Pokémon erzeugte ein Ebenbild von sich. Die beiden Rattfratz begannen so rasend schnell herumzurennen, dass Sichlor sie nicht mehr auseinanderhalten konnte. "Jetzt Doppeltackle!" Beide Rattfratz sprangen auf Sichlor zu. Das Pokémon zögerte einen kurzen Augenblick und stürzte sich dann auf eines der beiden. Es war das falsche. Das richtige rammte es von hinten und setzte es kampfunfähig. "So ein Mist!", ärgerte sich Jamie. In diesem Augenblick kam eine Waldpatrouille, die aus fünf Officer Rockys bestand, vorbei und verhaftete den Gauner. Sie bot gleichzeitig an, die drei Trainer nach Vertania City zu bringen. Diese nahmen dankbar an.

In Vertania City wollten sie natürlich sofort, nachdem sie ihre Pokémon geheilt hatten, in die Arena. Doch es war bereits spät am Abend und die Arena war geschlossen. Also schlugen sie ihr Lager auf und beschlossen, am nächsten Morgen sofort den Arenaleiter herauszufordern.

18. Giovanni, das Urgestein

In der Arena erwartete sie ein alter Mann in einem Rollstuhl. Fünf Krankenschwestern scharwenzelten um ihn herum und massen seinen Blutdruck, seinen Blutzuckerspiegel etc. "Wollt ihr mich herausfordern?", knurrte er. "Hatten wir vor, ja." "Na gut, wer ist als erster dran!" "Ich!", sagte Leo. "In Ordnung. Drei vs. drei und ich nehme als erstes Pokémon Kangama." Ein känguruähnliches Pokémon erschien. "Los, Rattfratz!" "Lächerlich! Kangama, Erdbeben!" Rattfratz war sofort k.o. "Jungglut, räche Rattfratz!" "Los, Kangama, Slam!" Das Pokémon rammte Jungglut einmal und hatte schon den zweiten Sieg davongetragen. "Tauboss, mach Kangama fertig." "Bodycheck!" Kangama sprang in die Luft, tacklete Tauboss und verhalf Giovanni so zum Sieg über Leo. "Jetzt bin ich dran!", sagte Georg, "Los, Zappo!" "Kangama, Bodyslam!" Und schon war Zappo besiegt und musste zurückgerufen werden. "Schillok, besiege es! Aquaknarre!" "Kangama, wehr diese jämmerliche Attacke ab und besieg es mit Slam!" Und - schwupps - war auch Schillok Geschichte. "Kadabra, zeig es diesem Kangama! Psystra..." "Erdbeben!" Der Boden begann zu beben, Kadabra flog hoch in die Luft, fiel zu Boden und ging k.o. "Warten Sie nur!", sagte Georg, "Das wird noch ein Nachspiel haben, ich werde Sie eines Tages besiegen." "Das glaubst du ja selbst nicht.", sagte Giovanni und zeigte auf Xaver, "He, du da! Lass dich auch noch besiegen, dann haben wir's hinter uns." "Ich denk nicht dran! Los, Ratt!" "Kangama, Erdbeben!" Das Ratt fiel besiegt auf den Arenaboden. "Jetzt wähle ich Piepirixie!" "Kangama, mach es kurz! Bodycheck!" Piepirixie flog quer durch die halbe Arena und donnerte gegen einen verblüfft aussehenden Trainer, der gerade die Arena betrat. "Und als letztes bekommst du's mit Glutexo zu tun!" "Ha! Kangama, Slam!" Glutexo war sofort besiegt. "Wie's aussieht, habt ihr verloren.", sagte Giovanni, "Tut mir Leid, Jungs, aber da kann man nichts machen. Kommt in zwei Millionen Jahren wieder, dann habt ihr vielleicht eine klitzekleine Chance, wenn ihr bis dahin 30 Stunden am Tag trainiert. Hahahaha!"

Deprimiert verliessen die Trainer die Arena und liessen ihre Pokémon im Pokécenter heilen. "Was soll's.", sagte Leo aufmunternd, "Ziehen wir weiter nach Alabastia!" "Halt!", schriee Xaver, "Schaut doch mal da!" Er zeigte auf einen grossen Betonbau, der mit "Trainerhaus" angeschrieben war. Sie betraten das Gebäude. Hinter einem Tresen stand eine junge Frau, die anscheinend die Cousine einer Schwester Joy sowie die Nichte einer Officer Rocky war. Auf jeden Fall sah sie so aus. "Kann ich behilflich sein?", fragte sie. "Was kann man hier eigentlich machen?", fragte Georg. "Für 100 Pokédollar könnt ihr gegen unseren Champ antreten." "Wer ist das denn?" "Er ist knapp am Champion-Titel der Pokémon-Liga vorbeigeschlittert: Felix, der Beinahe-Pokémeister!" "Den mache ich fertig!", sagte Georg grinsend. "Versuch's doch!", munterte ihn die Empfangsdame auf. "Das werd ich!", knurrte der Trainer und knallte eine Hunderter-Note auf den Tresen, "Los, Kadabra!" "Krachosam, ich wähle dich!" Ein kleines Dinosaurierpokémon mit einem bombenähnlichen Samen auf dem Rücken erschien. "Starte mit Samenexplosion!", ordnete Felix an. "Kadabra, kontere mit Psychokinese!" Die beiden Attacken prallten aufeinander und es entstand eine gewaltige Explosion. "Krachosam, Einigler!" Während sich Felix' Pokémon zusammenrollte und so die Explosion überstand, hatte Georgs Kadabra nicht den Hauch einer Chance. "Dann ist jetzt halt Zappo dran. Donnerblitz!" Krachosam, das sich gerade entrollte, wurde von der Attacke überrascht und beinahe besiegt. Im letzten Augenblick liess es sich selbst explodieren und besiegte so seinen Gegner, obwohl es nun selbst auch besiegt war. Jetzt setzte Georg sein Schillok ein und Felix sein Glutos. "Du bist mit dem Typ im Nachteil, du Schwachkopf!", höhnte Georg. "Pah! Glutos, Flammenrad!" "Schillok, Aquaknarre!" Doch Glutos hatte gut trainiert. Schilloks Attacke verdampfte und es selbst wurde besiegt. "Will noch jemand?", fragte die Dame am Tresen. "Lieber nicht.", sagte Xaver, "Aber ich würde Felix gerne als Reisegefährten haben." "Wer soll dann hier gegen die Herausforderer kämpfen?", fragte der Direktor des Hauses, der soeben erschienen war. "Ich könnte das übernehmen.", sagte Leo. "Bist du denn stark?", fragte der Direktor. "Es geht." "Beweis es mir! 1 gegen 1 und ich setze Psiana ein!" Eine violette Katze erschien. "Tauboss, zeig ihm, wer der Meister ist!" "Pah! Psiana, Psystrahl!" "Tauboss, Flügelschlag!" Die beiden Attacken prallten aufeinander. Der Psystrahl erwies sich als stärker. Tauboss stürzte ab und ging k.o. "Nein.", sagte der Direktor, "Du bist mir zu schlecht. Felix, du wirst wohl oder übel hier bleiben müssen." "Können nicht Sie den Posten übernehmen?", fragte Felix. "Dann müsste ich ja richtig arbeiten! Nein, lieber nicht..." In diesem Moment erschütterte eine Explosion das Haus. Zwei Männer stürmten herein und riefen: "Seid ihr die, die unseren Kumpel Jamie Blond den Officer Rockys ausgeliefert haben?" "Ja, das sind wir!", sagte Xaver entschlossen. "Das werdet ihr büssen. Los, Volbeat und Illumise!"

Zwei kleine Insektenpokémon flogen aus ihren Pokébällen. "Die mache ich mit links fertig.", sagte Felix, "Haltet ihr euch da raus!" "Das wird nicht funktionieren!", grinste einer der Männer und drückte auf einen roten Knopf an der Fernbedienung, die er in seiner Hand hielt. Ein Loch öffnete sich unter den Trainern und verschluckte Felix, den Direktor und die Empfangsdame. "Nun seid ihr fällig!", lachte der andere. Dann schmetterten sie im Chor: "Volbeat und Illumise, Duplexgiftpuder!" "Jungglut, Glutexo, doppelter Flammenwurf!" Das Puder verbrannte einfach ohne Schaden anzurichten. "Und jetzt ein doppelter Kratzer!" Während Glutexo sich auf Volbeat stürzte, knöpfte sich Jungglut Illumise vor. Die beiden Pokémon fielen mit verkratztem Gesicht zu Boden und mussten zurückgerufen werden. Fluchend ergriffen die zwei Gauner die Flucht. "Hinterher!", rief Felix, der inzwischen aus dem Loch geklettert war. Die vier Trainer rannten gemeinsam den zwei Verbrechern hinterher. "Halt!", brüllte der Direktor, "Was ist mit dem Trainerhaus? Wer soll denn jetzt hier gegen die Herausforderer kämpfen? Komm zurück, Felix!" Doch der hörte ihn bereits nicht mehr. Eine wilde Jagd entbrannte. Über Stock und Stein rannten die Trainer und verringerten langsam aber sicher den Abstand zu den Gaunern. Alabastia kam bereits in Sicht. Die Verbrecher rannten in die Stadt hinein und versteckten sich in einer Gasse. Dort erwartete sie Ash Ketchum, der Liga-Champion, der gerade Urlaub hatte. "Pikachu, Donnerschock!" Wie einst Jessie und James flogen die beiden Gauner in hohem Bogen davon. Aber das Team Shadow lag auf der Lauer. Zwei Schiffe ankerten vor Alabastia. Auf jedem befanden sich etwa fünfzig kampfbereite Team Shadow-Agenten sowie eine Eliteeinheit von zehn Trainern. Dazu kam noch ein kleines Motorboot, auf dem sich einer von Team Shadows Topagenten aufhielt: Der Kanto-Agent der Elite 5. Etwa dreissig Kramurx schossen auf die vier Freunde hinab und verschleppten sie auf eines der Schiffe. Dort erwartete sie ein langer Aufenthalt im Maschinenraum.