Fanstory von Svenja für Bisafans.de Der Beginn ---------------------- Es war Abend geworden. Die Sonne senkte sich vom Himmel herab und der Himmel verfärbte sich dunkelrot. Ein lauer Abendwind wehte und die Grashalme kräuselten sich im Wind. Die Blätter der Bäume rauschten und in der ferne bellte ein Hunduster. Die Kramurx wachten langsam auf und die anderen Pokémon verzogen sich in ihre Unterschlupfe, um zu schlafen. So war es auch im Bergdorf St. Anna im Dodrimassiv. In den einzelnen Häusern brannte noch Licht, doch langsam gingen die Lichter aus. Schließlich war nur noch ein Fenster im ersten Stock eines Hauses beleuchtet. Nervös schritt ein schwarzhaariger und grünäugiger Junge in diesem Zimmer auf und ab. Es war der 9 3/4 Jahre alte Markus, der immer nervöser zu werden schien- je dunkler es wurde. Der Grund dafür war, dass morgen der Beginn seiner Pokémon- Reise sein würde. Die Uhr, die über seiner Kinderzimmertüre hing, zeigte jetzt schon 9 Uhr und immer noch konnte Markus nicht ins Bett gehen. Auf seine Zimmertüre war ein Poster mit allen 251 Pokémon gepinnt und jede Menge Pokémon- Spielzeug auf dem Boden war das Resultat eines nicht aufgeräumten Zimmers. Schließlich entschied sich Markus doch, ins Bett zu gehen, um morgen fit zu sein. Schließlich wollte er der weltbeste Pokémon- Trainer auf der ganzen Welt werden! Doch dazu brauchte er die neun Orden der Dodri- Massiv- Liga, die sechs Orden von Melonurma- das Land, dass bisher großteils unbekannte Attacken aufwies und für seine riesigen Melonen und süßen Früchte bekannt war, die acht Orden der Johto- Liga, die vier Orden der Orange- Liga und die acht Orden der Indigo- Liga. Außerdem musste er einen Pokédex vervollständigen und viele, starke Pokémon fangen. Markus dachte über seine bevorstehenden Abenterer nach. In seinem Dorf gab es einen alten Mann, der Herbert hieß und sich sein Leben lang mit Pokémon beschäftigt hatte. Keiner im Dorf kannte sich bei Pokémon so gut aus, wie er. Er erforschte Pokémon, schrieb über sie Studien und gab Pokémon - Unterricht. Wenn ein Schüler einen Monat bei ihm im Unterricht gewesen war, bekam er sein erstes Pokémon. Markus hatte selbstverständlich alle Stunden absolviert, um für seine Reise bestens gerüstet zu sein. So hatte er zum Beispiel die Namen aller Arenaleiter und Orden der Dodri- Massiv- Liga auswendig lernen müssen. Der erste war Andreas, trainierte Normal- Pokémon und vergab den Norm-Orden, die zweite hieß Viola und trainierte Unlicht- Pokémon, vergab den Mondscheinorden und so weiter.... Markus fuhr in seine Nachthose und legte sich ins Bett. Langsam ging die Sonne auf. Ein Dodu krähte bereits und auf den Grashalmen war der Tau zu sehen, der sich in der Nacht gebildet hatte. Die Luft erwärmte sich bereits und die Kramurx und Hunduster waren längst in ihre Unterschlupfe zurückgekehrt. Von der Taurosweide drang fröhliches Glockengeläute und weckte Markus. Dieser rieb sich den Schlaf aus den Augen und fuhr langsam in seine Kleider. Schlaftrunken watschelte er in die Küche, wo seine Eltern bereits saßen und frühstückten. "Na?", fragte sein Vater und klopfte Markus auf die Schulter, "Schon etwas aufgeregt?" "Etwas ist ein Hilfsausdruck!", gab Markus zu bedenken, " ich bin so aufgeregt, dass ich aus der Haut fahren könnte! "Tja- es wird dann sowieso langsam Zeit!", meinte Markus Mutter. "Herbert hat gesagt, dass du um zehn Uhr pünktlich bei ihm erscheinen sollst, um dien erstes Pokémon abzuholen. "Tja- also dann Tschüs und ich komme dann noch mal!", meinte Markus und stürmte aus seinem Haus. Er rannte geradewegs auf Herberts Haus zu. "Dr. Herbert Ketchum", stand auf seinem Türschild zu lesen. Markus klingelte heftig und lang. Die Türe öffnete sich und der gut gelaunte Kopf eines alten Mannes begrüßte Markus. "Hallo, Markus! Auch schon aufgeregt?" "Guten Tag, Herbert!", begrüßte ihn Markus. "Ich bin ziemlich fertig." "Tja- ich verstehe dich!", meinte Herbert und führte Markus die Stiegen hinauf, in einen Raum voller merkwürdiger Maschinen, "mein Enkel hatte den großen Tag verschlafen und bekam ein Pikachu, das aber wild und unerzogen war. Doch sie freundeten sich dann doch noch an und wurden schließlich ein unschlagbares Team." Er zwinkerte Markus zu. "Aber wie ich dich einschätze, wirst du dich schon bald mit ihm messen können- schließlich warst du mein bester Schüler in diesem Monat" "Danke!", meinte Markus, aber ich wollte einfach unbedingt alles über Pokémon wissen, um einen guten Start zu haben und ich denke, das habe ich jetzt auch erreicht." Doch diesmal betrachtete ihm Herbert kritisch. "Schau, Markus", meinte er, "Du hast dir vielleicht vorgenommen, alles über Pokémon zu erfahren, doch obwohl du mein bester Schüler warst, weißt du nur einen ganz kleinen, minimalen Teil von allen Informationen, die es gibt. Ich selber weiß nur sehr wenig, obwohl ich mein ganzes Leben den Pokémon gewidmet habe. Das liegt auch daran, dass noch nicht einmal alle Pokémon erforscht worden sind." "Tja, da haben sie wohl recht...", meinte Markus. Ich habe mit zuviel vorgenommen." "Aber welches ist jetzt mein erstes Pokémon?", fuhr er fort. "Du hast recht!", meinte Herbert, "es hat keinen Sinn, um den heißen Brei herumzureden. Weil du mein bester Schüler bist, habe ich mir für dich etwas ganz besonderes einfallen lassen!" Markus spürte, wie sein Herz schneller schlug und wie aufgeregt er war. Herbert öffnete einen Schrank, in dem viele Pokébälle lagen , nahm einen heraus und reichte ihn Markus. "Hier!", sagte er. "Das ist dein erstes Pokémon!" Überglücklich nahm ihn Markus an. "Danke vielmals, Herbert!", strahlte er. "Keine Uhrsache!", erwiderte Herbert. "Außerdem hast du hier noch einen Pokédex und Pokébälle!" "Danke vielmals!", dankte Markus nochmals, nahm die Gegenstände an sich. Dann stürmte er vor´s Haus, um den Pokéball zu schleudern und zu erfahren, was sein erstes Pokémon war. Mit "Pokéball, los!", schleuderte er seinen Ball mit voller Kraft und wartete, welches Pokémon herauskam. Das grelle Licht verschwand. "San!", sagte das Pokémon, das vor Markus stand. Aus dem Fenster des ersten Stockes seines Hauses sah Herbert schmunzelnd auf die beiden herab. Das erste Pokémon Vor Markus stand ein gelb gepanzertes Pokémon mit weißem Bauch und Krallen an den Händen und Füßen. "Sandan!", meldete sich der Pokédex. "Es lebt tagsüber unter der Erde und baut Gänge. Es jagt erst in der Nacht. Sandans sind nett, beherrschen jedoch mächtige Boden- Attacken." "Du heißt also Sandan!", rief Markus überglücklich und schloss das kleine Lebewesen in seine Arme. "Sandan!", rief Sandan und genoss Markus Streicheleinheiten. Herbert hatte Markus und all den anderen Schülern zwar oft gesagt, dass sich Pokémon normalerweise in ihren Pokébällen befänden, doch in diesem Augenblick dachte Markus gar nicht daran, sein Sandan in den Pokéball zu lassen. "Komm, Sandan!", meinte er. "Bevor wir losziehen und zu den besten der besten werden, legen wir heute noch mal einen Ruhetag ein! Herbert hatte Markus nämlich geraten, seinem Pokémon etwas Zeit zu lassen. "Du könntest zwar gleich losziehen, doch es ist besser, wenn du deinem Pokémon noch einen Tag Zeit lässt, damit es sich an dich gewöhnen kann!", hatte er damals versichert. Diesen Rat hatte Markus sehr ernst genommen und jetzt wollte er sich erst einmal richtig mit Sandan anfreunden. Er lief mit Sandan zu seinem Haus und drückte die Türklinke hinunter. Dann stürmte er in die Küche, um seinen Eltern sein erstes Pokémon vorzustellen. Am Abend lag Markus schon relativ zeitig im Bett. Neben ihm lag Sandan und schlief bereits. Markus dachte nochmals über alle Ereignisse nach und über alles, was er heute erlebt hatte. Das Fenster war offen und wie gestern wehte ein lauer Abendwind hinein. Markus war voller Neugierde, welche Abenteuer ihm bevorstanden. Er sah hinunter zu Sandan, welches schlief und ab- und zu ein leises Schnarchen von sich vernehmen ließ. Die Gardienen wehten sachte im Wind, manchmal kam ein leichter Windstoß auf, welcher sich aber rasch wieder legte. Schließlich schlief Markus müde und erschöpft von den vielen Ereignissen heute, aber unendlich glücklich ein. Am nächsten Morgen weckte Markus- wie immer- das Glockengeläute von der Taurosherde. Verschlafen rieb sich Markus die Augen, sah zu Sandan hinunter, welches immer noch schlief und stieg aus dem Bett. Nochmals rieb er sich den Schlaf aus den Augen und stieg die Treppe hinunter. Er war so glücklich, wie noch nie zuvor in seinem Leben. "Sandan soll sich noch etwas ausschlafen!", dachte Markus. Schließlich war der gestrige Tag auch für Sandan sehr anstrengend gewesen. Zuerst hatte es sich an einen vollkommen neuen Trainer gewöhnen müssen, dann hatte es mit ihm Freundschaft geschlossen und am Nachmittag waren die beiden auf der Almwiese hin- und her getollt. Außerdem würden die kommenden Tage für Sandan ebenfalls sehr anstrengend sein, da es in den nächsten Tagen seine ersten Kampferfahrungen machen würde. Markus stieg voller Behagen die Treppe hinunter und machte sich auf dem Weg in die Küche. Seine Mutter stand geschäftig am Herd und briet Spiegeleier für´s Frühstück. "Guten Morgen!", grüßte sie ihn, als sie ihn sah. "Wo ist denn dein kleiner Freund?" "Ach, Sandan schläft noch!", gab Markus zur Antwort. "Soll es auch!", meinte Markus Mutter. "Die nächsten Tage werden für euch beide sehr anstrengend sein!" "Tja, das denke ich auch!", meinte Markus, während er seine Zähne in ein Butterbrot hieb und fuhr fort: "Könnte ich für die Reise eine Karte haben?" "Klar- dein Papa hat genug!", meinte seine Mutter. "und wo steckt der?", wollte Markus wissen. "Der steckt noch in den Federn!", erwiderte seine Mutter. So machte sich Markus auf den Weg ins Schlafzimmer. Unterwegs stieß er mit Sandan zusammen, welches auch schon aufgestanden war. "San!", begrüßte Sandan Markus, während es sich den Rücken rieb. "Guten Morgen, Sandan!", meinte auch Markus erfreut, Sandan so munter zu sehen. "Entschuldigung, habe ich dir wehgetan?", fragte er. "Sandan!", meinte Sandan kopfschüttelnd. Dann machte es sich auf den Weg in die Küche, während sich Markus auf den Weg ins Schlafzimmer machte. Gähnend lag Markus Vater im Bett. "Guten Morgen!", grunzte er. "Guten Morgen!", meinte auch Markus. "Sag mal-, könntest du mir für meine Reise eine deiner Karten geben?", fuhr er fort. "Schaun wir mal!", grunzte sein Vater- immer noch etwas verschlafen und stand auf. Dann ging er zum Bücherregal und zog eine Karte heraus. "Dodri- Massiv", stand auf der Karte. Markus entfaltete sie und suchte sein Dorf. Genau- hier war es! "St. Anna", stand winzig gedruckt neben einem roten Punkt, der das Dorf darstellen sollte. Markus studierte genau den Weg, den er sich für heute vorgenommen hatte. Über die Taurosweide würde er zu Route 47 kommen. Diese führte nach Kontra- City, wo er gegen Tom kämpfen und den Norm- Orden erringen würde. "Sandan?" Sandan war ins Schlafzimmer gekommen, um nachzusehen, wo Markus war. "Ich komme gleich, Sandan!", versprach Markus, "mach dich schon mal bereit für unsere große Reise!" "San!!", meinte Sandan und nickte mit dem Kopf. Zum Frühstück verschlang Markus ein Butterbrot und dann kam der große Moment. Markus schulterte seinen blauen Rucksack, setzte seine rote Kappe auf und zog seine blau- weiße Jacke an. Er verabschiedete sich von seinen Eltern und begann mit Sandan seine Wanderung. "Heute am Abend sind wir in Kontra- City!", meinte er zu Sandan, welches neben ihm herging. "Dort müssen wir uns dann auf den Kampf mit Tom vorbereiten und übermorgen kämpfen wir dann gegen Tom. "Sandan!", rief Sandan und nickte eifrig mit dem gelben Kopf. "Also, los!", rief Markus und die beiden rannten die Tauros- Alm hinunter und kamen auf Route 47 an. Auf einer Holzbank legte Markus eine kurze Verschnaufpause ein. "San!", meinte Markus Pokémon. Markus streichelte den Kopf seines kleinen Boden- Pokémon. "Ich frage mich, wie diese Bank hierher kommt!", meinte Markus. Er war nämlich schon unzählige Male hier gewesen, doch diese Bank war ihm nicht eingefallen. Kaum hatte er die Worte gesagt, begann die Bank zu wackeln und wurde hochgezogen. "Hä?", fragte Markus. Er sah hinauf. Und das, was er sah, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Zu spät war ihm aufgefallen, dass die Bank, auf der sie saßen, mit vielen Seilen an einem gigantischen Mauzi- Ballon festgemacht war. Natürlich war der Name "Team Rocket" Markus schon die längste Zeit en Begriff und Markus Eltern hatten ihn schon immer vor dieser Gefahr gewarnt. Doch an eine solch heimtückische Falle hatte Markus nie geglaubt. "Lasst uns sofort wieder runter!", schrie er zum Ballonkorb hinauf. Doch eine Männerstimme antwortete: "Wir sollen freiwillig aufgeben und ein Sandan entkommen lassen?" Jetzt hörte Markus auch eine Frauenstimme, die rief: "Jetzt gibt´s Ärger!" Und da war die Männerstimme wieder. "Und es kommt noch härter!", rief er. "Wir wollen über die Erde regieren" "Und unseren eigenen Staat kreiren!" "Liebe und Wahrheit verurteilen wir!" "Mehr und mehr Macht- das wollen wir!" "Jessie!" "James!" "Team Rocket- so schnell, wie das Licht!" "Gebt lieber auf und bekämpft uns nicht!" "Miauz- genau!", meinte jetzt die Stimme eines Mauzis. "Was, Mauzis können sprechen?", dachte Markus. Herbert hatte nie erwähnt, dass Mauzis sprechen könnten. "Lasst uns sofort wieder runter!", rief Markus nochmals, diesmal entschlossener. "Das ist nicht fair!" "Natürlich nicht!", meinte die Frau, die Jessie hieß. "Wieso sollte Team Rocket auch fair sein?", meinte jetzt der Mann, der James war. "Bei dir piept´s wohl!", meinte das Mauzi. Währenddessen stieg die Bank immer höher. Springen hätte jetzt nur noch einem Lebensmüden genützt. "Ich hätte springen sollen, als die Bank abhob!", dachte Markus zu tiefst betrübt. "San!", meinte auch Sandan und ließ traurig den Kopf hängen. "Entschuldigung- ich bin an allen schuld- ich hätte mich nie auf die Bank setzen sollen!", meinte Markus. Es war eine dumme Idee... Er nahm Sandan in den Arm und plötzlich sah es so aus, als ob Sandan trotz der Situartion und der Verzweiflung, das glücklichste Pokémon auf Erden währe. Sandans Attacke "Lasst uns raus- lasst uns sofort raus!", tönte es unaufhörlich über den Tannenwipfeln des Dodri- Massives. Seit Stunden flogen Markus und Sandan nun schon und Markus dachte gar nicht daran, aufzugeben. "Ich will sofort raus- ich kämpfe gegen euch- so ging es die ganze Zeit. "Sandan!", brüllte auch Sandan. "Versucht doch, gegen uns zu kämpfen!", rief Mauzi. "Aber unter faireren Bedingungen!", brüllte Markus. "Also- schön, wenn sich dieser Komiker für gut hält, dann kämpfen wir eben gegen ihn!", meinte James. Der Rocket- Ballon landete auf einer kleinen Lichtung und Markus sprang mit Sandan auf die Wiese. Na, gut!", meinte Jessie. "Aber du und Sandan kämpft gegen alle unsere Pokémon!", gab Jessie zu bedenken. Markus wollte zwar zögern, denn er wusste nicht, ob Sandan dieser Strapaz gewachsen war, doch Sandan zögerte keine Sekunde. Es wollte alles für Markus geben- und wenn es gegen alle Pokémon auf dieser Welt gemeinsam kämpfen musste. "Na, wenn du meinst..", meinte Markus. "San!", nickte Sandan nochmals. "Also gut- wir akzeptieren eure Herausforderung!", rief er. "Das wird ein Kinderspiel, gegen einen Schwächling, wie Sandan zu kämpfen!", rief Jessie. "Wenn er wirklich so ein Schwächling ist, wieso wollt ihr ihn dann haben?", fragte Markus. Auf diese Frage wusste Team Rocket allerdings keine Antwort.... "Dieses Team ist das allerletzte!", meinte Markus zu Sandan gewandt. "Die schlägst du mit nichts- das traue ich dir allemal zu!" "San!", rief auch Sandan und stellte sich zum Kampf. "Arbok, Woingenau und Schlurp- los!", rief Jessie. "Smogmog, Mauzi und Sarzenia, ihr seid dran!", rief James. "AAAh- nicht, Sarzenia!!" Sarzenia war gerade dabei, James zu verchlingen, doch schließlich konnte er sich doch noch retten... "Traust du dir das wirklich zu?", fragte Markus nochmals vorsichtig, doch Sandan nickte voller Entschlossenheit mit dem Kopf. "Dann los!", schrie Markus. Sandan grub sich ein, was die Pokémon vom Team Rocket etwas verwirrte und ehe Jessie oder James einen Befehl geben konnten, griff Sandan schon mit einer Schaufler- Attacke an. Diese Attacke traf Sarzenia und Arbok und Arbok traf das ganze so hart, dass es in Ohnmacht fiel. "Arbok..", stöhnte es, bevor es von Jessie in den Poke´ball zurückgeholt wurde. "Super, Sandan!", rief Markus. Sarzenia, Schlafpuder!", kommandierte Jessie jetzt, doch Sandan war schon wieder unter der Erde verschwunden. Wieder Schaufler!", rief Markus und Sandan wiederholte die Attacke. Nun traf es Mauzi. Das Pokémon war ebenfalls kampfunfähig. Nun waren noch Smogmog, Woingenau, Sarzenia und Schlurp übrig. "Smogmog, Schlammbad!", rief James und Jessie schrie: "Sarzenia- verpass ihm ein Rasierblatt!" Gott sei Dank konnte Sandan Smogmogs Schlammbad ausweichen, doch das Rasierblatt traf. Doch Sandan wollte keine Schwächen zeigen. Es stand auf, bereit, weiterzukämpfen. "Machen wir dem ein Ende!", rief Markus voller Entschlossenheit. "Sandwirbel, los!" Sandan öffnete sein Maul zu einem gigantischen Sandwirbel. Mit voller Konzentration schleuderte es Sandberge auf Team Rocket. Jessie, James, Smogmog, Sarzenia, Schlurp, Woingenau und der Rocket- Ballon blieb nicht verschont. "Aufhören- ich hab´ Sand in den Augen!", brüllte James. "Schluss- der Sand ruiniert mein neues Styling komplett!", kreischte auch Jessie. Nach einer guten halben Minute ging Sandan der Sand aus. Von Team Rocket war nichts mehr zu sehen. Sie waren allesamt im Sand versunken. "Das hast du großartig gemacht, Sandan- du warst wirklich super!", meinte Markus mit Tränen in den Augen, als er Sandan zu sich zurückgeholt hatte. "Sandan!", rief Sandan glücklich und drückte Markus Hand. Erst jetzt sah sich Markus um und fragte sich, wo er überhaupt war. Er entfaltete seine Karte, kniete sich auf dem Boden hin und studierte sie zusammen mit Sandan. Er konnte diese Lichtung jedoch nirendwo finden. "So, wie´s aussieht, haben wir uns ganz schön verlaufen!", meinte er zu Sandan. Plötzlich meinte Sandan: "Sandan!" und rannte zum Ende der Lichtung. "Nicht so schnell, Sandan!", rief Markus und rannte hinterher. Sandan hatte einen Waldweg entdeckt. Gute Idee, Sandan!", meinte Markus. "Wenn wir diesen Weg gehen, wird er uns schon irgendwo hinbringen- hoffe ich." So machten sich er und Sandan auf den Weg. Markus sah auf seine Uhr. Sie zeigte 13 Uhr am Nachmittag. Na, schön- in ein paar Stunden kommen wir hoffentlich irgendwo an!", meinte Markus müde und hungrig. Auf der Lichtung, auf welcher Sandan gegen Team Rocket gekämpft hatte, grub sich jetzt eine Hand durch den Sand. Jessie hatte begonnen, sich freizuschaufeln. "Endlich!", stöhnte sie, während sie die letzten Sandreste von ihrer Rocket- Uniform klopfte. "Immer schlagen unsere Versuche, Pokémon zu stehlen, fehl!", murmelte sie wütend vor sich hin und klopfte sich den Sand aus ihren Ohren. "Erst versuchten wir das Pikachu dieser kleinen Plage Ash zu stehlen und es misslang tausendmal und jetzt schlägt uns auch schon ein Anfänger mit einem Schwächling, wie Sandan!" "Wieso wollten wir es dann eigentlich wirklich fangen?", fragte eine Stimme ächzend und stöhnend. James hatte begonnen, sich aus dem Sand herauszuschaufeln. Markus und Sandan gingen währenddessen noch immer durch den Wald, als Markus plötzlich die Ohren spitzte. Er hatte etwas im Gras rascheln gehört. "Sandan!", meinte auch Sandan. Plötzlich kam aus dem Gras ein Raupy gekrochen. "Raupy!", quiekte es. "Ein Raupy!", rief Markus. Er zog seinen Pokédex aus seiner Tasche. Dieser begann sofort, zu informieren. "Raupy. Ein Wurm Pokémon. Es ist sehr freundlich und drückt sich freiwillig vor jeder Art Kampf, außer wenn ein Trainer in den Kampf schickt. Es entwickelt sich in Safcon und dann in Smettbo. Smettbo ist ein sehr starkes Pokémon. "Super, Sandan- das holen wir uns!", rief Markus. "Kratzer, los!" Sanan griff mit voller Kraft an. "Raupy!", schrie Raupy auf und wollte wegkriechen, doch Markus Pokéball war schneller. Raupy verschwand im Pokéball, doch der Pokéball rollte hin und her und wollte nicht still liegen. Wie gebannt sahen Markus und Sandan auf den Pokéball, der immer weiter hin- und herrollte. Schließlich gab der Pokéball nach und Raupy war noch etwas benommen, doch bevor Markus etwas dagegen unternehmen konnte, war es wieder im Dickicht der Büsche und Gräser am Wegrand verschwunden. "Mist- es ist entwischt!", meinte Markus verärgert, doch dann meinte er: "Aber solange ich dich habe, ist das kein Problem!" "San!", meinte Sandan dankend. Dann drangen die beiden weiter vor in den Wald. Markus Uhr zeigte jetzt fünf nach eins. Also- ich hätte nie gedacht, dass ein Tag so anstrengend sein kann!", meinte Markus ungläubig und sah Sandan an. Dann setzten sich die beiden auf den Waldboden, um eine kleine Pause einzulegen. Markus packte aus seinem Rucksack eine Flasche Kuhmuh- Milch, einige Butterbrote und für Sandan eine Packung Pokémon- Futter und einen Fressnapf. "Hier- bitte!", meinte er und schüttete den halben Inhalt der Packung in Sandans Fressnapf. "Sandan!", rief Sandan dankend und machte sich gleich daran, zu fressen. "Du hast es dir wirklich verdient!", meinte Markus und streichelte Sandans Kopf. Trotzdem wünschte er sich einen Reisepartner, den er in kniffligen Situartionen fragen könnte und der an seiner Seite stand. Andreas, der Arenaleiter von Kontra- City währe zum Beispiel genau richtig. Doch er würde sich sicherlich nie von seiner Stelle als Arenaleiter trennen. Plötzlich raschelte es wieder im Gebüsch hinter Markus. Dieser fuhr herum. Vor ihm stand ein Sichlor. "Sichlor!", rief es. "Wow- ein Sichlor!",rief Markus. "Los, Sandan!" Sandan sprang zu Sichlor hin und versetzte ihm ein Tackle. Doch Sichlor wich geschickt aus und Sandan traf nur halb. "Sichlor!", rief Sichlor und versetzte Sandan einen Hieb mit seinen Sichelarmen. Der Hieb traf voll. "Sandan!", piepste Sandan. Es war sehr geschwächt. "Oh- nein, Sandan! Geht es dir gut?" Markus stürzte zu seinem Pokémon, das schwer atmend am Boden lag. "Sandan!", meinte Sandan schlapp. Jetzt griff Sichlor schon wieder an. "San!", kreischte Sandan, wirbelte durch die Luft und blieb regungslos am Boden liegen. "Oh, nein!", rief Markus, lief zu Sandan hin und rannte mit ihm in den Armen davon. Doch Sichlor verfolgte sie. "Sichlor!", rief es. "Sich!" Ein neuer Freund und die Aussicht auf einen zweiten "Sichlor!", hörte Markus immer wieder hinter sich. "Sichlor!" Seit einiger Zeit rannte er nun schon von Sichlor davon und langsam ging ihm die Puste aus. Er rannte auf eine Lichtung und rannte und rannte. Plötzlich hörte er eine Stimme, welche rief: "Ledian, Solarstrahl!" Markus fuhr herum. "Sichlor!" Sichlor stieß einen argen Schrei aus und krachte auf die Erde. Jetzt wurde mit "Pokéball- los!", ein rot- weißer Ball geworfen. Sichlor wurde in rotes Licht getaucht und verschwand im Ball. Der Pokéball wachelte noch ein wenig, dann lag er still. "Hurra, wir besitzen Sichlor!", rief eine Stimme und Ledian wurde in den Pokéball zurückgerufen. Erst jetzt kam Markus dazu, seine Retterin näher zu betrachten. Es war ein ungefähr 10- Jähriges Mädchen mit blauen Haaren tief dunkelgrünen Augen, einer Brille, kurzem, roten Rock, einem weißen T-Shirt und einer Stupsnase. "Hat dich das Sichlor angefallen?", fragte es. "Tja- das nicht, aber ich wollte es mir fangen und mein Sandan ist k.o. gegangen- es war mein einziges Pokémon.", erwiderte Markus schnaufend. Er war noch immer müder von Sichlors langer Verfolgungsjagd. "Danke vielmals übrigens!", meinte er hinzufügend. Erst jetzt bemerkte das Mädchen Sandan, das noch immer in Markus Armen lag. "Oje- dein Sandan ist ja ziemlich schwer angeschlagen!", meinte sie. "Aber das ist kein Problem- ich kann euch beide gleich in das Pokémon- Center in Arecona- City bringen- das ist nicht weit. Die beiden machten sich auf den Weg. Erst jetzt fiel Markus auf, wie viele Menschen eigentlich hier waren. "Was machen die denn alle da, ..Wie heißt du eigentlich?", fragte er mit Nachdruck. "Oh- ich habe ja ganz vergessen, mich vorzustellen!", meinte das Mädchen entschuldigend. "Ich heiße Sophie!" "Markus!", erwiderte Markus. Dann fragte er Sophie: "Wieso sammeln die Leute hier eigentlich alle Champions?" Er hatte soeben hunderte von Leuten bemerkt, die auf der Lichtung knieten, auf der sie gelandet waren und Champions pflückten. "Die Leute hier sammeln Champions- hier ist schließlich die Champion- Sammler- Lichtung!" "Wo genau bin ich hier eigentlich?", fragte Markus dann. Du weißt nicht einmal, wo du bist?", fragte das Mädchen etwas erstaunt. "Nein- leider!", meinte Markus. "Weißt du was?", meinte er dann, "wir trinken im Pokémon- Center erst einmal ein Glas Saft und dann erzähle ich dir alles. "Bist du eigentlich ganz alleine unterwegs?", fragte Sophie dann. "Ja- ich bin auch erst seit einem Tag Trainer!", gab Markus zu bedenken. "Aber ich wünche mir doch irgendwie jemanden, mit dem ich reisen könnte..." Sie kamen wieder in den Wald. Markus seufzte. Doch Sophie meinte: "Dann geht´s dir ja fast so, wie mir!" Erstaunt sah Markus sie an. "Was soll denn das heißen?", fragte er neugierig. "Tja- ich bin eigentlich Trainerin un sollte auch herumreisen, aber alleine macht mir das keinen Spaß...", meinte Sophie. "Und wie währ´s,.. wenn wir gemeinsam reisen?", fragte Markus zögernd. "Sophie sah ihn erstaunt an. "Das würdest du tun?", fragte sie erstaunt. "Wieso nicht?", meinte Markus. "Du hast Erfahrung, du bist nett und du bist hilfsbereit- mehr bracht man doch gar nicht!" Langsam lichtete sich der Wald, durch den sie gingen und vor ihnen lag Arecona City. Es war keine besonders große Stadt, doch sie hatte einen Bahnhof mit Schnellverbindungen zwischen Johto- Kanto und dem Dodri- Massiv. Eigentlich war es eine kleine, idyllische Gebirgsstadt mit herrlicher Aussicht auf die Berge des Dodri- Massives. Hinter der Stadt, wo sich Hügel erstreckten, standen Weinstöcke und dahinter begann der Wald. Oben auf den Bergen, auf ca. 2000 Meter Höhe prägten schroffe Felsen das Landschaftsbild. Nachdem Markus einige Augenblicke nur dagestanden war und den Ausblick genossen hatte, machten sich die beiden auf den Weg ins Pokémon- Center, welches das einzige wirklich hohe Gebäude in dieser Stadt zu sein schien. Die anderen Häuser waren kaum höher, als zwei- im besten Fall drei Stockwerken. Zielstrebig ging Sophie auf das Pokémon- Center zu und Markus folgte ihr. In der Eingangshalle wurden sie von einer Joy begrüßt. "Bitte bringen sie mein Sandan wieder auf Vordermann!", meinte Markus und übergab Joy sein Sandan. Sogleich öffnete sich hinter ihr eine Tür. "Heiteira!" Zwei rosa Pokémon mit rot- weißen Schwester- Häubchen, schoben eine Krankenbahre ins Zimmer. "Sandan wird bald wieder gesund sein!", klärte Joy Markus auf. "Wir werden ihm Beeren zu fressen geben und die Heiteira werden es massieren. Alles in allem dauert vielleicht eine Stunde!" "Vielen Dank!", meinte Markus und schüttelte Joys Hand. "Wo kann ich in zwischen warten?" "Entweder im Warteraum im ersten Stock, oder im Cafe im zweiten Stock!", meinte Joy. Dann verschwand sie mit Sandan und den beiden Heiteiras hinter der Türe. Markus und Sophie hatten sich ins Cafe im zweiten Stock gesetzt, für jeden eine Limo bestellt und Markus war gerade dabei, Sophie seinen Tagesablauf zu erklären. "Dann müsstet du also nach Kontra- City..", meinte Sophie. "Das ist die zweite Stadt in der Dodri- Massiv- Liga, oder? "So ist es!", bestätigte Markus. "Na- schön!", meinte Sophie. "Arecona City ist die vierte- du bist mit dem Rocket- Ballon ganz schön weit geflogen..." Ja- wir flogen auch mehrere Stunden!", gab Markus zu bedenken. "Aber wie komme ich jetzt nach Kontra- City?" "Hmmmm....", machte Sophie. Sie dachte nach. "Weißt du was?", sagte sie schließlich, "Es gibt von Arecona City eine Zugverbindung nach Kontra- City!" "Wow- klasse!", meinte Markus. "Sobald ich Sandan zurückhabe, steigen wir in den heutigen Abendzug, okay?" Doch Sophie bremste seine Erwartungen. "Einen Haken hat die Sache aber!", meinte sie. "Wieso denn das?" , fragte Markus erstaunt. "Tja- der Zug fährt nur einmal in der Woche und das letzte Mal fuhr er vor vier Tagen- das Bedeutet, dass wir noch zwei Tage warten müssen!" "Oh!", meinte Markus, "aber wenigstens haben wir dann noch Zeit, uns die Stadt anzusehen und zu trainieren. Vielleicht fange ich mir sogar noch ein Pokémon!" In diesem Augenblick wurde die Tür geöffnet und Joy trat herein. "Sandan ist wieder in Top- form!", meinte Joy lächelnd. "Vielen Dank!", bedankte sich Markus. "Wo befindet es sich?" "Im Erdgeschoss! Wenn ihr mir bitte folgen würdet?" Markus und Sophie stiegen mit Joy die Treppen hinunter. Im Erdgeschoss stand die Krankenbahre mit zwei Heiteiras und auf der Krankenbahre saß Sandan! Vergnügt kaute es an einer Birne und rief hocherfreut: "Sandan!", als es Markus sah. "Sandan!", meinte Markus, lief zur Krankenbahre hin und schloss Sandan fest in die Arme. "Endlich habe ich wieder ein Pokémon, auf das ich zählen kann!" "Sandan!", meinte auch Sandan glücklich. Dann verließen die drei das Pokémon- Center. Langsam dämmerte es. Markus wurde sich darüber klar, wie viel er heute erlebt hatte, welche Abenterer er bestanden hatte und wie arg er gescheitert währe, wenn Sandan nicht einfach alles für ihn gegeben hätte. Gut gelaunt gingen die drei Freunde wieder in Richtung Wald. "Ich schlage vor, dass wir unser Lager heute Nacht auf der Champion- Lichtung aufbauen!", meinte Sophie. "Gute Idee!", meinte Markus. "Aber im Moment ist mir gar nicht nach schlafen zumute- ich will noch ein wenig Pokémon jagen!" "Na schön- ich baue in zwischen die Lager auf!", meinte Sophie. "Dazu haben wir später auch noch Zeit!", meinte Markus. "Du kannst ja allein gehen!", meinte Sophie ärgerlich. "Und wieso kommst du nicht mit- jetzt gibt es viele Pokémon!", meinte Markus noch ärgerlicher. Das war zuviel für Sophie. "Ich lasse mir doch keine Tipps von einem Anfänger geben!!!", schrie sie. "Was hast du gesagt?", brüllte Markus. "Dass du ein ANFÄNGER der übelsten Sorte bist!!", brüllte Sophie rot vor Zorn. "Also gut- wenn du willst!", meinte Markus. "Sandan- los!" "Sophie reagierte sofort. "Los, Felino!", rief sie. "Sandan, Erdbeben!", rief Markus, doch zum ersten mal, seit er Trainer war, wiedersetzte sich Sandan seinem Befehl. "San!", rief es traurig und schüttelte den Kopf. "Felino!", meinte jetzt auch Felino und dachte nicht daran, zu kämpfen. "Wieso kämpfst du nicht?", fragte Markus. Sandan erklärte: "Sandansan!" Markus verstand: "Ich will nicht, dass du mit Sophie streitest..." Markus dachte nach. Er hatte einen großen Fehler begangen und schon wieder hatte Sandan ihn in letzter Sekunde davon abgehalten. "Entschuldigung", meinte er mit trockener Stimme zu Sophie. Sophie schwieg. Doch dann entschuldigte sie sich auch. "Entschuldigung- es war alles meine Schuld- ich...", meinte Markus bedrückt. So hatte er sich seinen ersten Tag als Trainer aber ganz und gar nicht vorgestellt. "Ist schon gut!", meinte Sophie versöhnend. "Wenn es dir nichts ausmacht, baue ich jetzt mein Lager auf- ich komme dann gleich nach" "Ist gut!", meinte Markus. "Komm, Sandan!", meinte er zu Sandan. "Wir fangen uns neue Freunde!" "Sandan!", rief Sandan zustimmend. "Super- worauf warten wir dann noch?", rief Markus. Die beiden stürmten los, in Richtung Wald. Kopfschüttelnd blickte ihnen Sophie hinterher. "Irgendwie ein komischer Typ, aber sehr sympathisch!", dachte sie. "Aber vielleicht liegt es, dass er ein komischer Typ ist, nur daran, dass er Pokémon so gerne hat".... "Halte dich bereit- wilde Pokémon können jederzeit und ohne Vorwarnung angreifen!", flüsterte Markus seinem Sandan zu. "San!", nickte Sandan. Die beiden gingen weiter. Plötzlich raschelte es hinter ihnen im Gras. Markus fuhr herum. "Endivie!", rief ein zartgrünes Pokémon. Seine großen roten Augen machten es sehr niedlich, doch das niedlichste an ihm war ein großes, dunkelgrünes Blatt auf seinem Kopf. Markus Pokédex meldete sich und Markus zog ihn sogleich aus seiner Tasche. "Endivie. Ein Blatt- Pokémon. Mit seinem Blatt über dem Kopf kann es sowohl Temperatur, als auch Luftdruck gemessen. Ein sehr gutmütiges Pokémon, doch sein Rasierblatt ist sehr stark. Dieses Pokémon kämpft für seinen Trainer bis zum Umfallen und wird nicht gern besiegt." "Endivie?", vorsichtig kam das Endivie näher. Markus bückte sich und kniete sich vor ihm nieder. "Endivie heißt du also..", meinte er. Er hatte ganz vergessen, zu kämpfen, weil er es so süß fand. Auch Sandan trat jetzt zu Endivie hin und die beiden Pokémon machten Bekanntschaft. "Du bist ja ein süßes Pokémon!", meinte er und streichelte Endivies großes Blatt. "Könntest du es dir vorstellen, mein Pokémon zu werden. Endivie legte den Kopf schief. Nach einiger Überlegund meinte es: "Endivie! Endivie!" "Was hat es gesagt?", fragte Marks Sandan. "Sansansandan!", übersetzte Sandan. Markus verstand: "Gerne, aber es will in einem ehrlichen Pokémonkampf gefangen werden." "Alles klar!", rief Markus. "Sandan- bist du bereit?" "Sandan!", nickte Sandan. "Gut, dann greife mit deinem Schaufler an!", rief Markus und sah wie gebannt auf den Kampf. Er bemerkte nicht einmal, dass Sophie hinter ihm stand und den Kampf ebenfalls gespannt beobachtete. "Endivie!", schrie Endivie, denn gerade war es mit Sandans Schaufler konfrontiert worden. Doch jetzt war Endivie am Zug. "Endivie!", rief es, schwang sein Blatt und gleich darauf erschienen viele Blätter um Endivie, die sich blitzschnell auf Sandan zu bewegten. "Sandan- abwehren!", rief Markus. Sandan drehte sich herum und so trafen die Blätter nur seinen Rücken, welcher gepanzert war. "Super!", feuerte Markus sein Pokémon an. "Und jetzt Bodyslam!" Sandan warf seinen Körper mit voller Kraft gegen Endivie. "Endivie!", schrie Endivie auf. "Pokéball, los!", rief Markus und schleuderte mit eiserner Miene und voller Entschlossenheit einen Pokéball in Endivies Richtung. Der Ball berührte Endivie, öffnete sich und Endivie verschwand darin. Er wackelte und wackelte. Wie gebannt sah Markus auf den rot- weißen Ball, der auf dem Boden lag und hin und her wackelte. Würde Endivie sein erstes, selber gefangenes Pokémon sein? Würde es ihm wieder entwischen, wie Raupy zuvor? Würde es entwischen und er würde das süße, kleine Pokémon mit den großen, roten Augen vielleicht nie wiedersehen? Wie gebannt sah er auf den Ball und Sophie hinter ihm folgte seinem Beispiel. Würde Markus es schaffen, Endivie zu fangen? Die Antwort darauf im nächsten Kapitel.... 5. Action bei Pokémonjagd Noch immer rollte der Pokéball mit Endivie auf dem Erdboden herum. Schließlich lag er still. In der ersten Sekunde fehlten Markus die Worte. Als dann noch von hinten eine Stimme meinte: "Sehr gut- Markus!", fuhr er herum, war sehr erstaunt Sophie zu sehen und erst dann konnte er sich richtig darüber freuen, ein Endivie gefangen zu haben. Voller Glück taumelte er zu dem Pokéball hin, warf ihn und meinte glücksselig und mit feuchten Augen: "Herzlich willkommen im Team, Endivie!" "Endivie!", piepste auch Endivie und schien voller Glück zu sein. Auch für Sandan war es jetzt leichter, denn erstens hatte es jetzt einen Freund gewonnen, den es anfeuern konnte und zweitens musste Sandan jetzt zu 50% weniger kämpfen, da Endivie auch kämpfen konnte. Dem entsprechend freute es sich auch darüber, dass Endivie jetzt im Team der Freunde war. "Herzlichen Glückwunsch!", wiederholte Sophie nochmals und schüttelte Markus die Hand. "Sophie- stört es dich, wenn ich heute nochmals ins Pokémon- Center gehe?", fragte Markus. "Nein- es ist schon klar, dass du Endivie nach dem Kampf mit Sandan ein wenig stärken willst!", meinte Sophie. "Ja und außerdem will ich zu Hause anrufen!", meinte Markus. "Soll ich dich begleiten?", fragte Sophie. "Nein, danke!", meinte Markus. "Ich finde den Weg schon alleine!" Mit diesen Worten und Endivie im Arm schritt er in Richtung Stadt. Sandan ging vergnügt neben ihm her. Auf einer kleinen Anhöhe, welche den Wald von der Stadt trennte, blieb Markus stehen und genoss nochmals die wunderbare Aussicht auf die Stadt. Jetzt, wo die Sonne langsam unterging, sah die Stadt noch atemberaubender aus. Die leuchtend gelbe Sonnenscheibe sank genau über der höchsten Bergspitze und Der Himmel war in ein leuchtendes Rot getaucht. Die Reben der Weinstöcke wiegten sachte im milden Wind und langsam wachten die Kramurx auf. Die kleinen Hundusterbabys wagten ihre ersten Schritte nach draußen und ein Habitak- Schwarm flatterte auf seinen Baum zu, um zu schlafen. Zwei Nidoran- Geschwister rauften sich vor ihrer Höhle um ein Stück Brot. Die Porentaschwärme schwammen zum Ufer und watschelten in ihre Unterschlupfe. Die Lichter in den Fenstern gingen an. Als die letzten Sonnenstrahlen verschwunden waren, waren auch die letzten Pokémon verschwunden und die Unlicht- Pokémon waren aufgewacht. Sandan gefiel das Schauspiel auch. Wie immer im Sommer wehte ein lauer Abendwind. Schließlich stapfte Markus weiter auf das Pokémon- Center zu. In der Eingangshalle wurde er wie vorher schon von einer Joy empfangen. "Bitte behandeln sie mein Endivie!", sagte Markus und übergab Joy sein Endivie. "Kein Problem!", meinte diese und zwinkerte Markus zu. "In null Komma nix steht es wieder auf den Beinen." "Danke!"., meinte Markus und begab sich mit Sandan in den Warteraum im ersten Stock. Dort standen viele Telefone mit Kameras kostenlos zur Verfügung. Markus nahm einen Hörer in die Hand, wählte die Nummer von zu Hause und lauschte gespannt dem piep...piep...piep...... Nach einiger Zeit räusperte sich am anderen Ende der Leitung eine Stimme und Markus konnte seinen Vater erkennen. "Hallo, Papa- ich bin´s!", grüßte Markus. "Oh, wie nett, dass du anrufst!", meinte sein Vater. "Wie war denn dein erster Tag als Trainer?" "Sehr ereignisreich, aber sonst sehr gut!", meinte Markus. "Hast du schon ein neues Pokémon gefangen?", fragte sein Vater. "Ja, ich habe ein Endivie und ich hätte fast ein Raupy gefangen!", meinte Markus stolz. "Sehr gut!", lobte ihn sein Vater. "Als ich so klein war, wie du, besaß ich ein Nidoran weiblich! Wir hatten uns sehr lieb, doch eines Tages verliebte es sich selber in ein männliches Nidoran. "Oh- das muss bestimmt hart gewesen sein!", meinte Markus mitfühlend. "Das war es wirklich.", bestätigte sein Vater. "Aber was will man machen? Es war mir wichtiger, dass Nidoran glücklich war, als dass ich glücklich war. Dafür hab` ich auch die ganze Nacht durchgeweint.." Er schnupfte hoch. "Naja..", meinte er dann und nahm sich zusammen, "Was ist denn heute alles passiert? Du hast doch gesagt, dass der heutige Tag ereignisreich war." Da schilderte Markus seinem Vater den ganzen Tagesablauf- über das Rennen über die Taurosweide zur Gefangennahme durch Team Rocket, über den Flug bis zu Sandans Sandwirbel, vom Angriff von Sichlor bis zur Rettung durch Sophie und so weiter. Als er fertig war, war sein Vater beeindruckt- besonders davon, dass er sich ganz alleine mit Sandan vom Team Rocket befreit hatte. "Mit Sandan ist man nie ganz alleine!", verbesserte er, während er Sandans Kopf streichelte. "Ja, da dürftest du recht haben!", meinte sein Vater. "Entschuldigung und gute Nacht!" "Gute Nacht!", verabschiedete sich auch Markus. Dann hängte er den Hörer ein. Inzwischen war es acht Uhr geworden. Müde stieg Markus die Treppen in den ersten Stock hinunter. Unten begegnete ihm Joy. "Du kannst dein Endivie nun wieder mitnehmen!", meinte sie, als sie Markus sah. "Vielen Dank!", meinte Markus. "Hier!" Joy überreichte ihm einen Pokéball. "Da drin befindet es sich. "Danke schön und gute Nacht!", meinte Markus und verließ das Center. Gähnend ging er auf den Wald zu. "San!", meinte auch Sandan gähnend, während es hinter Markus hertrottete. "Du bist bestimmt auch sehr müde!", meinte Markus. "Sandan!" Sandan nickte mit dem Kopf. "Komm auf meine Schulter!", meinte Markus und holte Sandan zu sich nach oben. Dann schritten sie weiter auf den Wald zu. Nach einem kurzen Fußmarsch hatten die beiden das Lager erreicht. Sophie hatte sich bereits in ihrem Schlafsack eingerollt und schlief wie ein Murmeltier. "Wir legen uns jetzt auch schlafen!", meinte Markus zu Sandan. Er ließ noch Endivie frei, damit es auch im Freien schlafen konnte und dann packte er auch aus seinem Rucksack seinen Schlafsack. Gähnend rollte er sich darin ein und nach wenigen Minuten schnarchte er auch genauso fest wie Sophie. "Dodri-i-i kerikiiii!" "Doooodriii-iiiii-iiiiiiiikeriiiikiiiii!!!" "Guah!" "Gääähn!" "mmmmm.." Langsam wachten Markus und Sophie auf. "Mann- habe ich gut geschlafen!", meinte Markus und kratzte sich den Bauch. "Guten Morgen!", grunzte Sophie verschlafen und rieb sich die Augen. Dann setzte sie ihre Brille auf und richtete sich langsam auf. "Guten Morgen!", meinte auch Markus und stand auf. "Sandan!!" Auch Sandan war bereits aufgestanden und warf Markus einen fröhlichen Blick zu. "Guten Morgen, Sandan!" Markus schenkte Sandan ebenfalls ein Lächeln und packte aus seinem Rucksack einen Apfel. Während er seine Zähne in die Frucht hieb, schüttete er in Sandans Fressnapf doppelt soviel Pokémon- Futter, wie gewöhnlich. "Daff Effen fird mib Embiffie gefeilt..", meinte er zu Sandan mit dem Mund voll Apfel. Trotzdem verstand Sandan "Das Essen wird mit Endivie geteilt!" "Endivie!", meinte da gerade Endivie und reckte sein kleines Haupt. Dann trottete es verschlafen zum Fressnapf und machte sich daran, sein Futter zu fressen. "Guten Morgen!", grüßte Markus auch Endivie. "Endivie!" Nachdem Markus seinen Apfel verputzt und Sophie ein Glas Kuhmuhmilch getrunken hatte, meinte Markus: "Also dann- lasst uns ein wenig Pokémon jagen!" "Endi!", rief Endivie und auch Sandan war von der Idee begeistert. "O.k.!", meinte auch Sophie. "Also los!", rief Markus und das Team rannte in Richtung Wald. Zwei Minuten später schlichen sie durchs Dickicht und hatten sämtliche Augen und Ohren offen. "San..", flüsterte Sandan Endivie zu, während sie durch Gebüsch schlichen. "Endi!", antwortete Endivie. Plötzlich raschelte es hinter den Freunden- ein Pokémon, welches wie eine Giraffe aussah, war im Dickicht aufgetaucht. Markus Pokédex begann zu sprechen: "Girafarig. Ein Giraffen- Pokémon. Es verfügt über starke Psychokräfte und hat harte Hufe. Wenn man seinen Namen von hinten nach vorne liest, liest man ebenfalls "Girafarig"" "Levi- ich fange es mir!", rief Sophie. "Nein- ich fange es mir!", rief Markus. "Pokéball- los!" Er schleuderte einen Pokéball in Richtung Girafarig, doch das Pokémon wehrte geschickt ab. "Schon wieder so ein dummer Anfängerfehler!", meinte Sophie tadelnd. "Sag das nochmal!", rief Markus mit geballten Fäusten. Doch Sophie hatte jetzt keine Zeit für Streitereien. "Los, Hunduster!", rief sie. "Wau! wau!" In grellem Licht erschien ein Hund mit schwarzem Fell, rotem Maul und einem schwarzen Schwanz. "Flammenwurf!", kommandierte Sophie. "Wauuu!!" Ein greller Feuerstrahl versengte Girafarig. "Jetzt- Pokéball, los!", rief Sophie. Der weiß- rote Ball traf Girafarig und das Pokémon verschwand darin. Hart schlug der Pokéball auf der Erde auf und rollte dort hin- und her. Dann blieb er regungslos liegen. "Yeah- ich hab´s geschafft!", rief Sophie stolz. "Ist doch levi!!" Markus grummelte etwas vor sich hin. "Hey- willst du mir denn gar nicht gratulieren?", meinte Sophie vorwurfsvoll. Da hellte sich auch Markus Miene auf und er gratulierte ihr zu ihrem Fang. "Aber das nächste Pokémon, das wir treffen, überlässt du mir!", meinte er. "Na gut..", meinte Sophie. "Mann- hab ich Kohldampf!", meinte das Mauzi des Team Rocket. "Denk nicht immer an Essen- lasst uns lieber einen Plan aushecken, wie wir Markus Sandan schnappen könnten!", meinte Jessie. "Aber essen muss man, sonst stirbt man!", meinte James. "Muss ich denn immer alles alleine machen?" Jessie war genervt. "Na- schön, dann denke ich alleine nach..... "Ja, das ist es!" Selbstzufrieden strich sie sich über die Wange und lächelte. "Damit müssten wir es schaffen.." "Feurigel!" Im Gebüsch raschelte es. Markus fuhr herum. Vor ihm stand ein Feurigel- er kannte dieses Pokémon schon, weil er einmal eines in seinem Heimatdorf gesehen hatte. Sein Pokédex meldete sich: "Feurigel. Wenn es zornig ist, ist seine Flamme am stärksten. Damit kann es seine Feinde einschüchtern. Es ist ein sehr friedliches Pokémon, doch seine Flamme kann sehr wehtun." "Levi- das fang´ ich mir auch!", rief Sophie und war schon dabei, einen Pokéball in Feurigels Richtung zu werfen, doch Markus hielt sie zurück. "Du wolltest mir doch das nächste Pokémon überlassen, dass wir treffen- schon wieder vergessen, was?" "Ach so......", grummelte Sophie. "Aber wenn du....." "Pah- ich lasse mir doch ein Feurigel nicht durch die Lappen gehen!", fuhr Markus sie an. "Feurigel gehört mir, klar?" Mit diesen Worten rief er: "Endivie- Rankenhieb!" Das Pokémon führte die Attacke aus, doch zu Markus Erstaunen war Feurigel kaum geschwächt. "Sag mal, verstehst du überhaupt was von Pokémon?", fragte Sophie. "Wieso, hab´ ich irgendwas falsch gemacht?", fragte Markus verunsichert. "Markus- sag mir, welchen Typ Feurigel und welchen Endivie hat!", forderte Sophie ihn auf. "Also, Endivie ist Pflanze und Feurigel ist Feuer!", antwortete dieser. "Gut!", meinte Sophie. "Feuer und Pflanze sind zwei Schätze der Natur. Welcher ist in jedem Fall stärker?" "Also Feuer, aber....", meinte Markus. "Und genauso ist es bei Pokémon!", klärte ihn Sophie auf. "Es ist sozusagen immer von deiner Strategie abhängig, ob du gewinnst, oder verlierst! Zieh Endivie zurück und setze Sandan ein- das ist mit Sicherheit effektiver!" "Meinst du?", fragte Markus unsicher. "Garantiert!", meinte Sophie. "Probier es erst einmal aus!" Da erinnerte sich Markus daran, dass Herbert ihm und den anderen Pokémon- Schülern einmal erklärt hatte, dass Pokémon, die den anderen überlegen waren, nicht auf höheren Levels sein mussten, sondern meistens entschied der Typ. "Es ist wie bei einem Strategiespiel!", meinte er damals. "Na gut!", meinte Markus. "Endivie, zurück!" Dann rief er: "Sandan- zeig uns, wie gut du bist!" "San!" Sandan sprang von Markus Schulter und stand kampfbereit gegenüber von Sandan. "Schaufler!", rief Markus. Sandan buddelte sich gerade in die Erde, doch plötzlich wurde es von Feurigels Flammenwurf überrascht. "Spring zur Seite!", rief Markus. "San!" Sandan wich aus und buddelte sich schnell fertig ein. Dann grub es sich aus und beförderte Feurigel in die Luft. "Feuuuu!", rief Feurigel und stürzte getroffen zu Boden. "Super gemacht, Sandan!", rief er. "Pokéball, los!" Mit voller Entschlossenheit schleuderte er einen Pokéball in Feurigels Richtung. "Feuuu..", rief Feurigel und wurde in das rötliche Licht des Pokéballs getaucht. Immer mehr überwog das rötliche Licht, immer weniger sah man Feurigel und schließlich verschwand das rötliche Licht in dem Pokéball. Er schlug am Boden auf und wackelte hin- und her. Nach kurzer Zeit lag er still. Im ersten Augenblick war Markus fassungslos, doch dann jubelte er, wie es wohl noch kein Pokémontrainer vor ihm getan hatte. "Hurra- wir sind besser als Feurigel! Komm her Sandan!" "Sandan!" Sandan sprang auf Markus Schulter und rief erfreut: "Sandan!" Dann hob Markus seinen Pokéball behutsam auf und meinte zu Sophie: "Vielen Dank- ohne dich hätte ich hier kläglich versagt!" "Kein Problem!", lachte Sophie. "Markus, einen Trainer, wie dich habe ich wirklich noch nie gesehen! Du musst Pokémon einfach lieben!" "Richtig getippt!", erwiederte Markus glücklich. Nun bestand sein Team schon aus drei Pokémon: Sandan, Endivie und Feurigel. "Aber wir werden uns sicher noch viel mehr Freunde fangen!", fuhr er begeistert fort und die fünf (Markus, Sophie, Sandan, Feurigel und Endivie) stürzten los, um sich neue Freunde zu fangen. 6. Besser als Andreas..... Die nächsten Tage verliefen für die beiden Freunde wunderschön, aber ereignislos und weder Markus, noch Sophie hatten das Glück, neue Pokémon zu fangen. Ab und zu bestritten die Freunde Kämpfe und trainierten ihre Pokémon. Weiters freundete sich Markus mit Feurigel an und trainierte sein neues Feuer- Pokémon hart. Feurigel wurde immer stärker und sammelte Erfahrung. Dann kam der Tag, an dem der Magnetzug nach Kontra- City aufbrach. Markus, Sophie, Feurigel, Enivie und Sandan standen auf dem Bahnsteig der Stadt. Aus dem Lautsprecher ertönte eine Stimme: "Achtung, Achtung! Bitte zurücktreten! Der Magnetzug fährt in Kürze ein!" "Endlich!", stöhnte Markus. "Endlich können wir fahren!" "Du wolltest so früh losgehen, um den Zug nicht zu versäumen, wenn ich dich nicht aufgehalten hätte, wär´st du schon um 5 Uhr in der Früh losgegangen!", warf Sophie ein. "Das stimmt gar nicht!", rief Markus. "Stimmt wohl!", schrie Sophie. "Hey, wollt ihr etwa streiten?", fragte von hinten plötzlich eine Stimme. Markus und Sophie fuhren herum. Vor den beiden stand ein Junge in Markus Alter mit einem weiß- blauem T- Shirt, einer zartblauen Hose, einem dunkelblauen Nike-Rucksack und einer schwarzen Nike-Kappe. "Ich heiße Sebastian!", stellte er sich vor. "Wieso bist du denn so in schwarz- blau gekleidet- warst du auf einem Begräbnis?", fragte Markus erstaunt. "Was?", fragte dieser verärgert. "Das ist bloß, weil ich Wasser, Eis und Drachenpokémon so gerne hab!", meinte er dann. "Wow, hast du auch ein paar Drachenpokémon?", fragte Markus mit offenem Mund. "Na, klar!", rief der Junge, der Sebastian hieß und warf drei Pokébälle. Auf dem Bahnsteig erschienen ein Dratini, ein Dragonir und ein Seedraking. Markus war überwältigt. "Am liebsten habe ich Dratini!", meinte er. Markus starrte den Jungen einfach an, mehr brachte er nicht zusammen. "Hey, du kannst deinen Mund ruhig wieder zumachen!", scherzte er. Markus schloss seinen Mund schnell. Dann fragte er: "Woher hast du diese seltenen Pokémon?" "Gefangen und trainiert!", gab dieser zur Antwort. "Sebastian?", fragte Markus. "Könntest du dir vorstellen, gegen mich anzutreten?" "Klar, aber ich sage dir eines: "Ich habe bis jetzt nur einmal verloren und das war, als ich als Pokémon- Trainer anfing, bei meinem ersten Kampf!", gab Sebastian als Antwort. Markus schluckte. War dieser Gegner nicht etwas zu schwer für ihn? Immerhin war er noch immer ein Anfänger und besaß keinen einzigen Orden. "Na, gut!", meinte er dann. "Aber erst fahren wir nach Kontra!" "Sorry, da kann ich aber leider nicht mit, ich muss noch in dieser Stadt gegen den Arenaleiter kämpfen!", meinte Sebastian da. "Aber..", meinte Markus, doch da rief der Lautsprecher: "Achtung am Bahnsteig, der Magnetzug fährt in Kürze ab!" "Komm schon!" Sophie zerrte ihn auf den Zug zu. "Aber ich..", wehrte sich Markus. "Du triffst vielleicht später wieder auf ihn und ihr könnt kämpfen!", meinte Sophie. Da gab Markus auf. Sicher war es wichtiger, den Arenaleiter in Kontra City herauszufordern, als gegen Sebastian zu verlieren. Er hastete mit Sophie, Sandan, Endivie und Feurigel auf den Magnetzug zu und die beiden kamen gerade noch rechtzeitig. Die Türen schlossen sich quietschend und mit rasantem Tempo begann der Magnetzug zu beschleunigen. "Haahh!!", riefen Markus und Sophie und erwischten in letzter Sekunde einen Haltegriff. Wieso beschleunigt der Zug denn so schnell?", fragte Markus Sophie. Unerwartet klärte ihn ein alter Herr auf, der zufällig daneben saß. "Wenn der Zug beschleunigt, dann wird der Magnet aktiv, der in der nächsten Station ist!", sagte er. Und der Zug wird vom Magnet immer gleich schnell gezogen, da er immer die gleiche magnetische Kraft besitzt. Also ist der Zug in der Station genau so schnell, wie wenn er mit Vollgas fahren würde!" "Ach so!" Jetzt verstand Markus das System. Schnell suchten sich die Freunde einen Platz und setzten sich hin. "Feurigel!", stöhnte Feurigel erleichtert auf, als es endlich auf Markus Schoß auf einem Sitzplatz saß. Sophie hatte gegenüber von Markus ein kleines Plätzchen ergattert und meinte: "Mann, wenn ich gewusst hätte, wie dieses System funktioniert, dann wäre ich nie mit dem Magnetzug gefahren!" "Wenigstens haben wir etwas daraus gelernt!". Dann sah er aus dem Fenster. Wiesen und Berge, Bäume und Äcker rasten blitzschnell an ihnen vorbei. "Weißt du zufällig, wie dieses Gebiet heißt?", fragte er Sophie. "Soweit ich weiß, ist das der Ceky- Ground- Nationalpark!", antwortete diese. "Cecky- Ground Nationalpark? Aber warum denn dieser ausgefallene Name?", fragte er verwundert. "Das weiß ich nicht!", meinte Sophie, "oder besser gesagt: Keiner weiß es. Er hat den Namen erst seit kurzem, denn früher hieß er Pokémon- Nationalpark. Dieser Ort ist für seine wunderschönen Landschaften und seine steilen Berghängen mit schroffen Felsen und seine weiten Täler sehr bekannt- das heißt die Gebiete um Dombra- und Moon City, die einen Anteil haben, sind gepflegte Parks mit Bänken." "Woher weißt du das alles?", fragte Markus verblüfft. "Tja, ich habe mich eben immer schon für Geographie interessiert!", gab diese zur Antwort. "San!", meinte Sandan. "Aber warum erst seit kurzem?" Markus war verblüfft. "Ich habe gedacht, wenn ein Ort so heißt, wie er heißt, dann heißt er auch noch in hundert Jahren, so, wie er heißt und heißt nicht vom einen auf den anderen Tag nicht mehr so, wie er heißt..." "Ich weiß es nicht!", unterbrach ihn Sophie. "Aber manche Dinge kann man sich einfach nicht erklären" "Du würdest hier sicher auch gerne herumwandern, nicht?", meinte Markus zu Sandan. "San!" Sandan nickte lebhaft mit seinem kleinen Kopf. Im hintersten Waggon des Zuges saß Team Rocket. Mauzi und James grübelten und Jessie stopfte Reiseproviant in sich hinein. Ihre Idee war wirklich nicht von schlechten Eltern! Aber dazu musste Team Rocket den Freunden auf der Spur bleiben- koste es, was es wolle! (Der Ausdruck "koste es, was es wolle, war wortwörtlich gemeint gewesen, denn die Tickets für den Magnetzug waren sauteuer gewesen und Team Rocket war nach den Misserfolgen bei Ash&Co sowieso schon bei Mr. Checky- Ground hoch verschuldet. Trotzdem zogen sie es diesmal vor, ehrlich Tickets zu kaufen, denn bei den bisherigen Schummelmethoden hatten sie eigentlich nie sonderlich Glück gehabt.) Natürlich hatten sie ihre Uniformen abgelegt, denn sonst würde sie gleich jeder verhaften können. "Sag mal, könntest du uns nicht auch mal was geben?", schlug Mauzi vor. "Immer müssen wir die Drecksarbeit machen!", klagte James. Jessie fuhr die beiden an: "Ich futtere nur, weil ich eine gute Idee gehabt habe- ihr bekommt erst dann was, wenn ihr euren Teil der Arbeit geleistet habt!!" "Sag mal, wieso bestimmst du eigentlich immer, wer was futtern darf?", maulte James. "Du könntest uns wirklich etwas geben!", meinte Mauzi vorwurfsvoll. Doch Jessie kaute ungestört weiter und James und Mauzi seufzten tief. Doch plötzlich riefen James und Mauzi im Chor: "Ich hab´ eine Idee!" Dann stürzten sich beide auf das Essen. Nach einiger Zeit stand der Magnetzug still, die Türen gingen quietschend auf und der Zugführer verlautbarte durch die Lautsprecher, die an der Decke des Zuges befestigt waren: "Ankunft in Kontra City!" "Kommt!", meinte Markus zu seinen Pokémon und alle standen auf. Wenige Zeit später setzte sich der Magnetzug ruckartig in Bewegung und fuhr weg. Markus, Sophie und die Pokémon standen am Bahnhof und sahen ihm nach. "Wahnsinn, auf welchem Stand die Technik heute ist....", meinte Markus. Dann verließen sie den Bahnhof. Das erste, was Markus an Kontra City auffiel, war die riesige Arena, die über alle anderen Häusergipfel ragte. Dazu muss gesagt werden, dass Kontra City an sich eine Wolkenkratzerstadt war, mit Türmen, die höher, als zwei Onix waren. Doch die Arena war ganz einfach gigantisch. Sogar Sophie, die sich zwar gut mit Städten und deren Einwohnerzahlen auskannte, doch noch nie selber in Kontra City gewesen war, staunte bei dem Anblick, der sich ihnen bot. Es war eine Wolkenkratzerlandschaft inmitten unberührter Wildnis. "Das ist ja Levi!!!" Die erste, die für das, was sich unseren Freunden bot, Wörter wusste, war Sophie. "Endivie..", war auch Endivie fassungslos und Feurigel und Sandan stimmten ihr zu. Beeindruckt stiefelten die zwei mit Markus Pokémon ins Center. Dort setzten sich die beiden in dem Warteraum und bestellten bei einer bildhübschen Joy zwei Limos und viel Pokémon- Futter. "Ahhh!", stöhnte Markus auf, als er den ersten Schluck der eiskalten Limo. Jetzt, im Sommer war es besonders im Großstädten, wie Kontra City empfindlich heiß und eine Erfrischung war den Freunden herzlich willkommen. "Sandan!", meinte auch Sandan und auch die anderen Pokémon von Markus waren sehr froh, etwas zu beißen zu haben. Markus sah auf die Uhr. Der Große Zeiger befand sich kurz vor der Zwölf und der kleine befand sich unmittelbar vor der Drei. "Drei Uhr!", stellte Markus fest. "Wir haben eigentlich heute noch genug Zeit, um den Arenaleiter herauszufordern!", meinte Markus dann. "Stimmt!", meinte Sophie. "Wir könnten jetzt noch eine halbe Stunde im Pokémon- Center bleiben und dann, um halb vier könnten wir uns auf den Weg zur Arena machen. Dann sind wir ungefähr um vier Uhr da!" "Genau, und die meisten Arenen im Dodri- Massiv haben von zwölf bis vier Uhr geschlossen!", meinte Markus gut aufgelegt. "Feurigel!", meinte Feurigel zufrieden. Es hatte sehr hart mit Markus trainiert und vertraute seinem Trainer voll- und ganz. Kurze Zeit später waren alle auf dem Weg zur Arena. "Der Arenaleiter wartet wahrscheinlich auf Anfänger, die frisch aus St. Anna kommen!", meinte Markus zu Endivie. "Aber mit Profis, die Team Rocket geschlagen und viel trainiert haben, rechnet er sicher nicht!" "San!", stimmte Sandan ihm zu. "Markus, du hast zwar hart trainiert, aber unterschätze den hierigen Arenaleiter nicht!", meinte Sophie. "Ich habe gehört, dass er sehr gut ist!" "Jaja!", winkte Markus ab. Er wollte nicht schon wieder streiten- gerade jetzt, wo sein erster Arenaleiterkampf bevorstand, wollte er nicht durch einen Streit aufgehalten werden. Dann rief er zum ersten Mal all seine Pokémon in die Bälle zurück, denn er wollte sie Andreas erst nachher zeigen. Kurz darauf standen sie vor dem Eingangstor. Schwer atmend und klopfendem Herzens drückte Markus die Türklinge herunter und rief: "Hiermit fordere ich Andreas, den Arenaleiter zu einem Kampf heraus!" Markus sah sich um. Er war in einem kleinen Büro gelandet und auf einem Schreibtisch saß ein Junge von etwa sechzehn Jahren und schrieb etwas. Als er Markus hörte, sah er auf. "Oh, willkommen in der Arena von Kontra City!", meinte er. Ich bin Andreas und bevorzuge Normal- Pokémon!" "Weiß ich schon alles!", meinte Markus. "Und außerdem vergibst du den Norm- Orden!" "Schlauer Kopf!", meinte Andreas und fuhr fort: "Willst du mich wirklich herausfordern? Überlege es dir gut- ich kenne keine Gnade!" "Ich bin doch nicht hierher gereist, um mich zu vergnügen, sondern um Pokémon- Meister zu werden und dazu benötigt man alle Orden!", meinte Markus ärgerlich. "Wie du meinst!" Andreas zuckte die Achseln. "Es werden vier gegen vier Pokémon kämpfen!" "Was, vier gegen vier?", meinte Markus. Dann sagte er kleinlaut: "So viele Pokémon habe ich noch gar nicht. "Hahahaa!", prustete Andreas plötzlich los. "Er hat noch nicht einmal vier Pokémon und bildet sich ein, dass er besser ist, als ich!", gluckste er. Markus senkte seinen Kopf. Tja, das war wirklich nicht ermutigend! Aber er würde alles geben und die Stärke seiner Pokémon vollständig zur Geltung bringen. "Hast du wenigstens drei?", fragte Andreas dann. "Drei was?" zuerst wusste Markus nicht, war Andreas meinte. "Pokémon natürlich!", half ihm Andreas auf die Sprünge. "Ach so!", meinte Markus. "Ja, drei hab´ ich!" "Gut, dann machen wir einen Drei- zu Drei- Kampf", meinte Andreas. "Wenn ihr mir bitte folgen möget.." Er setzte sich in Bewegung, die drei verließen das Büro und Andreas sperrte eine andere, größere Tür auf. "Hier ist die Arena!", meinte er. Dann schaltete er die Lichter in der Arena ein und Markus, dessen Herz wie verrückt schlug, erkannte ein riesiges Stadion mit einer gigantischen Kampffläche. Die beiden Gegner stellten sich jeweils gegenüber an den Enden des Kampffeldes auf und Markus rief: "Es kann losgehen!" Sophie nahm in einer Zuschauerbank des Stadions Platz und beobachtete die beiden. "Gut!", meinte Andreas. "Los, Teddyursa!" Auf der Kampffläche stand ein niedlicher, brauner Bär. "Teeee?", staunte er. "Glaubst du wirklich, dass mein Feurigel mit diesem Kuscheltier ein Problem hat?", fragte Markus spöttisch. "Los Feurigel!" Er schleuderte den Pokéball mit Feurigel in den Ring. "Feuuuu!", rief Feurigel. Da es in der Arena relativ warm war, konnte es sein Feuer sofort anlassen und Markus rief: "Flammenwurf!" Mit einem "Feurigeeeel!", schoss Feurigel einen gewaltigen Feuerstrahl in Richtung Teddyursa. "Teeeee!", schrie Teddyursa auf. Es war sowohl getroffen, als auch von oben bis unten verkohlt.. "Oh, nein- Teddyursa!", schrie Andreas. "Dein Teddyursa ist k.o.!", meinte Markus mit Genugtuung. "Ahh.., also gut, komm zurück!", rief Andreas und holte das Pokémon in seinen Pokéball zurück. Dann äußerte er: "Du bist besser, als ich dachte, doch auch ich habe noch andere Pokémon dabei!" Er rief: "Los, Granbull!" "Weiter, Feurigel!", konterte Markus. "Wieder Flammenwurf!" "Feuuu!", rief Feurigel wieder und abermals schoss ein gewaltiger Feuerstrahl in Richtung Granbull. Doch dieses sprang geschickt zur Seite. "Jetzt setze Bodyslam ein!", rief Andreas. Granbull sprang in die Luft und warf seinen vollen Körper auf Feurigel. "Feuu..", stöhnte Feurigel. Man sah ihm an, dass es geschwächt war. "Feurigel- geht es dir gut?", fragte Markus besorgt. "Feu!" Zornig stand Feurigel im Ring. Doch kaum wollte es angreifen, knallte sich Granbull schon mit vollem Gewicht auf das kleine Feuer- Pokémon. "Feuuu..", stöhnte Feurigel und Markus sah verzweifelt zu, wie sein kleines Feuer- Pokémon immer schwächer wurde. Schließlich krachte es auf den Boden und blieb regungslos liegen. Das Feuer auf seinem Rücken war erloschen. "Feurigel- komm zurück!", rief Markus. "Du hast toll gekämpft!", meinte er leise zu sich. Dann schleuderte er mit eisener Miene seinen zweiten Pokéball und rief: "Endivie- versuch dein Glück!" Mit einem "Endivie!", erschien Endivie umgeben von hellem Licht auf der Kampffläche. "Rankenhieb!", kommandierte Markus und Endivie fuhr seine Ranken aus und fesselte damit Granbulls Kopf und die Augen, sodass es nichts mehr sehen konnte. "Klasse, und jetzt Rasierblatt!", rief Markus siegessicher. "Endiiii!!" Viele Blätter peitschten Granbull ins Gesicht und es wurde sichtlich geschwächt. "Jetzt Tackle!", rief Markus. Mit einem großen Satz sprang es auf Granbull zu und tacklete es gewaltig. "Graaaan...!", stöhnte Granbull und krachte am Boden auf. Es konnte nicht mehr aufstehen. "Hurra- wir haben gewonnen!", rief Markus und rief auch sein Endivie zurück. "Noch ist noch nicht aller Tage Abend!", meinte Andreas. "Du bist wirklich sehr gut, doch mein letztes Pokémon ist zugleich mein stärkstes! Ich wähle...... Togetic!" Aus Andreas Pokéball kam ein weißes Pokémon mit langem Hals und roten Dreiecken am Körper. Bei den Schultern besaß es zwei Flügel und rief: "Togeee!" Zur Sicherheit zog Markus seinen Pokédex zur Hand. "Togetic!", meldete dieser sich . "Eine Weiterentwicklung des Togepi. Es erscheint nur fröhlichen Menschen und ist sehr stark. Togetics sind selten und nur schwer zu fangen." "Togetic..", murmelte Markus. Dann warf er Sandans Pokéball und rief: "Jetzt werden wir mal sehen, ob es einen Schaufler aushält!" "Saan!", rief Sandan und buddelte sich im Arenaboden ein, bis es wieder hoch kam und Togetic den Schaufler verpassen wollte. Doch leider war diese Attacke die falsche Entscheidung gewesen, denn Togetic hatte seine Flügel in Bewegung gesetzt und schwebte nahe über dem Erdboden. So konnte ihm die Attacke nichts anhaben. "Jetzt Windstoß und Ruckzuckhieb!", rief Andreas. "Tooge!!" Togetic flitzte schnell zu Sandan und verpasste ihm einen ordentlichen Schlag, der ihn ins Wanken brachte und dann schlug es heftig mit den Flügeln, so dass sich ein Lufttrichter bildete, der Sandan gefährlich nahe kam. "Ausweichen- schnell!", rief Markus Sandan zu. Schnell rollte sich Sandan zur Seite und wartete auf einen neuen Befehl. "Sandwirbel!", rief Markus. "Saaa!" Sandan öffnete sein Maul weit und eine gewaltige Ladung Sand schoss heraus. Doch Togetic stieg einfach höher und entkam so den Sandmassen. "Verflixt!", schimpfte Markus. "Dieses Pokémon muss sich doch bezwingen lassen!" "Metronom- los!", rief Andreas. "Pass auf, Markus!", schrie Sophie da. "Hä?" Markus drehte sich zu ihr um. "Markus, die Metronomattacke wählt irgendeine Attacke aus, also halte dich bereit für jede Art Attacke!" "Ja!", meinte Markus. Er wandte sich an Sandan und meinte: "Halte durch!" "San!", meinte Sandan und nickte mit seinem Kopf. Dann sah er wieder zu den kämpfenden Pokémon. Togetic fing an, die Hände immer in Parallelstellung hin- und herzuschwenken. Schließlich begannen seine Hände bläulich zu leuchten. Dann rief es: "Toggee!" und feuerte einen Feuerstrahl auf Sandan ab, der sih teilte, eine Form annahm und schließlich so ähnlich, wie ein Strichmännchen aussah. "Wow!", staunte Markus. "So eine mächtige Feuerattacke habe ich ja noch nie gesehen!" Sein Pokédex meldete sich: "Das war Feuersturm, die stärkste Feuerattacke." "Das war also die mächtigste Feuerattacke!", dachte Markus beeindruckt. Dies schien eine Stadt der Superlativen zu sein. Schon alleine die Arena war wahrscheinlich die größte, die es gab. Außerdem hatte er ein wahnsinniges Glück gehabt, die mächtigste Feuerattacke miterleben zu können, denn er hatte sie noch nie gesehen und Feurigel würde wohl noch seine Zeit brauchen, bis es sie lernte. Markus sah zu Sandan hinüber. Gott sei Dank war die Attacke nicht weiter verheerend gewesen, weil Feuer gegen Boden nicht sehr gut war. Sandan stand auf dem Arenaboden und war bereit, weiterzukämpfen. "San!", rief es. "Super, Sandan!", rief Markus. "Kratzfurie!" Sandan lief zu Togetic hin und kratzte es ordentlich im Gesicht. "Tooo!", meinte Togetic. Es war zwar verwundet, jedoch nicht scherwiegend verletzt. "Jetzt noch mal Metronom!", rief Andreas. "Toge!" Wieder hatte Togetic seine Hände in Parallelstellung und wackelte mit ihnen hin- und her. Nachdem seine Hände angefangen hatten, zu leuchten, machte es seinen Mund weit auf und heraus kamen Wasserblasen. "Das ist die Blubber- Attacke!", rief Sophie und stand nervös auf. "Die kann Sandan sehr gefährlich werden!" "Sandan, weiche ihnen aus!", rief Markus. Sein Herz klopfte wie rasend. "Bodyslam!", rief er. "Togetic- Teleport und Ruckzuckhieb!", konterte Andreas sofort. "Tooge!" Gerade, als Sandan seinen vollen Körper auf Togetic werfen wollte, teleportierte sich dieses genau hinter Sandan und Sandan krachte hart auf die Erde. "San..!", stöhnte es. Jetzt warf sich Togetic blitzartig schnell auf Sandan. Das Boden- Pokémon geriet unter großen Druck. Schwankend und erschöpft stand es auf. Tackle!", rief Markus. Sandan nahm Anlauf, sprang geradewegs auf Togetic zu und wollte es gerade tacklen, als es im letzten Moment zur Seite sprang. Abermals krachte es zu Boden. "Sann..." Erschöpft stand Sandan auf. "Sandan, kannst du noch kämpfen?", fragte Markus besorgt. "San.." Mühsam nickte sein kleines Boden- Pokémon mit dem Kopf und stellte sich wieder zum Angriff. "Wieder Metronom!", rief Andreas. Im Gegensatz zu Sandan war Togetic eigentlich noch kerngesund und hatte ein leichtes Spiel mit seinem Gegner. Als seine Hände diesmal zu leuchten begannen, schoss es klebrige Fäden in Richtung Sandan und verklebte ihm die Hände. "Sandan..!" Das Pokémon war so gut wie kampfunfähig und Markus konnte deutlich sehen, wie es litt. "Sandan, kannst du noch kämpfen?", rief Markus Sandan zu. "Sandan!" Noch einmal schluckte Sandan seinen Schmerz hinunter und stand auf. "Jetzt machen wir dem Kampf ein Ende!", rief Andreas. "Stahlflügel!" "Tooooogeee!" Togetic lief zu Sandan hin und dann schlug es Sandan mit den Flügeln steinhart ins Gesicht. "San.......dan.." Sandan lag mit geschlossenen Augen am Boden der Arena. Es wies zahlreiche, braune Wunden auf. Diesmal stand Sandan nicht mehr auf. Andreas hatte gewonnen.... 7. Ein Kampf- kein Sieg Markus saß mit Sophie im Warteraum des Pokémon- Centers. Er war zutiefst betrübt. "Was habe ich bloß falsch gemacht?", murmelte er niedergeschlagen vor sich hin. "Habe ich falsch trainiert? Bringe ich meinen Pokémon nicht genug Liebe entgegen?.." "Markus, deine Pokémon sind super trainiert und du bringst deinen Pokémon im Zweifelsfall mehr Liebe entgegen, als andere!", meinte Sophie, die neben ihm saß. "Das einzige, woran du gescheitert bist, waren Andreas starke Pokémon!" Markus brummte etwas vor sich hin, was Sophie nicht verstehen konnte. Dann sah er in ihre dunkelgrünen Augen. "Meinst du das ernst?", fragte er dann. "Sie erwiderte seinen Blick und meinte: "Sicher!" Dann nahm sie ihre Brille von der Nase, hauchte sie an und putzte sie mit ihrem T- Shirt. Plötzlich meinte hinter ihm jemand: "Hey, sei nicht so niedergeschlagen!" Markus sah überrascht auf. Hinter ihm stand ein Junge mit einem weiß- blauen T- Shirt, einer zartblauen Hose, einem dunkelblauen Nike-Rucksack und einer schwarzen Nike-Kappe. "Sebastian!", keuchte Markus völlig überrascht. "Tja, ich habe den Arenaleiter von Arecona- City besiegt und jetzt dachte ich, wir könnten unseren Pokémon- Kampf fortsetzen!", antwortete er. Vollkommen überrascht stand Markus auf. "Wie bist du hierher gekommen?", fragte er schließlich. "Mit dem Magnetzug!", antwortete Sebastian. "Aber der fährt doch nur einmal in der Woche!", meinte Markus. "das schon, aber mein Dad ist Schaffner im Magnetzug und daher kann ich fahren, wann ich will!", grinste Sebastian. "Wow.. Na gut, wir können unseren Kampf jetzt nachholen!", meinte auch Markus. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er keine Pokémon bei sich hatte, weil sie noch alle in Behandlung waren. "Allerdings muss ich zuerst meine Pokémon zurückhaben!", meinte er also. So setzte sich Sebastian zu Markus und Sophie, um zu warten. "Der Typ aus Arecona City ist wirklich gut!", meinte er. "Von wem redest du?", fragte Markus. "Vom Arenaleiter!", meinte Sebastian. "Aber an meinem Seedraking ist er dann doch gescheitert!" "Welchen Pokémon- Typ setzt er ein?", fragte Markus. "Normalerweise Geister!", gab Sebastian zur Antwort. "Er heißt Daniel!" "Weiß ich", meinte Markus und dachte an seine Pokémon- Stunden in St. Anna zurück. "Ich habe dummerweise gegen Andreas verloren!" Kurz darauf trat eine Joy ins Wartezimmer und meinte: "Markus, deine Pokémon sind wieder topfit!" "Danke!", meinte Markus wie immer. Die Joy drückte ihm seine Pokébälle in die Hand. "Also gut, kämpfen wir!", meinte Markus. Die beiden Gegner verließen das Pokémon- Center und suchte sich als Kampfplatz den großen Platz vor der Arena aus. Vor dem Kampf sah Markus auf die Uhr. Inzwischen war es halb fünf geworden. "Also, los!", rief Markus. Jeder setzt drei Pokémon ein, o.k.?" "Alles klar!", meinte Sebastian. "Los, Dratini!" "Los, Endivie!", rief Markus und schleuderte den Pokéball seines kleinen Pokémon. "Wickel!", befahl Sebastian. "Rasierblatt!", konterte Markus sofort. Endivie schickte unzählige Blätter in Richtung Dratini und bevor dieses angreifen konnte, war es schon besiegt. Markus starrte mit offenem Mund auf das besiegte Dratini. "Ich habe gedacht, dass Drachen- Pokémon so stark sind!", meinte er dann. "Ich hatte offen gestanden geglaubt, dass du so schwach bist, da du ja gegen Andreas verloren hast..", meinte Sebastian kleinlaut. "Was?", rief Markus wütend. Sebastian rief Dratini zurück. "Naja, ich dachte, dass ..", wollte Sebastian beginnen, doch Markus fuhr ihn an: "Und welche Pokémon hat er, bitteschön bei dir eingesetzt?" Sebastian meinte kleinlaut: "Teddyursa, Pummeluf und Togepi.." "Waaaas?!!" Markus schäumte vor Wut. "Bei mit hat er Teddyursa, Granbull und Togetic eingesetzt!!" "Ach so!", meinte Sebastian seelenruhig. "Dann setzt er wahrscheinlich seine starken Pokémon nur gegen starke Trainer ein!" Glückwunsch, Markus! Du musst ein guter Trainer sein!"Diesmal zuckte Markus vollkommen aus. "Du lenkst mich vom Thema ab!", blüllte er außer sich. "Jey, Markus!", bemerkte Sophie da. "Krieg dich wieder ein!" Markus meinte: "Wieso hat er bloß bei mir Teddyursa, Granbull und Togetic eingesetzt?" "Vielleicht setzt er Teddyursa am Anfang jedes Kampfes ein, um herauszufingen, wie stark sein Gegner ist..", überlegte Sebastian. "Das bedeutet, dass ich, als ich gegen Andreas kämpfte, schwächer war, als du. "Das könnte sein!", meinte auch Markus und vergaß ganz, auf Sebastian böse zu sein. "Also, können wir jetzt unseren Pokémonkampf fortsetzen?", fragte Markus. "Du hast ihn unterbrochen!", meinte Sebastian. Dann rief er: "Los, Dragonir!" Das vor Markus stehende Pokémon sah so ähnlich aus, wie ein Dratini, doch es war größer und sah stärker aus. "Draginir!", meldete Markus Pokédex. "Die Weiterentwicklung eines Dratini. Dieses Pokémon.." Markus schaltete seinen Pokédex aus. "Jaja!", murmelte er. Er kannte Dragonir bereits und wusste, wie man damit umgehen sollte. Deshalb meinte er: "Endivie, Rankenhieb!" "Endii!" Endivie fuhr seine Ranken aus und wickelte Dragonir in einen festen Griff. Anschließend wirbelte es das Drachen- Pokémon, das an seinen Ranken gefesselt war, in der Luft herum. Dann krachte Dragonir auf den Boden. Es war zwar schon schwach, doch es wollte nicht aufgeben. "Wickel!", rief Sebastian. Dragonir wickelte seinen Leib, wie es vor ihm Dratini getan hatte, doch Dragonir war weitaus kräftiger und somit war auch sein Wickel stärker. "Endi..", rief Endivie. Als es wieder auf seinen Beinen stand, war es schon ziemlich schwach. "Rasierblatt!", komandierte Markus. "Endivie!" Endivie attackierte mit letzter Kraft. Dann fiel es erschöpft zu Boden. "Endivie!", quiekte es. "Endivie, zurück!", entschied Markus. Dann warf er seinen zweiten Pokéball und rief: "Feurigel, los!" Dragonir war zwar stark geschwächt, doch es war, wie alle Drachen- Pokémon sehr zäh. "Ruckzuckhieb!", befahl Markus. Mit einem "Feeeeeeeurigel!", sprang das kleine Feuerpokémon direkt auf seinen Gegner. "Draaa!", schrie Dragonir auf und geriet ins Schwanken. Mit letzter Kraft richtete es sich auf. "Bodyslam!", rief Markus. "Feurigeeel!"rief Feurigel und stürtzte sich auf Dragonir. Dieses ließ einen markerschütternden Schrei hören, dann lag es auf dem Boden. "Super, Feurigel!", rief Markus. "Feurigel!", rief auch Feurigel glücklich. "Du hast wirklich Mumm in dir und hast bereits sehr gut trainiert!", bemerkte Sebastian. "Aber an meinem letzten Pokémon wirst du scheitern!", fügte er hinzu. Dann warf er seinen letzten Pokéball und rief: "Los, Seedraking!" In grellem Licht erschien ein großes, blaues Seepferd. Markus zog seinen Pokédex zu Rate. "Seedraking!", meldete dieser. "Das gefürchtete Seepferd- Pokémon. Seine Angriffe, wie Drachenwut oder Hyperstrahl sind extrem stark und richten großen Schaden an. "Mist!", dachte Markus. "Jetzt werde ich mit einem Pokémon konfrontiert, das mehr den Wasser- Typ hat, als Dratini, oder Dragonir und Endivie ist k.o." Markus hatte keine andere Wahl. Er rief: "Feurigel, mach weiter!" "Schwerer Strategiefehler!", bemerkte Sebastian. "Habe ich auch bemerkt, aber Endivie ist k.o. und Sandan und Feurigel sind beide schlecht gegen Wasser!", erklärte Markus ärgerlich. Dieser Sebastian machte sich nahezu über ihn lustig, obwohl er Dratini und Dragonir besiegt hatte. "Na, schön, Seedraking!", rief Sebastian. "Blubbstrahl!" "Seedra!", rief Seedraking und griff mit einem beeindruckenden Wasserblasenstrahl an. "Feuuu..", rief Feurigel, schlug am Boden auf und war besiegt. "Danke, Feurigel!", meinte Markus und rief sein Pokémon zurück. Dann rief er: "Los, Sandan!" "Drachenwut!", befahl Sebastian. Seedraking verspritzte Wesser auf dem Boden und dann flitzte es um das verspritzte Wasser herum, sodass ein Wind aufkam und sich das verspritzte Wasser zu einem Tornado formte. "Oje..", meinte Sophie. "Markus, gib lieber gleich auf- Drachenwut ist enorm stark!" "Das hat mir der Pokédex auch schon erklärt!", meinte Markus. Dann rief er: "Ausweichen- schnell!" San!" Sandan wollte gerade zur Seite springen, doch die Attacke war schneller. Sandan verschwand im Strudel. "Nein, Sandan!", rief Markus erschrocken. "Sandan..", kam es erschöpft aus dem Strudel. "Sandan, zurück!", rief Markus und schleuderte Sandans Pokéball in die Richtung des Strudels. Das rötliche Licht fand einen Weg mitten in den Strudel und Sandan wurde zurückgeholt. "Du hast echte super- Pokémon!", bemerkte Markus. "Danke!", erwiederte Sebastian trocken. "Aber du bist auch sehr gut!", meinte er dann. "Ich schätze, wir machen uns wieder auf den Weg ins Pokémon- Center!", meinte Markus. "Ich auch!", meinte Sebastian. Die drei schritten auf das Center der Millionenstadt zu. "Es ist zwar eine Millionenstadt, doch eigentlich trotzdem nur ein Tropfen Zivilisation in der unberührten Wildnis..", meinte Sebastian sinnend. Markus und Sophie sahen ihn erstaunt an. So kannten sie ihn noch gar nicht. Tja, - er hatte viele Seiten, dieser Sebastian. Er war der trockene Typ, der perfekte Trainer und manchmal sehr philosophisch. Die drei kamen beim Pokémon- Center an. "Guten Tag!", grüßte Markus Schwester Joy wie immer. "Bitte machen sie alle wieder topfit!", meinte er dann und übergab Joy seine drei rot- weißen Bälle. "Für mich auch!", meinte Sebastian und reichte ihr die Bälle. Wie immer saßen sie danach im Warteraum, bestellten eine Tasse Tee, weil es schon Abend war, redeten über ihre Vergangenheit, ihre Erlebnisse. "Eure Pokémon sind wieder in Ordnung!" Eine Joy stand an der Tür und hatte sechs Pokébälle in der Hand. "Oh, vielen Dank!" Markus und Sebastian sprangen auf und nahmen ihre Pokébälle an. "Ihr habt es verdient, herausgelassen zu werden!", meinte Markus dann und rief: "Kommt raus!" "San!" "Feu!" Endivie!" Vor Markus erschienen die drei kleinen Pokémon. "Hallo!", grüßte Markus. "Und, wie geht´s euch?" "Endi!", meinte Endivie und sprang übermütig auf Markus Schulter. "Na, bitte!", meinte dieser glücklich und verpasste Endivie einen leichten, freundschaftlichen Knuff. Danach suchten sich die drei Freunde am Rand der Stadt zwischen einigen Bäumen ein Schlaflager, wo Sophie das Zeltlager aufbaute, Sebastian im Wald Äste suchte und Markus Feurigel aus dem Pokéball ließ, damit es warm werden und die Äste anzünden konnte. "So!", stöhnte Sophie, als sie das Lager fertig hatte. "Jetzt ist alles vorbereitet.." "Bestens!", meinte Sebastian. "Ich habe genug Äste für ein Lagerfeuer!" "Und Feurigel ist bereits warm geworden!", meinte Markus und sah zu Feurigel hinüber. "Feurigel!", piepste dieses und die Flamme auf seinem Rücken loderte tatsächlich lichterloh. Während Sebastian die Äste aufschichtete, sahen Markus und Sophie schon um die Äste herum. "Jetzt zünde diese Äste an!", meinte Markus zu Feurigel. "Feu!", rief Feurigel und hielt seinen flammenden Rücken gegen die Äste. Die Zweige begannen zu glühen und zu zischen und schließlich prasselte ein lustiges, kleines Lagerfeuer vor unseren Freunden. "Ich finde, Sandan und Endivie sollten das Lagerfeuer auch miterleben!", meinte Markus und ließ die beiden aus den Pokébällen. San!", meinte Sandan und starrte neugierig in die Flammen. "Jey, komm mir bloß nicht auf die Idee, zu zündeln!", meinte Markus. "San?" Sandan streckte seine Hand kurz zum Feuer hin aus, doch dann zog es sie erschrocken wieder zurück. "Sandan!", meinte es erstaunt. Dass es keine Verbrennungen hatte, verdankte es der Tatsache, dass es ein Boden- Pokémon war und ihm Feuer also nicht viel anhaben konnte. Schließlich hielt es es doch für klüger, sich zu Markus zu setzen und die Flammen aus sicherer Entfernung zu beobachten. "Endi!" Auch Endivie schien das Lagerfeuer zu gefallen. Markus sah auf die Uhr. Sie zeigte Punkt neun Uhr. "Wahnsinn, wie spät es schon wieder ist!", meinte Markus gähnend. "Ich glaube, ich lasse meine Pokémon auch hinaus!", meinte Sophie. Im roten Pokéball- Licht kamen Felino, Ledian, Hunduster und Girafarig zum Vorschein. "Leeelllleeeel!", meinte Ledian, seine schwarzen Knöpfe begannen zu leuchten und es summte los und verteilte ein schillerndes Leuchtpuder. "Flieg nicht zu weit weg!", rief Sophie Ledian hinterher. "Hast du denn gar keine Angst, dass Ledian bei seinen Flügen etwas passiert?", fragte Markus Sophie erstaunt. "Wieso sollte ich?", fragte sie ihn überrascht. "Ledian macht das fast jeden Abend und außerdem macht es ihn glücklich" Markus kramte in seiner Tasche nach seinem Pokédex und dieser machte sich sofort bemerkbar: "Ledians sind die erweiterte Form eines Ledyba. Ihre Attacken können bei Bedarf sehr stark sein. Jeden Abend ziehen sie los, um ihr Leuchtpuder zu verteilen. Dabei leuchten ihre sonst schwarzen Punkte. "Alles klar!", meinte Markus. "Du musst sehr gut über Ledians Bescheid wissen!" "Eigentlich kein Wunder!", meinte Sophie. "Ledyba war mein allererstes Pokémon!" "Wow!", staunte Markus. "Und in zwischen hat es sich entwickelt" "Ja, genau!", meinte Sophie. "Jey, währe das Ledian nicht ein super- Köder?", fragte Mauzi grinsend. "Meine Idee ist wirklich genial!", meinte Jessie selbstgefällig. "Worauf warten wir denn da noch?", fragte James und rieb sich die Hände. "Wir warten darauf, dass das Ledian zurückkommt!", fauchte Mauzi tadelnd. Das verbrescherische Team lugte hinter einem Busch hervor, der sich in der Nähe der Freunde befand. "Ah ja, da sitzen sie!", stellte James mit Genugtuung fest. "He...!", rief Mauzi plötzlich, doch Jessies Hand erstickte den Schrei. "Musst du uns unbedingt verraten?", keifte sie und ihre giftigen Augen sahen das Katzen- Pokémon an. "Ich will uns nicht verraten, ich habe nur entdeckt, dass der Typ da hinten auch seine Pokémon freigelassen hat!", meinte Mauzi aufgeregt. "Na, und?", fragte James. "Was ist daran so besonders?" "Seht euch mal die Pokémon an, die er hat!", keuchte das Pokémon. Jessie und James lugten zu den drei Gestalten, die mit ihren Pokémon am Lagerfeuer saßen. "Ich glaub´ es nicht, ich glaub´ es nicht, ich glaub es nicht!", keuchte Jessie fassungslos. "Der Typ hat ein Dratini!" "Und ein Dragonir!", fügte Mauzi hinzu. "Und ein... Seedraking!", war auch James fassungslos. "Schade, dass es jetzt schon drei sind, wenn uns schon ein Anfänger mit seinem Sandan besiegt hat!", meinte James zweifelnd. "Ach, was, du Dummkopf!", meinte Jessie. "Diesmal haben wir alles viel besser durchgedacht. Es wird gar nicht zu einem Kampf kommen!" "Hoffen wir´s!", meinte James. "Ich will mich nämlich nicht schon wieder blamieren und sandspielen.." "Dratini!", quiekte Dratini und nagte an einer heißen Bratkartoffel, die die Freunde am Lagerfeuer gebraten hatten. "Na, bitte- ich habe doch gewusst, dass sie dir schmeckt!", meinte Sebastian lachend. Für Feurigel brauchten die Freunde gar nicht erst Kartoffeln braten, es genügte, wenn man ihm eine gab und es briet sie selber mit seinem Feuer am Rücken. Endivie half tüchtig beim Kartoffelschälen mit; seine Rasierblätter trennten die Kartoffeln von ihren Schalen. Nach einem ausgiebigen Mahl packte Markus seinen Schlafsack aus dem Rucksack und zog sich ins Zelt zurück. Endivie, Sandan und Feurigel begleiteten ihn. "Endivie!", meinte Endivie und legte sich glücklich neben Markus Schlafsack hin. "Ich bin auch schon müde!", stellte Sophie fest und zog sich ebenfalls zurück. Marksu packte eine Pokémon- Zeitung aus, die er neulich gekauft hatte, und schmökerte im Schein seiner Taschenlampe darin. Eine fette überschrift befand sich ganz oben auf der Seite. "Rätselhafte Pokémon- Diebställe!", stand da. Markus sah sich den Artikel interessiert an. Da stand: "Eine Reihe von rätselhaften Einbrüchen ging gestern Nacht wie gestern vor sich. Die Besitzer von Grundstücken, die sich in Checky- Ground- Nationalpark befinden wurden über Nacht beraubt. Ihre Pokémon, wie einige Wertgegenstände waren heute morgen spurlos verschwunden. "Hey!", grunzte Sophie verschlafen neben ihm. "Kannst du das Licht denn nicht ausschalten?" "Oh-, verzeihung!", sagte Markus und knipste die Taschenlampe ab. Dann kuschelte er sich selber so richtig in seinen Schlafsack und spürte, wie müde er war. Morgen würde er bei Andreas eine Revanche verlangen und dann würden unsere Freunde weiterziehen... "Hey!" Markus wurde aus seinen Träumereien herausgerissen, als sich Sophie im Schlafsack neben ihm plötzlich ruckartig aufrichtete. "Was ist denn?", meinte Markus. "Ledian!", meinte sie. "Ich muss warten, bis es zurückkommt!" "Ja, dann tu das mal!", meinte Markus und zog sich wieder in seinen Schalfsack zurück. Durch eine Luke konnte er beobachten, wie Sebastian sich auf der Wiese vor dem Zelt wie eine Katze einrollte. "Willst du nicht reinkommen?", fragte er flüsternd. "Darf ich wirklich?" "Klar, ihr habt doch nichts dagegen, oder?", fragte Markus seine Pokémon. Doch die schliefen schon. "Also, komm rein!", meinte er. "Danke!", antwortete Sebastian und kroch zu Markus ins Zelt. Es war im inneren des Zeltes schön warm und Markus und Sebastian, die sich in ihren Schlafsäcken sehr wohl fühlten, wurden müde und schliefen rasch ein..... ....... "Markus!"..... "Sebastian!"...... "Wacht endlich auf!"....... Langsam wurde Markus munter. "Was ist denn?", meinte er schlaftrunken. Sophie stand aufgeregt vor ihm. "Was ist denn los?", fragte er er. "Ich will weiterschlafen!" "Ich fürchte, dazu wirst du heute nicht mehr kommen!", meinte sie schrill. "Nun, steh schon auf- Team Rocket hat uns geschnappt!" "Was?!" Mit einem Schlag war Markus hellwach. Er stürtzte aus dem Zelt. Team Rocket hatte sie mit samt dem Zelt in einem riesen- Käfig eingesperrt, der am Rocket Ballon angebunden war. Verzweifelt sah Markus in die Tiefe. Der Rocket- Ballon schwebte über einem riesigen Naturgebiet, das große Ähnlichkeit mit einem Nationalpark besaß. "Weißt du, wo wir sind?", fragte er Sophie. "Sieht nach dem Checky- Ground Nationalpark aus!", meinte diese. "Dort, wo wir mit dem Magnetzug gefahren sind?", fragte Markus. "Ja.", antwortete Sophie. Er ist die Verbindung zwischen den letzten beiden Arenastädten,- Dombra und Moon- City, und nur die Trainer, die es soweit geschafft haben, haben das Glück hier Pokémon fangen zu können, doch wir sehen ihn, wie es aussieht, schon früher.." "Aber auch nicht gerade unter glücklichen Umständen!", stellte Sebastian fest, der aus dem Zelt gekrochen war und bemerkt hatte, was passiert war. "Du sagst es...", seufzte Sophie. "Aber wenigstens ist es etwas. Ich bin nuch gespannt, wohin uns der Rocket- Ballon bringt!". "Dombra- und Moon City..", grübelte Markus. "Schon mal was davon gehört.." "Vielleicht von mir?", meinte Sophie und lächelte. "Als wir im Magnetzug saßen. "Ach ja,- genau!", rief Markus. Als du mir über ihn erzählt hast!" Kurze Zeit später landete der Rocket- Ballon neben einer alten Scheune. "Was will Team Rocket denn hier?", wunderte sich Sebastian. Jessie, James und Mauzi waren aus dem Ballon gestiegen und sperrten eine kleine Tür im Käfig auf. "Kommt raus, oder ihr bekommt Arbors Wickel zu spüren!", flüsterte Jessie spitz. Markus, Sebastian und Sophie stiegen aus dem Käfig und sahen sich kurz um. Es war etwas kühl und die drei folgen Team Rocket, das auf die Scheune zuging. James pochte dreimal gegen das schwere Tor und eine Team- Rocket- Wache öffnete die Tür. "So ist das also!", stellte Sebastian fest. "Team Rocket hat hier seinen Hauptsitz!" "Das erklärt auch die vielen Pokémon, die über Nacht gestohlen wurden!", bemerkte Sophie. Die drei folgten Team Rocket durch den kleinen Raum. An der gegenüberliegenden Wand blieben Jessie, James und Mauzi stehen. "Was machen wir denn hier?", fragte Markus forsch. "Halte einfach deine Klappe!", riet ihm James. Dann öffnete er eine mit Heu getarnte Falltüre und Team Rocket und die drei Freunde stiegen in die Tiefe. Rötliche Deckenlampen brachten ein schwaches Licht in den Gang, durch den sie jetzt gingen. Als der Gang nach einem langen, langen Marsch endete, fand sich Markus in einer riesigen Halle wieder. "Wow!", staunten die Freunde. Hier befand sich ein unterirdischer See und Stalagtiten und Stalagmiten waren überalll zu sehen. "Wahnsinn!", staunte Sophie. "Hab´ ich dir nicht gesagt, dass du deine Klappe halten sollst?", fuhr James sie an. "Nein, mir nicht- nur Markus!", entgegnete Sophie, womit sie ja eigentlich rechthatte. Anscheinend fiel James darauf keine Antwort ein, denn er schwieg. Am Ufer des Gebirgssees befand sich ein kleines Boot, in das unsere Freunde jetzt steigen mussten. James ruderte das Boot vom Ufer weg, auf die andere Seite des Sees, wo ein Lichtstrahl, der durch ein Tür fiel, einen beleuchteten Raum versprach. Durch diese Tür gingen die Freunde jetzt. Sie fanden sich in einem riesigen, Beleuchteten Raum wieder, der dem Inneren eines Pokémon- Centers ähnelte. Überall herrschte Hochbetrieb, doch es waren nicht Joys, die ihren Dienst taten, sondern Team Rocket- Mitglieder. Schweigend schleppten Jessie und James die drei durch die Halle durch. Am Ende der Halle befand sich eine Tür. Durch diese gingen Jessie, James, Mauzi, Markus, Sebastian und Sophie nun. Sie fanden sich in kohlrabenschwarzer Dunkelheit wieder. Jessie knipste das Licht an. Sie befanden sich in einem kleinen Raum mit einer Treppe, die in die Tiefe führte. "Los, steigt hinunter!", zischelte Jessie. Die drei gingen hinunter. Was sie hier sahen, verschlug ihnen die Sprache. Unten befand sich eine langgezogene Halle- ein Kerker,- aufgeteilt in einzelne Zellen, in dem sich Pokémon und Menschen befanden. James sperrte eine Gittertüre auf und schubste die drei Freunde in eine enge Zelle hinein. In der Zelle herschte Dunkelheit- gerade, dass die Freunde einander sehen konnten. "Au..", stöhnte Markus, als er hart auf die Erde krachte. Jetzt wusste er, wie es seinen Pokémon in den harten Kämpfen bei Tackleattacken ging. Sophie hatte andere Sorgen. "Unsere einzige Chance ist", meinte sie, "das Metall der Gitterstäbe mit Feuer zu schmelzen. Doch die Flamme meines Hundusters allein reicht nicht aus- Markus, du musst mir mit Feurigel helfen." "Glaubst du, dass das hilft?", fragte Markus und rüttelte prüfeld an den Gitterstäben der Zelle. "Ich glaube, selbst zwei Flammen reichen hier nicht aus!", stellte er fest und fuhr nochmals prüfend über die Eisenstäbe. "Wir bräuchten noch ein drittes...." "Vielleicht kann ich helfen!", kam aus einer Ecke der Zelle plötzlich eine Markus etwas bekannte Stimme. 8. Ein Orden im Verließ und ein neues Pokémon "Andreas?" Markus konnte es nicht fassen. "Was machst du denn hier?" "Tja, ich bin ein unfreiwilliger Gast!", gab der Arenaleiter Auskunft. "Aber... wie konnte Team Rocket es wagen, einen Arenaleiter anzugreifen und zu verschleppen?" "Denen traue ich alles zu!", meinte Sophie grimmig. "Die schrecken vor nichts zurück, um Kohle zu machen!" "Aber wieso nahmen sie uns unsere Pokémon nicht ab?", fragte Sebastian verwirrt. "Aber wie geschah es, dass du entführt wurdest?", fragte Markus, der sich noch immer fragte, ob er nicht eine Fatamorgana anspreche. "Also, alles begann damit, dass ich vor ungefähr vier Stunden die Arena zusperrte und mich auf den Weg nach Hause machen wollte, als plötzlich eine vermummte Gestallt auf mich zukam und mich in einen Stoffsack zerrte!", begann Markus. "Als ich den Sack endlich mit Hilfe meines Tornupto..." "Du hast ein Tornupto?", fragte Markus plötzlich. "Wie kannst du ein Feuer- Pokémon besitzen, wenn du eine Arena mit Normal- Pokémon leitest?" Andreas senkte den Kopf. "Wisst ihr- als ich vor sechs Jahren mit meinem Pokémontraining begann, gab es noch nicht in jeder Stadt der Welt einen Professor, bei dem man sich seine erstes Pokémon abholen konnte. Es gab in Kanto Alabastia, wo die Anfangspokémon Bisasam, Glumanda und Schiggy waren, in Johto Neuborika, wo man sich Endivie, Feurigel und Karnimarni aussuchen konnte, in Melonurma waren es Tragosso, Toggepi und Pikachu und bei uns konnte man sich Feurigel, Marril oder Jurob aussuchen. Ich entschied mich sofort für Feurigel und es wurde mein bester Freund..." Er stutzte, als ob es ihm unangenehm wäre, weiterzureden. "Und als ich dann alle Orden hatte...", fuhr er fort, "und eine Feuerarena aufmachen wollte, musste ich zur Kenntnis nehmen... da musste ich zur Kenntnis nehmen.." Er stutzte wieder. Dann meinte er. "Kennt ihr die Stadt Jss. City?" "Klar!", rief Sophie und zwar so laut, dass eine Rocket- Aufsicht brüllte: "Klappe halten!" "Es ist die Stadt nach Kontra- und vor Arecona City!", erklärte Andreas. "Der Arenaleiter heißt Mr. Ponleiy und trainiert Feuer- Pokémon." "Verstehe!", rief Markus plötzlich. "Und in einem Land darf nur ein Arenaleiter einen gewissen Typ trainieren! Deswegen warst du gezwungen, Normal- Pokémon zu trainieren." "Genau!" Andreas blickte jetzt finsterer denn je drein. "Aber mein Herz hängt immer noch am Element Feuer, obwohl es gegen Wasser hilflos ist. Irgendwann werde ich es schaffen, mir eine Arena zu organisieren, in der ich Feuer- Pokémon aufziehen kann." "Besorgen" Markus rümpfte die Nase. Dieser Junge sprach von Arenas, als ob man sie einfach einkaufen könnte. Aber er verstand Andreas und sagte nichts. "Na, schön!", fuhr er schließlich fort, "Als ich mich also mithilfe meines Tornupto befreien konnte, fand ich mich in einem kleinen Lagerraum wieder. Ein Surren verriet mir, dass ich mich in einem Flugzeug befand. Als das Surren schließlich aufhörte, erschien an der Decke ein Roboterarm, der mich packte und mich in ein Loch an der Decke zog. Momentan sah ich nichts, als Finsternis und spürte, wie ich auf ein Förderband gesetzt wurde, das mich in diese Zelle beförderte" Er wies auf eine kleine eisene Falltür, die im Feuer Feurigels sichtbar wurde. "Alles klar.." Sebastian begann zu verstehen. "Hey!", meinte Markus plötzlich, "darf ich dich hier um eine Revanche bitten?" Andreas zauberte ein Lächeln in sein Gesicht. "Einverstanden! Es wird ein 1 vs 1 Kampf!", sagte er. "Komm raus, Wiesenior!" Ein Eichhörnchen- Pokémon erschien. "Senior!", rief es. "Auf geht´s, Sandan!", rief Markus. "BRÜLLT HIER NICHT SO HERUM!" Einer Wache waren die "Kampfschreie" offensichtlich etwas zu laut geworden. "Reg dich ab!", murmelte Sophie, sodass es die Wache nicht hören konnte. "Okay, Sandan, Doppelkick!", meinte Markus. Sandan sprang auf Wiesenior zu und verpasste ihm zwei kraftvolle Schläge, die es kurzfristig am Boden liegen ließen, jedoch keine ernsthafte Bedrohung für das erfahrene Pokémon war. "Ruckzuckhieb!", konterte Andreas. Zur Seite!" Markus feuerte sein Pokémon an, das sein bestes für ihn gab. "Fußkick!" "Saaaan!" Sandan sprang abermals auf Wiesenior zu, um ihm einen geschickt platzierten Fußtritt zu geben, der es genau ins Gesicht traf. "Wiesenior!", stöhnte Andreas Pokémon, das Kampf- Attacken gar nicht leiden mochte. "Slam!", sagte Andreas. "Kratzer!" "Tackle!" "wieder den Fußkick!" "Kratzfurie!" Die beiden Pokémon kämpften mit ganzer Kraft, doch schließlich gelang es Markus, Wisenior derart unter Druck zu setzen, dass Markus daran zu zweifeln begann, ob er diese Runde gewinnen würde. "Bodyslam!", meinte Markus schließlich. "Wieeeeeeeeesenioooooor!" Das Normal- Pokémon stieß einen markerschütternden Schrei aus und schlug am kalten Kerkerboden auf. "Schätze mal, wir haben gewonnen!", meinte Markus, hob Sandan hoch und tätschelte seinen Kopf. Ausgelassen konnte er leider nicht feiern, weil ihn sonst vielleicht die Rocket- Wache zur Schnecke gemacht hätte... Behutsam steckte Markus seinen ersten Orden in seine Hosentasche und ein leichtes Grinsen war in seinem Gesicht zu erkennen. "Alles klar- seid ihr bereit?" "ich Denke schon!" Markus hatte sein Feurigel, Sophie ihr Hunduster, Markus sein Seedraking und Andreas sein Tornupto aus dem Pokéball gelassen und die vier Pokémon standen vor den Gitterstäben. "Seid ihr bereit, die Tür zu schmelzen?", fragte Markus die Pokémon. Sie nickten. "Okay! Feurigel, Flammenwurf!" "Hunduster, Glut!" "Seedraking, Feuerodem!" "Tornupto, Feuersturm!" "Feu!" "Wau!" "Seeee!" "Torrr!" Die vier Pokémon begannen mit den Angriffen- die Tür schmolz dahin, wie ein Stück Blei beim Bleigießen. "Kommt, hauen wir ab!", flüsterte Sebastian. "Was war hier los?" Eine dunkle Gestalt näherte sich den Freunden zögernd. Offensichtlich war eine Rocket- Wache auf das Licht, das die Feuerattacken produziert hatten, aufmerksam geworden und wollte nun nach dem Rechten sehen. Die vier wollten ihre Pokémon schnell wieder in die Pokébälle zurückholen, doch es war bereits zu spät. Vor allem die gezackte Flamme auf Tornuptos Rücken hatte für Licht gesorgt und die Wache hatte die vier entdeckt. "ALAAAAAARM!", brüllte sie. "Flammenwurf!", rief Andreas schnell. Tornuptu holte tief Luft und attackierte die Wache mit einem grellen Feuerstrahl. "Durch den Ausgang, durch den sie uns gebracht haben, werden im wenigen Sekunden unzählige Rockets laufen!", stellte Sophie fest. "Unsere einzige Chance ist also, dem anderen Hallenende entgegenzulaufen und zu hoffen, dass es dort irgendwo einen Ausgang gibt!" "Okay, versuchen wir`s!", meinte Sebastian. Die vier stürzten Hals über Kopf auf das andere Ende der Halle zu und langsam begannen sie ganz schön zu schwitzen, denn die Halle war ziemlich lang. "Hoffentlich haben wir Glück!", sagte Markus prustend zu Sebastian. Als sie endlich das andere Ende der Halle erreicht hatten, begannen sie fieberhaft nach einem Ausgang zu suchen. Markus, Sophie, Sebastian und Andreas hatten die Feuer- Pokémon wieder in die Pokébälle zurückgeholt, sonst würden sie sich wohl wieder verraten. Markus Augen wanderten von einem Ende der Wand zur anderen- es war weit und breit kein Ausgang zu entdecken. "Mist!", dachte Markus. "Wer ist da?" Langsam kam das Geräusch laufender Füße näher. "Sie werden uns erwischen!", stöhnte Sophie. "Es hat keinen Zweck, weiterzusuchen!" Schon blendete Markus der Schein von Taschenlampen. "So, ihr wolltet also ausreißen?" Markus, Sophie, Sebastian und Andreas wurden in ein kleines Büro gebracht; an einem Schreibtisch saß ein kleiner, dicker Mann mit einem himmelblauen Anzug, der ein maskiertes Gesicht hatte. "Ihr fragt euch wohl, warum der Nationalpark seit neuem einen anderen Namen hat".. Der Mann sah zu den Vier herauf und obwohl sein halbes Gesicht maskiert war, fühlte Markus, dass er ihm genau in die Augen sah- so eindringlich, dass es fast schmerzte. Ihr müsst wissen, dass ich der neue Anführer des Team Rocket, Mr. Checky Ground bin!", fuhr er fort. "Der alte ließ sich von einem Trainer, der ihn besiegt hatte auf die gute Seite hinüberziehen... Er hat Team Rocket Untreue bewiesen und sogar, als wir damals, als ich noch Rocket- Vorstand war, den Radioturm in Johto besetzten, um überall im Radio zu verkünden, dass er sich auf die Suche nach uns machen soll, kam er nicht. So ernannten mich die Rockets"- er warf einen Blick über die Rockets, die die vier Freunde in das Büro gebracht hatten, "zu ihrem neuen Chef. Das war vor einem Monat. Und nun beschloss ich, unseren Hauptsitz auf den Pokémon- Nationalpark zu verlegen. Ich wollte die Wunden, die unser alter Anführer uns zugefügt hat, wieder gut machen. Natürlich musste er einen neuen Namen bekommen- passend zu uns.." Er sah die vier Freunde eindringlich an. "Und seht euch an, wie nett die Bevölkerung ist!", meinte er weiter. "Nach wenigen Wochen hatte der Nationalpark seinen neuen Namen und niemand wusste, wer dahintersteckte. Ein gekräuseltes Lächeln zierte nun sein Gesicht. Markus schielte zu Sebastian und Sophie hinüber. Sophie stand mit offenem Mund da und Sebastian sah aus, wie in Trance. "Womöglich fragt ihr euch auch, warum wir euch eure Pokémon nicht abgenommen haben, hä?" Das schiefe Grinsen, das nun auf dem Gesicht des Mannes zu sehen war, fand Markus eher abstoßend, als zierlich. "Glaubt ihr, ich gebe mich mit jedem X- beliebigen Schrott zufrieden? Pokémon sind da um Geld zu machen und da die Pokémon schwacher Trainer wertlos sind, lasse ich nur jenen Trainern die Pokébälle abnehmen, die den Mumm haben, mich zu besiegen... Alle werden fein säuberlich nach der Reihe drangenommen, um gegen mich zu kämpfen und ihr hättet eigentlich noch einige Tage Zeit, doch wenn ihr schon hier seid", fuhr er fort und seine Stimme klang stahlhart, "kommt ihr eben jetzt dran- wer zuerst kommt, mahlt zuerst." Er stand auf und machte eine Falltüre auf. "Wenn ihr mir bitte folgen würdet" Die vier Freunde wurden aus ihrer buchstäblichen Erstarrung gerissen und folgten Mr. Checky Ground mit zitternden Knien. Eine Leiter führte hinab in eine riesige Halle- eine eigene Arena. "Und wenn ihr versucht, absichtlich zu verlieren, wird alles nur viel schlimmer!", flüsterte er eisig. "Du zuerst", meinte er und deutete auf Andreas. "1vs1" Er schleuderte einen Pokéball. Ein grün gepanzertes Pokémon kam zum Vorschein. "Deeeeees!", rief es und schlug angriffslustig mit seinen Pranken um sich. "Despotar!", meldete der Pokédex. Ein sehr starkes Pokémon. Es hat mit keinem Gegner Mitleid und kämpft bis zur vollkommenen Erschöpfung. "Heiteira, los!", rief Andreas. Sophie konnte es nicht fassen. "Er hat ein---- Heiteira!" Auch Markus, der sich mittlerweile ganz gut mit Pokémon auskannte, wusste, dass es die beiden Pokémon in sich hatten. Das Duell der Giganten begann also. Mit einem Hauch Genugtuung erteilte Andreas den ersten Befehl. "Gesang!" "Hei- heiteihei- heiheiteira!", sang Heiteira. Despotar wirkte plötzlich sehr müde. "Des.." Seine Augen fielen langsam zu.. "Po" Es stand nicht mehr aufrecht, sondern gekrümmt.. "Tar..." Es schlug hart auf dem Boden auf und begann, laut zu schnarchen. "Traumfresser!", meinte Andreas. Markus sah ihm an, wie schwer es ihm fiel, die Attacken zu erteilen, denn wenn er gewann, musste er sowieso sein Pokémon hergeben. "Despotar!!!" Einige Zeit später schlug Despotar hart am Boden auf und war besiegt. "Nun...", meinte Mr. Checky- Ground, "Gib Heiteira her!" Er ging langsam auf Andreas zu. Doch plötzlich brüllte Andreas: "Neiiiiin!" Es war so laut, dass Mr Checky- Ground für einen Moment zusammenzuckte. Dies nützte Andreas aus, machte einen gewaltigen Hechtsprung um Mr. Checky- Ground herum und rannte keuchend auf die Leiter zu, die nach oben führte. Markus, Sophie und Sebastian setzten sich im selben Augenblick in Bewegung und rannten, so schnell sie ihre Füße trugen, auf die Leiter zu. "Halt!", rief Mr. Checky- Ground und verfolgte sie schnaufend. Da er jedoch auffallend dick war, hatte er bei den Vier kein großes Glück. "Bleibt stehen!", schnaufte er, doch die Freunde kletterten hastig die Leiter hinauf, stießen die Falltüre auf und rannten vier überraschte Rockets um. Die Freunde stürzten in den nächsten Raum. Ein kleiner, blasser Mann mit einer Peitsche in der Hand befand sich drinnen. "Huck-hick- huck!", meinte er. Hier seid ihr in der Zwickmühle. Dann schleuderte er einen Pokéball und rief: "Huck-hick-huck, Evoli!" Ein niedliches, kleines Pokémon kam zum Vorschein. Seine langen, kastanienbraune Augen hatten große Ähnlichkeit mit einem Hasen. "Evoli!", meldete der Pokédex. " Das Evolutions- Pokémon. Es kann sich in fünf verschiedene Pokémon weiterentwickeln. Wenn man es gut behandelt, ist es sehr treu." "Los, Sandan!", entschloss sich Markus blitzschnell. "Ihr wollt wohl ausbrechen, wie?", meinte der Mann listig. Er deutete auf eine Tür hinter ihm. "Ihre seid eurem Ziel sehr nahe. De´ Not´usgang is hinter mir, huck-hick-huck! Aber s´erst musst ih´ mich bes´gen!" Er grinste listig und meinte: "´uckzuckhieb, Evoli!" "Evooo", meinte Evoli und schüttelte den Kopf. Es kam auf Markus zu und stupste seine kleine Nase an sein Bein. Wenn die Freunde in einer anderen Situation hier gewesen wären, hätte Markus das kleine Pokémon in den Arm genommen und es gestreichelt, doch in dieser Situation... "Du Manneskindes!" Der Mann griff dich auf die Stirn. "Du wollst ni´t wied´r slechet´s tun? Machomei, du bis geseit!" Er griff zu seiner Peitsche. "Abe´ i´ werde di beibringen, wie zu geho´chen mir du hast!" "Da!" Er knallte mit seiner Peitsche. "Evoooooo!" Ein schriller Schrei erfüllte die Luft. Einen Augenblick lang sah man nichts, doch dann sah Markus…. Und das, was er sah, ließ ihm die Haare zu Berge stehen, den Mund aufklappen und einen spitzen Schrei ausstoßen. Evolis Rücken war bespränkelt mit Blut, es schrie noch immer ganz herzzerreißend, doch es weigerte sich immer noch, zu kämpfen. "Mensch!", dachte Markus. "Das Evoli will lieber ausgepeitscht werden, als Böses zu tun.. So ein Pokémon wäre etwas für dich.." Er empfand tiefes Mitleid für das kleine Pokémon, das dem Guten gesinnt war und nicht das Gute bekämpfen sollte, wie es gerade der Fall war. Noch einmal ließ der Mann die Peitsche knallen. Evoli ließ ein leises Seufzen vernehmen und schlug ohnmächtig vor seinem Füßen am Boden auf. "Glatter Selbstmord!", stellte Sebastian fest, doch Markus merkte, dass in seiner Stimme kein Hauch von Belustigung festzustellen war. Seine Stimme klang eher tonlos.... Der kleine Mann war noch bleicher geworden, als er sowieso schon war. "Huck-hick-huck!", heulte er. "Dieser Mist ist mein einziges Pokémon, doch es will nichts Böses machen. Mit den Fäusten am Boden hämmernd fuhr er heulend fort: "Los, geht schon! Ich werde euch nicht verpetzen! Und ich werde den Boss ausschalten, damit niemand erfährt, dass vier miserable Kinder nur wegen mir ausgebrochen sind!" Mit gemischten Gefühlen im Kopf drückte Markus die Türklinke der Tür, die nach draußen führte, hinunter. "San..." "Dir geht dieses Evoli auch im Kopf herum, nicht wahr?", fragte Markus sein kleines Boden- Pokémon. "San!" Traurig nickte Sandan mit dem Kopf. Markus öffnete die Tür. Frischer Morgenwind blies ihm entgegen und ließ ihn wieder auf andere Gedanken kommen. Die Bäume des Checky- Ground Nationalparkes neigten sich sachte im Morgenwind. "Wahnsinn!", stellte Markus fest. Wir waren nur eine Nacht lang im Rocket- Versteck! Mir kam es vor, als wäre es eine halbe Ewigkeit gewesen. Gut gelaunt ließ er seine Pokémon aus den Pokébällen, atmete die kühle Morgenluft ein und beobachtete die Sonne, wie sie langsam über den Rand des Horizonts stieg. Er faltete seine Karte der Dodri- Massiv- Region aus und überlegte. "Jetzt müssten wir ungefähr hier sein!", stellte er fest und deutete mit seinem Zeigefinger auf ein grünes Feld auf der Karte. Er fuhr einen Weg auf der Karte nach. Schließlich nickte er zufrieden, faltete die Karte zusammen und meinte: "Der schnellste Weg nach Dombra City führt nach Westen. Wir müssen nur diesem Weg folgen" Während die Freunde über eine staubige Schotterstraße marschierten, sodass es knirschte, meinte Sophie gut gelaunt: "Dieses Huck-hick-huck- Männchen verhindert also, dass die Rockets davon erfahren, dass wir ausgebrochen sind, um sich selber zu schützen!" "Aber",fuhr sie fort, "wenn kein Rocket erfährt, dass wir ausgebrochen sind, können sie auch nicht fliehen und wir marschieren geradewegs zur Polizei!" Gut gelaunt pfiff Sebastian vor sich hin. "Endivie!", rief Endivie. Es genoss die Natur hier wohl auch sehr! Ein Menki schwang sich von Ast zu Ast, ein Porenta flatterte umher und an einem kleinen Teich, an dem die Freunde eine kurze Rast machten, spielten glückliche Schiggys mit Marrils und Lampis. Ein Ledyba summte um Andreas herum, der sich ins Gras gesetzt hatte und den Teich beobachtete. Markus aß ein Sandwich und Sophie hatte sich an´s Ufer gesetzt, Schuhe und Socken ausgezogenn und ließ die Füße im kühlen, kristallklaren Wasser des Teichs baumeln. "Wunderschöner Tag!", seufzte Markus, während die Sonne, die allmählich zu wärmen begann, seine Nase kitzelte und ein Gefühl von Wärme durch seinen ganzen Körper strömen ließ. Er war von der Schönheit dieses Ortes so sehr überwältigt, dass er ganz vergessen hatte, dass er eigentlich Pokémon fangen sollte. Schließlich riss er sich von dem Blick los und meinte: "Packen wir´s, Freunde! Es ist nicht mehr weit!" "Ihr wollt mir damit sagen, dass Team Rocket seinen Hauptsitz in den Nationalpark verlegt hat und von da aus Pokémon stielt?" Der Polizeichef eines kleinen Polizeireviers in Dombra City sah die vier Freunde misstrauisch an. "Ich schwöre es so wahr ich vor ihnen stehe!", meinte Markus. "Der Beweis ist doch, dass so viele Pokémon über Nacht gestohlen wurden, oder?", fragte Andreas. Der Chef sah auf Andreas herab. Schließlich meinte er: "Du bist der Arenaleiter von Kontra City, nicht wahr?" Andreas nickte. "Wenn das so ist...", meinte der Polizeichef. "Ein Arenaleiter erlaubt sich doch hoffentlich keinen bösen Scherz...." Er sah nochmals prüfend auf die vier herab. "Okay!", meinte er schließlich. "Ich veranlasse sofort alles Notwendige. Ihr müsst natürlich mit und mir den Weg zeigen!" "Okay!", riefen Markus, Sophie, Sebastian und Andreas im Chor. Mr. Checky- Ground lag auf einem Bett und war von Rockets mit besorgten Gesichtern umgeben. Langsam wachte er auf. Plötzlich flog die Türe auf und eine Rocket- Wache keuchte: "Die Bullen sind im Anmarsch!" Sofort war Mr. Checky- Ground hellwach. "Natürlich!", brummte er. "Dieser kleine Dreckpatzen hat mich angegriffen und während dessen konnten die vier Aufschneider die Bullen alarmieren. "Sofort alles beim Notausgang raus!", brüllte er. "Geht nicht!", keuchte die Rocket- Wache. "Sie haben ausnahmslos alles umzingelt" "Was?", rief Mr. Checky- Ground und in seiner Stimme lag Panik. Einen Moment später flog die Tür abermals auf. "Hände hoch!" Markus, Sophie, Sebastian und Andreas standen vor dem Rathaus von Dombra. Sandan hockte auf Markus Schulter. "Ich bin wirklich gespannt, was der Bürgermeister so dringend von uns will!", meinte Markus. "Es war jedenfalls gut, dass der Medienrummel nicht allzu groß war!", bemerkte Sophie. "Die paar Gruppenfotos mit uns und unseren Pokémon und die Interviews waren schon ok. Und wenn wir Glück haben, sind wir morgen in der Zeitung" Sie grinste verschmitzt. Die Freunde betraten das Gebäude. Im ersten Stock wurden sie vom Bürgermeister, einem älteren Herren mit einem langen Bart, freundlich in sein Büro gebeten und er meinte: "Ihr habt Dombra City einen sehr großen Gefallen getan und viele von uns vor Team Rocket gerettet........." Er sah zu den Freunden herab. ".........Deswegen habe ich beschlossen, dass jeder von euch einen Wunsch freihat." "Oh,- gar nicht notwendig!", wiesen Sophie, Andreas und Sebastian das Angebot bescheiden zurück. Markus dachte lange nach. Schließlich meinte er: "Als wir im Rocket- Versteck waren, sahen wir ein kleines Evoli von einem Huck-hick-huck- Typen. Er schlug es mit der Peitsche, weil es uns nicht angreifen und Böses tun wollte. Er hat es schlimm geschlagen. Sein ganzer Rücken war mit Blut bespränkelt" Er sah zum Bürgermeister hoch. "Ich möchte, dass dieses Evoli mein Pokémon wird, damit es sieht, dass es auch gescheite Trainer gibt und damit es sieht, dass es sich nicht umsonst seinem Trainer wiedersetzt hat. Ich möchte ihm zeigen, wie es ist, wenn man gut behandelt wird" "Sandan!" Sandan schien von der Entscheidung seines Trainers voll und ganz begeistert zu sein. Der Bürgermeister fuhr sich durch seinen Bart. "Ein sehr kluger Wunsch!", meinte er. "Ich weiß von diesem Evoli Bescheid... Es liegt mit mittleren Verletzungen im Pokémon- Center und ist noch immer bewusstlos" "Was?" Markus wurde kalt. Dieses Pokémon war noch immer bewusstlos? Wie konnte man sein Pokémon bloß so zurichten? "Aber wenn ich es mir recht überlege, könnten wir es alle im Center besuchen!", schlug der Bürgermeister vor. "Gute Idee!", meinte Markus und auch Sophie, Markus und Andreas nickten eifrig. "San!" Auch Sandan war einverstanden. Biep....Biep....Biep....Biep....Biep.... Die Freunde waren in Evolis Krankenzimmer eingetroffen und lauschten gespannt den Tönen, die der Pulsmesser von sich gab. Eine Joy kam herein. "Wir erwaten, dass es bald wieder aufwacht!", meinte sie und zwinkerte den Freunden zu. "Puuuh!" Markus atmete auf. Evoli würde sein Pokémon werden... "......Evoo....." Evoli begann, sich langsam zu strecken und zu recken. Langsam öffnete es die Augen einen Spalt breit. "Evoli!", rief Markus glücklich und tätschelte den Kopf des Pokémon. "Du wirst mein Pokémon!" "Evo!", meinte Evoli und schien glücklich zu sein. Es leckte Markus Hand und piepste leise. Dann schlief es wieder ein. Die Freunde gingen hinunter in die Empfangshalle, um einer Joy die erfreuliche Neuigkeit mitzuteilen. Diese lächelte und meinte: "Es muss heute Nacht noch hierbleiben, um wieder zu Kräften zu kommen. Dann kannst du es mitnehmen" "Danke!", erwiderte Markus. Die Freunde verabschiedeten sich vom Bürgermeister, der zurück zum Rathaus musste. "Danke nochmals!", meinte er und drückte Markus die Hand. Auch Andreas meinte: "Nun- ich habe ebenfalls zu tun! Ich muss zurück zu meiner Arena und weitertrainieren. Am Bahnhof holt mich ein Taxi ab!" "Tschau!", meinte Markus und schüttelte Andreas Hand. "Tschau!", meinte auch er. "Und ihr kommt mich doch hoffentlich mal wieder in meiner Arena besuchen?" Er schritt durch das Tor des Pokémon- Centers und ging in Richtung Bahnhof. "Wie wär´s mit einem kleinen Abendspaziergang im Park?", schlug Sophie vor. "Au ja!", meinte Markus. "Wie ich dir erzählt habe, ist das Gebiet um Dombra City ja eine gepflegte Anlage!", erinnerte sie nochmals und die Drei machten sich auf den Weg. Die Sonne neigte sich dem Horizont zu und verwandelte sich wieder einmal in eine leuchtend rote Scheibe. Ein Tauboga- Schwarm flatterte Richtung Stadt, flog, flog und ließ sich am anderen Stadtende am Rand des Nationalparkes nieder. Die Rosen im den Beeten dufteten und wie schon so oft brach ein angenehm lauer Sommerabend an. Die Drei setzten sich auf eine weiß gestrichene Parkbank und Markus ließ einen tiefen Seufzer der Erleichterung wahrnehmen. Wie schön es doch war, ein Pokémon- Trainer zu sein. "Sandan Sandan!", meinte Sandan, das auf Markus Schulter saß. "Wie? Du möchtest gerne ein bisschen mit den anderen Pokémon im Park spielen?", fragte Markus. "San!" Sandan nickte mit dem Köpfchen. "Gut!", entschloss sich Markus. "Bleib aber nicht zu lange fort!" Dann betrachtete er die rote Sonnenkugel, wie sie auf den Horizont zusteuerte und lauschte der Musik der Grillen. Ein Blatt flatterte leicht im Wind, neigte sich zu Markus herab und kitzelte sachte dessen Wange. Sophie und Sebastian kramten in ihren Rucksäcken nach Essbarem. Schließlich fand Sophie einen Rest Käsebrot und Sebastian stellte verblüfft fest, dass er nichts mehr hatte. "Wird höchste Zeit, dass wir wieder mal einkaufen gehen!", meinte er. "Dazu haben wir aber morgen auch noch Zeit!", meinte Sophie, gab Sebastian ein Stück Brot und vertiefte sich wieder in den Sonnenuntergang, der sich vor ihren Augen abspielte. Markus holte eine Flasche Himbeersaft aus seinem Rucksak und biss in ein Schinkenweckerl. Voll Behagen kaute er und fühlte sich plötzlich etwas schläfrig. "Habt ihr zufällig was zu Lesen?", munkelte er zu Sophie, und Sebastian hinüber. "Klar!", meinte Sebastian. "Das neue Kids Zone- eben erst herausgekommen!" "Cool!", meinte Markus und starrte auf die Titelseite. "Dragonball von A- bis Z! Ist ja super!" Sophie schlug sich auf´s Hirn. "Ihr Jungs gebt euch auch mit jedem Kram ab!", meinte sie. "Was?" Markus starrte sie an. "Dragonball Z ist geil, das haben alle aus meiner Pokémon- Klasse gemocht, als ich noch in St. Anna war!" Sophie schüttelte den Kopf. "Wow!" Sie wurde von Markus aus ihren blöde- Jungs- Träumereien gerissen. "Die Fusion von Son- Goten und Trunks!" "Markus! Ich möchte mich ausruhen!!" "Oh- ´tschuldigung- oh, krass, wie Piccolo hier abgebildet ist, ist ja total cell,- ähm cool!" "Sandan!" "Hallo, Sandan!", begrüßte Markus Sandan, das vom Spielen zurückgekommen war und Markus freudig begrüßte. Er faltete die Zeitschrift zusammen, reichte sie Sebastian und meinte gähnend: "Leute- ich bin vielleicht müde! Lasst uns gehen!" "Okay!" Sophie reckte sich und stand auf. Sebastian packte Kids Zone in seinen Rucksack, schloss dessen Reißverschluss und schulterte ihn. Dann gähnte er ebenfalls und die drei Freunde machten sich (nicht ohne zu beachten, dass die Sonne nur noch mit einer Hälfte über dem Horizont stand und sich vor ihren Augen ein wunderschöner Sonnenuntergang abspielte) auf den Weg in die Stadt. "Vielleicht finden wir mal ein Hotel, das ein paar Zimmer freihat!", meinte Sophie. "Vorausgesetzt, es ist nicht zu teuer!", meinte Sebastian. "Wieso?" Sophie sah ihn fragend an. "Naja...", meinte er und lief etwas rot an, "ich habe fast mein ganzes Geld für Mickey Maus- Hefte und das Kids- Zone ausgegeben" "Waaaas?!!!!" Sophie konnte es offensichtlich nicht fassen. "Du verschwendest dein ganzes Geld für so ein.....so ein...." Offenbar fiel ihr kein Wort ein, das auf ihre Vorstellungen von Kids- Zone- und Mickey Maus- Heften, zutraf. "Aaah", stöhnte sie dann. "Wenn du willst, borge ich dir tausend Pokédollar, aber ich will sie spätestens in einer Woche zurück!" "Klar!", grinste Sebastian dankend. "Ich gewinne mit Seedraking ein paar Kämpfe und schon sind meine Schulden zurückgezahlt" "Das will ich hoffen!", meinte Sophie. Die drei kamen zu einem Gasthaus. "Zimmer zu vermieten", stand auf einem Schild. "Pro Zimmer 500 Pokédollar!", stellte Sebastian erleichtert fest. "Soviel Geld habe ich dabei!" Die Drei betraten das Gasthaus. An einer kleinen Theke stand ein Wirt. "Wir hätten gerne über Nacht drei Einzelzimmer!", meinte Markus zu dem Wirt. "Gerne!", antwortete dieser. Er reichte den Freunden drei Schlüssel. "Wollt ihr gleich zahlen, oder erst morgen?", fragte er. "Heute!", meinte Markus, die drei zahlten 1500 Pokédollar und gingen eine knarrende Holztreppe hinauf, wo sich die Zimmer befanden. " Zimmer 12,13 und 14", murmelte Markus. "Ah,- hier sind sie!" Er wies auf drei benachbarte Zimmertüren aus Holz. Die drei Freunde legten Jacken und Rucksäcke in ihren Zimmern ab und gingen wieder nach unten, um noch eine Kleinigkeit zu Abend zu essen. Markus bestellte einen griechischen Salat und für Sandan eine Packung Pokéfutter, Sophie nahm eine Spargelcremesuppe (obwohl diese schweineteuer war, da ja Hochsommer war und die Spargelsaison längst vorbei war), und Sebastian bestellte für sich ein Stück Wassermelone, das er sich mit Dratini, das er aus dem Pokéball gelassen hatte und nun auf seiner Schulter saß, teilte. "Sandan!", meinte Sandan vergnügt, während es sein Pokémonfutter aus einem kleinen Napf, den Markus mitgenommen hatte, fraß. Weil Markus an diesem Tag bester Laune war, zahlte er auch für Sebastian und Sophie mit. (Bei Sebastian war dies auch notwendig, denn er war nun endgültig pleite) Die Sonne war nun endgültig am Horizont verschwunden und Markus, Sophie und Sebastian stiegen mit vollem Magen und letzter Kraft die Treppe zu den Zimmern hinauf alle drei waren totmüde, aber zufrieden. Markus, weil Evoli sein Pokémon werden würde, Sophie, weil sie das Geheimnis der Pokémon- Diebstähle durch Team Rocket verhindert hatten und Sebastian, weil Dratini die Wassermelone bestens geschmeckt hatte und er Dratini sosehr mochte. "Also dann- ciao!", meinte Markus gähnend, während er die Türklinge seines Zimmers herunterdrückte und das Licht anknipste. "Gute Nacht!", verabschiedete sich Sebastian. "Bis morgen!", meinte Sophie. "Ach ja", meinte Markus noch. "Sebastian?" Sebastian warf ihm einen fragenden Blick zu. "Darf ich mir bis morgen dein Kids Zone ausborgen- ich lese immer gerne vor dem Einschlafen!", meinte er. "Klar!", meinte Sebastian, verschwand in seinem Zimmer und kam kurze Zeit später wieder heraus, das Kids Zone- Heft in der Hand. "Danke!", meinte Markus. "Und gute Nacht!" Er trat in sein Zimmer und besah sich den Raum, der für heute Nacht in seinem Besitz war, genauer. Es war ein kleines Zimmer mit Bildern an den Wänden, einem Bett mit einer rot- karierten Bettdecke und einem großen Fenster. Gähnend fuhr Markus in sein Pjyama trat zum Fenster, öffnete es und ließ eine laue Abendwindböe ins Zimmer. "Sandan!", meinte Sandan und rollte sich auf dem Fußboden unter Markus Bett ein. "Warte mal!", meinte Markus. Sandan sah auf. Er ging zu seinem Rucksack, öffnete ihn und zog eine kleine Decke hervor. "Bitte sehr!" Er reichte Sandan die Decke, welches sie dankend annahm und sich mit ihr zudeckte. Markus trat ans offene Fenster und sah hinweg über die Häuser von Dombra City. Dort befanden sich die gigantischen Berge des Dodri- Massives. Ein Hauch von Heimwehflimmern war in seinem Magen zu spüren. Da irgendwo, weit hinter den Bergen befand sich das kleine Haus seiner Eltern in St. Anna. Die Tauros auf der Taurosweide würden wohl gerade dumpf muhen und die St. Anna- Bewohner mit ihren Kuhglocken, sachte in den Schlaf läuten... Markus wandte seinen Blick von den fernen Bergen ab und dachte nun nur mehr daran, schlafen zu gehen. Er legte sich ins Bett, deckte sich zu und schloss die Augen. Von unten drang ein leises "San...psss...san...pssss", an sein Ohr. Er dachte nochmals daran, was an diesem Tag (wieder mal) alles passiert war. Und an die Zukunft. Morgen würde sein erster Weg ins Pokémon- Center führen, wo er Evoli abholen würde. Dann würde er mit Sophie und Sebastian mit dem Magnetzug zurück nach Kontra City zurückfahren, um über den Mount Black, einen kleinen, aber steilen Berg im Dodri- Massiv, zu wandern und in ein paar Tagen in Jss. City, anzukommen. Der Mount Black war derart steil, dass er große Lust hatte, gleich nach Jss. City zu fahren, doch es hätte sicher keinen Sinn. Die Erfahrung, die seine Pokémon auf der Wanderung auf dem Mount Black, sammeln würden, würden ihnen sonst bei seinem Kampf gegen den Arenaleiter von Jss City, fehlen. Markus war knapp am Einschlafen. Er wälzte sich nochmals auf die andere Seite seines Bettes, hörte, wie die fernen Geräusche des Stammtisches ein Stockwerk tiefer, dumpf an sein Ohr drangen..... Schließlich schlief er zufrieden ein.